Der Pionier
und die Welt des Sprengstoffes
Inhaltsverzeichnis
4.Was ist ein Kampfpionier und was ist sein Auftrag?
5. Sprengstoffe
9. Minen
16. Seeminen
20. IED´s
25. Zünder
34. Sprengstoff scharf machen
37 Verhalten bei IED Verdacht
39. 5/25er
40. VP Check
43. Die 4C
46 Kampfmittelbeseitigung
50. Minensperren
55. Durchqueren einer Minensperre
60. Der ACE Minendetektor
61. Weitere Werkzeuge
66. Wissenswertes für Missionsbauer
Quellen:
Was Ist ein (Kampf-)Pionier und was ist sein Auftrag?
In der Realität haben Pioniere 3 Aufgaben:
Dazu setzen Kampfpioniere militärisches Großgerät wie Brückenlegepanzer oder Fähren ein um Gewässer zu überqueren. Zum Minenräumen werden gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt, die durch bewegliche Teile die Minen auslösen oder aus dem Weg schleudern. In manchen Fällen müssen die Minen von Hand entschärft werden. Dazu nutzen Kampfpioniere Minendetektoren und spezielles Werkzeug. Sperren werden mittels Sprengmitteln oder militarisiertem Großgerät geräumt und somit der Vormarsch der eigenen Kräfte ermöglicht.
Um den Gegner in seiner Bewegungsfreiheit zu hindern werden natürliche Sperren, wie Flüsse verstärkt, indem Brücken gesprengt werden. Zusätzlich können Minensperren eingesetzt werden. Diese werden idealerweise durch Stellungen zur Überwachung und Stacheldraht verstärkt.
Die Überlebensfähigkeit der eigenen Kräfte wird durch das bauen von Feldstellungen erhöht und durch Feldlager überhaupt erst ermöglicht. In diesem Bereich arbeiten Kampfpioniere eng mit den Logistik- und den San- Kräften zusammen.
In ArmA sind Kampfpioniere vorrangig als Minenräum spezialisten und Sprengmeister eingesetzt. Sie schaffen Korridore durch vermintes Gebiet und Zugänge in Gebäuden. Nichtsdestotrotz ist jeder Kampfpionier auch Infanterist und damit zum infanteristischem Kampf befähigt, daher der Name "Kampfpionier"
Sprengstoff-
kunde
Sprengladungen
Sprengladungen dienen dazu, Material und Objekte zu sprengen.
Wir haben in Arma 2 verschiedene Sprengladungen,
Den M112 Demolition Block und die M183 Demolition Charge Assembly.
Der Hauptunterschied der beiden Ladungen ist die Sprengkraft,
Welche bei der M183 10x so hoch ist wie bei der M112
M112 Demo. Block
Der M112 Demolition Block wird primär zum Vernichten von stationären Zielen (Kisten/Fahrzeugen/etc.) eingesetzt. Der Pionier kann mit dem M112 Demolition Block auch Zugänge (Mauern/Zäune) oder Gebäude sprengen.
M183 Demo. Charge Assembly
Das M183 Demolition Charge Assembly (manchmal auch Rucksackladung genannt) wird primär zum Vernichten von großen oder stark gepanzerten, stationären Zielen (Gebäuden/Panzern/etc.) eingesetzt. Der Pionier kann mit dem M183 Demolition Charge Assembly auch große Zugänge (Mauern/Zäune) sprengen.
Minen
Minen sind stationäre Hindernisse, die das durchqueren des verminten Gebietes erschweren sollen.
Es gibt unterschiedliche Minen für den Einsatz gegen Infanterie und Fahrzeuge.
M15 AT Mine
Die M15 AT Mine wird gegen Fahrzeuge aller Art eingesetzt. Sie kann auch zur Sperrung von Start - und Landebahnen genutzt werden
VS-50 AP Mine
Die VS-50 AP Mine ist eine einfache Antipersonenmine und wird primär gegen Infanterie eingesetzt. Beim Entschärfen ist äußerste Vorsicht geboten. Am besten liegend und langsam annähern.
M26 AP Sprungmine
Die M26 AP Sprungmine - verwandt mit der "Bouncing Betty" aus dem 2. Weltkrieg - springt nach Auslösung ~1m in die Luft und verteilt einen tödlichen Splitterhagel gegen auslösende und umgebene Infanterie.
M4A1 Slam
als gerichtete Mine wird die M4A1 SLAM gegen Infanterie und leicht gepanzerte Ziele eingesetzt. Achtung: M4A1 SLAM explodiert beim Entschärfversuch! Nur durch Beschuss oder Fremdsprengung räumen! Beim Beschuss nach Möglichkeit auf die Rückseite der Mine schießen.
PMR-3AP Stolperdraht-
mine
Die PMR-3 AP Stolperdrahtmine wird zum Sperren von engen Infanterie wegen oder innerhalb urbaner Strukturen eingesetzt, z.B. Gebäudeeingänge. Durch berühren oder überlaufen des Stolperdrahtes wird diese Mine ausgelöst. Die Sprengkraft ist vergleichbar mit einer Splittergranate.
M18A1 Claymore
Kurz vor dem Vietnamkrieg eingeführt, ist die M18A1 Claymore eine gerichtete Projektilmine. Per Fernzündung ausgelöst entfesselt die M18A1 Mine einen gerichteten Hagel aus Stahlkugeln.
Seeminen
Seeminen werden benutzt um Gewässer zu sperren und Küstenbereiche unbrauchbar zu machen.
Sie schützen Küstenbereiche vor anlandenden Booten.
Sie können grundsätzlich nur durch Kampftaucher entschärft werden und nicht durch Beschuss oder Fremdspregnung geräumt werden.
Seemine Meeresgrund
kann nur von Zeus oder Missionsbauer gesetzt werden -
Seemine verankert
kann nur von Zeus oder Missionsbauer gesetzt werden -
PDM-7
kann nur von Zeus oder Missionsbauer gesetzt werden -
Improvised Explosive Device´s
IEDs (Improvised Explosive Devices - Improvisierte Sprengfallen) oder zu deutsch Unkonventionelle Spreng- und Brandfallen werden häufig von irregulären Kräften verwendet um ungezielt oder gezielt(überwacht) Truppen anzugreifen.
Sie sind häufig als Alltagsgegenstände getarnt und am Explosionsort versteckt oder teilweise vergraben.
Vergraben klein
Vergraben groß
Stadt
klein
Stadt
groß
Zünder
Druckplatte
Die klassische Druckplatte. Minen und IEDs lassen sich damit scharf machen. Je nach Minenart wird die Druckplatte durch unterschiedliche Belastung ausgelöst und zündet den Sprengsatz.
Zeitzünder
An unterschiedlichen Sprengmitteln lässt sich ein Zeitzünder anbringen. Dieser ist einmalig einstellbar und im Anschluss nicht mehr zu ändern! Die Zeitspanne ist von 1 Sekunde bis 15 Minuten stufenlos verstellbar.
M57 Zündvorrichtung
Die M57 Zündvorrichtung ist ein drahtloser Fernzünder für viele Arten von Sprengmitteln. Die Reichweite des Zünders beträgt <250m.
M152 RAMS
Zündvorrichtung
Die M152 Zündvorrichtung ist ein drahtloser Fernzünder für viele Arten von Sprengmitteln. Die Reichweite des Zünders beträgt <5000m.
Totmann-
schalter
Verbunden mit verschiedenen Sprengmitteln bringt ein Totmannschalter diese zur Detonation, wenn der Träger ohnmächtig wird oder stirbt.
Mobiltelefon
Das Mobiltelefon lässt sich mit verschiedenen Sprengmitteln verbinden. Beim Verbinden wird eine 4-stellige Telefonnummer angezeigt. Ruft man diese Nummer an, explodiert die Ladung ~ 5sek nach dem Wählvorgang. Kann nur bei IEDs eingesetzt werden.
Stolperdraht
Löst aus, sobald er berührt/überlaufen wird.
IR-Sensor
Der IR Sensor ist ein Spezialzünder der SLAM Mine. Dieser löst aus, sobald er physisch verdeckt wird.
Sprengstoff scharf machen
Um eine Mine, IED oder Sprengladung zu platzieren und “scharf” zu machen folgt ihr folgenden schritten:
1. Übers ACE Selbstinteraktionsmenü (WIN+ALT) und wählt den reiter Explosive aus.
2. Im Untermenü wählt ihr den gewünschten Sprengstoff aus, ihr haltet dann ein 3D modell in der hand (ähnlich dem ACE Granatenwurf)
3. Platziert das Objekt
4. Per ACE Fremdinteraktion (WIN) wählt ihr den Interaktionspunkt am Sprengstoff aus und geht in den Unterreiter Zünder.
5. Dort wählt ihr den gewünschten Zünder aus.
Die Mine, IED oder Sprengladung ist nun Scharf und kann über ACE Selbstinteraktion (WIN+ALT) im reiter Explosives gezündet werden.
Sprengen
Der Vorgang beim Sprengen von Objekten oder Minen unterteilt sich in mehrere Phasen.
Zuerst legen die Kampfpioniere bei allen zu sprengenden Objekten die sprengladung(en). Bevor als nächstes die Zünder angebracht werden, muss der Sprengradius +5m von allen Personen geräumt werden. Für Jedes Objekt bringt der Pionier alle Zünder an. Damit wird erreicht, dass alle Ladungen die zu einem objekt gehören, gleichzeitig gezündet werden können.
Sind alle Zünder angebracht wird das dem Gruppenführer gemeldet und dieser gibt das an die Zugführung weiter. Hier Gelb ZF Blau Pio Gruppe
Gelb für Blau - kommen!
- Blau funkt Gelb an
Hier Gelb - kommen!
- Gelb antwortet
Hier Blau - sind bereit zur Sprengung - kommen!
- Hier teilt Blau der Zugführung mit das sie bereit zur Sprengung ist.
Hier Gelb - Verstanden - bereit zur Sprengung - Trennung - Sprengung in T-5 Mike - kommen!
- Gelb bestätigt die Bereitschaft zur Sprengung und teilt nach einer verbalen "Trennung" den Countdown zur Sprengung mit.
Hier Blau - Verstanden - Sprengung in T-5 Mike - Blau ende!
- Blau bestätigt den Countdown und beendet den Funk.
Hier Blau an alle - Sprengung in T-10 - 9 - 8 - 7 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1 - SPRENGUNG!
- Hier ruft Blau alle angeschlossenen Teile im Zugfunk und teilt die Sprengung sowie vorher einen 10 sekündigen Countdown akustisch mit. - Auf das Kommando "SPRENGUNG" löst der Pionier mit dem Zünder die Sprengung aus.
Gelb für Blau - Sprengung erfolgreich - Ende!
- Blau teilt der Zugführung noch den Erfolg der Sprengung mit. Bei nicht erfolgreicher Sprengung wird dieses ebenfalls der Führung gemeldet und auf Befehl nach gleicher Schematik wiederholt.
Minensperren
anlegen
Minensperren Anlegen
Grundlegend werden Minen nur auf Anweisung des Gruppenführers verlegt. Dabei wird bei gemischten Minensperren in zwei Phasen vorgegangen:
Nur so ist sichergestellt, dass die Kampfpioniere beim verlegen nicht selber in die Minen laufen. Die fertig gestellte Minensperre wird auf der Karte im Seitenkanal mit roter Farbe markiert. Zusätzlich wird der Marker für eigene Minensperren mit der Beschriftung "Minengürtel" oder "Minenbogen" oder "Minenfeld" und den verlegten Minentypen am Rand des Bereichs platziert. Jede Minensperre ist grundsätzlich für eigene Truppen auf der Karte zu markieren und zusätzlich durch die Kampfpioniere oder andere Truppenteile zu überwachen. Eine Verstärkung durch Stacheldraht ist wenn immer möglich vorzunehmen. Eine gute Minensperre ist:
Minensperren können in folgenden Variationen verlegt werden:
Minengürtel
Ein Minengürtel ist eine Sperre die in der Breite den Raum sperrt. Sie besteht aus einer Mischung aus AT- und AP-Minen, welche in drei bis vier Reihen horizontal zum Gegner verlegt sind.
Minenfeld
ls Minenfeld wird eine große Fläche bezeichnet die unstrukturiert mit primär AP-Minen bestückt ist. Es sperrt einen großen Bereich und ist mit wenig Aufwand zu erstellen.
Minenbogen
Ein Minenbogen ähnelt im Aufbau einem "U". Das offenen Ende zeigt zum erwarteten Gegner, der untere Querbalken zu den eigenen Kräften. In den beiden Seitenbereichen liegen vorrangig AP-Minen ähnlich einem Minenfeld, während der Querbalken im Aufbau einem Minengürtel entspricht. Idee des Minenbogens ist es, dass der Gegner in ihn hineinläuft, den Querbalken erkennt und beim Versuch zu den Seiten auszuweichen in die AP-Minenfelder läuft.Ein Minenbogen ähnelt im Aufbau einem "U". Das offenen Ende zeigt zum erwarteten Gegner, der untere Querbalken zu den eigenen Kräften. In den beiden Seitenbereichen liegen vorrangig AP-Minen ähnlich einem Minenfeld, während der Querbalken im Aufbau einem Minengürtel entspricht. Idee des Minenbogens ist es, dass der Gegner in ihn hineinläuft, den Querbalken erkennt und beim Versuch zu den Seiten auszuweichen in die AP-Minenfelder läuft.
Kampfmittel- beseitigung
Kampfmittelbeseitigung (Explosive Ordnance Disposal - EOD) ist der Prozess des Unschädlich machens von Sprengstoffen, Minen und anderen Kampfmitteln. Dabei gibt es grundsätzlich zwei Arten des vorgehens: Räumen und Entschärfen.
Räumen: Eine Mine oder Sprengladung zu räumen heißt, sie durch eine externe Ladung oder Beschuss kontrolliert zur Explosion zu bringen. Dabei ist darauf zu achten, dass sich keine eigenen Kräfte im Spreng- und Splitterradius befinden.
Manche Sprengstoffe lassen sich nicht durch Beschuss räumen, andere benötigen mehrere Schüsse um zu explodieren. Die SLAM Mine sowie die Claymore kann als gerichtete Räumladung genutzt werden, um im Sprengbereich Minen zur detonation zu bringen. Dabei gelten die gleichen Regeln wie beim normalen Sprengen.
Entschärfen :Eine Mine oder Sprengladung zu entschärfen bedeutet den Zünder zu entfernen. Auf diese Weise kann die Mine oder Ladung nicht auslösen und ist unschädlich. Ein entschärfte Mine kann aufgenommen und wieder verwendet werden. Um eine Mine oder Sprengladung zu entschärfen, benötigt ihr ein Entschärfungskit im Inventar. Damit kriecht ihr, ohne Waffe oder Detektor in der Hand, an den Sprengstoff heran und zeigt mit der ACE-Fremdinteraktion auf den Sprengstoff. Nachdem ihr den Punkt "entschärfen" ausgewählt habt erscheint ein Fortschrittsbalken. Wenn dieser bei 100% ist liegt der Sprengstoff entschärft vor euch und kann per Mausrad ins Inventar aufgenommen werden. Passt hierbei auf, dass ihr den Sprengstoff nicht wieder per Mausrad scharf macht. Es besteht eine geringe Chance, dass Sprengstoffe beim entschärfen explodieren (Servereinstellung).
Minenräum Drohnen
Das Unmanned Ground Vehicle (unbemanntes Bodenfahrzeug - UGV) ED-1D eignet sich besonder zum aufspüren und räumen von Sprengstoffen in Urbanem Gelände. Der eingebaute Detektor macht das aufklären extrem einfach und mit der Schrotflinte am Kopf des UGV können die meisten Sprengmittel mit wenigen Schüssen zur Detonation gebracht werden - und das alles aus sicherer Entfernung. Die Reichweite des Detektors beträgt 50m in einem 360° Radius. Zur Bedienung ist ein UAV Terminal der entsprechenden Fraktion notwendig.
Die Drohne verfügt über vier Kameras: Fahrersicht (zwischen den Ketten vorn), Waffensicht 1 und Waffensicht 2 (Zoom) sowie eine Rückfahrkamera. Die Bewaffnung des UGV lässt sich zwischen Pellets (Schrot) und Slug sowie einem Lasermarkier umschalten. Für die meisten Sprengmittel ist Schrot das Mittel der Wahl um es durch Beschuss zu räumen, Ausnahme bildet die AT 15 Anti-Panzer Mine, diese kann mit Slugs zur Detonation gebracht werden. Wie andere Drohnen auch kann der "Eddie" zusammengepackt und als Rucksack transportiert werden
Dieses Unmanned Aerial Vehicle (unbemanntes Flugfahrzeug - UAV) kann eine Räumladung fallen lassen, welche beim Auftreffen auf den Boden Sprengsätze in einem Radius von 25m detoniert. Der eingebaute Detektor erkennt Sprengstoffe in einem 360° Radius bis zu 50m entfernt. Die Drohne trägt vier Ladungen welche beim Fallen ein deutlich hörbares Zischen sowie farbigen Rauch von sich geben. Die Drohne kann in einem Rucksack transportiert werden.
Durchqueren
einer
Minensperre
Durchqueren einer Minensperre
Wenn eine Minenlage aufgeklärt wurde, muss entschieden werden, ob es möglich ist diese zu umgehen oder ob die Kampfpioniere einen Korridor durch den Bereich frei machen. Die Breite des Korridors wird vom Gruppenführer der Lage angepasst bestimmt. Ein breiter Korridor braucht mehr Personal und eine längere Zeit zum Beseitigen der Kampfmittel, ein enger Korridor birgt die Gefahr das eigene Teile den Korridor nicht richtig einhalten. Je Kampfpionier sind 2m Korridorbreite mit dem Detektor aufklärbar, das heißt bei einer typischen Pioniergruppe von drei Kampfpionieren und einen Gruppenführer ist ein sechs Meter breiter Korridor realistisch. Feindliche Minensperren sind immer als überwacht anzusehen! Eine entsprechende Sicherung durch eigene Kräfte ist deswegen notwendig.
Schaffen eines Korridors
Um einen Korridor zu schaffen wird wie folgt vorgegangen:
Sollte nur ein Kampfpionier zur Verfügung stehen übernimmt dieser das Aufklären und Entschärfen, sein Buddy das Dirigieren und ggf. Markieren, auch wenn dieser kein Kampfpionier ist. Im urbanen Gelände sind einzelne Objekte vom Kampfpionier zu überprüfen. Ebenso verdächtige Hindernisse, wie Straßensperren oder auffällig geparkte Fahrzeuge. Bei einem Sprengmittel fund ist dies dem Gruppenführer mitzuteilen. Hierbei ist nach Möglichkeit die Art des Sprengmittels sowie der geplante Entschärfvorgang anzugeben. Diese Informationen ermöglichen es dem Gruppenführer ggf. einen Sicherheitsabstand für andere Kräfte festzulegen. Über die Entschärf methode entscheidet der Gruppenführer in Kommunikation mit dem Kampfpionier vor Ort.
V.L.n.R. Aufgeklärtes Minenfeld, Markierter korridor & Fertig gesicherter Korridor
Der Ace 3 minendetektor
Der neue Metalldetektor erkennt jegliche Art von Sprengmitteln. Diese müssen scharf sein! Entgegen der Erwartung, entdeckt der Metalldetektor kein Metall, sondern nur Sprengmittel. Einen Panzer, Zäune oder andere metallische Gegenstände klärt er nicht auf. Der Metalldetektor muss in den Pistolen slot im Loadout gelegt werden. Über das Mausrad menü wird der VMH3 wie eine Waffe ausgewählt. Der Metalldetektor muss über das Eigeninteraktions menü aktiviert werden. Der Detektor deaktiviert sich, wenn man die Waffe wechselt, in ein Fahrzeug einsteigt oder eine stationäre Waffe bedient. Die Aufklärungsreichweite des VMH3 beträgt exakt 2 m und einem 90° Winkel vor dem Kampfpionier. Die Grafik zeigt einen groben Richtwert! Bei einem Fund, gibt der Detektor einen Piepton von sich. Je näher man am Sprengmittel dran ist, desto höher ist die Tonfrequenz. Die Anzeige erfolgt etwas verzögert. Es ist also äußerste Sorgfalt beim Aufklären nötig.
Weitere Werkzeuge
Des Pioniers
Klappspaten
Der Klappspaten ermöglicht den Soldaten verschieden Stellungen auszuheben. Dies geschieht auf Anweisung des Gruppenführers und bietet dem Soldaten eine gewisse Deckung vor Feindfeuer. Aber hier gilt auch: Wirkung geht vor Deckung. Wenn es die Lage ermöglicht und abzusehen ist, dass sich die Truppe eine längere Zeit am momentanen Ort aufhalten muss, ist es ratsam Feldstellungen auszuheben. Die ausgehobenen Gräben passen sich immer dem Untergrund der Karte an und sind per ACE-Fremdinteraktion Tarnbar. Wenn mehrere Soldaten einen Klappspaten besitzen können diese auch zusammen eine Stellung ausheben und so ihre Ausdauerreserve erhalten. Außerdem ist es möglich die Gräben mit Blättern und Gestrüpp zu tarnen. Ausgehobene Stellungen sind beim geordneten Vorrücken oder abziehen wieder abzubauen.
Gräben im Größenvergleich
Drahtschneider
Der Drahtschneider ist das Werkzeug der Wahl, wenn es darum geht einen Zaun oder S-Draht zu überwinden. Der Soldat, der den Drahtschneider im Inventar hat, kann mittels ACE-Fremdinteraktion den Zaun "umschneiden". Der Interaktionspunkt befindet sich meist mittig auf Augenhöhe am Objekt. Nach Ablauf des Fortschrittsbalkens fällt der Zaun dann um, und die Soldaten können weiter vorrücken.
Schneide Vorgang
S-Draht (Stacheldraht)
Der Stacheldraht sperrt einen Durchgang für Infanterie. Zum Verlegen müsst ihr das ACE-Objekt NATO-Draht zum gewünschten Ort ziehen. Dort könnt ihr dann per ACE-Fremdinteraktion den Punkt "NATO-Draht verlegen" auswählen und danach in die Richtung laufen, in die der Draht gelegt werden soll. Um den Draht wieder abzubauen, stellt euch im 90° Winkel an das Ende seitlich des Drahtes und wählt die entsprechende ACE-Fremdinteraktion aus. Stellt euch auf keinen Fall in eine Linie mit dem Draht beim abbauen, da der NATO-Draht wieder zusammengestaucht wird und euch damit verletzten kann.
Menschliche Spieler können den NATO-Draht mittels der Übersteigentaste (Standartbelegung:V) überwinden, für KI stellt der Draht ein solides Hindernis dar! Radfahrzeuge die den Draht berühren verlieren alle Räder!
Verlege Prozess
Spraydosen
Spraydosen ermöglichen den Boden oder Gebäude mit einem farbigen X zu markieren. Das Sprühen geschieht über die ACE-Selbstinteraktion -> Tag -> Farbe auswählen. Sprühdosen gibt es in den Farben Schwarz, Grün, Blau und Rot.
Wissenswertes
Für Missions Bauer
Dieser Abschnitt soll auch Missions Bauern, die selber keine Erfahrung als Pionier haben, wichtige Informationen an die Hand geben, um Kampfpioniere sinnvoll in eine Mission einzubauen. Damit sollen dann sowohl die Infanteristen als auch die Pioniere Spaß haben.
Grundsätzlich besteht das Dilemma, dass Pionier Aufgaben meistens voraussetzen, dass andere Truppenteile sich nicht bewegen. Wenn eine Minenlage aufgeklärt wurde, müssen die Pioniere die Minen, oder zumindest einen Korridor räumen, um den anderen Truppen das weitere Vorrücken zu ermöglichen. Das heißt aber eben auch, dass alle anderen Truppen stillstehen und sichern, damit die Pioniere ihre Aufgabe durchführen können. Beim Stellungsbau und dem Legen von Minensperren besteht eine ähnliche Problematik.
Pioniere können auf verschiedene Arten in eine Mission eingebaut werden: ein einzelner Kampfpionier als Teil einer Gruppe, als Dreier- oder Vierertrupp. Als einzelner Kampfpionier innerhalb einer Gruppe erfüllt man alle normalen Pionier Tätigkeiten mit Fokus auf der eigenen Gruppe. Für Aufgaben die eine zweite Person benötigen kann man sich dann den Buddy als Helfer herbeiholen, auch wenn dieser kein Pionier ist. Sollten Kampfpioniere ein eigenes Fahrzeug führen sollte der Pionier Trupp aus mindestens drei Soldaten bestehen. einem Gruppenführer und zwei Kampfpionieren. Wobei einer bevorzugt der Fahrer des Fahrzeugs ist. Der Vorteil eines Fahrzeugs besteht darin, dass der Trupp mobil ist und mit dem Fahrzeug Material mitführen kann. Als Fahrzeug bietet sich je nach Szenario eines der folgenden an:
Je nach Spezialisierung kann ein Kampfpionier auch als Sprengmeister (Fokus auf anbringen und auslösen von Sprengladungen), Kampfmittelräumer/EOD-Specialist (Fokus auf erkennen und entfernen von Minen und Sprengfallen) bezeichnet werden. Im englischen gibt es dafür die Bezeichnungen Combat Engineer (Fokus auf Bauen und Sprengen). Sogenannte Breacher erfüllen Pionier Aufgaben in urbanem Gelände und im Orts- & Häuserkampf. Als Spezialtruppen sind Kampftaucher in Pionieraufgaben ausgebildet um Seeminen zu entschärfen.
Die Ausrüstung eines Kampfpioniers hängt von den konkreten Aufgabenstellungen ab. Die Grundaustattung gleicht dem normalen Infanteristen: Uniform, Veste, Sturmgewehr mit Munition, Rauch- und Handgranaten. Zusätzlich sollte ein Rucksack vorhanden sein um die Werkzeuge des Kampfpioniers transportieren zu können. Je nach Fokus können das Minendetektor, Entschärfungskit, Klappspaten, Drahtschneider, Spraydosen sowie Sprengladungen und Zünder sein. Wenn abzusehen ist, dass die Pioniere nicht direkt in Kampfhandlungen verwickelt werden, ist eine Maschinenpistole (MP5, P90 o.ä.) anstatt des Sturmgewehrs als Primärwaffe ausreichend.
Verhalten Bei IED
Kontakt & Verdacht
5/25er Check
Bei Marschunterbrechung wird grundsätzlich eine Absuche zum Eigenschutz des Nahbereichs durchgeführt. Die Absuche kann in unterschiedlichsten Verhaltensweisen, Abhängig von der Absitzstärke durchgeführt werden.
Kurzer Halt (5mins)
Langer Halt (10mins)
Grundsätzliches
Vulnerable Point (Anschlagsbegünstigte Punkte)
VP´s sind Punkte, welche einen Anschlag z.B. Durch Geografie und Örtl. gegebenheiten begünstigen.
Bsp. Kurven, Brücken oder Hinter anhöhen.
Vp Check
Nach halt vor einem anschlagsbegünstigsten Punkt (VP)
Phase 1 Rundumerkundung
Phase 2 Aufklärung in V-form
Befehl für VP Check
Sicherung: Führer der Sicherung
Suchgruppe: Führer der AufklGrp
Start- & Endpunkt
Bewegung und Vorgehen
Verhalten bei Fund, Beschuss / Anschlag
Sammelort nach Absuche
Phase 1
Phase 2
Die 4C (NATO Verfahren)
Confirm: Bestätige den IED Verdacht
Clear: Gewinne Abstand und evakuiere den Bereich. Kein Doppeltes vorbeifahren, Durchstoßen oder Aufteilen. Gewinne Gelände- & Lageabhängig mindestens 200m Abstand und führe einen 5/25er durch.
Cordon: Sperre den Gefahrenbereich ab und lasse niemanden hinein, befrage durchsuche und halte Verdächtige Personen entsprechend der gültigen RoE fest. wähle einen geeigneten Incident Control Point (ICP) / Meldepunkt für UstKr
Control: Kontrolliere die Lage und den Zugang und lasse nur eigene UstKr hinein
Die 4C (NATO Verfahren)
IED-verdacht:
IED Anschlag:
Ablaufschema IED Verdacht/-Anschlag