Survey: Reiseführer durch die Klimatransformation - Deutsch
Lieber Teilnehmer der Befragung, herzlichen Dank für Deine/Ihre Zeit, die uns allen zugutekommt. Alle Antworten werden anonym behandelt und maximal erwähnt mit "Experten aus der XY-Branche schätzen, dass..."

Im Folgenden teile ich zu kritischen Erfolgsfaktoren für eine Klimatransformation in Rekordzeit, welche Wirtschaft und Gesellschaft stärkt, meine Gedanken gefolgt von einer oder mehreren Fragen. Die Antworten bitte frei als Text formulieren. Wer eine Frage nicht beantworten möchte, kann einfach die Antwort leerlassen. Vielen Dank!

Jörg Osarek, Gründer von ClimateHackerz, Autor des Reiseführers durch die Klimatransformation - https://reisefuehrer.climatehackerz.com
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A) Einstiegs-Fragen
Hintergrund / Branche
Deine/Ihre Branche / Profession oder Bezeichnung (wie Finanzen oder Klima-Aktivist oder Privatperson)?
Q1: Branche/Bezeichnung? *
(Vor-)Freude verbreiten / Evangelize and Inspire
Viele Menschen und Organisationen empfinden die Klimatransformation als Last, als notwendiges Übel, anstatt mit Vorfreude auf die bessere und gesündere Welt zuzusteuern, die wir uns dadurch erschaffen.
Q2: Was ist an der Klimatransformation inspirierend? Worauf können wir uns freuen? Auf dem Weg und bezogen auf das Ergebnis einer klimaneutralen, gesunden Welt?
B) Umgang mit Bremsklötzen
Bremsklotz-Bypass 1
In die Klimatransformation eingebettet ist die kooperative Autonomisierung und Autarkisierung von Unternehmen, Organisationen und der Bevölkerung als in Echtzeit atmende landesweite / kontinentweite Batterie. Dazu gehört das stärkere Teilen des wirtschaftlichen Erfolgs mit ihnen.

Ganz entscheidend wird sein, wie schnell es uns gelingt, die für unsere Zivilisation strategisch wichtige Transformation durchzuführen und dabei Hürden zu überwinden und Bremsklötze zu neutralisieren. Solche Hürden und Bremsklötze sind u.a.:

* Finanzierung in Organisationen sowie für private Haushalte (ohne das mühsam abbezahlte Hab und Gut wieder zu verpfänden!)

*. das Überwinden bürokratischer Hürden im Außen (Ämter, Behörden, Patente(sind aufgrund der Patent-Troll-Industrie eine wirtschaftliche Hürde - siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Patent-Troll ))

* das Überwinden bürokratischer Hürden im Innern. Gerade bei größeren Unternehmen mit der Wendigkeit eines Supertankers kann ein unübersichtlicher Sumpf aus Lenkungskreisen, Gremien, Boards, Quality-Gates, Over-Governance ein durch einen Vorstand gewünschtes Vorhaben schon mal teils um Jahre ausbremsen, zermahlen und zermürben.

Wie können wir dem begegnen und einen Bypass / einen Fast Track für diese Bremsklötze schaffen, ohne selbst wieder zum Bremsklotz (z.B. durch ein Bypass-Gremium) zu werden?
Q3: Was sind die drei größten Hindernisse, die Deine / Ihre Organisation in der Klimatransformation ausbremsen?
Q4: Wie verhindern wir, dass Trittbrettfahrer in der eigenen Organisation die Kerntransformationsthemen wieder aufweichen, indem sie versuchen, auch ihre Initiativen durch die Durchmarschroute zu bringen...  und uns ggf. in den Supertanker-Sumpf zurückziehen, so dass der Bypass verstopfen würde?
Bremsklotz-Bypass 2
Wir benötigen einen Innovations-Durchmarsch, um unsere Weltwirtschaft und Zivilisation zu retten. Die Patent-Troll Industrie sowie die taktische und strategische Patent-Wettbewerbs- Praxis in manchen Großunternehmen gefährden diesen Innovations-Durchmarsch (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Patent-Troll ). Patent-Trolle agieren in der Klimakrise wie eine Würgefeige, die ihren Wirts-Baum umbringt. Was können wir tun, um diese Gefahr zu neutralisieren? Ideal wäre ein Moratorium / eine Patent-Aussetzung, bis a) die Welt bei Net Zero ist und auf einem Carbon Capture Pfad, der den globalen Temperaturanstieg wieder sinken lässt und b) wir sicher auf dem Pfad in eine Kreislaufwirtschaft sind und wir absehen können, wann wir global 100% Kreislaufwirtschaft erreicht haben werden. Eine Alternative wäre: Für jedes Patent muss zwangsweise eine günstige Lizenz erteilt werden, die wenige Prozent des Zielpreises eines Produkts nicht überschreitet. So würden solche Patent-Inhaber immer noch gutes Geld verdienen, aber wir schalten ein Transformationsrisiko aus.
Q5: Was können wir gegen die Gefahren der Patent-Troll-Industrie tun und wie können wir dabei gleichzeitig echten kreativen Erfindergeist finanziell würdigen?  Falls wir nichts dagegen tun könnten: Was müsste geändert werden, um die Patent-Troll-Industrie erfolgreich zu neutralisieren oder für die Klimatransformation zu gewinnen?
Bremsklotz-Bypass 3
Behördendschungel, Genehmigungsverfahren: Bürokratie und Amtsschimmel sind Gefahren für die Rettung unserer planetaren Lebenserhaltungssysteme. Müssen wir hier Opfer in Kauf nehmen, um das größere Ganze zu retten?
Q6: Wie schalten wir den Bremsklotz Amtsschimmel / Bürokratie aus oder gewinnen ihn für die Klimatransformation, ohne das Kind mit dem Bade auszuschütten, so dass wir uns wichtige Schutzwirkungen z.B. für Sicherheit oder Naturschutz zumindest zum Teil erhalten?
Bremsklotz-Bypass 4 - Bremswirkung des Lobbyismus durch Oligopole verhindern
Große zentrale Klimatransformationslösungen sind nötig. Ergänzend sind dezentrale, kleine kooperierende Ansätze für die nötige Flexibilität und deren Verteidigungsfähigkeit, aber auch für den gesellschaftlichen Frieden erforderlich. Wie die EEG-Novelle Ende 2020 gezeigt hat, haben die Interessen der großen Stromanbieter und Netzbetreiber direkten Einzug in den Referentenentwurf der Gesetzesnovelle gehalten, um deren Oligopol auf Jahrzehnte zu zementieren.
Q7: Wie sorgen wir dafür, dass Oligopolisten nicht durch Einflussnahme auf Regulation kleine, dezentrale Initiativen verhindern?
Bremsklotz-Bypass 5 - erforderliche Standards
Manche Standards sind notwendig oder sogar hilfreich und sinnvoll.
Q8: An welchen Standards orientiert sich Deine/Ihre Organisation oder erwägt, dies zu tun? (z.B. GHG Greenhouse Gas Protocol, Zertifizierungen, ...)
Bremsklotz-Bypass 6 - Organisationsform frei von Altlasten
Wir sehen häufiger Ausgründungen eines Startups aus einem großen Konzern, um sich frei vom Ballast des Großunternehmens zu machen. Ggf. ist es später sinnvoll, das Startup in den Konzern zu reintegrieren, manchmal aber auch, es separat weiterzuführen.
Q9: Welche Best Practices existieren zum Thema Ausgründung? Welche Ansätze für den Aufbau einer MVC (Minimum viable COMPANY) können genutzt werden? Welche Growth-Hacking-Strategien stehen zur Verfügung, um Ergebnisse des Startups für das gründende Unternehmen und ggf. darüber hinaus verwertbar zu machen?
C) Finanzierung und Risikomanagement
Sicherheits-Neutrale Finanzierung 1
Wir brauchen Finanzierungsmöglichkeiten, die zumindest für Privathaushalte Hypotheken-Neutral sind und die für Unternehmen Bürgschaften übernehmen, möglichst zinslos oder zinsarm und in vernünftigem Maß unterbrechbar für die Rückzahlung - z.B. gekoppelt an Regeln, ob ein Einkommen vorhanden ist, oder nicht. Denn nur, wenn man Familien ihr mühsam abbezahltes Haus (ihre Sicherheit) nicht wieder wegzunehmen droht, werden diese in eine Umrüstung investieren. Denkbare Instrumente können z.B. sein: Steuern und Abgaben, die dies als Investment-Fond ausgeben, um einen Teil der Stromproduktionsgewinne zurückzuerhalten - für welchen Zeitraum? Am Ende mag die Frage sein: Ist es uns das wert, die Transformation in 15 Jahren zu schaffen, damit die Weltwirtschaft am Laufen bleibt und nicht zusammenbricht?  Aber auch klar ist: Der, der sein Geld zur Verfügung stellt, muss auch etwas davon haben. Vieleicht wäre auch ein globaler Klimatransformations-Soli hilfreich. Wo ein Markt entsteht, da organisiert sich auch Missbrauch, der eingedämmt werden muss.
Q10: Wie wollen wir die Finanzierung der Transformation risikoarm für Menschen und Organisationen organisieren, die investieren und sich engagieren müssen? Und wie verhindern/reduzieren wir dabei Missbrauch?
Sicherheits-Neutrale Finanzierung 2
Modulare Lösungen und Finanzierung: Was können wir von Crowd-Funding und Micro-Investments wie z.B. Kickstarter lernen, um deren Ansätze für die Klimatransformation zu nutzen? Sind alte Prinzipien wie Bausparkassen noch ein Lösungsbaustein?
Q11: Welche modularen Finanzierungs-Lösungen können wir schaffen, bei denen jeder mit einem Sparplan von 50-200,- € pro Monat einfach anfangen und zubauen kann, statt zu warten, um die erste Start-Schwelle von vielen tausenden Euro zu überwinden?
Risiko-Management und Versicherungen
Im Mai 2022 hat der Deutsche Wetterdienst 3 Tornados in NRW bestätigt, einer hat eine 300m breite Schneise der Verwüstung in Paderborn hinterlassen. Wir müssen uns neben der Transformation auch mit Notfallplänen für mehr Katastrophen wappnen und überlegen: wo und wie müssen wir anders bauen? Außerdem sollten verstärkte Risiken ausreichend versichert werden. Beispiele: https://solarimpulse.com/solutions-explorer/urban-heat-vulnerability-map oder Starkregen-Simulationen
Q12: Welche Versicherungs-Strategie können wir bis 2035 entwickeln? Welche Maßnahmen zum Risikomanagement können wir ergreifen?
D) Asset Generation
Transformation Asset Generation
Ein Asset ist etwas, das man einmal erstellt und das für den Ersteller passiv einen Wertbeitrag erzeugt. Beispiel: Die Solaranlage auf dem Dach liefert kostengünstigen Strom, um das Elektroauto zu laden oder die Maschinen für die Produktion mit klimaneutralem Strom zu versorgen.
Q13: Wie verwandeln wir die Transformationsergebnisse in Assets für die Organisation?
Q14: Wie verwandeln wir die Transformationsergebnisse in persönliche Assets für Privathaushalte, welche die Teilhabe am wirtschaftlichen Ergebnis erhöhen (Wandel zu echten Prosumern mit mehr Verantwortung und mehr Erfolgsbeteiligung)?
E) Exponentielle Beschleunigung der Transformation
Exponentieller Transformationsfortschritt durch magische Hebel als Transformationsprinzip
Gemäß Meldungen aus dem Mai 2022 könnten schon 2026 erstmalig die 1,5 Grad Erderwärmung erreicht werden. Uns läuft die Zeit davon. Daher ist es entscheidend, die Transformation maximal zu beschleunigen. Wir brauchen eine exponentielle Transformationsquote, um die gesamte Weltwirtschaft bis 2035 klimaneutral zu machen. Den drohenden negativen Kipp-Punkten können wir positive Kipp-Punkte entgegensetzen, die wie Magie anmuten. Um uns herum beobachten wir solche Beispiele immer wieder, die belegen, dass ein sehr schneller Wandel in kürzester Zeit möglich ist. Das iPhone wurde 2007 vorgestellt und trat mit seinen anderen Smartphone-Marktbegleitern binnen weniger Jahre den Siegeszug an. Elon Musk baut mit Tesla vollautomatisierte Fabriken, die alles produzieren (the machine that builds the machine). In der Biologie sehen wir durch Zellteilung und massenhaftes Kopieren exponentielles Wachstum. In der Informationstechnologie ebenso (genetische Algorithmen, Rekursion, Automatisierung, Machine-Learning – hier geht es nicht die Hype-Welle, sondern solide IT-Architekturen). Im Business können wir mit Templates wie dem Business Model Canvas oder der Blue Ocean Strategy u.a. Themen standardisiert schnell umsetzen und darauf aufbauen. Wendet man mit Automatisierung die 80/20 Regel (Pareto's law) auf sich selbst an, erhält man die 64/4 Regel von James Schramko - siehe https://youtu.be/20IN0grYXEI?t=560s = 4 Prozent Einsatz, 64 Prozent Output. So etwas brauchen wir für eine stark beschleunigte Klimatransformation.
Q15: Welche Hebel exponentiellen Transformationsfortschritts lassen sich nutzen, damit die Transformation 10x so schnell wie heute gelingt? (FAST TRACK) Welche Blockaden existieren dabei, die aus dem Weg geräumt werden müssen, damit wir diese exponentiellen Hebel nutzen können?
First principles thinking: Denken in Grundlagen / Inspire & Incubate Game Changing Models
TESLA und Apple kontrollieren jeweils in ihrem Bereich das gesamte wirtschaftliche Ökosystem: Bei Apple reicht dies vom App Store bis zu den Smartphones, die Geo-Nutzerdaten in z.B. Staumeldungen auf der Karte verwandeln. Tesla kontrolliert vom Rohstoff-Abbau (Lithium in Nevada) bis zu den Fahrt-Daten (Millionen von Fahrstunden der Lenkassistenten und für FSD - Full Self Driving) alles. Tesla schaltet klassische Kostenfaktoren in der Kette aus, unterhält z.B. kein Händlernetzwerk und macht keine Werbung. First Principles Thinking / Grundlagenforschung spielten dabei eine große Rolle, weil dadurch eingefahrene Bahnen der Branche = die Spielregeln des Spiels verändert wurden. Beispielhafter Ansatz: ClimateHackerz schlägt einen Hybrid aus Kreuzfahrtschiff und Flugzeug den klimaneutralen SOLAREZEP vor, mit dem für einen Gutteil der Flüge eine neue Reisekategorie zwischen Kreuzfahrtschiff und Flugzeug-Geschwindigkeit geschaffen wird: https://youtu.be/eTxi13zshsg 
Q16: Welche heute allgemeingültigen Spielregeln/Rahmenbedingungen müssen wir durch First Principles Thinking / Grundlagenforschung bis zu welchem Grad verändern, damit wir die Klimatransformation bis 2035 global umsetzen können? Welche Hindernisse müssen dafür aus dem Weg geräumt werden? Welche "Business-as-Usual-Geschäftsmodelle" könnten von einer "komplett Neu-Denken-Transformation" profitieren? Was würde die Spielregeln selbst verändern?
Greenwashing erkennen und vermeiden
Der Kauf von Billigst-Zertifikaten und das Kompensieren von Emissionen damit führt im schlimmsten Fall dazu, dass Kohlestrom auf dem Papier klimaneutral wird. Es ist schwer geworden, ehrenwerte Transformationsanstrengungen von Greenwashing-Kampagnen zu unterscheiden und doch ist genau das immens wichtig. Und mittel- und langfristig schießt sich das Unternehmen, das Greenwashing anwendet selbst ins Knie, denn es verspielt das Vertrauen seiner Kunden und Geschäftspartner, sobald (nicht falls) die Greenwashing-Kampagne auffliegt.
Q17: Wie können wir Greenwashing erkennen? Wie können wir Greenwashing in der eigenen Organisation vermeiden aber auch in unseren Lieferketten für Scope 1, 2 und Scope 3? (siehe https://ghgprotocol.org/sites/default/files/standards_supporting/FAQ.pdf ) Wie gehen wir mit Greenwashing bei Lieferanten und Marktbegleitern um, die dem Ruf honorer Organisationen in Transformation schaden - und zwar, ohne die Transformationsgeschwindigkeit zu gefährden? Falls das nicht funktioniert: Was muss aus dem Weg geräumt werden, damit es funktioniert?
Kooperierende Autarkie verwirklichen
Das Internet wurde mit dem Gedanken geschaffen, einen Angriff auf ein zentrales Rechenzentrum wirkungslos zu machen, da das System verteilt und fehlertolerant arbeitet (z.B. beim Routing). Gleichzeitig kooperieren die Internet-Knoten miteinander. Dies gilt es für die Klimawende vor allem im Energienetz-Bereich ebenso umzusetzen - Stichwort Smart Grids. Das neue Buch von Prof. Volker Quaschning: „Energierevolution JETZT“ (https://amzn.to/38DmtQO ) zeigt z.B. auf, dass eine große Flotte von Elektroautos als virtueller Riesen-Akku dienen und einen erheblichen Teil des Energie-Speicher-Problems lösen kann, sofern sie in beide Richtung Energie smart austauschen kann (Laden vom Netz und entladen ins Netz).
Q18: Mit welcher Einladung können wir die Akteure des Energie-Oligopols für einen neuen Bund (teile und herrsche) mit mehr Bürgerbeteiligung und einer stärkeren wirtschaftlichen Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger gewinnen, um eine kooperierende Autarkie zu verwirklichen? Welche Bremsklötze gibt es darüber hinaus und wie können diese neutralisiert werden?
Kooperierende Autarkie verteidigen
Der Ukraine-Krieg führt uns bitter vor Augen, wie sträflich wir unsere Unabhängigkeit/Autarkie von einigen Schlüssel-Akteuren vernachlässigt haben. Wir müssen auf Europäischer Ebene, auf Bundesebene und regionaler Ebene eine verteidigungsfähige Autarkie aufbauen, die sowohl Hacker-Attacken wie auch physikalische Angriffe übersteht. Auch an Worst-Case-Szenarien, wie an einen europaweiten EMP (elektromagnetischen Puls), der alle Elektronik und das Internet auf einen Schlag ausschaltet, sollten wir denken.
Q19: Wie kann die kooperierende Autarkie verteidigt werden - im Extremfall auch gegen Cyber-Angriffe und physikalische Angriffe auf die europaweite, landesweite oder regionale Infrastruktur? Welche regionalen Low-Tech Optionen stehen uns für den Ernstfall zur Verfügung bzw. welche müssen wir auf- oder ausbauen?
Kreislaufwirtschaft (verwandtes Thema)
Auch, wenn man bestimmte Fertigungsverfahren nicht gleich verbieten will, ist die Klimatransformation ein günstiger Zeitpunkt, um beim Design neuer Produkte von Wegwerf-Ansätzen (Caterpillar-Economy) zur Kreislaufwirtschaft (Circular Economy / z.B. Cradle to Cradle) überzugehen wie z.B. bei "Doughnut Economics" von Kate Raworth beschrieben. Denn dadurch sparen wir uns einen zweiten Transformationsschritt bei neuen Produkten. Und mittel- bis Langfristig müssen alle Produkte weltweit Bestandteil der Kreislaufwirtschaft sein (also in einem technologischen oder einem biologischen Kreislauf wiederverwertbar).
Q20: Welche Faktoren sind wichtig für eine schnelle, kraftvolle Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft?
Make Time for transformation
Wenn jeder der 2021 rund 45 Mio. Erwerbstätigen in Deutschland (40,9 Mio Arbeitnehmer, 3,9 Mio Selbständige) für 4 Stunden pro Woche freigestellt wird, um sich für die Klimatransformation zu engagieren, wäre das eine Umsetzungskraft von rund 4,5 Mio. Mannjahren in einem einzigen Jahr. An der Mondlandung in den 1960ern haben nach meiner Erinnerung nur rund 400.000 Menschen aktiv gearbeitet. Das wäre also in Deutschland zehn Mal so viel. Was könnten wir alles mit diesen Ressourcen umsetzen. Google hat vorgemacht, wie mit einem solchen Freistellen (von 20%) für eigene Projekte riesige Erfolge entstanden sind, welche die Welt verändert haben - z.B. Google Street View ist ein solches Side-Projekt eines Mitarbeiters.
Q21: Indem wir eine Teil-Freistellungsstrategie fahren, was könnten wir für die Klimatransformation umsetzen, das uns durch Fachkräftemangel und Mangel an zupackenden Händen bislang verwehrt erschien? Welche Aspekte sollten dabei beachtet werden?
F) Verschiedene Fragen
Transformation der Streitkräfte
Die Energiedichte in flüssigen Treibstoffen ist ihr großer Vorteil und daher die Präferenz des Militärs. Gleichzeitig schluckt einiges (zumindest älteres) Gerät alles Mögliche, was brennt - von Salatöl über Schweröl bis hin zu Schnaps, Benzin oder Diesel - was gerade da ist. In einer transformierten Welt wird die primäre Energiequelle aber Strom, nicht flüssiger Treibstoff sein, denn bislang rechnet sich die Erzeugung von „Green Fuels“ noch nicht.
Q22: Zu welcher Energieversorgungs-Strategie kann sich das Militär transformieren? Wie geht es mit geänderten Verfügbarkeiten von Treibstoffen um? Wie sieht der Mix der Energieträger aus und wie kann dieser verteidigt werden bzw. wie standhaft ist dieser im Ernstfall?
Turn off the tap: (Fossile) Emissionen so früh wie möglich in der Produktionskette und zeitlich so schnell wie möglich verhindern
In seinem Artikel schlägt Martin Corney eine Carbon Extraction Quota vor. "If your bathtub was overflowing, you wouldn't immediately reach for the mpo, you'd first turn off the tap. That's what we need to do with fossil fuels." https://martinsgreenworld.blogspot.com/p/carbon-extraction-quota.html . Klar ist: Je früher wir die Produktionskette (die ja selbst auch Emissionen erzeugt) unterbrechen, desto schneller erreichen wir die Klimaziele. Lösungsansätze sind: So schnell wie möglich kein Öl, Gas, Kohle oder Folgeprodukte kaufen oder nutzen. Aber auch: Stelle Deine Arbeitskraft solchen schädlichen Unternehmen nicht mehr zur Verfügung. Streiche sie aus Deiner Kundenliste. Trage dazu bei, dass sie kein Know-How und keine Arbeitskraft mehr für ihre schädliche Tätigkeit einkaufen können, damit ihr Geschäft noch schneller unrentabel wird. Der Konflikt hier: Viele solcher schädlich agierenden Unternehmen fahren zweigleisig, indem sie massiv ihr Geschäft mit erneuerbaren Energien ausbauen, gleichzeitig aber an zum Aussterben verdammten Geschäftsmodellen festhalten. Beispiel Shell:  https://www.linkedin.com/posts/caroline-dennett-6161a814_jumpship-truthteller-activity-6934409781495431168-7l1f und Shell in der Transformation: https://www.shell.de/mobilitaet/laden/shell-recharge.html . Um die Transformation mit Shareholder-Einfluss zu fördern, kauft https://www.follow-this.org/ Aktien der Fossil-Fuel-Industrie.
Q23: Wie können wir die klima- und umweltschädlichen Geschäftsfelder der Fossil-Industrie möglichst schnell austrocknen, ohne deren mit großen Anschubfinanzierungen verbundenen Investitionen in erneuerbare Energien auszubremsen?
Was fehlt in dieser Survey?
Habe ich etwas Wichtiges vergessen?
Q24: Welche kritischen Erfolgsfaktoren habe ich nicht abgefragt, die aber wichtig sind für eine Klimatransformation in Rekordzeit? Was ist hier noch zu lösen? Welche Lösungsansätze existieren schon?
Für die Statistik
Transformationsplan für die Organisation das persönliche Umfeld
Q25: (optional): In welchem Jahr plant Ihre/Deine Organisation klimaneutral zu sein?
Q26: (optional): In welchem Jahr planen Sie/planst Du im persönlichen Umfeld (Familie) klimaneutral zu sein?
Persönliches Statement
Wer möchte, kann hier optional ein persönliches Statement hinzufügen.
Q27: Persönliches Statement (optional)?
Zustimmung zur Datenverwendung
Wir benötigen die Zustimmung, um die eingegebenen Daten speichern und verwenden zu dürfen. Vielen Dank!
Einverständnis zur Datenspeicherung und -verarbeitung *
Required
Optionale Zusammenfassung per Mail
Optional senden wir gerne die Zusammenfassung der Befragung an alle Teilnehmer, die dies wünschen (im Herbst 2022). Wer informiert werden möchte, kann seine E-Mail-Adresse angeben oder andernfalls einfach leer lassen.
Q28: E-Mail-Adresse für die Zusammenfassung der Befragung (optional)?
Vielen herzlichen Dank!
Leider kann ich aus technischen Gründen keine zusätzlichen Informationen auf die Dankeschön-Seite schreiben.

Daher an dieser Stelle: vielen herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen!
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