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Freiburg, Oktober 2025

AKADEMIE FÜR AKTUELLE MUSIK SCHWEIZ
FRAGEN UND ANTWORTEN

Welche Bedeutung haben Kunst und Musik für die Gesellschaft?

Die Gegenwart ist von kreativer Innovation und künstlerischem Ausdruck geprägt. Dabei erweisen sich Kunst- und Musikschaffende als unermüdliche Motoren des Wandels. Ihre künstlerischen Visionen, ihre Fähigkeit, mit ihrer Kunst und ihrer Musik Geschichten zu erzählen und die Welt kritisch zu hinterfragen, sind von unschätzbarem Wert für unsere Gesellschaft.

Was ist die Akademie für aktuelle Musik Schweiz?
Der 2017 in Freiburg gegründete Verein «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» führt den Dialog mit der nächsten Generation von jungen Musikschaffenden und hat sich als relevante Förderorganisation in der Schweizer Musikszene etabliert. Philosophie des Vereins ist es, Musikschaffende dazu zu befähigen, sich selbst zu helfen. Er fördert und fordert sie, vernetzt sie und gibt ihnen den Raum, um ohne Druck und ohne Zwang in die Welt der Musik einzutauchen.

Welche Ziele verfolgt die Akademie für aktuelle Musik Schweiz?

Musik ist mehr als eine Aneinanderreihung von Tönen. Musik spricht eine universelle Sprache. Der Verein «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» begeistert mit seinen mehrsprachigen Projekten Kinder und Jugendliche für die Musik und unterstützt erwachsene Menschen auf ihrem Weg, professionelle Musikschaffende zu werden. Der Verein wurde 2017 in Freiburg gegründet und verfolgt das Ziel, den nationalen Zusammenhalt und den kulturellen Austausch in der Schweiz zu fördern. Er engagiert sich für Sensibilisierungs-, Promotions- und Ausbildungsaktivitäten in den Bereichen Musik und Unterhaltung. Indem er Musiker:innen jeden Alters aus verschiedenen Sprachregionen in gemischten Gruppen arbeiten lässt, hilft er, Brücken über sprachliche, kulturelle und soziale Gräben zu bauen, vermittelt Future Skills und stärkt die Resilienz der Teilnehmenden.

Wo grenzt sich die Akademie ab?

Primäres Ziel der Akademie mit ihren praxisorientierten Angeboten ist es, junge talentierte Musiker:innen dabei zu unterstützen, ihr Potenzial auszuschöpfen, sie zu fordern und zu fördern und ihnen einen Zugang zu wertvollem Wissen und einem Netzwerk in der Musikbranche zu verschaffen. Es ist egal, welches Instrument oder welchen Musikstil sie spielen. Wer das Förderprojekt La Gustav besucht, hat keine Garantie auf kommerziellen Erfolg. Die Teilnahme an Casting- oder TV-Shows wird nicht explizit gefördert.

Was steht in den Statuten?

  • Kinder und Jugendliche zur musikalischen Aktivität motivieren und damit ihre Entwicklung und Entfaltung ganzheitlich fördern.
  • Umsetzung gezielter Programme und Projekte für die Entwicklung von musikalischem Talent.
  • Förderung von aufstrebenden Musikschaffenden mit grossem künstlerischen Potenzial, hinsichtlich einer nationalen oder internationalen Karriere.
  • Förderung einer vielfältigen, dynamischen Musikszene.
  • Förderung des nationalen Zusammenhalts und des kulturellen Austauschs.

Wer steckt hinter der Akademie für aktuelle Musik Schweiz?

Die «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Freiburg. Gegründet wurde der Verein von Pascal Vonlanthen (Musiker, Lehrer, Unternehmer), Gerhard Andrey (Unternehmer, Nationalrat des Kantons Freiburg), Peter Kaeser (Direktor der WKS Bern) und Gregory Grin (Spezialist für E-Gouvernement & Change-Management). Zum Vorstand gehört auch Tabea Fröbel, welche das Förderprojekt La Gustav besucht hat. Das Projektteam besteht aus etablierten Schweizer Musik- und Kulturschaffenden mit wirtschaftlichem und politischem Hintergrund. Die Fachspezialist:innen kommen aus allen Sprachregionen der Schweiz und stellen den Teilnehmenden ihr Netzwerk und ihre Erfahrung in der Schweizer Musikbranche zur Verfügung.

Wo ist die Akademie für aktuelle Musik Schweiz zu Hause?

Seit Juni 2018 ist die «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» in der Freiburger Altstadt Zuhause. In dem kleinen Häuschen neben dem Kraftwerk Oelberg, gibt es unter anderem einen Proberaum, ein professionelles Tonstudio und einen gemütlichen Aufenthaltsraum. Das Gebäude liegt wortwörtlich am Röschtigraben und symbolisiert mit seinem Standort die Kraft der Musik als Brückenbauerin zwischen sprachlichen und kulturellen Gräben.

Welche finanziellen Ziele verfolgt die Akademie für aktuelle Musik Schweiz?

Die «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» ist ein nicht profitorientierter Verein. Jeder Gewinn, sollte er auch noch so klein sein, fliesst in die Projekte. Weder denkt noch handelt der Verein profitorientiert.

Nachhaltigkeit

Die «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» fördert das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Elektrofahrzeugen und die Verpflegung mit regionalen und saisonalen Produkten. Die Projekte wirken nachhaltig auf das aktuelle und künftige Musikschaffen in der Schweiz. Dank kultureller, sprachlicher und generationenübergreifender Durchmischung von kreativen Menschen entsteht eine Community von Kulturschaffenden, die exemplarisch für die kulturelle Vielfalt unseres Landes steht. Dank des Projektes entstehen Freundschaften und ein generationenübergreifendes Netzwerk von Musikschaffenden aus allen Landesteilen. Letztendlich wird dadurch die Schweizer Musikszene belebt und bereichert.

Frauenförderung

Die «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» ist bemüht, den Frauenanteil so hoch wie möglich zu halten. Zusammen mit Helvetiarockt, dem Schweizer Verein für die Förderung von Frauen, inter, non-binären, trans und agender Menschen in der aktuellen Musik, werden talentierte junge Musikerinnen motiviert und ermutigt, bei den Projekten mitzumachen. In den vergangenen Jahren waren fast 50% der Teilnehmenden Mädchen und Frauen.


LA GUSTAV

EIN PROJEKT DER AKADEMIE FÜR AKTUELLE MUSIK

Was ist La Gustav?

«La Gustav» ist ein mehrsprachiges und kostenloses Projekt der «Akademie für aktuelle Musik Schweiz». Seit 2018 haben 127 Musiker*innen aus dem ganzen Land La Gustav besucht. Dabei entstanden 87 Songs, die die Vielfalt des Projekts widerspiegeln. Pro Jahr begleiten rund 30 Coaches die jungen Menschen durch den kreativen Prozess. In den letzten sechs Jahren spielten die Musiker*innen über 200 Konzerte auf grossen und kleinen Bühnen im In- und Ausland. La Gustav nutzt die Kraft der Musik, um Brücken über kulturelle und soziale Gräben zu bauen, Future Skills zu vermitteln und um die Resilienz junger Menschen zu stärken. Im Zentrum steht die praxisorientierte Förderung junger Menschen, die ganz am Anfang ihrer Karriere stehen. Die Coaches arbeiten nach dem Grundsatz: wir helfen dir, dir selbst zu helfen. Seit 2018 fanden Künstler*innen wie Gjon’s Tears, Zoë Më, Crème Solaire, Lakna, David DiAlma, Laura Scaglia, Marie Jay, Sami Galbi, Keza, Jay Jules, Cinnay und viele mehr ihren festen Platz in der Schweizer Musikszene.

Wer kann bei La Gustav teilnehmen?

Talent und der Wille, sich ein ganzes Jahr lang der Musik zu verschreiben. Dies sind die wichtigsten Voraussetzungen, um bei «La Gustav» aufgenommen zu werden. Ausserdem müssen die jungen Musikerinnen und Musiker zwischen 18 und 25 Jahre alt sein und seit mehreren Jahren singen, Songs produzieren oder ein Instrument spielen (egal welches). In einer Band zu sein oder bereits Erfahrungen im Songwriting zu haben, ist wünschenswert, aber nicht Bedingung.

Wie läuft der Aufnahmeprozess ab?

Um sich für die «La Gustav» zu bewerben, müssen Musikerinnen und Musiker in einem ersten Schritt ihre Koordinaten und ein selbstgedrehtes Handyvideo mit ihrer Performance senden (max. 1 Minute & 200MB). Wenn sie die Fachjury von ihrem Können überzeugen können, werden sie zu einer der Live-Auditions eingeladen. Diese finden im Dezember in mehreren Schweizer Städten statt. Eine Fachjury, bestehend aus professionellen Musikschaffenden und Vertreterinnen und Vertretern aus dem Musikbusiness, beurteilt und wählt im Rahmen der Auditions maximal 20 Personen aus.

Was lernen die Musikerinnen und Musiker bei La Gustav?

«La Gustav» fördert während 12 Monaten 20 junge, talentierte und aufstrebende Musikerinnen und Musikern, Singer/Songwriter, Producer, Rapper, Beatmaker und Bands aus der Romandie, der Deutschschweiz und dem Tessin. Zusammen mit professionellen Musikschaffenden, Clubs und Festivals werden sie auf ihre Karriere vorbereitet. Sie erhalten verschiedene Inputs, Hintergrundwissen von Menschen aus der Branche, besuchen ein Songwriting Camp, bekommen einen Einblick ins professionelle Recording, spielen an mehreren Konzerten und Festivals, machen eine Studienreise nach London und rocken zum Abschluss die grosse Bühne des renommierten Musikclubs Fri-Son in Freiburg. Ausserdem lernen sie die verschiedenen Kulturen und Sprachen in der Schweiz besser kennen. Nach zwölf Monaten sind sie Teil der «La Gustav Familie».

Was geschieht nach dem Jahr bei La Gustav?

Die Verantwortlichen stehen den jungen Musiker:innen auch nach ihrem Jahr bei «La Gustav» beratend und unentgeltlich zur Seite. Der ständige Dialog widerspiegelt das grosse Vertrauen und den wertschätzenden Umgang zwischen den Coaches und den jungen Musike:innen.

Wie zeitintensiv ist die Teilnahme bei La Gustav?

«La Gustav» ist ein ausserschulischer und berufsbegleitender Lehrgang. Die an der Akademie aufgenommenen Talente investieren während einem Jahr einen grossen Teil ihrer Freizeit in ihre Leidenschaft. Neben der Musik wird auch der soziale, sprachliche und kulturelle Austausch gefördert.

Was kostet die Teilnahme?

Die Teilnahme am Programm ist kostenlos. Finanziert wird das Projekt durch Subventionen, Stiftungen und Sponsoren.

LA MARLENE

EIN PROJEKT DER AKADEMIE FÜR AKTUELLE MUSIK

Was ist La Marlene?

Musik spielt eine zentrale Rolle in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Indem sie musizieren, üben sie das Sprechen, lernen, sich rhythmisch zu bewegen und trainieren das Gedächtnis. Ganz nebenbei drücken sie mit Musik Gefühle aus und bauen Spannungen ab. Weil die Mitarbeitenden der Akademie für aktuelle Musik Schweiz davon überzeugt sind, dass das gemeinsame Musizieren verbindet, schlau und glücklich macht, haben sie 2024 «La Marlene» ins Leben gerufen. Im Rahmen von Workshops, Kursen und Camps fördern sie Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Gleichzeitig bietet «La Marlene» Kurse für Menschen jeden Alters an, damit auch sie voneinander und miteinander lernen können. Alle Workshops, Kurse und Camps werden von J&M (Jugend & Musik) zertifizierten Lehrpersonen und von qualifizierten Musikschaffenden mit Unterrichtserfahrung vermittelt. «La Marlene» bietet nur Gruppenunterricht an.


Wer kann bei La Marlene teilnehmen?

Bei «La Marlene» können sich Menschen jeden Alters anmelden. Kurse, Workshops und Camps richten sich an Menschen mit und ohne musikalische Vorkenntnisse. Die verschiedenen Angebote und Teilnahmebedingungen werden laufend auf der Website publiziert.

Wo finden die Angebote von La Marlene statt?

Hauptsächlich in den Lokalitäten der Cultur Manufactur in der Unterstadt von Freiburg. Je nach Grösse des Projekts und Anzahl Teilnehmende auch an anderen Orten in der Region Freiburg.

Können die Angebote auch ausserhalb des Kantons Freiburg gebucht werden?

Ja - Das Team von «La Marlene» freut sich, wenn es auch ausserhalb des Kantons Freiburg mit seinen Projekten Menschen für die Musik begeistern und den Austausch untereinander fördern kann.

Wie zeitintensiv ist die Teilnahme bei La Marlene?

Das hängt von dem jeweiligen Angebot an, welche laufend der Website publiziert werden.

Was kostet die Teilnahme?

Die Teilnahme am Programm ist kostenpflichtig. Ein Teil der Kosten wird durch Subventionen (z.B. Jugend & Musik), Stiftungen und Sponsoren getragen.

PROJEKT LEHRE & MUSIK  

EIN PROJEKT DER AKADEMIE FÜR AKTUELLE MUSIK

Um was geht es?

Covid-19 hat besonders deutlich gezeigt, dass im professionellen Musikschaffen aufgrund mangelnder Strukturen und nicht anerkannter Berufsbilder prekäre Arbeitsbedingungen herrschen. Damit einher geht auch eine mangelnde wirtschaftliche und politische Relevanz.

Kreatives Denken, interkulturelle Zusammenarbeit, Teamwork, die Nutzung moderner Technologien, klare und mehrsprachige Kommunikation, Anpassungsfähigkeit sowie die Wertschätzung verschiedener kultureller Ausdrucksformen sind Kompetenzen und Fertigkeiten von entscheidender Bedeutung für den Erfolg junger Menschen in einer sich wandelnden Welt.

Das Berufsbild der Musik- und Kulturschaffenden hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Neben den künstlerischen nehmen die unternehmerischen Fähigkeiten an Bedeutung zu. Die «Akademie für aktuelle Musik Schweiz» setzt sich seit langem mit den Herausforderungen der Branche auseinander und sucht nach konstruktiven Lösungen. Sie hat sich dazu entschieden, eine neue berufliche Grundbildung zu entwickeln. Die praxisorientierte sowie realitäts- und wirtschaftsnahe Berufslehre hat zum Ziel, den Beruf der in der Musikbranche tätigen Menschen in der Schweiz zu stärken, die Chancengleichheit sowie die Vielfalt zu fördern und eine Lücke im dualen Bildungssystem zu schliessen.

Welche Vision verfolgt das Projekt?

Mit einer eidgenössisch anerkannten beruflichen Grundbildung (EFZ) soll die Branche professionalisiert und die Chancengleichheit gefördert werden. Jugendliche erhalten bessere Startchancen für ihre berufliche Tätigkeit in den Bereichen Musik, Events & Kultur. Anders als bei anderen Ausbildungsangeboten wird dabei der Fokus nicht auf das Beherrschen des Instruments, der Stimme oder einer anderen Kunstform gelegt, sondern auf die vielfältigen Tätigkeiten der Fachkräfte in den diversen Bereichen der Musik und der Musik nahen Kulturbranche (Theater, Tanz, Event- und Kulturmanagement, Museen). Die Vision dieser neuen beruflichen Grundausbildung (Lehre & Musik) besteht darin, eine professionelle, praxisorientierte, mehrsprachige Ausbildung für Menschen anzubieten, die ihnen die notwendigen Fähigkeiten, Kenntnisse und Anerkennung vermittelt, um erfolgreich in der Musik und der Musik nahen Branchen zu sein. Durch die Kombination eines eidgenössischen Fähigkeitsausweises (EFZ) mit einem anerkannten Diplom in der Musik würde die Ausbildung und der Beruf der Musik- und Kulturschaffenden in der Schweiz gestärkt, die Chancengleichheit sowie Diversität gefördert, eine Lücke im dualen Bildungssystem geschlossen und dem Fachkräftemangel z.B. in der Eventbranche entgegengewirkt werden. Die berufliche Grundbildung orientiert sich an der Realität in der Kulturbranche. Die Wirtschaft fragt nach Allrounder:innen, welche sowohl auf der Bühne als auch hinter der Bühne in interdisziplinären Teams performen.

Wie lange dauert die Lancierung des Angebots Lehre & Musik?

Vom Startschuss bis zur Lancierung eines neuen Berufs muss man mit vier bis sechs Jahren rechnen. Die Projektleitung hofft, das Modell 2027 pilotieren zu können.

 Akademie für aktuelle Musik Schweiz | Karrweg 10 | CH-1700 Fribourg-Freiburg | info@akademie-am.ch