Lagerbericht 2017

 

Die Bilder aus dem Lager können auf unserer Homepage unter www.musiklagerseeland.ch → Bildergalerie

1. Tag  

Samstag, 8. Juli 2017

Heute ging es endlich los. Das Warten hat ein Ende und wir brechen auf ins 29. Musiklager, auch dieses Jahr wieder in Broc. Nach der Ankunft mit den Cars warten wir gespannt auf die Informationen und Regeln, welche von Theo erklärt und von allen eingehalten werden müssen. Dieses Jahr gibt es etwas neues und spezielles: Alle Lagerteilnehmer (Kinder, Lagerleiter und Registerleiter) erhalten für diese Woche unterschiedliche Armbänder. Rote sind für alle unter 14 Jahren, die Gelben für alle unter 16 Jahren, Weisse für die zwischen 16 und 18 Jahre und Schwarze für alle über 18 Jahren. Anschliessend konnten wir die Zimmer beziehen. Mit Freude konnten die Mädchen feststellen, dass sie nicht mehr in den 2. Stock laufen mussten sondern in den 1. Stock der neu renoviert wurde. Nach dem Mittagessen ging es auch schon los mit der Leseprobe. So erhielten wir einen ersten Eindruck von den Stücken, welche dieses Jahr auf den ersten Blick nicht so einfach erscheinen. Der Nachmittag verging ziemlich schnell und alle warteten schon gespannt auf das neue Küchenteam unter der Leitung von Rahel Wälti. Mit dem ersten Menu, (Tortellini an einer Sauce) hat das Team schon eine gute Visitenkarte hinterlassen. Nach einer kurzen Pause erläuterte Theo das Lagermotto: Klang ist Leben. Anschliessend gratulierte er allen Mitwirkenden vom Solistenwettbewerb vom 6. Mai in Schüpfen für ihre gute Leistung. Für alle ging es mit der Gesamtprobe weiter, welche für die B-Band kürzer ausfiel als für die A-Band. Dann gab es Freizeit für alle, welche für die Jüngsten um 22:00 Uhr endete. Und so war der erste Tag auch schon wieder vorbei.

 

Deborah, Michael

2. Tag  

Sonntag, 9. Juli 2017

Nach dem obligatorischen Morgenessen hatten wir eine abwechslungsreiche Gesamtprobe und Registerprobe. Wir haben die Stücke Lord oft he Rings, Take Five, You raise me up und Grapes of the sun geübt. Am Nachmittag ging es mit weiteren Register- und Einzelproben weiter. Nach dem Nachtessen wurden die später angereisten Teilnehmer, welche in Zürich am Weltjugendmusikfest teilgenommen haben, begrüsst. Anschliessend wurden wird über die neue Form des Lagerwettbewerbes informiert und die Gruppen wurden ausgelost. Am Abend hatte die A-Band noch eine Theoriestunde bei Kybi, das Thema war der Stimmton. Nach dem Nachtessen hatten alle noch ein bisschen Freizeit bis alle ins Bett mussten.

3. Tag  

Montag, 10. Juli 2017

Montag? Montag! Ja, heute ist schon Montag. Quick und munter, jedenfalls einige von uns, erscheinen wir pünktlich zum Frühstück. Mit dem Eintreffen von Kurt Roth ist die Registerleitung nun komplett. Damit sind wir bereit, nach einem kurzweiligen Einspielen in Registerformationen, die erste heutige Gesamtprobe zu meistern. Unsere anschliessenden Kleingruppenproben unterbricht lediglich das Küchenteam, das uns wie jeden Tag mit feinen Menüs verköstigt. You raise me up, The Lord of the Rings, Sofia und Take Five erarbeiten wir fleissig in diesen Gruppen.

In diesem Jahr wird zum ersten Mal eine andere Art von Wettbewerb stattfinden. In fünf gut durchmischten Ensembles aus allen Teilnehmer, unter der Direktion eines Registerleiters mit der Unterstützung der Hilfsleiter wird je ein Stück geübt. Diese werden am Freitagabend in einer musikalischen Show allen Teilnehmern inklusive einer ausgewählten Jury dargeboten. Für die Gewinner winken tolle Preise!

Nach diesem anstrengenden Nachmittag findet die erste Probe für diesen Wettbewerb statt. Wir entscheiden uns zwischen zwei zugeteilten Stücken. Unter einigen Schweisstränen – vielleicht liegt es auch an dem unaufhörlichen Regen – erarbeiten wir die schwierigen Passagen des Aufgabenstückes. Damit verdienen wir uns ein ausgiebiges Nachtessen.  Dieses besteht aus „geschwellte“ Kartoffeln mit Dipp, mit einer vielfältigen Käse- und Fleischplatte aus der Region. Den musikalischen Höhepunkt erreichen wir in der letzten abschliessenden Probe mit dem „auschländischen“ Dirigenten Christian Kyburz aus dem Aargau. Mit Spiel und Spass lassen wir nun den angebrochenen Abend ausklingen. Montag? Montag! Ein erfolgreicher Tag, der zu Ende geht…

 

Erlebt und niedergeschrieben von Tamara Ziswiler, Raphael „Michi“ Mäder, Manuel Gerber (AG) und Julian Rösch

4. Tag  

Dienstag, 11. Juli 2017

 

Nachdem wir um 8 Uhr morgens von den Tageschefs Martin Rösch und Sabrina Kaufmann aus unseren Träumen gerissen worden sind, gab es wie immer ein leckeres Frühstück von dem Küchenteam zubereitet.

Auch heute fand das Einspielen wieder im Register statt. Da das Wetter gut war und es einmal nicht regnete, hatte die A-Band anschliessend eine Gesamtprobe unter freiem Himmel. Zusammen mit einigen aus der B-Band übten wir an den Stücken „Sofia“, „This Love“ und „You raise me up“. Die restlichen Mitglieder der B-Band hatten eine intensive Registerprobe vor sich. Nach einer kleinen Verschnaufpause drehte sich der Spiess um und so hatte die B-Band eine Gesamtprobe und die A-Band übte im Register weiter.

Vor dem Mittagessen wurden alle Registerleiter des Lagers gebeten, sich für einen Foto auf dem Vorplatz zu versammeln.

Von der Küche wurden wir am Mittag mit Reis an einer Safran- oder Rahmsauce, Ei und Salat verköstigt. Wie immer war es sehr lecker.

Da wir am kommenden Freitag einen Ensemblewettbewerb durchführen, hatten wir nach der Mittagspause Zeit an unseren Stücken zu arbeiten. Bereits heute haben wir begonnen musikalisch wie auch performancemässig daran zu feilen, um am Wettbewerb zu brillieren.

Am Nachmittag ähnelte das Programm dem Morgen. Sowie für A- als auch für die B-Band fand jeweils noch eine Register- und eine Gesamtprobe statt.

Da die Registerleiter heute leider ihren letzten Tag bei uns hatten, nutzten wir die Zeit umso mehr, um mit unseren Registerleitern noch die schwierigen Passagen aus einigen Stücken auszuarbeiten. Als kleines Dankeschön an die Registerleiter veranstalteten wir zum Abendessen wie jedes Jahr eine kleine „Brätlete“. Mit rund 20 Einweggrills brätelte von klein bis gross jeder seine Bratwurst selbst. Zum Nachtisch gab es warme, mit Schokolade gefüllte Bananen. Es war eine sehr schöne, gesellige Atmosphäre. Als Höhepunkt des heutigen Tages trat noch die  Bien-Brass mit Verstärkung  aus dem Lager auf. Sie unterhielten uns mit bekannten Melodien wie „Hemmige“ oder „Scharlachrot“. Auch der Geburtstagsdirigent Christian Kyburz durfte bei der Polka „Von Freund zu Freund“ einen Gastauftritt hinlegen und die Bien-Brass perkussiv begleiten. Ein schöner, ereignisreicher Tag geht zu Ende.

 

Jonas Ehrensberger und Melanie Leiser


5. Tag  

Mittwoch, 12. Juli 2017

Es ist Mittwochmorgen. Die Sonne strahlt bereits zwischen den Wolken durch, als um 8 Uhr endlich Leben ins Lagerhaus kommt. Am Frühstücksbuffet findet man nebst dem leckeren Essen, das eine oder andere verschlafene Gesicht. Die Stimmung ist friedlich und gelassen.

 

An diesem Morgen erwartet die Musikantinnen und Musikanten der A-Band die letzte Registerprobe. Die letzte Möglichkeit mit dem Registerleiter die schwierigsten Stellen noch einmal ganz genau anzuschauen. Während die Grossen in den Register proben, übt die B-Band im Orchester.  Eine Stunde harte Arbeit, dann gibt es eine kurze, aber wohlverdiente Pause. Wieder ausgeruht wird in der Gesamtprobe der A-Band das Geübte zusammengefügt und aufeinander abgestimmt.

 

Auf das Mittagessen freut sich jeder. Es gibt Hamburger. Einige verzehren ihre Speise an der frischen Luft, andere sitzen gemütlich im Aufenthaltsraum beisammen.

 

Nach dem Essen gehen einige von der B-Band in die Cailler Fabrik. Der faszinierende Rundgang durch die Fabrik wird mit einer Schokoladen Degustation  beendet. Auf das hat sich jeder gefreut. Während die jüngeren ihre Zeit mit Schokolade essen verbringen, proben die Anderen weiter an ihren Stücken. Takt für Takt wird erarbeitet. Zuerst im Einzelstudium, dann in der Gesamtprobe.

 

Als wieder alle Teilnehmer zurück sind, wird schon für das Abendessen aufgetischt. Ein feiner Kartoffelgratin mit Cervelat Gulasch und Salat füllt unsere Bäuche.

 

Mit neuer Energie wird im Anschluss für den Wettbewerb geprobt. Jede Gruppe möchte die Beste sein. Nicht nur die Musik muss gut sein, auch eine Show soll die Leute umwerfen. Ehrgeizig wird performt und musiziert.  

 

Als diese Probe zu Ende ist, darf die B-Band am Lottomatch teilnehmen. Nervenkitzel pur. Jeder wartete gespannt auf die entscheidende Zahl. Gibt es einen Volltreffer, ist die Freude gross. Für die einen gibt es Spiel und Spass für die anderen heisst es Fleiss und Schweiss. In einer erneuten Gesamtprobe der A-Band, wird fleissig am Zusammenspiel gefeilt.

 

Bei gemütlichem Beisammensein geniessen die Einen den Rest vom Abend, während die Anderen sich bereits auf den Weg ins Bett machen. Langsam aber sicher nimmt auch dieser Tag ein Ende.

 

Geraldine und Luca

6. Tag  

Donnerstag, 13. Juli 2017

 

Tag 6 im Musiklager. Nun sollten wir alle unsere Stücke beherrschen, es geht um den Feinschliff. Die Teilnehmer der A- Band hatte nach dem Morgenessen noch Zeit Ihre Sachen im Einzelstudium oder im Register zu üben, für die B-Band gab es eine Gesamtprobe. Nachdem dann auch die A-Band eine Gesamtprobe hatte gab es schon Mittagessen: Ghackets und Hörnli, der Klassiker Schlechthin. Für die A-Band gab es nach dem Essen zum ersten Mal diese Woche Freizeit, die fleissigen durften natürlich auch üben statt sich ein etwas längerer Mittagsschlaf zu gönnen. Mitte Nachmittag stand wie alle Jahre wieder der Fototermin an. Vereinsweise und Registerweise liessen wir uns ablichten, die Fotos findet Ihr selbstverständlich in der Galerie. Die Teilnehmer der B-Band durften nach dem Fotografieren dann endlich in die Badi, schon die ganze Woche freuten sich viele darauf. Zusammen mit ein paar Leiter und Hilfsleiter machten Sie sich auf den Weg, vorbei an den immer wohlklingenderen Klängen der A-Band, welche wieder zur Gesamtprobe aufgeboten wurde. Nach der Abkühlung in der Badi bzw. der schweisstreibenden Gesamtprobe wurde wieder eine Tradition gewahrt: Es gab Fotzelschnitte mit Apfelmuss zum Abendessen, wie fast jeden Donnerstag in den letzten Jahren. Die Lagerteilnehmer, welche  nicht auf ein süsses Abendessen Lust hatten bekamen Tortellini. Lange Zeit zum Essen hatten wir diesmal jedoch nicht, schon ¾ h später Übten wir unsere Stücke für den Wettbewerb morgen. Die B-Band durfte dann noch ein Film schauen, während die A-Band die 3 Gesamtprobe heute hatte. Nach dieser durften sie dann auch einen Film schauen oder individuell den produktiven Tag ausklingen lassen.

 

Michael Wittwer

7. Tag  

Freitag, 14. Juli 2017

 

Heute Morgen um 8:00 Uhr wurden alle zum letzten Tag im Mulasee in Broc geweckt. Um punkt 9:00 Uhr haben die Gesamtproben begonnen. Letzte kleine Fehler wurden behoben. Nach dem Mittagessen gab es erneut Gesamtproben bei der noch einmal so viel wie möglich Durchgespielt wurde. Vor dem Nachtessen gab es noch die alljährliche Lagerschlussbesprechung wo, jeder Teilnehmer eine Umfrage über das Mulasee ausfüllen durfte. Nach dem Nachtessen fand der Lagerwettbewerb statt. Neu in diesem Jahr spielen nicht mehr einzelne Personen oder kleine Gruppen vor, sondern alle Lagerteilnehmer mussten, in 5 Gruppen aufgeteilt, am Wettbewerb teilnehmen. Am Montag wurden die Gruppen ausgelost und die Stücke ausgewählt. Die ganze Woche haben sich alle Gruppen eine kleine Show zu Ihrem Stück überlegt. Heute war also der grosse Tag wo jeder seine Arbeit vorführen durfte. Gewonnen wurde der Wettbewerb von der Gruppe namens „The Impossible Doppel-Horn Band“. Nach der Siegerehrung ging der letzte Abend in Broc zu Ende und fast alle gingen früh ins Bett, damit alle Fit sind fürs Abschlusskonzert morgen Abend in Port.

8. Tag  

Samstag, 15. Juli 2017

 

Auch am letzten Tag, wie jeden Tag, ist das Aufstehen auf 08:00 Uhr angesetzt. Jedoch nicht für ganz alle. Eine Gruppe musste schon um 07:30 Uhr losfahren, um in Port alles aufzustellen und herzurichten. Das braucht auch immer mehr Zeit als eigentlich gedacht.

In Broc wurden alle Koffer und Instrumente schon vor dem Morgenessen beim Unterstand deponiert, dass man dann auch pünktlich starten kann mit putzen. Die Zeit rennt…

 

Es gab verschiedene Ämtli zu erledigen. Alle Zimmer mussten gebest, die Toiletten gesäubert oder die Duschen geputzt werden. Jedoch gab es auch noch ganz viele andere „Jöbli“ die einfach noch erledigt werden müssen. Büro, Dachstock und Esssaal mussten auch noch aufgeräumt werden. Alle haben gut mitgearbeitet, sodass wir alle „ready“ waren, als unsere zwei Care mit kleiner Verspätung eintrafen. Die Fahrt nach Port verlief ruhig, sodass auch die einen oder anderen noch ein bisschen Schlaf nachholen konnten. Bekanntlicherweise schläft man ja nicht immer sehr viel in dieser Woche.J

 

Pünktlich zur Mittagszeit werden wir mit Hörndli und „5P Sauce“ versorgt.

Um 13:00 Uhr startete auch schon die Stellprobe für die B-Band. Sodass dann auch alles harmoniert zwischen A- und B-Band, gibt’s Orientierungen von der Lagerleitung. Auch dazu gehört das Üben des Einmarsches beim Start des Konzerts. Für die A-Band gilts um 14:45 Uhr nochmals ernst, um abzuschätzen welche Lautstärke in welchem Teil jedes Stücks vorzunehmen ist. Die Zeit geht immer schnell vorbei, obwohl man zwischendurch 1-2 Stunden „nichts“ macht. Um 16:45 Uhr assen wir das letzte Mal alle zusammen. Es gab wie immer Wienerli mit Brot und Resten vom Mittag. Mit vollen Mägen gings ab unter die Dusche und um sich schön zu machen fürs Konzert. Das traditionelle Abschlussfoto durfte natürlich auch nicht fehlen. Um 19:00 Uhr gings endlich los. Die Sieger des Ensemblewettbewerbs eröffnete das Konzert mit ihrer Show. Wie gewohnt gefolgt von der B-Band sowie nach der Pause von der A-Band.

 

Somit ist das 29. Musiklager auch schon wieder vorbei. Nun folgt nächstes Jahr das Jubiläumslager. Die Vorbereitungen laufen bereits. Wir sagen danke und auf Wiedersehen im 2018 in Broc fürs 30. Musiklager Seeland.

 

16.07.2017, Martina Gerber