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Die Vision 2025: So möchten wir Olten voranbringen...

2025:

-> Wir stehen der grössten Krise der Menschheit gegenüber. Die globale Erderwärmung führt zu unaufhaltbaren Kipp-Elemente im klimatischen System, welche Wetterextreme, Ressourcenknappheit, Versauerung der Ozeane und damit Armut, Hunger, Flüchtlingsströme und gewalttätige Konflikte auslöst[1]. Um diesen Kollaps zu vermeiden, hat die Schweiz zusammen mit 194 anderen Staaten gemeinsam das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet mit dem Ziel, die durchschnittliche Erderwärmung unter 2°, idealerweise unter 1,5° zu begrenzen[2]. Dazu wird oft das Ziel: Netto 0 bis 2050 formuliert. In Anbetracht eines rasant schwindenden weltweiten CO2-Budgets bis zu den Kipp-Elementen nicht zielführend. Die Klimabewegung Olten forderte im März 2019 in Olten die Ausrufung des Klimanotstandes[3]. Also die Anerkennung der Krise und schnellstmögliche Massnahmen gegen die Erwärmung mit dem Ziel: Netto 0 bis 2030. Ein Ziel, das so auch von der Wissenschaft unterstützt wird[4]. Olten trägt als Teil eines der Reichsten und Emissionsausstoß-Stärksten Länder eine Mitverantwortung. Die aktuelle Klimastrategie des Stadtrates beruht auf dem Ziel: Netto 0 bis 2040. Als Gründe für die Nichteinhaltung des 2030-Ziels führt dieser vor allem wirtschaftliche Gründe, sprich lange Laufzeiten der noch vorhandenen fossilen Heizungen (grösstenteils Erdgas), ins Feld[5]. Wir Jungen Grünen Olten sind überzeugt, dank viel günstigeren Betriebskosten von erneuerbaren Heizungen und klimafreundliche Alternativen wie Biogas für die «alten» Heizungen ist das Netto 0 2030 Ziel durchaus möglich und nötig. Nur so steigt der Druck auf den Kanton und den Bund, endlich mehr und konsequenten Klimaschutz zu betreiben. Wir setzen uns im Gemeindeparlament und ausserhalb für schnellen, konsequenten und sozial gerechten Klimaschutz ein.

-> Die Zeiten des motorisierten Individualverkehrs in den Städten ist vorbei. Auch ist inzwischen klar, dass autofreie Innenstädte für mehr Lebensqualität und florierendes Gewerbe sorgen[6]. Wir finden die autofreie Kirchgasse ein guter Anfang (seinerzeit auch hart umkämpft). Jedoch hat Olten noch viele weitere Plätze (Munzingerplatz, Schützenmatte, Klosterplatz etc.) mit RIESIGEM Potenzial. Darum solle die gesamte Innenstadt autofrei sein und zum Freizeit- und Kulturherz der Stadt werden. Eine Innenstadt für Menschen, nicht für Autos.

-> Olten hat eine wunderschöne Aare, die mitten hindurch fließt. Nur schade, hat es kaum schöne Plätze, sich daran aufzuhalten. Und wenn, dann nur mit Konsumation von Getränken oder Speisen. Wir sind absolut nicht gegen die Gastrobetriebe am Aare-Ufer, sind aber überzeugt, dass es noch weitere schöne Aare-Zugänge braucht für Schwimmer:innen, Böötler:innen und Menschen, die einfach so am Wasser sitzen möchten. Die Verbreiterung des Ländiwegs ist ein erster grosser Schritt, wir möchten das Aareufer auch an anderen Orten aufwerten, zum Beispiel beim Pontonierhaus oder oberhalb des Aarebistros.

-> Olten ist für eine Kleinstadt glücklicherweise sehr gut aufgestellt, was Kultur- und Ausgangsangebote betrifft. An den meisten Orten darf sich jedoch nur aufhalten, wer etwas konsumiert (Das geht zu Lasten der finanziell Schwächeren). Wir finden, es sollte auch Plätze/Aufenthaltsmöglichkeiten geben ohne Konsumzwang, erst recht für junge Menschen, um sich zu entfalten. Das Jugendzentrum Garage 8 ist ein gutes Beispiel dafür.


-> Die neuralgischen Punkte in Olten sind zahlreich. Allen voran die Verbindung der beiden Stadtteile durch die gemeingefährliche Postkreuzung oder die illegale Durchfahrt der Winkelunterführung oder die City-Kreuzung. Aber auch an anderen Orten sind Velos auf gefährlichen Nebenspuren. Die Lösungen sind vorhanden und wurden auch schon vorgeschlagen[7]: Knotenlösungen an schwierigen Kreuzungen, breitere Velowege, eine direkte Verbindung von linker und rechter Stadtseite beispielsweise durch den alten Posttunnel beim Bahnhof, Velofreundliche Ampeln usw.

-> Olten ist durch die ideale zentrale Lage bereits jetzt ein attraktiver Ort, um als berufstätiger Mensch, vielleicht bereits mit Familie, zu wohnen. Wir sind überzeugt, da geht noch mehr. Mit mehr Familien-Betreuungsangebote, sichere Schulwege (das führt zurück zu sicheren Velowegen), ein breites Sport- und Kulturangebot und nicht zuletzt eine direkte Mitwirkungsmöglichkeit an der Stadtentwicklung mit Eigeninitiativen und möglichst direkter Demokratie.

Junge Grüne Olten, März 2021


[1] https://www.planet-wissen.de/natur/klima/klimawandel/index.html

[2] https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/klima/fachinformationen/klima--internationales/das-uebereinkommen-von-paris.html

[3] https://www.srf.ch/news/regional/aargau-solothurn/folgen-fuer-die-stadt-das-bedeutet-der-klimanotstand-in-olten

[4] https://www.watson.ch/international/schweiz/575535405-klimastreik-12-000-wissenschaftler-unterstuetzen-friday-s-for-future

[5] https://www.stadtanzeiger-olten.ch/aktuell/stadt/artikelseite-stadt/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=101960&cHash=d77e9f0b69caebdb74d775832a826a92

[6] https://www.swr.de/wissen/artikel-autofreie-innenstaedte-100.html

[7] https://www.oltnertagblatt.ch/solothurn/olten/mit-einer-innovativen-losung-aus-holland-so-konnte-olten-zur-velostadt-werden-ld.1279541