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Dreijahresplan der Mittelschule

Oswald von Wolkenstein

2017/18

2018/19

2019/20

Teil 1

Das sind wir

 

 Leitbild

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Leitsätze

Wir sind auf dem Weg zur inklusiven Schule und bieten kompetenzorientierten, ganzheitlichen und individualisierten Unterricht, um eigenverantwortliches und selbstständiges Handeln zu fördern.

Wir legen Wert auf die Teilhabe und Mitgestaltung aller an der Schulgemeinschaft Beteiligten, begegnen uns mit Respekt und halten Verbindlichkeiten ein.

Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sind für die Planung und Umsetzung des Bildungsauftrages verantwortlich.

Wir achten darauf, dass unsere Schüler und Schülerinnen nach Abschluss der Mittelschule über jene Kompetenzen verfügen, die sie zum Besuch einer weiterführenden Schule ebenso befähigen wie zum praktischen Leben.

 

 

 

Profil

Die Brixner Mittelschule “Oswald von Wolkenstein” ist mit jährlich etwa 550 Schülerinnen und Schülern und 80 Lehrpersonen eine der größten Mittelschulen des Landes. Die Größe nutzt die Schule zur Diversifizierung des Angebotes, großer Wert wird auf Begabungsförderung in verschiedenen Bereichen gelegt: Der E-Zug ist ein Zug mit musikalischer Ausrichtung, der A-, C-, F-,  H- und I-Zug sind Tabletzüge, die ihren Schwerpunkt auf digitale und technologische Bildungsangebote legen. Das Jungen-Internat im Kloster Neustift geht daneben durch den Schwerpunkt Sport verstärkt auf die Bedürfnisse von Buben ein.

Die Vielfalt, die an der Stadtschule zu finden ist - die Schüler und Schülerinnen stammen aus dem Stadtzentrum von Brixen ebenso wie aus den umgebenden Dörfern, etwa 10% haben Migrationshintergrund, zudem kommen einige aus der sozialen Einrichtung Kinderdorf  - spiegelt sich wieder in einer inklusiven Ausrichtung, die seit 2013/14 angepeilt wird.

 

Lage

Die Mittelschule liegt in der Schulzone Nord der Stadt Brixen. Sie besteht seit dem Jahre 1969. Heute ist sie eine der drei verbliebenen Mittelschulen, die aufgrund der Schülerzahlen in keinem bisherigen Schulverteilungsplan zu einem Schulsprengel zusammengelegt wurden. Die Nähe zum urbanen Zentrum, zum Wirtschaftsstandort Brixen, zur Industriezone und zu ländlichen Dorfstrukturen ist ein großer Vorteil im Bildungsangebot. Kulturelle, wirtschaftliche und andere Lernangebote der Stadt lassen sich unmittelbar, zeit- und ressourcenschonend nutzen.

Soziales Umfeld

Die  Mittelschule Oswald von Wolkenstein ist Stadtschule, liegt im Zentrum Brixens und kann auf diverse Angebote der Stadt zurückgreifen. Die Schüler und Schülerinnen stammen aus dem Stadtzentrum von Brixen ebenso wie aus den umgebenden Dörfern, etwa 10% haben Migrationshintergrund, zudem kommen einige aus der sozialen Einrichtung Kinderdorf. Das Einzugsgebiet der „Oswald von Wolkenstein“ umfasst fünf Gemeinden: Brixen (Stadt und Fraktionen Elvas, Mahr, Tils und Tschötsch), Vahrn, Feldthurns, Natz-Schabs und Franzensfeste. Aus weiteren Gemeinden Südtirols kommen einzelne Schüler/innen der musikalischen Ausrichtung und ebenso die Buben, die im Schülerheim Neustift untergebracht werden. Insgesamt stammt nur ein Drittel der Schüler/innen aus der Stadt Brixen, die restlichen zwei Drittel pendeln aus den gemeindeeigenen Fraktionen und den umliegenden Landgemeinden ein. Eine besondere Herausforderung stellen diejenigen Schüler/innen dar, die aus den sozialen Einrichtungen der Stadt kommen (z.B. Kinderdorf) oder von jenen betreut werden (Sozialdienste Brixen).

 

Schulsitze: Neustift und Brixen

Während der Hauptsitz der Mittelschule “Oswald von Wolkenstein” mit 24 Klassen in der Schulzone Brixen Nord liegt, befindet sich die Außenstelle mit den drei Klassen des I-Zuges im Schülerheim des Chorherrenstifts Kloster Neustift.

Sowohl der Hauptsitz als auch die Außenstelle sind in historischen Baulichkeiten untergebracht. Der Hauptsitz befindet sich in einer Militärkaserne, die noch aus der Zeit der k.u.k. österreichisch-ungarischen Monarchie stammt. Das Gebäude wurde vor einigen Jahren saniert, der mit anderen Schulen genutzte Schulhof wurde im Sommer/Herbst 2017 umgestaltet.

Die Klassen des I-Zuges befinden sich im Chorherrenstift Kloster Neustift, das auf eine lange Tradition in der Knabenausbildung zurückblickt. Die Klassen stehen Buben offen, die im Heim des Klosters untergebracht sind und ihre ganze Schulwoche dort verbringen. Die Schüler stammen aus allen Landesteilen.

 

Klassen

 

Entwicklung der Schülerzahlen 2007 - 2015

 

2008/09

2009/10

2010/11

2011/12

2012/13

2013/14

2014/15

Klassen

27

27

27

27

27

27

26

Schüler/innen 1. Klassen

195

197

198

190

184

191

155

Durchschnitt Klassengröße

21,6

21,8

21,8

21,1

20,4

21,2

19,4

Schüler/innen 2. Klassen

184

194

198

194

193

188

194

Durchschnitt Klassengröße

20,4

21,5

21,8

21,5

21,4

20,8

21,5

Schüler/innen 3. Klassen

186

182

194

201

193

194

184

Durchschnitt Klassengröße

20,6

20,2

21,5

22,3

21,4

21,5

20,4

Schüler/innen insgesamt

565

573

590

585

570

573

533

Durchschnitt Klassengröße

20,9

21,3

21,7

21,6

21

21,2

20,5

 

Entwicklung der Schülerzahlen 2015 - 2020

 

2015/16

2016/17

2017/18

2018/19

2019/20

2020/21

2021/22

Klassen

26

 26

 27

 27

 

 

 

Schüler/innen 1. Klassen

184

 196

 177

 182

 

 

 

Durchschnitt Klassengröße

20,4

 21,8

 19,7

 20,2

 

 

 

Schüler/innen 2. Klassen

156

 180

 200

 176

 

 

 

Durchschnitt Klassengröße

19,5

 20

 22,2

 19,6

 

 

 

Schüler/innen 3. Klassen

194

 157

 174

 201

 

 

 

Durchschnitt Klassengröße

21,5

 19,6

 19,3

 22,3

 

 

 

Schüler/innen insgesamt

534

 533

 551

 559

 

 

 

Durchschnitt Klassengröße

20,5

 20,5

 20,4

 20,7

 

 

 

 

 

Die Raumsituation

Hauptgebäude

Das Hauptgebäude der Mittelschule “Oswald von Wolkenstein” in Brixen bietet mit 25 Klassen, 2 Lehrerzimmern, 3 Verwaltungsräumen, 15 Fachräumen, 8 Förderräumen, zwei Küchen und einer großen Bibliothek ausreichend Platz. Drei Klassen im Hochparterre verwendet derzeit die Grundschule. Inzwischen gut fortgeschritten ist  die angestrebte technische Ausstattung der Klassen und Arbeitsräume mit Beamern, Smartboards und  Computern.

Gemeinschaftsräume

Die Schule vermisst nach wie vor eine Aula Magna, in der die ganze Schulgemeinschaft Platz findet. Die Aula des Realgymnasiums stellt einen Ersatz dar, steht aber an Tagen wie Schulbeginn, Schulende, Weihnachten nur eingeschränkt zur Verfügung. Das Ausweichen in die Turnhalle ist möglich,  akustisch und von der Optik her stellt sie aber keinen vollwertigen Ersatz dar.

Die Schulbibliothek

Die Schulbibliothek verwaltet ca. 14.000 Medien und verschiedene Fachzeitschriften auf einer Fläche von 290 m². Der Bestand an digitalen Medien (CD-ROMs, CDs und DVDs) für Schüler/innen und Lehrpersonen wird laufend ausgebaut. Ebenso werden alle Lehrmittel zentral erfasst und verwaltet. Die zweckmäßige Aufteilung und die Einrichtung ermöglicht auch zwei Klassen gleichzeitig ungestörtes Arbeiten. Vor kurzem wurde die Bibliothek um einen Lehrmittelraum, in dem diverse Unterrichtsmaterialien für verschiedene Fächer untergebracht werden, erweitert. Der Bibliotheksbestand ist digital erfasst und wird ständig überarbeitet und erweitert. Der elektronische Katalog ermöglicht ein rasches Auffinden aller vorhandenen Medien, andere Brixner Institute sind online ebenfalls verknüpft. Die Schulbibliothek hat sich im Schuljahr 2013/14 einem Zertifizierungsprozess unterzogen und hat diesen mit 99,5 von 118 möglichen Punkten (=84% der Höchstpunktezahl) abgeschlossen. Eine hauptamtliche Bibliothekarin bietet neben Buchbearbeitung auch andere Dienste an (Bibliothekseinführungen für Schüler/innen und Lehrpersonen, Zusammenstellung von Themenpaketen, Beratung, Hilfestellung bei Recherchen, Mitarbeit bei lesefördernden Aktionen usw.); er ist auch in der Bibliothek der Außenstelle Neustift tätig. Die Leseförderung ist seit Jahren ein Anliegen der Schule; verschiedene Aktionen sollen in den Schülern und Schülerinnen die Freude am Lesen wecken und verstärken.

 

Die Rahmenbedingungen

Herkunftsgemeinden, Lage in der Schulzone Nord und damit zusammenhängende organisatorische Gegebenheiten

Das Einzugsgebiet der „Oswald von Wolkenstein“ umfasst fünf Gemeinden: Brixen (Stadt und Fraktionen Elvas, Mahr, Tils und Tschötsch), Vahrn, Feldthurns, Natz-Schabs und Franzensfeste. Aus weiteren Gemeinden Südtirols kommen einzelne Schüler/innen der musikalischen Ausrichtung und ebenso die Buben, die im Schülerheim Neustift untergebracht werden. Insgesamt stammt nur ein Drittel der Schüler aus der Stadt Brixen, die restlichen zwei Drittel pendeln aus den gemeindeeigenen Fraktionen und den umliegenden Landgemeinden ein.

In finanzieller Hinsicht ergibt sich daraus folgende Situation: Unser Ansprechpartner für Anschaffungen ist allein die Gemeinde Brixen, es gibt kein Konsortium. Die Pro-Kopf-Quoten, die alle Gemeinden entrichten müssen, werden insgesamt von bis zu 32 Gemeinden (Schülerheim Neustift) eingefordert.

Die Schülerbeförderung gibt einen festen Zeitrahmen vor, der nur in Absprache mit anderen Schulen der Schulzone Nord, deren Schüler/innen ebenfalls auf diesen Dienst angewiesen sind, abgeändert werden kann. Bei der Planung aller Tätigkeiten vor 07.50 Uhr und nach 13.10 Uhr müssen daher die Fahrschüler/innen und deren Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Einen weiteren Zeitrahmen gibt die Nutzung der Gemeinde-Mensa vor. Der Großteil unserer Schüler/innen besucht an Tagen mit Nachmittagsunterricht die Mensa. Die große Schülerzahl bedingt, dass zwei Turnusse im Abstand von einer halben Stunde dafür vorgesehen sind. Dadurch, dass auch die Schüler/innen der angrenzenden Grundschule und jene der italienischen Mittelschule an denselben Tagen Nachmittagsunterricht haben, müssen die jeweiligen Essenszeiten im Vorfeld mit den anderen Schulen abgesprochen und koordiniert werden. Die beiden Turnusse für die Mittelschule Oswald von Wolkenstein finden von 13.05 bis 14.05 Uhr statt. Auch an den anderen Tagen wird die Mensa von unseren Schüler/innen, welche Wahlangebote bzw. Instrumentalunterricht besuchen, genutzt.

Ebensolche Absprachen müssen für die Nutzung der Coni-Turnhalle getroffen werden. Die Dreifachturnhalle wird von insgesamt vier Schulen (Mittelschule “Oswald von Wolkenstein”, Grundschule “V. Goller”, Mittelschule “A. Manzoni”, Realgymnasium “J.P. Fallmerayer”) und von mehreren Sportvereinen genutzt. Die Gemeinde hat die Mittelschule “Oswald von Wolkenstein” mit der Verwahrung beauftragt.

 

Unterrichtsorganisation

Beide Schulstellen unterrichten an 5 Tagen pro Woche. Während der Nachmittagsunterricht am Hauptsitz jeweils dienstags und donnerstags stattfindet, wird er in Neustift aufgrund der speziellen Bedürfnisse der Heimschüler dienstags und freitags abgehalten.

Die Wahlangebote finden im Hauptsitz am Freitag statt, die Heimsituation in Neustift erlaubt die flexiblere Planung der Angebote. Zumeist finden sie dort montags statt.

Die Teilnahme aller Schüler/innen an den schulischen Aktivitäten ist nicht nur rechtlich vorgesehen, sondern auch sinnvoll. Außer im Fach Religion gibt es keine Abmeldung von Fächern, Inhalten oder einzelnen Tätigkeiten (etwa von Sport oder Schwimmen, von literarischen Inhalten wie Adventsgedichten, von Lehrfahrten oder Lehrausgängen). Einzige Ausnahmen sind die Teilnahmen am Eröffnungs- oder Schlussgottesdienst.

 

Stundentafel der Mittelschule Oswald von Wolkenstein

Stundentafel des Pflichtbereiches

 

  1. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

Deutsch

4

5

5

Italienisch

5

5

4

Englisch

2

2

3

Geschichte

2

2

2

Erdkunde

2

2

2

Naturkunde

2

2

2

Mathematik

4

4

4

Musik

2

2

2

Kunst

2

2

2

Technik

2

2

2

Sport

2

2

2

Religion

2

2

1

 

Stundentafel des Wahl- und Wahlpflichtbereiches und des offenen Unterrichts

 

  1. Klasse

2. Klasse

3. Klasse

Pflichtquote

Offener Unterricht

2

1

2

Pflichtquote

Wahlpflicht

1 Kit

1 Kit

1 Kit

Wahlfach

1

1

1

 

 

Stundenplan Hauptsitz

 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

7.50 - 8.40

 

 

 

 

 

8.40 - 9.30

 

 

 

 

 

9.30 - 10.20

 

 

 

 

 

10.20 - 11-10

 

 

 

 

 

11.10 - 11.25

Zwischen-

pause

 

 

 

 

11.25 - 12.15

 

 

 

 

 

12.15 -13.05

 

 

 

 

 

13.05 - 14.05

Mittags-

pause

 

 

 

 

14.05 - 14.55

 

 

 

 

Wahlfach

14.55 - 15.45

 

 

 

 

Wahlfach

 

Stundenplan in Neustift

 

 

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

7.50 - 8.40

 

 

 

 

 

8.40 - 9.30

 

 

 

 

 

9.30 - 10.20

 

 

 

 

 

10.20 - 11-10

 

 

 

 

 

11.10 - 11.25

Zwischen-

pause

 

 

 

 

11.25 - 12.15

 

 

 

 

 

12.15 -13.05

 

 

 

 

 

13.05 - 14.05

Mittags-

pause

 

 

 

 

14.05 - 14.55

Wahlfach

 

 

 

 

14.55 - 15.45

Wahlfach

 

 

 

 

Eine spezielle Situation besteht  in der Außenstelle Neustift. Dort haben die Schüler am Dienstag- und am Freitagnachmittag Unterricht. Dadurch, dass alle Schüler im Heim wohnen, kann das Wahlangebot flexibel gehandhabt werden, meist findet es montags statt. 

Die Unterrichtseinheiten an der Mittelschule “Oswald von Wolkenstein” dauern jeweils 50 Minuten.

Die Inhalte der Wahlfächer kommen den Neigungen und Interessen der Schüler/innen entgegen und fördern sie in ihrer Kreativität, im logischen Denken, in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Wahlfächer finden in 3 Blöcken an 5 bzw. 6 Nachmittagen statt und dauern 2 Schulstunden.

 

Fachcurricula

Die Curricula und Besonderheiten im Curriculum

Die von den einzelnen Fachgruppen festgelegten Fachcurricula mit inhaltlichen und methodischen Vorschlägen für die jeweiligen Fächer finden sich im Schuldokument “Fachcurricula”. Sie sind an die Rahmenrichtlinien angelehnt und definieren auch die fächerübergreifenden Bereiche, die zum Teil in den Fachunterricht einfließen. Als Besonderheit im Stundenplan scheinen Kit, die Wahlpflichtfächer und der offene Unterricht mit Lernberatung auf. Zum Schuldokument “Fachcurricula”

Grundsatzüberlegungen zu den Hausaufgaben

  1. Fachdidaktische und allgemeine didaktische Grundlagen

Hausaufgaben sind dann zu befürworten, wenn sie eine sinnvolle Ergänzung zum Unterricht darstellen, Ziel und Zweck müssen den Schüler/innen klar sein. Die Formulierung der Hausaufgabe muss klar und eindeutig sein:

 

2.  Die fachliche Funktion der Hausaufgabe

Hausaufgaben sind Mittel, mit deren Hilfe Schüler/innen ihr eigenes Verständnis überprüfen können. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um Anwendungsaufgaben (mit Übung, Vertiefung, Wiederholung) handelt oder um kognitiv anregende Aufgaben. Beide Arten sollten sich die Waage halten.  

 

3. Eigenverantwortung

Hausaufgaben müssen so gewählt sein, dass sie die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung der Lernenden zulassen und fördern, indem sie bei Bedarf differenziert sind und abgestimmt auf die Lern- und Verhaltensmöglichkeiten der jeweiligen Schüler/innen.

4. Zeitliche Perspektive

Das Erholungsbedürfnis der Schüler/innen am Nachmittag ist zu berücksichtigen (Spiel und Sport, soziale und kulturelle Verpflichtungen müssen ermöglicht werden). Der Klassenrat ist für die Abstimmung des zeitlichen Umfanges der Hausaufgaben verantwortlich und ergreift gegebenenfalls Maßnahmen.

 

5. Leitlinien für die Auswahl von Hausaufgaben

Schwerpunkte im Bildungsangebot

Musikzug

Von den 24 Klassen im Hauptsitz haben drei die musikalische Ausrichtung, eine besondere Form der gezielten Begabtenförderung. Für die Schüler/innen des E-Zuges gilt eine eigene Unterrichtsorganisation, zum Fachunterricht kommt der Instrumentalunterricht als zusätzliches Angebot hinzu. Die Aufnahme in den Musikzug erfolgt über eine Aufnahmeprüfung, die jeweils im Jänner stattfindet.

 

Unterricht mit Tablets und anderen digitalen Medien

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf der Arbeit mit digitalen Medien. Alle Schüler/innen erhalten im Rahmen des Wahlpflichtfaches eine wöchentliche Unterrichtsstunde in Kit. Nachdem im  A-Zug seit dem Herbst 2012 das Projekt „Tabletklasse“ als Schulversuch durchgeführt wurde, wurde dieser Schwerpunkt im Schuljahr 2015/16 auf weitere 2 Züge ausgeweitet. Die Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern können sich für einen Tabletzug anmelden, die Aufnahme erfolgt ohne Aufnahmeprüfung. Allerdings ist die Aufnahme an die Bereitstellung eines Tablets durch die Eltern oder Erziehungsberechtigten geknüpft.

Pädagogisches Konzept der Tabletklassen

Die Tabletklassen an der Mittelschule “Oswald von Wolkenstein” richten sich an einem eigenen pädagogischen Konzept aus, das alle Anforderungen der Fachcurricula berücksichtigt, die Erreichung der Ziele aber an einen verstärkten Gebrauch von digitalen Medien knüpft und damit den fächerübergreifenden Bereich “KIT” stark ausbaut. Das Tablet-Konzept findet sich im Anhang

Wahlpflichtfach KIT (Kommunikations- und Informationstechnologie)

Das Wahlpflichtfach Kit, das eine fixe Wochenstunde umfasst, garantiert den Schüler/innen das Erreichen der grundlegenden Kompetenzen im Bereich der digitalen Medien. Darin wird Fachunterricht mit digitalen Medien durchgeführt und der Umgang mit Computer und anderen neuen Medien in offenen Lernformen geschult. Ein Team von je zwei fachunterschiedlichen Lehrpersonen gibt die fächerübergreifenden Inputs. Für jedes Mittelschuljahr gibt es dabei klare Kompetenzziele, die auf den Rahmenrichtlinien des Landes fußen.

Ziele der 1. Klasse: Grundbegriffe, Tastatur kennenlernen, Einführung und Übung mit dem 10-Finger-Tippsystem, Umgang mit dem Computer (Hard- und Software), Arbeit mit einem Textverarbeitungsprogramm, digitale Präsentation, Recherche in Hypertexten.

Ziele der 2. Klasse: Multimediales Präsentieren mit Audio- und Video-Elementen, Umgang mit Bildbearbeitungsprogrammen, effiziente Suche von Informationen im Internet, Umgang mit E-Mail, Netiquette, Datenschutz, Urheberrecht.

Ziele der 3. Klasse: Tabellenkalkulation und Erstellen von Diagrammen, Festigung und Vertiefung der erlernten Fertigkeiten und Techniken, Erstellung von Hypertexten, Aufzeigen von Grenzen und Gefahren des Internets (z. B. Social Networks), kritischer Umgang mit Informationen, Erkennen von verschiedenen Manipulationsmöglichkeiten, Datensicherung (Backup, Antivirus), rechtliche Aspekte zu digitalen Medien und Internet.

Auf dem Weg zur inklusiven Schule

Nachdem im Leitbild verabschiedet wurde, eine inklusive Ausrichtung anzustreben, hat die Arbeitsgruppe Inklusion im Schuljahr 2014/2015 ihre Arbeit aufgenommen. Ihr Ziel ist es, kooperative Beziehungen zu stärken, Leistungspotentiale zu nutzen und das Lehr- und Lernumfeld zu optimieren. Damit soll eine Qualitätsverbesserung in den Beziehungen, den Bedingungen und  in den Leistungen erreicht werden.

Soziales Netzwerk

Zum einen bedingt die Tatsache, dass Hochbegabte unsere Schule genauso besuchen wie Schüler/innen mit besonderen Bedürfnissen, zum anderen bringt es die urbane Zuzugssituation mit sich, ebenso das Vorhandensein von privaten oder gleichgestellten Mittelschulen, die sich die Schüler/innen zum Teil selbst aussuchen können, die Nähe zum Südtiroler Kinderdorf und das generelle Ansteigen von familiären Trennungs- und Problemsituationen, dass der Bedarf an verschiedenen Differenzierungs- und Individualisierungsmodellen gestiegen ist. Ein soziales Netzwerk im Bezirk, dem neben anderen Schulen auch die Mittelschule Oswald von Wolkenstein, das  Kinderdorf, die Sozialdienste und  das pädagogische Beratungszentrum angehören, unterstützt die Lehrkräfte in ihrer Arbeit. 

Sozialpädagogin

An der Mittelschule “Oswald von Wolkenstein” ist eine sozialpädagogische Fachkraft tätig, die folgende Aufgaben erfüllt:

Migration

Die Arbeitsgruppe Migration zeigt Möglichkeiten auf, wie Schüler/innen gefördert werden können, die ohne die nötigen Sprachkompetenzen in die Schule kommen, zum anderen arbeitet die Gruppe Strategien aus, wie man auch die Eltern der jeweiligen Kinder verstärkt in den Bildungsprozess einbinden kann. Auch ihnen fehlen oft die Sprachkompetenzen, um wichtige Mitteilungen zu verstehen oder Entscheidungen treffen zu können.

Handreichung für die Eingliederung der Schüler/innen mit Migrationshintergrund

Prämisse

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind ab dem Tag ihrer Ankunft in Italien schul- und bildungspflichtig und haben das Recht auf Einschreibung in einen Kindergarten bzw. eine Schule. Dies gilt jederzeit während des Schuljahres und unabhängig von ihren sprachlichen Vorkenntnissen bzw. von dem Vorwissen in den verschiedenen Fächern. Schüler/innen, welche nicht im Besitz aller vorgesehenen Dokumente sind, werden mit Vorbehalt eingeschrieben.[1]

Die Handreichung für die Aufnahme der Schüler/innen mit Migrationshintergrund ist Teil des Dreijahresplanes. Das Gesetz Art. 45 DPR 31/08/1999 Nr. 394 des Bildungsministeriums und die Rahmenrichtlinien für die Eingliederung der Schüler/innen mit Migrationshintergrund (C.M.n.24-1.3.2006), angepasst im Jahre 2014, beinhalten geplante Inhalte und allgemeine Ziele. Dieses Dokument wird zu Beginn von den Klassenräten überprüft und nach Bedarf mit neuen Vorschlägen ergänzt.

1. Aufnahmekommission: Zusammensetzung und Aufgaben

Die Schuldirektorin ernennt die Mitglieder der Aufnahmekommission, die in der Regel aus folgenden Personen besteht:

-       Schuldirektorin

-       Koordinatorin für Integration

-       Koordinatorin für Migration

-       eine Sekretariatsmitarbeiterin

 

2. Klassenzuordnung

Die Aufnahmekommission überprüft die von der Familie ausgehändigte Dokumentation der Schulkarriere des Kindes, führt ein Gespräch mit der Familie - auch mit Hilfe eines Sprachmediators/einer Sprachmediatorin -  und stellt Überlegungen zur Klassenzuweisung an.

Die Schuldirektorin weist die Migrationsschüler/innen den Klassen zu. Dabei werden folgende Faktoren berücksichtigt:

-       Alter des Schülers/der Schülerin

-       Schulkarriere im Herkunftsland

-       Deutschkenntnisse

-       Klassengröße

-       Anzahl der Schüler/innen mit Migrationshintergrund in der Klasse

-       Anzahl der Schüler/innen mit besonderen Bedürfnissen

 

Nach Möglichkeit wird eine Klasse gewählt, welcher eine Integrationslehrperson zugewiesen ist. Ein/e Migrationsschüler/in kann höchstens ein Jahr zurückgesetzt werden, damit die soziale Integration gewährleistet wird.

 

3.  Begleitung

Die Koordinatorin für Migration stellt dem Klassenrat folgende Dokumente zur Verfügung:

a)    Erhebung über die Sprachkenntnisse (wichtiges Dokument für die Organisation der Sprachförderkurse)

b)    den angepasste IBP für Schüler/innen mit Migrationshintergrund

c)     Ansuchen für eine sprachliche Mediation

Die Koordinatorin steht den Klassenräten für die Beratung zur Verfügung. Die Lehrpersonen können sich an sie wenden, wenn sie eine Mediationsstunde brauchen oder Fragen zum individuellen Bildungsplan (IBP) haben.  

Die Koordinatorin pflegt die Kontakte mit dem Sprachenzentrum und teilt den Klassenräten die Termine für die Sprachkurse mit. In Zusammenarbeit mit der Sekretariatsmitarbeiterin übermittelt sie dem Sprachenzentrum die Namenslisten der Schüler/innen, welche einen Sprachenkurs besuchen müssen, die Niveaustufen der verschiedenen Schüler/innen und die erforderliche Sprache (deutsch oder italienisch). Die Koordinatorin pflegt die Kontakte mit den Lehrpersonen des Sprachenzentrums und übermittelt ihnen die e-Mailadressen der zuständigen Lehrpersonen des Klassenrates.

 

Die Koordinatorin für Integration berät die Integrationslehrperson oder den/die vom Klassenrat ernannte/n Tutor/in bei der Erstellung des IBPs. Integrationslehrperson oder Tutor/in unterstützt die Integration des neuen Schülers/der neuen Schülerin in die Klasse.

 

Der Mediator/Die Mediatorin ist keine Lehrperson. Er/Sie begleitet das Kind in den ersten Wochen, ermöglicht die Kommunikation zwischen diesem und anderen Schüler/innen und Lehrpersonen, erklärt dem Kind und seiner Familie den Alltag an der Schule, den Schulkalender, das Mitteilungsheft und Weiteres mehr.

Nach der Ersteingliederung (30 Stunden im Sonnenjahr) kann bei Bedarf um weitere Stunden angesucht werden.

 

4. Aufgaben des Klassenrates

Der Klassenrat wird von der Schuldirektorin oder von einer zuständigen Lehrperson  informiert.

Der Klassenrat:


[1] Handreichung zu den rechtlichen Grundlagen der Förderung der Schüler/innen mit Migrationshintergrund

 

Religiöse Toleranz

Als Schulgemeinschaft pflegt die Mittelschule Oswald von Wolkenstein die Werte und Traditionen der christlich-abendländischen Kultur und setzt auf religiöse Toleranz. Aus diesem Verständnis heraus verstehen wir die Begegnung mit christlichen Werten besonders für Schüler/innen anderer Glaubensgemeinschaften als Chance, sich gut einzuleben und Mitmenschen in ihrer Handlungsweise zu verstehen. Vom Religionsunterricht können sich die Schüler/innen anderer Glaubensgemeinschaften im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten abmelden; dies geschieht mit mit dem Akt der Einschreibung in die 1. Klasse, in Ausnahmefällen vor Beginn des nächsten Schuljahres, ist aber während des Jahres nicht möglich. Die Schüler/innen erhalten Alternativunterricht, vor allem jene Schüler/innen, denen Sprachkompetenzen noch weitgehend fehlen. Sie bleiben zum Teil in der Klasse (Aufsicht durch die Religionslehrpersonen) und beschäftigen sich selbstständig mit Aufgaben, zum Teil gehen sie in die Bibliothek (Aufsicht durch den Bibliothekar), manche gehen in den Randstunden nach Hause. Der Vorschlag des Klassenrates wird den Eltern unterbreitet.

 

Fachübergreifende Lernangebote

Orientierung

Die 3. Klasse der Mittelschule wird als Orientierungsjahr bezeichnet, da die Wahl der weiterführenden Schule und damit die Anbahnung eines Lebensprojektes im Mittelpunkt steht. Gerade im Zeitalter des lebenslangen Lernens gewinnt der Bereich „Orientierung“ besondere Bedeutung. Es geht darum,

Weiters gilt es, Verantwortung für die eigene Lebensplanung, Gesundheit und Sicherheit zu übernehmen und sich mit wandelnden Wertesystemen in einer zunehmend komplexeren Gesellschaft auseinanderzusetzen.

 

Wahlangebote am Nachmittag

Das Gesamtkonzept der Angebote im Wahlbereich orientiert sich an den Interessen, Neigungen und Bedürfnissen der Schüler/innen unter Berücksichtigung der besonderen Erfordernisse der Familien und des Umfeldes sowie der personellen Ressourcen der Lehrpersonen. Die Gruppengröße orientiert sich an den Inhalten und Methoden der Angebote. Die Teilnahme an den Angeboten ist unentgeltlich, abgesehen von Fahrtspesen, Eintritten und Verbrauchsmaterial.

 

Begabungsförderung

Die Arbeitsgruppe Begabungsförderung setzt vor allem in der Lehrerschaft an und setzt auf Maßnahmen, die es den Lehrpersonen der Mittelschule Oswald von Wolkenstein ermöglichen, Begabungen und Neigungen zu erkennen und diese im Rahmen der schulischen Unterweisung zu fördern.

 

Lernberatung

Die Lernberatung ist im curricularen Unterricht innerhalb des “Offenen Unterrichts mit Lernberatung” verankert und garantiert den Schüler/innen die Möglichkeit, über freie Unterrichtsformen eigenständiges und selbstgesteuertes Lernen zu erfahren. In diesen zwei bzw. ein Wochenstunden beraten und betreuen zwei Lehrpersonen die Schüler/innen beim Lernen und Arbeiten. Im Vordergrund stehen die Stärkung der Selbstkompetenz, die Orientierung über die eigenen Fähigkeiten, die Reflexion über das eigene Lernen. Die anzustrebenden Kompetenzen sind den Schüler/innen bekannt und im Curriculum festgelegt.

 

Alternative Bildungsangebote

Jugendliche, die nicht imstande sind, den sozialen Druck einer Lerngruppe auszuhalten und am Klassenunterricht teilzunehmen, haben die Möglichkeit, alternative Schulmodelle in Anspruch zu nehmen.  Diese umfassen 3 Gruppen:

Alle Modelle werden in Absprache mit Klassenrat, Erziehungsberechtigten und Helferkreisen vereinbart.

 

 

Bewertungskriterien

Curricula

Die Fachcurricula für die Fächer der Mittelschule Oswald von Wolkenstein wurden 2013/2014 erstellt und stellen den Rahmen für den Fach- und den fächerübergreifenden Unterricht dar. Sie richten sich an den Rahmenrichtlinien des Landes Südtirol aus und finden sich im Anhang zu diesem Schulprogramm. Bereiche wie LIG, Verkehrs- und Sicherheitserziehung, Umwelterziehung wurden den einzelnen Fächern zugeordnet und werden im Rahmen dieser bewertet.

 

Zuordnung von Leistung und Note (Beschluss Lehrerkollegium 2009)

Die Beschreibung der Noten gilt für alle Fächer und Tätigkeiten, für alle schriftlichen, mündlichen, praktischen und graphischen Leistungserhebungen, für die Bewertung einzelner Arbeiten ebenso wie für das Zeugnis und die Abschlussprüfung. Wir verwenden einfache, vergleichbare Formulierungen. Die feinen Unterscheidungen gewährleisten einerseits eine trennscharfe Benotung, lassen andererseits dem Lehrer/Klassenrat einen gewissen pädagogischen Spielraum. Eine Schülerarbeit kann daher – im Sinne der Individualisierung - auch unterschiedlich bewertet werden. Es ist aber notwendig, dass Lehrer/innen ihren Schüler/innen die genauen Anforderungen für die Erreichung einer bestimmten Bewertungsstufe erklären.

 

Note

Kompetenzen: Sprachkompetenz, Selbständigkeit, Arbeitstechniken

Kenntnisse: Erfassen und Anwenden des Lernstoffs

Arbeitsorganisation:

Ausführen, Umsetzen, Anwenden

Persönlicher Lernfortschritt

zehn

Beherrscht auch anspruchsvolle Kompetenzen sehr sicher; drückt sich sehr sicher und normgerecht aus; beherrscht die erweiterte Fachsprache sehr sicher; wendet die Arbeitstechniken sicher und selbständig an

Beherrscht anspruchsvolle Inhalte sehr sicher und setzt sich kritisch damit auseinander, gute Allgemeinbildung, stellt selbständig Zusammenhänge her

Wendet Gelerntes in neuen Situationen sehr sicher an; findet eigene Lösungswege; führt auch anspruchsvolle Arbeiten und Hausaufgaben planvoll, vollständig und regelmäßig aus

Erzielte in fast allen Bereichen große persönliche Fortschritte

neun

Beherrscht anspruchsvolle Kompetenzen sicher, drückt sich sicher und normgerecht aus; beherrscht die erweiterte Fachsprache sicher; wendet die Arbeitstechniken sicher und selbständig an

Beherrscht anspruchsvolle Inhalte sicher, nimmt dazu Stellung, verfügt über Hintergrundwissen, erkennt Zusammenhänge

Wendet Gelerntes in neuen Situationen sicher an; führt Arbeiten und Hausaufgaben planvoll, vollständig und regelmäßig aus

Erzielte in fast allen Bereichen persönliche Fortschritte

acht

Beherrscht grundlegende Kompetenzen sicher; drückt sich angemessen und meist normgerecht aus; beherrscht die Fachsprache sicher; wendet die grundlegenden Arbeitstechniken an

Beherrscht wesentliche Inhalte zur Gänze und erkennt Zusammenhänge selbständig

Wendet Gelerntes auch in neuen Situationen an; führt Arbeiten und Hausaufgaben bereitwillig, meist vollständig und regelmäßig aus

Erzielte in mehreren Bereichen persönliche Fortschritte

sieben

Beherrscht die grundlegenden Kompetenzen; drückt sich angemessen und verständlich aus; beherrscht grundlegende Fachbegriffe; wendet die eingeübten Arbeitstechniken an

Erfasst den Lernstoff und wendet ihn in den wesentlichen Bereichen an; erkennt einfache Zusammenhänge mit Hilfe

Wendet Gelerntes teils in neuen Situationen an; führt Arbeiten und Hausaufgaben nicht immer verlässlich und sorgfältig aus

Erzielte in einigen Bereichen persönliche Fortschritte

sechs

Beherrscht grundlegende Kompetenzen weitgehend; drückt sich meist verständlich aus; beherrscht wenige Fachbegriffe; wendet Arbeitstechniken bei entsprechender Anleitung meist richtig an

Verfügt über ausreichende Kenntnisse von Inhalten, wenn auch in Form von Einzelwissen

Wendet Gelerntes nach vorgegebenen Mustern an; führt Arbeiten und Hausaufgaben wenig verlässlich, nicht sorgfältig aus

Erzielte in Teilbereichen persönliche Fortschritte

fünf

hat Lücken in den Grundkompetenzen, drückt sich oft fehlerhaft aus; beherrscht kaum Fachbegriffe; Mängel beim Anwenden von Arbeitstechniken

Die Kenntnisse sind noch lückenhaft, nicht zusammenhängend

Wendet Gelerntes kaum an; führt Arbeiten und Hausaufgaben widerwillig, nicht verlässlich aus

Erzielte kaum persönliche Fortschritte

vier

Hat sich keine Kompetenzen angeeignet; große Lücken angereift; verwendet nicht das Hochdeutsch, drückt sich nicht angemessen aus; beherrscht keine Fachbegriffe; wesentliche Arbeitstechniken fehlen

Sehr große Lücken im Grundwissen, der Schüler/die Schülerin findet keinen Zugang zu neuen Inhalten

Wendet Gelerntes nicht an; verweigert Mitarbeit und Hausaufgaben

Erzielte keine persönlichen Fortschritte, war nicht in der Lage, Lücken aufzuholen

 

Wahlfächer und KIT - Entsprechung von Note und Leistung (Legende)

 

zehn

Zielführender, beständiger Einsatz, erwarb komplexe Kompetenzen

neun

viel Einsatz, erwarb auch erweiterte Kompetenzen

acht

stetiger Einsatz, erweiterte seine/ihre Kompetenzen

sieben

zeigte Einsatz, eignete sich grundlegende Kompetenzen an

sechs

zeitweiliger Einsatz, näherte sich grundlegenden Kompetenzen an

fünf

wenig Einsatz, eignete sich kaum Kompetenzen an

 

Kriterienkatalog für die Formulierung der Gesamturteile

 

Sozialkompetenz (Kommunikation, soziale Verantwortung, Konfliktverhalten)

Umgangsformen kennen und anwenden

Sich in der Gruppe zurechtfinden

Die eigene Meinung in angemessener und korrekter Form ausdrücken

In der Gruppe Aufgaben und Verpflichtungen übernehmen und sie zuverlässig erledigen

Sich verantwortlich fühlen für die Ergebnisse der Gruppe

Sich an Vereinbarungen, Regeln, Anweisungen halten

Konflikte mit Worten und Argumenten friedlich lösen

 

 

Selbstkompetenz (Interesse und Motivation, Lern- und Arbeitsweise)

Sich die Zeit einteilen (Hausaufgaben, Vorbereitung auf eine Lernzielkontrolle)

Eine Arbeit eigenverantwortlich beginnen und vollenden

Zum Lernen motiviert sein, aktiv im Unterricht mitarbeiten

Mit Daten und Eigentum anderer verantwortungsvoll umgehen

Ausdauernd arbeiten, bei Schwierigkeiten nicht sofort aufgeben.

Sich Informationen selbst beschaffen, Hilfsmittel verwenden

Eigene Lösungsansätze entwickeln

 

 

Sachkompetenz, fächerübergreifend

Die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen beherrschen

Sich selbstständig Informationen besorgen (Wörterbuch, Lexikon, Bibliothek, Internet).

Einen Text überlesen, wesentliche Aussagen aus einem Text filtern und anschaulich darstellen (unterstreichen, zusammenfassen, …)

Arbeitsergebnisse verbal und grafisch präsentieren

Eigene Unterlagen sauber und übersichtlich gestalten (Heftführung, Vollständigkeit der Inhalte,…)

Regelmäßige Vorbereitung, konstant mitlernen.

 

Kriterien für eine Nichtversetzung und Nicht-Zulassung

Schülerinnen und Schüler haben grundsätzlich das Recht auf eine Versetzung in die nächstfolgende Klasse bzw. Schulstufe. Eine Nicht-Versetzung bzw. Nicht-Zulassung zur Abschlussprüfung erfolgt nur in begründeten Ausnahmefällen und nach definierten Kriterien. Diese Kriterien sind für alle Klassenräte verbindlich.

Das Lehrerkollegium hat am 6. Mai 2008 nach einer eingehenden Diskussion die von einer Arbeitsgruppe vorbereiteten Kriterien für eine mögliche Nicht-Versetzung eines Schülers/einer Schülerin beschlossen. Der Klassenrat kann sich für eine Nicht-Versetzung entscheiden, wenn der betroffene Schüler/die Schülerin in mindestens zwei Kompetenzbereichen (Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz) überwiegende Defizite aufweist. In diesen Fällen ist davon auszugehen, dass der Schüler/die Schülerin keine Chance hat, im folgenden Jahr mit den Anforderungen zurechtzukommen und deshalb ein zusätzliches Jahr benötigt, um die Defizite abzubauen.

 

SELBSTKOMPETENZ

Persönliche Reife, mit der der Schüler/die Schülerin den alltäglichen schulischen Anforderungen begegnet

 

 

 

 

Mitarbeit und Arbeitsorganisation: Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- bringt die Arbeitsmaterialien mit

 

 

 

 

- hält die Hefte und Bücher in Ordnung

 

 

 

 

- organisiert sich selbständig

 

 

 

 

- folgt dem Unterricht

 

 

 

 

- meldet sich mit passenden Beiträgen

 

 

 

 

- versteht Arbeitsaufträge

 

 

 

 

Selbständigkeit und Reife: Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- arbeitet in einem angemessenen Tempo

 

 

 

 

- trifft Entscheidungen selbst

 

 

 

 

- beendet begonnene Aufträge

 

 

 

 

- arbeitet planvoll und zielführend

 

 

 

 

- führt Aufgaben regelmäßig aus

 

 

 

 

- schätzt sich selbst ein

 

 

 

 

SOZIALKOMPETENZ

Die Fähigkeit, sich in der Gruppe zurechtzufinden und an Regeln zu halten

 

 

 

 

Sinn für Gemeinschaft: Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- arbeitet mit allen zusammen

 

 

 

 

- äußert seine Bedürfnisse

 

 

 

 

- akzeptiert andere Meinungen

 

 

 

 

- übernimmt Verantwortung

 

 

 

 

Sinn für Regeln: Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- hält sich an Regeln

 

 

 

 

- hält persönliche Vereinbarungen ein

 

 

 

 

- nimmt Rücksicht auf andere

 

 

 

 

- verwendet eine angemessene Sprache

 

 

 

 

SACHKOMPETENZ

Die grundlegenden fachlichen Voraussetzungen und Kulturtechniken, die der Schüler/die Schülerin benötigt, um in der nächsten Klasse bestehen zu können

 

 

 

 

Umgang mit Lerninhalten: Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- begegnet neuen Lerninhalten aufgeschlossen und  interessiert

 

 

 

 

- wendet Arbeitstechniken an

 

 

 

 

- erfasst Zusammenhänge

 

 

 

 

- vertieft Lerninhalte

 

 

 

 

Im sprachlichen Bereich: Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- besitzt grundlegende Lesefertigkeiten

 

 

 

 

- versteht gelesene Texte

 

 

 

 

- besitzt einen altersgemäßen Wortschatz

 

 

 

 

- beherrscht Regeln der Rechtschreibung und Grammatik

 

 

 

 

Im mathematisch-logischen Bereich: Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- beherrscht die Grundrechenarten

 

 

 

 

- versteht und löst Sachaufgaben

 

 

 

 

- besitzt ein geometrisches Vorstellungsvermögen

 

 

 

 

  • erkennt logische Zusammenhänge

 

 

 

 

Im technisch-künstlerischen-praktischen Bereich:

Der Schüler/die Schülerin

+ +

+

-

- -

- verfügt über feinmotorische Fertigkeiten

 

 

 

 

- besitzt sportliche Fähigkeiten

 

 

 

 

- benutzt Geräte und Werkzeuge anweisungsgemäß

 

 

 

 

- gestaltet und arbeitet kreativ und künstlerisch eigenständig

 

 

 

 

PERSÖNLICHE FORTSCHRITTE

Die Entwicklung in Bezug auf die Ausgangslage der Schüler/die Schülerin

 

 

 

 

- nimmt individuelle Hilfe in Anspruch

 

 

 

 

- befolgt Ratschläge

 

 

 

 

- setzt einmal gefasste Vorsätze um

 

 

 

 

- reflektiert eigenes Arbeiten und Lernen

 

 

 

 

- erzielt persönliche Fortschritte

 

 

 

 

- ist in der Lage, Lücken aufzuholen

 

 

 

 

 

Die Schulordnung

Die Schulordnung regelt wesentliche Bereiche des Schullebens; sie richtet sich nach staatlichen  und Landesnormen und fußt auf langjährigen Erfahrungen. Mit der Einschreibung in unsere Schule verpflichten sich die Schüler/innen, sich an die geltende Schulordnung zu halten. Vorbehalten bleiben ergänzende Richtlinien und Weisungen bei außerordentlichen schulischen Anlässen wie speziellen Projekten, Exkursionen, Partnerschaften.

Grundsätzliches:

Wir setzen voraus, dass Schüler/innen die Grundregeln des menschlichen Zusammenlebens kennen oder bereit sind, diese zu erlernen. Dazu zählen wir Respekt und Toleranz Mitmenschen gegenüber, eine angemessene Form bei der Äußerung von Anliegen und Bedürfnissen, das Beachten der Weisungen von Lehr- und Schulpersonal, die sorgfältige Behandlung eigenen und fremden Eigentums, die Einhaltung der Unterrichtszeit.

1. Unterrichtszeiten

Der Schulrat beschließt den jährlichen Schulkalender, er legt auf der Grundlage des Schulkalenders  auf Landesebene Unterrichtsbeginn und –ende fest, sowie die Verteilung der Unterrichtsstunden auf die fünf Tage in der Woche.

2. Abwesenheiten

2.1. Die Erziehungsberechtigten sind verantwortlich, ihre Kinder regelmäßig zur Schule zu schicken. Als Rechtfertigungsgründe für Abwesenheiten gelten Krankheit oder Unfall, Verhinderung durch höhere Gewalt, Familienanlässe, Todesfälle im Familienkreis. Unaufschiebbare Arzttermine sind nach Möglichkeit in der unterrichtsfreien Zeit wahrzunehmen.

Die Zugehörigkeit zu Vereinen und Freizeitorganisationen darf den Unterrichtsbesuch der Schüler/innen nicht beeinträchtigen; entsprechende Abwesenheiten werden von der Schule zur Kenntnis genommen, aber nicht entschuldigt. Dasselbe gilt für Urlaube während der Unterrichtszeit. Bei unentschuldigten Absenzen gibt es keinen Anspruch auf Nachholunterricht. Es liegt in der Verantwortung der Schülerin/des Schülers bzw. der/s Erziehungsberechtigten, Versäumtes nachzuholen. Die Lehrpersonen sind berechtigt, die Lernzielkontrollen nachholen zu lassen.

2.2. Jede Lehrperson stellt zu Unterrichtsbeginn die Präsenz fest und trägt die Absenzen ins Klassenbuch und ins persönliche Register ein.

2.3. Jede Absenz ist im Mitteilungsheft von den Erziehungsberechtigten mit Angabe des Grundes schriftlich zu entschuldigen. Dispensationen vom Turnunterricht sind an ein ärztliches Zeugnis gebunden.

2.4. Die Klassenlehrperson bestätigt durch ihre Unterschrift, dass sie die Entschuldigung als begründet anerkennt.

2.5. Ist eine Abwesenheit vorhersehbar, so ist dies vorher mit der Direktorin zu vereinbaren.

2.6. Ist eine Klasse fünf Minuten nach Unterrichtsbeginn noch ohne Lehrperson, meldet dies der Klassensprecher unverzüglich im Sekretariat.

3. Aufenthalt im Schulhaus

3.1. die Schule wird um 7.45 Uhr für die Schüler/innen geöffnet und schließt um 13.10 Uhr bzw. um 15.50 Uhr. In den Monaten November – März dürfen sich die Fahrschüler ab 7.30 Uhr in der Halle im Untergeschoss aufhalten.

3.2. Die Schüler/innen betreten und verlassen das Gebäude über folgende Eingänge: die Klassen des blauen Gebäudes über den Haupteingang, die Klassen des rosaroten Gebäudes über den Eingang West, die jeweils letzte Klasse zur Grundschule hin des 1. und 2. Stockes darf nach Unterrichtsende das Stiegenhaus der Grundschule benutzen.

3.3 Das Schulhaus ist kein allgemeiner Aufenthaltsort. Deshalb verlassen alle Schüler/innen unmittelbar nach Unterrichtsende umgehend das Schulhaus und betreten es außerhalb der Unterrichtszeit nur mit Erlaubnis.

3.4 Der Aufenthalt in den Schulräumen ist den Schüler/innen grundsätzlich nur während der Unterrichtszeiten und unter Aufsicht einer Lehrkraft gestattet. In sämtlichen Schulzimmern sind Hausschuhe zu tragen; die Turnhalle darf nicht mit Straßenschuhen betreten werden.

3.5. Die Schüler/innen haben für Einrichtungen und Räumlichkeiten Sorge zu tragen und auf Sauberkeit zu achten. Für mutwillige Beschädigung haften die Erziehungsberechtigten der

3.6. Der Aufenthalt von Schüler/innen in den Fachräumen ist aus Sicherheitsgründen nur in Anwesenheit einer Lehrperson gestattet.

3.7. Nach Unterrichtsende stellen die Schüler/innen die Stühle auf die Tische und sammeln herumliegende Papiere und Abfälle auf.

4. Ordnung, Sauberkeit und Sorgfalt

4.1. Beim Betreten des Schulhauses sind die Schuhe gründlich zu reinigen, vor der Klasse werden Schuhe und Kleider in den zugeteilten Garderoben ordentlich verstaut bzw. aufgehängt.

4.2. Abfälle und Papiere werden nicht aus dem Fenster geworfen, sie gehören im Schulhaus und auf dem Schulareal in die dafür vorgesehenen Behälter.

4.3. Vor allem in den WC-Anlagen ist auf Sauberkeit zu achten.

4.4. Alle Schüler/innen achten in ihrem Interesse auf ihre eigenen Wertsachen, sie lassen nichts in den Garderoben, Kleidungsstücken, Umkleideräumen oder leeren Klassen zurück. Die Schule übernimmt keine Verantwortung für gestohlene Wertsachen.

5. Verhalten auf dem Schulhof

5.1. Fahrräder und Leichtmotorräder werden im Schulhof geschoben, der Motor erst außerhalb des Schulhofes angestellt. Alle Zweiräder werden auf den ausgewiesenen Plätzen abgestellt und sind dort unbeaufsichtigt. Die Schule haftet nicht für Schäden, die Dritte an den abgestellten Fahrrädern

5.2. Das Befahren des Schulareals mit Motorrädern ist grundsätzlich verboten.

5.3. Der Schulhof ist ein werbefreier Raum, jegliche Plakatierung und Verteilung von Werbematerial ist untersagt.

6. Pausenregelung

6.1. Alle Schüler/innen begeben sich in der Pause am Vormittag auf den Schulhof; sie werden von Lehrpersonen beaufsichtigt und dürfen das Schulgelände nicht verlassen. Das Schulgelände endet an der Nordwestflanke des Gebäudes, die Zufahrt an der Mensa gehört nicht mehr dazu.

6.2. Bei Regen bleiben die Schüler/innen im Klassenraum und im angrenzenden Gang, gehen nicht in andere Stöcke oder Klassen und halten sich im Aufsichtsbereich der Lehrpersonen auf.

6.3. In der Mittagspause verlassen alle Schüler/innen, die sich von der Schule abgemeldet haben, den Schulhof. Die anderen Schüler/innen besuchen in dieser Zeit die Mensa oder versorgen sich selbst. Die Selbstversorger dürfen sich in der Halle im Untergeschoss aufhalten. In der verbleibenden Zeit halten sich alle Schüler/innen im Schulhof auf. Es gelten die gleichen Regeln wie bei der Vormittagspause.

7. Räume, Einrichtungen , Geräte

7.1. Verluste von persönlichen Gegenständen und Schäden an persönlichen Gegenständen werden von der Schule nicht vergütet.

7.2. Fundsachen werden im Sekretariat oder bei den Schulwart/innen in der Loge abgegeben; am Schulende verfügt die Schule über nicht abgeholte Gegenstände.

7.3. Die Schüler/innen pflegen einen verantwortungsbewussten Umgang mit allen Geräten und Gegenständen der Schule. Die Reparatur von mutwillig ausgelösten Sachschäden erfolgt auf Kosten der betreffenden Schüler. In Absprache mit den Eltern geht die Rechnung auf deren Namen (Versicherung) oder auf die Schule (Banküberweisung durch Schüler).

7.4. Die Schule haftet nicht für Diebstähle im Schulbereich. Es ist angebracht, Wertgegenstände zu Hause zu lassen.

7.5. Bei Verstößen gegen die Disziplinarordnung sind die Lehrpersonen befugt, Gegenstände zu konfiszieren. Sie werden nach einem angemessenen Zeitraum den Eltern wieder ausgehändigt.

8. Versicherung

8.1. Sie Schüler/innen sind gegen Unfälle auf dem Schulweg, in der Schule und bei allen schulischen Veranstaltungen versichert.

8.2. Die Schule bearbeitet nur Unfälle, die von Lehrpersonen beobachtet und gemeldet oder von den Schüler/innen unverzüglich der zuständigen Lehrperson oder im Sekretariat gemeldet werden.

9. Schülertransporte

9.1. Alle Schüler/innen verpflichten sich zu einem korrekten Benehmen im Schülerbus; sie beachten die Anweisungen des Fahrers.

9.2. Bei gröberem oder wiederholtem Fehlverhalten nimmt der Busfahrer der Schülerin/dem Schüler das ABO+ ab. Dieses wird nach Bozen geschickt, von wo aus es die Schule mit dem Datum zurückbekommt, an dem es dem Schüler wieder zurückgegeben werden darf.

10. Elternkontakte

10.1. Die Eltern pflegen regelmäßig Kontakte zur Schule, sie nehmen ihr Recht auf Information wahr, indem sie sich in regelmäßigen Zeitabständen zu Gesprächen anmelden, sich mit den Mitteilungen der Schule auseinandersetzen und ihrerseits der Schule notwendige Informationen über Ihr Kind übermitteln. Sie halten sich an die Vereinbarungen und unterstützen ihr Kind in seinen schulischen Pflichten.

10.2. Während des Schuljahres finden zwei kollegiale Elternsprechtage pro Klasse statt, wo die Eltern Gelegenheit haben, alle Lehrpersonen anzutreffen. Im Weiteren werden Kontakte zu den Eltern in Form von Elternnachmittagen oder Einzelgesprächen bei den wöchentlichen angebotenen Elternsprechstunden gefördert.

10.3. Die Eltern respektieren das Recht auf Privatsphäre der Lehrpersonen und führen Gespräche über ihr Kind ausschließlich an der Schule (rufen sie nicht zu Hause an!). Genauso werden die Lehrpersonen bei Bedarf versuchen, die Eltern telefonisch zu erreichen, mit Ihnen Anfallendes zu besprechen oder einen Termin zu vereinbaren. Auch bei unterschiedlichen Erziehungsvorstellungen bemühen sich die Eltern und Lehrpersonen im Interesse des Kindes um einen korrekten und höflichen Umgang miteinander.

11. Information

11.1. Alle Informationen zwischen Schule und Elternhaus erfolgen über das Mitteilungsheft. Die Schüler/innen sind verpflichtet, den Eltern die Mitteilungen zu unterbreiten.

11.2. Das Heft wird den Schüler/innen kostenfrei ausgehändigt. Bei Verlust erhebt die Schule eine Gebühr von 5 € für das Ersatzheft, in dem die Schüler/innen alle Einträge nachzuschreiben haben.

11.3. Schüler/innen dürfen ohne Erlaubnis der Schulleitung keine Plakate, Zeichnungen oder Mitteilungen im Schulhaus und Schulhof aushängen.

11.4. Informationen über außerschulische Veranstaltungen und Werbematerial werden nicht an die Schüler/innen verteilt, die Schule bleibt ein werbefreier Raum. Ausnahmen werden mit der Direktorin besprochen.

12. Mensadienst

12.1. Der Mensadienst ist eine Dienstleistung der Gemeinde. Die Schule nimmt die An- und Abmeldungen entgegen und leitet sie an die Gemeinde weiter.

12.3. Die Schule stellt den Aufsichtsdienst und beaufsichtigt die Schüler/innen während des Essens. Das Essen wird in zwei Turnussen ausgegeben. Dabei halten sich die Schüler/innen an folgende Regeln:

• Es wird nicht gedrängelt und gelaufen, bei Turnuswechsel gehen die Schüler/innen geordnet zur zugewiesenen Tür der Mensa.

• Stille Mensa – wer redet bzw. stört, wird verwiesen bzw. in die Direktion gebracht.

• Die Schüler/innen suchen sich die Plätze nicht aus, die Sitzreihen werden aufgefüllt.

• Wer Essen nachholt, stellt sich wieder hinten an.

• Nachspeisen, Obst und Brot dürfen nur in der Mensa gegessen werden.

• Jacken müssen in die Mensa/den Pausenhof mitgenommen werden, die Schule wird während der Pause nicht betreten.

• Austreten können die Schüler/innen in der Mensa oder im „Notfall“ durch den Haupteingang des Schulgebäudes links.

• Kein Schüler darf das Schulareal verlassen.

 Alle Schüler/innen müssen in den Pausenhof gehen, die Selbstversorger können in das Untergeschoss gehen.

• Beim zweiten Turnus, ebenso am Nachmittag, fünf Minuten bevor die Schule wieder beginnt, wird geläutet.

13. Sicherheitsbestimmungen

Alle Menschen im Hause werden auf Risiken und Sicherheitsmaßnahmen aufmerksam gemacht. Für die einzelnen Fachräume gelten die jeweiligen Ordnungen; die Fachlehrpersonen machen die Schüler damit bekannt. Die Schüler/innen haben die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten und für die eigene Sicherheit wie für jene der Mitmenschen im Hause Sorge zu tragen. Unbefugten ist der Zutritt zur Schule verboten.

Unterrichtsbegleitende Tätigkeiten

Zielsetzung der unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen

Unterrichtsbegleitende Veranstaltungen sind Unterrichtsformen, bei denen die Schüler/innen innerhalb und außerhalb des Schulareals unter der pädagogischen Leitung und Verantwortung der autonomen Schule Tätigkeiten durchführen, die dazu beitragen, dass Kompetenzen und Unterrichtsziele durch Veranschaulichung, Ergänzung und Vertiefung erreicht werden können.

Die Durchführung der unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen fällt im Sinne der organisatorischen, didaktischen und finanziellen Autonomie der Schule in die Entscheidungsbefugnisse und Verantwortung der Mitbestimmungsgremien und der Schulführungskraft.

Rahmenbedingungen der unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen

Zu beachten sind der kontinuierliche Unterricht in allen Fächern, ein angemessenes Verhältnis zwischen Zeitaufwand und Lernzuwachs, ein tragbarer Organisationsaufwand für die Schule, sowie eine geringe finanzielle Belastung für die Familie.

12.1. Räumlicher Rahmen:

Um lange Fahrtzeiten und Kosten zu vermeiden, beschränken sich die Lehrausgänge vorzugsweise auf die nähere Umgebung. Das Kennenlernen und Erforschen des eigenen Nahraums ist als pädagogisch wertvolles Ziel anzustreben.

Da die Fahrzeit nicht mehr als ein Drittel der gesamten Dauer des Lehrausganges betragen darf, ist der räumliche Rahmen damit auch vorgegeben.

12.2. Zeitlicher Rahmen

Mehrtägige Lehrausgänge mit Übernachtung sind als Ausnahme unter folgenden Bedingungen erlaubt:

Die Lehrfahrt verfolgt klare Lernziele, die im Schulcurriculum der Fachlehrperson festgehalten sind und vom gesamten Klassenrat mitgetragen werden.

Die Lehrfahrt ist in ein (fächerübergreifendes) Projekt eingebaut, ihre Inhalte werden im Unterricht vor- und nachbereitet.

Die Lehrfahrt muss einen angemessenen Kostenrahmen haben und nach dem Grundsatz der Sparsamkeit geplant sein.

Das Einverständnis aller Eltern und ihre Einbindung in die Planung ist Voraussetzung.

Grundsätzlich kann in den drei Mittelschuljahren nur ein mehrtägiger Ausflug stattfinden.

c. Kompetenzen

Der Schulrat beschließt allgemeine Kriterien für die unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen, deren Ziele, Dauer, die Aufsicht und Finanzierung. Besonderes Augenmerk liegt auf der Aufsicht und auf der Sicherheit der Schüler/innen.

Die Fachlehrpersonen planen im Rahmen ihres Jahresplanes die verschiedenen Tätigkeiten.

Der Klassenrat begutachtet die Vorschläge und nimmt sie in seinen Jahreserziehungsplan auf. Er sorgt dabei für eine ausgewogene zeitliche Verteilung über das Schuljahr und für die Einhaltung eines Kostenrahmens.

Die Direktorin genehmigt die Durchführung der einzelnen Veranstaltungen. Die Eltern werden über alle unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen informiert.

Bei Veranstaltungen, welche über die Unterrichtszeit hinausgehen, wenn Beginn und/oder Ende an einem anderen Ort als bei Schule geplant sind, wenn finanzielle Anforderungen entstehen, muss die Unterschrift der Eltern oder Erziehungsberechtigten eingeholt werden.

Bei größeren und kostenaufwendigen Veranstaltungen ist es notwendig, die Eltern und Erziehungsberechtigten frühzeitig in die Planung mit einzubeziehen. Die unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen sind für die Schüler/innen verpflichtend. Die Kosten werden auf alle anteilmäßig aufgeteilt und können fehlenden Schülerinnen und Schülern nicht rückerstattet werden.

Kriterien für die Genehmigung von unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen

Zu unterscheiden sind:

a) Von Fachlehrpersonen geplante und durchgeführte unterrichtsbegleitende Veranstaltungen

b) Angebote außerschulischer Träger

Die Tätigkeiten a) haben den Vorzug,

Die Tätigkeiten b) sind sorgfältig zu überprüfen, ob sie einen schulischen Bildungswert haben, d.h.

Ziele der unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen sind:

Zu vermeiden ist,

Alle unterrichtsbegleitenden Veranstaltungen sind für alle Schüler/innen verpflichtend, deshalb:

 

 

 

Organigramm 

Langfristiges Qualitätskonzept

Qualitätsentwicklung und -sicherung

 

An der Mittelschule Oswald von Wolkenstein arbeitet eine Arbeitsgruppe Evaluation, der ein Qualitätsbeauftragter/eine Qualitätsbeauftragte vorsteht. Sie führt jährlich Evaluationen laut den Vorgaben des Dreijahresplanes, Teil 2 und 3 durch, sowie andere, die von verschiedenen Stakeholdern der Schule vorgeschlagen werden.

Die Daten der internen Evaluation, der externen Evaluation und aus standardisierten Erhebungen (Kompetenztests, internationale Leistungserhebungen) bilden die Grundlage für den Qualitäsprozess der Schule.

Eine dementsprechende Evaluationskultur stellt sicher, dass wesentliche Qualitätsbereiche der Schule in regelmäßigen Abständen und unter Zuhilfenahme erprobter und professioneller Instrumente überprüft werden. Die interne Evaluation muss durchführbar, transparent, ausgewogen, regelmäßig und nachhaltig sein. Aus den Ergebnissen werden Maßnahmen abgeleitet, die der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Schulqualität dienen.

 

Daten aus standardisierten Erhebungen und internen Evaluationen

Die Daten aus standardisierten Erhebungen werden den betreffenden Lehrpersonen und als Zusammenfassung dem Lehrerkollegium zur Verfügung gestellt. Die zusammenfassenden Ergebnisse aus Evaluationen werden den befragten Personen oder relevanten Personengruppen zur Verfügung gestellt, ebenso allen anderen Mitgliedern der Schulgemeinschaft, die ein berechtigtes Interesse an den Ergebnissen haben.

Erst aber wenn die Betroffenen und Beteiligten sowie die Arbeitsgruppe Evaluation die Ergebnisse in konkret auf die Schulsituation der Oswald von Wolkenstein bezogene Sichtweisen und Erfahrungen zu Leistungsentwicklung, Unterricht und Schule integrieren, können Wirklichkeiten entstehen, aus denen sich sinnvoll Konsequenzen zur Weiterentwicklung von Unterricht und Schule ableiten lassen.

Die evaluierten Daten werden als diagnostische Informationen angenommen und unter ihrer Zuhilfenahme wird nach handlungsrelevanten Feldern gesucht. Die Befunde werden rezipiert, angemessen interpretiert und abschließend sach-, problemorientierte, bedarfsgerechte und adressantenadäquate Ableitungen getroffen, die in entsprechende Maßnahmenpakete Eingang finden. Die Implementierung der Maßnahmenpakete soll zu einer Verbesserung des schulischen Outputs führen. In die Interpretation der Daten sind folgende Perspektiven zu integrieren:

 

Interne Evaluation

 

Evaluationskultur

Die Evaluationskultur orientiert sich an folgenden Leitsätzen:

Die Ergebnisse der internen Evaluation dienen

 

Kriterien für die interne Evaluation

Im Sinne von Durchführbarkeit, Transparenz, Ausgewogenheit, Regelmäßigkeit und Nachhaltigkeit erfüllt die interne Evaluation folgende Kriterien:

Vorgehensweise: interne und externe Evaluation

 

Im Abstand von in der Regel sechs Jahren

In der Regel drei Jahre nach der externen Evaluation

Bezugsrahmen und Standards für die Qualitätssicherung an der Mittelschule Oswald von Wolkenstein

Qualitätsrahmen für die Südtiroler Schule

Indikatoren für Schulqualität der Südtiroler Schule

INVALSI-Tests, Kompetenztests

Evaluationsstelle Südtirol

IQES-online

IQES-online – Indikatoren „guter Unterricht“

Evaluationsstelle Südtirol Leitlinien für die interne Evaluation

Rahmenrichtlinien Unterstufe Südtirol

Anhang 1:

Konzept Tabletklassen

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VORAUSGESCHICKT: EIN INKLUSIONSGEDANKE

 

Seit dem Schuljahr 2014/15 gibt es an der Mittelschule Oswald von Wolkenstein drei Tabletklassen (A-, F-, H-Zug). Eltern können ihre Kinder bei Interesse einschreiben. Hervorgegangen ist das Projekt aus den inzwischen 5-jährigen Erfahrungen, die eine Klasse des A-Zugs als Testklasse während des Pilotversuch des BIP „Tablets im Unterricht“ gemacht hat. Die Klasse hatte sich am landesweiten Schulversuch beteiligt, die Lehrpersonen des Zuges nehmen Vorreiterrollen ein und sind Teil der Steuergruppe am BIP.

 

Der Grundgedanke, welcher der Einführung der Tabletklassen von Beginn an begleitete und lenkte, war jener der Inklusion. Die Mittelschule Oswald von Wolkenstein geht von der Tatsache aus, dass die Vielfalt die Normalität darstellt und sieht sich auf dem Weg zur inklusiven Schule. Im Sinne einer inklusiven Pädagogik können beispielsweise die Bedürfnisse von Schülern und Schülerinnen mit Beeinträchtigungen oder mit Migrationshintergrund besser berücksichtigt werden. Damit schafft man Voraussetzungen, sie bestmöglich in das Schulsystem einzubinden. Was nämlich Schülerinnen und Schüler mit Lernschwierigkeiten benötigen – Vorlese-Möglichkeiten, Texte in leichter Sprache, Bebilderungen oder Videounterstützung, verschiedene Leistungsniveaus – nutzt auch vielen anderen: Schülerinnen, die die Unterrichtssprachen wenig sprechen, die nicht oder kaum lesen können oder sich an einem Ort nicht auskennen. In diesem Sinne werden Tablets in der Schule zu einem Mittel, das Barrierefreiheit in einem erweiterten Sinne garantiert. Der jederzeit mögliche Zugriff auf Wörterbücher & Übersetzer, auf GPS und Karten, auf die Vergrößerungsmöglichkeiten auf dem Bildschirm, die Möglichkeit des Sich-Vorlesen-Lassens von Texten in verschiedenen Sprachen, die Möglichkeit, Unterrichtsinhalte in einfacherer Ausführung finden zu können - all dies eröffnet Schülerinnen und Schülern auf einfache Weise die Möglichkeit erweiterter Teilnahme. Zudem gibt sie denjenigen, die zurzeit ohne Barrieren leben können, das Rüstzeug mit, sich später, unter anderen gesundheitlichen oder geografischen Umständen, selbstständiger organisieren zu können.

Nur da, wo Barrierefreiheit zum Alltag gehört, kann Inklusion gelingen. Das Ziel, dass eine inklusive Schule niemanden diskriminiert, kann mit Tablets ein kleines Stück weit erreicht werden. Digitale Hilfen und Unterrichtsmaterialien in verschiedenen Schwierigkeitsstufen sind ein guter Anfang.

Diesem Grundgedanken entsprechend werden alle Schülerinnen und Schüler der Tabletklassen mit dem eigenen Gerät ausgestattet, das direkt in der Klasse aufbewahrt wird und so jederzeit im Unterricht eingesetzt werden kann. Zudem hat jeder/jede Jugendliche die Möglichkeit, das Gerät auf eigene Bedürfnisse hin zu konfigurieren, Apps und Programme zu verwenden, die das eigene Lernen und die eigene Persönlichkeitsentwicklung unterstützen.

Eltern haben jederzeit Zugriff auf Unterrichtsmaterialien, die von Lehrpersonen auf die Klassencloud hochgeladen werden, können den Unterrichtsstoff so mitverfolgen und am Unterrichtsverlauf besser teilhaben.

Bereits im ersten Versuchsjahr war der Andrang vonseiten der Eltern sehr groß (60 Meldungen 2015/16), im zweiten Jahr noch größer (82 Meldungen 2016/17). Hier spiegelt sich wohl das gesamtgesellschaftliche Anliegen wider, dass moderne Kommunikationstechnologien aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind und Schülerinnen und Schüler in diesen Bereichen durch die Schule mehr gefördert und gefordert werden sollten.

Einzige Voraussetzung für die Aufnahme in die Tabletzüge ist die Bereitschaft, ein von der Schule vorgegebenes Gerät zu finanzieren. Die jährliche Leihgebühr trägt zurzeit 30 Euro für ein Tablet, das versichert ist und in der Schule verbleibt. Vom ursprünglich angedachten Konzept "Bring your own device" ging man schnell ab: Es hätte zur Folge, dass sehr viele, unterschiedlich teure Geräte in einer Klasse versammelt wären, die zum einen Unterschiede zwischen der elterlichen Einkommenssituation manifestiert hätten, zum anderen von den Lehrpersonen überdurchschnittliches technisches Knowhow gefordert hätten.

 

Ziele

Übergeordnetes Ziel des Pädagogischen Konzeptes für die "Tabletklassen" ist es, den fächerübergreifenden Bereich „KIT“ wesentlich zu stärken und Medien als selbstverständliche Hilfswerkzeuge im persönlichen Lernprozess zu etablieren. Digitale Medien sind fester Teil des Alltags von Jugendlichen im Mittelschulalter, sie werden oft aber nur zum Spielen und Chatten eingesetzt. Funktionen, die Lernprozesse unterstützen und fördern können, sind  nicht immer bekannt und werden kaum genutzt.

Vertiefte Kenntnisse im Umgang mit Programmen sind ein Arbeitsfeld, der reflexive und kritische Umgang mit dem Internet ein weiteres, Wert gelegt wird insgesamt auf konstruktive, kreative Zusammenarbeit und auf eine reflexive Auseinandersetzung mit Geräten, Inhalten und Arbeitsmöglichkeiten.

 

Pädagogisch didaktische Umsetzung

 

1.

Technische Möglichkeiten der Geräte kennen und nutzen lernen: Tablets als Arbeitswerkzeuge wurden bewusst gewählt, da sie zum einen mobile, leichte, kleine Geräte sind, zum anderen alle wesentlichen technischen Funktionen digitaler Medien in sich vereinen. Sie verfügen über Bildschirm, Tastatur, Kamera, Ton-Aufnahme- und Wiedergabegeräte, Zugang ins Internet, GPS. Alle diese Möglichkeiten können eingesetzt werden, um Unterrichtsinhalte zu finden, zu erweitern, in Bild und Ton wiederzugeben oder neu zusammenzufügen. Die kreativen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler werden damit wesentlich erweitert. Voraussetzung dafür allerdings ist der gezielte und gekonnte Einsatz von Programmen und Internetanwendungen, die ab der ersten Klasse aufbauend vermittelt werden.

 

2.

Die Möglichkeiten des Internets kennen und gebrauchen lernen: Das Internet ist heute Informationsquelle Nummer Eins und bietet vielfältigste Möglichkeiten des Arbeitens, des Archivierens und des Gestaltens. Die Schülerinnen und Schüler lernen Online-Lexikas, Foren, Lernplattformen, Cloudsysteme kennen und nutzen sie im Unterricht. Besonderer Wert wird darauf gelegt, relevante Informationen zu suchen, zu bewerten und schülergerecht aufzubereiten. Die Kreativität bei Problemlösungen wird gefördert und angeregt.

 

3.

Sensibilisierung in Bezug auf den Mediengebrauch: Grundlegende Verhaltensregeln im Umgang mit Medien werden verstärkt thematisiert und eingeübt. Dazu gehören Urheberrechte, Lizenzrechte, Persönlichkeitsrechte, Vorsichtsmaßnahmen in der Interaktion im Netz. Gefördert werden soll ein bewusster reflexiver Umgang mit Medien und Medienerzeugnissen sowie die Urteilsfähigkeit, wenn es um digitale Erzeugnisse geht.

 

4.

Stärkung der selbstständigen Arbeitsweise durch mehr Freiarbeit im Unterricht: Die drei Unterrichtsstunden „KIT“ sowie „Freies Arbeiten mit Lernberatung“ werden verstärkt für die Projektarbeit verwendet,  Schülerinnen und Schüler werden verstärkt zum selbstständigen Recherchieren, zum kreativen Einsatz der medialen Möglichkeiten und zum Festhalten eigener Ergebnisse angehalten. Fächerübergreifende Aufgaben werden ebenso vermehrt mit digitalen Medien erarbeitet.

 

5.

Soziale Interaktion stärken: Digitale Medien bieten viele Möglichkeiten sozialer Interaktion und gezielter Zusammenarbeit. Diese Möglichkeiten werden bewusst eingesetzt zum Erstellen gemeinsamer Lerninhalte, zum Erstellen von Lernplattformen, die auch zuhause genutzt werden können und zum Vermitteln von Online-Möglichkeiten, welche die Zusammenarbeit auch außerhalb der Schulzeiten ermöglichen. Zudem wird insgesamt eine Öffnung angestrebt - dahingehend, eigene Schulerzeugnisse öffentlich zu machen (im Internet-Blog der Schule) bzw. mit neuen Interaktionspartnern zusammenzuarbeiten (Senioren, Online-Partnern, Klassenpartnerschaften via E-Mail usw.)

 

6.

Reflexive Auseinandersetzung: Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Inhalte des Internets zu hinterfragen, Interaktionsmöglichkeiten kritisch zu betrachten und eigene Arbeitsergebnisse mit geeigneten Qualitätsmaßstäben zu beurteilen. Dazu gibt es bereits bestehende Stationenarbeiten an der Schule, zudem werden verstärkt Experten in den Unterricht eingeladen (Postpolizei).

7.

Verantwortungsbewusstsein fördern und fordern: Schülerinnen und Schüler sollen lernen, mit teuren Geräten verantwortungsbewusst umzugehen und ebenso mit Daten.

 

Qualitätsfaktoren

Die Lehrpersonen der drei Klassen, in denen das Projekt durchgeführt wird,  haben sich freiwillig zur Durchführung des Projektes gemeldet und verfügen über gute Kompetenzen im Bereich der Medienbildung. Folgende weiteren Maßnahmen halten die Qualität in allen Klassen homogen und stärken die Kompetenzen der Lehrpersonen:

Klasseneinteilung

Klassengröße: idealerweise 18 bis maximal 22 Schülerinnen und Schüler pro Klasse

Die Anmeldung erfolgt mittels schriftlicher Interessensbekundung der Eltern, Voraussetzung ist die Bereitschaft zur Finanzierung des von der Schule vorgegebenen Tablets.

Gibt es mehr Anmeldungen als Plätze in den jeweiligen Tabletklassen vorhanden sind, werden die Plätze nach dem Zufallsprinzip (Auslosung) vergeben. Im Vorfeld werden folgende Auswahlverfahren angewendet:

Anmeldungen, die nicht aus dem Einzugsgebiet stammen, werden ausgeschieden

Um die Heterogenität der Klassen zu garantieren, haben Schülerinnen und Schüler mit Funktionsbeschreibungen bzw. Diagnosen (104, 170), bei denen die Verwendung eines Tablets den Lernerfolg nachhaltig unterstützen kann (z.B. LRS), Vorrang. Die Auswahl der betreffenden Schülerinnen und Schüler trifft die Direktorin aufgrund der Übertrittsgespräche bzw. Gesprächen mit den Eltern. Sie kommen gegebenenfalls nicht in den Auslosungstopf.

In den Klassen wird auf die ausgewogene Zusammensetzung des Geschlechterverhältnisses geachtet, es sollen ungefähr gleich viel Mädchen wie Jungen vertreten sein.

Die Kriterien, welche in den anderen Zügen gelten (Dorf, Schüler aus gleichen Klassen usw.) gelten auch für die Tabletklassen.

Interne Fortbildung der Lehrpersonen

wöchentliche Treffen am Tablet-Stammtisch, in denen neben technischem Anwenderwissen auch pädagogische Erfahrungswerte ausgetauscht werden

Treffen in der Fachgruppe "KIT" (Austausch auch mit Nicht-Tablet-Lehrpersonen)

Fortbildungen zu Anwendungen, vor allem Web 2.0.

Fortbildung zu freien Unterrichtsmethoden und "Kooperativem Lernen"

Jährliche Evaluation des eigenen Unterrichts mit einem Evaluationsbogen

Externe Experten

Einbinden von externen Experten: Fachspezialisten werden eingeladen und unterstützen implizit die Arbeit der Lehrpersonen.

Besuch der Postpolizei für Lehrpersonen und SchülerInnen

Besuch von Experten zum Thema "Handystrahlung"

 

Zusätzliche fixe Projekte im Laufe der drei Schuljahre in den Tablet-Klassen:

 

1.   Schuljahr:

Klassen-Cloud anlegen und kennenlernen;

Grundlegende Programmkenntnisse erlernen (Text, Audio, Video, Internet);

Projekttage: Lego-Roboter konstruieren.

 

2. Schuljahr:

Senioren bekommen Computerunterricht von Schülerinnen und Schülern;

Besuch der Postpolizei in den Klassen;

E-Mail-Partnerschaften

 

3. Schuljahr:

Erstellen einer digitalen Prüfungsarbeit

 

Alle Schuljahre:

Bloggen eigener Unterrichtsergebnisse sowie Schulerlebnisse im Schulblog unter www.mittelschule-brixen.it

Anhang 2:

Die musikalische Ausrichtung 

Der E-Zug ist der Musikzug der Mittelschule Oswald von Wolkenstein. Seit dem Jahr 2000 gibt es die musikalische Ausrichtung, die öffentlichen Auftritte kennt man inzwischen in Brixen. Die musikalische Ausrichtung bietet mehr an Musikunterricht, instrumentaler Ausbildung und die Gelegenheit, die eigene Persönlichkeit in öffentlichen Auftritten zu stärken. Musikalisch interessierten und begabten Schülerinnen und Schülern bietet der Musikzug die Möglichkeit einer vertieften musikalischen Förderung. Die Aufnahme in die Musikklasse ist an einen Eignungstest gebunden.

Ziele und Inhalte

Die ganzheitliche Förderung der Persönlichkeit steht im Mittelpunkt der musikalischen Ausbildung. Die Freude an der Musik ist Ausgangspunkt für vielfältige Lernerfahrungen durch Singen und Musizieren, kreatives Gestalten, Hören und Verstehen. Das Singen und das soziale Lernen sind dabei besonders wichtige Schwerpunkte. Gleichzeitig soll der Weg für eine weiterführende Beschäftigung mit Musik geebnet werden und es wird auf eine gute Grundausbildung im musiktheoretischen Bereich Wert gelegt.

Auftritte und Projekte

Größere und kleinere Auftritte sind Bestandteil des Unterrichts. Sie sind motivierend und geben die Möglichkeit, Gelerntes umzusetzen und mit Lampenfieber umzugehen. Neben der Mitgestaltung von Feiern und sich ergebenden Anlässen werden jährlich mehrere instrumentale Vorspiele durchgeführt. Der Höhepunkt des musikalischen Schuljahres ist ein Projekt mit mehreren Eltern- und Schülervorstellungen. Instrumentalensembles, Chor und Vokalgruppe arbeiten klassenübergreifend zusammen, und szenische Darbietungen, Tänze und Bühnengestaltung geben vielerlei Möglichkeiten des fächerübergreifenden Unterrichts. Besonders beliebt ist in der zweiten Klasse der traditionelle Schüleraustausch mit einer Klasse des Privatgymnasiums St. Ursula in Wien. Die Wiener Schulklasse wird für vier Tage nach Brixen eingeladen. Auf den Gegenbesuch in Wien mit einem bunten Besichtigungsprogramm und einem gemeinsamen Konzert mit der Partnerklasse freuen sich die Schülerinnen und Schüler natürlich besonders!

Instrumentalunterricht

Jedes Kind hat Anrecht auf eine Stunde Instrumentalunterricht in Form eines verpflichtenden Wahlfaches. Dieser Unterricht ist kostenlos und erfolgt als Einzelunterricht am Nachmittag. Derzeit werden folgende Instrumente an unserer Schule angeboten: Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Steirische Harmonika, Saxophon, Klarinette, Querflöte, Posaune, Horn. Bei drei Meldungen kann auch ein hier nicht genanntes Instrument ins Angebot aufgenommen werden. Für die Instrumentallehrpersonen besteht eine eigene Wettbewerbsklasse.

Stundenplan

Neben der Instrumentalstunde am Nachmittag gibt es eine zusätzliche Stunde Musik im Wahlpflichtbereich am Vormittag. Diese Stunde macht den Unterschied zu den regulären Klassen aus und ist die Grundlage für die musikalische Ausrichtung. Außerschulische Bildungsguthaben können hier deshalb nicht angerechnet werden.

Wahlpflichtfächer im Musikzug

Im Musikzug sind die Wahlpflichtfächer anders definiert als in den übrigen Klassen. 1. Klasse: 1,5 Stunden Musik und 0,5 Stunden KIT. 2. Klasse: 1 Stunde Musik und 1 Stunde KIT. 3. Klasse: 1 Stunde Musik, 0,5 Stunden Orientierung, 0,5 Stunden KIT.