Fahrzeugauswahl

Es gibt viele Arten von Fahrzeugen, aber eine Anforderung ist, dass man im Bus aufrecht stehen können soll. Wenn jemand zb 1,8m groß ist und etwas Luft nach oben braucht, dann kommen nur Kastenwagen mit der höchsten Höhe (sogenannte H3) in Betracht. Ein Lieferwagen mit Kofferaufbau kommt nicht in Frage, da es hier keinen Durchstieg gibt. Ein klassisches Wohnmobil kommt deswegen nicht in Betracht, weil es keinen großen Heckeinstieg gibt und diese auch Nachteile bzgl Sicherheit haben. Deswegen konzentriert sich dieses Konzept auf Kastenwagen.

Bei den Basisfahrzeugen der heutigen Kastenwagen-Camper sind aktuell die Modelle Fiat Ducato, Peugeot Boxer und Citroën Jumper aufgrund der Innenraumabmessungen am weitesten verbreitet. Allerdings sind auch die Fahrzeuge anderer Hersteller wie Mercedes Benz (Sprinter), VW (Crafter), MAN, Ford (Transit) oder Opel (Movano) bzw Renault (Master) weiter auf dem Vormarsch.

Unabhängig vom Basisfahrzeug werden die Maße von Kastenwagen nach einem sehr einfachen System klassifiziert: nach Höhe und Länge (L1H1, L1H2, L2H3, L2H1, etc.). L1 ist dabei jeweils die kürzeste Variante, H1 die niedrigste. Und auch wenn die Maße von Hersteller zu Hersteller meist um ein paar Zentimeter abweichen, bekommt man anhand dieser Nomenklatur doch eine recht genaue Vorstellung von den Dimensionen des Fahrzeugs. Grob kann man sagen, dass L1H1 etwa 5 m lang und 2,25 m hoch ist, L4H3 ungefähr 6,30 m lang und 2,75 m hoch.

Allgemeines zum Kastenwagen

Mobiliar und Installationen

Vorteile

Nachteile

Vergleich der Modelle, Fahrzeugwahl

Heute stehen viele Fahrzeuge von diversen Herstellern zur Verfügung, welche sich zum Teil nur gering unterscheiden. Ein Hauptkriterium ist der Allradantrieb, wenn dieser als MUSS definiert wird, dann scheiden einige Hersteller bereits im Vorfeld aus. Vor ein paar Jahren (Stand 2019) hatten die Hersteller noch unterschiedlichere Abmessungen des Innenraumes, mittlerweile hat sich dies angeglichen. Mercedes und Ford haben allerdings immer noch etwas schmalere Kästen, was die Innenraumabmessungen angeht.

Bei einem Kastenwagen kann man sich folgendes wünschen

  1. Antrieb: Vorderrad, Hinterrad oder Allrad
            
  2. Automatik oder Schaltung
            
  3. Diesel, Benzin oder Elektro (wobei derzeit Elektro noch keine Option ist, da unverhältnismässig teuer und zu geringe Reichweiten)
            
  4. Abmessungen des Laderaumes: Höhe, Länge, Breite
            
  5. Anzahl der zugelassenen Sitzplätze
            
  6. als Kombi mit Rundum Fenstern oder als Kastenwagen, wo man die Fenster selbst einbaut (diese Fenster unterscheiden sich, weil sie         Doppel Acrylglas sind, daher wärmegedämmt und sie haben eine         Verdunkelungsrollo und ein Insektenschutzgitter (ISG))
            
  7. Zusatzoptionen


Neuwagen Preise und Wartezeiten, Vor und Nachteile

Als Beispiel habe ich bei Citroen Kapfenberg angerufen und mich nach einem Neufahrzeug Jumper erkundigt. Fahrzeug mit Allrad (Beispiel Citroen L4H3) liegt preislich etwa bei 50000 Euro (davon 14000 Euro die Kosten für Allrad) und einer Wartezeit von ca 6 Monaten.

Die Vorteile eines Neuwagens sind die Möglichkeiten der Konfiguration, dass das Fahrzeug nicht von Rost betroffen ist und dass man sich das genaue Setting bezüglich Motorisierung, Hubraum, Länge, Breite, Höhe und so weiter wünschen kann.

Die Nachteile sind folgende: Die Kosten sind hoch und auch bei einem Neufahrzeug müssen Unterbodenschutz, Hohlraumversiegelung und in weiterer Folge Rostschutz gemacht werden.  Es wird mehr Elektronik verbaut, welche unter Umständen in den Fahrgastraum funken kann. Oftmals verliert das Auto im ersten Jahr viel an Wert. Ob moderne Motoren haltbarer sind als ältere sei dahingestellt.  Sollte es zu Ausdünstungen kommen (zb  Armaturenbrett),  dann sind diese bei einem Neufahrzeug stärker, als bei einem Gebrauchten.

Gebrauchte Kastenwagen haben Vor- und Nachteile:

Vorteile

  1. langlebige Motoren bei guter Wartung, weil großem Hubraum und weniger Leistung
            
  2. kaum Elektronik, daher kein Funk und Elektrosmog.         
            
  3. Überschaubare Wartung, übersichtliche Technik. Weniger Teile verbaut = weniger kann defekt werden
            
  4. Früher wurde oftmals massiver und hochwertiger gebaut als heute
            
  5. je nach Modell höhere Nutzlasten, weil geringeres Eigengewicht

Nachteile

  1. Befall von Rost, vor allem problematisch an tragenden Teilen, Unterboden und Seitenblech
            
  2. Fahrverbote in Gegenwart und Zukunft (zb Diesel Fahrverbote in Städten)
            
  3. höhere Emissionswerte
            
  4. geringere Leistung (zb bei Vollladung und Bergfahrten)
            
  5. höherer Kraftstoffverbrauch (dies stimmt nur bedingt, es gibt durchaus ältere Motoren, die sehr sparsam sind, in der Regel alte Dieselmotoren)
            
  6. höhere Reparaturanfälligkeit zb Getriebe, Kupplung, Auspuff, Motor etc

Beispiel Gebrauchter Jumper BJ 2003 um 23.000 Euro. Problem solcher Fahrzeuge sind die Umbauten, die man leisten muss. Sprich es muss alles ausgebaut werden, damit man nach seinen Wünschen wieder alles einbauen kann. Vorteil in dem Fall ist die Wohnmobil Typisierung.

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Neufahrzeuge

Im folgenden Abschnitt werden technische Daten von Neufahrzeugen vorgestellt. Diese gelten oftmals in leicht veränderter Form auch noch für die älteren Modelle dieser jeweiligen Hersteller. Die Reihenfolge stellt keine Empfehlung dar. Es werden nur Kastenwagen mit der maximalen Höhe gelistet, siehe Anforderungen.

Mercedes Benz Sprinter

Volkswagen Crafter

MAN TGE

Ford Transit

Renault Master, Opel Movano

Fiat Ducato, Citroen Jumper, Peugeot Boxer

Empfehlungen bzgl Fahrzeugwahl

Abmessungen: Die Laderaummaße kommen dann ins Spiel, wenn der Kastenwagen zum Campingbus ausgebaut werden soll. Die leichteste Übung beim Vergleich der fünf Transporter ist der Blick auf die Laderaumvolumen nach VDA-Norm. Der Fiat markiert hier mit seiner annähernd quaderförmig gestalteten Heckpartie und 11,5 Kubikmeter Volumen die Spitze. Das verwundert umso mehr, als er nicht nur der Kürzeste im Testfeld ist, sondern obendrein auch zu den Niedrigsten gehört. Für die Beladung wie für den Ausbau von Vorteil sind seine nahezu geraden, senkrechten Seitenwände und die große Breite zwischen den Radkästen. Nach VDA-Norm klar am kleinsten ist das Ladevolumen des Ford.

Empfehlung #1 Möglichst kubischer Aufbau, maximaler Platz im Innenraum. Das hat auch den Vorteil des möglichst geraden Daches (zb für PV Module)

Nutzlast: Während der Ford mit 2,9 Tonnen startet, lässt der Renault gleich 3,3 Tonnen zu. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Aufpreise für die jeweilige 3,5-Tonnen-Variante aus. Beim Renault bleibt es bei 893 Euro, Mercedes-Kunden müssen 4427 Euro berappen.

Empfehlung #2 Auf jeden Fall 3,5 Tonnen höchstzulässiges Gesamtgewicht wählen, damit maximale Nutzlast.

Motor: Ein weiterer größerer Posten ist zudem die Motorisierung. Wer auch beladen noch komfortabel unterwegs sein möchte, greift am besten zur 150/160-PS-Liga. Im Motorenangebot ist dies meist die zweitstärkste (Fiat, Mercedes) oder gar stärkste Variante, die entsprechend bezahlt werden will. Beim Fiat fällt der Aufpreis für das 148-PS-Aggregat mit 1904 Euro vergleichsweise moderat aus. Renault lässt sich seinen agilen 162-PS-Twin-Turbo Motor mit stolzen 3213 Euro bezahlen. Kaum geringer sind die Aufpreise der gleich starken VW- und Mercedes-Aggregate.

Empfehlung #3 möglichst viel Hubraum (zb ab 2,3 Liter) und PS

Hochdach: VW, Mercedes und MAN verwenden den Begriff Superhochdach (zb L4H4), Opel und Renault haben ein ähnliches Hochdach aus GFK. Bei diesen Herstellern sind die 20cm extra Höhe als Dachhaube zu sehen, man verliert etwas Platz seitlich, da nicht der Kasten wie zb beim Ducato nach oben geht. Sprich das „normale“ Hochdach wird ausgeschnitten und eine GFK Haube aufgesetzt. Damit sehen die Dächer von diesen 5 Herstellern etwas kleiner aus. Achtung: bei manchen Modellen wie zb beim Transit ist die Laderaumhöhe vom Front oder Heckantrieb abhängig (in dem Fall Front: 2.125 / Heck 2.025) im Gegensatz dazu Fiat Ducato Laderaumhöhe beim H3: 2172.

Auch muss man bedenken, dass man beim Ducato und Co die größte Dachfläche aufgrund der Bauweise zur Verfügung hat. Sprich am meisten Platz für PV Module, Dachluken und Klimaanlage.

Empfehlung #4 Ducato, Jumper, Boxer – wenn es darum geht, eine hohes Dach mit der besten Platznutzung zu haben.

Sitze: Den Fahrersitz zu tauschen ist kaum ein Problem, hier gibt es verschiedene LKW Sitze, die entweder direkt oder mittels Konsole auf das alte Podest geschraubt werden können. Beim Beifahrersitz muss die Doppelbank (meist verbaut) ausgebaut und ein Podest plus Drehkonsole eingebaut werden. Darauf kann dann ein hochwertiger LKW Sitz montiert werden. Die Preise bewegen sich rund um 200 Euro für Konsolen und 700-2000 Euro für die Sitze, Echt Leder gegen Aufpreis rund 600 Euro. Einbaufertige, drehbare Sitze mit TÜV Prüfungszertifikat und Echtleder können durchaus 3000 Euro kosten. Wenn man einen Sitz mit einem speziellen Leder beziehen lassen will, dann muss man sich um einen Sattler umschauen. Die Preise für den Bezug eines Sessels sind im Bereich 500-1700 Euro.

https://www.bestseating.at https://www.wohnmobil-sitze.com

https://www.sitztechnik.com/sitztechnik/shop/PICKUPsitze_SUVsitze/Chicago.php?navid=13

https://designbezuege.de

Empfehlung #5: TÜV zertifizierten Drehsitz mit Echtleder bei zb Best Seating kaufen und selbst einbauen.

Elektrosmog: Generell ist für mich der Idealfall, dass es zu keiner messbaren Strahlung im Innenraum kommt, weder Niederfrequenz (NF) noch Hochfrequenz (HF). Fakt ist, dass man in modernen Autos mit Elektrosmog konfrontiert ist, da kilometerlange Kabel verlegt sind. Dazu kommt, dass selbstfahrende oder teilweise automatisch gesteuerte Autos über permanent schnelle Verbindungen ohne lange Verzögerungen/Latency (Stichwort IoT, 5G,..) verfügen. Dann wird oftmals eine autarke Stromanlage eingebaut mit einem Wechselrichter von 12V auf 230V. Und auch von außen gibt es Strahlungsquellen, zb Radio, TV, SAT, Radar, GPS uvm und Handyfunk derzeit 4G/LTE, später 5G. Alles in allem haben wir es auf kleinem Raum mit einigen Strahlungsquellen zu tun, die man teils schirmen kann, teils aber einfach auch auf bestimmte Geräte und Funktionen verzichten sollte. Es muss uns klar sein, dass wenn wir Assistenzsysteme und Co wollen, dafür auch Auswirkungen (elektrosensible Menschen noch mehr) haben werden. Sprich vieles, wie Handyempfang während des Fahrens, wollen wir – aber sehen die Konsequenzen nicht. Wir wollen auf Annehmlichkeiten nicht verzichten, gleichzeitig wundern wir uns über die Vielzahl von Strahlungsquellen. Wobei sich viele Menschen auch nicht einmal wundern, weil sie in diesem Themenbereich nicht bewusst sind oder unzureichend informiert sind.

Ideal wäre ein Auto aus den 70er, 80er Jahren – ohne Elektronik, wo man nur eine 12V Photovoltaikanlage betreibt und kein WLAN betreibt. Auch während der Fahrt nicht telefoniert. Das wäre der Idealfall, wird aber oftmals heute nicht akzeptiert, weil wir uns an die Annehmlichkeiten gewöhnt haben. Will man nun weitere Funktionen, dann geht dies automatisch mit mehr oder weniger Elektrosmog einher, welcher mit bestimmten Maßnahmen reguliert und geschirmt werden kann – aber man darf sich der Illusion nicht hingeben, dass man es so schafft, wie wenn diese Funktion nicht eingebaut wäre.

Empfehlung #6: Elektrosmog: Zuerst überlegen auf was man wirklich nicht an Funktionen verzichten will, dann Abschirmung der Trennwand nach vorne Richtung Bluetooth, Fliegengitter durch Abschirmstoff ersetzen, geschirmte Leitungen, Internet nur über LAN und andere Maßnahmen. Bei den Geräten darauf achten, dass sie von Haus aus keine Funk, wie BT, eingebaut haben. Oder dass man sie ausschalten kann. Die Taktik sollte sein vermeiden abschirmen und alles technisch mögliche machen um Elektrosmog zu verringern. Zusätzlich feinstofflich arbeiten, was allerdings nicht Teil des Konzeptes ist. Es gibt in diesem Bereich Produkte, die man im feinstofflichen Bereich anwenden kann.

Doppelkabine: Es gibt die Möglichkeit einer Doppelkabine, hierbei wird eine 2. Sitzreihe und zusätzlich Seitenfenster (Achtung nicht isoliert) eingebaut. Diese Variante ist als Fahrzeug eventuell interessant, wenn mehr Wert eine vollwertige Rückbank mit 3 Sitzmöglichkeiten gelegt wird.

Empfehlung #7: Eher einen nackten Kastenwagen, eine Doka nimmt zuviel Platz und macht nur dann Sinn, wenn man 3 Sitze in der 2. Reihe braucht.

Kosten: Der finanzielle Aspekt ist natürlich auch nicht unerheblich. Wählt man den Kastenwagen mit mittlerem Radstand, liegen die Grundpreise zwischen unter 30.000 Euro für den Fiat und fast 35.000 Euro für den VW und 40000 für den Mercedes. Für Allrad muss man etwa 10-15000 Euro dazurechnen. Rechnet man grundlegende Extras wie zwei Airbags, ESP, elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Funk-Zentralverriegelung, Fahrersitz- und Lenkradverstellung sowie die Laderaumtrennwand mit ein – vieles ist hier und da ohnehin serienmäßig –, ergeben sich folgende Vergleichspreise. Der Fiat ist mit rund 35.000 Euro die günstigste Partie, Ford und Renault liegen bei 37.000 - 38.000 Euro und die zweieiigen VW- und Mercedes-Zwillinge bei fast 42.000 Euro. Wobei die Serienausstattung hier auch etwas üppiger ausfällt.

Empfehlung #8 Je nach verfügbarem Budget und MUSS Anforderungen, an dieser Stelle ist eine Empfehlung schwierig.

Fahrzeuge im Detail

Fiat Ducato

WikiPedia. Nicht umsonst hat sich der Ducato bei den Kastenwagen Wohnmobilausbauern durchgesetzt. (Mit etwas Abstand in der Auflage auch der baugleiche/ähnliche Citroen) – der Grund ist schnell gefunden: ein möglichst rechteckiger Kasten mit der breitesten Innenraumabmessung von 1870 mm. Damit ist es möglich, 2 Personen mittels Querbett bequem schlafen zu lassen. Üblicherweise schrumpft der Abstand nach dem Ausbau auf etwa 184cm, wenn einem das zu wenig ist, dann kann man den Raum zwischen den Holmen nutzen und weitere 15cm Platz gewinnen.

Der Ducato kann mit Allrad nachgerüstet werden, Aufpreis etwa 7500 Euro lt Internet.  Achtung: der von Citroen genannte Aufpreis für Allrad liegt bei etwa 14000 €, diesen Preis müsste man bei  Fiat nachfragen.

Technische Daten

Citroen Jumper

Diese nun genannten Richtwerte gelten in gleicher/ ähnlicher Form für Ducato und Boxer, der italienischstämmige Franzose kommt in Längen zwischen 4,96 und 6,36 m (Laderaum 2,67 bis 4,04 m). In der Höhe reicht er von 2,25 bis 2,76 m, das zulässige Gesamtgewicht liegt bei 2,8 bis 4 t. 8 bis 17 m³ Ladevolumen. Die maximale Nutzlast beträgt 955 bis 1.945 kg. Der Citroën darf eine Anhängelast (gebremst) von 2.000 bis 3.000 kg bewegen (zul. Gesamtzuggewicht 4.800 bis 6.500 kg). Die Motorenpalette des Fronttrieblers reicht von einem 110 PS (81 kW) starken Vierzylin-Turbodiesel hin zu dessen 163 PS (120 kW) leistendem großen Bruder.

Abmessungen am Beispiel Jumper

Technische Daten

Auch der Jumper kann in Allrad bestellt werden.

Peugeot Boxer

Die Werte für Ducato und Jumper gelten in ähnlicher Weise auch für den baugleichen Boxer.

Technische Daten

Mercedes Sprinter

Wikipedia.

Nur ein Mercedes ist ein Mercedes – als Fahrzeug immer herausragend. Grundsätzlich kommt dies auch beim Kastenwagen zu tragen, allerdings wären da nicht die höheren Kosten und die geringeren Innenraumabmessungen. Laderaumbreite 1787, Höhe beim Superhochdach 2243. Die Höhe ist in dem Fall sogar etwas besser als beim Ducato, allerdings die Dachform nicht so ideal. Vor Allem aufgrund der Abmessungen ziehen Wohnmobilhersteller meist den Fiat Ducato vor.

Als Kastenwagen gibt es ihn in Längen von 5,26 bis 7,37 m (Laderaum 3,27 bis 4,31 m) mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3 bis 5,5 t. Das Ladevolumen reicht von 9,5 bis 17 m³. Die maximale Nutzlast beträgt 945 bis 3.175 kg. Der Sprinter darf eine Anhängelast (gebremst) bis maximal 3.500 kg ziehen (zul. Gesamtgewicht 5.000 bis 7.000 kg). Neben Heck- und Allradantrieb gibt es die neue Generation erstmals mit Frontantrieb. Gegenüber dem Hecktriebler wächst das Ladevolumen um 0,5 m³, die Nutzlast steigt um 50 kg und die Ladekante fällt 80mm niedriger aus. Motorisiert wird er als Standard vom 2,1-Liter-Diesel mit 114 PS (84 kW) bis 163 PS (120 kW). Topmotorisierung bleibt ein Dreiliter-V6-Diesel mit 190 PS (140 kW). Wer auf die elektrische Zukunft setzen will: Schon ab 2019 soll es einen rein elektrischen E-Sprinter (84 kW) geben – bis zu 120 km/h schnell und mit einer Reichweite von 150 bis 200 km.

VW Crafter & baugleicher MAN TGE

Crafter Wikipedia

Beim MAN TGE handelt es sich um die technisch identische Version des jeweiligen VW Crafter, die Fahrzeuge werden auch gemeinsam mit dem Crafter im neuen Nutzfahrzeugwerk im polnischen Września gefertigt. Der einzige optische Unterschied zwischen Crafter und TGE sind die Scheinwerfer mit Zweikammersystem und der etwas robuster gezeichnete Kühlergrill statt des filigranen Pkw-Looks beim Crafter. Gleiches gilt für den Innenraum: Nur das Emblem im Lenkrad und das beim Start aufleuchtende Löwenlogo im Infodisplay unterscheiden die beiden Versionen.

Analog dazu ist auch die Auswahl segment typisch groß. Kombi, Kastenwagen, Fahrgestell und Pritsche, zwei Radstände, drei Höhen bei den Kastenwagen und drei verschiedene Außenlängen. Ebenso verhält es sich bei Antrieb und Motorisierung, der „EA288 Nutz“-Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum lässt sich in vier Leistungsstufen von 102 bis 177 PS ordern. Und wie beim Crafter gilt auch beim TGE: die 102- und 122-PS-Motoren sollten nur im Nahbereichs-Verteilerverkehr auf dem Zettel stehen. Den besten Kompromiss aus Ökonomie und Leistung liefert der 140-PS-Motor mit seinen 340 Newtonmeter ab. Und wer es öfter eilig hat oder hohe Gewichte bewegen muss, kann beim Bi Turbo mit 177 PS auf 410 Newtonmeter Drehmoment zählen. Auf das Allradsystem selbst hat der Fahrer keinen Einfluss, beim von VW übernommene 4Motion-Antriebsstrang handelt es sich um einen schlupf abhängig aktivierten Automatik-Allrad mit Haldex Kupplung.

Fazit Fahrzeugwahl

Ideal wäre aus meiner Sicht wohl ein Gebrauchter, allerdings kann es schwierig werden einen H3 in Allrad zu bekommen, der in einem sehr guten Zustand ist. Diese Kombination gibt es bei Kastenwagen eher selten, eventuell müsste man hier auf den deutschen Markt ausweichen. Natürlich ist es einfacher einen neuen Wagen zu bestellen, aber hier sind die Kosten rund 50.000 Euro hoch und die Wartezeit ist oftmals relativ lange.

Wenn diese grundsätzliche Frage geklärt ist, würde ich die Händler aufsuchen, bzw recherchieren, um zu sehen, welche Fahrzeuge am Gebrauchtmarkt verfügbar sind. Die Fahrzeuge sind, wie beschrieben, heute alle relativ gleich / ähnlich - für mich wäre die Reihenfolge der Favoriten, primär aufgrund der besten Innenraumabmessungen (eckiger Kasten): Gleichwertig: Citroen, Fiat und Peugeot, gefolgt von Mercedes, MAN und VW, Opel, Renault, Ford, Iveco.

Zusammengefasst Wunschfahrzeug : H3, Länge etwa 3,7 m Ladefläche, ab 130 PS, Allrad, kein Rost, wenn Gebraucht dann Top Zustand, keine unnötige Elektronik, Sicherheit bzgl Gurtsysteme und generell Kastenwagen, möglichste gerader Kasten und grosse Innenraumbreite, gutes Werkstätten Netzwerk, gute Ablageflächen in der Fahrerkabine.