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CHE talk feat. Hochschulforum Digitalisierung��Kooperative Curriculumentwicklung – sind Microcredentials die Zukunft?

adj. Prof. Dr. Dominic Orr, UNG and GIZ

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Was wäre, wenn wir Microcredentials vollständig in der Hochschulbildung einführen würden?

Curricula modernisieren

Netzwerke aufbauen

Bedürfnisse effektiv erfüllen

Den digitalen Wandel anführen

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Wie kann die Curriculumentwicklung bestmöglich für die Organisationsentwicklung genutzt werden?

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Curricula als zentrale Gestaltungselemente

  • Curricula als strukturierendes Element: Sie prägen nicht nur die Organisation von Studiengängen, sondern auch welche Zielgruppen einbezogen oder ausgeschlossen werden.

  • Flexibilität fördern: flexiblere Lernwege um besser auf individuelle Bedürfnisse und berufliche Anforderungen einzugehen.

  • Microcredentials als neue Bausteine: sie können modulare und personalisierte Lernstruktur schaffen, die sowohl lebenslanges Lernen als auch institutionelle Anpassungsfähigkeit unterstützt.

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Wer ist für die digitale Transformation der Curricula verantwortlich?

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Gesucht wird ein umfassender Transformationsansatz

  • Gemeinsame Verantwortung: neben Zusammenarbeit zwischen Hochschulleitungen, Lehrenden und Verwaltungspersonal, können Hochschulen auch externe Partner wie Unternehmen und Technologieanbieter einbinden.

  • Strategische Steuerung: Hochschulleitungen sollten klare Governance-Strukturen schaffen, um Transformationen zu priorisieren und umzusetzen.

  • Studierendenzentrierte Ansätze: Die Transformation sollte sich an den Bedürfnissen der Studierenden orientieren, z. B. durch flexible Formate, digitale Tools und personalisierte Lernpfade (Jobs-To-Be-Done).

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Jobs to be Done (JTBD)

“Durch das Verständnis der tieferen „Aufgaben“, die die Studierenden zu bewältigen versuchen, verwandeln sich Microcredentials von einfachen Zertifizierungen in leistungsstarke Instrumente für die persönliche und berufliche Entwicklung.

Der JTBD-Rahmen erkennt an, dass die Studierenden nicht nur einen Abschluss wollen, sondern eine Lösung, um Unsicherheiten zu bewältigen, Risiken zu reduzieren und die Kontrolle in einer zunehmend komplexen Welt zu behalten.”

https://digimusingsblog.wordpress.com/2024/11/09/jobs-to-be-done-jtbd-microcredentials-for-student-needs/

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Was sind die strategischen Umsetzungsoptionen?

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Implementierungsansätze

Bottom-up:

Pilotprojekte in Nischenbereichen mit Evaluationsfokus starten.

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Institutionelle Einbettung:

Ergänzung bestehender Programme mit selektiver Integration.

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Top-down:

Vollständige Integration in das Kernangebot mit umfassender Curriculumsreform.

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Wie können hochschulinterne und -übergreifende Kooperationen gelingen?

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Kooperation als enabler

  • Gemeinsame Standards und Frameworks: gemeinsame Standards für Microcredentials erleichtern die Zusammenarbeit und schaffen Vertrauen bei Arbeitgebern.

  • Ressourcenteilung: Kooperationen ermöglichen es Entwicklungskosten zu teilen, komplementäre Expertisen zu nutzen und größere Zielgruppen zu erreichen.

  • Internationale Netzwerke: Europäische Universitätsallianzen oder Plattformen wie der KI-Campus zeigen, wie virtuelle Mobilität und gemeinsame Microcredential-Angebote erfolgreich umgesetzt werden können.

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Welche Bedürfnisse werden erfüllt?

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Win-win, aber nur bei voller Integration

  • Antwort auf gesellschaftliche Nachfrage: Microcredentials bieten eine flexible Lösung für die Anforderungen der “grand challenges”.

  • Vorteil für Lernenden: Sie ermöglichen den schnellen Erwerb spezifischer Kompetenzen und bieten unmittelbare Arbeitsmarktrelevanz (Jobs-To-Be-Done).

  • erweitertes Bildungsportfolio: fördern Innovationen in Lehre und Lernmethoden und stärken Kooperationen mit externen Partnern.

  • Qualität und Anerkennung entscheidend: sie brauchen die gleiche organisatorische Verankerung wie Bachelor/Master-Studiengänge – trotz Herausforderungen –, um Vertrauen und systemweite Akzeptanz zu sichern.

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Fazit

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Microcredentials als Bildungsinnovation

Die 4 Fragen zeigen zentrale Herausforderungen und Chancen für Hochschulen auf. Microcredentials sind ein vielversprechendes Instrument:

  • zur Modernisierung von Curricula
  • zur Förderung hochschulübergreifender Kooperationen und
  • zur Bewältigung der digitalen Transformation

vorausgesetzt, sie werden strategisch implementiert und an den Bedürfnissen der Lernenden ausgerichtet.