IV/2018

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Steinbeis-BI

Annotierte Strategy Maps

Im strategischen Prozessmanagement hat sich die Balanced Scorecard Methode mit ihrer Verknüpfung von Zielen, Kennzahlen und Maßnahmen allgemein durchgesetzt.  Strategy Maps sind zentrale Elemente von Balanced Scorecards, um die Hauptziele, die eine Organisation mit ihrem Management verfolgt, systematisch darzustellen. Sie sind damit zugleich ein Instrument für die Modellierung der Zielsysteme und andererseits ein Teil des Reportings, um den Status der Zielerreichung darzustellen.

Damit sind Strategy Map auch ein Bindeglied zwischen der Aufstellung einer Strategie und deren Umsetzung.

Zur besseren Strukturierung der Strategy Maps verwenden auch wir Perspektiven, angelehnt an das Original von Kaplan/Norton aus dem Jahre 1992. Zwingend ist für uns, den damals schon beinhalteten Dualismus zwischen Angebot und Nachfrage einer jeden Managementtätigkeit zu berücksichtigen, egal ob wirtschaftlich motiviert oder anderen übergeordneten Zielen verpflichtet. Kunden- und Prozessperspektive repräsentieren diese beiden Seiten der Tätigkeit und sind immer enthalten.

Im Laufe der Weiterentwicklung der Modellierungswerkzeuge konvergieren die unterschiedlichen Managementansätze dadurch, dass Bewährtes und vom Anwender Gewünschtes in die Updates bzw. Weiterentwicklungen der Managementwerkzeuge integriert werden. So werden Kennzahlen der Strategy Maps zunehmend mit Data Warehouse-Daten verknüpft, die im Unternehmen vorhanden sind. Oft eröffnen dazu zusätzliche ETL Prozesse komfortable Schnittstellen.

Diese notwendige Erweiterung von Strategy Maps um relevante Datenquellen kann einerseits mit annotierten Graphen mit der Beschreibung von Knoten und Kanten und andererseits zusätzlich durch die vielfältigen Verlinkungsmöglichkeiten (drill-down-Funktionen) erfolgen, um auf diese Weise eine IT-gestützte Strategy Map selbst mit zusätzlichen Daten anzureichern. Besonders flexibel werden die Modellierungsmöglichkeiten dann, wenn auch geeignete Oberflächen für die Eingabe von Parametern für strategische Entscheidungen durch das Management vorhanden sind.

Haben Sie Fragen zu annotierten Strategy Maps?

wilhelm.peters(at)steinbeis-bi.de

Wir haben deshalb zusammen  mit unseren Partners bei der TAKWA GmbH, Erfurt, das IT-Konzept der Annotation und Datenanreicherung aufgegriffen und entwickeln Strategy Maps auch als annotierte und datenangereicherte Graphen, um auf diese Weise Ziele, Kennzahlen, Maßnahmen und die Meilensteinplanung mit dem Data Warehouse zu einem integrierten, IT-gestützen Gesamtsystem zu verknüpfen.Selbst die für ein Best-Practice-Niveau geforderten permanenten Optimierungen, die von systematischen Lernschleifen mit Daten versorgt werden, können analysiert, durchgespielt und bewertet werden, um die Optimierungsentscheidungen sicherer zu machen.

Ausgabe IVI/2018