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Hallenregeln

Spielzeit 2025/26

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Hinweis: Obwohl in der Halle alle Freistöße indirekt sind, wird in der Präsentation vor dem Begriff „Freistoß“ immer der Zusatz (ind.) oder (dir.) stehen. Damit soll angedeutet werden, welche Vergehen im Strafraum zu einem Strafstoß führen können, ohne die Alternative „Strafstoß“ immer aufführen zu müssen.

Viele der Anpassungen/Änderungen dieser Saison finden sich auch im Feldfußball wieder, so dass die Umsetzung leicht fallen sollte.

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Das Spielfeld

Es kann ohne Bande gespielt werden.

Eine Rundumbande bzw. eine (z.B. Hallenwand) oder zwei Seitenbanden (ohne Torbande) sind zulässig, müssen jedoch fest verankert und mind. 1m hoch sein.

Tore:

„kleine“ Tore (3m x 2m) oder

„große“ Tore (5m x 2m)

Strafstoßpunkt:

„kleine“ Tore -> 6m Entfernung

„große“ Tore -> 9m Entfernung

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Wechselzone

  • (falls die Bänke an der Seitenlinie sind)

  • Es darf über den markierten Bereich gewechselt werden:

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Wechselzone

  • (falls sich die Bänke hinter den Toren befinden)

  • Es darf über den markierten Bereich gewechselt werden:

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Spielerwechsel:

  • Es darf „fliegend“ gewechselt werden. Dabei gilt:
  • Der Spieler, der ersetzt wird, verlässt das Spielfeld über die Wechselzone seines Teams, vorbehaltlich der Ausnahmeregelungen (z.B. Verletzungen).
  • Der Einwechselspieler darf das Spielfeld ohne die Erlaubnis der Schiedsrichter betreten.
  • Der Einwechselspieler darf das Spielfeld erst betreten, nachdem der Spieler, der ersetzt wird, das Spielfeld verlassen hat.
  • Der Einwechselspieler betritt das Spielfeld über die Wechselzone seines Teams.
  • Die Auswechslung ist vollzogen, wenn der Einwechselspieler das Spielfeld über die Wechselzone seines Teams vollständig betreten hat.

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Spielerwechsel:

Ein Einwechselspieler, der den Auswechselvorgang noch nicht abgeschlossen

hat, darf keine Spielfortsetzung mittels Einkick, Strafstoß, Freistoß, Eckstoß,

Torabwurf oder Schiedsrichterball vornehmen.

  • Ein Spieler, der ersetzt wurde, darf wieder eingewechselt werden.
  • Alle Einwechselspieler sind den Schiedsrichtern und deren Entscheidungsgewalt unterstellt, ob sie eingesetzt werden oder nicht.

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Vergehen („Wechselfehler“)

  • Der Einwechselspieler betritt das Spielfeld nicht über die Wechselzone:

  • Das Spiel wird erst unterbrochen, wenn die Mannschaft des Einwechselspielers in Ballbesitz ist bzw. gelangt
  • Verwarnung für den Einwechselspieler
  • (ind.) Freistoß wo Ball bei Unterbrechung
  • Wichtig: Der Einwechselspieler ist dadurch nicht zu einem Spieler geworden (d.h. war der Einwechselspieler bereits verwarnt erhält er jetzt die rote Karte, da eine Zeitstrafe gegen einen Einwechselspieler nicht möglich ist. Die Mannschaft spielt aber nicht in Unterzahl)
  • Der Spieler verlässt das Spielfeld nicht über die Wechselzone:

  • Das Spiel wird erst unterbrochen, wenn die Mannschaft des Spielers in Ballbesitz ist bzw. gelangt
  • Verwarnung für den Spieler
  • (ind.) Freistoß wo Ball bei Unterbrechung

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Vergehen („Überzahlspiel“)

Wenn ein Teamoffizieller, ein Einwechselspieler,

ein des Feldes verwiesener Spieler oder eine Drittperson das Spielfeld

betritt, müssen die Schiedsrichter:

das Spiel nur unterbrechen, wenn eine solche Person ins Spiel eingreift,

die Person vom Spielfeld weisen, nachdem das Spiel unterbrochen wurde, und

entsprechende Disziplinarmassnahmen ergreifen.

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Vergehen („Überzahlspiel“)

Bei einer Spielunterbrechung aufgrund eines Eingriffs durch:

einen Teamoffiziellen, einen Einwechselspieler oder einen des Feldes verwiesenen Spieler wird das Spiel mit einem (dir.) Freistoß fortgesetzt,

eine Drittperson wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt

Dies gilt auch bei Torerzielung mit einer zusätzlichen Person auf dem Spielfeld.

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Vergehen (nicht unfaire Ballberührung im Feld)

Wenn ein Teamoffizieller, ein Einwechselspieler, ein des Feldes verwiesener Spieler oder ein Spieler, der das Spielfeld kurzzeitig verlassen hat (wegen einer Verletzung, etc.), ohne Absicht, das Spiel unfair zu beeinflussen, den Ball berührt, während dieser noch im Spiel ist, das Spielfeld aber eindeutig verlassen würde, wird ein indirekter Freistoß, aber keine Sanktion verhängt.

Diese Regelung kennt man auch im Feldfußball.

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Der Schiedsrichter: (u.a.)

  • Anwendung von „Vorteil“ und dem „verzögerten Pfiff“ ist möglich,
  • Disziplinarmaßnahmen gegen Spieler zu ergreifen, die ein verwarnungs-oder feldverweiswürdiges Vergehen begangen haben. Dies muss nicht sofort geschehen, spätestens aber, wenn der Ball das nächste Mal aus dem Spiel ist,
  • Maßnahmen gegen Teamoffizielle zu ergreifen, die sich nicht verantwortungsbewusst verhalten, wobei der Schiedsrichter sie ermahnen, verwarnen oder des Spielfelds und dessen unmittelbarer Umgebung, einschließlich der technischen Zone, verweisen darf („Rot“). Kann die fehlbare Person nicht eruiert werden, wird die Disziplinarmaßnahme gegen den höchstrangigen Trainer in der technischen Zone ausgesprochen.

Diese Regelungen sind somit analog zum Feldfußball.

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Dauer des Spiels:

  • Es darf gemäß der Futsalregeln durchgängig „netto“ gespielt werden, d.h. die Zeitnahme stoppt jedes Mal, wenn der Ball aus dem Spiel ist
  • Wenn die Turnierbedingungen eine Bruttospielzeit vorsehen, dann
  • muss zumindest die letzte Spielminute einer jeden Spielhälfte „netto“ gespielt werden,
  • muss die Zeit durch den Zeitnehmer gestoppt werden, wenn der Schiedsrichter dies signalisiert.

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Dauer des Spiels:

  • Der Zeitnehmer zeigt das Ende jeder Spielhälfte mit einem akustischen Signal an.
  • Dieses akustische Signal beendet eine Spielhälfte auch dann, wenn der Schiedsrichter das Spiel nicht selbst abpfeift.

Ein Treffer, der nach dem durch das akustische Signal des Zeitnehmers angezeigten Ende einer Spielhälfte erzielt wird, zählt nicht.

Ausnahme: Wird unmittelbar vor Ende einer Spielhälfte ein Strafstoß verhängt, gilt die Spielhäfte als beendet, sobald der Strafstoß abgeschlossen ist (analog zum Feldfußball).

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Anstoß:

  • Alle Spieler mit Ausnahme des Spielers, der den Anstoß ausführt, befinden sich in der eigenen Spielfeldhälfte.
  • Die Gegenspieler des Teams, das den Anstoß ausführt, müssen einen Mindestabstand von 3 m zum Ball einhalten, bis der Ball im Spiel ist.
  • Der Ball muss ruhig auf dem Anstoßpunkt liegen.
  • Der Schiedsrichter gibt die Ausführung des Anstoßes mit einem Pfiff frei.
  • Der Schiedsrichter muss sich vor dem Anstoß keine Bestätigung durch den TW einholen.

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Anstoß:

  • Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt.
  • Aus einem Anstoß kann gegen das gegnerische Team direkt ein Tor erzielt werden.
  • Geht der Ball direkt ins Tor des Spielers, der den Anstoß ausführt, wird auf Eckstoß für das gegnerische Team entschieden.

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Schiedsrichterball:

Der Schiedsrichterball erfolgt mit einem Spieler des Teams, das in Ballbesitz war oder gekommen wäre (falls nicht durch den SR abschätzbar: mit dem Team, das den Ball zuletzt berührt hat), an der Stelle, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand.

Falls sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung im Strafraum des verteidigenden Teams befand und das angreifende Team in Ballbesitz war oder gekommen wäre, erfolgt der Schiedsrichterball mit einem Spieler des angreifenden Teams auf der Strafraumlinie an dem Punkt, der dem Ort des Balles bei der Spielunterbrechung am nächsten ist, wobei dazu eine imaginäre Linie parallel zur Seitenlinie (wie in der Grafik gezeigt) gezogen wird.

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Schiedsrichterball

Alle anderen Spieler (beider Teams) müssen einen Mindestabstand von 2 m zum Ball einhalten, bis der Ball im Spiel ist.

Der Ball ist im Spiel, wenn er den Boden berührt, woraufhin jeder Spieler (beider Teams) den Ball spielen darf.

Wenn ein Schiedsrichterball ins Tor geht, ohne mindestens zwei Spieler zu berühren, wird das Spiel wie folgt fortgesetzt:

• mit einem Torabwurf, wenn der Schiedsrichterball ins gegnerische Tor geht

• mit einem Eckstoss, wenn der Schiedsrichterball ins Tor des Spielers geht,der zum Schiedsrichterball antritt

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Berührung der Hallendecke:

Berührt der Ball bei laufendem Spiel die Decke, wird das Spiel mit einem Einkick für

  • den Gegner des Teams fortgesetzt, das den Ball zuletzt berührt hat.

Der Einkick

  • wird so nahe wie möglich bei der Stelle auf der Seitenlinie ausgeführt, an der der Ball die Decke berührt hat

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Erzielen eines Tores:

Ein Tor gilt als erzielt, wenn der Ball die Torlinie zwischen den Torpfosten und unterhalb der Querlatte vollständig überquert hat, sofern das Team, das den Treffer erzielt, kein Vergehen begangen hat.

(Kein Tor)

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Erzielen eines Tores:

  • Wirft ein Torhüter den Ball direkt ins gegnerische Tor, wird auf Torabwurf entschieden.
  • Trifft ein Spieler, unmittelbar nachdem er den Ball versehentlich mit der Hand/ dem Arm berührt hat, ins gegnerische Tor, so wird das Spiel mit einem (ind.) Freistoß fortgesetzt.
  • „Unmittelbar“ meint, dass der Spieler, unabhängig vom Ort, wo er den Ball versehentlich mit der Hand/dem Arm berührt hat, der Zeit zwischen Berührung und Torerzielung oder der Anzahl der Zweikämpfe, die geführt wurden, ohne dass ein weiterer Spieler den Ball absichtlich gespielt hat, ein Tor erzielt. Das Tor darf auch nicht anerkannt werden, falls der TW den Ball durch eine Abwehraktion abfälschen kann und dieser jedoch ins Tor geht.

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Entscheidungsschießen (Sechs- oder Neunmeterschießen):

  • Beide Teams haben abwechselnd je fünf Torschüsse auszuführen.
  • Optional kann bei Turnierveranstaltungen die Anzahl auf drei reduziert werden. Dies ist sodann in der jeweiligen Turnierordnung festzulegen.
  • Wenn beide Mannschaften nach Ausführung von je fünf Torschüssen die gleiche Anzahl von Toren erzielt haben, werden die Torschüsse in der gleichen Reihenfolge fortgesetzt, bis eine Mannschaft bei gleicher Anzahl von Torschüssen ein Tor mehr erzielt hat.
  • Ein Spieler darf erst ein zweites Mal antreten, wenn alle teilnahmeberechtigten Spieler (alle Spieler, die für das betreffende Spiel im Spielbericht eingetragen sind und spielberechtigt sind) bereits einen Strafstoß ausgeführt haben.

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Entscheidungsschießen (Sechs- oder Neunmeterschießen):

  • Ein Spieler, dessen Feldverweis auf Zeit mit Ablauf der regulären Spielzeit nicht abgelaufen ist, darf am Entscheidungsschießen teilnehmen, da es dort keine Zeitstrafen gibt.
  • Persönliche Strafen (Ermahnungen, Verwarnungen, Zeitstrafen) aus dem Spiel (inkl. einer Verlängerung) werden nicht ins Entscheidungsschießen übernommen.

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Zahl der Spieler:

  • Die Turnierbestimmungen regeln die Anzahl der Spieler (4 bis 6 Spieler sind erlaubt)

  • Reduziert sich eine Mannschaft auf weniger als 3 Spieler muss das Spiel abgebrochen werden.

(dies gilt nicht während des Entscheidungsschießens)

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Berührung des Balles durch den Schiedsrichter:

Der Ball ist aus dem Spiel, wenn er den Schiedsrichter berührt, aber auf dem Spielfeld bleibt und:

• ein Team einen aussichtsreichen Angriff auslöst,

• der Ball direkt ins Tor geht oder

• der Ballbesitz wechselt.

In diesen drei Fällen wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.

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„Regel 12“

  • Es gelten in den meisten Fällen die Bedingungen aus Regel 12 im Feldfußball. Das gilt auch für Vergehen außerhalb des Spielfeldes.

  • In der Präsentation werden nur die abweichenden Regelungen erläutert:

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„Spiel“ mit der Bande:

Benutzt ein Spieler die Bande, um sich gegenüber dem Gegenspieler („Hintermann“) einen Standvorteil zu verschaffen, indem eine Hand/die Hände zum Abstützen benutzt wird/werden oder um den Ball „einzuklemmen“, wird auf gefährliches Spiel -> (ind.) Freistoß gegen diesen Spieler entschieden.

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„Rücksichtslos“ :

  • „Rücksichtslos“ bedeutet, dass ein Spieler die Gefahr oder die Folgen für einen Gegner außer Acht lässt.
  • Ein solches Vergehen ist mit einer Zeitstrafe zu ahnden.

  • Eine Grätsche bei dem der Gegenspieler getroffen wurde, gilt als „rücksichtslos“.

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Ein (ind.) Freistoß wird gegeben, wenn der Torhüter (u.a.):

  • in der eigenen Spielfeldhälfte den Ball länger als vier Sekunden mit der Hand, dem Arm oder dem Fuß kontrolliert

  • im eigenen Strafraum mit der Hand oder dem Arm berührt, nachdem er ihm von einem Mitspieler absichtlich mit dem Fuß zugespielt wurde (auch bei einem Einkick).

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Disziplinarmaßnahmen:

  • Der Schiedsrichter hat die Befugnis, ab dem Betreten des Spielfelds bis zum Verlassen des Spielfelds nach dem Spiel (einschließlich des Entscheidungsschiessens) Disziplinarmaßnahmen zu ergreifen.

Mögliche Disziplinarmaßnahmen sind:

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Zeitstrafe/Feldverweis:

Die Zeitstrafe beträgt grundsätzlich zwei Minuten.

Nach einem Feldverweis spielt die Mannschaft zwei Minuten lang mit einem Spieler weniger.

Nach Ablauf der Zeitstrafe darf der Spieler oder ein Einwechselspieler mit Zustimmung des Zeitnehmers das Spielfeld durch die Wechselzone betreten.

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Zeitstrafe/Feldverweis:

Wird vor Ablauf der zwei Minuten ein Tor erzielt so gilt:

  1. Wenn das Team in Unterzahl ein Tor erzielt, wird das Spiel fortgesetzt, ohne dass das Team in Unterzahl um einen Spieler ergänzt wird.
  2. Wenn das Team in Überzahl ein Tor erzielt, darf das Team in Unterzahl anschließend um einen Spieler ergänzt werden.
  3. Wenn zu diesem Zeitpunkt beide Mannschaften die gleiche Zahl an Spielern auf dem Feld aufweisen, dann wird das Spiel fortgesetzt, ohne das sich ein Team um einen Spieler ergänzen darf.

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Vorteil:

  • Wenn die Schiedsrichter bei einem Vergehen, welches mit einer persönlichen Strafe geahndet werden sollte, auf Vorteil entscheiden, muss die fällige persönliche Strafe in der nächsten Spielunterbrechung ausgesprochen werden.
  • Handelte es sich beim Vergehen jedoch um das Vereiteln einer offensichtlichen Torchance, erhält der fehlbare Spieler wegen unsportlichen Betragens eine Zeitstrafe. Wurde mit dem Vergehen ein aussichtsreicher Angriff verhindert oder unterbunden, wird der fehlbare Spieler verwarnt (statt der Zeitstrafe).
  • Diese Form der „Reduzierung“ kennt man aus dem Feldfußball.

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Vorteil:

Wenn der Schiedsrichter, bei einem Vergehen, für welches er eine Zeitstrafe oder eine rote Karte zeigen muss, auf Vorteil entscheidet und die Zeitstrafe oder die rote Karte zeigt, nachdem ein Tor erzielt wurde, spielt das fehlbare Team mit der gleichen Anzahl Spieler weiter, wobei ein Einwechselspieler, den des Feldes verwiesenen Spieler ersetzt. Wurde kein Tor erzielt, spielt das fehlbare Team mit einem Spieler weniger weiter.

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„DOGSO“

  • Folgende Kriterien sollten beachtet werden, um zu bestimmen, ob eine offensichtliche Torchance vorliegt:
    • Entfernung zwischen Angreifer und Tor
    • Allgemeine Spielrichtung
    • Wahrscheinlichkeit der Ballkontrolle
    • Standort und Anzahl der aktiven Verteidiger inkl. TW
      • Bewachtes / unbewachtes Tor
    • Standort und Anzahl der aktiven Angreifer

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„DOGSO“

  • Als aktiver Verteidiger gilt, wer die Gelegenheit hat, in das Spiel einzugreifen, u.a. durch aktives Pressen, einen Zweikampf mit dem Gegner zu führen oder den Ball abzufangen
  • Als aktiver Angreifer gilt, wer eine klare Gelegenheit hat, am Angriff teilzunehmen.
  • Das Tor gilt als bewacht, wenn der Torhüter im eigenen Strafraum und innerhalb eines imaginären Dreiecks - gebildet aus den beiden Torpfosten und dem Ball - steht.

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„DOGSO“ (bewacht / unbewacht)

bewacht unbewacht

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„DOGSO“

  • Eine Situation wird eher als offensichtliche Torchance betrachtet,
    • wenn das Tor unbewacht ist
    • wenn die Anzahl der aktiven Angreifer größer ist als die Anzahl der aktiven Verteidiger (inkl. des Torhüters, aber ohne des foulenden Spielers)

  • Jedoch bedeutet ein bewachtes Tor nicht automatisch, dass keine offensichtliche Torchance vorliegen kann, und ein unbewachtes Tor bedeutet nicht, dass jedes Vergehen automatisch eine offensichtliche Torchance ist.

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DOGSO“ / „SPA“ im Strafraum:

  • Entscheidet der Schiedsrichter in einer DOGSO- oder SPA-Situation auf Strafstoß so wird bei einem ballorientierten Vergehen bzw. einem unabsichtlich strafbaren Handspiel reduziert:
  • aus einem Feldverweis für DOGSO wird eine Zeitstrafe
  • aus einer Zeitstrafe für SPA wird eine Verwarnung
  • Ist das Vergehen gegnerorientiert (Halten, Stoßen, etc.) oder ein absichtlich strafbares Handspiel wird nicht reduziert.
  • Diese Regelung kennt man aus dem Feldfußball.
  • Sonderfall: wird ein Tor oder eine offensichtliche Torchance durch ein absichtliches Handspiel verhindert, wenn das Tor vom Torwart bewacht wird, erhält der fehlbare Spieler eine Zeitstrafe

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DOGSO“ / „SPA“:

Vergehen

Art des

Vergehens

Unterbindung eines aussichtsreichen Angriff (SPA)

Verhinderung eines Tors oder eine klaren Torchance (DOGSO)

Innerhalb des Strafraums�(Strafstoß)

Außerhalb des Strafraums�(Freistoß)

Innerhalb des Strafraums�(Strafstoß)

Außerhalb des Strafraums�(Freistoß)

Handspiel

unabsichtlich

Gelbe Karte

Zeitstrafe

Zeitstrafe

Rote Karte

absichtlich

Zeitstrafe

Zeitstrafe

Rote Karte

Rote Karte

Körperliches

Vergehen

 

Ballorientiert

Gelbe Karte

Zeitstrafe

Zeitstrafe

Rote Karte

Gegnerorientiert

Zeitstrafe

Zeitstrafe

Rote Karte

Rote Karte

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„DOGSO“:

Wenn ein Einwechselspieler, ein des Feldes verwiesener Spieler oder ein Teamoffizieller durch ein Handspielvergehen oder ein Vergehen, das mit einem Freistoß zu ahnden ist, ein Tor des gegnerischen Teams verhindert oder eine offensichtliche Torchance vereitelt, muss sein Team mit einem Spieler weniger spielen.

Erhält ein Einwechselspieler eine rote Karte für ein Vergehen auf dem Spielfeld, so muss sein Team mit einem Spieler weniger spielen.

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Freistöße:

  • Alle Freistöße sind indirekt.
  • Vergehen die in den Futsal- (Fußball-)regeln einen direkten Freistoß zur Folge, werden im Strafraum durch die verteidigende Mannschaft mit Strafstoß geahndet. (Ausnahme: versehentliches Handspiel mit anschl. Torerzielung -> (ind.) Freistoß)
  • Vergehen die in der Präsentation einen (dir.) Freistoß als Spielfortsetzung zur Folge haben, werden im Strafraum durch die verteidigende Mannschaft mit Strafstoß geahndet.
  • (ind.) Freistöße für die angreifende Mannschaft im Strafraum der verteidigenden Mannschaft werden auf die Strafraumlinie zurückgelegt (analog zum SR-Ball).

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Freistöße:

Sämtliche Freistöße sind innerhalb von vier Sekunden auszuführen (spielbereit). Ansonsten erfolgt ein (ind.) Freistoß für das gegnerische Team.

Abstand: 5m

Eine Mauer besteht aus mindestens zwei Spielern. Mitspieler des Schützen müssen einen Abstand von einem Meter zur Mauer einhalten bis der Ball gespielt wurde. Bei Verstoß erfolgt ein (ind.) Freistoß für das verteidigende Team.

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Strafstoß:

Wenn bei einem Strafstoß der Ball versehentlich mit beiden Füßen gleichzeitig (oder nacheinander) berührt wird:

Bei Torerfolg: Wiederholung

Bei Misserfolg: ind. FS unter Beachtung der Vorteilsregelung

Beim Entscheidungsschießen: Verwirkt

Bei Absicht:

Indirekter Freistoß unter Beachtung der Vorteilsregelung

Beim Entscheidungsschießen: Verwirkt

Es werden somit die Regelungen aus dem Feldfußball übernommen.

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Einkick:

Der Ball muss ruhig an oder so nahe wie möglich bei der Stelle auf der Seitenlinie liegen, an der er das Spielfeld verlassen bzw. die Decke berührt hat.

Abstand: 5m

Der Einkick muss innerhalb von vier Sekunden ausgeführt, ansonsten wird auf Einkick für die gegnerische Mannschaft entschieden.

Der einkickende Spieler darf den Ball erst wieder berühren, nachdem dieser von einem anderen Spieler berührt wurde -> (ind.) Freistoß

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Torabwurf:�(Abstoß)

  • Der Ball wird vom Torhüter des verteidigenden Teams von einem beliebigen Punkt im Strafraum abgeworfen oder freigegeben.

• Der Ball ist im Spiel, wenn er abgeworfen oder freigegeben wurde und sich eindeutig bewegt.

• Sobald der Torhüter bereit ist, den Torabwurf auszuführen, oder der Schiedsrichter das Zeichen, dass der Torhüter bereit ist, gegeben hat, muss der Torabwurf innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden.

• Alle Gegner müssen außerhalb des Strafraums bleiben, bis der Ball im Spiel ist

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Torabwurf:

  • Wenn der Torhüter, der den Torabwurf ausgeführt hat, den Ball, nachdem dieser wieder im Spiel ist, erneut berührt, bevor ein anderer Spieler ihn berührt hat, wird ein (ind.) Freistoss verhängt. Nimmt er den Ball außerhalb des Strafraum in die Hand wird ein (dir.) Freistoß verhängt.
  • Wenn sich bei der Ausführung eines Torabwurfs noch Gegner im Strafraum befinden, weil sie keine Zeit hatten, den Strafraum zu verlassen, lassen die Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen. Wenn ein Gegner, der sich bei der Ausführung eines Torabwurfs im Strafraum befindet oder den Strafraum betritt, bevor der Ball im Spiel ist, den Ball berührt oder einen Zweikampf um den Ball beginnt, bevor der Ball im Spiel ist, wird der Torabwurf wiederholt.

Diese Regelungen sind somit analog zum Feldfußball (Abstoß).

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Eckstoß:

Der Ball muss innerhalb des Eckbereichs platziert werden, der näher an der Stelle liegt, an der der Ball die Torlinie überquert hat.

• Der Ball muss ruhig am Boden liegen und wird von einem Spieler des angreifenden Teams mit dem Fuß gespielt.

• Sobald der ausführende Spieler bereit ist, den Eckstoß auszuführen, oder der Schiedsrichter das Zeichen, dass der Spieler bereit ist, gegeben hat, muss der Eckstoß innerhalb von vier Sekunden ausgeführt werden -> sonst Torabwurf

• Der Ball ist im Spiel, wenn er mit dem Fuß gespielt wurde und sich eindeutig bewegt; er muss den Eckbereich nicht verlassen.

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Eckstoß:

Alle Gegner müssen einen Mindestabstand von 5 m zum Eckviertelkreis einhalten, bis der Ball im Spiel ist.

Aus einem Eckstoß kann direkt ein Tor erzielt werden.

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Klarstellung Freistöße / Einkick:

Wenn der Schütze bzw. der einkickende Spieler nach der korrekten Ausführung das Spielfeld für eine Auswechselung verlässt und der Einwechselspieler den Ball berührt, bevor er von einem anderen Spieler berührt wurde:

  • Indirekter Freistoß (für zweimaliges Spielen)

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„4s-Regel“

Gilt bei den Spielfortsetzungen -> bei Verstoß wird auf .. entschieden

  1. Torabwurf -> (ind.) Freistoß
  2. Eckstoß -> Torabwurf
  3. Freistöße -> (ind.) Freistoß
  4. Einkick -> Wdh. Einkick für die gegn. Mannschaft

Die „4s-Regel“ dient dazu, dass die ausführende Mannschaft die Wiederaufnahme nicht unsportlich verzögert. Wenn nach Auffassung des Schiedsrichters die Wiederaufnahme unsportlich verzögert wird fängt der Schiedsrichter (nach einem kurzen Pfiff) an zu zählen. Er verhängt keine Verwarnung.

Gilt für den Torhüter in seiner eigenen Spielhälfte, wenn er den Ball mit der Hand/dem Arm/mit dem Fuß kontrolliert -> (ind.) Freistoß

Die „4s-Regel“ gilt nicht bei den Spielfortsetzungen:

  1. Anstoß
  2. Strafstoß

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Noch Fragen…..??

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Viel Spaß in der Hallensaison

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