Denkbrocken Communitygeschichte
Lasst uns gemeinsam Geschichte schreiben. Im Gestus von Denkbrocken soll das nicht aufs Mal, sondern Stück für Stück, Monat für Monat geschehen. Ein gemeinsames Suchen, Spazieren und Diskutieren entlang eines Narrativs.

Es würde mich freuen, wenn Du daran Teil nimmst.

Anleitung: Jeden Monat wird ein Abschnitt der gemeinsamen Geschichte geschrieben. Von den eingereichten Texten werde ich einen (oder mehrere) auswählen und ggf. editieren. Der Textabschnitt wird auf www.denkbrocken.com und im monatlichen Newsletter publiziert. Wenn Du Deinen Namen unter «Autor*in» angibst, wirst Du namentlich erwähnt, lässt du das Feld frei, wird der Text anonym publiziert.

Einreichungen für den vierten Teil bis spätestens 27.04.2020!
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Teil 1:
Die Höhle führte in ein Steinmassiv auf dem Hügel ausserhalb eines lau belebten Dörfchens im Osten. Der Eingang war umrahmt durch die knorrige Wurzel eines alten Laubbaumes, der schrullige Schatten auf den Abhang warf. Der Stein war mit Flechten und Moos überzogen. Auf dem Boden vor der Höhle lag eine Schicht aus Kieseln und Sand, die leicht knirschte, wenn man sich darauf stellte. Aus dem Hohlraum kam ein leises Rauschen, wie ein kleiner Bach oder eine grosse Muschel, die man sich ans Ohr hielt. Der Durchmesser der Öffnung war ungefähr so gross, dass ein 10-jähriges Mädchen mit geneigtem Kopf aufrecht hineinlaufen könnte. Aber in die Höhle hinein ist vorher noch niemand gegangen.
Teil 2:
Oder so wurde das Emma zumindest erzählt. Aber sie hatte das Gefühl, dass niemand wirklich die Wahrheit kannte. Den Schauermärchen von bösen Zwergen, feuerspeienden Drachen, verzauberten Seen und Efeuranken so dick wie Würgeschlangen, die sich in der Höhle befanden, glaubte sie schon lange nicht mehr. Und dass der Bergarbeiter log, der immer damit prahlte, dass sein Grossvater einst einen schädelgrossen Smaragd in dieser Höhle geschürft hatte, war offensichtlich. Denn obwohl der Stein angeblich mehr wert war als ein ganzes Königreich, trug der Mann immer den gleichen durchlöcherten Strickpullover und die gleichen abgelaufenen Schuhe. Er wurde halt gestohlen. Das war die Ausrede des Bergarbeiters. Aber Emma glaubte ihm kein Wort.
Teil 3:
Emma kannte die Welt. Sie war schliesslich schon drei Jahre in der Schule. Im Rechnen war sie die Beste ihrer Klasse. Sie konnte die Hauptstädte aller Länder benennen, sie verstand, wie Fische unter Wasser atmen und weshalb der Himmel blau ist. Sie wusste viel. Ja, oft hatte sie gar das Gefühl, sie wisse mehr als alle Erwachsenen. Gestern hatte Emmas Vater von einem Buch erzählt, das er gerade liest. Ob das dann auch wirklich so stattgefunden hat, hatte sie ihn gefragt. Nein nein, hatte der Vater gemeint, das sei alles erfunden. «Immer das Gleiche», murmelte Emma vor sich hin, als sie auf dem Hügel ausserhalb des Dörfchens mit ihrem Sackmesser Zahlen in die Rinde eines alten Baumes ritzte. «Bücher, Märchen, Höhlen. Alles gelogen.» Da streifte ihr plötzlich eine seltsam kühle Brise durchs Haar.
Teil 4: *
Wie sieht die Fortsetzung aus? Was hat es mit der Brise auf sich? Was macht unsere Protagonistin als Nächstes? Optimal wären 50 - 200 Wörter. Darf aber auch kürzer oder länger oder beides sein.
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