Analyse der Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft 2011 und 2015
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Diese Analyse wurde am 6.4.2016 von Jan Lorenz (Jacobs University Bremen, www.janlo.de) erstellt. Update 11.5.2016: Weitere Vorschläge sowie das Geschlecht der Kandidierenden hinzugefügt und Tabellen neu sortiert.
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Die Daten können auch aus Google Spreadsheet geöffnet und dort z.B. in Excel heruntergeladen werden:
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Google Spreadsheet: Analyse Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft 2011 und 2015
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Datengrundlage der Analyse:
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- Wahlhefte der Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft 2015 und 2011 jeweils für die Wahlbezirke Bremen und Bremerhaven
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- Vier zugehörige Datensätze des Landeswahlleiters auf denen jedes Wahlheft mit den fünf Kennnummern der gewählten Listen oder Kandidierenden erfasst ist
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Kurzbeschreibung:
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Die Analyse umfasst einerseits Kennzahlen zum allgemeinen Wahlverhalten insbesondere auf Listen- und Kandidierenden-Ebene und andererseits Modellrechnungen für andere Mandatszuteilungssysteme auf die man die Wahlergebnisse anwenden kann.
Die Mandatszuteilungssysteme unterscheiden sich lediglich bei der Zuteilung der Mandate innerhalb der Listen. Alle Ergebnisse haben also die gleiche Mandatszuteilung für die Listen in Bremen und Bremerhaven. Die Zuteilung von Mandaten an die Listen erfolgte, wie im aktuellen Wahlrecht nach dem Anteil der Stimmen für die Liste (Personenstimmen sowie Listenstimmen) unter Beachtung der Sperrklausel von 5% im jeweiligen Wahlbezirk (Bremen oder Bremerhaven).
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Die Wahlsysteme sind:
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Aktuelles Wahlrecht: Für jede Liste wird eine Wählerrangliste anhand der Personenstimmen gebildet. Ein Teil der Mandate einer Liste wird anhand dieser Rangliste vergeben, ein anderer Teil anhand der von der Partei aufgestellten Liste die analog zur Reihenfolge der Kandidierenden im Wahlheft ist. Der Anteil der Mandate, die über die Wählerrangliste vergeben werden, entspricht dem Anteil der Personenstimmen an den Gesamtstimmen für diese Liste. Es werden zuerst die Mandate nach der Parteiliste vergeben, danach die Mandate nach der Wählerrangliste, wobei die Kandidierenden die bereits ein Mandat durch die Parteiliste haben übersprungen werden.
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A, Personenrangliste zuerst: Analog zum aktuellen Wahlrecht, nur werden zuerst die Mandate nach der Parteiliste vergeben, danach die Mandate nach der Wählerrangliste, wobei die Kandidierenden die bereits ein Mandat durch die Parteiliste haben übersprungen werden. Dies wurde von den Parteitagen GRÜNE und DIE LINKE vorgeschlagen.
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B: 50/50, Personenrangliste zuerst: Analog zum Vorschlag A, nur wird die Hälfte der Mandate einer Liste anhand dieser der Wählerrangliste vergeben, die andere Hälfte anhand der von der Partei aufgestellten Liste. Bei einer ungeraden Anzahl von Mandaten für die Liste wird ein Mandat mehr über die Wählerrangliste vergeben. Es werden auch zuerst die Mandate nach der Wählerrangliste vergeben, danach die Mandate nach der Parteiliste, wobei die Kandidierenden, die bereits ein Mandat durch die Wählerrangliste haben, übersprungen werden. Dieser Vorschlag entspricht dem Vorschlag von SPD und CDU über den im Weser-Kurier am 19.2.2016 berichtet wurde [1]. Eine Regelung für ungerade Mandatzahlen wurde dort allerdings nicht genannt und hier zugunsten der Wählerrangliste getroffen.
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C: Listen- als Personenstimmen: Alle Listenstimmen eines Stimmezettels, die an die gleiche Parteigehen (maximal also 5), werden in Personenstimmen umgewandelt und jeweils eine an die Kandidierenden der Parteiliste nach vergeben. Die Zuteilung der Sitze erfolgt dann nur nach einer Wählerrangliste rangliste die nach Personenstimmen inklusive der umgewandelten Listenstimmen gebildet wird.
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D, Wähleranzahlrangliste: Für jede Liste wird eine Wählerrangliste anhand der Anzahl der Wähler gebildet, d.h. für jeden Kandidierenden wird gezählt, in wieviel Wahlheften er oder sie mindestens eine Stimme bekommen hat. Die Zuteilung des Mandate erfolgt nur nach dieser Liste.
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E: Listen- als Personenstimmen, Wähleranzahl: Analog zu C, nur wird die Wählerrangliste analog zu D nach der Anzahl der Wähler gebildet.
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Die Analyse besteht aus den folgenden Tabellen (Reiter benutzen, Link anklicken öffnete die Tabelle in Google Spreadsheets):
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TabelleInhalt
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Kennzahlen WahlverhaltenFür die Wahlen 2015 und 2011 und jeweils das gesamte Wahlgebiet, Bremen, Bremerhaven und alle Listen die Anteile Personenstimmen, Anteile Spitzenkandidat_innen, Rangkorrelation Listen mit Personenstimmen und Listen mit Anzahl Wählenden, durchschnittliche "Stimmen pro Wähler" über alle Kandidat_innen, sowie durchschnittliche "Stimmen pro Wähler" über alle Kandidat_innen die ein Mandat nach aktuellem Wahlrecht erhalten haben.
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Vergleich ReformvorschlägeFür die Wahlen 2015 und 2011 und jeweils das gesamte Wahlgebiet, Bremen, Bremerhaven und alle Listen die mindestens ein Mandat errungen haben die Mandatsabweichungen des aktuellen Wahlrechts, sowie der Vorschläge A, B, C, D, und E von der Parteiliste. Dazu die Mandatsabweichung der Personenstimmenrangliste von de Parteiliste und des aktuellen Wahlrechts von der Personenstimmenrangliste.
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Personenstimmenranglisten 2015Liste aller Kandidierenden 2015 geordnet nach Liste, Wahlbezirk und Personenstimmen mit Vergleich zum Listenplatz, Anzahl Personenstimmen, Anzahl Wähler, Stimmen pro Wähler, und einer prozentualen Aufteilungen wieviele der Wähler dem Kandidierenden 1, 2, 3, 4 oder 5 Stimmen gegeben haben.
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Vergleich Mandate Reformvorschläge 2015Liste aller Kandidierenden 2015 geordnet nach Liste, Wahlbezirk und Listenplatz mit Kennzeichnung ob ein Mandat errungen worden wäre nach aktuellem Wahlrecht, den Vorschlägen A, B, C, D, und E, sowie nur nach Personenstimmen oder nur nach Parteilisten, außerdem farbliche Kennzeichnung zum Vergleich von Rang nach Personenstimmenrangliste, Wähleranzahlrangliste und Listenplatz, sowie Stimmenanzahl, Wähleranzahl, und Stimmen pro Wähler
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Personenstimmenranglisten 2011Analog wie für 2015.
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Vergleich Mandate Reformvorschläge 2011Analog wie für 2015.
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Weiterhin gibt es jeweils eine Tabelle mit dem kompletten Wahlergebnis und der Bürgerschaft für das aktuelle Wahlrecht 2015 und 2011 sowie analog für die Vorschläge A, B, C, D, und E.
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Hinweise: Die Korrekturen aufgrund der Entscheidung des Bremer Wahlprüfungsgerichts [2] sind hier NICHT eingearbeitet. Sie sind zwar erheblich für die Frage, ob die AfD in Bremerhaven die 5%-Hürde übersprungen hat und womöglich auch für einzelne Plätze auf den Personenstimmenranglisten aber für diese Gesamtschau unerheblich. Ebenso sind Mandatsniederlegungen und Nachrückung in den Tabellen hier nicht berücksichtigt.
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Referenzen
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[1] SPD und CDU wollen Wahlrechtsreform vorantreiben, Jürgen Theiner, Weser-Kurier, 19.2.2016
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[2] Entscheidung des Wahlprüfungsgerichts
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Einleitung und Hinweise
Kennzahlen Wahlverhalten
Vergleich Reformvorschläge
Personenstimmenranglisten 2015
Vergleich Mandate Reformvorschläge 2015
Personenstimmenranglisten 2011
Vergleich Mandate Reformvorschläge 2011
Aktuelles Wahlrecht 2015
A: Personenrangliste zuerst 2015
B: Personenrangliste zuerst 2015
C: Listen- als Personenstimmen 2015
D: Wähleranzahlrangliste 2015
E: Listen- als Personenstimmen, Wähleranzahl 2015
Aktuelles Wahlrecht 2011
A: Personenrangliste zuerst 2011
B: Personenrangliste zuerst 2011
C: Listen- als Personenstimmen 2011
D: Wähleranzahlrangliste 2011
E: Listen- als Personenstimmen, Wähleranzahl 2011