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Computernetzwerke

Eine Einführung für die praktische Ausbildung

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Versionierung

Datum

Änderungen

Autor

08.04.2020

Initiale Erstellung

Michael Schmidt

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Definition und Einleitung

  • in den Anfängen der automatisierten Datenverarbeitung wurden (zentrale) Großrechner genutzt
  • Ein- und Ausgabe erfolgte mit Lochkarten / -bändern, magnetischen Medien, Papier und Terminals
  • Entwicklung der Rechentechnik ermöglicht leistungsfähige, dezentral einsetzbaren Computer
  • Zusammenarbeit und Kostengründe erfordern zentral (gemeinsam) nutzbare Ressourcen
  • standardisierte und transparente Zugriffsmöglichkeiten werden benötigt

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Definition und Einleitung

Ein Netzwerk ist eine (standardisierte) Infrastruktur für Datenendgeräte zur Verfügung, welchen denen die Kommunikation, den Austausch von Daten und die Nutzung zentraler Ressourcen ermöglicht.

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Definition und Einleitung

  • Entwicklung von verschiedenen Arten von (herstellerspezifischen) Netzwerken für die Nutzung in lokalen (Unternehmens-) Netzen �🡺 Intranet
  • Anforderung von unternehmensübergreifenden Zugriffen �(🡺 Internet) erfordert transparente Vernetzung von Endgeräten

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Definition und Einleitung

Internet

Intranet A

Intranet …

Intranet B

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OSI-Referenzmodell

  • 1984 Einführung des OSI-Referenzmodells �(Open Systems Interconnection)
  • sieben abgeschlossene Schichten (Layer) definieren die Kommunikation zwischen Endgeräten in einem Netzwerk
  • ermöglicht Anpassungen (Entwicklungen) in den einzelnen Schichten ohne Einfluss auf die gesamte Kommunikation

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OSI-Referenzmodell

Layer 1 - Physikalische Schicht

Layer 2 - Sicherungsschicht

Layer 3 - Netzwerkschicht

Layer 4 - Transportschicht

Layer 5 - Sitzungsschicht

Layer 6 - Darstellungsschicht

Layer 7 - Anwendungsschicht

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OSI-Referenzmodell�Datenfluss

Layer 1 - Physikalische Schicht

Layer 2 - Sicherungsschicht

Layer 3 - Netzwerkschicht

Layer 4 - Transportschicht

Layer 5 - Sitzungsschicht

Layer 6 - Darstellungsschicht

Layer 7 - Anwendungsschicht

Layer 1 - Physikalische Schicht

Layer 2 - Sicherungsschicht

Layer 3 - Netzwerkschicht

Layer 4 - Transportschicht

Layer 5 - Sitzungsschicht

Layer 6 - Darstellungsschicht

Layer 7 - Anwendungsschicht

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OSI-Referenzmodell

Layer 1 - Physikalische Schicht

Layer 2 - Sicherungsschicht

Layer 3 - Netzwerkschicht

Layer 4 - Transportschicht

Layer 5 - Sitzungsschicht

Layer 6 - Darstellungsschicht

Layer 7 - Anwendungsschicht

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OSI-Referenzmodell

Layer 1 - Physikalische Schicht

Layer 2 - Sicherungsschicht

Layer 3 - Netzwerkschicht

Layer 4 - Transportschicht

Layer 5 - Sitzungsschicht

Layer 6 - Darstellungsschicht

Layer 7 - Anwendungsschicht

Layer 1 - Physikalische Schicht

Layer 2 - Sicherungsschicht

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Bussysteme

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Chaos-WG

Chris

Kevin

Gemma

Flur

Küche

Bad

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Bussystem

PC A

PC B

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Bussystem

PC A

PC B

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Bussystem

Ein Bus ist ein System zur Datenübertragung zwischen mehreren Teilnehmern über einen gemeinsamen Übertragungsweg.��Findet eine momentane Datenübertragung zwischen zwei Teilnehmern statt, so müssen die übrigen Teilnehmer zur selben Zeit schweigen, da sie sonst stören würden. [Wikipedia-1]

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Zugriffssteuerung

  • mehrere Teilnehmer mit unterschiedliche „Nutzungszeiten“ auf gemeinsamen Medien
  • es kann immer nur ein Teilnehmer senden
  • Sender muss zuerst „lauschen“, ob das Medium frei ist

PC A

PC B

t Sendesignal

t Kollisionssignal

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Zugriffssteuerung�- CSMA/CD -

  • es wird ein Handlungsleitfaden (Protokoll) benötigt�
  • Carrier Sense Multiple Access / Collision Detection (CSMA/CD)�
  • Netzwerk-Adapter besitzen Sensor zur Erkennung von Kollisionen�🡺Adapter melden Kollisionen über ein spezielles Signal (Jam-Block)

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Zugriffssteuerung�- CSMA/CD -

  • alle Stationen wissen nun, das nicht gesendet werden darf, Sender muss Daten erneut schicken�
  • festgelegte Wartezeit (Timer) bevor erneut gesendet werden kann�🡺Timer wird für jeden Adapter individuell berechnet, z.B. mit Hilfe der MAC-Adresse

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Zugriffssteuerung�- Token Ring / Bus -

  • Netzwerk in Ringstruktur
  • Token-Master verwaltet Token

T

  • Token wird von Gerät zu Gerät weitergereicht,�Gerät darf senden, wenn Token „leer“ ist
  • Sender nimmt Token und sendet Daten
  • nach Empfänger-Quittierung wird Token weitergegeben

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Zugriffssteuerung�- Token Ring / Bus -

  • gleichmäßige Verteilung, Priorisierung ist möglich
  • komplexes Verfahren
  • langsam

Layer 1 - Physikalische Schicht

T

  • Token Bus

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Verkabelung

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Thin-Wire

  • Koaxialkabel mit BNC-Anschlüssen

  • Datenübertragung mit max. 10 Mbit/s
  • Segment max. 180 m lang, mit Hilfe von Repeatern (Verstärker) auf 900 m ausdehnbar
  • Unterbrechungen an einer Stelle führt zu Totalausfall der Kommunikation

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

  • Einsatz von Leitungen mit 8 Adern in verschiedenen Ausprägungen
  • Datenübertragung mit 10 / 100 / 1000 MBit/s und 10 Gbit/s, ….
  • Segment max. 100 m lang, mit Hilfe von Repeatern ausdehnbar

Photo by CEphoto, Uwe Aranas

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

Twisted-Pair-Kabel

  • je 2 Drähte verdrillt, 4 Paare ebenfalls verdrillt
  • ungeschirmt und geschirmt

UTP

Unshielded

Shieled

Twisted Pair

S/STP

S/UTP

STP

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

Twisted-Pair-Kabel�

  • Biegeradien beachten
  • Quetschungen, Knicke und Beschädigungen vermeiden
  • Kabellängen und Anzahl der Steckverbindungen gesamt beachten:

Patchkabel

Installations-kabel

Patchkabel

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

  • Twisted-Pair-Kabel: Kategorien (Categories)

[Wikipedia-2]

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

  • Patchkabel�vorgefertigte, steckerfertige Kabel in verschiedenen Längen�
  • Installationskabel�„von der Kabeltrommel“, Stecker werden vor Ort �mit Hilfe einer Crimp-Zange montiert

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

  • Stecker�Western-Modular-Stecker, Standard RJ45 (Registered Jack),�8P8C = 8 Pins, 8 Connectable für Gigabit,�Stecker mit Metallschirmung

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

  • Anschluss der einzelnen Leitungen (Drähte)

Layer 1 - Physikalische Schicht

4 Drähte

PC A

„Verteiler“

1: TX+ 2: TX- 3: RX+ 4: RX-

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

  • Anschluss der einzelnen Leitungen (Drähte)�Problem: verschiedene Patchkabel oder Anschlussbelegung notwendig
  • Lösungen

Layer 1 - Physikalische Schicht

  1. Uplink-Ports an Netzwerkendgeräten: für Verbindungen gleichartiger Geräte, z.B. SW - SW, Pin-Belegung bereits gekreuzt
  1. Ports an „Verteilern“: Pin-Belegungen bereits „gekreuzt“

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Kupferkabel -

  • Lösungen

Layer 1 - Physikalische Schicht

  1. MDI-Autosensing

Medium Dependent Interface

MDI-X 🡺 Uplink-Port / Ports in Verteilern 

Auto MDI-X  

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Chaos-WG

Chris

Kevin

Gemma

Flur

Küche

Bad

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Sternverkabelung - Bussystem

Layer 1 - Physikalische Schicht

kein

ein

!

?

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

  • Einsatz von Glasfaserkabeln in verschiedenen Ausprägungen�
  • als Lichtquelle werden Laser eingesetzt

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

  • Datenübertragung mit 10 / 100 / 1000 MBit/s und 10 Gbit/s, ….�
  • Segmentlängen abhängig von technischen Faktoren - später mehr

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

Lichtwellenleiter - ein kleiner Ausflug in die Physik�

  • bestehen aus einem optischen Kern, der Licht leitet („Glas“) und Kunststoff

Layer 1 - Physikalische Schicht

Schutzmantel

Gelmantel

Führungshülle

Kern

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

Lichtwellenleiter - ein kleiner Ausflug in die Physik�

  • Faserkern besteht aus zwei Schichten mit unterschiedlicher Brechungszahlen�
  • Brechung führt zu Ablenkung und damit Verlust des Strahlen

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

Lichtwellenleiter - ein kleiner Ausflug in die Physik�

  • bei entsprechendem Winkel erfolgt eine Reflexion des Lichtes, die sich fortsetzt

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

Lichtwellenleiter - ein kleiner Ausflug in die Physik

  • Licht hat beschränkte Längenausdehnung in der Faser: �Streuungen, Absorptionen, Krümmungen�
  • Ausbreitung in Wellenform, unterschiedliche Eintrittswinkel der Welle zu verschiedenen Zeitpunkten 🡺 Mode�
  • beschreibt Eigenschaften einer Welle zu einem bestimmten Zeitpunkt
  • Welle wird dabei als Summe verschiedener Moden beschrieben

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

Lichtwellenleiter - ein kleiner Ausflug in die Physik

  • gleiche Ausbreitungsgeschwindigkeit aber unterschiedliche Reflexionswinkel der einzelnen Moden��🡺 unterschiedliche Laufzeiten�🡺 Signalverfälschung: steigt mit Länge des Weges�🡺 Signale fliesen ineinander: Modendispersion

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Glasfaserkabel -

Eigenschaften der Fasern

  • Durchmesser des Kerns:�62,5 µm (USA), 50 µm (EU) 🡺 Multimode�9 µm 🡺 Monomode / Singlemode
  • Qualität der Fasern:�Multimode OM1, OM2, OM3, OM4, OM5�Singlemode OS1, OS2

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Steckverbinder -

  • Ziel�stabiler Kontakt, kein Eindringen von Staub
  • ST (straight tip)�für alle Fasern, Bajonett-Verschluss, TX/RX problemlos tauschbar
  • SC (subscriber connector)�für alle Fasern, Federkontakt, Duplex sowie Simplex und teilbare Duplex-Stecker (TX/RX tauschbar)
  • LC (lucent connector)�analog SC, jedoch kleiner, Duplex und teilbare Duplex-Stecker�(TX/RX tauschbar)

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Module -

  • Funktion�wird an elektrische Schnittstelle der Netzwerk-Komponente angeschlossen und wandelt elektrisches in optisches Signal zur Übertragung um und umgekehrt
  • GBIC (Gigabit Interface Converter) analog SC, jedoch kleiner, Duplex und teilbare Duplex-Stecker�(TX/RX tauschbar)
  • SFP (Small Form-factor Pluggable, auch Mini-GBIC)�für alle Fasern, Bajonett-Verschluss, TX/RX problemlos tauschbar

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Module -

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Universelle Gebäudeverkabelung� - Verlegung und Hinweise -

  • Kabel nicht knicken, nicht ziehen
  • Biegeradien beachten
  • nicht drauf treten ;-)
  • nicht direkt in Laser schauen, Kamera am Handy nutzen

Layer 1 - Physikalische Schicht

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Netzwerk-Komponenten�- Hub, Bridge und Switch -

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Hub

PC A

PC C

Kollisionsdomäne

Layer 1 - Physikalische Schicht

PC B

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Bridge - Verbinder zwischen den Welten (Schichten)

  • Kollisionsdomänen trennen 🡺Bandbreite verbessern�
  • Verbindung von unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Layer 2 - Sicherungsschicht

10 Mbit/s

100 Mbit/s

Kollisionsdomäne B

Kollisionsdomäne A

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Bridge - Verbinder zwischen den Welten (Schichten)

Layer 2 - Sicherungsschicht

🡺 Pakete müssen „gespeichert“ werden

  • Pakete müssen verschiedene Mediengrenzen überwinden

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Medienkonverter (10 / 100 Mbit/s)

Layer 2 - Sicherungsschicht

10

100

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Netzwerk-Briefkuvert�- Ethernet-II-Frame -

Layer 2 - Sicherungsschicht

Empfänger

Sender

Tag

Typ der Daten

Daten

„Füll-feld“

Prüfsumme

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Ethernet-II-Frame

Layer 2 - Sicherungsschicht

Ziel-�Adresse

Sender-�Adresse

Tag

Ethertype

Daten

Pad

CRC

MAC-Adressen

VLAN

Prüfsumme

[Wikipedia-4]

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Adressen (MAC)

  • Endgeräte in einem Netzwerk müssen eindeutig bestimmbar (adressiert) werden (analog Anschrift für Briefe und Pakete)

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • im Netzwerk benötigen wir physikalische (Layer 2) und �logische (Layer 3) Adressen
  • physikalische Adresse ist die Medium Access Control (Adresse)

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Adressen (MAC)

  • physikalische Adresse wird vom jeweiligen Hersteller der Hardware „fest“ zugeordnet

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • physikalische Adresse muss weltweit eindeutig sein
  • MAC-Adresse ist 6 Bytes lang und wird hexadezimal dargestellt

00:01:42:XX:XX:XX

Hersteller

„Seriennummer“

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ARP�- Address Resolution Protocol -

  • Problemstellung��Es sollen Daten an ein Gerät gesendet werden. Die logische Adresse ist bekannt, die physikalische derzeit jedoch unbekannt.

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- Address Resolution Protocol -

  • Lösung��Senden einer Anfrage an alle Geräte im Netzsegment

Layer 2 - Sicherungsschicht

ARP-Request als Broadcast��MAC-Adresse FF:FF:FF:FF:FF:FF

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ARP�- ARP-Request -

Layer 2 - Sicherungsschicht

172.28.144.10

00:00:0C:AE:FD:7E

MAC-Adresse�des Empfängers

MAC-Adresse�des Senders

172.28.144.3

???

Logische Adresse�des Empfängers

Logische Adresse�des Senders

FF:FF:FF:FF:FF:FF

172.28.144.10

172.28.144.10

00:00:0C:AE:FD:7E

MAC-Adresse�des Empfängers

MAC-Adresse�des Senders

172.28.144.3

00:00:0C:FF:FD:7E

Logische Adresse�des Empfängers

Logische Adresse�des Senders

00:00:0C:AE:FD:7E

172.28.144.3

172.28.144.3

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ARP�- ARP-Cache -

  • Zuordnungen von physikalischer zu logischer Adresse werden auf den Netzwerkknoten zwischengespeichert�
  • Einträge werden nach definiertem Zeitraum gelöscht:�Änderung NW-Adapter, Änderung IP-Adressen, …

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Cache -

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • Zuordnung von MAC-Adressen zur Schnittstelle können mit Hilfe von Software „manipuliert“ werden (spoof = schwindeln, täuschen)�
  • nur in lokalen Netzen möglich�
  • fehlende Authentifizierung auf Layer 2�
  • Vorteil: Konfigurationen müssen bei HW-Tausch nicht angepasst werden

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • erlaubt es, Daten umzuleiten („mitschneiden“) und zu manipulieren�
  • Netzwerkverkehr kann gestört werden�
  • Angriffe können durchgeführt werden

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • Abfangen von Passwörtern, E-Mails, Logins, …�
  • verschlüsselte Verbindungen könnten entschlüsselt werden

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • Nutzung von Gratuitous ARP (GARP) - �Senden eines „überflüssigen“ ARP-Paketes��dient der Aktualisierung von Arp-Caches bei Veränderungen, z.B.� - Änderung der IP-Adresse, � - neuer Host wird hinzugefügt � - bei Clustern („Shared IP“) wird ein Knoten gewechselt��kein ARP-Request, sondern ein Broadcast

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • Ablauf��Client A und Router B haben in ihrem ARP-Cache jeweils IP und MAC des anderen Hosts��Angreifer C sendet einen ARP-Request mit der Broadcast-MAC �🡺 alle aktiven Teilnehmer, hier A und B, senden ihre MAC und IP an C🡺 A und B tragen die Daten von C jeweils in ihren ARP-Cache ein

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • Ablauf��Angreifer C sendet einen GARP mit seiner MAC-Adresse und der Quell-IP von B an A��🡺 A aktualisiert im ARP-Cache die IP-Adresse von B mit der MAC von Angreifer C

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • Ablauf��Angreifer C sendet einen GARP mit seiner MAC-Adresse und der Quell-IP von A an B��🡺 B aktualisiert im ARP-Cache die IP-Adresse von A mit der MAC von Angreifer C

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • Ablauf��als Ergebnis wird für die IP-Adressen von A und B die MAC-Adresse von C verwendet ��🡺 alle Daten zwischen A und B werden an (über) C gesendet ��🡺 Man in the Middle Attack

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • mögliche Maßnahmen zum Schutz:��Layer 2: statische Einträge in ARP-Tabellen (Nachteil ist die aufwendige Pflege dieser Tabellen)��Einsatz von Programmen / Tools zur Überwachung des Netzwerkverkehrs, wie z.B. arpwatch unter Linux 🡺 Nachteil: Logfiles müssen überwacht werden�

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • mögliche Maßnahmen zum Schutz:��Einsatz von speziellen (Server-) Diensten, wie z.B. Snort ��🡺 Network Intrusion Detection System (NIDS)��🡺 analysiert den Netzwerkstrom und wendet Regeln (Muster / Signaturen analog Virenpattern) an, um Angriff zu erkennen, kann daraufhin Alarme auslösen�

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • mögliche Maßnahmen zum Schutz:��Verwendung von stark verschlüsselten Verbindungen mit aktuellen und starken Verschlüsselungsalgorithmen��🡺 abgefangene Daten können nicht ohne Aufwand entschlüsselt und verwertet werden��

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • mögliche Maßnahmen zum Schutz:��Einsatz von IPSec (Layer 3)��🡺 nach der Authentifizierung wird eine verschlüsselte Punkt-zu- Punkt-Verbindung aufgebaut (VPN)

Layer 2 - Sicherungsschicht

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ARP�- ARP-Spoofing -

  • mögliche Maßnahmen zum Schutz:��Verwendung von IPv6��🡺 IPSec ist integriert, Einsatz des Neighbor Discovery Protocol (NDP) als Ersatz von ARP��🡺 Secure Neighbor Discovery (SEND) Protocol: mit kryptografischen Methoden generierte Adressen stellen sicher, � das Adressen fest zugeordnet sind�

Layer 2 - Sicherungsschicht

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Verbindungstypen�- Unicast -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • direkte adressierte Verbindung zwischen zwei Netzwerkknoten

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Verbindungstypen�- Broadcast -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • ungerichtete Verbindungen ausgehend von einem Netzwerkknoten zu allen anderen Netzwerkknoten, z.B. ARP-Request oder DHCPDISCOVER

Gibt es hier einen DHCP-Server?

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Verbindungstypen�- Broadcast -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • werden nur innerhalb eines Netzsegments weitergeleitet�(kein Routing)�
  • Weiterleitung über Unicast oder Multicast in andere Segmente möglich, z.B. bei DHCP�
  • Nachricht wird entweder verarbeitet oder stillschweigend verworfen

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Verbindungstypen�- Broadcast -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • physikalische Adresse: FF:FF:FF:FF:FF:FF�
  • logische Adressen:��255.255.255.255 🡺Broadcast im eigenen Netzwerksegment�172.28.144.255 🡺Broadcast in ein bestimmtes Netzwerksegment

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Verbindungstypen�- Multicast -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • gerichtet Verbindungen ausgehend von einem Netzwerkknoten zu einer Anzahl von Netzwerkknoten, z.B. Streaming oder Router-Kommunikation

Video-Stream

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Verbindungstypen�- Multicast -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • physikalische Adressen: 01:00:5E:00:00:00 bis 01:00:5E:7F:FF:FF�
  • logische Adressen: 224.0.0.0 bis 239.255.255.255

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Verbindungstypen�- Multicast -

Layer 2 - Sicherungsschicht

Server

Adresse A

Adresse B

Adresse C

Multicast-�Adresse X

Multicast-�Adresse X

Die Multicast-Adresse lautet X

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Verbindungstypen

Layer 2 - Sicherungsschicht

[Wikipedia-5]

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Bridge - Verbinder zwischen den Welten (Schichten)

Layer 2 - Sicherungsschicht

🡺 Pakete müssen „zugeordnet“ werden

  • Pakete werden nicht weitergeleitet, wenn sie in einem anderem Segment liegen

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SAT (Source Address Table)

Layer 2 - Sicherungsschicht

Port

Mac

Timestamp

PC A�Mac: AB

Port 1

Server�Mac: CD

Port 3

CD

AB

Ich benötige die Datei Vortrag.pdf

1

AB

Port 2

PC B�Mac: EF

20201010150310

AB

CD

Vortrag.pdf

3

CD

20201010150311

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Bridge vs. Switch

  • keine eindeutige fachliche Definition zur Trennung
  • Switche arbeiten auf Basis von Mac-Adressen�🡺 keine Medien-Übersetzung
  • Switche können umfangreichere Funktionen, Protokolle und Verfahren besitzen
  • Layer-3-Switche ermöglichen Routing

Layer 2 - Sicherungsschicht

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Switch�- Meister der Brücken -

B

Layer 2 - Sicherungsschicht

B

B

B

B

B

B

10

100

Kollisionsdomäne

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Switch�- Meister der Brücken -

  • volle Leitungslänge an jedem Port
  • unterschiedliche Geschwindigkeiten an jedem Port möglich
  • jeder Port (Bridge) muss sich nur die Adresse(n) des(r) jeweiligen angeschlossenen Geräte(s) merken
  • Pakete werden nach dem ARP-Request nur noch an den zugehörigen Port geschickt (SAT) 🡺 Erhöhung der Sicherheit

Layer 2 - Sicherungsschicht

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Switch�- Meister der Brücken -

  • jeder Port hat eine eigene CSMA/CD-Umgebung�
  • bei nur einem angeschlossenen Gerät je Port treten keine Kollisionen auf

Layer 2 - Sicherungsschicht

🡺Kollisionssensor mit dazugehöriger Leitung im Kabel ist nun frei��🡺Full-Duplex-Mode möglich (gleichzeitiges Senden und Empfangen)

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Switch�- Duplexeinstellungen -

  • Übertragungsrate/Duplexmodus, z.B. 100/Full oder 100/Half
  • Switch-Port und Gerät müssen gleich konfiguriert werden:�beide Auto/Auto oder gleiche Geschwindigkeit/gleicher Duplexmodus�

Layer 2 - Sicherungsschicht

🡺 Autonegotiation

Linkpartner handeln korrekte Modi aus und konfigurieren sich entsprechend selbst

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Geswitchte Umgebungen�- Loops -

  • zur Erinnerung: Source Address Table �🡺 eine Bridge „merkt“ sich, wo welches Gerät angeschlossen ist

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Problemstellung / AnwendungsfallMehrere Computer sind miteinander vernetzt. Ein Admin patcht zusätzliche Verbindungen, um Redundanz herzustellen.�Zwei Computer wollen miteinander kommunizieren.

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Geswitchte Umgebungen�- Loops -

Layer 2 - Sicherungsschicht

B

PC A

PC B

B

B

B

Mac B

Mac B

Mac D

Mac A

Mac A

Mac C

PC C

PC D

Mac C

Mac A

Mac B

Mac D

Mac C

Mac A

Mac B

Mac C

Mac D

Mac D

Mac A

Mac B

Mac C

Mac D

Mac A

Mac B

Mac C

Mac D

Mac A

Mac B

Mac C

Mac D

Mac A

Mac B

Mac C

Mac D

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Geswitchte Umgebungen�- Loops -

  • mehrere Weg zum Ziel

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Bridge „sieht“ die gleiche(n) MAC-Adressen mehrfach
  • Pakete werden in alle Richtungen geschickt
  • Pakete werden ewig weitergeleitet, Anzahl der Pakete „explodiert“

Chaos

Paket-Flut / Packet Storm

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Geswitchte Umgebungen�- Loops -

Layer 2 - Sicherungsschicht

🡺Spanning-Tree-Protokoll (STP)

  • LösungEinsatz von Mechanismen zur Verhinderung von Loops
  • Standard IEEE 802.1
  • Spanning-Tree-Algorithmus

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Geswitchte Umgebungen�- Spanning-Tree-Protokoll -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Switch in einem Netzwerk tauschen Informationen über die Netztopologie aus
  • ein Switch wird zur Root-Bridge, Algorithmus berechnet Wege vom Port (Blatt) zur Root-Bridge (Wurzel) ohne Entstehung von Loops
  • nicht benötige Ports werden auf Bereitschaft gestellt (Redundanz)
  • bei Ausfällen werden Wege neu berechnet

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Geswitchte Umgebungen�- Spanning-Tree-Protokoll -

Layer 2 - Sicherungsschicht

B

PC A

PC B

B

B

B

PC C

PC D

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Spanning-Tree-Protokoll�- Bestimmung von Wegen -

Layer 2 - Sicherungsschicht

B

B

B

B

B

B

B

B

Root

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Spanning-Tree-Protokoll�- Festlegen der Root-Bridge -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • jede Bridge besitz eine sog. Bridge-ID (BID), �diese ist 8 Byte lang (2 Byte Bridge Priority, 6 Byte MAC-Adresse)�
  • die Bridge mit der „niedrigsten“ Priorität wird zur Root-Bridge�
  • bei gleicher Bridge Priority wird die (niedrigste) MAC-Adresse der Bridges genutzt

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Spanning-Tree-Protokoll�- Bridge-Priorität -

System-ID�(12 Bits)�

Layer 2 - Sicherungsschicht

Bridge-Priorität�(4 Bits)

1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1

32768

1

Priorität = 32769

+

  • Priorität: 0 bis 61440 (211 - 215)�
  • System ID: 1 bis 4095 (zugehöriges VLAN)

98 of 288

Spanning-Tree-Protokoll�- Festlegen der Root-Bridge -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • bei gleicher Bridge-ID 🡺 niedrigste MAC-Adresse
  • niedrigste Bridge-ID 🡺 Root-Bridge

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Spanning-Tree-Protokoll�- Bestimmung nach Kosten -

Layer 2 - Sicherungsschicht

B

B

B

B

1 GBit/s

100 MBit/s

Geschwindigkeit

Kosten

10 GBit/s

2

1 Gbit/s

4

100 Mbit/s

20

10 Mbit/s

100

Abstand zur Root-Bridge�(Hops)

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Spanning-Tree-Protokoll�- Port-Rollen -

Layer 2 - Sicherungsschicht

B

B

B

B

R

Root-Port

D

Designated-Port

Alternate-/Blocked-Port

1 GBit/s

100 MBit/s

Kosten: 20

Kosten: 4

Kosten: 4

Kosten: 4

32768

32768

32768

32768

B

R

R

D

D

R

4 + 4 < 20 + 4

D

20 + 4 + 4 > 20 + 4

D

192.168.4.1

192.168.2.2

192.168.2.1

192.168.1.1

101 of 288

Spanning-Tree-Protokoll�- Konfigurationspakete -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Bridge Protocol Data Unit (BPDU) als Multicast-Paket�
  • Konfigurationen werden für jeden Port ausgewertet und angepasst�
  • Pakete auf Layer 2�
  • wird im Standard aller 2 Sekunden verschickt 🡺 Netzlast

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Spanning-Tree-Protokoll�- Configuration BPDU -

Layer 2 - Sicherungsschicht

Sender-�Adresse

Ziel-�Adresse

Sender-ID

Kosten

Port

Alter

Root-ID

Daten

Bridge, welche für Root-Bridge gehalten wird

Kosten für den Weg zur Bridge, welche für Root-Bridge gehalten wird

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Spanning-Tree-Protokoll�- Ablauf im Detail -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  1. Einschalten von Bridges�
  2. Bridges stellen ihre Ports auf „Blocked“�
  3. jede Bridge nimmt an, sie sei die Root-Bridge, und sendet BPDUs (Bridge Protocol Data Unit) aus.

104 of 288

Spanning-Tree-Protokoll�- Ablauf im Detail -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  1. Bridge mit der kleinsten Bridge-ID wird zur Root-Bridge�
  2. Root-Bridge sendet Konfigurations-BPDUs aus�
  3. jede Bridge bestimmt den Port mit den kleinsten Pfadkosten zur Root-Bridge als Root-Port, bei Ports mit gleichen Kosten gewinnt die kleinere Port-ID

105 of 288

Spanning-Tree-Protokoll�- Ablauf im Detail -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  1. Designated Port wird festgelegt, dies ist der Port mit dem Root-Port ins LAN mit den niedrigsten Pfadkosten

Stufenweises Versenden von BPDU aller 2 Sekunden:� Root Bridge 🡺 Designated Bridges 1. Ebene � 🡺 Designated Bridges 2. Ebene …

Beim Ausbleiben von Paketen wird von einem Ausfall / Neustrukturierung ausgegangen 🡺 Neukonfiguration des ST

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Spanning-Tree-Protokoll

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • bei aktivierten STP durchlaufen alle Ports auf jedem Switch die Zustände Blocking - Listening - Learning - Forwarding (Port-Rollen)
  • im Standard dauert dies ca. 50 Sekunden

107 of 288

Spanning-Tree-Protokoll

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • unterschiedliche Implementierungen des Protokolls�🡺 möglichst gleiche Geräte / Hersteller einsetzen�
  • bei Ports mit reinen Endgeräten kann Spanning Tree deaktiviert werden

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Geswitchte Umgebungen

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • es gibt Unmanaged und Managed Switche�
  • Einsatz je nach Verwendungszweck, z.B. Büro oder Etagenverteiler�
  • zentrales Monitoring, Konfigurationen und Verwaltung,�virtuelle Geräte�
  • möglichst herstellerhomogen

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VLAN� - Virtuelles LAN -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Trennung von Netzen, z.B. um Zugriffs-Szenarien, räumliche oder Sicherheits-Anforderungen umzusetzen, erfordern (zusätzliche) Geräte auf Layer 3 / 4, z.B. Router �🡺 Broadcast-Domänen�
  • in großen Netzen benötigt man viele Router oder entsprechende Interfaces und zusätzliche Verkabelungen �🡺 Material-, Arbeits-, und Konfigurationsaufwand steigt

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VLAN� - Virtuelles LAN -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • geringe Flexibilität bei Änderungen in der Infrastruktur, z.B. bei Umzügen von Abteilungen / Mitarbeitern

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VLAN� - Virtuelles LAN -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Lösung: virtuelle Netzwerke auf Layer 2 🡺 VLAN��Umsetzung durch Einführung eines Tags im Ethernet-Frame (802.3), Pakete werden mit einer Segment-Kennung versehen��Standard 802.1q, Paket wird von 1518 Bytes auf 1522 Bytes vergrößert 🡺 Netzwerkgeräte müssen dies erkennen und unterstützen, ansonsten werden Pakete verworfen

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VLAN� - Virtuelles LAN -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Lösung: virtuelle Netzwerke auf Layer 2 🡺 VLAN��zwei Methoden, um dem Switch zu ermöglichen, Pakete zuzuordnen��1. MAC-Adressen zu VLAN zuordnen: � bei Änderungen an angeschlossenen oder neuen Hosts muss Konfiguration angepasst werden

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VLAN� - Virtuelles LAN -

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • Lösung: virtuelle Netzwerke auf Layer 2 🡺 VLAN��zwei Methoden, um dem Switch zu ermöglichen, Pakete zuzuordnen��2. Switch-Ports zu VLAN zuordnen: � heute weitgehender Standard, hohe Flexibilität

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VLAN

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • pro Endgeräte-Port gibt es nur ein VLAN (Cisco Default VLAN 1)�
  • zwischen Switchen können Pakete mit unterschiedlichen VLAN-Tags transportiert werden 🡺 Trunk�
  • Ethernet-Frames werden dafür mit dem Tag des VLAN versehen und am Switch-Port auch wieder entfernt�

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VLAN

Layer 2 - Sicherungsschicht

VLAN 1

VLAN

2

VLAN

2

VLAN

2

VLAN

1

VLAN

1

PC A

PC D

PC B

PC C

Trunk

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VLAN

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • zwischen verschiedenen VLAN gibt es keine Verbindung (Kommunikation), da Switche (Layer 2) nicht routen können�
  • ein Switch verteilt die Pakete nur aufgrund von MAC-Adresse oder Port und der Zuordnung zum Tag des Paketes an das Endgerät�
  • für Router wiederum sind im Regelfall VLAN-Tags nicht relevant, er routet ausschließlich aufgrund von IP-Adressen�

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VLAN

Layer 2 - Sicherungsschicht

VLAN 2

VLAN

2

PC A

PC D

PC B

PC C

VLAN 1

VLAN

1

Router

VLAN 1

VLAN 2

118 of 288

VLAN

Layer 2 - Sicherungsschicht

  • moderne Router können über Trunks angeschlossen werden�
  • aufgrund der Informationen aus Layer 3 können die Router die Pakete neu taggen und an den Switch zurückgeben�

119 of 288

VLAN

Layer 2 - Sicherungsschicht

VLAN

2

PC A

PC B

VLAN 1

Router

T

Trunk

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Adressverwaltung auf Layer 3

121 of 288

Logische Adressen�- Adressen-Verwaltung -

  • verschiedenste lokale Netzwerke weltweit sollen miteinander Daten austauschen können / verbunden werden�
  • Erreichbarkeit durch Verwendung weltweit eindeutiger Adressen - analog von Postadressen: Name, Straße, Ort, Land�
  • Verbindungen der Netze müssen dynamisch und automatisch konfiguriert werden können: neue Verbindungen, Ausfall von Verbindungen, …

Layer 3 - Netzwerkschicht

122 of 288

Logische Adressen�- Adressen-Verwaltung -

Internet Assigned Numbers Authority (IANA)

Layer 3 - Netzwerkschicht

Regional Internet Registry (RIR)

Local Internet Registry (LIR )

Internet Service Provider (ISP )

123 of 288

Logische Adressen�- Öffentliche und private Adressen -

Layer 3 - Netzwerkschicht

Internet

Öffentliche Adressen

Öffentliche Adressen

Öffentliche Adressen

Private Adressen

Private Adressen

Private Adressen

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IP-Adressen�- Aufbau -

192.168.2.100

Layer 3 - Netzwerkschicht

1 Byte.1 Byte.1 Byte.1 Byte

11000000. 10101000.00000010. 01100100

125 of 288

IP-Adressen�- Adressbereiche -

  • 0.0.0.0 bis 255.255.255.255�
  • max. 232 Adressen (4.294.967.296) möglich, aber Trennung in private und öffentliche Adressbereiche�
  • durch die IANA wurden bestimmte Adressbereiche reserviert

Layer 3 - Netzwerkschicht

126 of 288

IP-Adressen�- Reservierte Bereiche -

  • Multicast-Adressen: 224.0.0.0 bis 239.255.255.255�
  • APIPA: 169.254.0.1 bis 169.254.255.255�
  • Loopback-Adressen: 127.0.0.0 bis 127.255.255.255

Layer 3 - Netzwerkschicht

127 of 288

IP-Adressen�- Reservierte Bereiche -

  • Private Adressen:��10.0.0.0 bis 10.255.255.255 (Klasse A - Netze)��172.16.0.0 bis 172.31.0.0 (Klasse B - Netze)��192.169.0.0 bis 192.168.255.255 (Klasse C - Netze)

Layer 3 - Netzwerkschicht

128 of 288

IP-Adressen�- Private Adressen -

  • frei und mehrfach verwendbar�
  • werden (dürfen) nicht weltweit weitergleitet (geroutet) werden�
  • Verwendung in privaten und Unternehmensnetzen

Layer 3 - Netzwerkschicht

129 of 288

IP-Adressen�- Adressklassen -

  • Adressklassen ermöglichen eine unterschiedliche Anzahl an adressierbaren Endgeräten (Hosts) in einem Netzwerk�
  • es gibt 5 Adressklassen (A bis E), die relevantesten sind die �Klassen A bis C�
  • je nach Klasse sind ein oder mehrere Bytes der IP-Adresse fix, �der sogenannte Netzwerkteil

Layer 3 - Netzwerkschicht

130 of 288

IP-Adressen�- Adressklassen -

  • Klasse A: ��erstes Byte ist fest, 3 Bytes sind der Hostanteil, können vom Verwalter an Hosts im Netz vergeben werden��3 Bytes entsprechen also 224 möglichen Hosts (16.777.216)���🡺 10.0.0.1

Layer 3 - Netzwerkschicht

131 of 288

IP-Adressen�- Adressklassen -

  • Klasse B: ��die ersten 2 Bytes sind fest, 2 Bytes sind der Hostanteil, können vom Verwalter an Hosts im Netz vergeben werden��3 Bytes entsprechen also 216 möglichen Hosts (65536)���🡺 172.16.0.1

Layer 3 - Netzwerkschicht

132 of 288

IP-Adressen�- Adressklassen -

  • Klasse C: ��die ersten 3 Bytes sind fest, 1 Byte ist der Hostanteil, kann vom Verwalter an Hosts im Netz vergeben werden��1 Byte entspricht also 28 möglichen Hosts (256)���🡺 192.168.0.1

Layer 3 - Netzwerkschicht

133 of 288

IP-Adressen�- Besondere Adressen -

  • in Netzwerken können nicht alle verfügbaren Adressen des Hostanteils an Hosts vergeben werden�
  • wir benötigen einige Adressen für spezielle Adressierungen:��192.168.2.0 ist die Bezeichnung des Netzes��192.168.2.255 ist die Broadcast-Adresse des Netzes�

Layer 3 - Netzwerkschicht

134 of 288

IP-Adressen�- Aufteilung von Netzen -

  • hohe Anzahl an Hosts (Klasse A / B) kann zu Überlastungen führen (Broadcasts)�
  • Segmentierung zur Steuerung von Zugriffen und Standorten�
  • Einrichtung von sogenannten Subnetzen
  • Segmentierung mit Hilfe von sogenannten Subnetzmasken

Layer 3 - Netzwerkschicht

135 of 288

Segmentierung von Netzen

Layer 3 - Netzwerkschicht

PC A

PC B

PC C

PC D

Kollisions-Domäne

Broadcasts-Domäne

136 of 288

Segmentierung von Netzen�- Subnetzmaske -

  • Problemstellung / Anwendungsfall�Paket soll von PC A zu PC D gesendet werden

Layer 3 - Netzwerkschicht

PC A

PC B

PC C

PC D

137 of 288

Segmentierung von Netzen�- Subnetzmaske -

ARP-Request von PC A zur Ermittlung der MAC-Adresse von PC D

Layer 3 - Netzwerkschicht

PC A

PC B

PC C

PC D

im gleichen Segment als Broadcast (also an alle)

Broadcast in andere Segmente nicht möglich

?

138 of 288

Segmentierung von Netzen�- Subnetzmaske -

PC A muss „ermitteln", ob sich PC D im gleichen Segment befindet!

Layer 3 - Netzwerkschicht

Die Angabe der Subnetzmaske ist zusätzlich zur IP-Adresse notwendig.

Die Subnetzmaske ermöglicht die Segmentierung von Netzklassen und die Ermittlung, ob sich ein Host im gleichen Segment befindet.

139 of 288

Segmentierung von Netzen�- Aufbau von Subnetzmasken -

255.255.255.0

Layer 3 - Netzwerkschicht

1 Byte.1 Byte.1 Byte.1 Byte

11111111. 11111111. 11111111. 00000000

140 of 288

Segmentierung von Netzen�- Subnetzmaske -

  • Klasse B - Netz mit Netzwerk-Adresse 172.16.0.0 und �Subnetzmaske 255.255.255.0��Host-Adressen von 172.16.0.1 bis 172.16.255.254 gehören �zum gleichen Segment

Layer 3 - Netzwerkschicht

141 of 288

Segmentierung von Netzen�- Subnetzmaske -

  • Klasse B - Netz mit Netzwerk-Adresse 172.16.0.0 und �Subnetzmaske 255.255.255.0��Es können 256 Klasse C - Netze mit jeweils 256 Host-Adressen gebildet werden!�
  • Netze von �172.16.0.1 bis 172.16.0.255 bei 255.255.255.0� bis�172.16.255.1 bis 172.16.255.255 bei 255.255.255.0

Layer 3 - Netzwerkschicht

142 of 288

Segmentierung von Netzen�- Subnetzmaske -

Layer 3 - Netzwerkschicht

Binäre Darstellung

Dezimale Darstellung

Anzahl der Netze x Hosts

11111111.11111111.1111111.00000000

255.255.255.0

1 x 256

11111111.11111111.1111111.10000000

255.255.255.128

2 x 128

11111111.11111111.1111111.11000000

255.255.255.192

4 x 64

  • Netze können auch beliebig zerlegt werden, am deutlichsten sehen wir das bei der binären Darstellung

143 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Aufgabenstellung�Ein zur Verfügung stehendes Klasse C - Netz (192.168.2.0) soll in 4 Subnetze geteilt werden.
  • Zur Erinnerung:�192.168.2.0 mit einer Subnetzmaske von 255.255.255.0

192.168.0.1

Netzanteil

Hostanteil

144 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Aufgabenstellung�Ein zur Verfügung stehendes Klasse C - Netz (192.168.2.0) soll in 4 Subnetze geteilt werden.
  • Zur Erinnerung:�192.168.2.0 mit einer Subnetzmaske von 255.255.255.0

255.255.255.0

Netzanteil

Hostanteil

145 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Der Netzanteil ist fix, nur den Hostanteil können wir frei verwalten.�Wir verfügen also über 1 Netz mit 256 Adressen.�
  • Wir müssen also die Subnetzmaske im Netzanteil so verändern, das wir dann über 4 Netze verfügen.�
  • Bei 4 Netzen sind dann jeweils 64 Adressen möglich (256 / 4 = 64).

146 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Wir verwenden hierfür die binäre Darstellung / Berechnung.
  • die Subnetzmaske 255.255.255.0 in binärer Darstellung:�11111111.11111111.11111111.00000000
  • verändern dürfen wir nur den Hostanteil:�11111111.11111111.11111111.00000000

147 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11111111.11111111.11111111.00000000
  • 1 Bit ergeben 21 = 2 Netze
  • 2 Bit ergeben 22 = 4 Netze 🡺 Wir müssen den Netzanteil der Subnetzmaske um 2 Bit erhöhen. Der Netzanteil „verschiebt“ sich also um 2 Bits nach rechts und wird damit größer. der Hostanteil verringert sich entsprechend.

148 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11111111.11111111.11111111.00000000
  • 11111111.11111111.11111111.11000000
  • es stehen nun noch 6 Bits (26 ), also 64 Hostadressen je neuem Subnetz zur Verfügung
  • davon müssen wir 1 Adresse für das Netz und 1 Adresse für das Broadcasting abziehen, es können also 62 Hosts je Subnetz adressiert werden

149 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Die Netzwerkadresse des 1. Subnetzes lautet 192.168.2.0.
  • Nun müssen wir noch die Broadcastadresse des 1. Subnetzes bestimmen.
  • Beim Broadcasting werden alle Bits im Hostanteil auf 1 gesetzt.
  • 11111111.11111111.11111111.11000000
  • 11111111.11111111.11111111.11111111�25 + 24 + 23 +22 + 21 + 20 = 32 + 16 + 8 + 4 + 2 + 1 = 63

150 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Die binäre Subnetzmaske 11111111.11111111.11111111.11000000 muss nun noch in die dezimale Darstellung umgewandelt werden.

  • 27 + 26 = 128 + 64 = 192 🡺 255.255.255.192

151 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Die Daten für unser 1. Subnetz lauten also wie folgt:��Netz: 192.168.2.0�Subnetzmaske: 255.255.255.192�Broadcastadresse: 192.168.2.63

152 of 288

Segmentierung von Netzen�- Netze anlegen (Subnetting) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Wir können jetzt alle Subnetze definieren:

Subnetzadresse

Host-Bereich

Broadcast-Adresse

192.168.2.0

192.168.2.1 bis 192.168.2.62

192.168.2.63

192.168.2.64

192.168.2.65 bis 192.168.2.126

192.168.2.127

192.168.2.128

192.168.129.65 bis 192.168.2.190

192.168.2.191

192.168.2.192

192.168.2.193 bis 192.168.2.254

192.168.2.255

  • Die Subnetzmaske lautet in allen Fällen 255.255.255.192.

153 of 288

Subnetzmaske�- Darstellung -

  • Die Subnetzmaske kann auf zwei Arten dargestellt / konfiguriert werden.��dezimal: 255.255.255.0��binär: /24

Layer 3 - Netzwerkschicht

Anzahl der „Einser-Bits aus der Binärdarstellung

11111111.11111111.11111111.00000

154 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

Wir erinnern uns:�PC A muss „ermitteln", ob sich PC D im gleichen Segment befindet!

Layer 3 - Netzwerkschicht

Die Angabe der Subnetzmaske ist zusätzlich zur IP-Adresse notwendig.

Die Subnetzmaske ermöglicht die Segmentierung von Netzklassen und die Ermittlung, ob sich ein Host im gleichen Segment befindet.

PC A

PC B

PC C

PC D

155 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Ermittlung erfolgt durch die logische (boolesche) Addition der IP-Adresse mit der Subnetzmaske

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Logische AND-Verknüpfung

0

0

0

1

1

1

156 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Wir wandeln als Erstes die dezimale IP-Adresse von PC A (192.168.2.15) in die binäre Darstellung um.

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11000000.10101000.00000010.00001111
  • Dann wandeln wir die dezimale Subnetzmaske 255.255.255.192 in die binäre Darstellung um.
  • 11111111.11111111.11111111.11000000

157 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Jetzt verknüpfen wir IP-Adresse und Subnetzmaske mit dem logischen UND.

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11000000.10101000.00000010.00001111�11111111.11111111.11111111.11000000�---------------------------------------------------------------------------------------�11000000.10101000.00000010.00000000

&

158 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Das Ergebnis ergibt die Netzadresse des Subnetzes von PC A.

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11000000.10101000.00000010.00000000 🡺 192.168.2.0

  • Nun müssen wir das herausfinden, ob sich PC D im gleichen Netz befindet. Dazu führen wir wieder die logische UND-Verknüpfung durch.

159 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Wir wandeln als Erstes die dezimale IP-Adresse von PC D (192.168.2.222) in die binäre Darstellung um.

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11000000.10101000.00000010.11011110
  • Die Subnetzmaske ist ja bereits umgewandelt.
  • 11111111.11111111.11111111.11000000

160 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Jetzt verknüpfen wir wieder IP-Adresse und Subnetzmaske mit dem logischen UND.

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11000000.10101000.00000010.11011110�11111111.11111111.11111111.11000000�---------------------------------------------------------------------------------------�11000000.10101000.00000010.11000000

&

161 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Das Ergebnis ergibt die Netzadresse des Subnetzes von PC D.

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • 11000000.10101000.00000010.11000000 🡺 192.168.2.192

  • Beim Vergleich der Netzwerk-Adressen stellen wir fest, das PC A und�PC D sich nicht im gleichen Subnetz befinden.

162 of 288

Subnetzmaske�- Ermittlung des eigenen Netzes -

  • Wir erinnern uns: Broadcasts werden nur im eigenen Segment weitergeleitet. Ein „normaler“ ARP-Request bringt uns also nichts.�
  • Wie bekommen wir nun die MAC-Adresse von PC D heraus?

Layer 3 - Netzwerkschicht

PC A

PC B

PC C

PC D

163 of 288

Netzwerk-Komponenten�- Router -

164 of 288

Router�- Vermittler zwischen den Netzen -

Layer 3 - Netzwerkschicht

PC A

PC B

PC C

PC D

  • Wir übergeben unsere Anfrage an eine Komponente der 3. Schicht des OSI-Modells - den sogenannten Router.

165 of 288

Router�- Vermittler zwischen den Netzen -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Dazu übergibt PC A seinen ARP-Request auf Layer 2 direkt an den Router. Der Router benötigt also ebenfalls eine physische Adresse in allen (Sub-) Netzen an die er angeschlossen ist.
  • Ein Netzendgerät benötigt also eine Host-Adresse, die Subnetzmaske und die Adresse des Default Gateways, um Daten in andere Netze senden zu können.
  • Die Adresse wird als Default Gateway bezeichnet.

166 of 288

Router�- Vermittler zwischen den Netzen -

Layer 3 - Netzwerkschicht

PC A

PC B

PC C

PC D

192.168.2.62

192.168.2.126

192.168.2.190

192.168.2.254

Praxistipp: �Gateway-Adresse ist Netzwerk-Adresse + 1�oder Broadcast-Adresse - 1

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Router�- Ablauf der Gerätekommunikation -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  1. Ermittlung, ob sich PC D im gleichen Subnetz�befindet 🡺 Layer 2
  1. PC D kann nicht direkt erreicht werden, die Kommunikation muss über das Gateway (Router) gesendet werden�ARP-Request zur Ermittlung der physikalischen Adresse des�Gateways 🡺 Layer 2

PC A

PC B

PC C

PC D

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Router�- Ablauf der Gerätekommunikation -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  1. PC A sendet Datenpaket für PC D an den Router
  1. Router prüft, ob er PC D direkt erreichen kann (Netzadresse)
  1. Router ermittelt MAC-Adresse von PC D, trägt seine eigene als Absender-Adresse ein und sendet das Datenpaket an PC D

PC A

PC B

PC C

PC D

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Router�- Ablauf der Gerätekommunikation -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Layer 3 Adressen (IP-Adresse von Sender und Empfänger) werden dabei nicht verändert�
  • Router „verändern“ nur die Adressen auf Layer 2
  • jedes erneute „Verpacken“ der Pakete kostet Zeit und Rechenleistung�
  • jeder Übergang wird als Hop bezeichnet

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Router�- Datenframe bei Ethernet -

Layer 3 - Netzwerkschicht

Sender-�Adresse

Tag

Nutzlast

Pad

CRC

Ethernet-Paket

Ziel-�Adresse

Ethernet-Frame

Layer 2

Layer 3

IP-Paket

IP-Header

Layer 4

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Router�- Datenframe bei Ethernet -

Layer 3 - Netzwerkschicht

Sender-�Adresse

Tag

Daten

Pad

CRC

Ziel-�Adresse

Layer 2

Layer 3

IP-Header

  • Router tauscht MAC-Adressen aus
  • IP-Adressen werden nicht verändert

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Router�- mehrere Subnetze -

Layer 3 - Netzwerkschicht

PC A

PC B

PC C

PC D

S: MAC PC A�D: MAC R1

R1

R2

S: MAC R1�D: MAC R2

S: MAC R2�D: MAC PC D

S: MAC R1�D: MAC PC A

S: MAC R2�D: MAC R1

S: MAC PC D�D: MAC R2

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Router�- IP-Paket -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • zur Erinnerung: Router verändert Layer 2 Informationen�(MAC-Adressen)�
  • Layer 3 Informationen bleiben unverändert�
  • IP-Paket „steckt“ in Nutzlastdaten des Ethernet-Datenframe

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Router�- IP-Paket -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • IP-Paket besteht aus Kopf (Header) und Nutzdaten (Data)�
  • im Datenteil befinden sich Informationen der höheren Schichten�
  • IP-Paket kann max. 64 kB groß sein�
  • Header ist in 32 Bit Blöcke unterteilt

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Router�- IP-Paket Aufbau Header (IPv4) -

Layer 3 - Netzwerkschicht

Version�4 Bit

IHL �(Länge Header)�4 Bit

TOS �(Quality of Service)�8 Bit

Length �(Länge des Pakets)�16 Bit

Ident �(Nummer des Pakets)�16 Bit

Flags�(Fragmen-tierung)�3 Bit

Offset�(Fragmentierung)�13 Bit

TTL�(Verfallsdatum)�8 Bit

Protocol�(Layer 4 Daten)�8 Bit

Header-CS�(Prüfsumme Header)�16 Bit

Source Address

Destination Address

Options und Padding

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Router�- IP-Paket TTL -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • der Startwert beträgt in der Regel 64�
  • jeder Router verringert TTL um 1 (1 Hop)�
  • ist TTL gleich 0, so wird das Paket verworfen

177 of 288

Router�- IP-Paket Protocol -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Hinweis auf das verwendete Protokoll in Layer 4�
  • Standardisiert

[Wikipedia-7]

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Router�- IP-Paket Fragmentierung -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • IP-Paket kann nach Standard 65.535 Byte lang sein�
  • es existieren Längenbeschränkungen in den verschiedenen Netzformen 🡺 Maximum Transport Unit
  • Ethernet: Nutzlast 1500 Byte + 18 Byte Header = MTU von 1518�
  • ist ein Paket größer, so muss es zerlegt (fragmentiert werden)

179 of 288

Router�- IP-Paket Fragmentierung -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • es kann angegeben werden, ob ein Paket fragmentiert werden darf�🡺 ist es zu groß, dann wird es verworfen

Flags (3 Bit)

0

Fragmentierung

Weitere Fragmente

180 of 288

Router�- IP-Paket Fragmentierung -

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • folgen weitere Fragmente, so muss deren Reihenfolge angegeben werden 🡺 Offset�
  • damit kann das Paket wieder korrekt zusammengesetzt werden

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Router�- IP-Paket Fragmentierung -

Layer 3 - Netzwerkschicht

Datenteil

Fragment-Information im Header

1

Weitere Fragmente: 1 / Offset: 1

2

Weitere Fragmente: 1 / Offset: 2

3

Weitere Fragmente: 0 / Offset: 3

1

2

3

1

2

3

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Routing von IP-Paketen

  • Routing von Paketen über Subnetze und größere Entfernungen (Internet) hinweg, erfordert entsprechende Informationen

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Informationen müssen dabei dezentral, dynamisch und redundant vorgehalten und aktualisiert werden
  • Lösung: „benachbarte“ Router tauschen ihre Informationen untereinander aus und speichern / aktualisieren�Kommunikationswege für „ihre“ Netze

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Routing von IP-Paketen

  • Router „kennen“ die Topologie der angeschlossenen Netze und können Kommunikationsweg dynamisch anpassen

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Routing-Informationen können statisch hinterlegt werden, z.B. „Leite alles außerhalb unseres Netzes an Router XY“
  • Routing-Informationen können dynamisch angepasst werden, z.B. „Bei Ausfall von Weg X, nutze Weg Y“

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Routing von IP-Paketen

  • für den Informationsaustauch zwischen Routern wurden Standards definiert, die sog. Routing-Protokolle

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Unterteilung von Routing-Protokollen in zwei Klassen:�Distance Vector und Link State Protokolle
  • neben standardisierten Protokollen existieren herstellerspezifische Implementierungen und Protokolle

185 of 288

Routing von IP-Paketen�- Distance Vector -

  • Austausch von Routing-Tabellen zwischen benachbarten (Distance) Routern

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Entscheidung zu Wegen erfolgt nach Entfernung und Richtung (Vector) aufgrund von Kosten
  • nur begrenztes „Wissen“ über Weg im Netz und relativ langsames Reagieren auf Veränderungen

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Routing von IP-Paketen�- Link State -

  • Austausch von Routing-Tabellen innerhalb einer definierten Routing-Domäne

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Entscheidung zu Wegen kann nach verschiedensten Kriterien erfolgen, z.B. nach Bandbreite, Load Balancing, Failover, zeitlich abhängige Wege
  • flexibles Reagieren auf Änderungen

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Routing von IP-Paketen

Autonomes System

Layer 3 - Netzwerkschicht

Firma A

WWW

Telekom

Vodafone

Firma B

Telekom

Vodafone

Autonomes System

Internet

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Autonome Systeme (AS)

  • Anzahl von Routern, die intern einheitlich und nach außen über ein definiertes Protokoll mit anderen AS kommunizieren

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Router stehen unter einer gemeinsamen Verwaltung, z.B. einer Firma oder Universität
  • Zusammenschluss der AS bilden das Internet

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Autonome Systeme (AS)

  • Anzahl von Routern, die intern einheitlich und nach außen über ein definiertes Protokoll mit anderen AS kommunizieren

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • jedes AS erhält eine weltweit eindeutige Nummer - analog der Vergabe von IP-Adressen (IANA, …)
  • Autonomous System Number (ASN), definiert als 32-Bit-Ganzzahl, z.B. AS3211

190 of 288

Autonome Systeme (AS)

Layer 3 - Netzwerkschicht

191 of 288

Autonome Systeme (AS)

  • Kommunikation innerhalb AS (Intra-AS-Routing) erfolgt über sog. Interior Gateway Protokolle (IGP),�Beispiele sind das Routing Information Protocol (RIP) und das Open Shortest Path First (OSPF)

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Kommunikation zwischen AS (Inter-AS-Routing) erfolgt über sog. Exterior-Gateway-Protokolle, aktuell wird weltweit nur das Border Gateway Protocol (BGP) eingesetzt

192 of 288

Routing - Grundlagen

Warum benötigen wir überhaupt Router?

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • mit wachsender Größe von Netzen (Anzahl der Geräte) wächst auch die Menge an Informationen, welche die einzelnen Bridges (Switche) vorhalten müssen
  • für das STP müssen die Bridges das gesamte Netzwerk kennen, bei Neukonfigurationen wächst der Aufwand ebenfalls

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Routing - Grundlagen

Warum benötigen wir überhaupt Router?

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • aus Gründen des Datenschutzes oder physikalischen Gegebenheiten müssen / sollen Endgeräte getrennt angeschlossen werden
  • Netzwerk-Aufgaben werden teilweise über Broadcasts durchgeführt, bei vielen Endgeräten kann dies zu Problemen führen.

194 of 288

Routing - Grundlagen

Wie kann man sich so einen Routing-Ablauf vorstellen?

Firma Mustermann

Strasse 1

08150 Ort

Layer 3 - Netzwerkschicht

  1. anhand der Adresse erste Entscheidungen zur Weiterleitung, z.B. Hauspost, Behördenpost oder über Dienstleister�🡺 eigenes Subnetz?

195 of 288

Routing - Grundlagen

Wie kann man sich so einen Routing-Ablauf vorstellen?

Firma Mustermann

Strasse 1

08150 Ort

Layer 3 - Netzwerkschicht

  1. PLZ der Adresse�🡺 Netz des Empfängers�Straße und Name🡺 Hostanteil des Empfängers�

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Routing - Grundlagen

  • aus Layer 2 Adressen kann keine Strukturierung abgeleitet werden
  • Layer 3 Adressen enthalten Informationen zur Struktur des Netzes und ermöglichen, Wege für Datenpakete zu ermitteln
  • die Begriffe Router und Gateway verdeutlichen die Aufgaben solcher Geräte��🡺 Wege zwischen verschiedenen Netzen ermitteln� und Pakete über Netzwerke hinweg übertragen

Layer 3 - Netzwerkschicht

197 of 288

Routing - Grundlagen

  • aufgrund von physischen Netzwerken werden logische Übertragungswege bestimmt
  • dabei werden evtl. verschiedene Medien (Layer 1) genutzt

Layer 3 - Netzwerkschicht

Ethernet

Ethernet

VDSL

LTE

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Routing-Grundlagen� - Eigenschaften eines Routers -

  • muss an mindestens ein weiteres Netz angeschlossen sein�
  • muss Informationen über Wege (Routen) vorhalten�🡺 Routing-Tabelle�
  • muss Entscheidungen über die Art der Weiterleitung auf Basis von Layer 3 treffen�🡺 standardisiert auf Basis von Routing-Protokollen

Layer 3 - Netzwerkschicht

199 of 288

Routing-Grundlagen�- Routing-Tabelle -

  • Informationen über Kommunikationswege werden in sog. Routing-Tabellen gespeichert

  • diese Tabellen können statisch wie auch dynamisch erstellt und aktualisiert werden�

Layer 3 - Netzwerkschicht

200 of 288

Routing-Grundlagen�- Routing-Tabelle -

Layer 3 - Netzwerkschicht

192.168.1.0

10.0.1.0

172.28.144.0

192.168.3.0

Netzwerkziel

Subnetzmaske

Gateway

Interface

Metrik

192.168.1.0

255.255.255.0

192.168.1.1

A0

0

192.168.3.0

255.255.255.0

192.168.3.1

A1

0

10.0.1.0

255.255.255.0

192.168.3.2

A1

1

0.0.0.0

0.0.0.0

192.168.3.2

A1

1

A0�(.1)

A1�(.1)

B1�(.2)

B2

(.1)

C3

(.2)

C4

(.1)

Routing-Tabelle von R1

R1

R3

R2

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Routing-Grundlagen�- Routing-Tabelle -

  • Routing-Tabellen enthalten ja nach Protokoll noch weitere Informationen�
  • unter Windows kann die Routing-Tabelle z.B. mit Hilfe von route print ausgegeben werden

Layer 3 - Netzwerkschicht

202 of 288

Routing-Grundlagen�- Routing-Tabelle -

  • Routen (Tabellen) werden statisch mit Hilfe von Befehlen konfiguriert�
  • Beispiele: �route add (NW-) Ziel (NW-) Maske Gateway�route delete (NW-) Ziel (NW-) Maske Gateway�

Layer 3 - Netzwerkschicht

203 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing -

  • Routing-Tabelle wird bei der Bestimmung von Routen komplett durchsucht�
  • die „beste“ Route wird nach folgender Reihenfolge bestimmt (beste Übereinstimmung)

Layer 3 - Netzwerkschicht

204 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing -

  1. Route zu Host (192.168.2.1 255.255.255.255 …)�
  2. Route zu einem Subnetz (192.168.2.0 255.255.255.0 …)�
  3. Route zu einer Gruppe von Subnetzen�
  4. Route zu einem Netzwerk�
  5. Route zu einer Gruppe von Netzwerken�
  6. Default Gateway des Routers�

Layer 3 - Netzwerkschicht

205 of 288

Routing-Grundlagen� - Statisches Routing -

Layer 3 - Netzwerkschicht

R1

R2

192.168.18.1/24

192.168.17.1/24

192.168.19.1/24

10.2.0.2/16

10.2.0.1/16

192.168.1.1/24

206 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing -

  1. Auflistung aller bekannten Netze:��10.2.0.0 / 255.255.0.0�192.168.1.0 / 255.255.255.0�192.168.17.0 / 255.255.255.0�192.168.18.0 / 255.255.255.0�192.168.19.0 / 255.255.255.0�

Layer 3 - Netzwerkschicht

207 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing -

  1. Zuordnung der bekannten Netze zum jeweiligen Gateway (Port):��10.2.0.0 🡺 Direkt (10.2.0.1)�192.168.1.0 🡺 Direkt (192.168.1.1)�192.168.17.0 🡺 10.2.0.2�192.168.18.0 🡺 10.2.0.2�192.168.19.0 🡺 10.2.0.2

Layer 3 - Netzwerkschicht

208 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing -

  1. Erstellen der Routing-Tabelle (mit Hilfe von Befehlen)��route add 10.2.0.0 255.255.0.0 10.2.0.1�route add 192.168.1.0 255.255.255.0 192.168.1.1�route add 192.168.17.0 255.255.255.0 10.2.0.2�route add 192.168.18.0 255.255.255.0 10.2.0.2�route add 192.168.19.0 255.255.255.0 10.2.0.2���

Layer 3 - Netzwerkschicht

209 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing -

  • viele (Sub-) Netze erhöhen die Anzahl der Einträge in der Routing-Tabelle 🡺 Bestimmen der „besten“ Route wird aufwändiger�
  • mögliche Lösung: Zusammenfassung von Routen („longest match“) durch Supernetting���

Layer 3 - Netzwerkschicht

210 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing - Supernetting -

  • gleichartige Netze können zusammengefasst werden, in unserem Fall sind das die Netze 192.168.17/18/19.0�
  • einzelne Routen können zu einer Route zusammengefasst werden, dazu muss ein passendes Netz mit entsprechender Subnetzmaske „berechnet“ werden���

Layer 3 - Netzwerkschicht

211 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing - Supernetting -

  1. Umwandeln der Netze in die binäre Darstellung��192.168.17.0 11000000 10101000 00010001 00000000�192.168.18.0 11000000 10101000 00010010 00000000�192.168.19.0 11000000 10101000 00010011 00000000

Layer 3 - Netzwerkschicht

  1. Von links aus wird die „Bit-Übereinstimmung“ bestimmt, die Stelle bestimmt die Subnetz-Maske 🡺 22. Bit 🡺 /22

212 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing - Supernetting -

  1. Umwandeln der Subnetzmaske /22 in die dezimale Darstellung, Anzahl der Einser-Bits ist in unserem Fall 22:��11111111.11111111.11111100.00000000� 255 255 252 0

Layer 3 - Netzwerkschicht

213 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing - Supernetting -

  1. „Auffüllen“ der fehlenden 32 Bit mit 0 ergibt nach Umwandlung in die dezimale Darstellung das Netzwerk für den Routen-Eintrag��11000000 10101000 00010000 00000000� 192 168 16 0

Layer 3 - Netzwerkschicht

  1. Der Eintrag in der Routing-Tabelle erfolgt nun über:��route add 192.168.16.0 255.255.252.0 10.2.0.2

214 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing - Default Route -

  • Routen für alle (aktuell) bekannten Netze können nicht in Routing-Tabellen aufgenommen werden�
  • der „letzte“ Router muss deshalb eine Konfiguration für Netze haben, die nicht in seiner Routing-Tabelle sind

Layer 3 - Netzwerkschicht

  • Default Route, Gateway of Last Resort�
  • 0.0.0.0 / 0.0.0.0

215 of 288

Routing-Grundlagen�- Statisches Routing - Default Route -

  • wird für ein Ziel keine passende Route („longest match“) gefunden, so trifft als Route dann der Eintrag mit Null-Bits zu und die Pakete werden über das zugehörige Gateway gesendet

Layer 3 - Netzwerkschicht

216 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

  • keine oder nur eingeschränkte Einbeziehung von Metriken�
  • manuelle Erstellung und Pflege von Routen-Informationen stößt in größeren Netzen und Aktualisierungen schnell an seine Grenzen�
  • dynamische Anpassungen (Änderungen in Netz-Topologien, neue Geräte) werden erschwert, die Fehleranfälligkeit steigt�
  • evtl. müssen Änderung durch Dritte durchgeführt werden, z.B. beim Router des Providers

Layer 3 - Netzwerkschicht

217 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

  • Lösung: Konfigurationen von Routern und Routing-Informationen dynamisch erzeugen und aktualisieren�
  • (Verbund von) Router(n) tauschen Informationen „eigenständig“ und automatisch nach Vorgaben der Netzverwalter untereinander aus��🡺 Einsatz von (standardisierten) Routing-Protokollen

Layer 3 - Netzwerkschicht

218 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

  • entfernte Netzwerke „finden“�
  • Informationen (Routing-Tabelle) aktuell halten�
  • beste Route bestimmen (anhand von Kriterien, den Metriken)

Layer 3 - Netzwerkschicht

219 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

  • Unterscheidung in Internal und External Gateway Protokolle
  • Internal 🡺 Einsatz in (räumlich) abgegrenzten privaten Netzen, alle Router „sprechen“ die gleiche Sprache / das gleiche Protokoll�
  • Beispiele: Open Shortest Path First (OSPF), Router Information Protocol (RIP)

  • es können herstellerspezifische Protokolle (Geräte) eingesetzt werden, z.B. Interior Gateway Routing Protocol (IGRP) und Enhanced IGRP (EIGRP)

Layer 3 - Netzwerkschicht

220 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

  • Unterscheidung in Internal und External Gateway Protokolle
  • External 🡺 Einsatz beim „Verbinden“ großer Netze, siehe Autonome Systeme�
  • weltweit wird hier das Border Gateway Protocol (BGP) eingesetzt

Layer 3 - Netzwerkschicht

221 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

  • Routing-Protokoll bestehen prinzipiell aus einem protokoll-spezifischem Algorithmus und Nachrichten (Pakete)�
  • für die Bestimmung von Routen werden sog. Metriken genutzt, in Abhängigkeit vom Protokoll sind das z.B.�Bandbreite, Kosten, Zuverlässigkeit, Verzögerungen, Anzahl von Hops, Auslastung

Layer 3 - Netzwerkschicht

222 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Der Algorithmus muss:

  • Informationen von anderen Routern empfangen und anderen Routern zur Verfügung stellen�
  • diese Informationen aus- und bewerten

Layer 3 - Netzwerkschicht

223 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Der Algorithmus muss:

  • aus mehreren Routen die optimale Route ermitteln�
  • diese Bestimmung muss eigenständig erfolgen, aber auch durch administrative Vorgaben konfigurierbar sein

Layer 3 - Netzwerkschicht

224 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Der Algorithmus muss:

  • Topologie-Änderungen selbständig erkennen und mit Anpassung der Routen darauf reagieren�
  • Änderungen bei Metriken von Routen selbständig erkennen und mit Anpassung der Routen darauf reagieren

Layer 3 - Netzwerkschicht

225 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

  • jeder Router „kennt“ die Netzwerke, die direkt an ihn angeschlossen sind

Layer 3 - Netzwerkschicht

R1

R2

R3

R4

R5

  • Routen werden in die Routing-Tabelle eingetragen
  • Routing-Informationen werden an andere Router gesendet
  • Routing-Informationen werden von den anderen Routern in ihre Routing-Tabellen übernommen

226 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Es bleiben Fragestellungen offen:

  • gleiche Informationen werden mehrfach (endlos?) versendet�
  • es existieren mehrere Routen zu gleichen Netzwerken, Daten dürfen z.B. nicht doppelt übertragen werden ��

Layer 3 - Netzwerkschicht

227 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Die „beste“ Route wird bestimmt (je nach Protokoll):

  • Hop Count: Anzahl der „Sprünge“ über andere Router zum Ziel�
  • Bandbreite: Übertragungsgeschwindigkeit auf einer Route in Abhängigkeit vom eingesetzten Medium und Protokoll�
  • Latenz: Verzögerungen bei der Übertragung, z.B. durch Anzahl von genutzten Geräten, wie z.B. Firewalls

Layer 3 - Netzwerkschicht

228 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Die „beste“ Route wird bestimmt (je nach Protokoll):

  • Zuverlässigkeit: Fehleranfälligkeit einer Route aufgrund von bekannten Ereignissen, z.B. Ausfällen�
  • Last: Belastungen einer Route, z.B. aufgrund hoher Datenübertragungen

Layer 3 - Netzwerkschicht

229 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Die „beste“ Route wird bestimmt (je nach Protokoll):

  • Kosten: manuell konfiguriert, um z.B. Gebühren bei Providern monetär zu hinterlegen�
  • Konvergenz: stabiler Zustand aller Pfade mit Erreichbarkeit aller Netze 🡺 Zeitspanne bis alle Router ihre Informationen ausgetauscht haben

Layer 3 - Netzwerkschicht

230 of 288

Routing-Prototolle�- Dynamisches Routing -

Wie wird nun der beste Pfad zu einem Ziel bestimmt?

  • Distance Vector: Bestimmung eines Pfades aufgrund von Entfernung und Richtung (Vektor), analog der Berechnungen in einem „Navi“�
  • Link State: Bestimmung eines Pfades nach dem Zustand einer Verbindung

Layer 3 - Netzwerkschicht

231 of 288

Routing-Prototolle� - Distance Vector -

  • Bestimmung der Route zu einem Ziel durch Kombination von Entfernung (Distance) und Richtung (Vector)

Layer 3 - Netzwerkschicht

Bewertung der Route nach Metriken

Router, welcher angesprochen wird / Interface

232 of 288

Routing-Prototolle� - Distance Vector -

  • Router R1:

Layer 3 - Netzwerkschicht

Protokoll

Ziel

Distanz

Richtung

RIP

192.168.2.0 / 24

2 (Hops)

int gi0/1

R1

R2

R3

192.168.2.0 / 24

int gi0/1

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Routing-Prototolle�Distance Vector - RIP

  • regelmäßiges Updates alle 30 sec. - an direkte(n) Nachbarn, �keine Updates 🡺 Einträge werden gelöscht�
  • Broadcast (Version 1) / Multicast (Version 2)�
  • komplette Routing-Tabelle wird übermittelt�
  • Metrik ist nur Hop Count, bei > 15 Hops ist ein Netzwerk nicht mehr erreichbar 🡺 Anzahl der Router auf einem Pfad beachten

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Distance Vector - RIP -

  • Konvergenz-Problem��Als Konvergenz wird der (vermutlich) stabile Zustand des Netzes bezeichnet.��Die Konvergenzzeit ist die Zeit, in der ein (vermutlich) stabiler Zustand des Netzes erreicht ist.��Bei Distance Vector Protokollen kann es sehr lange dauern, bis alle Router über Änderungen informiert sind.

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Konvergenzzeit verringern -

  • Probleme können bei Ausfall eines Pfades auftreten:�Senden von Daten über nicht mehr existierende Pfade, �Routing-Schleifen (Count to infinity)�
  • mehrere Ansätze zur Verhinderung dieser Probleme

Layer 3 - Netzwerkschicht

236 of 288

Routing-Prototolle�- Konvergenzzeit verringern -

  1. „Meldung des gesamten Pfades“��Schleifen zu einem Ziel könne erkannt (berechnet) werden, aufwendiges Verfahren�
  2. Split Horizon��Informationen zu Pfaden werden niemals an den Router gesendet, von denen der Router die Informationen erhalten hat („Ping Pong“)

Layer 3 - Netzwerkschicht

237 of 288

Routing-Prototolle�- Konvergenzzeit verringern -

  1. Poison Reverse��Erweiterung von Split Horizon, der ausgefallene Pfad wird nicht „verschwiegen“, sondern mit einer Metrik von Unendlich gesendet�
  2. Triggerd Updates��Updates werden bei Änderungen sofort versendet

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- RIP über (Cisco) CLI konfigurieren -

  • router rip 🡺 Aktivierung von RIP
  • version 2 🡺 Version 2 von RIP verwenden (Multicast)
  • network Netzwerk 🡺 Netzwerke (Interfaces) zuordnen
  • passive-interface Interface 🡺 kein Protokoll über Interface
  • show ip protocols 🡺 Informationen anzeigen
  • show ip route 🡺 Routing-Tabelle anzeigen
  • (no) debug ip rip 🡺 Ausgaben anzeigen lassen

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle

Layer 3 - Netzwerkschicht

R1

R2

R3

1 GBit/s

1 GBit/s

10MBit/s

RIP: nur 1 Hop 🡺 „beste“ Route

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Routing-Prototolle� - Link State -

  • Link:��Verbindung zu benachbarten Router(n)�
  • State:��Info / Zustand einer Verbindung (IP-Adresse, Netz, Metriken, Nachbar-Router)

Layer 3 - Netzwerkschicht

241 of 288

Routing-Prototolle� - Link State -

  • Alternative zur Distance Vector Protokollen mit dem Ziel, dessen „Mängel“ zu beheben�
  • beteiligte Router erhalten alle Informationen und können daraus die besten Pfade zu allen Zielen ermitteln - Wissen über das gesamte Netz��🡺 OSPF: Link State Advertisements (LSA)�🡺 IS-IS: Link State Protocol Data Units (LSP)

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle� - Link State -

  • „Hello-Prokoll“:��1x initial und später bei Änderungen im Netzwerk werden Updates zwischen benachbarten Router gesendet, ansonsten nur periodische Updates (Refreshs) alle 30 Minuten�
  • werden keine „Hello-Pakete“ mehr empfangen, wird die Verbindung als nicht mehr verfügbar eingestuft (Keep Alive)

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle� - Link State -

Ablauf:��1. Link-State-Beziehung zu Nachbarn wird aufgebaut��2. Link-State-Pakete mit bekannten Informationen werden (aus Link State Datenbank, LS-DB) erstellt und per Multicast in das Netz geflutet��3. eingehende Informationen (LSA / LSP) werden in LS-DB gespeichert

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle� - Link State -

Ablauf:��4. Informationsaustausch abgeschlossen? 🡺 „Karte“ des Netzes ist bekannt��5. mit Hilfe eines Algorithmus werden die „kürzesten“ Routen ermittelt und in die Routing-Tabelle eingetragen

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle� - Link State -

  • bei Änderungen wird der Algorithmus erneut ausgeführt und die Routing-Tabelle aktualisiert�
  • um unendliches Weiterleiten der LSA / LSP zu verhindern, können verschiedene Mechanismen eingesetzt werden:��- Hop Count�- Sequenznummern und Zeitstempel zur Erkennung von Duplikaten�
  • als Algorithmus wird meist Shortest Path First, SPF verwendet�

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle� - Link State -

Layer 3 - Netzwerkschicht

R1

R2

R3

LSA

LSA

LSA

Link State Database�(Netzwerk-Karte)

SPF

A

C

B

D

SPF

Routing-Tabelle

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Shortest Path First (SPF)

  • Bestimmung des „kürzesten“ Weges zu einem Ziel�
  • Algorithmus von Dijkstra (niederländischer Mathematiker / Informatiker)�
  • Graphentheorie: mathematisches Modell zur Darstellung von Objekten und ihrer Verbindungen untereinander

Knoten 🡺 Router

Kanten 🡺 Verbindungen

Layer 3 - Netzwerkschicht

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SPF�Shortest Path First

  • Beispiele:��1. Stammbaum�����2. U-Bahn-Netz

Layer 3 - Netzwerkschicht

Opa

Oma

Vater

Mutter

Kind

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SPF�Shortest Path First

  • Netzwerke sind oft Multigraphen:�zwei Knoten können durch mehrere Kanten verbunden sein, dabei werden mehrfache Kanten gewichtet

Layer 3 - Netzwerkschicht

A

C

B

D

Knoten

Kanten

2

1

3

1

Wichtung

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Shortest Path First - Algorithmus von Dijkstra

  1. Weise allen Knoten die beiden Eigenschaften „Distanz“ und „Vorgänger“ zu.�Initialisiere die Distanz im Startknoten mit 0 und in allen anderen Knoten mit „Unendlich“.
  2. Solange es noch unbesuchte Knoten gibt, ��(2.1) wähle darunter denjenigen mit minimaler Distanz aus und �speichere, dass dieser Knoten schon besucht wurde��(2.2) berechne für alle noch unbesuchten Nachbarknoten die Summe des jeweiligen Kantengewichtes und der Distanz im aktuellen Knoten��(2.3) Ist dieser Wert für einen Knoten kleiner als die dort gespeicherte Distanz, aktualisiere sie und setze den aktuellen Knoten als Vorgänger. �Dieser Schritt wird auch als Update oder Relaxation / Relaxierung bezeichnet.

Layer 3 - Netzwerkschicht

[Wikipedia-3]

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Shortest Path First - Algorithmus von Dijkstra

Layer 3 - Netzwerkschicht

A

B

D

2

3

3

C

E

4

2

Knoten

besucht

Distanz (Wichtung)

Vorgänger

A

-

B

C

D

E

F

1

2

F

1

2

0

/ 2

A

/ 4

A

/ 3

/ B

/ 4

B

/ 5

B

/ 4

E

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Shortest Path First - Algorithmus von Dijkstra

Layer 3 - Netzwerkschicht

Knoten

besucht

Distanz (Wichtung)

Vorgänger

A

0

-

B

2

A

C

4

B

D

5

B

E

3

B

F

4

E

A

B

D

2

3

3

C

E

4

2

1

2

F

1

2

„Kürzester“ Weg von A nach F?

Distanz

A

B

E

F

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Routing-Prototolle�- Link State -

  • bei Link State werden zwischen benach-barten Routern Beziehungen aufgebaut�
  • Multi-Access-Netzwerke führen zu einer hohen Anzahl an diese Beziehungen�
  • A Bez = n 2 - n / 2 (Anzahl von Kanten bei n Knoten)
  • A Bez = 16 - 4 / 2 = 6�

R4

Layer 3 - Netzwerkschicht

R1

R2

R3

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Routing-Prototolle� - Link State mit OSPF -

  • viele Beziehungen führen zu einer Erhöhung der Konvergenzzeit�
  • Lösung durch Einsatz eines Dedicated Routers (DR) (und Backup DR)�
  • alle Router des Verbundes bauen (nur) eine Beziehung zum DR auf�
  • Informationen werden nur über den DR verteilt�

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Router�OSPF über (Cisco) CLI konfigurieren

  • router rip 🡺 Aktivierung von RIP
  • version 2 🡺 Version 2 von RIP verwenden (Multicast)
  • network Netzwerk 🡺 Netzwerke (Interfaces) zuordnen
  • passive-interface Interface 🡺 kein Protokoll über Interface
  • show ip protocols 🡺 Informationen anzeigen
  • show ip route 🡺 Routing-Tabelle anzeigen
  • (no) debug ip rip 🡺 Ausgaben anzeigen lassen

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Weitere Protokolle -

  • Interior Gateway Routing Protokoll (IGRP)��- Distance Vector Protokoll��- von der Firma Cisco entwickelt��- bis zu 255 Hops möglich��- Verwendung mehrerer Metriken (Bandbreite, Verzögerung, Zuverlässigkeit, Last)

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Weitere Protokolle -

  • Interior Gateway Routing Protokoll (IGRP)��- gegenüber RIP effizientere Übertragungen��- einstellbares Update-Intervall��- Lastverteilung möglich��- mehrere parallele Prozesse möglich

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Weitere Protokolle -

  • Enhanced Interior Gateway Routing Protokoll (EIGRP)��- Erweiterung von IGRP��- Metriken können umfangreicher gewichtet werden��- spezielles Protokoll zur Übermittlung der Routing-Informationen��- Routenberechnung erfolgt mit Hilfe des Diffusing Update Algorithmus

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Weitere Protokolle -

  • Intermediate System (IS-IS)��- Link State Protokoll, angelehnt ans OSPF��- keine Bestätigungen von LSP erforderlich��- LSP werden bei OSPF über den sog. Designated Router (DR) versendet, bei IS-IS erfolgt die Verbreitung parallel��- LSP enthält bei OSPF ein Zielinformation, bei IS-IS kann über mehrere Ziele informiert werden

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Weitere Protokolle -

  • Border Gateway Protokoll (BGP)��- das Protokoll für Internet-Verbindungen (zwischen AS)��- angelehnt an das Distance Vector Protokollist ein, aber ohne Verwendung von Entfernungen 🡺 es werden vollständige Pfade angegeben 🡺 Path Vector Protokoll��- Pfade müssen manuell konfiguriert werden, genau wie Richtlinien zu automatischen Pfadentscheidungen eines Routers

Layer 3 - Netzwerkschicht

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Routing-Prototolle�- Weitere Protokolle -

  • steht für Multiprotocol Label Switching (MPLS)��- Die Idee ist es, Datenpakete nicht mehr länger von einem Router zum nächsten Router (Hop-by-Hop) weiterzuleiten, und in jedem Router aufs Neue die Entscheidung für den günstigsten Weg zu treffen (kompletter IP-Lookup in der sogenannten Forwarding-Table), sondern diese an einem Eingangspunkt (Ingress-Router) auf einem vorsignalisierten Datenpfad zu senden und erst wieder am Ausgangspunkt (Egress-Router) die herkömmliche Hop-by-Hop-Weiterleitung von IP zu nutzen. Idealerweise liegen Ingress- und Egress-Router an den Grenzen eines Netzes. Dieses Vorgehen entlastet einen Großteil der Router erheblich: Auf allen MPLS-fähigen Zwischenstationen, sogenannten Label-Switched-Routern (LSR) werden lediglich die den MPLS-Paketen vorgeschalteten Labels ausgewertet. Dies erfolgt bereits direkt oberhalb der Sicherungsschicht (Layer 2) und kann sehr leicht in entsprechender Hardware mit hoher Geschwindigkeit erfolgen – im Gegensatz hierzu erfordern Forwarding-Entscheidungen bei traditionellem IP-Routing den erheblich aufwändigeren Longest Prefix Match.

  • MPLS bietet ein verbindungsorientiertes Verkehrsverhalten wie ATM für Datenpakete.

Layer 3 - Netzwerkschicht

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

  • Kombination aus VLAN-fähigem Switch und Router �🡺 Native Mode
  • Performance-Vorteil: Switching (in Hardware) ist schneller wie Routing�
  • am Anfang zwei Geräte (Einschübe / Platinen) in einem Chassis �🡺 Hybrid-Mode�
  • Leistungseinbußen durch Kommunikation zwischen den Einschüben

Layer 3 - Netzwerkschicht

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

  • heute: moderne Geräte mit leistungsfähigen ASICS unter einem OS, z.B. Cisco Catalyst Series

Layer 3 - Netzwerkschicht

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

  • Arbeitsweise (Route Caching / Cisco: MLS)��1. Router ermittelt für eine Folge von Paketen mittels des ersten Paketes den passenden Pfad (Route) zum Ziel��2. Route (MAC-Adresse des nächsten Routers) wird in einer Tabelle hinterlegt��3. mit Hilfe der Tabelleneinträge können alle weiteren Pakete der gleichen Kommunikation auf Layer 2 weitergleitet (geswicht) werden

Layer 3 - Netzwerkschicht

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

  • Arbeitsweise (Route Caching / Cisco: MLS) ��- Tabellen-Informationen werden bei Sitzungsende, Timeouts oder Änderungen von Routen-Informationen aktualisiert

Layer 3 - Netzwerkschicht

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

  • Beispiel einer Konfiguration (Cisco: MLS) ��1. notwendige VLAN (-Switche) anlegen und Ports zuordnen��2. Routing aktivieren��3. virtuelle VLAN-Ports mit zugehörigem Gateway (IP-Adresse) anlegen 🡺 Switch Virtual Interface (SVI)

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

  • Beispiel einer Konfiguration (Cisco: MLS) ��4. Port zum Router als „Router-Port“ konfigurieren��5. Default Route anlegen, evtl. Routing-Protokolle aktivieren��

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

Router ISP

Internet

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MLS�- Multi Layer Switch / Layer 3 Switch -

int fa0/1

int fa0/2

int gi0/1

VLAN 10

VLAN 20

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Transport-Protokoll (TCP)

  • Transmission Control Protokoll�
  • verbindungsorientiertes Übertragungsprotoll auf Schicht 4�
  • ermöglicht eine Ende-zu-Ende-Verbindung�
  • „Verbindung“ zur jeweiligen Anwendung (Mail, Browser, …)

Layer 4 - Transportschicht

271 of 288

Transport-Protokoll (TCP)

  • dient der Sicherstellung der korrekten Übertragung von Daten�
  • über Portnummern können mehrere IP-Verbindungen zwischen zwei Teilnehmern gleichzeitig stattfinden

Layer 4 - Transportschicht

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Transport-Protokoll (TCP)

  • notwendige Informationen für Protokoll liegen im Datenteil des IP-Paketes 🡺 TCP-Segmente

Layer 4 - Transportschicht

Sender-�Adresse

Tag

Daten

Pad

CRC

Ziel-�Adresse

Layer 2

Layer 3

IP-Header

Daten

Daten

Layer 4

TCP-Header

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Transport-Protokoll (TCP)�- Aufbau des Headers -

  • Sender- und Empfänger-Port:�dient der eindeutigen Zuordnung (Punk-zu-Punkt-Verbindung), 16 Bit�
  • Sequenznummer (SEQ):�Nummerierung der Datenpakte im Datenstrom, 32 Bit�
  • Bestätigungsnummer (ACK):�gibt an, das Pakete angekommen sind, 32 Bit

Layer 4 - Transportschicht

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Transport-Protokoll (TCP)�- Aufbau des Headers -

  • Flags:�Art des TCP-Paketes, jeweils 1 Bit (insgesamt 8 Bit)��SYN 🡺 Synchronisation, Aufbau der Verbindung („es klingelt“)��ACK 🡺 Bestätigung des Empfangs��RST 🡺 Verbindung wird abgewiesen oder beendet��FIN 🡺 Verbindung wird normal beendet, Daten wurden übertragen

Layer 4 - Transportschicht

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Transport-Protokoll (TCP)�- Aufbau des Headers -

  • W-Size:�Größe des Empfang-Puffers in Bytes, 16 Bit�

Layer 4 - Transportschicht

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Transport-Protokoll (TCP)�- Segmentierung -

Layer 4 - Transportschicht

1

2

3

4

5

6

1

2

3

4

5

6

Layer 4

Anwendung

Anwendung

Layer 5 bis 7

Layer 1 bis 3

1

5

2

6

3

4

Seq

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Transport-Protokoll (TCP)�- Verbindungsaufbau -

Layer 4 - Transportschicht

Client

Server

3-Wege-Handshake

Flag: SYN, Seq Client

Flags: SYN / ACK, Seq Server, ACK-Nr Seq Client + 1

Flag: ACK, Seq Client + 1, ACK-Nr: Seq Server + 1

Daten

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IPv6

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IPv6

  • RIPng

  • RIPng steht für Routing Information Protocol Next Generation. Dies ist ein Interior Routing Protocol und ist ein Distanzvektor-Protokoll. RIPng wurde aktualisiert, um IPv6 zu unterstützen.

  • OSPFv3

  • geöffnet kürzeste Weg erste Version 3 ist ein Interior Routing Protocol, das modifiziert ist, um IPv6 zu unterstützen. Dies ist ein Link-State-Protokoll und verwendet Djikrasta der Shortest Path First-Algorithmus, um beste Weg, um alle Ziele zu berechnen.

  • BGPv4

  • BGP steht für Border Gateway Protocol. Es ist das einzige offene Standard Exterior Gateway Protocol zur Verfügung. BGP ist ein Distance Vector Protokoll, welche nimmt Autonomous System als Berechnungs metrik, anstelle der Anzahl der Router als Hop. BGPv4 ist ein Upgrade von BGP IPv6-Routing zu unterstützen.

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IPv6

  • IPv6-Adresse im Detail�Eine IPv6-Adresse besteht aus 128 Bit. Wegen der unhandlichen Länge werden die 128 Bit in 8 mal 16 Bit unterteilt. Je 4 Bit werden als eine hexadezimale Zahl dargestellt. Je 4 Hexzahlen werden gruppiert und durch einen Doppelpunkt (":") getrennt. Um die Schreibweise zu vereinfachen lässt man führende Nullen in den Blöcken weg. Eine Folge von 8 Nullen kann man durch zwei Doppelpunkte ("::") ersetzen.

  • Eine IPv6-Adresse besteht aus zwei Teilen. Dem Network Prefix (Präfix oder Netz-ID) und dem Interface Identifier (Suffix, IID oder EUI).
  • Der Network Prefix kennzeichnet das Netz, Subnetz bzw. Adressbereich. Der Interface Identifier kennzeichnet einen Host in diesem Netz. Er wird aus der 48-Bit-MAC-Adresse des Interfaces gebildet und dabei in eine 64-Bit-Adresse umgewandelt. Es handelt sich dabei um das Modified-EUI-64-Format.
  • Auf diese Weise ist das Interface unabhängig vom Network Prefix eindeutig identifizierbar.

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IPv6

  • Die von IPv4 bekannte Netzmaske bzw. Subnetzmaske fällt bei IPv6 ersatzlos weg. Um trotzdem eine Segmentierung und Aufteilung von Adressbereichen bzw. Subnetzen vornehmen zu können, wird die Präfixlänge definiert und mit einem "/" (Slash) an die eigentliche IPv6-Adresse angehängt. Der hierarchische Aufbau des Präfix soll das Routing mit IPv6 vereinfachen.
  • Standardmäßig ist "/64" die Präfixlänge. Es gibt jedoch weitere typische Präfixe, die 32, 48 und 56 Bit lang sind. Das hat etwas mit der Zuteilung von Präfixen zu tun. Wer eigene Netze betreiben möchte, der bekommt von seinem Provider einen kürzeren Präfix als /64 und erhält damit mehr Adressraum.

  • Das bedeutet, dass jedes noch so kleine Netzwerk mindestens ein Subnetz zugewiesen bekommt. In diesem Subnetz können jeweils gigantische 264, also über 18 Trillionen Einzeladressen vergeben werden. Das bedeutet, dass die Anwender sich den Einsatz von privaten IP-Adressen und Verfahren wie NAT sparen können. Der Adressüberfluss von IPv6 macht es möglich.

  • Mit IPv6 lassen sich Altlasten in der Netzaufteilung beseitigen und Dank des großen Adressraums den IPv6-Adressplan großzügig neu gestalten. Da jeder Host mehrere IPv6-Adressen haben kann, wäre es denkbar, dass jeder Dienst oder jede Anwendung auf einem Server eine eigene IPv6-Adresse bekommt. Innerhalb desselben Subnetzes kann ein Dienst dann beliebig auf eine andere Hardware wechseln, ohne dass sich die IPv6-Adresse des Dienstes ändern muss.

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Logische und physische Netzwerkpläne

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Quellenangaben

  • Schreiner, R.: Computer-Netzwerke, 5. Aufl. München: Hanser Verlag, 2014
  • Harnisch, C.: Routing & Switching, 1. Aufl. Bonn, 2002
  • 3Com-NIC: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:3Com_3C509BC_Ethernet_NIC.jpg?uselang=de
  • Koaxialkabel:�https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Coaxial_cable_cutaway_new.svg?uselang=de

284 of 288

Quellenangaben

  • [Wikipedia-1] �Seite „Bus (Datenverarbeitung)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Februar 2020, 10:15 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bus_(Datenverarbeitung)&oldid=197048453�(Abgerufen: 26. Februar 2020, 07:13 UTC)
  • [Wikipedia-2]�Seite „Ethernet“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Februar 2020, 13:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ethernet&oldid=197024833 �(Abgerufen: 26. Februar 2020, 13:18 UTC)
  • [Wikipedia-3] �Seite „Dijkstra-Algorithmus“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 8. März 2020, 18:46 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dijkstra-Algorithmus&oldid=197575866 (Abgerufen: 9. März 2020, 06:42 UTC)

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Quellenangaben

  • [Wikipedia-4]�Seite „Ethernet“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Februar 2020, 13:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ethernet&oldid=197024833 (Abgerufen: 13. März 2020, 14:01 UTC)
  • [Wikipedia-5]�Seite „Multicast address “. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16 February 2020 18:11 UTC. URL: https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Multicast_address&oldid=941115611 (Abgerufen: 31 March 2020 11:54 UTC)
  • [Wikipedia-6]�Seite „Spanning Tree Protocol“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. Januar 2020, 13:48 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spanning_Tree_Protocol&oldid=196066920 (Abgerufen: 16. April 2020, 09:53 UTC)

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Quellenangaben

  • [Wikipedia-7]:�Seite „Protokoll (IP)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. März 2020, 22:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Protokoll_(IP)&oldid=198175486 (Abgerufen: 21. April 2020, 07:54 UTC)�
  • [Wikipedia-8]:��

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Quellenangaben

288 of 288

Quellenangaben