Wie vermutlich bekannt ist, arbeiten wir, die unterzeichnenden Organisationen, individuell mit vielen Unternehmen aus der Lebensmittelwirtschaft zusammen. Im Zuge dieses Engagements werden wir mitunter von Unternehmen gefragt, ob unsere Organisationen mit einer Stimme sprechen können. Das ist oft nicht möglich – unsere Strategien und thematischen Schwerpunktsetzungen sind nicht immer identisch.

Dennoch dürfte es Sie freuen zu hören, dass wir eine Einigung zu den dringendsten Tierschutzproblemen in der Masthuhnhaltung sowie zur Entschärfung dieser Probleme gefunden haben. Wir haben zudem eine gemeinsame Vereinbarung darüber getroffen, welche Anforderungen wir an diesbezügliche Sprachregelungen von Unternehmen richten. Wir sind uns darüber einig, dass dies die Mindestanforderung an jede Einkaufsrichtlinie europäischer Unternehmen ist und dass die Richtlinien veröffentlicht werden müssen. Die Anforderungen werden im Folgenden beschreiben. Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Thema.

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt (Germany)

Anima (Denmark)

Animal Equality (Germany, Italy, Spain, UK, global)

Center for the Ethical Attitude Towards Nature (Belarus)

Çiftlik Hayvanlarını Koruma Platformu (Turkey)

Compassion in World Farming (France, Italy, Ireland, Netherlands, Poland, UK)

Deutscher Tierschutzbund (Germany)

Djurens Rätt (Sweden)

Een DIER Een VRIEND (Netherlands)

Eurogroup for Animals (Pan-European)

Fundacja Alberta Schweitzera (Poland)

L214 (France)

Menschen für Tierrechte (Germany)

Oikeutta eläimille (Finland)

Otwarte Klatki / Open Cages (Poland, Ukraine)

OZ VEGÁNSKE HODY (Slovakia)

Pro iure animalis (Germany)

PROVIEH (Germany)

ProVeg International (Germany, global)

Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals (UK)

Slepice v Nouzi (Czech Republic)

The Humane League (UK, global)

Vier Pfoten / Four Paws (Austria, Germany, UK, Bulgaria)

Welfarm (France)

World Animal Protection (UK, global)

»Bis 2026 fordern wir von unseren Lieferanten, die folgenden Auflagen für 100 % der in unserer Lieferkette verwendeten Hühnerfleischprodukte [Frischfleisch, TK-Ware, verarbeitete Produkte] zu erfüllen:

  1. Einhaltung des europäischen Tierschutzrechts ungeachtet des Produktionslands
  2. Umsetzung einer maximalen Besatzdichte von 30 kg/m². Vorgreifen sollte vermieden werden und darf maximal einmal pro Mastdurchgang durchgeführt werden.
  3. Verwendung von Rassen oder Hybridlinien, die erhöhte Tierschutz-Kriterien erfüllen (entweder Hubbard JA757, 787, 957, 987, Rambler Ranger, Ranger Classic, Ranger Gold oder andere Rassen und Hybridlinien, die die Kriterien des »RSPCA Broiler Breed Welfare Assessment Protocol« erfüllen)
  4. Erfüllung der folgenden Kriterien für verbesserte Haltungsbedingungen:
  1. Anwendung von Betäubung in kontrollierter Atmosphäre mittels inerter Gase oder mehrstufiger Systeme oder effektive elektrische Betäubung ohne Kopfüberhängen
  2. Nachweis der Einhaltung obiger Standards durch Audits unabhängiger Dritter und jährliche öffentliche Berichterstattung zum Fortschritt im Rahmen dieser Selbstverpflichtung«