Hafenstreik: Gegen jede Einschränkung des Streikrechts!
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Anzahl der Unterschriften: 3.827 (Stand: 10.08.2022, 19:00 Uhr)
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Die Hafenarbeiter:innen aus Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Brake, Emden und Wilhelmshaven haben sich am Donnerstag, 14. Juli, für 48 Stunden in den Streik begeben. Es ist der längste Streik seit 40 Jahren und seit sechs Verhandlungsrunden ignoriert der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) die Forderungen der Gewerkschaft ver.di, die einen Inflationsausgleich von aktuell circa 7,8 Prozent, eine Gehaltssteigerung von 1,20 Euro pro Stunde und weitere Zuschläge je nach Arbeitsbereich für ein Jahr fordert.

Schon nach den ersten Warnstreiks forderte der Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger, die ihn missfallenden Arbeitsniederlegungen in den Häfen mittels Ausrufung des "nationalen Notstandes" zu verbieten. Die Logistikunternehmen HHLA und Eurogate klagten gegen den Streikaufruf. Das Arbeitsgericht in Hamburg genehmigte zwar den 48-stündigen-Streik, doch äußerte es Zweifel über die formale Rechtmäßigkeit des Streikaufrufs. Nach einem Vergleich zwischen Klägern und ver.di wird es bis zum 26. August eine Friedenspflicht geben.

Als ver.di und Gewerkschaften dürfen wir dem Druck der Unternehmen nicht nachgeben und in die Beschneidung der eigenen Aktionsmöglichkeiten einwilligen. Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann fordert ein Schlichtungsverfahren, das den Streik abrupt von oben beendet. Dem Hafenstreik werden zahlreiche Hürden in den Weg gestellt, um den Willen der Arbeiter:innen zu brechen.

Dass Arbeitgeber:innen versuchen, Streiks mit gerichtlichen Klagen zu brechen, ist jedoch kein Einzelfall. So versuchten auch in Nordrhein-Westfalen (NRW) unlängst kommunale Arbeitgeberverbände den Krankenhausstreik gerichtlich verbieten zu lassen, genauso wie zuvor auch in Berlin mittels Klagen gegen die Krankenhausbewegung.

Trotz der Einschränkung des Streikrechts haben sich tausende Hafenarbeiter:innen in Hamburg versammelt, um für ihre Forderungen zu streiken. Ein Kollege bei der Firma Eurogate Hamburg sagte diesbezüglich: „Wir gehen auf die Straße, weil das Streikrecht gebrochen worden ist.” Bei der Demonstration kam zur Polizeigewalt und Festnahmen. Die Polizei schlug nach den Hafenarbeiter:innen und ging mit Pfefferspray gegen sie vor.

Gerade in Zeiten hoher Inflation ist es notwendig, dass Gewerkschaften für den Erhalt der Lebensstandards der Beschäftigten streiken können. Wir stellen uns daher gegen jede Einschränkungen des Streikrechts, sei es durch juristische oder polizeiliche Maßnahmen. Wir fordern:

1. Die Aufhebung der Friedenspflicht!
2. Keine erzwungene Schlichtung! Lasst die Arbeiter:innen über ihren Streik selbst entscheiden!
3. Für das uneingeschränkte Streikrecht für alle Arbeitskämpfe!
4. Keine Polizeimaßnahmen gegen den Streik.

Solidarität mit den Hafenstreiks!

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Petition: Against any restriction of the right to strike!

The port workers from Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Brake, and Wilhelmshaven went on strike for 48 hours on Thursday, July 14. It is the longest port strike in more than 40 years in Germany. The Central Association of German Seaport Operators (ZDS) has ignored the demands raised by the trade union ver.di in the past six rounds of negotiations. They demand compensation for inflation which is currently about 7.8 percent, a salary increase of 1.20 euros per hour, and further bonuses depending on the department, with the contract lasting for one year.

After the first warning strikes, the president of the employers' association, Rainer Dulger, demanded that the work stoppages in the ports be banned by declaring a "national state of emergency." The logistics companies HHLA and Eurogate sought injunctions against the call for the strike. Although the labor court in Hamburg approved the 48-hour strike, it expressed doubts about the formal legality of the strike call. Following a settlement between the plaintiffs and ver.di, there will be a “peace obligation” (i.e. a ban on strikes) until August 26.

As members of ver.di and other trade unions, we cannot give in to corporate pressure and agree to restrictions on our right to strike. Hamburg's Senator for Economic Affairs, Michael Westhagemann, is calling for an arbitration process that would abruptly end the strike from above. Numerous obstacles are being placed in the way of the port strike in order to break the will of the workers.

This attempt by employers to break strikes with judicial means is not an isolated case. In North Rhine-Westphalia (NRW), for example, public-sector employers recently tried to have a strike at hospitals banned by the courts, just as they had previously done in Berlin by suing the healthcare workers’ unions.

Despite the restriction of the right to strike, thousands of dockworkers gathered in Hamburg to strike for their demands. A worker from Eurogate Hamburg said: "We are taking to the streets because the right to strike has been violated." During the demonstration there was police violence and arrests. The police beat the dockers and used pepper spray against them.

Especially in times of high inflation, it is necessary that unions be able to strike in order to maintain workers' standards of living. We therefore oppose any restrictions of the right to strike, whether through judicial or police measures. We demand:

1. the abolition of “peace obligation”!
2. no forced arbitration! Let the workers themselves decide about their strike!
3. for the unrestricted right to strike in all labor disputes!
4. no police measures against the strike.

Solidarity with the port strikes!


Initiator:innen:

Jana Kamischke, ver.di, Hamburger Hafenarbeiterin, Tarifkommissionsmitglied, Vertrauenssprecherin HHLA
Deniz Askar Dreyer, ver.di, Hamburger Hafenarbeiter, Vertrauensleutesprecher Eurogate Hamburg

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