!!I Hat jemand etwas bekommen von den LPAs? Ich finde das echt sehr unpraktisch, dass sie sich alle d es persönliche Welt lassen.
Ja, LPA SH hat gestern rausgeschickt und heute wars in der Post www
weg
hat jemand nachgefragt beim LPA, wa thank you nn die Bescheid verschickt werden? ZaZ.B. NRW?
Nachgefragt in NRW am Montag und keine Antwort bekommen. Anscheinend schickt bayern heute raus. Vielleicht haben die alle vergessen, dass Donnerstag in allen Bundesländern ein Feiertag ist und das ein wenig schwierig wird mit Beglaubigung etc :
bei mir ist es immer noch nicht da..? bei noch jemandem? wenn es bis Montag nicht da ist bekommen wir ja Fehltage...
Wir müssen mehr Druck machen… wenn 5000 LH-Piloten streiken bekommt es ganz Deutschland mit aber 6000 zukünftige Ärzte die sich über krasse Mängel bei einer Staatsprüfung beschweren sollen unter den Teppich gekehrt werden?
Kritik am IMPP
Ausgehend von diesem Post bei Facebook gibt es von der Studentin auf ihrer Facebookseite folgendes Statement (Stand H20!), das wir zu F21 verändern und abschicken könnten
Wie wahrscheinlich ist es, dass nochmal Fragen eliminiert werden? Das Ergebnis ist ja noch lange nicht zufriedenstellend, wenn man beachtet welche Fragen noch drin geblieben sind.
Um ehrlich zu sein, hoffe ich, dass jetzt einfach gut ist. Hört sich vielleicht egoistisch denen gegenüber an, die eine bessere Note wollen oder durchgefallen sind, aber je länger das dauert, desto später kommen die Urkunden und einige (ich eingeschlossen) brauchen die Urkunde für den Hochschulwechsel für das PJ VOR Antritt des Pjs. Da nächste Woche noch ein Feiertag ist, macht es die Sache nicht gerade leichter. Wenn jetzt am Montag wieder die Info kommt, das Fragen eliminiert werden, dann dauert das wieder bis Ende der Woche und so weiter. Darauf habe ich keine Lust.
Ich finde das ist kein Argument. Das IMPP soll jede Frage einfach gescheit prüfen, ob die Mängel hat oder nicht und diese eliminieren. Nur weil die ein scheiss Examen gemacht haben und mehr als 20% der Fragen diskussionswürdig sind und das jetzt Zeit braucht, aber bei vielen das PJ ansteht bzw das M3, sollten die diesen Prozess nicht einfach mit 16 willkürlich gestrichenen Fragen beenden. Ich denke, dass sind die uns schuldig, dass wirklich ALLE strittigen Fragen fliegen sollen, von denen einfach zu viele noch in der Wertung sind. Ich erhoffe mir keine bessere Note oder so, aber mir geht das einfach ums Prinzip. Da sollte man auch von den Ämtern flexibel genug sein und das M2-Zeugnis später nachreichen dürfen. Kann ja zunächst mal übermittelt werden ob bestanden oder nicht (bei BW kam da schon ne offizielle Nachricht)
Jo, ich verstehe das und im Prinzip sehe ich das auch so. Nur sehe ich da zum einen schwarz, dass die wirklich soviele Fragen streichen werden, weil die sich damit ja lächerlich machen. Aus diesem Grund hab ich auch eine Meldung an die Zeit gemacht inkl. aller angefochtenen Fragen und der Quellenangaben und Links zu Diskussionen und Gruppen. Weil es eben um das Prinzip geht. Mir geht es auch nicht um eine bessere Note, weil ich im soliden Feld bin und nur besser werden kann. Aber darauf kommt es nicht an, da hast du Recht.
Ja, das mit BW ist super, aber NRW ist da z.B. nicht so fortschrittlich. Ich bin mal gespannt, was am Montag wird. Vielleicht wird das komplette Examen willkürlich aberkannt, weil halt so. Das würde zum IMPP passen.
ABerkannt? War ein Schreibfehler oder was meinst du mit der Aussage? Ich meine nur, dass wir alles erwarten können :) natürlich gehe ich NICHT davon aus, dass sie das Examen ABerkennen oder für alle ANerkennen. War bisschen überspitzt formuliert und ich gehe nicht davon aus, dass das passieren wird, so unklug sind die ja nicht :D
Verstehe euch da total. Mir fehlen einfach auch nur die Worte was dieses Examen angeht. Danke auf jeden Fall, an jeden der sich da engagiert. Ich habe auch zig Nachrichten losgeschickt und hoffe das kommt irgendwie jetzt bei allen an, dass das so mit dem IMPP nicht weitergehen kann.
für alle interessierten: habe eine Anfrage über Frag den Staat gestellt. Könnt ihr hier sehen
https://fragdenstaat.de/a/219995
wie kann man das unterstützen?
Folgt der Anfrage! DAmit das nicht untergeht!
Stellt eigene Anfragen, schreibt euren Bundestagsabgeordneten, schreibt Mails ans IMPP,
mpp the gift that keeps on giving…..PTBS vom m2 ohne spaß
kann jemand die Infos hier rein kopieren als Datei oder Screenshot, sobald sie da sind? Die impp-Seite hängt sich immer auf … vielen Dank! :)
Echte Profis am Werk. Man könnte fast meinen die machen das hauptberuflich xD
Wie groß ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit dass die in ein paar Tagen wieder 2 Fragen raushauen? XD
Neuigkeiten; Tag 1 Frage A88 ist d und e richtig (KV am wenigsten richtig) und
A95 A, B, E (epigastrische Schmerzen und Gelenkbeschwerden bei 42j alte Frau)
B96/103
Danke!
Naja, ich glaube auch, dass sie sich hüten werden, die erste Frage eines Falls (limbische Encephalitis, Lepra, Vasculitis allergica, Pilzpneumonie bei Immunsuppression etc) rauszunehmen,da sie dann logischerweise alle Fragen rausnehmen müssen, die mit dem Fall verknüpft sind. Dadurch würde sich die Lage sehr ändern und viele würden bessere Noten erhalten.
Das ändert aber nichts daran, dass die ganze Prüfungskommission total intransparent und nicht überprüfbar ist. Keine Stellungnahme zu Fragen, keine Information, warum. Um ehrlich zu sein, hätte ich Lust, bei zeit.de eine anonyme Meldung zu machen… (https://meine.zeit.de/briefkasten/) → ja mach das!!
Siehe diesen FB Post: https://www.facebook.com/groups/2600201650299973/permalink/2963024794017655/
Dann mach das doch! Ist eine sehr gute Idee!
Je mehr desto besser!!!
Oder ne kurze mail ans BMG wie hier z.B.
https://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?104475-WIR-WERDEN-DIESES-EXAMEN-BESTEHEN-BEI-WEITEM!-F21/page310
Ich muss hier leider einhaken, meiner Ansicht nach haben die schon ziemlich viele “Corona-relevante” Fragen reingehauen, nur war halt alles Statistik und daher ziemlich schwer/scheiße und fies! Aber ich hatte ehrlich gesagt aufgrund der Coronasituation damit gerechnet, dass VIELE Statistikfragen kommen! War ja letztlich auch der Fall und ich denke das IMPP wird es auch mit der Pandemiesituation begründen! Meine Befürchtung ist eher, dass durch die vielen Beschwerden, die natürlich berechtigt sind, das ganze Examen als ungültig erklärt wird und wir dann ALLE nochmal schreiben müssen! Davor habe ich große Angst und ich hoffe, dass es nicht so weit kommt. Daher hoffe ich, dass das ganze ein Ende findet! Ich fand das Examen auch sehr schwer (und viele Kolibris sehr gemein!) - habe aber den Eindruck, dass ich durch die Gleitklausel eher eine Note höher (von 4 in 3) gerutscht bin!
Als ob das ganze Examen ungültig erklärt wird! Es geht darum, dass das einfach nicht okay war und mit Literatur eindeutig widerlegbare Fragen immer noch in der Wertung sind! Zudem ist die Durchfallquote mit 3% höher als sonst (um die 2%). Übrigens war in dem Beschluss vom BMG von “coronaspezifischen Krankheitsbildern” die Rede, zu denen die Statistikfragen wohl nicht gehören. Für jeden, der durchgefallen ist, würde es sich lohnen jetzt nochmal zu kämpfen.
TOP!!!
Wirklich super geschrieben!! Unterschreibe ich so!!
Ich würde noch die besonderen Umstände von Hammerexamenskandidaten aus BY und BaWü hinzufügen, mit dem Versprechen vom J.S. dass es keine Nachteile geben wird. Genau!!
Lösungen und Ergebnisse Medizin
Gebt doch mal https://www.impp.de/pruefungen/medizin/l%C3%B6sungen-und-ergebnisse.html der qualitativen Bild- Zeitung einen Tipp bzgl. dieser Problematik/ Thematik… die finden bestimmt eine schön reißerische Schlagzeile dafür wie mit den so wichtigen künftigen Ärzten dieses Landes von seiten der Politik und Verwaltung umgegangen wurde. Und dann kommen auch die großen seriösen Zeitungen auf dieses Thema und der Druck auf das IMPP, den es absolut verdient hat, nach dieser Frechheit steigt. Ich fühle mit euch
eigentlich keine sooo schlechte Idee
hast du das eingesendet? Hat das jemand jetzt gemeldet? Würde mich interessieren :D
Bild wird nachhaken. Bild wird sich kümmern. lol
lasst doch dem EXPRESS schreiben, dass die feiernden Abiturienten/Ärzt*innen wegen des IMPPs dort waren und alles deren Schuld war, ohne Maske und ohne Abstand, dramatische Szenen
Hat jemand beim LPA NRW nachgefragt, bis wann sie die Urkunden verschicken werden? Diese Woche wäre super nice!
Angeblich anfang nächster Woche, danke Armin.
Wie weit gehen die Ergebnisse von Dozenten und IMPP auseinander?
IMPP-Ergebnisse: ONLINE
Weißt jemand die Punktzahl-Grenzen für jede Note?
175-207 4
208-240 3
241-273 2
274-306 1
Woher wisst ihr das? Und gelten diese Grenzen für alle? Glaube nicht unbedingt. Wenn man z.B. eine Frage richtig hatte, die rausgenommen wurde, dann behält man ja trdm den Punkt, aber die Notengrenze in Prozent wird dann ja auf die für diese Person erhöhte Gesamtzahl an Fragen bezogen. Glaube ich zumindest..Korrigiert mich gerne, wenn das falsch ist.
Die individuellen Notengrenzen findet man im ersten Dokument. Kommt dann darauf an, wieviele der gestrichenen Fragen man richtig/falsch hatte. Einfach in der Tabelle nachschauen.
Anleitung: “Du rechnest 320 - Anzahl der eliminierten Fragen, die du falsch hattest. Dann schaust du in dieser ewig langen Tabelle mit den Notengrenzen in der Spalte "Aufgabenzahl der 7Vergleichsberechnung" https://www.impp.de/pruefungen/mediz...21APPO2012.pdf nach, wo deine Aufgabenzahl, die du ausgerechnet hast, auftaucht und kannst dann ganz rechts deine Notengrenzen sehen. Es gibt mehrere Zeilen mit der gleichen Aufgabenzahl für jede mögliche Kombination an gewerteten und nicht gewerteten eliminierten Aufgaben, die Notengrenzen sind aber unabhängig von der Kombination für eine bestimmte Aufgabenzahl immer gleich.”
Das macht einfach keinen Sinn, es wurden Fragen raus genommen, die meiste von uns richtig hatten. So muss man mehr Punkte haben, bis man eine bessere Note bekommt. Und was man falsch hatte, wurde gar nicht raus genommen…….
So viel zu Gegenstandskatalog :) Hat nichts gebracht, die Fragen sind alle drin.
Hier die Grenzen auch für den Fall dass alle Fragen zählen würden
Note | % | von 306 | von 320 |
1 | 89.30 | 274 | 286 |
2 | 78.59 | 241 | 252 |
3 | 67.89 | 208 | 218 |
4 | 57.19 | 175 | 184 |
hier kann man sich das auch nochmal anzeigen lassen
→ Warum werden mir in diesem Link 13 Punkte weniger als in der normalen Medilearn Statistik (https://www.mdr.de) angezeigt? Ist das bei noch jemandem so? → schau mal bei der gewerteten Fragenanzahl da steht 306 statt was auch immer du hast
Ja, bei mir ist das auch so: Unterschied von 12 Punkten. So schwanke ich genau zwischen zwei Noten...aber es müsste eigentlich die bessere sein :) alles klar danke :)
Die zwei Links oberhalb von “Prüfungsergebnisse” sind die richtigen von F2021
https://www.medi-learn.de/statistik/extras/persoenlichestatistiken/index.php
Was ist das IMPP eigentlich für ein Saftladen? :D
Ist jemand auch so dermaßen enttäuscht darüber welche Fragen rausgenommen worden sind?!?!?! JAAAAAAA Natürlich, Riesen Mist einfach
So viele zweifelhafte Fragen wurden einfach drinnen gelassen...unglaublich
auch ein paar sehr kuriose Antworten, wo sowohl Experten als auch 89% der Studierenden eine Antwort gewählt haben, das IMPP dann aber gesagt hat eine andere Antwort wäre richtig?? Tag 2 Gruppe A26 zum Beispiel…
jaaa bin auch schockiert welche Fragen teilweise drin gelassen wurden…
klinische Alltagsrelevanz my ASS
Kann jemand raussuchen welche Fragen rausgenommen wurden?
hat schon jemand was aus NRW gehört/angerufen? Oder Berlin?
RLP (4. Mai):
das ist doch so was von lächerlich, dass die einem Bundesland die Ergebnisse per e-Mail schicken aber dem Rest nicht?? und dann auch noch nicht mal eins mit Hammerexamen wenn ich das richtig sehe?
3. Mai aus Fb-Gruppe:
Woher stammt denn die Info mit den 175 Antworten?
Wahrscheinlich aus der privaten FB-Gruppe Staatsexamen M2 2020-Zusammenschluss Corona. Habe den Beitrag auch nicht gesehen. Ist wohl schon gelöscht worden. Habe aus dem Medi-Learn-Forum mitbekommen. Klingt für mich verlässlich aber kann verstehen, dass die Person es wieder gelöscht hat.
Gebt doch mal der qualitativen Bild- Zeitung einen Tipp bzgl. dieser Problematik/ Thematik… die finden bestimmt eine schön reißerische Schlagzeile dafür wie mit den so wichtigen künftigen Ärzten dieses Landes von seiten der Politik und Verwaltung umgegangen wurde. Und dann kommen auch die großen seriösen Zeitungen auf dieses Thema und der Druck auf das IMPP, den es absolut verdient hat, nach dieser Frechheit steigt. Ich fühle mit euch
In diesem Dokument zu den Bestehensgrenzen vom M1 F21 kann man das System mit den individuellen Bestehensgrenzen/Notengrenzen sehr gut nachvollziehen. (Sind beispielhaft für verschiedene Konstellationen genannt und die Bestehensgrenze war 185 bei 312 Fragen also ganz gut vergleichbar.)
https://www.impp.de/pruefungen/medizin/lösungen-und-ergebnisse.html
VIELEN LIEBEN DANK FÜR EURE GANZEN ANFECHTUNGEN UND KOMMENTARE, FÜR DIE MÜHE UND ARBEIT, DIE IHR EUCH MACHT, UM GUTE UND STICHHALTIGE QUELLEN ZU SUCHEN!!
TOLL, ICH BIN GANZ BEGEISTERT!
mega! danke an alle!
Auch von mir ein großes Dankeschön an meine anonymen Freunde, ihr seid mir die letzten 3 Tage richtig ans Herz gewachsen :D! Hoffe wir schaffen es alle bzw. bekommen die Note die wir wollen!!! So endet das M2
MAN BEKOMMT EINE EINGANGSBESTÄTIGUNG PER MAIL (direkt nach dem Abschicken)
Passt auf, dass eure Sitzung nicht abläuft, dann kommt eine Fehlermeldung!
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/abweichung-approbationsordnung.html
Dafür müsstest du erfolgreich die erste Frage des Falles anfechten. Sobald die Diagnose nicht stimmt, sind natürlich auch die Folgefragen falsch bzw. nicht eindeutig beantwortbar.
Antwort: Genau darum geht es mir. Wenn ich die Info aus Frage 1 nicht habe, dann sind die Folgefragen nicht eindeutig zu beantworten und das verstößt ja gegen die formellen Anforderungen an eine IMPP-Frage. Naja ist bestimmt zu juristisch. Ist halt unfair, weil man dann wirklich wenig Chancen hat die Frage noch richtig zu beantworten.
Aber genau so wird vermutlich verfahren. Wenn die erste Frage 2 Lösungen hat, wird das IMPP in den Folgefragen vermutlich auch 2 Lösungen gelten lassen bzw. diese entfernen.
Ich würde auf jeden Fall alle Fragen, die zum Fall gehören benennen. Sonst könnte man vllt sagen, die Folgefrage habt ihr nicht angefochten.
Rein aus Interesse: Dieses Dokument ist ja gigantisch geworden. War das in den letzten Jahrgängen auch so oder ist dieses Examen wirklich so schlecht gestellt? Dass es schwer war, keine Frage, aber dass so viele Fragen anscheinend nicht korrekt sind, ist doch irgendwie komisch?
also ich habe insgesamt 25 Fragen angefochten und ich bin auch davon überzeugt, dass diese schlecht gestellt sind, allerdings kommen durch die keyfeature fragen auch einige “folgefehler” zu stande
Letztes Jahr wurde auch sehr viel eingereicht, denke das ist die Regel :D habe ich auch mitbekommen, war aber nicht in dem Ausmaß
Das letzte Docs aus H20 hatte 107 Seiten, wir sind bei 197 xD
Vorgehen
DENKT AN DIE FRIST: es ist definitiv bestätigt für alle Tage bis inkl. Montag möglich Fragen anzufechten!
Erhält man denn nach dem Einsenden der angefochtenen Fragen eine Eingangsbestätigung per Mail? Habe nämlich nach dem Abschicken meiner Einwände nichts erhalten… :(
ja, eigl schon. Och manno!!! Aber Danke!
Ich habe auch keine Bestätigung bis jetzt erhalten…
Ich konnte meine angefochtenen Fragen abschicken, nur ganz am Ende stand irgendwas von ,,Fehler” und ich sollte auf ,,OK” klicken?!? Das war bei mir auch Kp ob es funktioniert hat
Hab auch keine Antwort bekommen
Ich schon. Vielleicht sind die Server etwas überlastet. Wenn da Fehler steht, ist es definitiv nicht durchgegangen -> nochmal einreichen
“Sind Ihre Kommentierungen eingegangen erhalten Sie eine E-mail als Bestätigung mit einer Vorgangsnummer”
Was ist im IMPP Formular mit “Darstellung der Kommentierung” gemeint? Begründung ist klar, da schreibe ich dann beispielsweise rein: mehrere richtige Antwortmöglichkeiten, s. Literatur. Aber “Darstellung der Kommentierung”?
ich hab bei darstellung der kommentierung zum beispiel “ mehrere richtige antworten geschrieben” und dann bei der begründung eben die begründung
Vielen Dank für die Antwort :)
“Der E-Mail-Kommunikationsweg ist vorgesehen für Kontaktaufnahmen im Zusammenhang mit kostenpflichtigen Dienstleistungen. Anfragen oder Anmerkungen zu Ablauf, Inhalt und Auswertung von Prüfungen sind per Post oder Telefax an uns zu richten.
Für jede schriftliche Staatprüfung haben Sie über ein elektronisches Formular die Möglichkeit, uns zu einer oder mehreren Prüfungsfragen Kommentierungen / Kritik zukommen zu lassen. Zum Onlineformular gelangen Sie hier.” aus dem Impressum der impp Seite
Themen, die nicht im Ge genstandskatalog aufgeführt werden und die wir auf jeden Fall anfechten sollten:
-> Begründung siehe unten
ist die limbische Enzephalitis nun im GK oder nicht? Wäre noch gut zu wissen, um event. noch weitere Argumente zu suchen!!!
-> Begründung siehe unten
-> Begründung siehe unten ca.S.115 Habe ein Beispiel hinzugefügt, kann abgewandelt übernommen werden!
Kein Arzt muss einem Patienten eine Empfehlung in Bezug auf die Art seiner individuellen Versicherungsstrategie aussprechen oder die historische Entstehungsgeschichte kennen! -> keine Notwendigkeit für Abweichen vom GK! Bitte mehr einreichen, ist erst 1mal!
habe alle Versicherungsfragen eingereicht, aber somit erst 2 mal, teilweise 1mal.. bitte noch mehr einreichen! unten sind 2 Beispiele, die man gut umformulieren kann
Vllt fallen euch noch andere Themen ein, die nicht im Gegenstandskatalog vorkommen
→ bezüglich Frage 71A,Tag1 ist evidenzbasiertes Recherchieren im GK enthalten? (Pubmed, Cochrane?)
neee weder im alten noch im neuen drin ---- habs 1x eingereicht.. falls das noch jemand macht wäre es super!! habs auch eingereicht
Reicht es denn als Argumentationsgrundlage zu sagen, dass das nicht im GK aufgeführt wird? Weil wie ja hier auch schon geschrieben wurde, darf das IMPP in Ausnahmefällen davo Jo n abweichen.
Wie unten genannt, können die vom GK abweichen, falls die Notwendigkeit ergeben ist. Bei Lepra, wo die Inzidenz in DE minimal ist, beim limbischen Enzephalitis die Inzidenz in DE 8–15 Patienten/1 000 000/Jahr geschätzt wird, weiß ich nicht, ob da wirklich ne Notwendigkeit vorliegt, oder?
Ich glaube leider, dass das schwierig wird im GK steht auch: “ Die ÄAppO legt Inhalte und Form des schriftlichen Teils des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung in §29 und der zugehörigen Anlage 15 verbindlich fest- Das dort aufgeführt bildet daher den äußeren und letzlich maßgeblichen Rahmen des vorliegenden GK. Es wird in dessen beiden Teilen im Hinblick auf Gesundheitsstörungen und Krankheitsbilder so weitgehend explizit, dass sich wie in der Vergangenheit nur höchst ausnahmsweise die Notwendigkeit ergeben dürfte, Krankheitsbilder bzw. Gesundheitsstörungen zu thematisieren, die nicht auch im GK angesprochen sind” - wobei natürlich 8 Fragen, also fast 3% eines Examens, wirklich etwas viel für “höchst ausnahmsweise” ist.
also in der ÄApprO 2002 ist in Anlage 15 auch nix davon (v.a. Versicherungen) aufgeführt… daher sehe ich noch weniger Grundlage, dass die fragen können was sie wollen
→ Nach IMPP-Webseite wurde extra eine “Expertenkomission” gegründet, die für die Einhaltung des noch alten Gegenstandkataloges verantwortlich war. Hoffe, die Fälle gehen trotzdem durch!
WEITER SO LEUTE, DIESE FRECHHEIT LASSEN WIR NICHT ZU!!!
Gibt es schon eine (Online-) Petition?
Ja, von Freundilie, ne allgemeine: 3
Bitte nutzen, je mehr desto besser. Hier der Link zum Einreichen:
Bitte kommentiert auch in der entsprechenden Spalte, ob ihr es eingereicht habt, am besten +1 o.Ä., damit wir einen Überblick kriegen
• wenn eine Frage schon nach ihrem Wortlaut unverständlich, widersprüchlich oder mehrdeutig ist
• wenn die nach dem Lösungsmuster als "zutreffend" anzukreuzende Antwort in Wahrheit falsch ist (gut, dass wir kein Lösungsmuster erhalten..)
• wenn sie aus den zur Auswahl gestellten Fragen auf mehrfache Weise vertretbar beantwortet werden kann
Nochmal ein Hinweis: Das Anfechten ist wirksamer, wenn VIELE einreichen. Von daher auf jeden Fall weiter (gut begründet) einreichen, selbst wenn das schon von anderen getan wurde! Bitte sucht noch nach mehr Quellen/gebt eure Quellen mit an und fügt noch weitere Argumente hinzu!
Fragen werden rausgenommen, wenn mehrere oder keine Lösung richtig ist, also immer argumentieren, warum die Frage so nicht zu lösen ist.
Link zum IMPP-Formular zum Anfechten: Prüfung Kommentare
Laut IMPP: Reichen Sie Ihre Anmerkungen daher stets schriftlich ein. Zu diesem Zweck stellt das IMPP ein elektronisches Formular für Sie bereit. Dieses ist für den Zeitraum von 3 Werktagen nach dem letzten Tag der Prüfung auf dieser Seite zugänglich.
Nachricht aus der Staatsexamen M2 2020 Bayern Gruppe auf facebook: “Hab eben mit dem IMPP und einer sehr (!) unfreundlichen Dame (hahaha no surprises there) dort telefoniert: es ist definitiv bestätigt für alle Tage bis inkl. Montag möglich Fragen anzufechten! Wollte das nur kurz einmal bestätigen” -danke dir!!! Warum nicht bis Dienstag? Samstag Sonntag sind doch keine
Werktage??? Google sagt: Laut § 3 des Bundesurlaubsgesetzes (BurlG) gelten alle Kalendertage, die keine Sonntage oder gesetzliche Feiertage sind, als Werktage. Dazu gehört auch der Samstag.
Fragenzuordnung Gruppe A und B 1. Tag
Fragenzuordnung Gruppe A und B 2. Tag
Fragenzuordnung Gruppe A und B 3. Tag
Link zum IMPP Formular https://www.impp.de/pruefungen/allgemein/prüfungskommentare.html
Allgemeine Rückmeldung ans IMPP erwünscht?
Gibt es generell Interesse dem impp einfach mal eine Rückmeldung, zusätzlich zu anfechtbaren Fragen zu geben, dass das Examen als schwer wahrgenommen wurde? Vielleicht auch gesammelt über die BVMD, die Stimmung im medi learn Forum ist ja ähnlich.
Auf jeden Fall!! würde das auch als Nachwort an die Anmerkungen zu den Fragen schicken falls da von der BVMD nichts kommt. Gerade für die mit dem Hammerexamen ist es eine absolute Frechheit was da gekommen ist. Würde darin auch zumindest fordern, dass die Hammerexamensleute mit 12 Semestern zur Referenzgruppe dazu gerechnet werden.
-> Die Hammerexamensleute sollten eine eigene Kohorte bilden, je nachdem wie es für sie ausgefallen ist (ich glaube nämlich schlechter sogar als für die normale Kohorte).
Am meisten regt mich auf, dass ich wie viele Fragen hätte problemlos lösen können wenn ich verstanden hätte was sie von mir gewollt haben (TEE/TTE, Sono EUG etc.). Das würde ich auf jeden anmerken - Gebe ich Recht, die Terminologie war schrecklich an so vielen Stellen, sodass man gar nicht wusste was die meinen..
Ich habe das Examen auch als sehr schwer empfunden mit vielen Kolibri Fällen (Lepra, zwei Fälle mit metabolischen Päd Syndromen, der Humangenetik Fall, unnötig komplizierte Terminologie (“Vasculitis allergica”)...) Weiß aber nicht, ob das nicht jedem Jahrgang so vorkommt, wenn er gerade das Examen schreibt. In den Probeexamina war ich zumindest besser…
Was haltet ihr davon einfach mal zu schauen welche der fancy Erkrankungen überhaupt Teil des Gegenstandskatalog vom IMPP
sind? Lepra kommt da z.b. nicht vor
Die Idee finde ich sehr gut! Machst du das?
→ Das wird nicht durchkommen. Im Gegenstandskatalog unter “A31 - Infektion durch sonstige Mykobakterien” wird Lepra mit abgedeckt. Naja es heißt
A31.- | Infektion durch sonstige Mykobakterien | |
Exkl.: | Lepra (A30.-) Tuberkulose (A15-A19) Lepra wird nicht unter A.31 abgedeckt, da steht ja exklusiv -> ICD- Code für Lepa ist A.30 und das gehört nicht zum Gegenstandskatalog des IMPP und wenn da 3 Fragen zu kommen, können wir denke ich die auch anfechten. Was man aber sagen muss, ist Tuberkulose ja extra aufgelistet ist | |
Weiterhin werden in dem Kapitel z.b. die a33/a34 explizit ausgelassen und andere Diagnosen explizit genannt. Daher kann nicht erwartet werden, dass nicht genannte Diagnosen (wie a30) als Voraussetzung betrachtet werden.
de mit dieser Begründung bereits 3x eingereicht, gerne noch öfter). Bitte checkt auch mal die Frage unten zur limbischen Enzephalitis -> die limbische Enzephalitis (G13.1) ist nicht im IMPP-Gegenstandskatalog enthalten und hätte daher nicht abgefragt werden dürfen (wur
→ Frage: fällt das nicht unter G00-G09 Entzündliche Krankheiten des ZNS (zB. Meningitis, Enzephalitis)?
Ich glaube leider, dass das schwierig wird im GK steht auch: “ Die ÄAppO legt Inhalte und Form des schriftlichen Teils des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung in §29 und der zugehörigen Anlage 15 verbindlich fest- Das dort aufgeführt bildet daher den äußeren und letzlich maßgeblichen Rahmen des vorliegenden GK. Es wird in dessen beiden Teilen im Hinblick auf Gesundheitsstörungen und Krankheitsbilder so weitgehend explizit, dass sich wie in der Vergangenheit nur höchst ausnahmsweise die Notwendigkeit ergeben dürfte, Krankheitsbilder bzw. Gesundheitsstörungen zu thematisieren, die nicht auch im GK angesprochen sind” - wobei natürlich 8 Fragen, also fast 3% eines Examens, wirklich etwas viel für “höchst ausnahmsweise” ist.
§29 in Gegenstandskatalog: “Prüfungsgegenstand sind insbesondere die berufspraktischen Anforderungen an den Arzt, die wichtigsten Krankheitsbilder” etc.
Es ergibt sich meiner Meinung nach keine Notwendigkeit für ein Krankheitsbild mit einer Inzidenz von 0 in DE. Für Covid hingegen wäre die Notwendigkeit gegeben.
Mit dem Unterschied, dass in diesem Examen halt auch die Leute aus dem Hammerexamen dabei sind, die F20 nicht schreiben durften, sondern PJ machen mussten. Ist dieses Dokument eigentlich verbreitet in den gängigen FB-Gruppen, sodass möglichst viele darauf Zugriff haben? Viel Erfolg für den letzten Tag!!
Ich würde gern definitiv eine Rückmeldung zum Examen grundsätzlich einreichen. Laut IMPP §29 heißt es “Prüfungsfragen sind insbesondere die berufspraktischen Anforderungen an den Arzt und die wichtigsten Krankheitsbilder”. Und dann machen die zB eine Fallfrage mit 6 Antworten zu limbischer Enzephalitis, die in einem von 100.000 Fällen auftritt, Pyoderma gangraenosum mit 3 Fragen, die 2-3 von 1 Mio Patienten betrifft, hereditäre Stoffwechselerkrankungen anhand einer Blickdiagnose mit 2 Angaben inklusive des erwartbaren Labors etc. Dieses Examen war eine Farce und an jedem Wissen vorbei. Ebenso uneindeutig die Fragestellungen in vielen Fällen. Und hier geht es nicht darum, dass man unsicher ist ob man nun eine 2 oder eine 1 bekommt, weil man sich den Arsch 100 Tage lang maximalst aufgerissen hat, sondern Kommilitonen müssen fürchten das Examen NICHT zu bestehen, obwohl sie in den Examina zuvor durchschnittlich 80 oder 90% gekreuzt haben. Und allein aufgrund der Fragestellung und der Auswahl von Kolibri-Themen, die völlig am Leben vorbei sind.
Ja genau richtig, man dachte es könnte eventuell knapp werden wenn man pech hat, war eigentlich gut vorbereitet und dann kommt ein examen, das gefühlt an das angepasst ist was nach dem Lernplan am wenigsten berücksichtigt wurde
Auf den Punkt gebracht!! Einfach nur frustrierend
Super frustrierend wenn man konstant immer 85-90% kreuzt und dann bei 70 landet
Genau so ist!!! Wenn es darum geht, eine 2 oder 1 haben zu wollen, wäre es ja in Ordnung, dementsprechend ,,schwierige” Fragen zu stellen. Solange es aber eben auch genug ,,einfachere” Fragen gibt, um sicher zu bestehen!! Es ist einfach so eine Unverschämtheit, ich kann es gar nicht in Worte fassen!!! Ich werde versuchen, so viele Fragen wie möglich anzufechten! Word!! bin so sauer
Das, was du geschrieben hast, ist super! Was meint ihr denn, was wir fordern könnten bzw. versuchen könnten zu fordern?
Ich möchte auch gerne anmerken, dass auf der offiziellen Seite vom Bundesgesundheitsministerium, als beschlossen wurde, dass wenn es ein Hammerexamen für einige Bundesländer gibt, es offiziell heisst: “Bei den Prüfungsfragen für dieses zweite Staatsexamen werden coronabedingte Erfahrungen und Krankheitsbilder angemessen berücksichtigt.” -> Es möge hier bitte jemand Jeans Spahn (Geilo!! jens.spahn@bundestag.de) dieses Examen vorlegen und ihn fragen ob Coronafragen in diesem Exame hun angemessen berücksichtigt worden sind!!!!!!!!!!! Im Prinzip hat das IMPP doch gegen diese Auflage verstossen oder sehe ich das falsch?! (Link zum nachlesen: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/abweichung-approbationsordnung.html)
Deutschland leidet unter enormen Personalmangel Herr Spahn. Trotzdem so eine Prüfung mit klinisch irrelevanten Fragen .
Deutschland braucht Ärzte , aber die verlassen Deutschland , da Sie genug von schlechtes System haben .
Deutschland ist angewiesen dann auf ausländische Ärzte mit 3 monatigen Deutsch kenntnisse und der soll richtige Diagnosen Stellen .
aber ihr nehmt lieber Ärzte aus dem Ausland , da der Student aus Deutschland keine Fragen zu Lepra beantworten konnte , was zum Leiden des Volkes führt , der mit Ärzte in deutschen Krankenhäuser nicht kommunizieren kann .
Weil der deutsche Student keine Frage zu einer Frau mit ( Zwangsstörung ) obwohl sie ihre eigenen Kind töten wollte , nicht beantworten könnte . die Psychose kriegten die Studenten nach so ein Exam .
Probeexamen mit vielen Corona Fragen als ablenkung und verarsche , aber im Examen keine einzige Frage dazu . obwohl der arme Student bald auf unzählige Corona Pat. treffen wird . macht Sinn !!!!!G. warum uns ablenken und verarschen .
Unis mit schlechtesten Noten im Schnitt und sehr wenig Studenten , die Regulär die Examen schreiben und das jedes Semester , trotzdem ändert man nichts .
Traurig Deutschland .
ll
→ startet doch noch eine Onlinepetition...ich fühle auf jeden Fall mit euch
Ich wäre dabei.
Ich auch...wer kann sowas machen?
ICH AUCH .
das klingt ganz schön polemisch wenn ich ehrlich bin… finde gerade den Teil mit den Ausländer*innen ein wenig eigenartig, denke wir solltenda lieber argumentieren, dass die Fragen keinen Bezug zur Realität hier im deutschen Klinikalltag haben, anstatt jetzt aus ausländischen Ärzt*innen a priori schlechte Mediziner*innen zu machen nur weil sie die Sprache nicht perfekt beherrschen
Ich finde es auch recht polemisch und denke, wir fahren besser damit, gut begründet und sachlich darzulegen, wo & wie genau die Fragen nicht lösbar waren. Da gab es so viele Fragen, das kriegen wir hin.
Die Prüfung hat in der Studierendenschaft insgesamt Empörung hervorgerufen.
-bei diversen Fragen wurde eine minimale Menge an Anamneseinformationen gegeben. In den bisherigen Klausuren hat das IMPP darauf gepocht, vor einer Diagnosestellung alle möglichen Differentialdiagnosen im Kopf zu haben und daraufhin eine gezielte Anamnese und körperliche Untersuchung durchzuführen. In dieser Prüfung wurden teilweise essentielle Informationen vorenthalten (z.B. durch die Aussage “Der frühere Untersuchungsbefund ist aufgrund der Umstellung auf eine digitale Aktenführung nicht einsehbar”), sodass die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Krankheitsbildern wie ein Spießrutenlauf anmutete. Beispiele sind: genetische Diagnose anhand von "Leberzirrhose und Kleinwuchs" oder "Luftnot" ohne auch nur minimale Informationen in Bezug auf Auftreten plötzlich/langsam, Schmerzen, wie stark ausgeprägt etc. zu geben
-es wurden zwei Probeexamina zu Corona herausgegeben. Anstatt den ganzen Ankündigungen bezüglich Corona, klinischer Relevanz und ein Vermeiden von Nachteilen für die Hammerexamens-Kandidaten (!) zu folgen, ist genau das Gegenteil geschehen. Es wurden Fragen zu Lepra, was nicht im Gegenstandskatalog enthalten ist, 19 Fragen zu Medizinrecht und Testtheorie gestellt und aller Voraussicht nach werden die Hammerexamenskandidaten nicht als Referenzgruppe gezählt obwohl sie in minimaler Zeit studierten. Da das IMPP mit Amboss zusammen gearbeitet hat (siehe Probeexamina), muss diesem bewusst gewesen sein, dass klinisch weniger relevante Fragen wie Medizinrecht und Genetik dort nur sehr kurz/überhaupt nicht wiederholt wurden. Die Anzahl entsprechender Fragen so stark zu erhöhen kommt einem Schlag ins Gesicht für diese Kandidaten gleich.
-die Corona-Fragen fühlten sich konstruiert an. Anstatt nach typischen Symptomen, Behandlung, Prävention oder anderen relevanten Dingen zu fragen, wurde Corona in eine Frage zum positiven prädiktiven Wert eingebracht, um einen klinischen Bezug "herzustellen". Insgesamt wurde jedoch nur nach einem PCR Test und Quarantäne gefragt.
-unnötige Verwirrung durch Formulierungen (bspw. "Radiographie in Schichttechnik" statt CT, "primär präzise", "Absonderung", “schlaffe Harnblase nach Beckentrauma” statt neurogene Blasenentleerungsstörung etc.). Dadurch haben viele Studierende, die wissen, dass eine TTE ungenauer aber eher verfügbar bzw eine TEE genauer aber aufwendiger ist die falsche Antwort gewählt. Auch nach eingehenden Diskussionen ist immer noch nicht klar, ob sich die Frage auf "primär" oder "präzise" abzielt. Solche Fragen verfehlen komplett den Sinn, die fachliche Kompetenz abzufragen und führen nur zu unnötiger Verwirrung. Dies führt dazu, dass durch Verklausulierungen die Fragen unnötig kompliziert gemacht werden, anstatt gezielt Wissen zu prüfen.
-es kamen diverse Fragen zu Lepra (nicht im Gegenstandskatalog) und limbischer Enzephalitis (ebenfalls nicht) dran. Viele Studierende stellen sich die Frage, was dieses verhalten von Seiten des IMPPs soll und was das Ziel dessen ist - insbesondere vor der Ankündigung, klinisch relevanter und praxisorientierter zu prüfen.
- Die höchst unvorsichtig zusammengestellte Prüfung erweckt Zweifel an der Existenz einer studentischen Überprüfungskommission, welche laut IMPP an der Konzipierung der Examina beteiligt ist. (Vielleicht können die da ne Korrespondenz mal rausrücken was dazu gesagt wurde, oder ob sich tatsächlich keiner (!) in dem Laden gedacht hat, dass das vielleicht ein bisschen krass ist)
- Fragen zu immer wieder gleichen Krankheitsbildern und Themen (3* PPW, LAE ohne Ende, Meningitis 2x (?)), sowie Kettenfragen zu Kolibri-Krankheiten zeugen davon, dass das Examen im Ganzen nicht auf die Eignung zur Überprüfung des breiten Wissensstandes der angehenden Ärzte hin überprüft wurde.
- vielleicht noch, dass die Bilder zu ungenau abgebildet wurden sind bzw. nicht so passend für die Aufgabenstellung gewesen sind (siehe die Frage mit dem Glioblastom, dem Patienten der entweder eine Herzinsuffizienz oder Lungenembolie hat und das Kind, das eine Herpes oder eine Molluscum Contagiosum hat) Das würde ich auch noch einbringen.
-Viele hoffen auf eine Stellungnahme des IMPPs zu diesen Kritikpunkten. Bitte geben Sie zumindest eine Erklärung für Ihre Entscheidung ab und reagieren sie entsprechend und nehmen Sie unpassende Fragen aus der Wertung hinaus.
das habe ich geschrieben, gerne ähnliche Punkte in eurer Kritik auffassen
Super geschrieben! Auf den Punkt gebracht!! Unterschreibe ich auch so!
Finde ich auch sehr gut geschrieben! Kann ich eins zu eins so unterschreiben
Sehr sehr gut zusammengefasst und auf den Punkt gebracht. Darf ich noch fragen an welcher Stelle du diese “Gesamtkritik” eingesendet hast? Weil bei den Prüfungskommentaren muss man sich ja auch eine konkrete Frage beziehen.
habe es einfach bei einer Frage random eingetragen… es gibt ja leider kein Extrafeld dafür, aber denke, dass die sich ja die Einsendungen anschauen und dann auch irgendwie zuordnen werden.. also hoffentlich :/
Das IMPP wird sich dem sicher bewusst gewesen sein. Es werden bestimmt die Bestehensgrenzen heruntergesetzt, so wie Medi-Learn das prognostiziert hat. Damit werden diese schweren Fälle nach Ansicht des IMPPs “ausgeglichen” sein, da man ja nun weniger Punkte benötigt. Kann mir kaum vorstellen, dass das IMPP hier einen Fehler bezüglich ihrer Item-Analyse :-) eingestehen wird und diese Fälle alle rausnehmen wird.
Die Bestehensgrenze herabzusetzen ist natürlich unbedingt notwendig, aber irgendwie fühlt man sich trotzdem betrogen, da die Notengrenzen zwar angepasst werden aber mmn nicht in dem Ausmaß, um den Schnitt zu verbessern. D.h. dass man die letzten Semester immer zwischen 80-90% hat kreuzen können und vermutlich ne Zwei erreicht hätte aber dieses Mal dann zwischen 70 und 80% landet. Herzlichen Dank auch.
Ich bin ganz eurer Meinung, ich habe in jedem Examen vorher mindestens 85% gekreuzt und weiß nicht, ob ich in diesem Examen die 2 schaffe. Dass es unverhältnismäßig schwer war ist absolut klar. Dagegen zu protestieren wird uns aber nicht helfen. Das IMPP wird sicherlich nicht sagen, ihr habt recht, sorry - hier ihr kriegt alle eine 2.
ich habe auch bei den Probeklausuren meist 90-95% gekreuzt und jetzt auch knapp unter 80, das ist wirklich ärgerlich…
Ich denke es gibt hier einige Menschen die sich nicht um eine verpasste 2 Sorgen machen, sondern denen es helfen wird zu bestehen wenn möglichst viele sachlich vertretbar manche Fragen anfechten würden
das stimmt, aber jeder hat ja irgendwie anders gelernt und andere Ziele, für manche ist eine 3 damit verbunden, eine angestrebte Karriere/Doktorarbeit in den USA/etc. nicht machen zu können und damit auch ein riesen Problem, ähnlich dazu, einen zweiten Versuch machen zu müssen. Die leiden genauso darunter wie die, die durchgefallen sind (abgesehen von einem endgültigen Durchfallen natürlich)
Was bewirkt ein heruntersetzen der Bestehensgrenze für die Notengrenzen?
Die werden dementsprechend auch runtergesetzt!
Die Bestehensgrenze liegt bei 60% der erreichbaren Punkte und fällt damit, wenn Fragen gestrichen werden. Die Notengrenzen liegen jeweils 25%/50%/75% der Punkte oberhalb der Bestehensgrenze und verändern sich damit jeweils ebenfalls, wenn Fragen gestrichen werden.
Ich würd gern einfach mal nachfragen, ob die den Schuss nicht gehört haben. Ich bin dabei. :DD geilo Sehe ich auch so, aber wo?
Denke auch man sollte mal eine generelle Beschwerde einreichen. Diese Key-Feature Fälle sind ja an Lächerlichkeit kaum zu überbieten… z.B. bei dem Aspergillen/ Pneumocystis whatever Pneumonie Fall: Hier wurde im Prinzip dreimal die Diagnose abgefragt, was soll das? Wenn ich auf Pneumocystis getippt habe werde ich ja wahrscheinlich auch die Diagnostik und Medikation für Pneumocystis ankreuzen...
Wie wahrscheinlich ist es eig, dass die Gleitklausel in Kraft tritt? Da der zweite Tag der schlechteste in den letzten Jahren gewesen wäre
Die Wahrscheinlichkeit ist, denke ich, ziemlich hoch dafür!!!
Vorgestern schrieb Medi-Learn, dass die Bestehensgrenze auf 57,5% runtergesetzt werden könnte.
Auch in den vergangen Jahren wurde IMMER die Gleitklausel angewandt, die Frage ist nur wie sehr (f20 z.B. auf 181 Bestehensgrenze!!)
Soweit ich das gehört habe wurde in den letzten jahren im M2 nie die Gleitklausel angewendet. Die Bestehensgrenze ist durch das Herausnehmen von Fragen gesunken. ß
laut impp h20 wurden 311 fragen gewertet, bestehensgrenze war 186. 60% von 311 sind aber 186,6. wir brauchen da jetzt nicht diskutieren, ist ja auch egal, hoffen wir einfach.
Das herabsetzen durch rausgenommene Fragen entspricht nicht der Gleitklausel. Die Gleitklausel gilt für alle Studenten gleich. Rausgenommene Fragen führen zu individuellen Bestehensgrenzen.
Das was die Person in Gelb schreibt ist korrekt. Bitte schreibt keinen Bullshit wie "die Gleitklausel kam IMMER zum Einsatz". Das ist nicht korrekt. Sie kam in den letzten Jahren im F20 zum Einsatz. Ansonsten wurden in den letzten Examen lediglich Fragen rausgenommen. Rausnehmen von Fragen und der Einsatz der Gleitklausel sind nicht das selbe
Die Gleitklausel steht im Gesetz, heißt sie ist immer da. Die kann man nicht an oder abschalten. Es hängt einfach von der Referenzgruppe ab, ob man einen Effekt sieht oder nicht.
Also nur noch 184 Fragen zum Bestehen plus noch die Fragen, die herausgenommen werden? Ginge das? Das wäre natürlich schön!
Nein, die Bestehensgrenze liegt bei der aktuell prognostizierten Gleitklausel von 57,5 bei 185 Punkten. Es wird aufgerundet. Ansonsten muss man bei den eliminieren Fragen hoffen, dass es sich um falsche handelt. So wird die eigene Punktzahl weiter heruntergesetzt. Bei richtig beantworteten Fragen wird der Punkt bleiben aber die persönliche Bestehensgrenze ebenso angepasst :/
Im Frühjahr 19 wurden 12 Fragen rausgenommen und im Frühjahr 20 9 Fragen. Frühjahr 20 hatte zusätzlich eine Gleitklausel von 58,9 Prozent
Genau
Seh ich auch so.. die eliminierten falsch zu haben ist erstmal besser.. wenn man aber extrem viele der rausgenommenen Fragen richtig hat, kann man unter Umständen auch Punkte gewinnen (wie das Dokument oben zum M1 F21, letzte Seite letzte Spalte, zeigt→ hier bis zu 3 Punkte!)
JE MEHR Fragen wir also eliminieren können DESTO NIEDRIGER wird die Bestehensgrenze noch einmal zusätzlich zur Gleitklausel! +Notenstufen, jeder profitiert also!
das sollte so sein, da eine ausschließliche Herabsetzung durch rausgenommene Fragen der Gleichberechtigung widerspricht.
Ich glaube, dass hängt auch von der Referenzgruppe ab. Gehören die, die erst PJ gemacht haben und jetzt die M2 geschrieben haben (in BW und Bayern), auch zur Referenzgruppe? Weiß das jemand?
Aus MediLearn-Forum:” Zum Thema Regelstudienzeit in Medizin, zumindest in BW steht im § 29 Abs. 3a LHG
(3a) Für Studierende, die im Sommersemester 2020 oder im Wintersemester 2020/2021 eingeschrieben sind, gilt eine von der Regelstudienzeit abweichende, für jedes dieser Semester um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit; das Wissenschaftsministerium kann diese Regelung durch Rechtsverordnung auf weitere Semester erstrecken. Bei beurlaubten Studierenden regelt das Rektorat, abhängig von den Beurlaubungsgründen und der Situation an der Hochschule, ob die Verlängerung nach Satz 1 Anwendung findet.
Das gilt auch für Staatsexamensstudiengänge, hatte ich selbst im Ministerium erfragt.”
Gilt die Gleitklausel eig auch für Wiederholer? Gilt die nur für die Referenzteilnhemer?
die gilt für alle, aber die grenze wird bestimmt durch die Referenzteilnehmer. Anscheinend gelten wir, die das Hammerexamen machen müssen auch nicht dazu, unverschämterweise. Als wäre das nicht auch eine ziemlich relevante Referenzgruppe…
Ah okay, ja, voll schade.
Hat denn jemand beim IMPP angerufen und gefragt, ob die Hammerexamenleute zu der Referenzgruppe gehören?
Frage zum Anfechten: Was kommt in das Feld “Darstellung der Kommentierung”? verstehe das gerade nicht…
ich habe dort einfach reingeschrieben bspw. Frage/Angaben im Fall uneindeutig, Antwort B und D möglicherweise richtig und dann im anderen Feld begründet wieso
Das Wichtigste ist, dass wir möglichst viele Fragen anfechten, die mega unklar sind und anscheinend sind das ja auch paar
Vllt fallen uns auch mehr formale Fehler auf
Ich hätte mal ne Frage zum Vorgehen bei den Key Feature Fällen: Wie ja in dem Fall mit der Vasculits belegt wurde, ist bei einer Frage mehr als eine Antwort richtig. Wärs dann nicht sinnvoll mehrmals den kompletten Fall einzureichen? Weil wenn das nicht eindeutig ist, ist es ja der komplette Fall nicht oder sehe ich das falsch? Ja, genau. Eig müsste der komplette Fall raus fallen. Weil sich die Fragen auf die Diagnose aufbauen. So denke ich es.
→ habe eben die Einträge abgeschickt aber dann kam das? Hat es nicht geklappt?
→ Passt auf dass eure Sitzung nicht abläuft!!! lieber in Word vortippen und in die Felder einkopieren, und dann erst abschicken!!
Hat nicht funktioniert!
Tag 1
Frage (Nummer) | Kritikpunkt / Argumentation | Literatur / Quellen, Links | Eingereicht ja / nein -wie oft? - aber mach ruhig auch* | ||
A | B | ||||
7 | 51 | Als richtige Antwort wird wohl E Sertralin angesehen, die trifft meiner Ansicht nach nicht zu. Trifft dann eine andere Antwort zu und wenn ja, kann man das belegen? E ist ja erstmal die mutmaßliche Dozentenlösung. Ich glaube, dass das tatsächlich eine Altfrage war, ich kann aber leider nicht mehr sagen aus welchem Examen… Ich habe nur das Gefühl, ich hätte die Frage schon einmal gekreuzt… Dann wären die Chancen auf das Anfechten gering...bin auf amboss die Depri-Fragen durchgegangen und habe keine in Bezug auf Blutung gefunden..; Sertralin hat Blutung als mögliche NW, allerdings nimmt der Patient das Medikament ja garnicht ein Doch, hab es gefunden, Frühjahr 2020, gehe bei Amboss auf das DOAK-Kapitel und dann die Fragen dazu, war in dem Fall aber Dabigatran statt Rivaroxaban. Danke, habs gefunden: In dem Fall steht allerdings, dass der Pat. Sertralin ein zunimmt, zur Rezidivprophylaxe einer Depression(keine 1:1 Altfrage, aber inhaltliche Übereinstimmung gewissermaßen) Also Gegenfrage: Warum soll der Pat. bei erhöhtem Blutungsrisiko und ohne Depression(etc.) mit Sertralin behandelt werden? Amlodipin und Rivaroxaban sind beides CYP 3A4 Substrate, wahrscheinlich ist Amlodipin die richtige Antwort. Na nur weil es ein Substrat ist, ist es nicht gleich ein Inhibitor von CYP3A4, was ja notwendig waere um das Blutungsrisiko zu erhoehen, da dann Rivaroxaban weniger abgebaut wird, oder??? → Amlodipin inhibiert Cyp 3A4 und sollte vermutlich die Richtige Lösung sein: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6150391/ Habe das jetzt nochmal als formal eingereicht da keine Antwort richtig ist. Ist jetzt vllt nicht so belastbar aber dieses Programm von der Apothekenumschau zeigt nur Interaktionen mit Sertralin. https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/wechselwirkungscheck/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32975202/ “1st - rivaroxaban + amlodipine (n=51), the 2nd - rivaroxaban + verapamil (n=30), the control group - rivaroxaban without CCBs (n=47). When compared, the PT and complication rate in group 1 with the control group C min,ss of rivaroxaban were practically the same (p>0.05 for all). Conclusions In patients ≥80 years with NAF, the use of rivaroxaban in combination with verapamil may not be safe and can lead to CRNM bleeding.” → Interaktion nur mit Verapamil, aber nicht mit Amlodipin Können wir bitte auch noch eine Quelle für Sertralin mit reinnehmen? Würde das auch nochmal einreichen bzgl. Sertralin, hab das auch angekreuzt. Vllt. Formfehler, weil mehrere Antworten richtig sein könnten? | In der Frage heißt es ausdrücklich "...Medikamente, die der Patient verschrieben bekommen hat...", jedoch wird in der Fallvorstellung Sertralin nicht genannt und kann somit auch nicht als von diesem Patienten eingenommen betrachtet werden; außerdem ist keine Indikation für Sertralin beschrieben(keine Depression, Borderline, Zwangsstörung, Panikattacken, Soziale Phobien, PTBS)... → es wird sogar ausdrücklich geschrieben, dass eine Hypertonie die “einzige relevante Begleiterkrankung” sei. Verschriebene Meds an den Pat.:
https://www.psychiatrist.com/jcp/depression/serotonin-reuptake-inhibitor-antidepressants-abnormal/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24993365/ https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1043661816307769 | ja (1 mal) + (1mal) + (1 mal) +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
83 | 42 | Die Antwort C: RT-PCR (Nukleinsäureamplifikationstest) zum RNA-Nachweis ist zweideutig | Laut Amboss: Die Abkürzung RT-PCR kann für zwei verschiedene PCR-basierte Labormethoden stehen. 1. Reverse-Transkriptase-PCR: Nachweis von RNA (z.B. aus RNA-Viren). Dabei wird Reverse Transkriptase (RT) verwendet, um aus Probenmaterial isolierte RNA in DNA umzuschreiben. Diese sog. cDNA (von engl. complementary DNA = "komplementäre DNA") wird dann in einer Standard-PCR amplifiziert und nachgewiesen. 2. Real-Time-PCR: Quantitativer Nachweis von DNA, der durch fluoreszierende Farbstoffe direkt (also "real-time") während der PCR erfolgt. Um Verwechslungen zu vermeiden, sollte die Real-Time-PCR mit qPCR (für "quantitative PCR") abgekürzt werden. Ja definitiv einreichen! Ich hab’s auch missverstanden und dachte RT-PCR meint real-time PCR (also qPCR) und habe das nicht angekreuzt weil in einer PCR ja immer DNA nachgewiesen wird. Da hätten sie meiner Meinung nach in der Klammer die Abkürzung aufklären müssen! | ja (1 mal) +1 +1 +1 +1 +1 | |
5 | 49 | Antwort: aktivierte partielle Thrombinzeit (aPTT) wird genauso zur Therapiekontrolle von Rivaroxaban verwendet (stimmt leider nicht, nur bei Dabigatran) Es wird außerdem “Faktor-Xa-Aktivität” als laut Dozenten richtige Antwort gegeben, allerdings wird in der Literatur immer wieder “Anti-Faktor-Xa-Aktivität” genannt Wie fechtet ihr das an? Dann muss ja eigentlich aPTT richtig sein und nichts anderes oder? Ja, können wir bitte entweder dafür argumentieren, dass KEINS richtig ist, oder dafür, dass BEIDE möglich sind? Gibt es zB eine Quelle, nach der Xa-Aktivität richtig ist? Nein, die aPTT ist auch nicht korrekt. Es ist gar keine der gegebenen Antworten korrekt, da die Anti-Xa-Aktivität bestimmt wird. Und da das impp von mir immer verlangt dass ich auf alles spitzfindige achte, kann ich doch schon erwarten, dass sie sowas korrekt benennen und nicht irgendwas dahin schreiben was halt so ähnlich klingt, oder? Keins von denen stimmt, weil das ANTI bei Xa-Aktivität fehlt. Ist ein formaler Fehler, was ich auf jeden Fall anfechten würde Ah okay auch gut. Dann macht aber die Quelle mit dem Lehrbuch von Freissmuth keinen Sinn anzugeben, wenn dort definitiv aPTT angegeben wird. Aber egal wie Hauptsache es wird gestrichen → Jein, da es bei Dabigatran genommen wird. Bei den anderen aber nur die Anti-Xa-Aktivität Es wird die Anti-Faktor-Xa-Aktivität gemessen. Es kommt aber AUCH zu einer Verlängerung der aPTT. Außerdem steht in B “Thombinzeit” statt “Thrombinzeit”, das ist ein wirklich verwirrender Formfehler ;) Mit folgendem Text würde ich das anfechten (BITTE UMFORMULIEREN damit es zählt, Quellen in rot): Keine der Antwortmöglichkeiten ist korrekt. A): die aPTT ist zwar unter Dabigatran-Therapie verlängert, aber nicht unter Rivaroxaban-Therapie (s. Quelle 1), eignet sich also hier nicht zur Therapiekontrolle. B): eine „Thombinzeit“ (sic) existiert nicht. [den Tippfehler habe ich extra übernommen, bitte nicht korrigieren, stand falsch in der Aufgabe, deshalb gibt es die ja nicht] C): Rivaroxaban hat als selektiver Faktor Xa-Inhibitor keinen Einfluss auf die Faktor IIa-Aktivität. D): Nicht die „Faktor-Xa-Aktivität“, sondern die ANTI-Faktor-Xa-Aktivität wird zur Therapiekontrolle von Rivaroxaban gemessen, siehe Quellen 1 und 2. E): Die Blutungszeit nach Ivy wird u.a. zum Screening von Plättchenfunktionsstörungen verwendet, jedoch nicht zur Therapiekontrolle von DOAKs (s. Quelle unter E)). Da alle Antwortmöglichkeiten falsch sind, ist die Frage nicht lösbar. | Lehrbuch "Pharmakologie und Toxikologie: Von den molekularen Grundlagen zur Pharmakotherapie" von M. Freissmuth, S. Offermans und S. Böhm erschienen im Springer Verlag steht dazu: "Die Wirkung von Faktor-Xa-Inhibitoren lässt sich durch Bestimmung der INR, der aktivierten partiellen Tromboplastinzeit (aPTT) und der Anti-Xa-Aktivität kontrollieren" weiß jmd welche Seite? Ebenfalls im Karow 2017 auf S.166 zu finden: zur Kontrolle der Faktor Xa-Inhibitoren wird die ANTI-Xa-Aktivität bestimmt :) Findet jemand dafür noch andere Quellen? Würde die auch gerne einreichen… Gerinnungsmonitoring der direkten oralen Antikoagulanzien- Christina Hart, Michael SpannaglDr. rer. nat. Christoph Füllenbach, Prof. Dr. Dr. med. Kai Zacharowski, Prof. Dr. med. Patrick Meybohm Periinterventionelles Management direkter oraler Antikoagulanzien (DOAKs) A): z.B. HART, Christina; SPANNAGL, Michael. Gerinnungsmonitoring der direkten oralen Antikoagulanzien. Kardiologie up2date, 2013, 9. Jg., Nr. 03, S. 197-211. D): Samama, M., Contant, G., Spiro, T., Perzborn, E., Guinet, C., Gourmelin, Y., Flem, L.L., Rohde, G., & Martinoli, J.L. (2012). Evaluation of the anti-factor Xa chromogenic assay for the measurement of rivaroxaban plasma concentrations using calibrators and controls. Thrombosis and haemostasis, 107 2, 379-87 . E) Harker, L. A., & Slichter, S. J. (1972). The bleeding time as a screening test for evaluation of platelet function. New England Journal of Medicine, 287(4), 155-159. | habe gerade eine dazu eingereicht (inhaltlich wg. Anti-) Auch 1x noch 1 mal noch 1 mal noch 1 mal noch 1 mal +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
20 | 64 | Frage Gendiagnostik bei Chorea Huntington und Patientin mit Kinderwunsch
| meiner Meinung nach nicht richtig beantwortbar. In Deutschland muss der Arzt Facharzt für Humangenetik sein, damit bleiben als Option die Veranlassung der Testung es ungeborenen Babys (in Deutschland verboten, außer es war ggf. Präimplantationsdiagnostik gemeint?) oder die Testung der Schwester (die nix mit dem Kinderwunsch zu tun hat und natürlich auch selbst der Testung zustimmen müsste, ggf. sogar minderjährig ist (Alter nicht angegeben)) Was meint ihr? Finde das mit der Schwester auch blöd. Es ging doch um die Ratsuchende, die wissen will, ob sie ”die Veranlagung trägt”, ich habe daher die Antwort mit der Schwester ausgeschlossen. Finde die Frage auch absolut undeutlich formuliert und so nicht zu beantworten. So wie die Frage gestellt wurde, gibt es keine richtige Antwort, da sonst impliziert würde, dass auf Wunsch der Patientin ein Gentest für ihre Schwester angeordnet wird, was nicht zulässig ist. Werde die einreichen. https://www.aerzteblatt.de/archiv/67498/Gendiagnostik-Neues-Gesetz-neue-Pflichten | 5x aber gerne noch mehr einreichen! +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
85 | 44 | Also, rechts befinden sich mehrere Quellen die für jeden einzelnen Erreger (Pilz oder Bakterium) aussagen, dass sie sich alle mittels Gramfärbung anfärben lassen (joa, manche weniger gut als andere, aber es gibt Studien die zeigen dass es geht :P ) Damit ist keine Falschantwort auszuwählen, da man nicht pauschal sagen kann dass diese Erreger sich niemals nie anfärben lassen Sehe ich auch so | https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK562156/#article-22389.s4 → C, D und E anfärbbar https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC271545/ ->Felegie, T. P., Pasculle, A. W., & Dekker, A. (1984). Recognition of Pneumocystis carinii by gram stain in impression smears of lung tissue. Journal of clinical microbiology, 20(6), 1190–1191. https://doi.org/10.1128/JCM.20.6.1190-1191.1984 → B anfärbbar Pneumocystis jirovecii hieß früher Pneumocystis carinii Pneumocystis carinii und jirovecii sind nicht das gleiche, sondern unterscheiden sich geringfügig. Aber ich denke/ hoffe, dass die Quellen trotzdem passen. Ja, hier z.B. Zitat Amboss: ,,Eine Pneumonie durch den ubiquitär vorkommenden Schlauchpilz Pneumocystis jirovecii (früher: carinii) tritt nur bei immungeschwächten Patienten auf.” https://link.springer.com/article/10.2478/s11756-013-0199-x → B anfärbbar geht auch um P. carinii und nicht um P. jirovecii <- das ist das gleiche. P.carinii=P. jirovecii S.o. https://academic.oup.com/mmy/article/43/Supplement_1/S125/990297 → A anfärbbar http://thunderhouse4-yuri.blogspot.com/2015/11/alternative-stains-preparation-of.html?m=1 McClenny, N. (2005). Laboratory detection and identification of Aspergillus species by microscopic observation and culture: the traditional approach. Medical mycology, 43(Supplement_1), S125-S128. → A Tomás, A. L., & Matos, O. (2018). Pneumocystis jirovecii pneumonia: Current advances in laboratory diagnosis. OBM Genet, 2(1). → B
https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-0-387-68792-6_13.pdf -> B Tripathi, N., & Sapra, A. (2020). Gram Staining. StatPearls [Internet]. → C, D
Wu, H. M., Cordeiro, S. M., Harcourt, B. H., Maria da Gloria, S. C., Azevedo, J., Oliveira, T. Q., ... & Reis, J. N. (2013). Accuracy of real-time PCR, Gram stain and culture for Streptococcus pneumoniae, Neisseria meningitidis and Haemophilus influenzae meningitis diagnosis. → E BMC infectious diseases, 13(1), 1-10. → Bilder von angefärbtem A (Aspergillus) | 1x +1 +1 1x +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
99 | 107 | Im Wikipedia-Artikel zur Sleep-Onset-REM-Periode gibt es einen Unterpunkt zur Problematik bei der Diagnose der Narkolepsie. Dabei werden Quellen genannt, die aufgrund einer fehlenden allgemein gültigen Definition zu SOREMP nachteilige Auswirkungen auf die Diagnose der Narkolepsie beschreiben. Sollte hier nicht eine Diagnose ex juvantibus aufgrund des positiven Ansprechens auf das Medikament der 1. Wahl (Modafinil) ebenfalls eine richtige Antwort sein? Dann wären ja 2 Antworten richtig und die Frage gut anfechtbar ? ( D und E) oder mit C sogar 3 ?? E ist falsch, Hypokretin ist normal oder niedrig bei Narkolepsie, nicht erhöht. Aber C und D könnte klappen. Im arztmodus von Amboss steht, dass es einen Typ 2 Narkolepsie-Typ gibt, bei dem die Hypokretin-Werte auch erhöht sind, könnte man also vielleicht doch nochmal im Hinterkopf behalten Typ 2 Narkolepsie wäre ohne Kataplexie (im Fragentext: affektiv induzierte Tonusverlaste lassen sich nicht erfragen) und mit normaler oder erhöhter Hypokretin-Konzentration im Liquor -> also kann E auch richtig sein Notwendige Untersuchungen bei Erstdiagnostik:
Hier konnte eine signifikante Abnahme der Symptomatik von exzessiver Tagesschläfrigkeit bei einer mittleren Dosierung von 330 mg Modafinil in Bezug auf den Maintenance of Weakfulness-Test (p=0,009) und den Adverse Sleepness Scale (p=0,023) gezeigt werden. Außerdem wurde die Anzahl von Episoden schwerer Somnolenz Patiententagebüchern zufolge verbessert (p=0,017). (https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-13-2005/pharm3-13-2005/) Polysomnografie/MSLT (Multiple Sleep Latency Test); der MSLT zeigt bei ca. 20 % der Patienten keine zweimaligen SOREM = „falsch negativ"; zudem werden SOREM auch nicht selten bei Gesunden gesehen, z. B. bei Schichtarbeitern oder Schlafmangel (https://www.awmf.org/uploa Öl ds/tx_szleitlinien/030-056l_S1_Narkolepsie_2012_abgelaufen.pdf) Finde auf awfm keine aktuellere Leitlinie bzw. steht da: “Leitlinie wird überarbeitet…” Fazit: SOREM ist kein Wunderdiagnostikum, insofern könnte ich mir vorstellen wäre sowohl ein passended SOREM als auch ein Modafinil Test ein guter Weg die “Vermutung einer Epilepsie zu stützen”; Am besten ist wohl die Bestimmung von Hypokretin.. Argumentationsfaden:
Ja finde ich gut. Reich das gern mal so ein. Ich reiche jetzt auch gleich ein, dass C und D möglich wären. Zu E habe ich leider keine Quellen gefunden, dass bei Typ 2 die Hypocretinkonzentration erhöht sein kann, immer nur normal. Kopiere gleich mal rein was ich formuliert habe, dann kann man das schneller mit etwas Umformulierung einreichen. Wenn ihr noch eine Quelle zu E findet gerne anfügen. Begründung: Sleep Onset REM (SOREM) treten bei Patienten mit Narkolepsie auf (siehe Quelle 1), jedoch besteht keine genaue Definition von SOREM und REM Phasen können nicht immer erfasst werden (Quelle 2). SOREM treten zudem nicht bei allen Patienten mit Narkolepsie auf (bei ca 20% nicht, siehe Quelle 3) und können teilweise auch bei Patienten ohne Narkolepsie nachgewiesen werden (Quelle 3), so dass die Methode von mangelhafter Sensitivität und Spezifität ist. Dennoch kann ein Auftreten von Sleep-Onset-REM die Vermutung auf Narkolepsie stützen, so dass Antwort C zutrifft. Ebenso könnte jedoch ein Ansprechen auf Modafinil die Vermutung stützen, da 70-80% der Patienten mit Narkolepsie auf eine Therapie mit Modafinil ansprechen (Quelle 3 und 4). Unter der Therapie mit Modafinil konnte in einer randomisierten, doppelverblindeten, placebokontrollierten Studie (Quelle 5) eine signifikante Verbesserung im Multiple Sleep Latency Test als auch im Maintenance of Weekfulness Test verzeichnet werden. Ein positives Ansprechen auf Modafinil kann somit im Sinne von Antwort D auf das Vorliegen einer Narkolepsie deuten. Quellen: 1. Pizza F, Filardi M, Moresco M, Antelmi E, Vandi S, Neccia G, Mazzoni A, Plazzi G. Excessive daytime sleepiness in narcolepsy and central nervous system hypersomnias. Sleep Breath. 2020 Jun;24(2):605-614. doi: 10.1007/s11325-019-01867-7. Epub 2019 Jun 1. 2. Sauter, C., Danker-Hopfe, H. Multiple Sleep Latency Test. Somnologie 17, 28–33 (2013). https://doi.org/10.1007/s11818-012-0598-1 3. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-056l_S1_Narkolepsie_2012_abgelaufen.pdf (keine aktuellere Leitlinie verfügbar) 4. Billiard M, Bassetti C, Dauvilliers Y, Dolenc-Groselj L, Lammers GJ, Mayer G, Pollmächer T, Reading P, Sonka K; EFNS Task Force. EFNS guidelines on management of narcolepsy. Eur J Neurol. 2006 Oct;13(10):1035-48. doi: 10.1111/j.1468-1331.2006.01473.x. PMID: 16987156. 5. US Modafinil in Narcolepsy Multicenter Study Group, Randomized trial of modafinil as a treatment for the excessive daytime somnolence of narcolepsy. Neurology 54 (2000) 11661175. Zu E: In der vorliegenden Frage stellt sich eine 24-jährige Frau vor, die unter Narkolepsie leidet, die ohne Kataplexie einhergeht („Symptome affektiv induzierter Tounusverluste lassen sich nicht erfragen“). Demnach liegt eine Narkolepsie Typ II vor, die ohne Kataplexie einhergeht. Bei der Narkolepsie vom Typ II ist laut obiger Tabelle (habe diese reinkopiert) die “Hypocretin-1-Konzentration im Liquor entweder nicht gemessen oder die gemessene Konzentration ist entweder > 110 pg/ml oder >1/3 der Mittelwerte bei gesunden Probanden mit demselben standadisierten Assay“ und somit erhöht. Damit ist belegt, dass Antwort E als richtig anzusehen ist. Abb. 1, Malter M et al. Narkolepsie im Erwachsenenalter … Fortschr Neurol Psychiatr 2021; 89: 103–113 | © 2020. Thieme. All rights reserved. https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1244-2612.pdf Hier steht übrigens auch, dass apparative Diagnostik eher erst zum Einsatz kommt, wenn u.a. einfache therapeutische Mittel nicht zum Erfolg geführt haben: “3.1 Apparative diagnostische Verfahren Die im Folgenden beschriebenen apparativen diagnostischen Verfahren werden in aller Regel dem schlafmedizinisch erfahrenen Psychiater oder einem schlafmedizinischen Zentrum vorbehalten bleiben, die auch die Indikation zur Durchführung stellen. Die Vorstellung des Patienten beim Spezialisten sollte immer dann erfolgen, wenn die Diagnose primär unklar bleibt, eine nächtliche Atmungsstörung vermutet wird oder wenn einfache therapeutische Maßnahmen nicht innerhalb weniger Wochen zum gewünschten Erfolg führen.” https://link.springer.com/referenceworkentry/10.1007%2F978-3-642-45028-0_76-1 Meine Einsendung: In der vorliegenden Frage stellt sich eine 24-jährige Frau vor, die unter Narkolepsie leidet, die ohne Kataplexie einhergeht („Symptome affektiv induzierter Tounusverluste lassen sich nicht erfragen“). Demnach liegt eine Narkolepsie Typ II vor, die ohne Kataplexie einhergeht. Bei der Narkolepsie vom Typ II ist laut obiger Tabelle „die Hypocretin-1-Konzentration im Liquor entweder nicht gemessen oder die gemessene Konzentration ist entweder > 110 pg/ml oder >1/3 der Mittelwerte bei gesunden Probanden mit demselben standadisierten Assay“ und somit bei Narkolepsie vom Typ II erhöht. Damit ist belegt, dass Antwort E als richtig anzusehen ist. Quelle: Abb. 1, Malter M et al. Narkolepsie im Erwachsenenalter … Fortschr Neurol Psychiatr 2021; 89: 103–113 | © 2020. Thieme. All rights reserved. https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1244-2612.pdf | Sauter, C., & Danker-Hopfe, H. (2013). Multiple sleep latency test. Somnologie-Schlafforschung und Schlafmedizin, 17(1), 28-33. Randomized trial of modafinil as a treatment for the excessive daytime somnolence TVof narcolepsy: US Modafinil in Narcolepsy Multicenter Study Grouphttps://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/10720292/ Für E: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1244-2612.pdf Mayer G, Heidbreder A. Narkolepsie. In: Diener H, Steinmetz H, Kastrup O, Hrsg. Referenz Neurologie. 1. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2019. doi:10.1055/b-006-163224 | ja 1 mal, gerne mehr +1 +1 +1, gerne mehr! +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
6 | 50 | Frage zu Absetzen von Rivaroxaban vor OP: Welches präop. Vorgehen richtig? C) sollte richtig sein mit der Forhttps://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK562156/#article-22389.s4 mulierung “letzte Gabe von Rivaroxaban am Vortag der OP (24 Std.)” ** Eine eindeutige Formulierung eines Zeitintervalls benötigt: - eine Länge und einen Start bzw. Endpunkt oder - einen Start- und Endpunkt In Antwort (A) und (B) ist eine Länge gegeben (72 h und 48h) und ein definiertes Ende ("vor OP"). Für Antwort (A) und (B) können also die Zeiten 72h und 48h vor OP für die Aufgabe vom Prüfling bewertet werden. In Antwort (D) und (E) ist durch die Aussage "am Tag der OP" und der Information das die OP am Vormittag stattfindet ein Zeitintervall von 0 Uhr Nachts (Beginn des OP-Tags) bis spätestens 12 Uhr Mittags (des OP-Tags) gegeben, also maximal 12 Stunden seit Gabe von Rivaroxaban bis zur OP. Für diese beiden Antworten können also die Zeiten "maximal 12h bis OP" vom Prüfling bewertet werden. Kernkritik: Die Antwort (C) lautet "letzte Gabe von Rivaroxaban am Vortag der OP (24 Std.)". Bei Antwort (C) wird der Vortag als für die letzte Gabe angegeben. Die Zeitangabe "(24 Std.)" wird bei dieser Antwortmöglichkeit OHNE Anfangs- oder Endpunkt wie z.B. "vor OP" angegeben. Auch gibt es keinen Zusatz wie "maximal 24 Std." oder "minimal 24 Std." Es ist somit nicht eindeutig, ob gemeint ist "maximal 24 Std." oder "innerhalb von 24 Std." oder "mindestens 24 Std." oder ob sich der Endpunkt auf "vor OP" bezieht, da dies (im Gegensatz zu den Antworten (A) und (B) !) NICHT angegeben ist. Je nachdem ob der Patient die Rivaroxaban morgens sehr früh (mehr als 24 Stunden vor OP) oder abends nimmt (Beispiel: 20 Uhr abends, OP 7 Uhr am Folgetag: Zeit unter 12 Stunden) kann das Intervall "Einnahme bis OP" unter 12 Stunden, aber auch über 24 Stunden liegen. Die Information zum täglichen Einnahmezeitpunkt ist im Falltext explizit NICHT spezifiziert ("Rivaroxaban 20mg 1x tgl."). Falls das Intervall 24-48 h vor OP vom IMPP als richtig erachtet werden sollte, kann Antwort (C) nicht korrekt anzukreuzen sein, da der obigen Argumentation folgend das Zeitintervall in dieser Antwort nicht klar definiert ist. --------- *Hier ist eigentlich anzumerken, dass weder C noch B richtig sind (beide kämen in nähere Auswahl) weil die Pausierung von der Nierenfunktion abhängt - bei dem Pat. bei 65. Laut dem deutschen Ärzteblatt wird bei einer Creatinin-Clearance von 50-79 ml/min eine Pausierung von ≥36 h angegeben, aber weniger als 48h. Die 36h bezieht sich auf Dabigatran, im Tabellenkopf stehen die Handelsnamen und da ist Xarelto rechts Würde hier argumentieren, dass Antwort B und C möglich wären. In der Quelle vom Herzzentrum steht auf Seite 2. Punkt 2 das Rivaroxaban bei CHADSVASC von unter 4 und Nierenfunktion 60-90ml wie beim Patienten 2 Tage vor OP abgesetzt werden soll. Ergo Antwort B. Habe eine andere Quelle von Helios Erfurt gefunden, dort wird auf Seite 8 beschrieben, dass bei CHADSVASC von 0-6 Rivaroxaban als Xa Hemmer 24h vor OP abgesetzt werden sollte. Ergo Antwort C. Es gibt also generell unterschiedlichen Umgang damit je nach Krankenhaus. Kriegen wir da noch ein bisschen bessere Quellen? https://www.aerzteblatt.de/archiv/202159/DOAKs-im-perioperativen-Setting-Wann-und-wie-absetzen https://www.aerzteblatt.de/callback/image.asp?id=94660 Tabelle 1: Abdominelle Hernien-OP = niedriges Blutungsrisiko https://www.aerzteblatt.de/callback/image.asp?id=94661 Tabelle 2: bei CrCl 50-79 ml/min und niedrigem OP-Risiko >/= 24 h vorher. Tabelle auf Seite 30: Rivaroxaban bei low risk-bleeding OP >/=24h absetzen: | Formfehler? was denkt ihr? *https://www.aerzteblatt.de/archiv/202159/DOAKs-im-perioperativen-Setting-Wann-und-wie-absetzen (Abb.2) https://www.herzzentrum-mg.de/Portals/0/Downloads/Management%20der%20Antikoagulation%2023.7.13.pdf | 1x eingereicht mit der Begründung von * 1 mal mit Begruendung B und C sind korrekt 1x eingereicht als Formalen Fehler mit Begründung ** noch 5x formal +1 +1 | |
47- | 6 - 10 | In der Fallbeschreibung stehen zwei werte für Prolaktin. Zitat: “LH, Prolaktin, Estradiol, TSH, Kortisol, DHEA-S, 17a-OH Progesteron: im jeweils mittleren Referenzbereich. Prolaktin: Hochnormal. Muss man sich jetzt neuerdings die richtigen Werte selbst raussuchen? | M2. - 1 Tag Frühjahr 2021/ Autor: IMPP Mehrere Antworten möglich | 2x +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
47 | 6 | Zusatz: Frage 6: Antwort A und E richtig. Die 30-Minuten-BGK ist für die Interpretation des Testes ohne Bedeutung? Gleichzeitig ist in der Fallbeschreibung die Angabe dass die Diagnose einer Insulinresistenz gestellt wird, und somit auch “eine gestörte Glukosetoleranz” besteht. Also anhand der Werte vom OGTT liegt keine gestörte Glucosetoleranz vor. Es ist dann nur seltsam wenn im Text steht, dass anhand der erhobenen Befunde die Diagnose einer Insulinresistenz gestellt wurde. Andererseits gibt es auch Artikel zum 30-Minuten-Wert beim oGTT. Ich hätte also keine richtige Lösung gesagt. Bei dieser Frage ist keine der gegebenen Antwortmöglichkeiten korrekt. Antwort A ist nicht zutreffend, da es Hinweise gibt, dass eine erhöhte 30-Minuten-Blutglucosekonzentration sehr wohl einen relevanten Einfluss auf das Diabetes-Risiko als auch auf das kardiovaskuläre Risiko des betroffenen Patienten hat. Somit ist die 30-Minuten-Blutglukosekonzentration auch für die Interpretation des oralen Glukosetoleranztestes NICHT ohne Bedeutung (in der Antwortmöglichkeit A ist schließlich auch nicht weiter spezifiziert, welcher Interpretationsaspekt des OGTT gemeint ist). Zur Relevanz der 30-Minuten-Blutglukosekonzentration beim OGTT gibt es u.a. folgende Literaturstellen: „In this study, we demonstrated marked increases of IL-6, neopterin and Lp-PLA2 in obese adolescents with elevated glucose level at 30 min compared to NGT and IGT groups“ (Kabaroğlu et al. 2013) „Our results have emphasized significance of high blood glucose levels measured at 30 min. During OGTT“ (Kabaroğlu et al. 2013) „These results suggest that in obesity, higher blood glucose levels at 30 minutes result in more increased inflammatory response than IGT.“ (Kabaroğlu et al. 2013) „The results of our study suggest that we should pay attention to individuals who have elevation of early postprandial PG levels but cannot be diagnosed with diabetes and impaired glucose regulation according to the standard. They also have dramatically higher risk for diabetes and CVD. The elevation of 30minPG might be useful to screen high-risk populations in the early stage of diabetes and CVD to prevent the progression of these diseases.“ (Chen et al. 2011) Somit muss Antwort A ausgeschlossen werden. Antwort B ist nicht zutreffend, da mit 116mg/dl keine Hypoglykämie vorliegt. Antwort C ist nicht zutreffend, da der Nüchternblutzucker mit 86mg/dl im Normbereich liegt. Des Weiteren sind auch die Antworten D und E nicht zutreffend. Somit ist diese Frage nicht eindeutig zu beantworten. Chen, G.; Zou, X.; Yao, J.; Jiang, Q.; Zhang, Y.; Tu, M. et al. (2011): The correlation between the oral glucose tolerance test 30-minutes plasma glucose and risk factors for diabetes and cardiovascular diseases: a cross-sectional epidemiological study of diabetes in Fujian Province in the South-East of China. In: Journal of endocrinological investigation 34 (5), e115-20. DOI: 10.1007/BF03347470. Kabaroğlu, Ceyda; Ersoy, Betül; Onur, Ece; Özhan, Bayram; Erdin, Soner; Var, Ahmet et al. (2013): Elevated glucose level at 30 minutes during an oral glucose tolerance test in obese adolescents: a new disorder of glucose tolerance. In: Endocrine journal 60 (2), S. 197–205. DOI: 10.1507/endocrj.ej12-0079. Insulinresistenz ist Prädiabetes, durchaus normale Blutzuckerwerte. was genau heißt hier Glucosetoleranz? Gestörte Glucosetoleranz heißt überhöhte BZ-Werte. Das ist die Folge der Insulinresistenz, meistens findest du aber beides. Die BZ Werte sind aber noch normwertig. Richtig asozial. Quelle: Famu und Dissertation in Endokrinologie. Facharztniveau, finde ich. | https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20935449/ https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23095208/ | 4x +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
49 | 8 | Welche Quotienten der Hormone weist im vorliegenden Fall insbesondere auf das Vorliegen des PCOS hin? Eingereicht mit Folgender Begründung: “Da im Aufgabentext auf Seite 35 für Prolaktin zwei nicht übereinstimmende Aussagen getroffen werden, ist es formal nicht möglich den Prolaktinwert in die Beantwortung der Fragen sinnvoll einfließen zu lassen. Inhaltlich muss der Prolaktinwert für eine sinnvolle Beantwortung der Frage 49 aber betrachtet werden. Es wird in der Frage explizit der Bezug auf den vorliegenden Fall gestellt. Eine eindeutige Beantwortung ist hier nicht möglich, da in den Antworten mehrere Quotienten direkt davon abhängen ob eine Hormonsupprimierung durch einen erhöhtes Prolaktin stattfindet. Beispiele: Antwort D) : Der LH/FSH-Quotient ist beim PCOS normaleخrweise durch die LH-Dominanz erhöht. Jedoch wird u.a. LH direkt und indirekt (über GnRH) von Prolaktin supprimiert, sodass der Quotient im vorliegenden Fall auch niedriger ausfallen kann bei erhöhtem Prolaktin. Antwort E) und C) : In beiden Antworten wird der Testosteron-Wert benötigt. Das Testosteron bei der Frau ist von der Stimulation durch LH abhängig. Da aber die höhe des LHs nicht einschätzbar bleibt durch ein erhöhtes LH oder ein supprimiertes LH (durch Prolaktin) lassen sich die Antworten nicht als Hinweis auf ein PCOS im vorliegenden Fall einordnen. (Zitat: "Des Weiteren hemmt Prolaktin den positiven Feedback-Effekt von Östradiol auf die LH-Sekretion und verändert dadurch auch die adrenale Androgensekretion [3]." aus Quelle 1) ” | Da Prolaktin sowohl im mittleren Referenzbereich, als auch als hochnormal ausgewiesen wird, Prolaktin einen direkt supprimierenden Effekt auf LH und FSH und explizit für den Vorliegenden Fall gefragt wird können mehrere Quotienten der Antwortmöglichkeiten verändert sein. Quelle: https://link.springer.com/article/10.1007/s41969-020-00100-1 “Hyperprolakinämie aus gynäkologischer Sicht” | eingereicht. (6 mal) +1 +1 +1 +1 +1 | |
38 | 82 | primäre polygene vs sekundäre Hypercholesterinämie: die primäre polygene ist laut Amboss die häufigste in Deutschland. Auch sie entsteht durch einen starken Umwelteinfluss und es gibt eine vermutlich sehr hohe Dunkelziffer, da noch nicht alle Gene gefunden bzw. bei weitem nicht alle Patienten getestet werden. Der Patient hat zwar eine negative Familienanamnese, allerdings hat er auch keine Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahmen, die eine sekundäre erklären würden. Laut dem score (3) der deutschen Gesellschaft für Nephrologie hat der Patient einen Wert (>190), bei dem eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht. Zusammen mit der sehr hohen Prävalenz und den fehlenden Vorerkrankungen sollte bei diesem Patienten am ehesten A zutreffen (polygenetisch) → laut Experten auch (leider) richtig, ich hab D Auch hier brauchen wir zum anfechten zusätzlich Quellen, die für eine sekundäre Hypercholesterinämie sprechen, da wir ja das impp anfechten und nicht die Lösung der Experten (von der wir nicht zu 100% wissen, ob sie denn stimmt) :) Wir haben keine Werte zur Niere gegeben, aber er hat einen erhöhten Blutdruck - könnte man argumentieren, dass der Bluthochdruck die Niere schädigt, und ohne Abklärung eine sekundäre Hypercholesterinämie nicht ausgeschlossen werden kann? Patient: 73 Jahre alt, rüstig=leistungsfähig, keine Beschwerden, ist da wegen Gesundheitsuntersuchung, sonst extrem selten bei einem Arzt(nur wegen Grippe ab und zu) =typisch bei Hypertonikern bzw. latente Hypertonie/ hypertonie Grad 1 könnte bereits seit 20-40 Jahren unbemerkt bestehen; der Hausarzt kann es nicht wissen, da nur sporadischer Kontakt besteht und es wie beschrieben keine Symptome gab und Erstmanifestation Hypertonie mit 73 Jahren?!? Familienanamnese ist negativ hinsichtlich koronarer Herzkrankheiten, jedoch nicht explizit Hypertonie oder Nierenerkankungen => mehr Infos zur arteriellen Hypertonie: = häufigste internistische Erkrankung; In Europa Prävalenz: ca. 30%(bei älteren Menschen noch höher)
Fazit: Im klinischen Setting bestünde der Verdacht auf eine Hypercholesterinämie(das ist klar). Diese sollte auch entsprechend therapiert werden. Eine weitere Abklärung der Hypertonie und möglicher Nephropathien(und möglicher Zusammenhänge zur Hypercholesterinämie) ist jedoch auch indiziert. Meinung? Verbesserungsvorschläge erwünscht!! -Danke! Meine EInsendung: In die Hausarztpraxis kommt ein 73-jähriger Mann ohne Beschwerden, den wir allerdings bisher nur durch sporadische Kontakte kennen. Wir wissen also nicht, ob der Patient einen ungesunden Lebensstil vorweist (schlechte Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum), der ohne subjektive Beschwerden vorliegen kann. Des Weiteren wird in der Aufgabe mitgeteilt, dass in der Familienanamnese keine Vorbelastung vorliegt, in der Hinsicht KHK und insbesondere Fettstoffwechselstörung ist diese völlig blande. Polygenetische Hypercholesterinämie: „Durch Zusammenwirken von endogener (Genetik nur zum Teil bekannt) und meist auch exogener Faktoren manifestiert sie sich als leichte Hypercholesterinämie (200-300 mg/dl) und mehrfach erhöhtem KHK-Risiko.“ Epidemiologisch zwar häufig, ABER: „Genetische Abgrenzung zu monogenen Hypercholesterinämien [familiäre Hypercholesterinämie = primäre Formen] ist erforderlich.“ Und: „Bei dieser Gruppe [familiäre Formen] sind Familienuntersuchungen indiziert mit molekulargenetischen Analysen.“ (Herold S.710, Auflage 2021) Diese besagten Analysen sind in dieser Frage nicht gegeben, ergo diese Frage nicht beantwortbar. Sekundäre Formen: „Ursachen von Hypercholesterinämien, z.B. nephrotisches Syndrom, Hypothyreose, Cholestase (hier LpX-Erhöhung), Diabetes mellitus, Schwangerschaft und Medikamente, z.B. Kortisonpräparate“ (S. 710, Auflage 2021). In der Fragenstellung liegt der Nüchtern-Blutzucker bei 100 mg/dl, das heißt nur so gerade eben noch im Referenzbereich, eine Glukosetoleranztestung wurde allerdings nicht durchgeführt, sodass eine Abklärung eines Diabetes mellitus nicht gegeben ist und ein solcher hier nicht ausgeschlossen werden kann. Chronische Krankheiten sind zwar bisher nicht bekannt, allerdings kenne ich den Mann auch nur durch sporadische Kontakte. Habe mich daran orientiert, jedoch etwas umgeschrieben: Ohne weitere Informationen zur Anamnese und Laboruntersuchungen lässt sich nicht zwischen polygenetischer Hypercholesterinämie (A) und sekundärer Hypercholesterinämie (E) differenzieren. Lt. Herold 2021, S. 710 ff.: Sekundäre Formen: „Ursachen von Hypercholesterinämien, z.B. nephrotisches Syndrom, Hypothyreose, Cholestase (hier LpX-Erhöhung), Diabetes mellitus, Schwangerschaft und Medikamente, z.B. Kortisonpräparate“ Insbesondere da im Aufgabentext ein Nüchternblutzucker im grenzwertig hochnormalen Bereich von 100mg/dl genannt ist, muss hier definitiv in Betracht gezogen werden, dass ein nicht diagnostizierter Diabetes mellitus vorliegt. Leider sind keine weiteren Angaben zur Verfügung gestellt, außer dass der Patient "rüstig" sei, was leider alles und nichts bedeuten kann. Lt. Herold 2021, S. 710 ff.: Polygenetische Hypercholesterinämie: „Durch Zusammenwirken von endogener (Genetik nur zum Teil bekannt) und meist auch exogener Faktoren manifestiert sie sich als leichte Hypercholesterinämie (200-300 mg/dl) und mehrfach erhöhtem KHK-Risiko.“ Die polygenetische Hypercholesterinämie ist häufig und muss auch bedacht werden. Jedoch: „Genetische Abgrenzung zu monogenen Hypercholesterinämien [familiäre Hypercholesterinämie = primäre Formen] ist erforderlich.“ Und: „Bei dieser Gruppe [familiäre Formen] sind Familienuntersuchungen indiziert mit molekulargenetischen Analysen.“ Weiterhin wäre es für eine (polygenetisch) bedingte Hypercholesterinämie eher ungewöhnlich dass diese erst mit 73 Jahren auffällt. Nichtsdestotrotz kann sie ohne weitere Informationen nicht per se ausgeschlossen werden. Diese besagten weiteren Informationen sind leider im Falltext nicht aufgeführt, so dass diese Frage nicht eindeutig zu beantworten ist. | Schmidt et al. Atherosclerosis 2017; 266: 24-30. (ist häufig) https://www.dgfn.eu/kuratoriumsnews/online-risikorechner-fuer-familiaere-hypercholesterinaemie.html | ja +1 +1 +1 | |
95 | Kann man den PPW nun ohne gegebene Prävalenz berechnen? Muss man die Prävalenz von SARS-CoV- 2 kennen???? ja kann man, nein muss man nicht, siehe Forum -> man könnte doch argumentieren, dass die Angaben unvollständig waren Frage 95 war aufgrund der Angaben nicht exakt lösbar, da diese unvollständig war.
In Frage 95 war der positive Vorhersagewert gesucht. Zur Berechnung des PPW benötigt man laut MSD Manual eine Prävalenz, die Empfindlichkeit (auch genannt Sensitivität), sowie die Spezifität des Tests.
Mit folgender Formel lässt sich dann der PPW berechnen:
PPW = 100 * (Prävalenz * Empfindlichkeit) / (Prävalenz * Empfindlichkeit + ((1 - Prävalenz) * (1 - Spezifität)))
In der Fallangabe zu Frage 95 war eine Sensitivität und eine Spezifität angegeben. Die Prävalenz der im Fall gesuchten Infektion, die im Antikörpertest bestimmt werden sollte, war allerdings nicht gegeben.
Hier wird also vorausgesetzt, dass der Prüfling die Prävalenz der Infektionskrankheit genau kennt (nein s.u. das geht auch ohne Prävalenz…); eine Größe, die ja tagesaktuellen Schwankungen unterliegt und im Rahmen einer Epidemie, mit überlasteten Gesundheitsämtern und dadurch vorhandenen Dunkelziffern etc. gar nicht genau bestimmt werden kann. Das stimmt nicht. Die Frage war schwer, aber lösbar, wird zB im MediLearn-Forum vorgerechnet. ok danke :) | ||||
58 | 17 | Könnte man die Frage mit der 5 Jahres Nachsorge Rektumkarzinom anfechten? Es steht halt nie explizit 5 Jahres Nachsorge dabei, sondern eher die Abstände und was man macht? Die Leitlinie spricht von einer Kolo nach 6 Monaten, wenn diese negativ ist, soll sie nach weiteren 5 Jahren wiederholt werden. Damit beträgt die Nachsorge mindestens 10 Jahre. Keine Lösung dürfte richtig sein, vor allem fragt das IMPP nicht nach am ehesten, sondern nach “richtig” In der Langfassung der deutschen Leitlinie steht auf S.235,Tabelle 19 Nachsorge UICC 2+3,dass auch nach einer Koloskopie nach 60 Monaten (5 Jahre) “bei unauffälligem Befund (kein Adenom, kein Karzinom) eine nächste Koloskopie nach 5 Jahren” wieder eine Koloskopie erfolgen sollte. Also nicht nur 5 Jahre, sondern alle 5 Jahre. Wenn postop keine komplette Koloskopie erfolgt (was aus dem Fallbericht nicht klar zu erkennen ist) wird die erste Koloskopie 6 Monate nach OP und dann 5 Jahre später gemacht. Also auf jeden Fall schon einmal 5einhalb Jahre und nicht genau 5. Vielleicht kann man das noch schlauer umschreiben, aber da kann man auf jeden Fall was anfechten. In Zusammenhang mit der Frageformulierung nach der RICHTIGEN Feststellung, war die Frage nicht eindeutig zu beantworten, da weder 3,5,10 Jahre explizit richtig sind. | https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/021_D_Ges_fuer_Verdauungs-_und_Stoffwechselkrankheiten/021-007OLe_S3_Colorectal_Cancer_2019-01.pdf → Colonoscopy is appropriate to detect local recurrences or secondary tumors. All patients should have a complete colonoscopy preoperatively or within 6 months postoperatively. A colonoscopy should be performed after 1 year and subsequently, if negative, every 5 years to detect metachronic cancer or polyps. If a complete colonoscopy was done postoperatively within 6 months, the next one should be done after 5 years. If neoplasia is detected during colonoscopy after 6 or 12 months, further follow- up should be performed according to Chapter 6.5. https://www.klinikum.uni-muenchen.de/Darmzentrum/download/inhalt/Empfehlungen_zur_Nachsorge.pdf → und laut der Quelle wäre es nach 5 Jahren nicht abgeschlossen, sondern bei einem unauffälligem Befund dann, wäre eine weitere Koloskopie nach 5 Jahren indiziert. Und eine Rektoskopie bei einem Rektumkarzinom z.B. nur 24 Monate nach Abschluss der Therapie gemacht werden sollte. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-007OLl_S3_Kolorektales-Karzinom-KRK_2019-01.pdf | 7x +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
59 | 18 | VTE-Frage: es besteht ein deutlich erhöhtes Risiko da es um die postoperative Thrombembolie-Prophylaxe bei einem Tumorpatienten geht. Weiterhin ist durch die OP im Bauchraum das Risiko auch nochmals erhöht. Somit kann man davon ausgehen, dass der Pat. nicht nur ein mittleres Risiko hat, sondern ein hohes Risiko. In dieser Konstellation wird laut Leitlinie auch Fondaparinux empfohlen! Quelle: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/003-001l_S3_VTE-Prophylaxe_2015-10-abgelaufen_01.pdf *Außerdem steht in der Leitlinie, dass bei Auswahl des Medikaments zur Prophylaxe auf Leber-und Nierenfunktion des Patienten geachtet werden muss. NMH wäre bspw. bei einer GFR < 30 ml/min kontraindiziert, Fondaparinux erst bei <20ml/min. Da diesbezüglich in der Fallbeschreibung keine Angaben gemacht werden, kann nicht klar für die Verschreibung eines der genannten Medikamente entschieden werden. | Eure Meinung ist gefragt. Wenn es für andere ebenso plausibel ist, dann würde ich Montag Abend noch einreichen. Ich bitte um Kommentare ;-) Anmerkung: kennt sich jemand mit abgelaufenen Leitlinien aus? Die dazugehörige Leitlinie wird gerade überarbeitet. Kann man die dann trozdem als Quelle nutzen? Ja, auf jeden Fall! Habe es genau so eingereicht. | eingereicht 1x 1x mit Begründung * | |
104 | 90 | Die in Antwort E angegebene Prozentzahl stimmt nicht mit der Literatur überein The weighted procedure-related risk of miscarriage following amniocentesis was 0.30% - glaube das lässt sich nicht so einfach anfechten, sagt ja genau das aus In anderen Metaanalysen sogar noch deutlich geringer (<0,15%) Aussage E ist um den Faktor 5 falsch. Bei einer solchen Ungenauigkeit wäre dann auch Aussage A richtig, da diese auch um den Faktor 5 abweicht. Das Amniozentese Risiko beträgt nach neueren Daten 1:1000 (0,1%). Laut Dossier des Berufsverband Niedergelassener Pränatalmediziner e.V.: https://www.bvnp.de/aktuelle-risiken-der-diagnostischen-punktion-amniozentese---ac-chorionzottenbiopsie---cvs---der-wissenschaftliche-blick/ In der S3-Leitlinie Gestationsdiabetes mellitus (GDM), Diagnostik, Therapie und Nachsorge 2. Auflage AWMF-Registernummer: 057–008 heißt es auf Seite 52 „Aufgrund des erhöhten Fehlgeburtsrisikos (1%) ist eine invasive fetale Genotypisierung mittels Chorionzottebiopsie oder Amniozentese […]“. Somit liegt eine Leitlinie vor, die das Risiko einer Fehlgeburt durch eine Amniozentese doppelt so hoch einschätzt, wie in Antwort E angegeben. “Das eingriffsbedingte Abortrisiko der AZ nach 15 + 0 SSW wird zumeist mit ca. 0,5 % angegeben. Diese Daten berufen sich hauptsächlich auf Studien aus den 70er-Jahren [35 – 37]. Da heute die invasive Diagnostik unter kontinuierlicher Ultraschallsicht erfolgt, ist die Rate eingriffsbedingter Aborte deutlich reduziert [30], ebenso die Rate fetaler Verletzungen und blutiger Punktate. Allerdings ergab die einzige randomisierte Studie von 1986, durchgeführt unter kontinuierlicher Ultraschallsicht mit einer 20G-Nadel zwischen 16 und 18 SSW bei Schwangeren im Alter zwischen 24 und 35 Jahren, ein eingriffsbedingtes Abortrisiko von 1,0 % [38]. Neuere retrospektive, nicht randomisierten Untersuchungen an großen Gruppen mit AZ im Vergleich mit Kontrollgruppen ohne AZ berichten über Abortraten von 0,13 % [39], 0,06 % [40], 0,46 % [41], 0,49 % [42] und 1 % [43].” → Fragwürdig sowas abzufragen | https://obgyn.onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1002/uog.20353 //pubmed.ncbi.nlhttps:m.nih.gov/31124209/ Berufsverband Niedergelassener Pränatalmediziner e.V.: https://www.bvnp.de/aktuelle-risiken-der-diagnostischen-punktion-amniozentese---ac-chorionzottenbiopsie---cvs---der-wissenschaftliche-blick/ S3-Leitlinie Gestationsdiabetes mellitus (GDM), Diagnostik, Therapie und Nachsorge 2. Auflage AWMF-Registernummer: 057–008 was wurde hier eingereicht? Keine Antwort richtig? DEGUM Leitlinie: Kähler C et al. Empfehlungen zur Durchführung von Amniozentese und Chorionzottenbiopsie Ultraschall in Med 2013; 34: 435–440 https://www.degum.de/uploads/media/UIM_2013_34_EmpfehlungenDEGUMACundCVS.pdf | ja (10 mal) +1 +1 | |
107 | 93 | Immunsuppressive Therapie bei Myasthenia gravis: Richtige Antwort laut Dozenten: Azathioprin In der genannten Frage wurde nach möglichen Wirkstoffen zur Immunsuppression bei Myasthenia gravis gefragt. Dabei ist laut Dozenten Antwort A (Azathioprin) richtig. Laut aktueller Leitlinie zur Therapie bei Myasthenia gravis kommen jedoch auch andere genannte Wirkstoffe zum Einsatz. Insbesondere Mycophenolatmofetil (Antwort D) wird sogar von den Krankenkassen als Therapie bezahlt und bei zahlreichen Patienten angewandt. In einer Metaanalyse der Cochrane Library wurden die unterschiedlichen Therapien verglichen und insbesondere Ciclosporin (Antwort B) zeigte dabei die größten Erfolge bei der Therapie. Laut Cochrane Library zeigte die Therapie mit Azathioprin dabei keinen signifikanten Unterschied zur Placebo Gruppe. Daher kann für mich Azathioprin nicht als alleiniges Medikament oder Mittel der Wahl zur immunsuppressiven Therapie gelten. "In generalised MG, limited evidence from small RCTs suggests that ciclosporin, as monotherapy or with corticosteroids, or cyclophosphamide with corticosteroids, significantly improve MG. Limited evidence from RCTs shows no significant benefit from azathioprine (as monotherapy or with steroids), mycophenolate mofetil (as monotherapy or with either corticosteroids or ciclosporin) or tacrolimus (with corticosteroids or plasma exchange)." Mega In der Leitlinie steht allerdings als erste Wahl Azathioprin drin. Alle anderen als zweite Wahl. Da hier die Frage nach der ersten Wahl ist, glaube ich kaum, dass sich dort was machen lässt. | https://www.cochranelibrary.com/cdsr/doi/10.1002/14651858.CD005224.pub2/full?highlightAbstract=myastheni%7Cgravi%7Cmyasthenia%7Cgravis | ja (3 mal) | |
38 | 82 | 38 % haben polygenetische Hypercholesterinämie 52 % sagten sekundäre Hypercholesterinämie Ich würde das auf jeden Fall einreichen!aber für beides jetzt oder nur, dass eine sekundäre Hypercholesterinämie in Frage käme? Da 40% ja auch polygenetisch genommen haben, wäre es doch nett, wenn man das eine und andere als richtig darstellt? Beides am Besten siehe oben, da sind mehr Quellen und Argumente für beides angegeben | "Primäre Dyslipidämien: Angeborene, meist hereditäre Stoffwechseldefekte Bspw. familiäre Hypercholesterinämie (Vererbung: autosomal-dominant) ... Sekundäre Dyslipidämien: Folge von Erkrankungen, Medikamenten oder eines ungesunden Lebensstils" Für eine polygenetische Hypercholesterinämie muss er familiäre Anlagen haben, die in der Beschreibung quasi ausgeschlossen werden. ich denke dass das eine sekundäre Hypercholesterinämie sein müsste. Sekundär heißt in dem Fall nicht nur die Entstehung durch eine andere Erkrankung (Nephrotisches Syndrom, Anorexie, etc.) sondern sekundär ist eher als Abgrenzung zur primären (=genetischen) Hypercholesterinämie zu interpretieren. Die polygenetische Hypercholesterinämie wird eher als eine Form der Familiären Hypercholesterinämie betrachtet. In den letzten Jahren wird die FH zunehmend mehr in monogenetisch erklärbare Fälle und die Fälle, bei denen das genetische Screening ergebnislos bleibt (die Anamnese, Diagnose-Scores und Klinik aber passen) unterschieden. Letztere wird dann als polygenetische Hypercholesterinämie bezeichnet. Ursache sind vermutliche eine große Zahl an Einzelallelen, die erst in einer gewissen Häufig einen Phänotyp ähnliche der klassischen FH (etwas milder) verursachen.Alter des Patienten und leere Familienanamnese sprechen zudem gegen eine polygenetische Hypercholesterinämie Meinung: Also wenn ein Patient in die Allgemeinarztpraxis kommt. Er mit 73 Jahren ohne Beschwerden und Vorerkrankungen und blander Familienanamnese ist. Er laut Friedwaldformel ein normwertiges LDL hat und das Gesamt-Cholesterin zwar erhöht ist, aber es für eine weitere Aussagen auch weiterer Diagnostik bedarf. Dann ist das theoretisch gedacht und fern jeder Realität. Für mich kann es hier genauso gut eine sekundäre sein. Frage kann 2 Antworten haben. Bis heute Abend würde ich gern eure Meinung hören. Bei gutem Feedback - >Beanstandung Ich habe jetzt geschrieben, dass man nicht sagen kann ob polygen oder sekundär, denke schon dass man das so anmerken kann | noch nicht eingereicht | |
39 | 83 | Mit den kardiovaskuläresn Risikofaktoren → Agatston Score beschreibt das kardiovaskuläre Risiko und in dem Score sind = Alter, Geschlecht, Rauchen, systolischen Blutdruck, BMI und LDL-Cholesterin. Somit wäre Rauchen dem BMI gleichzusetzen Ich dachte die wollten auf das metabolische Syndrom raus, da in der Aufgabenstellung Blutdruck, Triglyceride/ Cholesterin und Blutzucker angegeben war… Dann wäre BMI richtig. Wäre auf jeden Fall anfechtbar, oder ? Ich habe mich auch gefragt wie ich beurteilen soll welcher Risikofaktor jetzt den größten Einfluss hat. Das kann man ja ohne weitere Angaben nicht beurteilen. Macht ja wohl einen Unterschied ob man 5, 10 oder 30 Zigaretten pro Tag raucht und ob man nen BMI von 30,40 oder 50 hat. Da eine sichere Aussage zu treffen ist mmn nicht möglich. das sehe ich auch so Angefochten mit
| https://cdn.aerzteblatt.de/pdf/105/1/m1.pdf https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/050-001l_S3_Adipositas_Pr%C3%A4vention_Therapie_2014-11-abgelaufen.pdf (“Die Adipositas stellt einen Risikofaktor für die KHK dar und geht mit erhöhter kardiovaskulärer Mortalität einher”) | 2x 1x 1x 1x +1 +1 +1 +1 +1 | |
28 | 72 |
| noch nicht Wurde das schon eingereicht? Nein | ||
15 | 59 | Leprafall, Lepra ist laut ICD A30 zuzuordnen. Es gab 3 Leprafragen, und Lepra gehört nicht zum Gegenstandskatalog -> Lepra hat den ICD Code A30 und A30 gehört nicht zum Gegenstandskatalog, also ich würde das auf jeden FALL anfechten
JA ! §29 in Gegenstandskatalog: “Prüfungsgegenstand sind insbesondere die berufspraktischen Anforderungen an den Arzt, die wichtigsten Krankheitsbilder” etc Weiterhin werden in dem Kapitel z.b. die a33/a34 explizit ausgelassen und andere Diagnosen explizit genannt. Daher kann nicht erwartet werden, dass nicht genannte Diagnosen (wie a30) als Voraussetzung betrachtet werden. Wenn Kapiteln im Gegenstandskatalog ausgelassen werden, darf das eig auch nicht gefragt werden, wie bei Lepra. Lepra hatte 3 Fragen, 3 Fragen sind viel. Ich werde das so einreichen, vllt könnt ihr es etwas umformulieren, (wichtig, damit es als einzelner Kommentar anerkannt wird!), aber das sollte auf jeden Fall zahlreich angefochten werden! “Im Gegenstandskatalog des IMPP gültig bis Herbst 2021 ist Lepra explizit nicht aufgeführt. Auch unter der Überschrift A30- A49 „Sonstige bakterielle Krankheiten“ ist Lepra ICD A30 nicht explizit aufgeführt, die Liste wird hier angeführt durch ICD A31 „Infektion durch sonstige Mycobakterien“. Laut ICD Katalog beinhaltet ICD A 31 weder Lepra noch Tuberkulose. Tuberkulose wird an andere Stelle explizit im Gegenstandskatalog A15-A19 genannt. Lepra hingegen findet keine explizite Erwähnung, ICD A30 wird übersprungen und nicht genannt. Hinzu kommt, dass sich hier im Examen F2021 ganze drei Fragen mit dem Krankheitsbild Lepra beschäftigen, welches offensichtlich nicht im Gegenstandskatalog genannt ist und zudem in Deutschland lediglich eine verschwindend geringe Neuinzidenz („In Deutschland wurde 2019 ein Leprafall gemeldet“ Bundesministerium für Gesundheit, https://gesund.bund.de/lepra#quellen; RKI, Epidemiologisches Bulletin 4/2020, Seite 11) hat und somit nicht als vorbereitungsrelevant für den klinischen Alltag in Deutschland anzusehen ist. “ Top!!! Habe es auch nochmal eingereicht mit eigener Formulierung. Die Ziffer A30 wurde explizit ausgelassen. Die Kapitelüberschriften im Gegenstandskatalog sagen aus, um welche Ziffern es nachfolgend geht. Das ist hier “A30-A49”. Anschließend werden dann explizit alle Ziffern aufgezählt, die der Katalog umfasst. A30 wurde ausgelassen, A31 umfasst Lepra nicht. Ich denke dagegen können sie kaum argumentieren. Geschlagen mit den eigenen Waffen. “Gefragt wurde nach der Krankheit Lepra. Gegenstandskatalog für den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung 4. Auflage 2013.Im Gegenstandskatalog des IMPP wurde die ICD Ziffer A30(Lepra) explizit ausgelassen. A31 beinhaltet: Infektion durch sonstige Mykobakterien Exkl.: Lepra (A30.-) Tuberkulose (A15-A19) Somit ist Lepra kein Bestandteil des o.g. Gegenstandskataloges.” | Gegenstandskatalog für den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung 4. Auflage 2013 (298,4 KiB) https://www.icd-code.de/icd/code/A31.-.html Art der Kommentierung: inhaltlich? oder was nimmt man hier? inhaltlich https://www.impp.de/pruefungen/allgemein/gegenstandskataloge.html inhaltlich + formal! | 1 mal eingereicht (bitte noch mehr, einfach aus Prinzip) 1x zusätzlich +1 1x zusätzlich +1 (außerdem 1 für jedes der weiteren Fragen des Lepra-Falls) +1 +1 +1 +1 +1 (hab alle 3 Fragen gleich eingeschickt) +1 +1 +1 +1 +1 (Folgefrage mit eingereicht) +2 inkl. Folgefragen +1 +1 +1 +1 (und Folgefragen) +1 +1 (und Folgefragen) | |
69 68-71 | 28 27-30 | Zur "Diagnosesicherung" einer orthostatisch lokalisierten Purpura (vielmehr zum Ausschluss relevanter Differenzialdiagnosen) im Rahmen einer leukozytoklastischen Vasculitis allergica können sowohl eine Palpation der Unterschenkel (Antwort E) mit dem Ergebnis einer nicht wegdrückbaren palpablen Purpura als auch ein positiver Rumpel-Leede Test (Antwort C) zum Nachweis einer inflammatorisch bedingten Gefäßfragilität beitragen. Somit wären sowohl Antwort C als auch Antwort E gleichermaßen "am ehesten geeignet, die wahrscheinlichste Diagnose zu sichern". Begündung: Die in Fall 22 dargestellte Kurzanamnese mit den damit verbundenen Indizien (ausschließlicher Befall der unteren Extremität, Beschwerdefreiheit, zeitliche Dynamik der dargestellten Symptomatik) deuten über das Ausschlussprinzip auf eine infektgetriggerte (Frage 71) Vasculitis allergica hin. Da die Diagnosestellung hauptsächlich über das Ausschlussprinzip erfolgt (Lutze S et al. Vasculitis allergica – ... Phlebologie 2019; 48: 251–265) ist die Fragestellung nach einer Diagnosesicherung schon a priori etwas verwirrend gestellt und soll wohl auf Positivmarker bzgl. der gesuchten Identität abzielen. Als derartige Positivmarker hinsichtlich einer Vasculitis allergica sind im Rahmen der dargebotenen Antwortmöglichkeiten vor allem C und E gleichermaßen in Erwägung zu ziehen. Mittels Palpation (Antwort E) der nicht wegdrückbaren palpablen Purpura erhärtet sich der Verdacht auf eine vaskulitische Genese, die (inflammatorisch bedingte) Gefäßfragilität lässt sich in gleicher Weise durch einen positiven Rumpel-Leede-Test bestätigen. Die Differentialdiagnose einer Purpura senilis (hier wären auch C und E gleichermaßen richtungsweisend) lässt sich einerseits durch den fehlenden Befall der oberen Extremität als auch durch das Alter des Patienten (66 Jahre) eher ausschließen. --Ich finde, wir sollten hier den kompletten Fall anfechten. Folgefragen waren auf die Verdachtsdiagnose bezogen, die an Mangel der Anamnese und nur anhand vom Bild nicht gestellt werden konnte. Purpura Sch.-H. treten bei Kindern auf. (in 90% der Falle kleiner als 10 Jahre.) UND die ist keine BLICKDIAGNOSE, außerdem treten die akut auf und sind von Beschwerden begleitet (fieber, Abgeschlagenheit). UND wir wussten bei der frage nichts von dem durchgemachten Infekt (die Antwortmöglichkeit einer Folgefrage kann auch nicht als Angabe zum Fall gewertet werden. hier wären dann richtig : vasculitis allergica, rumpe-leede- test, Niere und halsinfekt vor 14 Tagen die DD Phenprocoumonüberdosierung (Compliance?) (hier passen Anamnese, mehr Angaben in der Richtung, wie alter, medikamente) https://de.wikipedia.org/wiki/Hämorrhagische_Diathese keine bessere Quelle :( Hilfe! “Bei einer Überdosierung kommt es zu einer Erhöhung der Thromboplastinzeit und abhängig vom Ausmaß der Überdosierung kann es auch zu Blutungen kommen. Steigt der INR- Wert, während der Therapie mit Marcoumar, über das therapeutische Limit, wird empfohlen die Dosis zu reduzieren und die Gerinnungstests nach 2 Tagen zu kontrollieren. Bei leichter Überdosierung von Marcoumar und klinisch vernachlässigbaren Blutungen (vorübergehendes Nasenbluten, Mikrohämaturiexxsa, kleine Hämatome) ist es oft ausreichend, die Dosis vorübergehend zu verringern oder eine Dosis zu überspringen. In diesem Fall ist es besser kein Phytomenadion (Vitamin K1) zu verabreichen, da dies die effektive Antikoagulation für mehrere Tage unmöglich macht. Nach akuter Einnahme großer Dosen steht beim Menschen während der ersten 24 Stunden eine kapillartoxische Wirkung mit Hirnödem im Vordergrund. Danach kommt es zu Erhöhung des INR-Wertes und zu Blutungen. Erkennbare Zeichen einer akuten Überdosierung können, abhängig von deren Ausmaß, sein: Blutbeimengungen im Urin, petechiale Blutungen an Stellen mechanischer Belastung, spontane Haut- und Schleimhautblutungen, Blutstuhl, Verwirrtheitszustände bis hin zur Bewusstlosigkeit. Bewusstlosigkeit kann ein Anzeichen für eine Gehirnblutung sein. Eine sofortige notärztliche Behandlung ist erforderlich. In den meisten Fällen können weniger schwere Blutungen durch das Absetzen des Antikoagulans kontrolliert werden.” Arzneimittelinformationen für Fachkreise, Phenprocoumon, https://www.pharmazie.com/graphic/A/96/0-08096.pdf → Ich weiß nicht, ob man bei Marcumar ausschließlich Einblutungen an den Beinen hätte, da ist ja meistens ne Organbeteiligung dabei, die im Fall aber nicht beschrieben war (auch nicht an Schleimhaut etc.). Vielleicht findet ja jemand ein Bild zu Blutung durch Makumartherapie? und hier wären komplett andere Antworten richtig, die ich auch genommen habe wegen dem Alter der Patientin. ABER Fakt ist, es war anhand der Fallbeschreibung nicht möglich den Fall richtig zu lösen! Ich saß in der Prüfung ratlos und habe Sehr viel Zeit in den Fall investiert.. beim Raten hätte ich mehr als 0 Punkte dafür. Außerdem ist doch ein weiteres Leitsymptom bei PSH Bauchschmerzen… Und 90% der Fälle treten bei Kindern auf. Der Fall ist wirklich an den Haaren herbeigezogen, es gibt so viele Argumente gegen PSH. A68 B28 Vasculitis allergica: Altmeyers Enzyklopädie https://www.altmeyers.org/de/gefaessmedizin/vaskulitis-leukozytoklastische-non-iga-assoziierte-4223 "Die klassische kutane Immunkomplexvaskulitis ist eine in großen dermatologischen Kollektiven häufig auftretende Erkrankung. Ihre Inzidenz wird auf 10-20/100.000/Jahr angegeben." "Auftreten sowohl im Erwachsenenalter (durchschnittlich 39.-49. LJ) wie auch im Kindesalter. Frauen sind 2-3mal häufiger betroffen als Männer." Also liegt die Inzidenz der Vaskulitis allergica unter erwachsenen Männern, ungeachtet des Alters, max 7/100.000, zudem hat der Patient ein für die Erkrankung ungewöhnliches Alter. Dazu kommt, dass eine medikamenteninduzierte Vasculitis allergica in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Neuanordnung auftritt - bei dem Patienten findet sich die letzte Änderung des Medikamentenplans vor 6 Monaten. "Die Latenzzeit bis zur Reaktion nach Erstexposition beträgt durchschnittlich 8–13 Tage, bei Re-Exposition 6–12 Stunden" (siehe: S. Lutze et al., Vasculitis allergica – ein nicht-IgE-vermitteltes Hypersensitivitätssyndrom, Phlebologie 2019; 48: 251–265 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York, https://doi.org/10.1055/a-0847-6602). Die Inzidenz ist vermutlich sogar noch geringer: https://journals.lww.com/co-rheumatology/Abstract/2013/03000/Epidemiology_of_immunoglobulin_A_vasculitis.4.aspx Hier wird von 0,8-1,8 Fällen pro 100.000 Personen pro Jahr gesprochen. Ungeachtet des Alters. Das höchste was ich finden konnte war knapp über 2/100.000/Jahr Bei Hochglanzpapier und heller Ausleuchtung (Spiegelung) sind Nekrosen nicht sicher abzugrenzen von ungleichmäßigen Einblutungen. Blutungen unter Phenprocoumon sind jedoch ein nicht seltenes Ereignis. In der Frage wird nach der "wahrscheinlichsten" Diagnose gefragt. Der Patient hat eine sehr niedrige Vortestwahrscheinlichkeit für eine Vasculitis allergica, Blutungen unter Phenprocoumon kommen jedoch in der Praxis regelmäßig vor, und können durch eine relative Phenprocoumonüberdosierung, zb. bei veränderter Nahrungszusammensetzung provoziert werden. Welche Diagnose nun also die wahrscheinlichere ist, ist bei unergiebiger Datenlage zur Auftretenswahrscheinlichkeit bei einem 66 jährigen männlichen Patienten ohne kürzlich geänderte Medikamentenzusammenstellung nicht zu beantworten, und würde der Diagnostik (zb der Palpation) unzulänglich vorgreifen. Die Frage ist also nicht eindeutig zu lösen. A69 “Der klinische Rumpel-Leede-Test (Auslösen von Petechien nach Druckaufbau auf 10 mmHg mittels einer Blutdruckmanschette über einen Zeitraum von 5 Minuten) ist positiv als Nachweis der erhöhten Fragilität der entzündeten Gefäße.” https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0847-6602.pdf A70 B29 In Anbetracht der m.E. nicht eindeutig lösbaren Aufgabe zur zugrundeliegenden Diagnose, wäre auch im Falle einer relativen Überdosierung (einem veränderten INR entsprechend) die Leberfunktion zu überprüfen. Somit ist auch diese Frage nicht eindeutig zu lösen. In Anbetracht der nicht eindeutig zu bestimmenden Diagnose kommen hier mehrere Antworten in Betracht: 1. C Prüfung der Leberfunktion im Falle einer relativen Überdosierung (entsprechend verändertem INR) "Vereinzelt sind Fälle Cumarin-induzierter Hepatitis - mit oder ohne Ikterus - aufgetreten, die sich nach Abset-zen von Phenprocoumon als reversibel erwiesen (siehe Abschnitt 4.8). Dennoch wurden unter der Behand-lung von Phenprocoumon, Fälle von Leberversagen berichtet, welche eine Lebertransplantation erforderten oder tödlich endeten. Aus diesem Grund sollte eine Überwachung der Leberfunktionsparameter bei Patien-ten unter Langzeittherapie mit Phenprocoumon besonders sorgfältig durchgeführt werden (siehe Abschnitte 4.3 und 4.8)." - https://www.pharmazie.com/graphic/A/96/0-08096.pdf 2. B Ausschluss relevanter Komplikationen einer Marcumarüberdosierung, ebenfalls häufig Komplikationen bei Vasculitis allergica zu finden (Herold, Lehrbuch der Inneren Medizin, S.693) 3. D Komplikationen im Falle einer Vasculitis Allergica sind in 30% der Fälle Nierenbeteiligungen (Basislehrbuch Innere Medizin, S. 326) A71 B30 In Anbetracht der m.E. nicht eindeutig lösbaren Aufgabe zur zugrundeliegenden Diagnose, wäre im Falle einer relativen Überdosierung (einem veränderten INR entsprechend) die vermehrte Grapefruitaufnahme eine gute Erklärung. Vgl auch https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Phenprocoumon_2615 Zudem kann unter Cumarin-Therapie eine nekrotisierende Purpura auftreten und zwar laut dieser Quelle zu JEDEM Zeitpunkt der Therapie: Meierhofer, S.; Colucci, G.; Steiner, S. (2012): Palpable nekrotisierende Purpura unter Cumarin-Therapie - Case Report und Literatur-Review. In: Praxis 101 (9), S. 609–613. DOI: 10.1024/1661-8157/a000922. “Die medikamenteninduzierte Vaskulitis erscheint meist in engem zeitlichen Zusammenhang von sieben bis zehn Tagen mit der Medikamentenneugabe, kann aber unter Umständen auch erst ein halbes Jahr nach der Einnahme des neuen Medikamentes auftreten. Voraus gehen der Purpura oft grippeähnliche Symptome wie leichtes Fieber, Gliederschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit.” - https://www.akdae.de/Arzneimitteltherapie/AVP/Artikel/201601/053h/index.php Basislehrbuch Innere Medizin, Elsevier, S. 326: Nebenwirkungen einer Therapie mit Vitamin K Antagonisten "Multiple Blutungen ((...), Unterhautgewebe). Unter der Annahme, dass in der vorherigen Frage die Antwort „Vasculitis allergica“ zutrifft, ist „der klinische Rumpel-Leede-Test (Auslösen von Petechien nach Druckaufbau auf 10 mmHg mittels einer Blutdruckmanschette über einen Zeitraum von 5 Minuten) […] positiv als Nachweis der erhöhten Fragilität entzündeter Gefäße“ und somit Antwort C als richtig anzuerkennen. Quelle: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0847-6602.pdf | Lutze S et al. Vasculitis allergica – – ein nicht-IgE-vermitteltes Hypersensitivitätssyndrom Phlebologie 2019; 48: 251–265 Innere Medizin Herold 2019 S. 693 https://www.pharmazie.com/graphic/A/96/0-08096.pdf https://www.altmeyers.org/de/gefaessmedizin/vaskulitis-leukozytoklastische-non-iga-assoziierte-4223 S. Lutze et al., Vasculitis allergica – ein nicht-IgE-vermitteltes Hypersensitivitätssyndrom, Phlebologie 2019; 48: 251–265 © Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York, https://doi.org/10.1055/a-0847-6602 https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/ Phenprocoumon_2615 | ja (6 mal) 1x alle Fragen zum Fall angefochten Super! +1 +1 +1mal alle Fragen des Falls +1 +1 +1x68,70,71 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 + 1 (69) +1 +1 | |
77 | 36 | Die maligne Hyperthermie wird im Oprha-Net als seltene Komplikation auf Narkosemedikamente gesehen. Die Inzidenz von MH-Reaktionen bei Anaesthesien reicht von 1:5.000 bis zu 1:50.000-100.000. Die Prävalenz der genetischen Veranlagung zu MH-Reaktionen (MH-Suszeptibilität, MHS) beträgt evtl. sogar bis zu 1:3.000. Somit ist es ein seltenes Phänomen. Quelle: https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?lng=DE&Expert=423 Ich glaube nicht, dass das durchkommt. Der Fall war ehrlich gesagt eindeutig und die Diagnose maligne Hyperthermie auf dem Silbertablett. Das zeigt auch die Statistik, das haben 90% richtig gemacht. Jeder Anästhesist achtet bei volatilen Anästhetika auf eine möglich MH, Dantrolen liegt in jedem OP bereit. A: okay, danke | Missverständliche Fragenformulierung: “Wodurch ist die bei dem Patienten beschriebene Symptomatik am ehesten zu erklären? → der Anstieg wird zwar durch eine maligne Hyperthermie hervorgerufen, aber am ehesten kann auch eine Hypoxie vorliegen. Def. Hypoxie → Mangelversorgung eines Gewebes mit Sauerstoff Häufiger ist da die Option, dass eine Hypoxie durch andere Ereignisse entsteht. Z.B. abgeknickte Sauerstoffzufuhr. Weiterhin bedingt ja die maligne Hypothermie auch eine Hypoxie. Also ich finde die Frage ist nicht eindeutig auf wirklich eine Aussage formuliert. Inhaltiche und formelle Beanstandung. Ich bitte um Komentare. Falls okay, dann reiche ich es Montagabend ein. Die Symptomatik ist nicht durch eine Hypoxie zu erklären, auch wenn Hypoxien häufiger sind. Eine maligne Hyperthermie erklärt die Symptome vollständig. | nein | |
81 | 40 | Wie siehts aus mit der Candida /Pneumocystis/Aspergillose Frage? Kann man da was anfechten ZB wird liposomales Amphotericin B nur im Notfall für Aspergillose genommen, 1st line wäre Voriconazol.. Da würde man aber trotzdem Amphotericin B geben, da man den Erreger vorher nicht gesichert hat (da stand in der Frage auch jetzt als nächstes, also ohne Nachweis des verursachenden Pilzes) glaube das wird schwierig. | |||
46 ?? | 5 | Antwort A ist ebenfalls falsch, bei dem Schulterschmerz links nach Milzverletzung handelt es sich um das Kehr-Zeichen, eine Weiterleitung über den N.phrenicus und ist nicht Teil der Headschen Zonen
Über diese Aussage war ich auch gestolpert! Definitiv anfechten!!! ABER: ist Antwort C überhaupt richtig? → Antwort C ist mMn sicher eine Falschantwort, da nach einer falschen Aussage “bei DIESEM Patienten” gefragt wird. Grundsätzlich kann man das sicher elektiv machen, aber der Junge blutet ja stark und akut. Moment, aber ist das Kehr-Zeichen nicht einfach ein Beispiel für eine Head’sche Zone? Der Link rechts widerspricht dem ja nicht, da heißt es nur, dass aufgrund viszerosensibler Leitung der Schmerz in die linke Schulter projiziert wird. Das ist doch quasi die Definition einer Headschen Zone. kann ja auch das Zwerchfell reizen und damit die Headsche Zone anregen, so habe ich die Frage zumindest interpretiert… aber beim IMPP weiß man nie naja… head zone bei doccheck, da findet sich nichts unter milz; pschyrembel auch nicht, habs extra nachgeschaut Doccheck ist aber leider keine Quelle, oder? Pschyrembel zeigt die linke Schulter fürs Zwerchfell… Man könnte es mal versuchen Also bei der Milz/ Splenektomie kam ich nochmal ins Zweifeln, aber ich denke entscheidend war hier die hämodynamisch instabile Situation des Pat., ansonsten hätte man Organerhaltend gearbeitet. → sehe ich auch so! also laut dem Dokument rechts ist A auf jeden fall eine richtige Antwort. Pschyrembel: “Bei polytraumatisierten Patienten (insbesondere hämodynamisch instabilen) ist die Indikation zur Splenektomie großzügig zu stellen.” Könnte man dann nicht auch noch sagen, dass E eine Falschaussage ist, weil ich es so verstehe, dass die Impfung direkt nach der Splenektomie stattfinden muss “Die Impfungen erfolgen in der Regel 14 Tage nach der Splenektomie, bei einem geplanten Eingriff besser bereits 14 Tage vor der Operation.” -> Dann könnte man ja belegen, dass C, E und eventuell auch A die Falschaussagen wären SIEHT DAS NOCH JEMAND SO? Ja, ich habe das auch so verstanden gehabt, dass man eine Impfung direkt nach einer Spleno. NICHT durchführen sollte Habe auch noch etwas rausgesucht: 1. C ist am wenigsten zutreffend: Bei diesem Patienten liegt eine Notfallindikation vor, bei der eine Splenektomie notfallmäßig durchgeführt werden muss. Die Aussage "kann elektiv durchgeführt werden" ist aber dennoch in diesem Sinne als fraglich zu bewerten, weil im Sinne des Wortes können natürlich die Möglichkeit besteht diese so durchzuführen - es wäre nur eben nicht indiziert 2. A: Headsche Zone, als sensibles Versorgungsgebiet der Spinalnerven, der Milz ist Th 6-10, links - dieser Bereich umfasst nicht die Schulter, sondern das Abdomen! (A. Bender, Kurzlehrbuch Neurologie, S. 321) Der Schulterschmerz ist durch das sogenannte Kehr Zeichen zu erklären. Laut Duale Reihe, Chirurgie, 4. Auflage S.523 bezeichnet das Kehr Zeichen "ausstrahlende Schmerzen in die linke Schulter durch Phrenikusreizung bei intraabdominellen Hämatom und weisen bereits auf eine intraabdominelle Blutung hin" - laut Definition also keine Headsche Zone. Somit sind zwei Antworten möglich, und die Frage ist nicht zu lösen. Super! | https://www.pschyrembel.de/Head-Zonen/K09JR/doc/ https://www.pschyrembel.de/Milzruptur/K0EAJ https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/60069/Nur-jeder-fuenfte-Patient-nach-Milzentfernung-ausreichend-geimpft http://www.plastination.eu/Ruecken_Brustwand_Bauchwand_Schulterguertel_2018_bis%20Tag%204.pdf | 1mal +1 +1 +1 | |
32 | 76 | Habe diese Leitlinie gefunden, die Antwortmöglichkeit B widerspricht.In der Leitlinie der Tuberkulose im Erwachsenenalter wird deutlich, dass die "Chemoprophylaxe […] (nach Ausschluss einer Tuberkulose) zeitnah nach dem Kontakt mit einem infektiösen, an Tuberkulose erkrankten Patienten begonnen werden [sollte]“. Somit ist es in diesem Fall notwendig, vorerst eine Infektion auszuschließen (beispielsweise wie bei Antwortmöglichkeit B mittels Interferon-gamma-Release Assay). Jedoch ist eine Wiederholung des Interferon-gamma-Release Assays nach frühestens 8 Wochen durchzuführen, nicht wie in Antwortmöglichkeit B beschrieben, nach frühestens 6 Wochen.Alle anderen Antwortmöglichkeiten lassen sich durch die hier beschriebene Leitlinie ausschließen.Quelle: „Frühestens acht Wochen nach dem letzten Kontakt zum infektiösen Indexfall muss die Person erneut auf eine LTBI getestet werden (IGRA)“. TOP! SUPER! | ( S2k Leitlinie 020-019: Tuberkulose im Erwachsenenalter, S. 79, Stand: 30.06.2017 (in Überarbeitung), gültig bis 30.06.2021) https://eref.thieme.de/ejournals/1438-8790_2017_06?fromSearch=true&context=search#/10.1055-s-0043-105954 | 1x +1 +1 +1 | |
90 | 98 | Ist eine schlaffe Harnblase nicht auch eine Schrumpfblase und somit ne KI für nen SPK? Das dachte ich auch, da gab es doch eine ähnliche Frage mal Ich habe auch gleich nach der Schrumpfblase in den Antworten gesucht und daher auch ,,schlaffe Harnblase” genommen. Es handelt sich hierbei jedoch wohl um eine neurogene Blasenentleerungsstörung...finde ich auch schon wieder ziemlich fies! Ich werde es vielleicht trotzdem versuchen, anzufechten...oder? Bei einer neurogenen Blasenentleerungsstörung ist ein SPK leider indiziert, sorry :( ja definitiv versuchen Ok, mache ich! Schaden kann es ja nicht :) Ich mache es auch! Fand die auch mega fies!! Super! Anstatt, dass sie einfach schreiben ,,neurogene Blasenentleerungsstörung”. Aber dieses ,,Phänomen” hat sich ja leider durch das gesamte Examen gezogen!! Bei einem obstruierenden Wachstum mit Verlegung der Urethra muss ein alternativer Harnabfluss ermöglicht werden! Somit ist streng genommen KEINE DER ANTWORTEN ZUTREFFEND -> Anfechten | https://www.awmf.org/fileadmin/user_upload/Leitlinien/029_AWMF-AK_Krankenhaus-_und_Praxishygiene/HTML-Dateien/029-007l_S1_Harndrainage_2015-02.htm | Ich habe es jetzt trotzdem eingereicht +1 +1 | |
88 | 96 | Kassenärztliche Vereinigungen sind auf Länderebene organisiert und unterstehen dem zugehörigen Landesministerium für Gesundheit, somit wäre dann eigentlich auch B falsch, da ja explizit gesagt wird, dass sie auf Bundes und Länderebne organisiert sind. Da von KassenärztlichEN VereinigungEN gesprochen wird, müssen die einzelnen KV s der Bundesländer gemeint sein und nicht die Kassenärztliche Bundesvereinigung (hier gibts nur eine, also kein Plural) (Die Kassenärztlichen Vereinigungen sind Selbstverwaltungskörperschaften der an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte und Psychotherapeuten. Kassenärztliche Vereinigungen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts, die der Rechtsaufsicht durch das jeweils zuständige Landesministerium unterliegen. ) | 1x | ||
96 | 104 | Blausäure Vergiftung: DMAP existiert doch auch als Antidot? nicht nur Hydroxocobalamin? Ne, das ist einfach nur ne echt gemeine Frage weil drei der Möglichkeiten prinzipiell ein Antidot bei Blausäurevergiftung sind. Aber es geht um eine INHALATIVE Vergiftung, und da gibt man lediglich Hydroxycobalamin. Die anderen bei einer oralen Vergiftung. Aber ja, gemein :( | Quelle? Diese Frage haben immerhin über 60% falsch, vielleicht lässt sich da etwas finden! | ||
9 5 | Lehrbuch Thieme Klinische Gastroenterologie 2. Auflage, Seite 310 | ||||
44 | 3 | https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-112.html Leitlinie zur traumatischen Milzruptur im Kindesalter Darin steht: untere Grenze systolischer Blutdruck bei Kindern über 10 Jahren >90mmHg (das schließt 90mmHg nicht ein, es ist also von hämodynamischer Instabilität auszugehen) Außerdem: "CT-Abdomen: Goldstandard (je nach Klinik und Sonographie: großzügige Indikation, insbesondere bei V.a. Multiorganverletzungen, keine CT-Verlaufskontrollen, Strahlenbelastung bedenken), bei isolierter Milzverletzung und Kreislaufstabilität entbehrlich. Bei hämodynamischer Instabilität CT-Untersuchung ohne Kontrastmittel (15)". Ergo: es ist im vorliegenden Fall von hämodynamischer Instabilität (s. Def. oben) auszugehen, daher ist eine schnelle und sichere Diagnostik angezeigt. Die erste Ultraschalluntersuchung war bereits unauffällig, möglicherweise ist also die Blutung trotz vermeintlich guten Sonoverhältnissen nicht einfach zu detektieren. Ergo: in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit einer schnellen Bildgebung im Rahmen der Krankenhausaustattung und Infrastruktur (zb auf Station häufig kein gutes Sonogerät), sowie der Untersucherabhängig unterschiedlichen Sono-erfahrung ist individuell zu entscheiden, ob ein CT nativ oder ein Sono gefahren wird. Im vorliegenden Fall bietet die CT den Vorteil, mögliche initial übersehene Begleitverletzungen besser darstellen zu können, und wird von der awmf Leitlinie großzügig empfohlen und als Goldstandard, insbesondere bei hämodynamischer Instabilität bezeichnet. | https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/006-112.html | 1x1 | |
29 | 73 | Kernatypien bei zu geringer Vergrößerung und eingeschränkter Druckqualität, die nicht scharf genug ist, nicht beurteilbar. Eine Lupe wurde seitens des Prüfungsamts gestellt. Durch die dichtgedrängten Kerne lässt sich aber durchaus auf eine erhöhte Mitoserate schließen. Daher ist zwischen B und E nicht eindeutig zu differenzieren, welches hier die richtigere Lösung sein sollte. | +1 | ||
8 | 52 | Laut 11/2020 im New England veröffentlichter Studie ist Rivaroxaban Warfarin bei VHF und künstlicher Herzklappe nicht unterlegen. Somit wäre mMn B neben A grundsätzlich keine falsche Antwort. Was meint ihr dazu? Ja perfekt, New England ist doch ne super Quelle !!! :D |
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59 | 18 | Die Frage zielt auf die postoperative Thromboseprophylaxe ab. Laut den neuesten Leitlinien gibt es in der Viszeralchirurgie keine generelle Empfehlung für jeden spezifischen Eingriff. Es wird jedoch allgemein sowohl NMH als auch Fondaparinux und Danaparoid zur Thromboseprophylaxe empfohlen. Zusätzlich gibt es bei orthopädischen Eingriffen aufgrund der Immobilisation eine Empfehlung und Zulassung von Fondaparinux zur 32 Tägigen Prophylaxe. | https://www.pharmazeutische-zeitung.de/inhalt-04-2004/pharm4-04-2004/ | 1x | |
10 | 54 | Hier ird nach der routinemäßigen Früherkennung der diabetischen Nephropatie gefragt. Laut den Leitlinien der Diabetesgesellschaft benötigt man jedoch sowohl einen Krea-Wert als auch die Mikroalbuminurie zur sinnvollen Diagnostik. generell ist es klinische Praxis im Kontext der routinemäßigen Früherkennung einer diabetischen nephropathie auch die Kreatininkonzentration zu messen. Laut Degim e.V. wird bei Risikopatienten empfohlen, auch die eGFR zukontrollieren: “Verlaufsuntersuchungen bei Risikopatienten sollen Kreatinin- Bestimmungen und Urinstatus beinhalten. Mit Verlaufsuntersuchungen sind die Untersuchungen gemeint, die regelmäßig bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem und renalem Risiko durchgeführt werden. Zu dieser Risikogruppe zählen insbesondere Patienten mit Diabetes mellitus und arterieller Hypertonie, die alle ein bis zwei Jahre untersucht werden sollten (1). Wenn bei einer solchen Verlaufsuntersuchung pathologische Befunde erhoben werden, empfehlen die internationalen KDIGO- Leitlinien (Kidney Disease Improving Global Outcomes) zur Optimierung von Präventionsmaßnahmen und zur weiteren Diagnostik eine fachärztliche Untersuchung beim Vorliegen folgender Konstellation (1): A) Vorgestellt werden sollten Patienten, die eines oder mehrere der folgenden Kriterien aufweisen:
Sowohl Antwort A als auch Antwort B sind nach diesem Lehrbuch korrekt. Es sollte eine einmal jährliche Kontrolle von: -Kreatinin/Kreatinin Clearance als auch -MIKROalbumin (<20mg/dL) im Morgenurin erfolgen. Ebenso steht auf S.749 bzgl. Diagnostik von Begleiterkrankungen und Folgeschäden: "Nierenfunktionsstatus anhand Kreatininclearance, Untersuchung auf Mikroalbuminurie (...)" Im Herold, Lehrbuch der Inneren Medizin, 2019, S.726 finden sich diesbezüglich auch wieder Verweise auf die Kreatinin Bestimmung, da bei proteinurie der Eiweiß/Kreatinin Quotient bestimmt werden soll. Als sensitivster Marker wird jedoch die Mikroalbuminurie genannt. Hier steht auch: " Frühsymptom ist eine Mikroalbuminurie von 30mg/24h oder 30-300mg Kreatinin oder 20-200mg/l im Spontanurin" Somit sind beide Lösungen als richtig zu Werten und die frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. |
https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/fileadmin/user_upload/05_Behandlung/01_Leitlinien/Praxisempfehlungen/2020/dus_2020_S01_Praxisempfehlungen_Nephropathie_Merker.pdf “Mindestens einmal im Jahr sollten bei Menschen mit Diabetes mellitus die eGFR sowie die Albuminurie bestimmt werden. Dazu wird die Bestimmung der Albuminurie im Morgenurin empfohlen. Wichtig ist das Verhältnis von Albumin zu Kreatinin (AlbuminKreatinin-Ratio, ACR), das eine standardisierte und konzentrationsunabhängige Bestimmung des Ausmaßes der Albuminurie ermöglicht. [...] Die Bestimmung der eGFR erfolgt heute in der Regel nach der CKD-EPI-Formel oder ersatzweise nach der MDRD-Formel.” → Für GFR braucht man Krea Wert meiner Meinung nach ist die Messung der Kreatininkonzentration im Serum ein genauso wichtiger Parameter in der Früherkennung von renalen Erkrankungen. Insbesondere zur Bestimmung der Nierenfunktion ist die Messung der Kretininkonzentration wichtig.
→ könnte das noch jemand nachvollziehen? Wenn es so plausibel ist, dann würde ich es so noch Montag Abend einreichen. Ich bitte um weitere Komentare! Diese Frage sollte definitiv beanstandet werden, da sie sehr viele falsch gekreuzt hatten (knapp 40 % hatten da A ausgewählt)!!!! JA EINREICHEN !!! Gibt es noch eine Quellenangabe für die Degim e.V. Info? Dann würde ich die einreichen. hier ist das PDF vom “Klug entscheiden” mit Quellenangaben. Nephrologie ist Seite 50-53: https://www.klug-entscheiden.com/fileadmin/user_upload/2021_Sammelband_Klug_entscheiden_Web_final.pdf und hier ist Quelle (1) aus dem “Klug entscheiden”, in dem explizit steht (Seite 33 unter “PREDICTING PROGNOSIS OF CKD 1.3.1”: In predicting risk for outcome of CKD, identify the following variables: 1) cause of CKD; 2) GFR category; 3) albuminuria category; 4) other risk factors and comorbid conditions.” https://kdigo.org/wp-content/uploads/2017/02/KDIGO_2012_CKD_GL.pdf Basislehrbuch Innere Medizin, Elsevier, S.749/750 Herold, Innere Medizin (2019), S.726 | 1x +1 +1 +1 +1 +1 | |
25 | 69 | Laut Experten wird die Titration von Propofol gemacht und es gibt kein Antidot. Laut Leitlinien ist jedoch das Standardverfahren die Bolusgabe zur Einleitung einer Narkose mit anschließender kontinuierlichen Gabe mittels Perfusor. Somit sind A und E richtige Antworten. Je nach Koomorbidiatät vom Pa mega! | https://www.reanitrain.de/downloads/awmf-s3-leitlinie.pdf |
+1 | |
In Tag 2
Frage (Nummer) | Kritikpunkt / Argumentation | Literatur / Quellen, Links | Eingereicht ja / nein | |
A | B | |||
42 9 | Bei dieser Frage war keine richtige Antwortmöglichkeit gegeben.
Zu Antwort A: Eine asymmetrische Schwellung schließt eine EBV Infektion nicht aus.
Zu Antwort B: Die Indikation für eine zytologische Untersuchung ist nicht gegeben, da aufgrund der Beschwerdesymptomatik ein malignes Geschehen unwahrscheinlich ist.
Zu Antwort C: Eine massive Tonsillitis sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, schon allein aufgrund der möglichen Komplikation und Folgeerkrankungen. Die Patientin befindet sich in einem unüblich stark beeinträchtigten Allgemeinzustand, scheint so geschwächt zu sein, dass sie sogar intravenös Flüssigkeit erhalten muss. Ein Atemwegsverschluss könnte erschwerend in naher Zukunft hinzukommen. Ein reines Abwarten des Spontanverlaufs komplett ohne Intervention ist daher grob fahrlässig. Es besteht Handlungsbedarf.
Auch der Verdacht auf einen bereits fortschreitenden Peritonsiliarabszess könnte aufgrund der massiven beidseitigen äußerlich sichtbaren Schwellung des Halses, den Schluckbeschwerden und der erhöhten Temperatur im Raum stehen. Vor allem da die Tonsillen ungleich geschwollen sind, liegt der Verdacht nahe das neben der Vergrößerung der Tonsillen aufgrund der ablaufenden Virusreaktion bereits einseitig zusätzlich ein versteckter Abszess vorliegt, der die einzelne betroffene Tonsille umgibt und die zusätzliche Vergrößerung hervorruft.
In diesem Fall wird laut aktuellen Leitlinien zu einer Reihe an Interventionsmaßnahmen geraten; u. A. einer Antibiotikatherapie, Nadelpunktion, Inzisionsdrainage oder Tonsillektomie im Intervall. (siehe AWMF S.81, 6.7.1) Eine weitere Diagnostik dahingehend hätte erfolgen müssen.
Zu Antwort D: Die Indikation zur dringenden beidseitigen Tonsillektomie ist nicht gegeben, da nur eine Seite (rechts) geschwollen ist.
Zu Antwort E: Die Indikation zu einem Ganzkörper MRT zum Ausschluss eines Morbus Hodgkin ist nicht gegeben.
https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/017-024l_S2k_Tonsillitis_Gaumenmandeln_2015-08-abgelaufen.pdf | habe ich eingereicht +1 | ||
37 4 | EUG Sono ich sehe ein, dass eine vaginale Sono da der abdominellen und der der Nieren überlegen ist, aber finde die Formulierung der Frage sehr verwirrend. eine Spekulumeinstellung und ggf. Sono bei V.a. EUG ist doch eigenartig... Eine vag. Sono ist schließlich der Goldstandard, habe mich wegen dieser schwammigen Formulierung dagegen entschieden (und 40% der anderen ja auch)... hat da noch jemand Argumente, die Frage anzufechten? es steht in der Frage ja nihct, ob die beste Diagnostik gesucht wird um eine EUG(Verdachtsdiagnose) festzustellen/eine andere Ursache zu suchen. da es ja wirklich nicht ganz klar ist (wir haben ja noch nicht mal einen Schwangerschaftstest zu dem Zeitpunkt), ist eine orientierende Sono von Abdomen und Nieren doch deutlich besser geeignet als eine Spekulumeinstellung ggf ohne irgendeine Sono. Der Urinbefund ist ja auch nun wirklich sehr auffällig, vielleicht hat die gute auch eine Pyelonephritis? oder einen Stein, der spontan abgegangen ist? gebgt gerne noch mehr Quellen und Argumente, aber meiner Meinung nach ist diese Frage mehr als zweifelhaft Ich hab die vaginale Einstellung genommen, da die Patientin aktuell vaginal blutet und ihre Interpretation sie hätte gerade ihre Periode bekommen ja wahrscheinlich falsch ist sondern die Blutung ne Komplikation der EUG, Abort oder sonst was. Zur Diagnostik der EUG finde ich es aber auch fragwürdig, ob das wirklich sinnvoll ist… Mich hat das ,,ggf.” vor vaginaler Sonographie verunsichert, da ich auf jeden Fall ein Sono gemacht hätte. Habe deshalb B genommen, dachte evtl. sieht man da freie Flüssigkeit im Douglas-Raum… Also Fakt ist, um einer EUG festzustellen, MUSS ich ein Vaginal-Sono machen. Die Antwortangabe “ggf.” nach der “vorsichtigen Spekulumeinstellung” (die will ich auch gar nicht machen, aber ok), war mir zu unsicher und die Angabe in B schien ein definitiveres Sono zu ergeben. A hätte genauso ohne “vorsichtige” und “ggf.” formuliert sein müssen, um das definitive Vorgehen wählen zu können. FÄ Uro aus ML-Forum sagt Folgendes: “Wir fassen also zusammen: 15 Jahre altes Mädel, seit 40 Tagen keine Periode mehr gehabt, im sexuell aktiven Alter, Harnwegsinfekt, Schmerzen im Unterbauch seit zwei Stunden. Als man ihr unterbreitet, dass man sie zur Kontrolle dabehalten möchte, hat sie plötzlich auf der Toilette ihre Tage bekommen...... aaaaaah jaaaaaaaa. Gehen wir also logisch vor: die erste Frage bzw. Antwort ist hoffentlich klar. Nach Hause entlassen ohne Maßnahmen, Hausarzt und Fosfomycin hat hoffentlich niemand angekreuzt! Bleiben also nur noch zwei. Eine EUG ist definitiv auszuschließen, da würde ich mich im Leben nicht auf ihre Aussage verlassen, dass die Periode gerade just in diesem Moment eingesetzt hat. Das Mädel möchte ja nach Hause, da fallen einem viele Dinge ein . Es verlässt sich hoffentlich niemand von euch zukünftig darauf, wenn eine Patientin im gebärfähigen Alter sagt, sie könne nicht schwanger sein. Sowas gehört immer erst einmal getestet. Nachtigall, ick hör dir also trapsen! Bevor ich nun den chirurgischen Kollegen zu dem Mädel schicke, mach ich erstmal meine Hausaufgaben. Heißt, ich schließe eine Schwangerschaft aus. Ergo kann die b-HCG Bestimmung nur die einzig richtige Lösung sein. Zweite Frage: Grundsätzlich (ja!) geht man bei den Untersuchungen von nicht invasiv zu invasiv. Eine abdominale Sonographie (meine allererste Wahl) inklusive der Nieren (Proteinurie! Und den Urologen interessiert natürlich da auch immer, ob eine Ektasie vorliegt ... dann hätt ich fast schon meine Diagnose) bzw vom Unterbauch bringt einen schon sehr weit. Eine Fruchthöhle sollte im Falle des Falles schon gut sichtbar sein. Eine vaginale Sonographie ist da schon invasiver. Warum also als erstes durchführen, wenn ich unter Umständen abdominal schon was sehe. Abstrich? Kann man machen, bringt einen aber aktuell mal gerade so gar nicht weiter , also fott damit. Körpertemperatur axillär und rektal wäre bei rechtsseitigen Unterbauchschmerzen angebracht (generell zähle ich das allerdings zu den Basics, die schon bei Aufnahme durch die Pflege der Notaufnahme erledigt sein sollte. Frage 3: B, B und nochmal B! . Eine Pyelonephritis könnte zwar auch sein, aber ne EUG muss ausgeschlossen werden. Sofort! Ein akutes Abdomen durch ne Ruptur des Eileiters wollen wir alle nicht riskieren.” Sono V.a. EUG: eine EUG wird mit der Sono als Standard nachgewiesen. dabei gibt Antwort A einfach eine zu schwammige Aussage (vorsichtig Spekulum, dann ggf. vag. Sono). Eine Spekulumeinstellung wird die Verdachtsdiagnose voraussichtlich nicht bestätigen können und da eine vag. Sono nur ggf. (was sind die Bedingungen?) durchgeführt werden soll, wäre eine abdominelle Sono inklusive der Nieren am zieklführendsten - insbesondere aufgrund des auffälligen Urinbefundes (Ery +++, Leuko +++ und Proteine ++). Eine Sonographie der Nieren kann dabei helfen, eventuelle Komplikationen in diesem Bereich auszuschließen oder zu bestätigen. Eine abdominelle Sono kann weitere Hinweise auf Differentialdiagnosen der unklaren Abdominalsymptomatik liefern. Aber stand da nicht, dass man anhand der Laborwerte und Symptomatik ausschließen sollte? Also im Urin Erys +++, Leukos ++, Proteine ++ ??? Welcher der Laborwerte verriet denn, dass es sich um eine EUG handeln könnte??? Und falls doch ihre Regelblutung eingesetzt hat, kann man wegen des Blutes überhaupt bei einer Spekulumeinstellung bzw. bei einer Vaginalsono etwas sehen? Mit normalem Sono kann man doch angeblich ein aufgebautes Endometrium sehen...Zumindest können Gyns da wohl was erkennen. Wenn da nix eingenistet ist, kann es EUG sein. Ein abdominelles Sono ist in einer Notaufnahme jedenfalls schneller gemacht, als ein vaginales und ich kann in einem Zug die Nieren checken. Andererseits spricht gerade eine Chlamydieninfektion für eine Verklebung und somit potentielle Gefahr für EUG.Bei der Frage war ich auch so richtig hin und her gerissen. Aber kann ich Patientin gegen ihren Willen bzw. den der Mutter festhalten und untersuchen, wenn sie glaubhaft versichern, keine Probleme mehr zu haben? Ich kann sie dann nur noch auf die Gefahren hinweisen und mit ein “Auf ärztliches Anraten abgelehnte Untersuchung/Behandlung” unterzeichnen lassen. Ich habe eingereicht: Die Frage zielt auf weitere diagnostische Schritte, die neben einer körperlichen Untersuchung bei der Patientin am ehesten veranlasst werden sollten, ab. Hier sind sowohl Antwort (A) vorsichtige Spekulumeinstellung - ggf. vaginale Sonographie als auch (B) abdominale Sonografie - Sonografie der Nieren als richtig zu bewerten. Grundsätzlich gilt es bei der Diagnostik den Grundsatz "So wenig invasiv wie möglich - so viel invasiv wie nötig" zu befolgen. Weniger invasiv ist die abdominelle Sonographie, weshalb diese zB in einer ZNA auch von einem Nicht-Gynökologen schnell und einfach durchgeführt werden kann und sollte, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen. So kann beispielsweise freie Flüssigkeit im Douglasraum ausgeschlossen oder nachgewiesen werden. Da im Falltext eine Proteinurie, Leukozyturie sowie erhöhtes CRP genannt werden, ist es auf jeden Fall erforderlich, auch die Nieren bei V.a. Pyelonephritis zu schallen, dies ist obligat. Eine abdominelle Sono kann weitere Hinweise auf Differentialdiagnosen der unklaren Abdominalsymptomatik liefern. Somit ist Antwort (B) auf jeden Fall als richtig zu betrachten, da eine abdominelle Sonografie definitiv zu veranlassen ist. Unter der Verdachtsdiagnose einer EUG, die hier auf jeden Fall ausgeschlossen werden muss, sollte jedoch ebenfalls unbedingt auch eine vaginale Sonografie erfolgen (Antwort A). Jedoch wurde in der Antwortmöglichkeit lediglich sehr schwammig von "ggf. vaginale Sonografie" gesprochen, weshalb unklar bleibt ob diese denn auch definitiv angedacht ist. Nichtsdestogrotz wird eine EUG mit einer vaginalen Sonografie nachgewiesen, und dies sollte definitiv erfolgen bei einer 15-jährigen Patientin mit seit 40 Tagen überfälliger Periode im sexuell aktiven Alter, Harnwegsinfekt und Schmerzen im Unterbauch seit zwei Stunden. Somit sind hier zwei Antworten als richtig zu betrachten. | Formulierungsfehler, uneindeutige Antwort | +2 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
10 57 | “Da HIT-Antikörper in der Regel innerhalb von 3 Monaten wieder verschwinden, ist nach dieser Zeit eine kurzzeitige Reexposition mit Heparin während großer kardiovaskulärer Operationen möglich.” “Heparin-dependent antibodies do not invariably reappear with subsequent heparin use.” (N Engl J Med 2001; 344:1286-1292 DOI: 10.1056/NEJM200104263441704) → Daher finde ich ist die Antwortmöglichkeit D durchaus vertretbar. Das schließt ja nicht mal E aus. Sehr schwammig. Und die Fragestellung war auch “welche Empfehlung man der Patientin gibt bzw in den Arztbrief schreibt” - Da schließt sich für mich Antwort A direkt aus, weil es die Angabe mit dem Arztbrief außen vor lässt. die Niereninsuffizienz scheint bei diesem Patienten so stark ausgeprägt zu sein, dass diese nicht gegeben werden konnten Unter Berücksichtigung der HIT sollte der Patient gegebenenfalls über Alternativen zur Thromboseprophylaxe (physikalische Maßnahmen), sowie über die medikamentösen Alternativen (UFH oder NMH, Fondaparinux, Hirudine) mit ihren Vor- und Nachteilen informiert werden (41). (https://www.aerzteblatt.de/archiv/38178/Heparininduziehttps://www.ratiopharm.de/assets/products/de/pkg_insert/Heparin-ratiopharm%C2%AE%2060%20000%20Salbe.pdf?pzn=6968694rte-Thrombozytopenie) Und, damit das Ganze auch anfechtbar wird, hier die Packungsbeilage der Ratiopharm Heparinsalbe, dass bei vorbekannter HIT die Salbe nicht verwendet werden soll laut experten stimmt ja auch A Ich habe jetzt geschrieben (Bitte umformulieren!): [...] Auch in einem CME Artikel des Ärzteblatts wird bestätigt, dass innerhalb von 3 Monaten die HIT-Antikörper abgebaut werden und die Möglichkeit einer „kurzzeitigen Reexposition mit Heparin“ auch nach HIT, z.B. im Zusammenhang zur Thromboseprophylaxe bei Verwendung einer Herz-Lungen-Maschine besteht (Greinacher et al.). Schlussfolgernd ist eine Gabe von NMH und UFH bei einer erneuten Indikation zur Thromboseprophylaxe (z.B. im Rahmen einer ECMO) durchaus möglich (Antwort D), besonders nach einer Karenzzeit von 1-2 Jahren (Antwort E). Somit ist es dem Prüfling nicht möglich, eine einzige richtige Antwortmöglichkeit zu differenzieren. | https://link.springer.com/article/10.1007/s00772-018-0374-z https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/nejm200104263441704 https://www.aerzteblatt.de/archiv/38178/Heparininduzierte-Thrombozytopenie https://www.ratiopharm.de/assets/products/de/label/Heparin-ratiopharm%2030%20000%2C%2060%20000%20Salbe%20-%203.pdf?pzn=6968694 | 5x +1+1+1+1+1+1+1 | |
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25 | 72 | Palisaden lt. Medilearn-Dozent die richtige Antwort, in der Frage aber expliziter Verweis auf das Histo-Bild in der Bildbeilage und darauf sind keine Palisaden sichtbar die Experten haben auf D verbessert, aber ich sehe auch keine GB Palisaden sind nicht auf dem Histobild zu sehen - kann man das als Formfehler angeben? ich denke schon. - Es wurde nicht explizit danach gefragt, was auf dem Bild zu sehen ist, also machen sowohl Palisaden, als auch Gefäßproliferation Sinn. “charakteristisch” bedeutet für mich”fast schon pathognomonisch”, eine Gefäßproliferation ist aber bei vielen Tumoren zu sehen. Sie ist jedoch das einzige, was von den Antwortmöglichkeiten auf dem Bild zu sehen ist. die Palisadenstellung hingegen ist sehr typisch, jedoch auf dem Bild definitiv nicht zu erkennen. Durch die Kombination mit Verweis auf das Foto und das Wort “charakteristisch” ist die Aufgabe sehr uneindeutig gestellt und es wird nicht klar, nach was genau gefragt wird. HiSie ist damit nicht eindeutig zu lösen. Auf dem Bild sind ja eher Mikrovaskuläre Strukturen zu sehen, welche ebenso wie die Pallisaden typisch für GB sind Gerne verwenden, aber bitte abändern: sowohl die Palisadenstellung der Tumorzellen als auch ausgeprägte Gefäßproliferationen sind charakteristisch für das Glioblastom (WHO, 2007; Mikkelsen et al. 2020). Eine Abstufung, welches dieser Merkmale „charakteristischer“ ist, erschließt sich mir nicht aus der aktuellen Literatur. In meiner Auslegung der Frage halte ich daher eher die Palisadenstellung für charakteristisch, da ausgeprägte Gefäßproliferationen auch bei zahlreichen anderen Tumoren vorkommen. Im zentralen Nervensystem zählt hierzu beispielsweise das anaplastische Oligodendrogliom (WHO, 2007). “Für die Diagnose entscheidend ist das Vorkommen flä- chenhafer oder strichförmiger Nekrosen (› Abb. 8.53d), um die sich die Tumorzellkerne radiär anordnen (Palisadenstellung der Kerne). Weiteres typisches Merkmal sind ausgeprägte Gefäßproliferationen, insbesondere in der Infltrationszone des Tumors” Böcker Pathologie 5. Auflage Lehrbuch | “Although not pathognomonic, palisades are most often seen in schwannomas, whereas pseudopalisades are typical of glioblastomas”. http://www.ajnr.org/content/27/10/2037 The microscopic appearance of glioblastoma is variable, but one key diagnostic feature is necrosis. In many, but not all, cases, the necrosis elicits a unique pattern of tumor cell response known as palisading or “pseudopalisading” (11). Palisading consists of small, irregular regions of necrosis surrounded by dense accumulations of tumor cells; the tumor cells are more densely packed at the edge of the necrosis than in other regions of the tumor and thus appear to “palisade” around the necrotic zone. Extensive, careful recent work has investigated this histologic phenomenon and has demonstrated that these palisades represent a dynamic response to local hypoxic stresses (12, 13), the types of stresses that have been associated with clonal selection pressures in human tumors (14). Glial tumors (neuropathology-web.org) Louis, David N. et al. 2007: WHO classification of tumours of the central nervous system. 4th Edition. Geneva: WHO Press. Mikkelsen VE, Solheim O, Salvesen O, Torp SH. The histological representativeness of glioblastoma tissue samples. Acta Neurochir (Wien). 2020 Oct 21.
| 3x +1+1+1+1+1+1+1+1+1+1 +1+1 |
80 | 47 | Anlage ZVK Kontraindikation: es ist richtig, dass ein ZVK in der V. femoralis mit mehr Komplikationen verbunden ist. Allerdings ist eine ZVK-Anlage bei einer dualen Plättchenhemmung kontraindiziert. Für einen ZVK gibt es insbesondere in der Notfallsituation praktisch keine absolute Kontraindikation, jedoch sind Blutungen und auch eine eventuelle arterielle Punktion nicht selten, sodass Blutungsneigung sowie Thrombozytopenie sowie eine duale Plättchenhemmung (siehe Quelle) als relative Kontraindikation angegeben werden. Jedoch ist in der Antwortmöglichkeit nicht klar eine absolute Kontraindikation gefordert. Somit sind beide Antwortmöglichkeiten (B und C) richtig und die Aufgabe damit nicht lösbar. Eine andere Herangehensweise*: Die Frage ist unlösbar, da alle Antwortmöglichkeiten falsch sind. Aussage B ist falsch! Zu A: „Die am meisten gefürchteste Komplikation bei einer Punktion der V. jugularis [interna] ist eine akzidientelle Punktion der A. carotis, für die bei Verwendung von anatomischen Landmarken eine Prävalenz von 0,5-11% (17, 19, 20) und unter Ultraschallkontrolle von 1% angegeben wird (17) (S. 22) Zu B: Unzutreffend und damit falsch ist der Aspekt des erhöhten Infektionsrisikos bei Anlage des ZVK über die V. femoralis im Vergleich zur V. jugularis interna. „Die Inzidenz der durch einen Katheter in der V. femoralis bedingten Septikämien beträgt 2-3 Infektionen pro 1000 Kathetertage; sie unterscheidet sich damit nicht von der Inzidenz der mit Verweilkathetern in der V. subclavia oder V. jugularis interna assoziierten Septikämien (22, 23). Dies steht im Widerspruch zu der Behauptung, dass Katheter in der V. femoralis das höchste Infektionsrisiko unter den zentralvenösen Kathetern aufweisen (4), und stützt auch nicht die Empfehlung im „ZVK-Bündel“, zur Infektionskontrolle auf die Punktion der V. femoralis zu verzichten.“ (S. 26) Zu C: „Es bestehen keine absoluten Kontraindikationen zur zentralvenösen Katheterisierung (1)“ (S. 17) Zu D: „Das regelmäßige Wechseln von zentralvenösen Kathetern (ZVK) wird nicht empfohlen.“ (S. 36) „Durch das regelmäßige Wechseln zentralvenöser Katheter […] lässt sich die Inzidenz katheterbedingter Infektionen nicht verringern (9); vielmehr kann sie (sowohl mechanischen als auch infektiösen) Komplikationen Vorschub leisten (10). […] Die Kombination aus fehlendem Nutzen und zusätzlichem Risiko ist der Grund, warum das regelmäßige Wechseln zentralvenöser Katheter nicht empfohlen wird (1).“ (S. 37) E ist offensichtlich ebenfalls falsch. Ich hatte es mit der 1.Begründung eingereicht, aber ich glaub die 2. ist sogar noch fast besser, weil eigentlich in der Frage danach gefragt wird was “am ehesten” berücksichtigt werden muss und da der Patient keine duale Plättchenhemmung bekommt (oder?), muss das wahrscheinlich auch nicht berücksichtigt werden. | https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/lookinside/10.1055/b-0034-94933 * die Zitate sind aus folgendem Buch Marino, P. L. (2017). Das ICU-Buch: praktische Intensivmedizin. (G. Geldner & T. Müller-Wolff, Hrsg.) (5. Aufl.). München, Deutschland: Elsevier. http://doi.org/10.1016/C2014-0-05008-3 Und die beiden Primärquellen zu B: Quelle (22): Deshpande KS, Hatem C, Ulrich HL, Currie BP, Aldrich TK, Bryan-Brown CW, Kvetan V. The incidence of infectious complications of central venous catheters at the subclavian, internal jugular, and femoral sites in an intensive care unit population. Crit Care Med. 2005 Jan;33(1):13-20; discussion 234-5. doi: 10.1097/01.ccm.0000149838.47048.60 . PMID: 15644643 . Quelle (23): Parienti JJ, Thirion M, Mégarbane B, Souweine B, Ouchikhe A, Polito A, Forel JM, Marqué S, Misset B, Airapetian N, Daurel C, Mira JP, Ramakers M, du Cheyron D, Le Coutour X, Daubin C, Charbonneau P; Members of the Cathedia Study Group. Femoral vs jugular venous catheterization and risk of nosocomial events in adults requiring acute renal replacement therapy: a randomized controlled trial. JAMA. 2008 May 28;299(20):2413-22. doi: 10.1001/jama.299.20.2413. PMID: 18505951. | Ja (1 mal) +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 Ja 1 mal mit der zweiten Begründung* +1 +1 |
38 | 5 | Hier ist nach der Diagnose die AUSGESCHLOSSEN werden muss gefragt. Nicht nach der wahrscheinlichsten Diagnose. Somit muss vom Studenten nicht überlegt werden welche Diagnosen hier möglich sind oder wahrscheinlich sind sondern welche ausgeschlossen werden soll damit andere Erkrankungen in Betracht kommen. Vom Studenten wird also gefordert welche Diagnose nicht die wahrscheinlichste ist sondern welche am ehesten ausgeschlossen werden muss. Meiner Meinung nach sind mögliche Diagnosen EUG oder Pyelonephritis aufgrund des Urintest. Ich hätte hier auch Ovarialtorsion genommen, da in der Frage ,,am vordringlichsten” steht, und bei der Ovarialtorsion der zeitliche Aspekt am wichtigsten ist. -> Falsch. Bei der Ovarialtorsion verliert sie das Ovar. Bei einer Blutung im Rahmen einer EUG stirbt sie. Wahrscheinlich liegt bei der Patientin eine EUG vor, eine Blasenentzündung kommt bei den Urinuntersuchungen auch in Betracht. Bei der Formulierung was ausgeschlossen werden muss, nicht was am wahrscheinlichsten die Diagnose o.ä. ist, ist eine Ovarialtorsion genau so auszuschließen da diese auch die entsprechenden Symptome machen kann und um seiner Diagnose einer z.B. EUG näher zu kommen würde ich diese am Ehesten ausschließen wollen. Verstärkt wird die Formulierung noch mit "am vordringlichsten". Eine EUG eine Pyelonephritis sollte auch ausgeschlossen bzw. bestätigt werden aber am vordringlichsten würde ich eine Ovarialtorsion ausschließen wollen als Arzt in dieser Situation. Da eine Retorquierung hier noch einen Organerhalt erwirken kann. Könnte man nicht einfach sagen, dass man ja gar nicht weiß, wie die Bestimmung vom ß-HCG ausgefallen ist? Wenn sie negativ ausgefallen ist, dann müsste man die EUG ja gar nicht mehr ausschließen. | https://www.kindergynaekologie.de/fachwissen/korasion/2012/ovarialtorsion-im-kindes-und-jugendalter/ | eingereicht (1x) gerne noch mehr |
41 | 8 | EBV-Antikörper: Bestimmung des Alters mithilfe von EBV-AK im Western Blot (Antwort C). Bei Antwort E (Anti-EBNA1-IgG-Immunfloureszenz) würde ja nur ein einziger Ak bestimmt werden. Laut der 1. Quelle (thieme) wird die Diagnostik mithilfer der EBV-Ak empfohlen. die 2. Quelle empfiehlt ebenfalls klar, mit Hilfe der EBV-Ak eine Differenzierung vorzunehmen, da die alleinige Bestimmung von Antwort C zu ungenau sei. C bleibt außerdem ein Leben lang positiv, sodass somit keine Reaktivierung erkannt werden könnte (Reaktivierung ist ja mehrere Wochen, also sehr viele Wochen)
"Für eine frische EBV-Primärinfektion spricht der Nachweis von anti-VCA-IgM und anti-VCA-IgG ohne Nachweis von anti-EBNA-IgG in den klassischen serologischen Screening-Verfahren (z. B. CLIA, ELISA, früher auch indirekte Immunfluoreszenz). Es muss beachtet werden, dass das Fehlen von anti-VCA-IgM bei kleinen Kindern eine EBV-Primärinfektion nicht ausschließt. Ebenso ist das Fehlen von EBNA-IgG nicht beweisend für eine frische EBV-Infektion, sondern wird auch bei einigen gesunden EBV-Trägern und Patienten mit Immundefekt beobachtet. Der Verdacht auf eine frische EBV-Primärinfektion kann in Zweifelsfällen bei immunkompetenten Patienten durch eine Differenzierung des EBV-spezifischen IgG-Antikörperstatus im EBV-Immunoblot oder EBV-Lineassay bestätigt werden." S2k 017/024 Leitlinie Therapie entzündlicher Erkrankungen der Gaumenmandeln – Tonsillitis, stand 08/2015 https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/017-024.html Die Frage ist hier nicht nach der Verifizierung der EBV Infektion, sondern der Unterscheidung zwischen frischer und länger bestehender Infektion. Dazu kommen sowohl Immunfluoreszenz Nachweis von Anti-EBNA1-IgG (Antwort E) als auch eine Immunoblot Diagnostik (Antwort C, da nicht genauer spezifiziert wird, welche Antikörper hier nachgewiesen werden) infrage. Die Frage ist somit nicht eindeutig zu lösen. |
Quelle, dass EBNA AK bei älteren Infektionen, aber nicht bei frischen positiv sind und somit eine zeitliche Differenzierung ermöglichen: | wurde auf C geändert Trotzdem einreichen, wer weiß was das IMPP als richtig ansieht 5x +1 +1 +1 |
59 | 26/27 | es kann mit diesen minimalen Anamnesedaten fast genauso gut eine Tyrosinämie Typ 1 vom späten Typ sein. Diese ist seltener, jedoch sollten bei einer Glykogenose Typ 3 hypoglykämische Situationen mit Krampfanfällen auftreten, von denen in der Anamnese nicht berichtet wurde. Eine Leberinsuffizienz ist hierbei selten. Laut Muntau Pädiatrie hoch2 (aktuelle Auflage, 2018) ist eine Zirrhose im Kindesalter nicht typisch für die Glykogenose Typ III, die Hepatomegalie bildet sich sogar meistens bis zur Pubertät zurück. Weiterhin ist die Harnsäure, die in der ersten Frage der Glykogenose zugeordnet werden müsste NICHT regelhaft erhöht. Das ist alles mit Quellen zu belegen. Die Tyrosinämie passt hiermit sogar besser zur Symptomatik. Succinylaceton ist hier regelhaft im Urin erhöht, die Zirrhose bei der chronischen Form weiterhin eine typische Komplikation, der Kleinwuchs ebenfalls. Es ist nicht bekannt, ob ein Neugeborenenscreening durchgeführt wurde und somit ob eine Tyrosinämie bereits hätte erkannt werden müssen. Letztendlich zumindest mal anfechtbar, da auch die Glykogenose (im späteren Kindesalter) mit Zirrhose einhergehen kann, die ja bei der Patientin hier lediglich “beginnt”. Somit lässt sich für beide Erkrankungen Argumente finden. Habe hierzu gerade noch folgende Literatur gefunden: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK26372/ für Glykogenose Typ III https://rarediseases.org/rare-diseases/tyrosinemia-type-1/ für Tyrosinanämie Typ I (geht das durch als Quelle??, das würde am besten passen) wie schon oben geschrieben passt die Symptomatik für beide und es wurde nicht angegeben, ob ein Neugeborenenscreening durchgeführt wurde oder ähnliches. Daher nicht eindeutig beantwortbar meiner Meinung nach. Servus ihr Lieben! Meine Begründung darf gerne in abgewandelter Form übernommen werden: Die chronische Verlaufsform der Tyrosinämie Typ I manifestiert sich nach dem ersten Lebensjahr mit vordergründig hepatischen Manifestationen (Hepatopathie, Hepatomegalie) (Hoffmann 2020, S. 674-675), aber auch einer schleichenden Gedeihstörung und Wachstumsverzögerung (Mayatepek 2019, S. 150). Laborchemisch kann eine Erhöhung von Succinylaceton im Urin nachgewiesen werden (ebd.) und unbehandelt kommt es regelhaft zur Entwicklung einer Leberzirrhose (Hoffmann 2020, S. 675; Mayatepek 2019, S. 150). Die Glykogenose Typ III verursacht ein dem Typ I sehr ähnliches, aber milderes klinisches Bild (Mayatepek 2019, S. 145). Auch hier stehen eine Hepatomegalie und ein Minderwuchs im Vordergrund (Hoffmann 2020, S. 777; Mayatepek 2019, S. 145). Laborchemisch findet sich im Gegensatz zur Glykogenose Typ I keine regelhafte Erhöhung der Harnsäure im Serum (Hoffmann 2020, S. 775 Tab. 3), weshalb die Bestimmung dieses Wertes differenzialdiagnostisch wichtig ist. In 30% entwickelt sich auch hier eine Leberzirrhose (Hoffmann 2020, S. 777). Die Frage ist auf Grundlage der minimalistisch gehaltenen Angaben in der Fragestellung (Hepatomegalie, Kleinwuchs, beginnende Leberzirrhose) nicht lösbar. A: „Die Inzidenz der behandlungsbedürftigen Phenylketonurie (PKU) beträgt 1 in 10.000 Neugeborenen. Sie ist klinisch im Neugeborenenalter nicht zu diagnostizieren, führt aber durch die toxische Wirkung des Phenylalanins auf das zentrale Nervensystem (ZNS) zu einer zunehmenden irreversiblen Entwicklungsstörung, die sich etwa ab dem 3. Lebensmonat deutlich zeigt. Bei 20-30% der Betroffenen liegt ein Enzymdefekt mit Restaktivität vor, die sich durch die Gabe des Kofaktors Tetrahydrobiopterin (BH4) weiter stimulieren lässt.“ https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/027-021l_S1_Konfirmationsdiagnostik-Stoffwechselkrankheiten-Neugeborenenscreening_2020-05.pdf B: „Die klassische Homocystinurie mit Cystathionin-Beta-Synthase (CBS)-Mangel zeigt viele unterschiedliche Symptome und pathologische Besonderheiten, besonders betroffen sind Auge, Skelett, Zentralnervensystem und Gefäßsystem. Nach Screeningdaten mit jeweils mehr als 200.000 gescreenten Neugeborenen hat der CBS-Mangel bei Geburt eine mittlere Häufigkeit von 1/344.000. In einigen Regionen ist die Häufigkeit aber mit etwa 1 :65.000 sehr viel höher. In neuerer Zeit hat das Screening von CBS-Mutationen Häufigkeiten von bis zu 1 :20.000 erbracht. Bei der Geburt sind die Kinder noch normal. Unbehandelt ist die Krankheit progredient. Symptome an den Augen sind Ectopia lentis (85% der Fälle) und hochgradige Myopie. Zu den Veränderungen des Skeletts gehören Genu valgum und Pes cavus, gefolgt von Dolichostenomelie, Pectus excavatum oder carinatum, Kyphose oder Skoliose und Osteoporose. Die auffälligste Ursache von Morbidität und Mortalität sind Thromboembolien der großen und kleinen Arterien und der Venen. Eine verminderte Intelligenz wird nur selten schon im ersten oder zweiten Lebensjahr manifest.“ https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?lng=de&Expert=394 C: Erst einmal eine ganz generelle Frage an Sie: Warum soll ich als Student ein Krankheitsbild anhand einem 2-Zeiler ausschließen (Hepatomegalie, Kleinwuchs, beginnende Leberzirrhose), von welchem nicht einmal die AWMF-Leitlinie fertiggestellt ist? Nun gut, die Krankheit scheint ebenfalls selten vorzukommen und ich frage Sie hiermit, wann man in seinem Grundstudium noch den humangenetischen Facharzt hätte absolvieren sollen und ich frage Sie, was das Ganze noch mit dem Gegenstandskatalog zu tun hat („§29 in Gegenstandskatalog: “Prüfungsgegenstand sind insbesondere die berufspraktischen Anforderungen an den Arzt, die wichtigsten Krankheitsbilder“): „Diagnostik, Therapie, Monitoring werden uneinheitlich gehandhabt. Es handelt sich um eine seltene Erkrankung (1: 120.000)“. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/027-003.html D: „Die Prävalenz bei Geburt wird auf etwa 1:100.000 geschätzt […].“ „Die Symptome setzen im frühen Kindesalter ein, mit Hepatomegalie, verzögertem Wachstum und gelegentlichen, hypoglykämiebedingten Krämpfen. Die Hepatomegalie kann sich bis zum Erwachsenenalter zurückgebildet haben. Die Muskelschwäche ist langsam progredient. Andere häufige Zeichen sind Muskelhypotonie und hypertrophe Kardiomyopathie.“ „Die Diagnose basiert auf dem Nachweis des Enzymmangels in vitalen Leukozyten, in Fibroblasten oder einer Leber- oder einer Muskelbiopsie. Anders als bei der GSD Typ 1 (s. dort) kommt es nach Mahlzeiten zu einer Reaktion von Glukagon.“ https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/Disease_Search.php?lng=DE&data_id=15&Disease_Disease_Search_diseaseGroup=glykogenose-typ-3&Disease_Disease_Search_diseaseType=Pat&Krankheite(n)/Krankheitsgruppe=Glykogenose-Typ-3&title=Glykogenose%20Typ%203&search=Disease_Search_Simple Mit keinem Wort wird eine Leberzirrhose erwähnt. Zudem ist laut Muntau Pädiatrie hoch2 (aktuelle Auflage, 2018) eine Zirrhose im Kindesalter nicht typisch für die Glykogenose Typ III, die Hepatomegalie bildet sich meistens bis zur Pubertät zurück. Weiterhin ist die Harnsäure, die in der ersten Frage der Glykogenose zugeordnet werden müsste NICHT regelhaft erhöht. (Muntau Pädiatrie hoch2, aktuelle Auflage 2018) E: „Die Glutarazidurie Typ I ist eine angeborene, autosomal-rezessiv vererbte Defizienz des mitochondrialen Enzyms Glutaryl-CoA-Dehydrogenase und wird durch krankheitsauslösende Mutationen auf beiden Exemplaren des GCDH-Gens auf Chromosom 19p13.2 verursacht. Die Krankheit wird durch den Nachweis einer signifikant verminderten Enzymaktivität der Glutaryl-CoA-Dehydrogenase und/oder den Nachweis eines krankheitsrelevanten Genotyps bestätigt. Alle anderen Zeichen, Symptome oder laborchemischen Veränderungen, die bei Patienten nachgewiesen werden können, sind lediglich hin- und nicht beweisend. Diese unspezifischen, differentialdiagnostisch relevanten Auffälligkeiten umfassen u.a. Makrocephalie, Encephalopathie, Basalganglienläsion, Dystonie und Chorea, subdurale und retinale Blutungen, erhöhte Konzentrationen von GA und 3-OH-GA in Urin, Blut und Liquor sowie von Glutarylcarnitin in Plasma und Trockenblut.“ https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/027-018l_S3_Glutarazidurie_Typ_I_2016-07.pdf Somit ist keine der Antworten weder bei Frage 59, noch bei Frage 60 zutreffend und die Fragen sind somit, insbesondere mit Augenmerk auf die zu wenigen Angaben, nicht beantwortbar. | https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?Lng=DE&Expert=882 Hoffmann, Georg F. (2020): Pädiatrie: Grundlagen und Praxis. 5. Auflage. Berlin; Heidelberg: Springer. Mayatepek, Ertan (2019): Pädiatrie: Grundlagen, Klinik und Praxis. 1. Auflage. München: Elsevier. | 2x 1x Frage 26+27 +1 +1x 26 +1x27 +1 +1 26 & 27 +1 26 & 27 +1 26&27 +1 26 &27 +1x beide |
60 | 27 | Folgefrage zu 26, ist falsch wenn die andere falsch ist (bzw. andersrum) - müsste aber mit dieser Begründung auch noch von uns angefochten werden Dito | ||
66 | 33 | Gefragt war nach der “präzisen” Diagnostik, nicht nach der primären. Eine Mitralklappeninsuffizienz ist im TEE doch besser zu erkennen als im TTE. TTE geht zwar schneller aber ist definitiv nicht präziser. Es wurde nach der am ehesten primären präzisen Diagnostik gefragt. Ich bin auch über die Formulierung gestolpert weil präziser eindeutig TEE, primär mal TTE gerade bei einem sehr schlanken Patienten wie hier oft schon präzise genug -1: TEE provides higher accuracy and feasibility than TTE -2:Transesophageal echocardiography is significantly more sensitive than TTE and highly specific in both confirming the clinical diagnosis of IE, as well as in identifying valvular vegetations in patients at risk for this infection. 3: TEE has a greater diagnostic capacity compared to TTE in mitral prosthesis patients. This technique can give a greater security in evaluating mitral prosthesis thrombi, vegetations and leak, establishing a more precise diagnosis of mitral prosthesis dysfunction. Wir wissen hier doch gar nicht was die richtige Lösung ist. Nur weil die Dozenten von medilearn das sagen, ist das lange noch nicht die richtige Antwort oder die vom IMPP gewünscht ist. Finde es sehr schwierig diese Frage anzufechten, da wir mit dem hier beschriebenen Einspruch nicht das IMPP kritisieren, sondern gegen medilearn argumentieren. Hier wird die Uneindeutigkeit der Frage kritisiert: “primär am ehesten präzise”, beinhaltet primär (TTE) und am ehesten präzise (TEE). man kann es ja trotzdem so argumentieren. wüsste nicht was dagegen spricht es anzufechten “Primär am ehesten präzise” die TTE kann präzise genug sein und läuft in der Regel vor einer TEE, aber die TEE ist letztlich das präziseste. Ķ ist einfach zweideutig, weil nicht nur nach Präzision gefragt ist, sondern auch nach dem zeitlichen Aspekt. Und dann ist beides irgendwo richtig. wurde geändert d. transös. Echo Egal was die Dozentenlösung ist, sollte die Argumentation hier so aussehen, dass die Fragestellung nicht eindeutig ist, da aus “primär präzise” nicht hervorgeht, worauf genau die Frage jetzt abzielt, insbes. da eben sowohl TEE als auch TTE als Antwortmöglichkeiten genannt werden. Ich habe mich für TTE entschieden, da der Patient zum Hausarzt kommt. Welcher Hausarzt macht gleich/ primär ein TEE? Meine Einreichung: In der Aufgabenstellung handelt es sich um ein hausärztliches Setting. Dementsprechend ist Aussage D (transösophageale Echokardiographie) als falsch zu verzeichnen. Auch wenn die präzise Diagnosestellung mittels TEE besser wäre, ist diese hier in der Hausarztpraxis nicht möglich und somit im Kontext nicht richtig. In der Hausarztpraxis kommt somit nur eine transthorakale Echokardiografie (Antwort C) als richtige Antwort in Betracht. | (Amboss: Endoskopische Untersuchung des Herzens durch Einbringung eines Schallkopfes in die Speiseröhre. Der Schallkopf wird dorsal des Herzens positioniert und ermöglicht durch die unmittelbare Nähe zum Herzen eine genauere Beurteilung von Herzstrukturen als mit der transthorakalen Echokardiographie (TTE). Nachteile ergeben sich u.a. aus dem größeren Material- und Personalaufwand. Wichtige Indikationen sind z.B. der Nachweis von Thromben oder der Ausschluss einer Endokarditis.) 1: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24575582/ ->Takeda, H., Muro, T., Saito, T., Hyodo, E., Ehara, S., Hanatani, A., Shimada, K., Suehiro, S., & Yoshiyama, M. (2013). Diagnostic accuracy of transthoracic and transesophageal echocardiography for the diagnosis of bicuspid aortic valve: comparison with operative findings. Osaka city medical journal, 59(2), 69–78. 2: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/8306732/ ->Shapiro, S. M., Young, E., De Guzman, S., Ward, J., Chiu, C. Y., Ginzton, L. E., & Bayer, A. S. (1994). Transesophageal echocardiography in diagnosis of infective endocarditis. Chest, 105(2), 377–382. https://doi.org/10.1378/chest.105.2.377 3: https://leitlinien.dgk.org/files/2004_Leitlinie_infektioese_Endokarditis.pdf (“ transösophageale Untersuchung der transthorakalen Anlotung bezüglich der Sensitivität signifikant überlegen [8]” (S2-Leitlinie zur Endokarditis) https://leitlinien.dgk.org/files/2018_Positionspapier_Interventionelle_Therapie_AV_Klappen-1.pdf “Die apparative Anschlussdiagnostik besteht zunächst aus einer transthoraka- len (TTE) und ggf. auch transösophagea- len Echokardiographie (TEE)” https://www.kup.at/kup/pdf/12008.pdf | ja (8 mal) +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 |
18 | 65 | Cluster-Kopfschmerz DD: Meiner Meinung nach könnte da auch Arteriitis Temporalis richtig sein. Die Experten haben ja NNH-Entzündung als richtig gewertet. Argumente für AT: HeftigsteSchmerzen,(“ernsthaft darüber nachdenken, sich umzubringen”) auch mit grippalen Symptomen oder Fieber möglich, phasisches Auftreten, “wässriges” Sehen auf einer Seite (40% Augenbeteiligung z.B. Sehstörungen), für Diagnose müssen ⅗ Kriterien erfüllt sein also ist Alter > 50 nicht zwingend erforderlich Ich hatte auch AT genommen, weil das auch gut zu dem Fall passen könnte Argumente für NNH: nach Erkältung, Schmerzen hinter Auge, tränendes Auge (“wässrig”), nächtliches Auftreten (Patient liegt auf der Seite, alles läuft zu), Alter und Geschlecht des Patienten, CRP nur leicht erhöht, keine sichtbare Arterie, Komplikationen können die starken Schmerzen auslösen (Durchbruch, Meningen Sinus etc), AT Diagnosekriterien >50 Lebensalter, ist also recht unwahrscheinlich Gerne abgewandelt übernehmen: Für eine Nasennebenhöhlenentzündung sprechen die unilaterale Lokalisation der Schmerzen und die Infektanamnese. Die typischen vegetativen Begleitsymptome des Clusterkopfschmerz, die in Frage 64 abgefragt wurden, insbesondere die Rhinorrhö, würden auch für eine Nasennebenhöhlenentzündung sprechen. Frage 65 verwies aber explizit auf die „Anamnese bzw. [die] Befunde bei dem Patienten“, sodass das letzte Argument nicht berücksichtigt werden kann. Gegen eine Nasennebenhöhlenentzündung sprechen wiederum die Intensität der Schmerzen („die schlimmsten Schmerzen […], die er jemals gehabt hatte“), das periodische Auftreten der Schmerzen („in den letzten 4 Tagen, jeweils um die gleiche Uhrzeit“). Für eine Arteriitis temporalis sprechen insbesondere auch die unilaterale Lokalisation der Schmerzen, die Neuartigkeit der Schmerzen („die schlimmsten Schmerzen […], die er jemals gehabt hatte“ sowie die etwas unklar definierte Sehstörung (er sehe „rechts alles wässrig“). Argumente gegen eine Arteriitis temporalis sind wiederum das junge Alter und das männliche Geschlecht des Patienten sowie der nur mäßig erhöhte CRP-Wert. Allerdings sind gemäß AWMF aktuell „keine allgemein konsentierten Diagnosekriterien zur Sicherung der [Großgefäßvaskulitis (GGV)] verfügbar. Die Klassifikationskriterien des American College of Rheumatology (ACR) von 1990 [, die häufig verwendet werden,] wurden nicht als diagnostisches Instrument entworfen und können eine GGV weder sicher beweisen, noch ausschließen […]. Insbesondere die nicht selten vorkommende extrakranielle [Riesenzellartertiitis] wird von den ACR-Kriterien nicht adäquat erfasst […]. Eine Re-Evaluation der ACR-Kriterien an der Studienpopulation der „Diagnosis and Classification of Vasculitis Study“ (DCVAS) zeigte, dass die Sensitivität der ACR-Kriterien für die heute klinisch als RZA und TAK diagnostizierten Fälle niedriger ist als initial berichtet […]. Weder für die [Riesenzellarteriitis], noch für die [Takayasu-Arteriitis] steht ein trennscharfer diagnostischer Biomarker zur Verfügung. Daher muss die Diagnose anhand einer Zusammenschau von Anamnese, körperlicher Untersuchung, Labor, bildgebender Verfahren und ggf. Histopathologie gestellt werden. […] 4% der mittels [Biopsie] gesicherten Fälle von unbehandelter RZA weder eine erhöhte BSG, noch ein erhöhtes CRP bei Erstdiagnose auf“ (AWMF 2020, S. 10-11). Somit wären zwar Alter, Geschlecht und nur mäßig erhöhtes CRP zwar eher untypisch, aber keine Ausschlusskriterien für eine Arteriitis temporalis (Jennette et al., 2013). Irgendwie finde ich, dass keine der Diagnosen wirklich passt, werde ich auch nochmal anfechten | Diener, Hans-Christoph: 2003 Referenz-Reihe Neurologie: Klinische Neurologie: Kopfschmerzen (S.147ff.) DOI: 10.1055/b-0034-33002 | ja 5x +1 +1 +1 |
94 | 83 | Masern: Retroaurikulärer Beginn, Himbeerzunge, Bronchitis, Koplik Flecken als pathogmonisches Zeichen, dunklerote makulopapulöses Exanthem + manche Exanthemherde konfluieren B19: Beginn im Gesicht, initial makulopapulös, erst im Verlauf girlandenförmig Fieber und grippale Symptome bei beidem, deswegen nicht eindeutig | Quellen? | 1x +1 +1 +1 |
21 | 68 | Patient mit Nikotinabusus, COPD, Adipositas und paVK kommt wegen Atemnot in die Praxis. Auf dem dazugehörigen Bild ist, meiner Meinung nach, NICHT eindeutig zu sehen, ob es nun eine LAE ist oder eine Herzinsuffizienz. Ich fand, es sah eher nach chronisch venöser Insuffizienz aus. Gerade bei dem Licht was in manchen Klausursälen geherrscht hat, da ist doch nicht mal der Farbunterschied zu sehen. Die Differenz im Umfang wird auf dem Foto nur minimal ersichtlich und ist genau wie das Glänzen des Beines auch auf die Art zurückzuführen, wie und aus welchem WInkel das Foto gemacht wurde. Bei den Vorerkrankungen kann es ja gut eine akute Herzinsuffizienz sein, die ich “VORDRINGLICH” abklären würde Die Atemnot war auch nicht eindeutig beschrieben = kommt der Patient nicht in den 3. Stock oder bekommt er gar keine Luft mehr? Schmerzen?! Auskultation? Kann man dann auch die nachfolgende Frage zur Therapie anfechten als Folgefehler, oder geht das nicht? auf jeden Fall probieren!! Ja, ich werde es auf jeden Fall mit aufführen! -Herzinsuffizienz mit diuretischer Therapie- Zumal diese Diagnose in einer Hausarztpraxis doch auch einfach wesentlich häufiger vorkommt als eine LAE!! Für mich war es auch eine Herzinsuffizienz, werde dies auch anfechten, weil dies auch der Fall sein kann! Auf jeden fall! vor allem, weil es keine Informationen bezüglich Immobilisation o.ä. gab und das Bild wirklich sehr uneindeutig war Beispiel: “Beantwortung der Frage allein auf Grundlage der dem Fall beigefügten Abbildung nicht eindeutig möglich. Die sehr oberflächliche Fallbeschreibung (akute oder chronische Atemnot? Atemnot bei körperlicher Belastung oder in Ruhe? Vorausgegangene Immobilität? Schmerzen?) ließ die Antworten (B) und (E) zu. Da in den Prüfungssälen sehr unterschiedliche Belichtungsverhältnisse vorherrschten, war eine mögliche Seitenungleichheit der Beine im Sinne einer möglichen TVT mit LAE als Folge nicht für alle Prüflinge ersichtlich. Eine ausschließlich inspektorische Diagnosestellung halte ich in diesem Setting (Hausarzt) als nicht praxisnah. Angaben zur körperlichen Untersuchung der abgebildeten Beine war für die Beantwortung der Frage essentiell! Dies gilt nachfolgend auch für Frage 69, da sich aus den Diagnosen verschiedene Therapieansätze ergeben.” Habe zusätzlich den Wells-Score als Argument genutzt: Die Bestimmung der klinischen Wahrscheinlichkeit einer TVT bzw. einer LAE erfolgt jedoch leitliniengemäß nach dem Wells-Score (AWMF, 2015). Ohne weitere Angaben, insbesondere z.B. auch, dass die Umfangsvermehrung mehr als 3 cm beträgt, würde der Patient insgesamt 1 Punkt (Schwellung) minus 2 Punkte (andere Diagnose ebenso wahrscheinlich) gleich -1 Punkt erhalten, also TVT unwahrscheinlich. Gleichermaßen erhält er beim Wells-Score zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit einer LAE für ein klinisches Zeichen einer TVT, nämlich die Schwellung, ebenfalls nur 3 (1 in der vereinfachten Version) Punkte, also LAE unwahrscheinlich. Super! Die Beantwortung der Frage ist allein anhand der im Fall angegebenen Informationen (Zigarettenrauchen, COPD, Adipositas, pAVK, Atemnot) und der Bildbeilage nicht möglich und uneindeutig. Es wird weder geschildert, wie lange die Atemnot besteht, noch, ob diese bei körperlicher Belastung auftritt, ob eine voran gegangene Immobilität vorliegt, noch, ob der Patient Schmerzen verspürt. Die minimalste Umfangsvermehrung ist bei den gegebenen und unterschiedlichen Belichtungsverhältnissen in den Prüfungssälen nicht ersichtlich. Die Beine des Patienten liegen außerdem der Unterlage auf und sind somit nicht adäquat in ihrem Umfang einzuschätzen. Eine reine inspektorische Diagnosestellung ist seitens des Hausarztes grob fahrlässig und somit kritisiere ich den Informationsmangel in dieser Fragestellung. Auf Grund der Vorerkrankungen des Patienten ist das Vorliegen einer Herzinsuffizienz mindestens genau so gut möglich. Solang nicht mindestens die Atemnot weiter beschrieben wird („plötzlich einsetzend“, „auf in Ruhe“), ist hier weder Antwort B noch E auszuschließen. Leitliniengemäß handelt der Hausarzt in der Fallbeschreibung grob fahrlässig, indem er vernachlässigt, den Wells-Score anzuwenden. Die Bestimmung der klinischen Wahrscheinlichkeit einer TVT bzw. LAE erfolgt leitliniengemäß anhand des Wells-Score (https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/065-002k_S2k_VTE_Venenthrombose-Lungenembolie_2017-04.pdf , Seite 11): Für unseren Patienten ergibt sich ein Wert von -1 Punkt (Schwellung, von der wir nicht wissen, ob sie mehr als 3 cm Umfangsvermehrung darstellt (noch einmal: das Bein liegt auf der Unterlage auf, so ist keine adäquate Umfangsmessung möglich!) = wohlwollend 1 Punkt, MINUS 2 Punkte, da andere Diagnosen genauso wahrscheinlich sind (der Patient ist langjähriger Raucher, es liegt keine Information dazu vor, ob ein Infekt vorangegangen ist, ob bei dem Patienten eine exazerbierte COPD vorliegt ist somit auch nicht auszuschließen; auf Grund der Vorerkrankungen, besonders der Adipositas und schon vorliegenden Gefäßerkrankung, ist ebenfalls eine Herzinsuffizienz möglich).Dies macht eine LAE sehr unwahrscheinlich.Für adäquate weitere Untersuchungen sind all diese Angaben zwingend erforderlich und das IMPP betreibt hier eine Unterstützung zum Ausschließen wichtiger Differentialdiagnosen bereits im Vorfeld, indem man sich zwischen B und E hat entscheiden müssen, obwohl beide Antworten dringend abzuklären sind. Dies erweckt den Anschein, dass ein solches inadäquates Vorgehen (grob fahrlässiges und voreiliges Ausschließen von wichtigen Differentialdiagnosen) vom IMPP in der Praxis unterstützt wird. Zum eindeutigen Beantworten der Frage sind zwingend mehr Informationen erforderlich. Sowohl B als auch E sind als richtig zu werten. TOP! | 12x Folgefrage 3x +1 | |
86 | 102 | Indien ist kein Risikogebiet für Gelbfieber und es wird konkret gefragt was für diese Beratung mit Direktflug zutrifft. Frage: was ist daran jetzt anfechtbar? Laut Dozentenauswertung ist E richtig -> C und E als 2 richtige Antworten? “ImpfschutzFür die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.” (Q: https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/indien-node/indiensicherheit/205998) "Meiden Sie Moskitostiche zu allen Tages- und Nachtzeiten. Die Expositionsprophylaxe (Schutz vor Insektenstichen / -bisse) mit Moskitonetzen und einem Repellent sollte in Endemiegebieten unbedingt angewendet werden." Wäre jetzt noch klug ne Quelle für Gelbfieber in Indien zu finden…. RKI und WHO sagen: Kein Gelbfieber in Indien, Impfung für Indien nicht empfohlen Können die voraussetzen, dass man ganz genau weiß in welchem Land es welche Krankheiten gibt!? Dieses Semester ist alles möglich, Baby ;) Ich hab C und E als richtig angenommen. In Antwort E steht allgemein formuliert "Zum Schutz vor Gelbfieber sollte auf der Reise nachts ein Moskitonetz verwendet werden" Demnach geht es um eine generellen Schutz vor Gelbfieber und dass auch Nachts vor Moskitostichen geschützt werden soll, laut (https://tropeninstitut.de/impfungen-a-z/alle-impfungen/gelbfieber#vorkommen). Es bezieht sich demnach nicht eindeutig auf den Rucksacktouristen, der nach Indien reisen will. Sondern um Schutz vor Gelbfieber im Allgemeinen. Demnach ist die Antwort E ebenfalls als richtig zu werten. | “Gemäß den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission STIKO am Robert Koch-Institut wird die Impfung für Reisende in Gelbfieberinfektionsgebiete empfohlen und ist bei Aufenthalten in Ländern, in denen eine Gelbfieber-Impfung als Voraussetzung zur Einreise besteht, vorgeschrieben. Erforderlich ist eine einmalige Impfung, die in einer zugelassenen Gelbfieber-Impfstelle erfolgen muss.” (Quelle: RKI) Indien ist kein Gelbfiebergebiet (Quelle: https://tropeninstitut.de/impfungen-a-z/alle-impfungen/gelbfieber#vorkommen) https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/indien-node/indiensicherheit/205998 (Einreisebestimmung Indien) | +1+1 +1 |
87 | 103 | In dem Fall geht es um einen männlichen Patienten mit Meningokokken-Meningitis. Dieser wird von einer schwangeren Ärztin behandelt. Die Frage lautet Um welche Patientin geht es? Es wird in dem Fall von keiner schwangeren Patientin gesprochen sondern nur von einer schwangeren Ärztin. → Nicht eindeutig! Die schwangere Ärztin ist dann allerdings beim Betriebsarzt und damit selbst Patientin | Formfehler | ja (1 mal) +1 +1 +1 |
82 | 98 | schmerzlose Papeln, Patientenalter, keine Vesikel sichtbar, exkoriation am Mundwinkel. Spricht alles eher für B als für A Ich dachte auch man würde den Molluscumbrei sehen. Ja, vor allem symptomlos - das hat für mich Herpes ausgeschlossen Symptome und Folgen bei HerpesErstinfektion Die erste Infektion kann völlig symptomlos verlaufen, mit der typischen Bläschenbildung oder sogar mit Fieber, Schüttelfrost und Lymphknotenschwellungen einhergehen Eine Herpes kann auch symptomlos ablaufen die haben aber keine Dellen in der Mitte (nach 14 Tagen wären sie ja schon einigermaßen ausgereift) und sind ja teilweise schon leicht verkrustet. auch dieses gruppenartige stehen ist typisch. wir sehen da ja auch eher flüssigkeitsgefüllte Blläschen anstatt so eine breiartige Masse in der Effloreszenz. das Alter ist ebenfalls typisch, bis zum 2. Lebensjahr stecken sich 80% aller Kinder an Bitte Molluscum und Herpes begründen! Trotzdem anfechten! JA BITTE anfechten , wenn ein ganzes Team 2 Tage braucht um die Frage zu lösen , dann ist die Frage definitiv anfechtbar. Eine beurteilung des Bildes ist schwierig da es keine Nahaufnahmen gibt. Außerdem könnte die Aufhellung der Blasen/Papel durch den Inhalt oder aber durch den Lichtreflex auf der gespannten Oberfläche. Könnte man nicht hier gegen die Mollusca contagiosum sagen, dass in dem Fall ein Mädchen betroffen ist(normalerwerise eher Jungs bet.), außerdem erkenne ich auf keiner der kleineren Papeln Dellen. Zudem ist die Lokalisation auch untypisch, da häufiger Augenlider, Rumpf, Beugen, Genitalen betroffen sind | http://www.dermlasersetx.com/articles/aad_education_library/589373-herpes-simplex Pamela Chayavichitsilp, Joseph V Buckwalter, Andrew C. Krakowski and Sheila F. Friedlander Pediatrics in Review April 2009, 30 (4) 119-130; DOI: https://doi.org/10.1542/pir.30-4-119 van Vonderen JJ, Stol K, Buddingh EP, van der Kaay DC. Herpes simplex transmission to chest and face through autoinoculation in an infant. BMJ Case Rep. 2017;2017:bcr2017220447. Published 2017 Aug 21. doi:10.1136/bcr-2017-220447 | BITTE UNBEDINGT ANFECHTEN 1x 1x 1x (BITTE MEHR!!!) 1x |
96 | 85 | Anämie Kind: laut der Leitlinie "Anämiediagnostik im Kindesalter" käme man meiner Meinung nach auch zu B12-Mangel. MCV ist ja nun mal erhöht, wenn das Kind mit Leistungsminderung kommt ist es ja vermutlich ein längerer Prozess und kein "akuter" Leistungsmangel und bei einem länger andauernden Blutverlust wäre es doch vermutlich mikrozytär/Retikulozyten erhöht oder sehe ich das falsch? Durch die dabei angegebenen Referenzbereiche ist die Anämie als makrozytär klassifiziert (minimal, aber trotzdem, wozu gibt es Referenzbereiche) und damit kann dem Schema rechts gefolgt werden. Auch die anderen Antwortmöglichkeiten erscheinen größtenteil richtig bzw. möglich, sodass die Frage aufkommt, ob vielleicht ein “nicht” vergessen wurde. Ich werde sie definitiv anfechten, da auf jeden Fall auch die ALL als DD in Frage kommt! Anämie, Leistungsminderung und auch eine Blutungsneigung können bei einem 10-jährigen Jungen durchaus durch eine Leukämie bedingt sein Sehe ich auch so, hab auch an ALL gedacht, weil eben nicht akut. Richtig!!!! ich auch und weil es ja schon die can’t miss diagnosis ist!!! Meiner Meinung nach sind vier Antworten richtig, darf gerne abgewandelt verwendet werden: | https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/025-014l_S1_Akute_lymphoblastische_Leukaemie_ALL_2016-04.pdf | 5x +1 +1 Auf jeden Fall einreichen, dass es auch eine ALL und auch eine Anämie sein kann |
80 | 47 | ZVK: Das mit der ZVK in der V.femoralis stimmt, aber ist es nicht auch richtig, dass Antikoagulation eine (relative) Kontraindikation ist? Zwar keine absolute aber da steht ja nur Kontraindikation.. https://www.thieme-connect.de/produc...5/b-0034-94933 (2.Seite unter 2.1.2.) Weiter oben gibt es schon Einsprüche zu dieser Frage! | https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/lookinside/10.1055/b-0034-94933 | nein |
61 | 28 | Bei dieser Frage wird doch nicht deutlich, ob die Eltern nicht auch beide erkrankt sind, oder? Sollten sie das sein, wäre die richtige Lösung 100%. Es wird ja nur angenommen, dass beide Eltern nur Überträger sind, aber explizit genannt wird es nicht. Seh ich auch so, hab während der Prüfung extra nochmal genau nachgelesen, ob irgendwo steht, ob die Eltern betroffen sind. Das stimmt. Man kann also nicht einfach von heterozygoten Trägern ausgehen, sondern muss homozygote in Erwägung ziehen. Damit wäre dann auch Antwort E richtig. Ist wegen der möglichen Mehrfachantwort sicher rauszunehmen. daher bitte alle anfechten !!! Rein theoretisch wäre auch 50% möglich, sollte eines der Elternteile homozygot, das andere heterozygoter Träger sein… | ANFECHTEN! KLARER FEHLER | ja (1x) +1 +1 |
15 | 62 | Mehrfache Antworten möglich (A und E): Grundsätzlich bevorzugt einzusetzen bei beginnen Delirsymptomen: E - Diazepam. Allerdings geht aus der Fallbeschreibung hervor, dass der Patient beim letzten Entzugsdelir einen epileptischen Krampfanfall entwickelt habe. “In den S3-Leitlinien für die Behandlung alkoholbezogener Erkrankungen wird der Einsatz von Antikonvulsiva bei einem epileptischen Anfall in der Vorgeschichte oder andere Risiken für das vermehrte Auftreten für epileptische Anfälle bei der Alkoholentzugsbehandlung empfohlen.” “Heute gibt es sehr unterschiedliche Möglichkeiten des Anfallsschutzes in der Alkoholentzugsbehandlung. Im täglichen klinischen Umgang bei der Alkoholentzugstherapie hat sich die Gabe von Levetiracetam als Anfallsschutz als einfach, wirksam und nebenwirkungsarm dargestellt. “ | Thieme E-Journals - Suchttherapie / Volltext (thieme-connect.de) https://dgn.org/wp-content/uploads/2020/12/030006_LL_Delir_2020.pdf Diazepam bei Delir | Danke für die Quelle, habe Einspruch eingelegt (A und E richtig) +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 |
31-33 | 78-80 | Zwangsgedanken sind auch Diagnosekriterium von der postpartalen Depression → definitiv anfechtbar!!! Diagnosekriterium einer postpartalen Depression ist aber vor allem das Vorliegen einer unipolare Depression.. Steht aber 1:1 in der Leitlinie zu unipolaren Depressionen (->peripartale Depression), dass Zwangsgedanken vorkommen und es sogar bis zu 12 Monate post partum auftreten kann → würde ich definitiv anfechten! So aus der Anamnese nicht eindeutig zu beantworten | 1.) A. Brockhaus-Dumke, V. Dorsch (2019): "unerwartete seelische Probleme statt Glück mit dem Baby - evidenzbasierten Diagnostik und Therapie postnataler psychischer Störungen"; Springer 25.01.2019 2.) U. Ziegenhain et al. (2020): "Psychische Störungen post partum"; Springer 2020 Klinikmanual Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie pp 599-611; https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-58418-7_39 S3 Leitlinie AWMF, unipolare Depressionen (Langfassung) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3039003/ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3394379/ file:///C:/Users/knj61693/AppData/Local/Temp/Postpartale_Depression_Gynkologie_1_2016.pdf Bei postpartalem Beginn finden sich auch häufiger Zwangssymptomeund psychoti-sche Symptome [1383]. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/nvl-005l_S3_Unipolare_Depression_2017-05.pdf | ja +2 +1 |
83 | 99 | Darstellung: | ||
Gemäß der aktuellen S3-Leitlinie bzgl. der Diagnostik, Differentialtherapie, Nachsorge,.... zum Mammakarzinom erfolgt die Entscheidung hinsichtlich der Durchführung einer Postmastektomie-Radiotherapie im Falle einer pathologisch nachgewiesenen Komplettremission (wie im Fall beschrieben) "im interdisziplinären Tumorboard abhängig vom Risikoprofil" (Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Version 4.3, 2020,AWMF Registernummer:032-045OL, http://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/mammakarzinom/(abgerufen am: 16.04.2021)). Im Folgenden hebt die Leitlinie unter anderem heraus: "Andererseits ist die histopathologisch nachgewiesene komplette Remission nach neoadjuvanter Therapie ein starker Prognosefaktor unabhängig von der primären Tumorbiologie. Es liegt nahe, in Fällen einer pathologisch kompletten Remission im Tumorgebiet wie in der Axilla das Ausmaß der lokalen adjuvanten Strahlentherapie zu reduzieren[673, 674]. Allerdings fehlen dazu Daten randomisierter klinischer Studien." Im Zuge dessen könnte es auf Basis der Entscheidung des Tumorboards zu einer Entscheidungsfindung sowohl analog der Antwortmöglichkeit B, als auch E, im erweiterten Sinne auch A und C (je nach argumentativer Gewichtung und heuristischer Vorgehensweise) kommen. Somit ist es schwierig, sich in diesem Falle auf die "beste" Antwortmöglichkeit festzulegen. | Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Version 4.3, 2020,AWMF Registernummer:032-045OL, http://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/mammakarzinom/(abgerufen am: 16.04.2021) | ja +1 +1 +1 | ||
Begündung: | ||||
Die Formulierung der Antwortmöglichkeiten mit dem Terminus "sollte" ist zumindest dahingehend irreführend, als sie eine gewisse Verbindlichkeit einer solchen Empfehlung auf Basis von Evidenz. Genau dies ist aber beim Blick auf die aktuelle S3-Leitlinie, die für den im M2 geschilderten Fall mit pCR ausdrücklich eine individuelle Lösung (im Rahmen der Tumorkonferenz) nahelegt, zumindest als schwierig zu bewerten. Antwortmöglichkeit A orientiert sich an der Empfehlung der Leitlinie, "Nach primärer (neoadjuvanter) systemischer Therapie [...] die Indikation zur Postmastektomie-Radiotherapie am prätherapeutischen klinischen Stadium [festzumachen]. Antwortmöglichkeit B dagegen ist d'accord dem leitlinienbasierten Zugeständnis, "in Fällen einer pathologisch kompletten Remission im Tumorgebiet wie in der Axilla das Ausmaß der lokalen adjuvanten Strahlentherapie zu reduzieren". Antwort C und E wären auf Basis einer individuellen Entscheidungsfindung im Rahmen einer Tumorkonferenz wohl sicherlich ebenfalls zu erwarten und unterscheiden sich lediglich in der primären heuristischen Herangehensweise einer konsensbasierten argumentativen Entscheidungsfindung (C: im Falle einer BET wäre auf jeden Fall bestrahlt worden vs E: im Falle einer nicht stattgehabten pCR wäre sicherlich bestrahlt worden). | ||||
Literatur: | ||||
Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose, TherapiLeitlinienprogramm e und Nachsorge des Mammakarzinoms, Version 4.3, 2020,AWMF Registernummer:032-045OL, http://www.leitliNotfa7rogramm-onkologie.de/leitlinien/mammakarzinom/(abgerufen am: 16.04.2021) | ||||
30 | 77 | Diese Abwägungsfrage überschreitet das die Studierenden zumutbare Wissen. Im konkreten Fall liegt ein Notfall vor, der nicht nur Zirkulation sondern auch Atmung betrifft. Da der Patient im Fall offensichtlich neben der Oxygenierung auch ein Problem bei der CO2 Abatmung vorweist (pCO2 30mmHg und pH 7,29), bleibt fraglich, kann eine reine Sauerstoffgabe das B- Problem nach dem ABCDE- Schema nicht ausreichend lösen. Gleichzeitig besteht bei Intubation die Gefahr des weiteren Blutdruckabfalls. Es ist den Studierenden nicht zumutbar, zwischen der Notfallversorgung nach dem ABCDE Schema und den unerwünschten Nebenwirkungen einer Intubation abzuwägen, das würde ihre Kompetenz überschreiten. s Ob bei bereits zwei liegenden großlumigen venösen, offensichtlich durchgängigen Zugängen die Intubation durch die Lage eines ZVKs weiter verzögert werden sollte, ist ebenfalls eine zu diskutierende Sachlage, deren genaue Kenntnis den Studierenden nicht zumutbar ist. Die Frage ist also nicht mit dem Wissen nach dem Gegenstandskatalog eindeutig zu beantworten. | Wurde das schon eingereicht? ich habs jetzt eingereicht +1 +1 +1 +1 | |
41 | 8 | "Für eine frische EBV-Primärinfektion spricht der Nachweis von anti-VCA-IgM und anti-VCA-IgG ohne Nachweis von anti-EBNA-IgG in den klassischen serologischen Screening-Verfahren (z. B. CLIA, ELISA, früher auch indirekte Immunfluoreszenz). Es muss beachtet werden, dass das Fehlen von anti-VCA-IgM bei kleinen Kindern eine EBV-Primärinfektion nicht ausschließt. Ebenso ist das Fehlen von EBNA-IgG nicht beweisend für eine frische EBV-Infektion, sondern wird auch bei einigen gesunden EBV-Trägern und Patienten mit Immundefekt beobachtet. Der Verdacht auf eine frische EBV-Primärinfektion kann in Zweifelsfällen bei immunkompetenten Patienten durch eine Differenzierung des EBV-spezifischen IgG-Antikörperstatus im EBV-Immunoblot oder EBV-Lineassay bestätigt werden." S2k 017/024 Leitlinie Therapie entzündlicher Erkrankungen der Gaumenmandeln – Tonsillitis, stand 08/2015 https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/017-024.html Die Frage ist hier nicht nach der Verifizierung der EBV Infektion, sondern der Unterscheidung zwischen frischer und länger bestehender Infektion. Dazu kommen sowohl Immunfluoreszenz Nachweis von Anti-EBNA1-IgG (Antwort E) als auch eine Immunoblot Diagnostik (Antwort C, da nicht genauer spezifiziert wird, welche Antikörper hier nachgewiesen werden) infrage. Die Frage ist somit nicht eindeutig zu lösen. | diese Frage steht schon etwas weiter oben 1x | |
88 | 104 | Chronische Arthritis urica: röntgendichte Weichteilschatten, in der Polarisationsmikroskopie zeigen sich negativ doppelt brechend Kristalle Pseudogicht bei Chondrokalzinose: bei Chronizität Verkalkungen im Röntgen sichtbar, in der Polarisationsmikroskopie zeigen sich positiv doppelt brechend Kristalle, auch als sekundäre Form bei Gicht möglich. "Nur der polarisationsmikroskopische Nachweis von CPP-Kristallen ist beweisend." Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York, Gicht und andere Kristallarthropathien, B. Manger, Dtsch Med Wochenschr 2012; 137(31/32): 1579-1581, DOI: 10.1055/s-0032-1305108, https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0032-1305108 Im Falltext ist leider nicht näher spezifiziert, ob die Kristalle im Polarisationsmikroskop positiv oder negativ doppelt brechend waren. Daher sind zwei Antworten möglich, und die Frage nicht eindeutig zu lösen. Ich will eure Hoffnung hier nicht zerstören, aber bei Gicht sind die Kristalle spitz-nadelförmig und bei Pseudogicht (CPPD) eben plump-rhombenförmig wie im Fall. Außerdem passen das #Röntgenbild und die Lokalisation am Handgelenk einfach perfekt zu CPPD. Es ist trotzdem mega fies, dass die Patientin auch erhöhte Harnsäurewerte hatte… :( | hat das jemand angefochten? 1x +1 +1 +1 | |
98 | 87 | Kind mit Husten -- Röntgen oder Klinische Kontrolle am Folgetag Das Kind hat nichts außer Husten (der nicht plötzlich, sondern seit 2 Tagen besteht) und ein bisschen erhöhte Temperatur. Das ist ein ganz normaler Befund bei Kindern und kommt immer wieder vor. Und dass Kinder sich verschlucken ist auch nichts besonderes. Aber ein Kind mit so unspezifischen und so wenig Symptomen gleich zum Röntgen schicken? Kann das jemand erklären, ob das wirklich Standard sein soll oder in irgendeiner Weise gerechtfertigt ist??? finde ich auch fragwürdig-frage nochmal befreundete päds. Naja bei V.a Fremdkörperaspiration und Husten müsste man schon mal schauen, ob das nen Bronchus verlegt bzw, könnte schon eine Pneumonie vorliegen bei dem Husten. eingereicht mit der Begründung: “Aus der Aufgabenstellung ist das Ergebnis der körperlichen Untersuchung nicht ersichtlich. Bei auffälligem Auskultationsbefund (beispielsweise Atelektase) wäre ein Röntgen indiziert. Bei unauffälligem Befund rechtfertigt der vage Verdacht der Eltern bei unproduktivem Husten und leicht erhöhter Temperatur nicht die Strahlenexposition, zumal hierfür noch eine Überweisung in eine radiologische Fachabteilung notwendig wäre.” | BITTE UNBEDINGT ANFECHTEN 1x +1 | |
57 | 24 | Audiogrammkurven waren nicht beschriftet/ hatten keine Legende. Ist es allgemein gültig und zu wissen, welches Symbol für Knochen- und welches für Luftleitung steht? Und hätte nicht auch eine Kurve eine Referenzkurve o.ä. sein können? Die Knochenleitung ist immer über der Luftleitung Eine herabgesetzte Knochenleitung bei normaler Luftleitung gibt es nicht | ||
44 | 11 | Zu Antwort E: Williams Beuren Syndrom ist del(7)(q11.23), nachdem der Mann regelrecht körperlich geistig und körperlich entwickelt ist, macht diese Antwort keinen Sinn. Eine Isolierte kongenitale bilaterale Aplasie des Vas deferens (CBAVD) betrifft das CFTR-Gen, also Mutationen oder Deletionen im Chromosom 7 (q31.3). (betrifft 2 % aller infertilen Männer und würde gut zur Azoospermie passen!) Erwartet das impp von uns, dass wir wissen, ob eine Mutation auf Chromosom 7 q11 oder q31 betrifft? Denn nur dadurch kann man die Richtigkeit der Antwort E bewerten… Und bei Antworte D, die laut Dozenten richtig ist, finden man online nichts, außer dass diese Translokation gehäuft bei Leukämien/ AML vorkommt. LG Zu Prader-Willi als korrekte antwort, der Vater ist asymptomatisch und das Kind vererbt die Mikrodeletion. Daher ist C auch Richtig!
About 74% of cases occur when part of the father's chromosome 15 is deleted.[3] In another 25% of cases, the affected person has two copies of the maternal chromosome 15 from the mother and lacks the paternal copy.[3] As parts of the chromosome from the mother are turned off through imprinting, they end up with no working copies of certain genes.[3] PWS is not generally inherited, but rather the genetic changes happen during the formation of the egg, sperm, or in early development Kannst du die Quelle zu nennen? U.S. National Library of Medicine: https://medlineplus.gov/genetics/condition/prader-willi-syndrome/#causes Wie argumentiert ihr das, würde das auch gerne einreichen? Ich hatte auch C genommen, wie argumentiert ihr das? Wieso könnte es nicht auch D sein? Bei einer balancierten Translokation hätte die Frau doch auch keine sichtbaren Probleme? Das habe ich auch so genommen, weil ich davon ausgegangen bin, dass es das einzige klinisch inapparente ist ….. Mir mag das fehlen - aber was ist denn t(3;5)(q24;p11)? Nur, weil der Dozent von ML das als richtig angibt, muss es ja lange nicht stimmen… ich finde dazu nur was zur AML…? Der Gedanke dahinter ist glaube ich, dass es sich bei t(3;5)(q24;p11) um eine balancierte Translokation handelt, die am Phänotyp der betroffenen Frau nichts ändert. Was mit der blanden Anamnese / körperlichen Befunden im Einklang steht. Alle anderen Antwortmöglichkeiten hätten bei den betroffenen Personen sichtbare Fehlbildungen hervorgerufen (Turner, Prader Willi, Down, williams beuren). Die Frage ist schon next level asozial, aber so gesehen nicht wirklich anfechtbar. Versuchen kann mans aber. | BITTE UNBEDINGT ANFECHTEN Wir können für C und D argumentieren, dass beide richtig sind U.S. National Library of Medicine: https://medlineplus.gov/genetics/condition/prader-willi-syndrome/#causes -> Die Quelle für C hat das schon jemand gemacht????? bisher nicht | |
28 | 75 | Fall zu Gedeckt perforiertes Bauchaortenaneurysma: Meiner Meinung nach ist die Frage “welche weitere Diagnostik sollte am ehesten veranlasst werden” nicht eindeutig zu beantworten. Die Diagnose kann mittels Angio-CT gesichert werden. Allerdings kann auch eine Sonografie des Abdomens die Diagnose sichern und somit eine sofortige OP-Indikation liefern, sodass direkt eine permissive Hypotonie und sofortiger Transport in den OP sinnvolle Maßnahmen sind. Der Mehrwert einer Angio-CT ist begrenzt, da der Befund durch die operative Exploration sowieso genauer angeschaut wird und die Angio-CT einen unnötigen Zeitverlust bedeutet. Quelle: https://www.aerzteblatt.de/archiv/131879/Rupturiertes-abdominales-Aortenaneurysma rAAA = Rupturiertes abdominales Aortenaneurysma “Nach notärztlicher Einlieferung des Patienten unter der angekündigten Verdachtsdiagnose „rAAA“ sollte die Notfall-Ultraschalluntersuchung im Schockraum die Diagnose bestätigen beziehungsweise andere Ursachen ausschließen. Der unter permissiver Hypotension (systolische Blutdruckwerte von 50 bis 80 mm Hg) zu führende Patient sollte wenn möglich einer Kontrastmittel-unterstützten Computertomographie unterzogen werden. Diese überwindet etwaige Zweifel einer eingeschränkten Ultraschallbefundung (5) und gibt verlässliche Informationen über die individuelle Anatomie. Diese Informationen liefern die Grundlage für die Entscheidung über die Art der operativen Versorgung (offene versus endovaskuläre Behandlungsmöglichkeit). Einzelne Arbeitsgruppen präferieren die Verlegung des Patienten in den Operationssaal bei sonographisch bestätigter Diagnose des rAAA ohne weitere CT-Diagnostik. Sie verweisen auf die ausreichende Möglichkeit der intraoperativen Abschätzung der Diameter und Längen für die Auswahl einer Stentprothese bei intendierten endovaskulären Vorgehen (6).” BAA S3 - Leitlinie Endgültige Fassung 07.07.2018 (awmf.org) 10.2 Präprozedurale Diagnostik Wenn ein Patient mit bekanntem AAA, Schock und klinischen Zeichen der Ruptur eingewiesen wird, ist eine weitere Diagnostik nicht erforderlich, der Patient kann sofort in den Operationssaal gebracht werden. Eine notfallmäßige Ultraschalluntersuchung ist ausreichend, die Diagnose zu bestätigen (Moll et al. 2011). Die meisten Patienten sind aber stabil genug, um ein CT zur weiteren Abklärung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang wird auf die Untersuchung von Lloyd et al. (2004) verwiesen, in der nur bei 12,5% der Patienten mit rAAA der Tod innerhalb von 2 Stunden nach Krankenhauseinweisung eintrat, womit mehrheitlich genügend Zeit für eine CTUntersuchung und die Erwägung einer endovaskulären Intervention verblieb. (Das mediane Intervall zwischen Krankenhauseinweisung und Tod betrug in dieser retrospektiven Serie 10 Stunden und 45 Minuten). Die World Society of Emergency Surgery (WSES) empfiehlt in ihrem Positionspapier (Pereira et al. 2015), bei geplanter endovaskulärer Versorgung entsprechend dem Protokoll von Mehta et al. (2006) vorzugehen. Bei stabilen Patienten (Blutdruck systolisch > 80 mm Hg) bedeutet dies die Durchführung einer Notfall-CTA. Hämodynamisch instabile Patienten (Blutdruck systolisch < 80 mm Hg) sollten sofort in den Operationssaal gebracht werden. Unter Bereitstellung eines Okklusionsballons für die supracoeliakale Aorta sollte dann eine DSA auf den Operationstisch erfolgen um zu entscheiden, ob der Aneurysmahals für einen endovaskulären Eingriff infrage kommt oder nicht. Meine Einsendung: Frage A 27/ B 74 ist ebenfalls nicht eindeutig zu beantworten. Sowohl Antwort C, als auch E sind als richtig anzuerkennen: Zu Antwort E passt, dass eine akute Aortendissektion definiert ist als </= 14 Tage aufgetreten, was im Fall mit seit ca. 3 Stunden bestehenden Schmerzen gegeben ist und, dass „ein Einriss […] es dem Blut [ermöglicht], vom aortalen Lumen in die Media zu penetrieren oder wenn eine Ruptur der Vasa vasorum eine Blutung innerhalb der Media verursacht.“ https://leitlinien.dgk.org/files/31_2014_pocket_leitlinien_aortenerkrankungen.pdf „Das akute thorakale Aortensyndrom 5.1 Definition und Klassifikation Akute Aortensyndrome (AAS) sind definiert als Notfallsituationen mit ähnlichen klinischen Charakteristika*. Sie treten auf, wenn entweder ein Einriss oder ein Ulcus es dem Blut ermöglichen, vom aortalen Lumen in die Media zu penetrieren oder wenn eine Ruptur der Vasa vasorum eine Blutung innerhalb der Media verursacht. In Abb. 12 werden die Stanford- und die DeBakey-Klassifikationen gezeigt. Die aktuellen Leitlinien nutzen die Stanford-Klassifikation, wenn nicht anders angegeben. Die häufigsten Merkmale von AAS zeigt Abb. 13. Die akute Aortendissektion (≤14 Tage) wird unterschieden von der subakuten (15-90 Tage) und der chronischen Form (>90 Tage).“ * klinische Charakteristika: „Akuter, tief lokalisierter ziehender oder klopfender Brust- oder abdomineller Schmerz, der sich Richtung Rücken, Gesäß, Leiste oder Beine ausbreiten kann und damit auf eine mögliche Aortendissektion oder ein anderes akutes aortales Syndrom aufmerksam macht. Am besten wird dieser Schmerz als „Gefühl einer Ruptur“ beschrieben.“ (Absatz 3.1 Klinischer Befund) „5.2 Die akute Aortendissektion (AAD) Die Aortendissektion ist definiert als eine Unterbrechung der Media, die durch eine intramurale Blutung ausgelöst wird. Dies führt zu einer Trennung der Aortenwandschichten und anschließender Entstehung eines wahren und eines falschen Lumens mit oder ohne Kommunikation. Diese Klassifikation fokussiert auf das Ausmaß der Dissektion und nicht auf die Lokalisation des Einrisses, der den Bluteintritt in die Media ermöglicht.“ Quelle: https://leitlinien.dgk.org/files/31_2014_pocket_leitlinien_aortenerkrankungen.pdf Laut Leitlinie ist somit Antwort E „akute Aortendissektion Stanford B“ als richtig anzusehen, bevor nicht weitere bildgebende Untersuchungen durchgeführt wurden. Im Fall ist zudem das Wandern des Schmerzes in die linke Leiste gegeben, das laut Tabelle 4 insbesondere bei der Stanford-B-Dissektion gegeben ist. | 2x auf jeden fall einreichen, gute Quelle +1 +1 +1 | |
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nicht eher 30? | 76 | Zu der Reihenfolge: es ist zwar so, dass die Intubation so spät wie möglich erfolgen soll, um ein Absinken des Blutdrucks zu verhindern -> deutet stark auf Antwort A hin. Laut Leitlinie sollte aber das Anlegen eines ZVKs parallel zur OP nach erfolgter Intubation erfolgen, daher wäre auch A falsch und somit keine der Antworten korrekt. BAA S3 - Leitlinie Endgültige Fassung 07.07.2018 (awmf.org) Punkt 10.5.3 “Die Narkoseeinleitung beim Patienten mit rupturiertem AAA soll im OP-Saal erfolgen und zwar erst nach dem Abwaschen, dem sterilen Abdecken und bei eingriffsbereitem Operateur am OP-Tisch. Eine invasive Blutdruckmessung sollte vor der Narkoseeinleitung angelegt werden, darf den OP-Beginn jedoch nicht verzögern. Ein zentralvenöser Zugang sollte erst nach der Narkoseeinleitung und parallel zum Beginn des operativen Eingriffs etabliert werden (Hope et al. 2016)” | habe das jetzt mal so eingereicht | 1x +1 |
40 | 7 | Meiner Meinung nach zwei Antworten richtig: Reflektorische Pupillenstarre: Die Retrobulbärneuritis ist gleichzeitig das häufigste Erstsymptom einer Multiplen Sklerose (Schlossmann et al. 1954; Kale 2016), die in der Folge zu einer reflektorischen Pupillenstarre führen kann (Lang 2019, S. 172; Grehn 2019, S. 236). Temporale Papillenabblassung: ,,Eine vollständige Restitution wird allerdings i.d.R. nicht erreicht; es verbleiben meist Minderungen im Farb- und Kontrastempfinden sowie ein gewisser Nervenfaserverlust, letzterer sowohl fundoskopisch in Form einer (meist temporalen) Papillenblässe als auch im SD-OCT erkennbar.” (AWMF) | https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/045-010l_S2e_Optikusneuritis_2018-04.pdf Schlossman, A. and C.C. Phillips, Optic neuritis in relation to demyelinating diseases; a clinical study. Am J Ophthalmol, 1954. 37(4): p. 487-94. Kale, N., Optic neuritis as an early sign of multiple sclerosis. Eye Brain, 2016. 8: p. 195-202. Lang G et al. (Hrsg.) (2019): Augenheilkunde. 6. Auflage. Stuttgart: Thieme. Grehn F (2019): Augenheilkunde. 32. Auflage. Berlin: Springer. | 1x |
5 | 52 | Zugabe Gestagen zu Östrogen im Rahmen der klimakterischen Hormontherapie ist immer indiziert bei nicht hysterektomierten Patientinnen, nur hysterektomierte Patientinnen sollen eine Monotherapie mit Östrogenen erhalten. In diesem Fall wären Antwort A (klimakterische Gelenk- und Muskelschmerzen, Libidoverlust) und E (intakter Uterus) richtig, weil beide wohl einen vorhandenen Uterus haben bzw. nicht erwähnt wird, dass bei A der Uterus raus ist. Quellen: Karow 2018 S. 1164 Leitlinie S. 104 https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/015-062l_S3_HT_Peri-Postmenopause-Diagnostik-Interventionen_2021-01.pdf | 1x eingereicht | |
52 | 19 | Gehören diese Versicherungsfragen nicht zur Sozialmedizin? Zum GKV gab es doch einen extra Kapitel,oder? ja bei Amboss betrifft alle Fragen zu dem ganzen Versicherungsquatsch… denke das ist für viele relevant weil z.B. A52/B19 laut medilearn nur 32,5% richtig haben ist das überhaupt im Gegenstandskatalog? Da wird nur folgendes aufgeführt: “individuelle, epidemiologische und sozialmedizinische Aspekte der Krankheitsentstehung und -verhütung, Öffentliche Gesundheitspflege/Public Health” und “medizinische Begutachtung. Rechtsfragen der ärztlichen Berufsausübung” Das umfasst doch nicht alles mögliche zu PKV, GKV und den Leistungen!? auch wenn man googlet umfasst public health nicht direkt das Versicherungszeugs…. Fürs M1 wird ganz klar im Gegenstandskatalog für Grundlagen der medizinischen Psychologie und Soziologie das ganze Zeug aufgeführt (u.a. Leistungskatalog der Krankenversicherung explizit genannt), bei uns nicht… Meinungen dazu? :-) Beispiel: Bitte umformulieren und auf die entsprechenden Fragen anwenden: kann man umformuliert auch auf die Pflege/sozialversicherung anwenden Bei Frage 63 wird die Beitragszusammensetzung und der Leistungskatalog der Privaten bzw. Gesetzlichen Krankenkasse abgefragt.
Dies ist aber nicht im aktuellen IMPP Gegenstandskatalog 2 gültig bis Herbst 21 enthalten; hier heißt es lediglich auf Seite 9: - Individuelle, epidemiologische und sozialmedizinische Aspekte der Krankheitsentstehung und -verhütung, Öffentliche Gesundheitspflege/Public Health. Da GKV und PKV Struktur und Organisation begrifflich zur Gesundheitsökonomie und nicht zur Öffentlichen Gesundheitspflege/ Public Health zählen, ist diese daher nicht enthalten und darf nicht im M2 F21 abgefragt werden.
Auch eine Notwendigkeit, unter besonderen Umständen nicht im GK enthaltene Themen abzufragen, kann in diesem Fall nicht gegeben sein, dass es sich hier um Beitragszahlungen und wirtschaftliche Überlegungen für die Einzelperson handelt und nicht etwa um Abrechnungssysteme der Kassenärzte, Landesverbänden und Krankenkassen. Kein Arzt muss einem Patienten eine Empfehlung in Bezug auf die Art seiner individuellen Versicherungsstrategie aussprechen.
Noch deutlicher wird dies bei Betrachtung des zukünftigen bereits veröffentlichten IMPP GK2 gültig erst ab F22. Hier wird unter D.6. „Professionelles Handeln“ explizit die Organisation der Sozialversicherung, GKV und PKV genannt und ist somit erst in diesem GK enthalten:
2.1.2. die Grundlagen der Organisation der Sozialversicherung und die Prinzipien der Vergütung ärztlicher Leistungen (GKV, PKV) sowie Organisationen der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung (GRV, GUV) im Zusammenhang mit der Rehabilitation im ambulanten und stationären Bereich erläutern.
Und auch der Begriff Public Health unter D.6 „Professionelles Handeln“ wird im zukünftigen GK daneben genauer erläutert:
2.2. Sie sind mit wichtigen ethischen Fragen von Public-Health-Maßnahmen vertraut. Sie können…. 2.2.1 wichtige ethische Aspekte bevölkerungsbezogener Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Krankheitsbekämpfung reflektieren.
Auch hier fällt die Struktur und Beitragsbemessung der GKV bzw. PKV demnach nicht unter den Begriff Public Health.
Fragen bezüglich Struktur und Beitragsbemessung der GKV bzw. PKV oder deren historischer Entstehungsgeschichte können, da sie noch nicht im IMPP GK gültig bis Herbst 21 aufgeführt sind, nicht abgefragt werden.
Zusätzlich ist anzumerken, dass nicht ohne Grund die Anwendung des zukünftigen GK verschoben wurde, um Nachteile wegen einer unzureichenden Vorbereitung und schwierigen Lehrsituation aufgrund der Corona Pandemie zu vermeiden, siehe Vorwort IMPP GK2 5. Auflage.
Siehe Zweites Vorwort IMPP GK2 gültig ab F22
„Wegen der Corona-Pandemie und der vom BMG erlassenen Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (ApprOÄAbwVO) sowie deren Auswirkungen auf die Studierenden im Hinblick auf den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2-Examen) wurde die Gültigkeit dieser 5. Auflage des GK 2 verschoben. Der vorliegende Gegenstandskatalog gilt erst ab Frühjahr 2022 und nicht schon ab Frühjahr 2021, wie im ersten Vorwort zu diesem GK am 29.11.2019, also vor Auftreten der Corona-Pandemie, veröffentlicht.“
„Diese größere Inhaltliche Änderungen „sollen frühestens ein Jahr nach Veröffentlichung eines aktualisierten GK, also frühestens im Frühjahr 2022 erstmals geprüft werden. Hierbei sollen sinnvolle und an vielen Fakultäten, sowie von uns als bvmd geforderte Themenbereiche wie z.B. Interprofessionalität, Führung und Management, Wissenschaftskompetenz (zusätzlich zu aktuellem Stand, s.u.) und Patientensicherheit berücksichtigt werden. Für die Examina 2021 gilt weiterhin die 4. Auflage des GK von 2013.“ (BVMD)
Quellen:
IMPP GK2 gültig bis H21 IMPP GK2 gültig ab F22 BVMD https://www.bvmd.de/unsere-arbeit/staatsexamen/ habe es auch eingereicht für alle Versicherungsfragen..darf gerne umformuliert werden und öfters eingereicht werden!! :-))) A49: Pflegeversicherung A50: Pflegeversicherung, Begutachtung A51: Kriterien für Begutachtung hinsichtlich Pflegebedürftigkeit A52: Spektrum der Leistungen im Rahmen einer Pflegeversicherung
Die Aufgabe umfasst die Pflegeversicherung, welche nicht als Element des Prüfungsstoffs im aktuell gültigen Gegenstandskatalog für den schriftlichen Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK2)genannt ist. Ebenso ist die Pflegeversicherung nicht in der aktuellen Approbationsordnung ÄApprO 2002 § 28 Anlage 15 als Teil der Prüfungsaufgaben definiert. Im aktuell gültigen Gegenstandskatalog IMPP-GK2 wird in diversen Vorwörtern (z.B. Vorwort zur dritten Auflage, Vorwort zur zweiten Auflage) aufgeführt, dass „Ergänzungen dazu dienen weitere Prüfungsgegenstände aus dem Spektrum des Prüfungsstoffes explizit zu machen, der in Anlage 15 der Approbationsordnung für Ärzte abstrakt-summarisch vorgegeben ist.“
Außerdem wird auf Ihrer Homepage folgendes aufgeführt: „Ein Gegenstandskatalog enthält die Prüfungsgegenstände, die im Vorfeld für einen bestimmten Fachbereich festgelegt wurden. Den Prüflingen wird dabei verdeutlicht, welche Kenntnisse in den schriftlichen Prüfungen erwartet werden. Bei der Erarbeitung der bundeseinheitlichen schriftlichen Prüfungen dienen die Gegenstandskataloge darüber hinaus als Richtschnur für die Auswahl prüfungsrelevanter Aufgabenthemen und die inhaltliche Zusammenstellung der Examina.“
Dementsprechend ist davon auszugehen, dass prüfungsrelevante Themen explizit im Gegenstandskatalog aufgeführt werden. Die Pflegeversicherung wird im aktuellen Gegenstandskatalog nicht aufgeführt und daher ist für die Prüfungsteilnehmer anzunehmen, dass diese nicht prüfungsrelevant ist und nicht als Kenntnis erwartet werden darf.
Im aktuell gültigen Gegenstandskatalog für das M2 F2021 ist lediglich auf S. 9 folgendes aufgeführt: „individuelle, epidemiologische und sozialmedizinische Aspekte der Krankheitsentstehung und -verhütung, Öffentliche Gesundheitspflege/Public Health“. Versicherungen (private Krankenversicherung (PKV), gesetzliche Krankenversicherung (GKV), Rentenversicherung) sind der Gesundheitsökonomie zuzuordnen und zählen nicht zur Öffentlichen Gesundheitspflege/Public Health. Um dies zu untermauern folgt nun die Definition von Public Health, die auf der Homepage des RKI abgerufen werden kann: „Es gibt verschiedene Definitionen für Public Health. Die am häufigsten verwendete stammt von Acheson und wurde von der WHO übernommen: "Public Health ist die Wissenschaft und die Praxis der Verhinderung von Krankheiten, Verlängerung des Lebens und Förderung der Gesundheit durch organisierte Anstrengungen der Gesellschaft" (Acheson 1988, WHO 2011). Zentrale Elemente sind der Doppelcharakter von Public Health als Wissenschaft und Praxis sowie das Ziel der Bevölkerungsgesundheit.“ Auch in dieser Definition stellen die Sozialversicherungsstrukturen inkl. PKV, GKV oder Pflegeversicherung keinen Bestandteil dar. Ebenso entsprechen die „Ziele, Aufgaben und Handlungsfelder von Public Health“, die das RKI definiert, nicht den Sozialversicherungsstrukturen.
Im aktuell gültigen „Gegenstandskatalog für den schriftlichen Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK1): Grundlagen der Medizinischen Psychologie und der Medizinischen Soziologie“ wird unter Punkt 3.2.2. „Rehabilitation, Selbsthilfe und Pflege“ folgendes als prüfungsrelevant aufgeführt: „Pflegeversicherung und Pflegeeinrichtungen (ambulante, stationäre Pflege, Hospiz), Beurteilung der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufen, Begutachtung); Pflegequalität“. Hier wird die Pflegeversicherung bzw. Pflegebedürftigkeit inkl. Begutachtung explizit erwähnt.
Da die Pflegeversicherung in einem andere Gegenstandskatalog (IMPP-GK1) explizit aufgeführt wird und im aktuell gültigen Gegenstandskatalog für das M2 nicht aufgeführt ist, ist für den Prüfling davon auszugehen, dass diese Inhalte für das M2 F2021 nicht prüfungsrelevant sind.
Des Weiteren wurde „die Gültigkeit dieser 5. Auflage des GK2 verschoben“ entsprechend zweites Vorwort zur fünften Auflage: „Wegen der Corona-Pandemie und der vom BMG erlassenen Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (ApprOÄAbwVO) sowie deren Auswirkungen auf die Studierenden im Hinblick auf den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2-Examen) wurde die Gültigkeit dieser 5. Auflage des GK 2 verschoben. Der vorliegende Gegenstandskatalog gilt erst ab Frühjahr 2022 und nicht schon ab Frühjahr 2021, wie im ersten Vorwort zu diesem GK am 29.11.2019, also vor Auftreten der Corona-Pandemie, veröffentlicht.“.
Auf Ihrer Homepage wurde dies nochmals bestätigt: „05. Verschiebung der Gültigkeit des neuen GK-2 vom 30.11.2019 auf das für das Frühjahr 2022 geplante M2-Examen. D.h. der im Frühjahr 2020 gültige GK-2 bleibt auch für die M2-Examina im Frühjahr 2021 und im Herbst 2021 unverändert bestehen. Somit wird es aufgrund der erlassenen ApprOÄAbwVO in Bezug auf die Einführung des neuen GK-2 zu keinen Nachteilen für die Teilnehmenden kommen. Die doppelte Verschiebung berücksichtigt, dass auch Studierenden, die ein Teilzeitvorgezogenes Praktisches Jahr absolvieren, keine Nachteileentstehen sollen.“.
Insgesamt ist daher eindeutig, dass keine Prüfungsinhalte abgeprüft werden dürfen, die nicht explizit im aktuell gültigen IMPP-GK2 aufgeführt sind und deshalb diese Aufgabe aus der Wertung genommen werden muss.
A62, A63, A64: PKV
Die Aufgabe umfasst die private Krankenversicherung (PKV), welche nicht als Element des Prüfungsstoffs im aktuell gültigen Gegenstandskatalog für den schriftlichen Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK2) genannt ist. Ebenso ist die „PKV“ nicht in der aktuellen Approbationsordnung ÄApprO 2002 § 28 Anlage 15 als Teil der Prüfungsaufgaben definiert. Im aktuell gültigen IMPP-GK2 wird in diversen Vorwörtern (z.B. Vorwort zur dritten Auflage, Vorwort zur zweiten Auflage) aufgeführt, dass „Ergänzungen dazu dienen weitere Prüfungsgegenstände aus dem Spektrum des Prüfungsstoffes explizit zu machen, der in Anlage 15 der Approbationsordnung für Ärzte abstrakt-summarisch vorgegeben ist.“ Dementsprechend ist davon auszugehen, dass prüfungsrelevante Themen explizit im Gegenstandskatalog aufgeführt werden.
Außerdem wird auf Ihrer Homepage folgendes aufgeführt: „Ein Gegenstandskatalog enthält die Prüfungsgegenstände, die im Vorfeld für einen bestimmten Fachbereich festgelegt wurden. Den Prüflingen wird dabei verdeutlicht, welche Kenntnisse in den schriftlichen Prüfungen erwartet werden. Bei der Erarbeitung der bundeseinheitlichen schriftlichen Prüfungen dienen die Gegenstandskataloge darüber hinaus als Richtschnur für die Auswahl prüfungsrelevanter Aufgabenthemen und die inhaltliche Zusammenstellung der Examina.“
Dementsprechend ist davon auszugehen, dass prüfungsrelevante Themen explizit im Gegenstandskatalog aufgeführt werden. Die PKV wird im aktuellen Gegenstandskatalog nicht aufgeführt und daher ist für die Prüfungsteilnehmer anzunehmen, dass diese nicht prüfungsrelevant ist und nicht als Kenntnis erwartet werden darf.
Im aktuell gültigen Gegenstandskatalog ist lediglich auf S. 9 folgendes aufgeführt: „individuelle, epidemiologische und sozialmedizinische Aspekte der Krankheitsentstehung und -verhütung, Öffentliche Gesundheitspflege/Public Health“. Versicherungen (private Krankenversicherung (PKV), gesetzliche Krankenversicherung (GKV), Rentenversicherung) sind der Gesundheitsökonomie zuzuordnen und zählen nicht zur Öffentlichen Gesundheitspflege/Public Health. Um dies zu untermauern folgt nun die Definition von Public Health, die auf der Homepage des RKI abgerufen werden kann: „Es gibt verschiedene Definitionen für Public Health. Die am häufigsten verwendete stammt von Acheson und wurde von der WHO übernommen: "Public Health ist die Wissenschaft und die Praxis der Verhinderung von Krankheiten, Verlängerung des Lebens und Förderung der Gesundheit durch organisierte Anstrengungen der Gesellschaft" (Acheson 1988, WHO 2011). Zentrale Elemente sind der Doppelcharakter von Public Health als Wissenschaft und Praxis sowie das Ziel der Bevölkerungsgesundheit.“ Auch in dieser Definition stellen die Sozialversicherungsstrukturen inkl. PKV, GKV oder Pflegeversicherung keinen Bestandteil dar. Ebenso entsprechen die „Ziele, Aufgaben und Handlungsfelder von Public Health“, die das RKI definiert, nicht den Sozialversicherungsstrukturen.
Im Gegensatz zum aktuell gültigen Gegenstandskatalog wird im überarbeiteten Gegenstandskatalog für den schriftlichen Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK2), der ab Frühjahr 2022 gültig sein wird, die PKV ebenso wie die GKV explizit unter Punkt 2.1.2 aufgeführt: „die Grundlagen der Organisation der Sozialversicherung und die Prinzipien der Vergütung ärztlicher Leistungen (GKV, PKV) sowie Organisationen der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung (GRV, GUV) im Zusammenhang mit der Rehabilitation im ambulanten und stationären Bereich erläutern.“ Hierbei ist eindeutig, dass die PKV und GKV prüfungsrelevante Inhalte darstellen.
Ebenso wird im aktuell gültigen „Gegenstandskatalog für den schriftlichen Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK1): Grundlagen der Medizinischen Psychologie und der Medizinischen Soziologie“ unter Punkt 2.5.2 „Bedarf und Nachfrage“ der „Leistungskatalog der Krankenversicherung“ explizit als prüfungsrelevant aufgelistet.
Da in anderen Gegenstandskatalogen (IMPP-GK1, IMPP-GK2 ab Frühjahr 2022) die PKV und GKV bzw. deren Inhalte explizit erwähnt werden und im aktuell gültigen Gegenstandskatalog für das M2 nicht aufgeführt sind, ist für den Prüfling davon auszugehen, dass diese Inhalte für das M2 F2021 nicht prüfungsrelevant sind.
Des Weiteren wurde „die Gültigkeit dieser 5. Auflage des GK2 verschoben“ entsprechend zweites Vorwort zur fünften Auflage: „Wegen der Corona-Pandemie und der vom BMG erlassenen Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite (ApprOÄAbwVO) sowie deren Auswirkungen auf die Studierenden im Hinblick auf den Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (M2-Examen) wurde die Gültigkeit dieser 5. Auflage des GK 2 verschoben. Der vorliegende Gegenstandskatalog gilt erst ab Frühjahr 2022 und nicht schon ab Frühjahr 2021, wie im ersten Vorwort zu diesem GK am 29.11.2019, also vor Auftreten der Corona-Pandemie, veröffentlicht.“.
Auf Ihrer Homepage wurde dies nochmals bestätigt: „05. Verschiebung der Gültigkeit des neuen GK-2 vom 30.11.2019 auf das für das Frühjahr 2022 geplante M2-Examen. D.h. der im Frühjahr 2020 gültige GK-2 bleibt auch für die M2-Examina im Frühjahr 2021 und im Herbst 2021 unverändert bestehen. Somit wird es aufgrund der erlassenen ApprOÄAbwVO in Bezug auf die Einführung des neuen GK-2 zu keinen Nachteilen für die Teilnehmenden kommen. Die doppelte Verschiebung berücksichtigt, dass auch Studierenden, die ein Teilzeit vorgezogenes Praktisches Jahr absolvieren, keine Nachteile entstehen sollen.“.
Insgesamt ist eindeutig, dass die PKV nicht im aktuellen IMPP-GK2 aufgeführt ist und daher für das aktuelle M2 F2021 nicht prüfungsrelevant ist. Dementsprechend darf die PKV nicht geprüft werden und diese Aufgabe muss aus der Wertung genommen werden.
Quellen: IMPP, Gegenstandskatalog für den schriftlichen Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK2) 5. Auflage, gültig ab Frühjahr 2022 IMPP, Gegenstandskatalog für den schriftlichen Teil des Zweiten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK2), 4. Auflage 2013, gültig bis inkl. Herbst 2021 IMPP, Gegenstandskataloge für den schriftlichen Teil des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung (IMPP-GK1): Grundlagen der Medizinischen Psychologie und der Medizinischen Soziologie IMPP, 16.11.2020: Umsetzung des Aktionsplans https://www.impp.de/informationen/presse/presseerklärungen/bestehensregel-2020.html IMPP, Gegenstandskataloge https://www.impp.de/pruefungen/allgemein/gegenstandskataloge.html RKI, Das RKI als nationales Public-Health-Institut, https://www.rki.de/DE/Content/Institut/Public_Health/Beitrag_Jubilaeumsbuch.html;jsessionid=100FFA065D9AFB37702D74B892D8F628.internet052#doc8449980bodyText1Approbationsordnung für Ärzte: https://www.gesetze-im-internet.de/_appro_2002/BJNR240500002.html
Habe noch etwas gefunden: Das RKI bezeichnet sich selbst als “Public Health Institut” RKI macht keine PKV, GKV etc sondern Seuchen, Epizeug ERGO Public Health beinhaltet nicht die Sozialversicherungsstrukturen!!!! https://www.rki.de/DE/Content/Institut/Public_Health/Beitrag_Jubilaeumsbuch.html;jsessionid=100FFA065D9AFB37702D74B892D8F628.internet052#doc8449980bodyText1 Das ist wirklich interessant, könnte man mal genauer angucken. Es gibt ja auch schon den neuen gegenstandskatalog gültig erst ab Frühjahr 2022, wenn es da drin steht aber im alten (gültig bis inkl. Herbst 2021) nicht, könnte man das argumentieren. zusätzlich--> siehe vorwort GK neu. nicht ohne grund (corona,lehre,vorbereitung) wurde “die gültigkeit verschoben, so dass der neue gk erst ab frühjahr zur anwendung kommt” -> Ich würde so argumentieren, dass dies (einzeln die Themen auflisten) in unserem Gegenstandskatalog (Gültigkeit bis inkl. Herbst 2021) nicht drin steht bzw. behandelt wird und diese nicht gefragt werden kann. also im neuen ist das tatsächlich drin unter 6 professionelles handeln 2.1.2 : die Grundlagen der Organisation der Sozialversicherung und die Prinzipien der Vergütung ärztlicher Leistungen (GKV, PKV) sowie Organisationen der gesetzlichen Renten- und Unfallversicherung (GRV, GUV) im Zusammenhang mit der Rehabilitation im ambulanten und stationären Bereich erläutern.
und public health ist dort auch definiert direkt im nachfolgenden punkt und umfasst dort: wichtige ethische Aspekte bevölkerungsbezogener Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, Prävention und Krankheitsbekämpfung reflektieren. also ist das was anderes als das versicherungszeug und somit in unserem gegenstandskatalog eigentlich nicht drin. bitte mit anfechten! :-) werde es auch machen Man könnte argumentieren, dass gkv pkv begrifflich eher zur Gesundheitsökonomie zu zählen ist und nicht zur Öffentlichen Gesundheitspflege bzw. Public Health. Auf jeden Fall ist es nicht explizit im GK aufgeführt.
| Bitte anfechten, im Gegenstandskatalog werden diese Punkte auch nicht mit inbegriffen 1x für 49,52,63 1x für A49, A50, A51, A52, A62, A63, A64 1x A62 1x 49/16 1x 62/29 1x 52/19 1x 49-52 1x A62-64 | |
92 | 81 | Choledocholithiasis : laut Amboss kann man auch ein CT Abdomen machen? Die Frage war nach der “am besten geeignetsten Methode zum Ausschluss oder Nachweis einer Choledocholithiasis”. Sowohl Sono als auch CT sind schnell gemacht, das Sono hat natürlich den Vorteil der Verfügbarkeit und Strahlenfreiheit, aber präziser ist sicherlich das CT… Zudem wurde in der Aufgabenstellung beschrieben, dass sonografisch bereits Gallenblasenkonkremente nachgewiesen wurden. Stellungnahme in der AWMF Leitlinie zur Prävention, Diagnostik und Behandlung von Gallensteinen bzw spezifisch zur akuten Pankreatitis (s.u.). Hier werden CT “und/ oder” Sono empfohlen, um eine biliäre Genese der akuten Pankreatitis abzuklären → hier müssen beide Antwortmöglichkeiten gelten sofern eine Kontrastmittelunterstützte Abdomensonografie hier Sinn macht... “Die Ätiologie der akuten Pankreatitis kann in der Mehrheit der Fälle geklärt werden. Gallengangsteine und Alkoholabusus sind die häufigsten Ursachen, in einigen epidemiologischen Studien wird aber über einen hohen, tendenziell abnehmenden Anteil an idiopathischer Pankreatitis berichtet [361, 362, 364]. Die relative Häufigkeit ätiologisch unklarer Pankreatitiden hängt von der Intensität der primären Diagnostik ab. Nach primärer klinischanamnestischer, laborchemischer (Leberfunktionsparameter, Serumkalzium, Triglyzeride) und bildgebender (Abdomensonografie und/oder Computertomografie) Diagnostik bleiben etwa 10 – 30 % aller akuten Pankreatitisfälle ätiologisch unklar. Rezidive sind bei Patienten mit ätiologisch unklarer Pankreatitis häufig (20 – 50 %) und gehen mit einer relevanten Letalität einher [406 – 409].” “Bei Patienten mit akuter Pankreatitis, bei denen in der primären Bildgebung Gallengangsteine nachgewiesen werden (im Fall waren per Sono Konkremente nachgewiesen worden, weiß nicht, ob das mit Gallengangssteinen synonym ist) oder komplizierend ein Gallengangverschluss oder eine Cholangitis vorliegen, soll primär eine ERC mit therapeutischer Zielstellung erfolgen (Endosonographie ist safe raus, da Konkremente nachgewiesen wurden). In allen anderen Fällen sollen primär eine Endosonografie oder eine MRCP durchgeführt werden, um die Indikation zur ERC zu klären (selektive ERC-Strategie) (A, II, starker Konsens, NKLM).” Was gibts denn besseres als CT um sowas nachzuweisen? Nicht die gesündeste Methode, aber wenn was ist, dann sollte mans im CT sehen. “am besten geeignet” um es nachzuweisen/auszuschließen.(also bisschen undeutlich die Frage: sucht man hier das Diagnostikum mit der höchsten Sensitivität und Spezifität oder das was eine ausreichend hohe Sens. + Spez. hat und wenig Strahlenbelastung hat?) Wie wollen wir es anfechten/konkreter Vorwurf? | 1x Wurde die Frage schon eingereicht??? Ich hatte CT Abdomen genommen und denke das müsste doch eig auch korrekt sein? Wie ist das mit dem Kontrastmittel-Sono?Bei einem Verein wie dem IMPP, derjedes Wenn und Aber auf die Goldwaage legt, kann das doch als Falschantwort nicht angezweifelt werden, oder weiß hier jemand, dass man bei V.a. Choledocholithiasis ausgerechnet KM verwendet? https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/021-008l_S3__Gallensteine-Diagnostik-Therapie_2018-08.pdf | |
88 | 104 | Warum nicht Arthritis urica? Gibts bei ner Pseudogicht auch ne erhöhte Harnsäure? man sieht auf dem Röntgenbild so eine röntgendichte Struktur im Gelenkspalt, vergleich das mal mit dem Bild auf Amboss für Pseudogicht, das ähnelt sich stark … die Harnsäure scheint leider nur ein Ablenkmanöver zu sein. Nicht jede erhöhte Harnsäure macht direkt einen Gichtanfall | frage schon weiter oben. Eher anzufechten wegen der “schwach doppelbrechenden Kristalle” eine klare Unterscheidung gemäß quelle ist nur im Mikroskop anhand der positiv oder negativ doppelbrechenden Kristalle möglich |
103 | 92 | inhaltlich und formelle Beanstandung Die Frage wurde zweideutig formuliert. Es ist kein eindeutiger Zusammenhang zum vorher geschilderten Fall erkennbar. Ich habe die Frage als allgemeine Frage zum psychopathologischen Befund aufgefasst. Antwort C ist somit auch richtig, da Akoasmen im AMDP-Bogen unter Sinnestäuschungen auch als andere akustische Halluzinationen (Akoasmen) aufgeführt sind und auch zur Befunderhebung gehören. Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Psychiatrie (AMDP) (Hrsg.): Das AMDP-System: Manual zur Dokumentation psychiatrischer Befunde. Hogrefe 2018, ISBN: 978-3-801-72885-4. | 1x eingereicht +2 |
35 | 2 | Keine Antwort bei Frage A 35 / B 2 ist zutreffend: A: Autismus ist keine nachgewiesene unerwünschte Wirkung der Masernimpfung: „Es besteht keine Assoziation zwischen der Impfung und dem Auftreten eines Morbus Crohn, einer Colitis ulcerosa, von Autismus oder einer Subakuten Sklerosierenden Panenzephalitis (SSPE).“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Masern.html;jsessionid=7852C3468012CE55E263C12A83D41AEF.internet051#doc2374536bodyText12 B: „Nach Angaben der WHO liegt in entwickelten Ländern die Letalität der Masernerkrankung zwischen 0,01% und 0,1%.“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Masern.html C: „Die Masernvirusinfektion bedingt eine transitorische Immunschwäche, die Monate bis möglicherweise Jahre andauern kann. In dieser Zeit besteht eine erhöhte Empfänglichkeit für nachfolgende Infektionen. Häufig werden im Zusammenhang mit den Masern bakterielle Superinfektionen, wie eine Otitis media, Bronchitis und Pneumonie sowie Diarrhöen beobachtet. Eine besonders schwerwiegende Komplikation ist die akute postinfektiöse Enzephalitis, zu der es in etwa 1 von 1000 Fällen kommt. Sie tritt etwa 4-7 Tage nach Beginn des Exanthems mit Kopfschmerzen, Fieber und Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma auf. Bei etwa 10-20% der Betroffenen endet sie tödlich, bei etwa 20-30% muss mit Residualschäden des Zentralen Nervensystems (ZNS) gerechnet werden.“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Masern.html#:~:text=Häufig%20werden%20im%20Zusammenhang%20mit,1%20von%201000%20Fällen%20kommt. Es treten also häufig Komplikationen im Sinner von Superinfektionen auf. Da die Formulierung das Wort „Komplikationen“ hier nicht weiter definiert, ist davon auszugehen, dass auch häufige bakterielle Superinfektionen miteingehen. D: Es treten nicht bei allen geimpften Kindern Impfmasern auf: „Ein Exanthem kann bei etwa 5% der Geimpften in der zweiten Woche nach der Impfung auftreten. Hierbei handelt es sich um eine milde, selbstlimitierende Symptomatik, die nicht ansteckend ist und 1 bis 3 Tage andauert. Das Auftreten von Fieber und einem Exanthem kann zu einer Verwechslung mit einer Wildviruserkrankung führen, insbesondere nach Riegelungsimpfungen.“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Masern.html;jsessionid=7852C3468012CE55E263C12A83D41AEF.internet051#doc2374536bodyText12 E: Es ist keine Meldung an das Gesundheitsamt erforderlich bei Ablehnung der Impfung, sondern ein Vorliegen der Erkrankung, Tod und die subakute sklerosierende Panenzephalitits sind zu melden. „Ärzte haben dem Gesundheitsamt den Krankheitsverdacht, die Erkrankung an Masern sowie den Tod durch Masern namentlich zu melden (§ 6 Abs. 1 Satz Nr. 1 Buchstabe i, § 8 Abs. 1 Nr. 1 IfSG). Dem Gesundheitsamt ist ebenfalls zu melden, wenn Personen an einer Subakuten Sklerosierenden Panenzephalitis infolge einer Maserninfektion erkranken oder versterben (§ 6 Abs. 2 IfSG).“ | 1x +1 |
Tag 3
Frage (Nummer) | Kritikpunkt / Argumentation | Literatur / Quellen, Links | Eingereicht ja / nein | |
A | B | |||
56 | 31 | Zwei Antwortmöglichkeiten richtig, je nachdem, welche Mitarbeiter gemeint sind: Argument für C: “Mittel der Wahl [...] ist Rifampicin. [...] Erwachsene erhalten 2 x 600 mg/Tag für 2 Tage. Für Erwachsene ist alternativ Ciprofloxacin (einmalige Dosis 500 mg p.o.) für die Chemoprophylaxe zugelassen.” (RKI) Argumente für E: Aus dem RKI Ratgeber geht ebenfalls hervor, dass lediglich medizinisches Personal, welches folgende Tätigkeiten am Patienten ausgeübt hat, auch eine PEP erhalten soll: “Nach den Empfehlungen der STIKO sind enge Kontaktpersonen:
Ja, der Patient wurde intubiert. Aber in der Fragestellung geht es um “ihre Mitarbeiter”. Ich gehe schwer davon aus, dass nicht alle den Patienten ein Mal intubiert haben ;) Ohne das Wissen, welchen Kontakt die Mitarbeiter zu dem Patienten hatten, von denen man laut Aufgabenstellung gefragt wird, ist eine Beantwortung der Frage nicht möglich. ,,Mitarbeiter“ kann in diesem Fall Ärzte und Pfleger, die bei der Intubation mit anwesend waren (oder sonstigen engen Kontakt zum Patieten hatten) umfassen, sowie auch eine medizinisch-technische Radiologieassistentin, die die meiste Zeit im Steuerraum war und nur kurz Kontakt zum bereits intubierten Patienten hatte. Hier fehlen eindeutig Angaben zum Verhalten der Mitarbeiter die ich in einem Gespräch erfragen würde und weshalb je nach Verhalten 2 Antworten in Frage kommen. Waren die Mitarbeiter durch konsequentes Tragen von Mundschutz und anderer Schutzkleidung geschützt? Gerade in Zeiten von Corona darf man ja im Krankenhaus zum großen Teil ohne FFP2 gar nicht arbeiten und bei der Narkoseeinleitung wird oft nochmal ein Visier zusätzlich getragen! Auf jeden Fall muss die Patientin sofort isoliert werden, aber eine PEP mit Ciprofloxacin Einzeldosis erfolgt nur bei wenn die Mitarbeiter nicht ausreichend geschützt waren, was ich pauschal nicht weiß. Wenn Sie geschützt waren, dann erfolgt keine PEP! | 7x +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 | |
Fall 3 | 7,8,9,10 | MSSa unklarer Fokus: es gibt einen Formfehler (der keine Konsequenz mMn hat aber vielleicht kann da jemand eine Begründung draus basteln): bei den Laborwerten ist die apTT von 35s als erhöht angegeben, der Referenzbereich sind jedoch 25,9-36,6s (steht daneben) sodass diese Erhöhung nicht mit dem Referenzbereich übereinstimmt. vielleicht hilft das bei der Frage mit den BKs auch? | wurde es schon eingereicht? | |
34 | 9 | wenn ich den Fall richtig verstanden habe, reagiert der Erreger auf Aminopenicillin+b-Laktam, dann geben wir Flucloxacillin und das funktioniert nicht mehr, sie fiebert wieder auf. Die Frau ist 77 und hatte schon unter diesem Erreger einen Schoßkinder entwickelt vor wenigen Tagen. Ich hätte vermutet, dass der Erreger unter Therapie eine Resistenz entwickelt hat (kann MSSA gut machen wenn ich mich richtig erinnere) und deswegen schlägt es nicht an. Würden wir dann nicht zB Vanco geben (ja, vorher ggf. Blutkulturen abnehmen), aber da wären doch beide Antworten gut vertretbar? BKs und dann ein paar Tage warten finde ich keine gute Lösung, in Kombi mit einem Antibiotikum auf jeden Fall, aber so erschien mir das schon irgendwie falsch.. Was sagt ihr? Es haben ja fast 40% ebenfalls A genommen, vielleicht können wir da ein paar Argumente sammeln? Meiner Meinung nach hätten Kontrollblutkulturen in diesem Fall keinerlei Konsequenz. Es wurde in 6 von 8 Flaschen MSSA nachgewiesen. MSSA als Erreger steht also schon mal fest. Nun gibt man Flucloxacillin, was nicht wirkt. Der MSSA hat offenbar eine Resistenz entwickelt. Würde man jetzt eine Kontrollblutkultur machen, dann würde man wieder auf MSSA stoßen. Es hat sich gemäß Frage ja nichts an den Umständen seit der vorangehenden Frage geändert. Allerdings scheint der MSSA (nun) wohl resistent zu sein. Die Konsequenz ist in jedem Fall die Eskalation der Therapie auf ein Antibiotikum, das einen Flucloxacillin-resistenten MSSA umfasst → Glykopeptid! Ob man das nun klinisch entscheidet oder per Blutkultur bestätigt, die Therapie muss eskaliert werden. Also kann man den unnötigen Zwischenschritt auch einfach weglassen. vor allem wenn wir immer lernen dass oft dann nichts mehr wächst in der BK weil man ja schon antibiose gegeben hat. Ich hab da ewig über A oder B nachgedacht und mir gedacht, ne, wird eh nichts wachsen. Wenn das Antibiotikum nicht gewirkt hat, ist das Bakterium auch weiterhin in der Blutkultur nachzuweisen, trotz bisheriger Antibiose. Ich hab Kontrollblutkulturen genommen, wenn man die Antibiose umstellt sollte man doch davor neue BKs abnehmen um ne neue Resistenztestung anzusetzen, oder? Allerdings würde ich auch nicht tagelang aufs Ergebnis warten sondern direkt nach der neuen BK-Entnahme die Antibiose umstellen, und dann im Verlauf ggf. nochmal anpassen falls ne Resistenz auch gegen Glykopeptide besteht. Für mich ist die Frage nicht eindeutig zu beantworten. Weiterer Punkt, Diagnostik sollte die Therapie nicht verzögern und BKs müssen ja nun auch erstmal ein bisschen wachsen. | https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/082-006l_S2k_Parenterale_Antibiotika_2019-08.pdf -Antibiogramm zeigt Wirksamkeit an, Therapie versagt jedoch:
Staphylococcus aureus, Methicillin (Cefoxitin/Oxacillin)- sensibel (MSSA): Bei Allergie gegen Beta-Lactam-Antibiotika vorzugsweise Clindamycin, alternativ Linezolid, Daptomycin oder Vancomycin (Zulassungsbegrenzungen beachten) Zur MRSA-Therapie finden Glykopeptide sowie – je nach Zulassung und Indikation – Linezolid, Daptomycin, Tigecyclin und Ceftobiprolmedocaril bzw. Ceftarolinfosamil Einsatz https://wmm.pic-mediaserver.de/z202002/pdf/Downloads/Handlungsempfehlung_SAB.pdf Diagnostik: -bereits bei einmaligem Nachweis von S. aureus (MSSA oder MRSA) in der Blutkultur gilt die Diagnose einer Blutstrominfektion als gesichert. Als Konsequenz muss unverzüglich mit der Suche nach einem Infektionsfokus begonnen werden. -nach Therapiebeginn sind alle 2 bis spätestens 4 Tage Folgeblutkulturen bis zum Nachweis der Sterilität abzunehmen. Mit diesen Folgeblutkulturen kann ein Therapieversagen frühzeitig erkannt und eine Einstufung des Schweregrades vorgenommen werden. Die vorgegebene Therapiedauer beginnt mit der ersten negativen Folgeblutkultur. https://www.aerzteblatt.de/archiv/175621/Klug-entscheiden-in-der-Infektiologie ,,Zur Verbesserung der Prognose sind verschiedene Strategien im Management gut etabliert. Hierzu gehören die Abnahme von Kontrollblutkulturen zur Dokumentation des Therapieerfolges beziehungsweise zur Feststellung eines komplizierten Verlaufes, die rasche Fokussuche (zum Beispiel Endokarditis) und -sanierung (zum Beispiel rasche Katheterentfernung, Abszessdrainage) sowie die adäquate Antibiotika-Therapie (Schmalspektrum β-Laktam-Antibiotika wie Cefazolin oder Flucloxacillin für Methicillin suszeptiblen S. aureus, MSSA; Minimum 14 Tage i.-v.-Therapie)” | ja (1 mal) +1 +1 +1 +1 +1 Bitte noch mehr! |
50 | 25 | Meine Argumentation zur Therapie-Frage bei der limbischen Enzephalitis war Folgende: Bei dieser Frage gibt es zwei korrekte Lösungen: A und D. In der Therapie der limbischen Enzephalitis werden sowohl Glukokortikoide als auch intravenös verabreichte Immunglobuline eingesetzt (Tüzün und Dalmau 2007). Intravenöse Immunglobuline werden dabei genauso wie die Gabe von Glukokortikoiden als First-Line-Therapie der limbischen Enzephalitis eingestuft (Nosadini et al. 2015). Beide Maßnahmen gehören somit zur Therapie der ersten Wahl. Des Weiteren werden häufig auch Kombinationstherapien angewendet, wobei unter den Erstlinienimmuntherapien keine klare Präferenz für eine der Therapievarianten besteht: „The increasing evidence that PLE is immune mediated has prompted the use of immune therapies. There are no reports that indicate which kind of immune therapy should be used. Patients are usually treated with one or more of the following: intravenous immunoglobulin, plasma exchange or steroids“ (Vedeler et al. 2006). Bei einer Limbischen Enzephalitis mit LGI-1-AK heißt es laut Leitlinie (Leitlinie ist aktuell abgelaufen, eine neue Leitlinie, die die LE aufgreift kommt aber erst im Mai diesen Jahres heraus): “Eine frühzeitige Immuntherapie mit Steroiden, eventuell ergänzt durch i. v. Immunglobuline (IVIG) oder Plasmapherese/Immunadsorption beschleunigt den Heilungsverlauf vermutlich und verbepssert möglicherweise auch das Therapieergebnis.” Das klingt meiner Einschätzung nach als seien 2 Antworten als richtig einzustufen.
das Ding ist als 31.1 kodiert. und das ist im Gegenstandskatalog aufgeführt. G30-G32 ist drinne. Schade. Das dürfte wohl kaum die passende Ziffer sein. G31.1: “Senile Degeneration des Gehirns, andernorts nicht klassifiziert”. Die Patientin ist 44 Jahre alt, also nicht sonderlich senil. limbische Enzephalitis eigentlich alle Fragen: die limbische Enzephalitis ist im ICD-10 mit G13.1 kodiert wenn sie im Rahmen von neoplastischen Erkrankungen auftritt (tut sie in 60%). G13.1 ist aber nicht Bestandteil des Lernzielkatalogs des IMPP.https://www.impp.de/pruefungen/allgemein/gegenstandskataloge.html Kennt sich jemand genauer aus und kann ggf die allgemeine ICD-10 Diagnose für limbische Enzephalitis angeben? auf Orphanet ist es mit G04.8 (sonstige enzephalitiden) gekennzeichnet G13.1 sollte die richtige ICD-10-Ziffer für die limbische Enzephalitis sein. Die Beschreibung passt und zusätzlich wird die paraneoplastische limbische Enzephalitis von dieser Ziffer abgedeckt. G13.1 deckt aber nicht nur die paraneoplastische Form ab sondern auch die normale Form. Und G13.1 ist kein Teil des gültigen IMPP-Gegenstandskatalogs. fällt das nicht unter G00-G09 Entzündliche Krankheiten des ZNS (zB. Meningitis, Enzephalitis)? https://www.impp.de/pruefungen/allgemein/gegenstandskataloge.html -> das limbische Enzephalitis wird extra nochmal mit dem Code G.13.1 aufgeführt, und G13.1 ist nicht Bestandteil des Lernzielkatalogs des IMPP (ich würde das auf jeden Fall anfechten, zumal es 5 Fragen dazu gab!) würde sie aber so oder so anmerken, da die klinische relevanz der von lepra schon nahe kommt… außer man ist Fachärztin für Neurologie https://www.aerzteblatt.de/archiv/201062/Autoantikoerper-vermittelte-Enzephalitiden 1:100000 für alle Enzephalitiden zusammen… Wenn diese 6 Fragen plus die Leprafragen rausfallen, wäre das schon echt gut ! *** ich habe ziemlich ausführlich argumentiert, dass eine Enzephalitis im limbischen System (lokalisation 1), die epileptische Anfälle in Gesicht und Arm (= Lokalisation 2, Frontallappen) mit nachweisbarer FLAIR im Temporallappen (=Lokalisation 3) mal ganz unabhängig von allen oben genannten Argumenten (hab ich auch genannt) einen doch stutzig machen und nicht überzeugen das anzukreuzen. Das ist nicht mal für eine limbische Enzephalitis typisch. Zudem fehlen die für Enzephalitis richtungsweisenden Symptome wie: Lichtscheuheit, hohes, plötzliches Fieber oder relativ häufig zusätzlichen Kopfschmerzen (bei zusätzlicher Beteiligung der Meningen). Bei Gleichzeitiger Betonung der Demenziellen Symptomatik und enorm seltenen Differentialdiagnosen, die ein Ausschluss-Vorgehen unmöglich machen, ist das alles mehr als nur irreführend. Respekt und danke von mir und im Namen aller Mediziner :D! Danke für deine Arbeit! DANKE! | https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-120l_S1_Immunvermittelte_Erkrankungen_graue_ZNS_Substanz_2012_abgelaufen.pdf Nosadini, Margherita; Mohammad, Shekeeb S.; Ramanathan, Sudarshini; Brilot, Fabienne; Dale, Russell C. (2015): Immune therapy in autoimmune encephalitis: a systematic review. In: Expert review of neurotherapeutics 15 (12), S. 1391–1419. DOI: 10.1586/14737175.2015.1115720. Tüzün, Erdem; Dalmau, Josep (2007): Limbic encephalitis and variants: classification, diagnosis and treatment. In: The neurologist 13 (5), S. 261–271. DOI: 10.1097/NRL.0b013e31813e34a5. Vedeler, C. A.; Antoine, J. C.; Giometto, B.; Graus, F.; Grisold, W.; Hart, I. K. et al. (2006): Management of paraneoplastic neurological syndromes: report of an EFNS Task Force. In: European journal of neurology 13 (7), S. 682–690. DOI: 10.1111/j.1468-1331.2006.01266.x. | 7x dass es nicht im Gegenstandskatalog ist +1 (Doch ist es leider: in der DGN ist es als G31.1 aufgelistet und G30-32 ist im Gegenstandskatalog drinne) Ziemlich sicher G13.1 und nicht G31.1. G31.1 sind senile Formen, die Patientin ist aber erst 44. Eingereicht. Reicht ihr das 5mal ein, für jede Frage einmal oder nur Frage 47 mit Vermerk, dass der ganze Fall gemeint ist? Wir sollten jede Frage einzeln einreichen, nicht dass sich das IMPP im Nachhinein in irgendwelche bürokratischen Ausreden flüchtet. Wer so ein Examen stellt, dem ist leider alles zuzutrauen. +1x je 48-51 +1x je 48-51 *mit Begründung *** +1x je 48-51 +1 (48-51) +1 (48) +1 (48-51) +1 (50) +1 (48-51) mit Begründung Gegenstandskatalog |
51 | 26 | Ebenfalls aus der Leitlinie: “Nicht allgemein akzeptierte oder in ihrer Spezifität begrenzte Autoantikörper. Dies sind solche gegen α-Enolase, gegen die isolierte, mittels Immunoblot getestete NMDAR-Untereinheit GluR-ε2 (NR2B) oder gegen Basalganglien. Die mit Immunoassays nachzuweisenden Antikörper gegen die Schilddrüsen-Antigene Thyreoidea-Peroxidase (TPO- Antikörper oder mikrosomale Antikörper, MAK) und Thyreoglobulin (Tg-Antikörper oder TAK) sind nicht spezifisch für immunvermittelte ZNS-Erkrankungen, denn sie kommen auch bei nicht neurologischen Erkrankungen – insbesondere der Hashimoto-Thyreoiditis – und bei > 10 % gesunder Menschen vor (Hollowell et al. 2002, Zöphel et al. 2003). Sie definieren aber bei Vorliegen einer Reihe klinischer Kriterien und bei Ausschluss der oben aufgeführten Antikörper ein potenzielles Steroid-responsives Syndrom, die Hashimoto-Enzephalopathie (s. u.). MAK-AK sind demnach schon zu erwarten, jedoch unspezifisch für die Erkrankung. Zudem gibt es auch brachiofaziale dystone Anfälle mit nachweisbaren VGKC Komplexen ohne nachweisbare LGI-1-AK. | Argumentation Gegenstandskatalog: https://dgn.org/wp-content/uploads/2020/05/Kodierleitfaden_Neurologie_2020_final.pdf. Kodierleitfaden 2021 Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Limbische Enzephalitis = G13.1) → IST LEIDER so im Gegenstandskatalog zu finden als G30-32 “sonstige Neurologische Blablabla” → ist nicht dasselbe wie G13.1 -> Anfechten! ____________ 1. Buxbaum, S., Geers, M., Gross, G. et al. Epidemiology of herpes simplex virus types 1 and 2 in Germany: what has changed?. Med Microbiol Immunol 192, 177–181 (2003). https://doi.org/10.1007/s00430-003-0183-0 2. Hellenbrand, W., Thierfelder, W., Müller-Pebody, B. et al. Seroprevalence of herpes simplex virus type 1 (HSV-1) and type 2 (HSV-2) in former East and West Germany, 1997–1998. Eur J Clin Microbiol Infect Dis 24, 131–135 (2005). https://doi.org/10.1007/s10096-005-1286-x weitere: Pebody RG, Andrews N, Brown D, et al. The seroepidemiology of herpes simplex virus type 1 and 2 in Europe. Sex Transm Infect. 2004;80(3):185-191. doi:10.1136/sti.2003.005850 | das HSV-Dilemma habe ich ebenfalls mit weiterer Quelle eingereicht (dort für Frauen > 40J Seroprävalenz von >90%) +1 +1 |
20 | 83 | Man kann argumentieren, dass keine Antwort richtig ist: Bei chronischen Wunden, so wie es sich aus der Fallbeschreibung und der Bildbeilage entnehmen ist, soll zunächst die „Abtragung von avitalem Gewebe, Nekrosen, Belägen und/oder Entfernung von Fremdkörpern bis an intakte anatomische Strukturen heran unter Erhalt von Granulationsgewebe“ (AWMF 2015, S. 4) erfolgen. Eine „Vakuumversiegelung kann aufgrund der vorliegenden Studienergebnisse zum Endpunkt „Wundgrößenverkleinerung“, zur versorgungsbedingten Ausfüllung und prozentualen Reduktion der Wundtiefe bzw. des Wundvolumens erwogen werden“ (AWMF 2015, S. 8). Nach der letzten gültigen Fassung der Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Ulcus cruris venosum, welches hier aufgrund der Symptomarmut und der Lokalisation über dem medialen Malleolus vorliegt, trifft die Reihenfolge auch für dieses zu (AWMF 2008). Die Frage lautet explizit, welche therapeutische Maßnahme als erste unter anderem angezeigt ist. Bei einer Patientin ohne Vorbehandlung wäre hier primär die Wundreinigung und die Kompressionstherapie angezeigt, besonders im ambulanten Setting. Die Antwortmöglichkeit C) Kürettage ist insofern irreführend, da Kürettage eigentlich die Ausschabung des Uterus bedeutet (BAO), richtiger wäre die Bezeichnung „Debridement“. Die Anlage einer VAC-Therapie gehört laut Leitlinie nicht zur primären Therapie, sondern kann den Verlauf ergänzend unterstützen. Frage zur “ersten Maßnahme zur Verbesserung der Wundheilung” bei der Pat. mit venösem Ulcus. Da die Patientin ja bisher noch überhaupt nicht anbehandelt wurde und auf der Abbildung weiß-gelbliche Fibrinbeläge zu sehen sind, sollte zuerst ein vitaler Wundgrund geschaffen werden via Kürettage (=Debridement) (“Die Wundheilung wird durch avitales Gewebe, Fremdkörper, Beläge und Detritus behindert. Deshalb sollte eine radikale Abtragung von avitalem Gewebe bis in intakte anatomische Strukturen initial durchgeführt werden; die Belastung des Patienten ist zu berücksichtigen” s. Leitlinie rechts) und über die konventionelle Wundbehandlung eine Abheilung angestrebt werden. Bei Therapieversagen chronischer Wunden ist eine VAC Anlage eine Option, auch wenn “keine belastbaren Aussagen zum Nutzen oder Schaden der Vakuumversiegelung getroffen werden” (s. Leitlinie rechts) können. Zumal selbst bei Anlage eines VACs zuvor der Wundgrund gereinigt und vitales Gewebe geschaffen werden muss mittels Kürettage/Debridement. -> Allerdings natürlich nicht klar, ob das IMPP nicht sowieso die Kürettage als Antwort ansieht, obwohl die Experten und meisten Studenten sich für den VAC entschieden haben!? Defintiv muss hier Kürretage stimmen!!!!! 4 Monate Derma PJ -> hier ich auch und fast nichts anderes gemacht! :D Sieht denn die Wunde so aus als müsste man sie kürettieren? Ich meine, da ist ein wenig Fibrin aber eigentlich auch nicht so viel, oder? “Eine stark mit Fibrin belegte Wunde sollte einem Wunddébridement zugeführt werden. Als Therapiestandard gilt das chirurgische Wunddébridement. Dabei geht es darum den Wundgrund für eine weiterführende Behandlung vorzubereiten, indem man das avitale, schlecht durchblutete Gewebe mit einer Kürette entfernt (Trial 2012) (Auswertung der Studie zum Nachweis des Nutzens der Ultraschallassistierten Wundbehandlung (UAW): Wirksamkeit, Patientenpräferenzen und „Patient Reported Outcomes“) ---> d.h. doch, dass 1. Kürettage und dann erst V.A.C Womit wir weiterhin kein Argument FÜR den VAC und damit eine Frage mit mehreren Lösungen haben zum Anzweifeln Vielleicht kann man argumentieren dass die Kürettage vom Wort her nicht passt? Also klar, ein Debridement ist angebracht, aber Kürrettage ist eine Unterform (scharfer Löffel, typisch Gyn). Kennt sich jemand aus, macht man bei so was Debridement mit nem scharfen Löffel? meines Erachtens passt laut Leitlinie keine der Antworten. Hier gibt es bei nicht-infizierten Wunden weder eine Empfehlung für Debridement, noch für VAC (noch sonst eine der Antwortmöglichkeiten). Bei infizierten Wunden hingegen werden sowohl Debridement als auch PVP-Iod-Salbe als Optionen genannt Welche der genannten therapeutischen Maßnahmen ist bei diesem Befund zur Verbesserung der Wundheilung als erste Maßnahme unter anderem angezeigt? Hier passt meiner Meinung nach keine der Antworten richtig! Man würde im Falle einer chronisch-venösen Insuffizienz und auch bei einer arteriellen Durchblutungsstörung nicht einfache einen VAC anlegen, eine Kürettage macht man bei einer Ausschabung, aber bei Wunden nennt man es Wund-Debridement. Einfach VAC auf eine Wunde ohne eine vorherige Wundreinigung macht man nicht, zumal ein VAC immer einen stationären Aufenthalt bedingt. Im Fall der 67 jährigen Dame würde man hier eher erstmal auf "Modernes Wundmanagement" setzen, wo auch die Patientin selbst den Verbandswechsel durchführen kann oder wenn sie es nicht kann, kann ein Pflegedienst beauftragt werden! Tut mir leid, aber man bezeichnet sowohl ein Wunddebridement als auch eine Abrasio uteri als Kürettage. Kürettage kommt von der Kürette, die einfach das entsprechende chirurgische Werkzeug bezeichnet Bitte trotzdem anfechten !!!! Hinterher wird es unmöglich Revision einzulegen Mein Lösungsvorschlag: Laut Expertenmeinung ist bei den vorläufigen Ergebnissen Antwortmöglichkeit A als wahrscheinliche Lösung hinterlegt. Da die Patientin ja bisher noch überhaupt nicht anbehandelt wurde und auf der Abbildung weiß-gelbliche Fibrinbeläge zu sehen sind, sollte zuerst ein vitaler Wundgrund geschaffen werden via Kürettage (=Debridement) (“Die Wundheilung wird durch avitales Gewebe, Fremdkörper, Beläge und Detritus behindert. Deshalb sollte eine radikale Abtragung von avitalem Gewebe bis in intakte anatomische Strukturen initial durchgeführt werden; die Belastung des Patienten ist zu berücksichtigen” s. Leitlinie rechts) und über die konventionelle Wundbehandlung eine Abheilung angestrebt werden. Bei Therapieversagen chronischer Wunden ist eine VAC Anlage eine Option, auch wenn “keine belastbaren Aussagen zum Nutzen oder Schaden der Vakuumversiegelung getroffen werden” (s. Leitlinie) können. Zumal selbst bei Anlage eines VACs zuvor der Wundgrund gereinigt und vitales Gewebe geschaffen werden muss mittels Kürettage/Debridement. Im Falle der Anerkennung von Antwortmöglichkeit A, fordere ich die Anerkennung von Antwortmöglichkeit C (Kürretage) als weiter richtiger Antwort. Hiermit würde der Fall von mehreren richtigen Antwortmöglichkeiten zutreffen und ich fordere die Frage aus der Wertung zu nehmen. | (Interessant besonders ab S. 17) https://www.operieren.de/content/e3224/e10/e886/e898/e967/index_ger.html DISSERTATION: Auswertung der Studie zum Nachweis des Nutzens der Ultraschallassistierten Wundbehandlung (UAW): Wirksamkeit, Patientenpräferenzen und „Patient Reported Outcomes“ https://ediss.sub.uni-hamburg.de/bitstream/ediss/6797/1/Dissertation.pdf Trial C, Brancati A, Marnet O, Téot L.; “Coblation technology for surgical wound debridement: principle, experimental data, and technical data.”. Int J Low Extrem Wounds. 2012 Dec;11(4):286-92 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23222161/ Debridement Nekrosen, Fibrin, Krusten oder Verbandreste sollten so schonend wie möglich, aber auch so radikal wie notwendig entfernt werden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Debridements:7 biochirurgische Debridement mit Fliegenmaden13 physikalische Debridements mit Ultraschall, Plasma oder Laser chirurgische Debridement autolytische Verfahren mit Hydrogelen oder proteolytischen Enzymen. Die verschiedenen Verfahren können unterschiedlich schmerzintensiv sein, eine ausreichende Schmerztherapie ist erforderlich. Wundreinigung Zur Wundreinigung sollten Ringer- oder physiologische Kochsalzlösung verwendet werden.7 Als Antiseptika werden Polihexanid (Polyhexamethylenbiguanid, PHMB) oder Octenidin verwendet, die Mindesteinwirkzeiten sind zu berücksichtigen. Wundversorgung und Wundverband Ein Ulcus cruris venosum sollte mit einer feuchten Wundbehandlung behandelt werden, die Wundheilung profitiert von einem feuchten Milieu. Trotzdem sollte der Wundverband auch sehr saugfähig sein, um Mazerationen zu vermeiden. Ein Anhaften des Verbandes sollte vermieden werden, sonst wird die Wunde beim Verbandswechsel erneut traumatisiert. Eine generelle Empfehlung für eine Wundauflage kann nicht gegeben werden.14 Zum Spektrum der verfügbaren Wundversorgungsprodukte gehören z. B.: Hydrokolloide Folien Schaumstoffe Mikrofaserverbände Alginate oder Polyacrylate, die in verschiedenen Materialzusammensetzungen angeboten werden. Silberhaltige Wundauflagen sollten nicht mehr verwendet werden.15 Ulcera cruris sind stets mit Bakterien besiedelt, sollten jedoch nur dann mit Antibiotika behandelt werden, wenn eindeutige Zeichen einer Infektion vorliegen (Phlegmone, Erysipel). | 4x ?? wie argumentieren, wenn wir uns sicher sind, die Kürettage ist richtig und nichts außer den Experten und der Mehrheit hat sich für den VAC entschieden?? Wir beweisen, dass die VAC Anlage her nötig ist, dann stimmt beides. |
62 | 37 | Frage zur Schwangeren mit Lymphknoten am Hals und Katze:
-> was will ich mit einem Streptokokken-Abstrich vom Rachen, wenn der vollkommen blande ist? außerdem weisst man im Rachenabstrich Gruppe A Streptokokken nach und nicht Gruppe B.. was haben Röteln denn mit dem Fall zu tun?! Schwanger=Röteln testen. Allerdings würde man vorher den Impfstatus prüfen. C kann nicht stimmen wegen des Rachenabstrichs, oder?
| Zum Röteln-AK Test: Es war nicht angegeben, welchen Impfstatus die Schwangere hat. “Bei Schwangeren, bei denen keine zwei Röteln- oder MMR-Impfungen im Impfausweis dokumentiert sind oder kein Impfausweis vorliegt, soll beim ersten Arztbesuch ein Röteln IgG-Test erfolgen. [...] Bei Verdacht auf Exposition soll der Immunstatus überprüft werden” Ohne Infos zum Impfstatus kann man so pauschal nicht sagen, dass ein Test auf Röteln-AK “am sinnvollsten” ist. Für Röteln typisch ist eine nuchale und retroaurikuläre Lymphadenopathie, also macht Serologie schon Sinn. Trotzdem macht man doch nicht gleich ne Serologie ohne den Impfstatus zu wissen… https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/093-001l_S2k_Labordiagnostik_schwangerschaftsrelevanter_Virusinfektionen_2014-05-abgelaufen.pdf (S169) | 1x eingereicht 1x 1+ bitte mehr!!!!!! |
47 | 22 | Frage zu Muskelverspannungen und Zuckungen bei limbischer Encephalitis Encephalitis bzw. Antikörper-assoz. Encephalitiden machen auch Myoklonieren, die kortikal sein können Ich finde Chorea minor, was ja auch die Mehrheit gekreuzt hat, passt auch. Definition: “Die Chorea minor (Sydenham) ist eine mit Hyperkinesien (unkontrollierbaren blitzartig ausfahrenden Bewegungen) der Hände, des Schlundes und der Gesichtsmuskulatur” Es sollten beide Lösungen akzeptiert werden, weil die Chorea minor nicht eindeutig auszugrenzen ist Sind für die Chorea minor auch Kurzzeitgedächtnisstörungen bekannt? | https://n.neurology.org/content/neurology/92/3/e274.full.pdf https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4910513/ | noch nicht eingereicht |
79 | 54 | Laktasemangel:
Dünndarmbiopsie: Qualitativer und quantitativer Nachweis des Enzyms Lactase durch gastroskopische Biopsie → Sehr aussagekräftig, aber kaum angewendet, da zu aufwendig (AMBOSS), deswegen falsch weil im Text stand man SOLL (aber sonst ist dem IMPP doch auch nichts zu aufwendig und teuer) Müsste es zudem nicht heißen: wird durch eine möglichst laktosefreie Diät behandelt? Es gibt doch schließlich Minus-L Milchprodukte ohne Lactose. Es handelt sich beim vorliegenden Fall ja auch nicht um eine Milcheiweißallergie. So argumentiert, mit Quellen versehen und eingereicht | (AMBOSS) -> keine ausreichende Quelle! Herold et al.: Innere Medizin. Eigenverlag 2012, ISBN: 978-3-981-46602-7 https://journals.lww.com/jcge/Abstract/2013/02000/A_Comparison_Between_Lactose_Breath_Test_and_Quick.14.aspx | eingereicht mit Begründung zwei Falschantworten C und E +1 |
4 | 67 | Da Frage vier/ 67 einerseits den erweiterten "sicheren" Ausschluss einer Subarachnoidalblutung (nach initial blandem cCT) in Abgrenzung zu den Differentialdiagnosen RCVS, Migräne, trigeminoautonomer Formenkreis intendiert, aber andererseits eine Antwort auf die "als Nächstes" durchzuführende Untersuchung verlangt, kommen unter Umständen hier in Abwägung der genannten dichotomen Aspekte (Zeit/klinisches Prozedere vs diagnostische Sicherheit) zumindest zwei richtige Antwortmöglichkeiten (A, B) in Betracht. Gesetzt den Fall, in Aufgabe 3 (Auflage A) wäre D (RCVS) die favorisierte Antwortmöglichkeit, so könnte nach erfolgter unauffälliger Lumbalpunktion eine "als Nächstes" durchgeführte transkranielle Dopplersonographie (Antwort B) aufgrund der schnellen Verfügbarkeit und möglicher auffälliger Ergebnisse sowohl beim RVCS (Ducros), (Shen et al.) als auch bei einem SAB-bedingten zerebralen Vasospasmus über die (zeitliche) Priosierung einer Terminallokation bezüglich eines cMRTs (Antwort A) entscheiden. Auch eventuelle akuttherapeutische Konsequenzen im Sinne einer intravenösen Nimodipin-Therapie könnten hier zugunsten einer transkraniellen Dopplersonographie vor einer cMRT zu Buche schlagen. Andererseits stellt die cMRT (gerade um eine angiogrpahische Komponente erweitert den Goldstandard in der Differentialdiagnostik des Kopfschmerzes (Shen et al.) dar und hat natürlich als richtige Antwort gerade unter dem Aspekt des "sicheren" SAB-Ausschlusses ebenso seine Berechtigung. Die Diagnosestellung des RCVS erfolgt nach Ducros und erfordert: Die aktuelle Leitlinie schlägt ebenfalls ein initiales CCT zum Ausschluss der gefährlichen Differenzialdiagnose Subarachnoidalblutung vor. „Als Komplikation kann es im Rahmen eines RCVS zu zerebralen Blutungen […] kommen, auch ischämische Infarkte (Wasserscheideninfarkte) und ein Posteriores reversibles Leukenzephalopathiesyndrom (PRES) kommen vor“, daher sollte ein MRT im Verlauf erfolgen (AWMF 2018, S. 14). Außerdem sollte der Nachweis multifokaler Gefäßverengungen und deren Reversibilität (AWMF 2018, S. 15). Zusammenfassend wären somit sowohl eine MRT zum Ausschluss potenzieller Komplikationen und Differenzialdiagnosen als auch eine TCCS zum Nachweis und zur Verlaufsbeurteilung der Gefäßverengungen in dieser Frage sinnvolle weitere diagnostische Schritte. | Chen, Shih-Pin; Fuh, Jong-Ling; Chang, Feng-Chi; Lirng, Jiing-Feng; Shia, Ben-Chang; Wang, Shuu-Jiun (2008): Transcranial color doppler study for reversible cerebral vasoconstriction syndromes. In: Annals of neurology 63 (6), S. 751–757. DOI: 10.1002/ana.21384. Ducros, Anne (2012): Reversible cerebral vasoconstriction syndrome. In: The Lancet Neurology 11 (10), S. 906–917. DOI: 10.1016/S1474-4422(12)70135-7. Ducros, Anne; Boukobza, Monique; Porcher, Raphaël; Sarov, Mariana; Valade, Dominique; Bousser, Marie-Germaine (2007): The clinical and radiological spectrum of reversible cerebral vasoconstriction syndrome. A prospective series of 67 patients. In: Brain : a journal of neurology 130 (Pt 12), S. 3091–3101. DOI: 10.1093/brain/awm256. https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-085l_S1_Zerebrale_Vaskulitis_2018-5.pdf Ducros A (2014) Reversible cerebral vasoconstriction syndrome. Handb Clin Neurol 121: 1725–1741 Widder B, Hamann G (Hrsg.) (2018): Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien. Berlin; Heidelberg: Springer. | 2x |
102 | 97 | Ich finde, dass der Pat. im Text keine Karotisdissektion hat, sondern eine Blutung, am ehesten subdural mit Hirnstammbeteiligung (durch Herniation?). Dafür spricht auch der zeitlich weniger akute verlauf. Würde epidurale Blutung nicht auch Sinn machen? Trauma→ Freies Intervall → Neurolog. Symptomatik durch Druck? Je länger man drüber nachdenkt, umso mehr machen multiple Antwortmöglichkeiten Sinn. die Dissektions-Antwort passt aber sehr gut mit Horner Trias und fokalen Ausfällen. Wie würde denn die Horner Trias von einer epi/subduralen Blutung erklärt werden? Die Karotisdissektion (linksseitig) ist eindeutig, der neurologische Befund passt perfekt:
Die Befunde sind neuroanatomisch durch ne epi- oder subdurale Blutung nicht zu erklären. | https://link.springer.com/article/10.1007/s00134-001-1160-y | → nicht eingereicht |
100 | 95 | Unzulässige Frage mit dem MRT, bzw. uneindeutig. . Die Amyloidangiopathie zählt zu den Mikroangiopathien. Darüber hinaus zeigt die Amyloidangiopathie auch histopathologisch Siderinablagerungen. -> In der Frage ging es aber doch nur darum die richtige MR-Sequenz zu erkennen und die T2* passt Vielleicht bin ich zu blöd für Radio, aber das it keine T2 Wichtung auf den Bildern? Der Liquor ist pechschwarz. Da steht ja auch nicht T2 sondern T2*. Das ist eine suszeptibilitätsgewichtete (SWI) MR-Sequenz mit der man u.a. Eisen und Mikrohämorrhagien darstellen kann. Natürlich schon sehr krass sowas in nem M2 zu fragen, aber die Antwort passt glaub ich zu den Bildern Passt leider tatsächlich zu den Bildern, ist aber wirklich sehr gemein, da nicht jedes KH Geräte hat, die diese Wichtung können | Quelle zur Amyloidangiopathie als Mikroangiopathie: https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0042-124426 Quelle zur Siderinablagerung: https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/STROKEAHA.117.016833 | nicht eingereicht |
8 | 71 | Frage unzulässig, da Platin bei therapie-refraktären Verläufen in Einzelfällen eingesetzt werden kann nach den DCEP-Protokoll. Kann es sein dass man hier für alle Antworten etwas findet? IVIG kann man bei Immunschwäche ja auch geben zum einen das, zum anderen existieren auch Antikörper direkt für die Therapie des MM (Elotuzumab und Daratumumab), d.h. es finden sich tatsächlich für alle Medikamente etwas; zudem wird in der Frage ausdrücklich “vom weiteren Verlauf “ und nicht von “Erstlinientherapie”o.ä. gesprochen, ein Cisplatin-Einsatz beim therapie-refraktären Verlauf ist damit durchaus möglich! unbedingt einreichen | Cisplatin bei Multiplem Myelom: ttps://europe pmc.org/article/med/17436400 https://www.nature.com/articles/1703240 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24240976/h Bortezomib, Lenalidomid und Melphalan bei Multiplem Myelom: https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/multiples-myelom/@@guideline/html/index.html Elotuzumab und Daratumumab (Review März 2021!): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33805481/.. IVIG bei Multiplem Myelom Guido Lancman, Katleen Lozada, Nida Athar, Samantha Jacobs, John Doucette, Hearn Jay Cho, Sundar Jagannath, Deepu Madduri, Samir Parekh, Shambavi Richard, Joshua Richter, Ajai Chari, Efficacy of Intravenous Immunoglobulin for Preventing Infections in Patients with Multiple Myeloma, Clinical Lymphoma Myeloma and Leukemia, https://doi.org/10.1016/j.clml.2020.12.026. 2021, | 3x +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 +1 |
76 |
| Die Frage nagt immer noch an mir: Es gibt doch anamnestisch absolut keinen Hinweis auf Alkoholabusus (2 Bier pro Woche könnten genauso gut 2 alkoholfreie Bier gewesen sein). Wie wahrscheinlich ist ein langjähriger Alkoholabusus (mit 2 Bier pro Woche), ohne das die Leberwerte sich nennenswert erhöhen, der dann auch noch zu einer Leberzirrhose führt? übersehe ich etwas? Außerdem gibt es, wenn auch sehr selten Patienten mit Mukoviszidose im Alter von >70 Jahren. (O'Brien, ME, et al. A new diagnosis of classic cystic fibrosis in a 76-year old female: implications of late diagnosis. Available at: https://www.thejournal.ie/cystic-fibrosis-76-year-old-1662751-Sep2014. Accessed 4/20/2019) For men, risk increases if they drink more than about 1 1/2 ounces of alcohol a day (especially if they drink more than about 3 ounces) for more than 10 years. Consuming 1 1/2 ounces a day involves drinking about 3 cans of beer, 3 glasses of wine, or 3 shots of hard liquor. For cirrhosis to develop, men usually must drink more than about 3 ounces of alcohol a day for more than 10 years. Consuming 3 ounces a day involves drinking 6 cans of beer, 5 glasses of wine, or 6 shots of liquor. About half the men who drink more than 8 ounces of alcohol a day for 20 years develop cirrhosis. Meinungen? würde es eher so angehen: die frage ist formuliert: Welcher der RF ist am wenigsten wahrscheinlich Ursache der Leberzirrhose? -> sprachlich uneindeutig ob es sich auf den Patienten bezieht. Wenn es unabhängig vom Patienten ist, ist die Rechtsherzinsuffizienz am wenigsten wahrscheinlich (?) wenn sie sich auf den Patienten bezieht, ist die Mukoviszidose am wenigsten wahrscheinlich (Diagnose früher wahrscheinlich) ? m Fallbeispiel steht: Patient konsumiere ca. 2 Bier je Woche. - Alkoholkranke tendieren gern zur Untertreibung des Alkoholkonsums, allerdings muss man den Angaben in dem Fallbeispiel vertrauen...: sozialwissenschaftliche, psychologische Beurteilungen der Angaben sind nicht möglich, insbesondere da man auch keine Angaben zu Familien, Berufs, Sozialanamnese hat, besteht hier viel Raum für Mutmaßungen; ein moderater wöchentlicher Alkoholkonsum von ca. 2 Bier(heißt das eigentlich +/- 1 Bier?) macht eine alkoholbedingte Leberzirrhose eher unwahrscheinlich. Wenn man die 2 Bier pro Woche so auf die Goldwaage legt, dann wären vielleicht noch Angaben zu Alkoholkonsum in der Vergangenheit, Bierflaschengröße und Alkoholgehalt, und möglicherweise anderweitiger Alkoholkonsum wichtig zur genauen Beantwortung der Frage. Zusatz: Die Leber ist das regenerativste Organ, sodass "Jugendsünden von vor 40 Jahren", sofern damals noch keine Leberzirrhose aufgetreten ist, nicht als Ursache anzunehmen wären.. ... Mukoviszidose ist natürlich auch unwahrscheinlich... -> 2 Richtige Antworten Meinungen? probieren kostet nichts!allerdings denke ich nicht, dass die Chancen so hoch stehen, schließlich ist der Patient ja schon über 60 und Alkohol eine oder die häufigste Ursache, die <frage ist auch, wie glaubwürdig die Anamnese ist danke für deine Meinung! Die Frage lautet : Welcher der folgenden Risikofaktoren ist am wenigsten wahrscheinlich Ursache der Leberzirrhose? Ätiologie der Leberzirrhose (allgemein bekannt) Toxisch Äthyltoxisch (häufigste Ursache chronischer Lebererkrankungen; siehe: Alkoholtoxischer Leberschaden) Nichtalkoholische Fettlebererkrankung Medikamentös (z.B. Amiodaron, Zytostatika wie z.B. Methotrexat) Berufliche Exposition gegenüber hepatotoxischen Substanzen wie z.B. Tetrachlormethan , diverse Pflanzenschutzmittel Entzündlich (Chronische) Virushepatitis B, C, D (siehe z.B.: Hepatitis C) Primär biliäre Cholangitis Primär sklerosierende Cholangitis Autoimmunhepatitis Parasitäre Infektionen (z.B. Bilharziose, Leishmaniose, Fasziolose) Stoffwechselerkrankungen Hämochromatose Morbus Wilson α1-Antitrypsin-Mangel Porphyrien Glykogenspeicherkrankheiten Mukoviszidose Hereditäre Fructoseintoleranz Chronische Stauung der Lebervenen bzw. Gefäßanomalien Budd-Chiari-Syndrom Cirrhose cardiaque Morbus Osler Kryptogene Leberzirrhose Leberzirrhosen, deren Ätiologie nach ausreichender Diagnostik unklar verbleibt -> Frage ist ganz klar nicht sauber formuliert und eine Antwort damit nicht eindeutig - also argumentierst du, dass die Frage sich entweder im Allgemeinen zur am wenigsten wahrscheinlichen Ursache für eine Leberzirrhose vs was ist bei diesem Patienten die am wenigsten wahrscheinliche Ursache der Leberzirrhose?!? sehe das auch so Kann mir jemand den Zusammenhang von Rechtsherzinsuffizienz und Leberzirrhose erklären? → Rückstau in die Lebervenen → cirrhose cardiaque Leider steht ganz am Anfang des Heftes ein Absatz zum Umgang mit Fallfragen, in dem explizit erwähnt wird, dass sich die Folgefragen immer auf den jeweiligen Fall beziehen Meine Einsendung: Lebende Patienten in höherem Alter, die an Mukoviszidose erkrankt sind, sind nachgewiesen: O'Brien, ME, et al. A new diagnosis of classic cystic fibrosis in a 76-year old female: implications of late diagnosis. Available at: https://www.thejournal.ie/cystic-fibrosis-76-year-old-1662751-Sep2014. Accessed 4/20/2019 „Eine Leberbeteiligung findet sich bei 32 % (4) und reicht von Steatosis über Leberfibrose bis hin zur sekundär biliären Leberzirrhose (10 %).“ https://www.aerzteblatt.de/archiv/192863/Mukoviszidose Nährlich L, Burkhart M, Wiese B: Deutsches Mukoviszidoseregister- Berichtsband 2015. www.muko.info/fileadmin/redaktion/datei_gruppen/muko_institut/Register/Berichtsbaende/MUKO_Berichtsband_2015_klein.pdf (last accessed on 10 December 2016. Die Mukoviszidose (Antwort C) kann daher als richtig betrachtet werden. (ich habe es einfach mal versucht) Hey Super! Danke Dir! | O'Brien, ME, et al. A new diagnosis of classic cystic fibrosis in a 76-year old female: implications of late diagnosis. Available at: https://www.thejournal.ie/cystic-fibrosis-76-year-old-1662751-Sep2014. Accessed 4/20/2019 | +1 +1 |
22 | 85 | Welche der folgenden Komplikationen kann bei nicht erfolgter Therapie eine typische Spätfolge dieser Infektionskrankheit sein? Antwort A: Tabes dorsalis als auch Antwort E: Enzephalitis sind beides Stadium 4 Neurosyphilis Spätfolgen. Die stehen sogar in der aktuellen AWMF Leitlinie Neurosyphilis direkt untereinander. 4.2.2.1 Tabische Neurosyphilis 4.2.2.2 Paralytische Neurosyphilis Die paralytische Neurosyphilis (progressive Paralyse; Dementia paralytica; engl.: general paresis) stellt eine chronisch-progrediente Enzephalitis dar. Wie jemand der diese Frage einreicht und auf dem Gebiet ein Experte sein sollte das nicht wissen kann ist mir ein Rätsel. | https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/030-101l_S1_Neurosyphilis_2020-06.pdf Seite 13 und Seite 11: “Klassische Verlaufsformen der späten Neurosyphilis sind die tabische Neurosyphilis, die paralytische Neurosyphilis sowie das Auftreten von syphilitischen Gummen.” ICDG05.0 beschreibt sogar eindeutig die Syphilis Enzephalitis | 9x |
3 | 66 | Patient mit heftigen Kopfschmerzen, 2 Episoden a 2 Stunden. Vorgeschichte Einnahme von Nasenspray und Paracetamol. An welche Diagnose muss in erster Linie gedacht werden? Richtige Antwort laut Dozenten: reversibles zerebrales Vasokonstriktionssyndrom Da aber danach gefragt wurde, an was in “erster Linie” gedacht werden soll, finde ich auch Migräne richtig oder? Eine Migräne kann sich vielfältig äußern und sollte definitiv differentialdiagnostisch (gerade in einer Notfallambulanz)in Betracht gezogen werden, zumal Migräne auch sehr häufig ist. Wenn wir beide Antwortmöglichkeiten begründen können, dann kann man das so anfechten Ist RCVS im Gegenstandskatalog enthalten? → Glaub unter G44: Sonstige Kopfschmerzsyndrome, wenn es unter vasomotorischer Kopfschmerz fällt Gibt es überhaupt Anhalt dafür, dass es sich um dieses Syndrom halten soll außer der Expertenmeinung?ja https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0038-1631171, https://eref.thieme.de/ebooks/2378192#/ebook_2378192_SL89293179→ passt 1 zu 1 | Prävalenz Migräne Frauen 15% plus 14% mit wahrscheinlicher migräne | +1 +1 |
52 | 27 | Die isolierte fokale kortikale Dysplasie ist eine seltene, genetisch bedingte, nicht-syndromale zerebrale Fehlbildung, die auf einer abnormalen neuronalen Migration beruht. Sie ist gekennzeichnet durch unterschiedlich große, fokalisierte Fehlbildungen in einem beliebigen Teil der Großhirnrinde, die sich mit medikamentenresistenter Epilepsie (die in der Regel zu Intelligenzminderung führt) und Verhaltensstörungen manifestiert. Die MRT zeigt einige Anomalien (z. B. abnormes Signal der weißen und/oder grauen Substanz, unscharfer Übergang zwischen grauer und weißer Substanz, lokalisierter Volumenverlust, kortikale Verdickung, abnormes gyrales Muster, abnormer Hippocampus) und das histologische Bild ist variabel. Laut Radiologie FA ist das wohl definitiv ne Hippokampussklerose, sucks not to be Radiologie FA. | https://www.orpha.net/consor/cgi-bin/OC_Exp.php?lng=DE&Expert=65683 | |
55 | 30 | Formfehler: uneindeutige Formulierung/mehr als eine Antwort möglich
E) In Fallvignette wird extra auf Splenektomie hingewiesen, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass die Patientin gegen Pneumokokken geimpft wurde und somit die Listerien als nächst häufiger Erreger bleiben. Es ist nach dem “hier mit der größten Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Erreger” gefragt, was je nach Interpretation beide Antwortmöglichkeiten zulässt. Vor allem vor dem Hintergrund, dass in Frage 58 (?) dann S. pneumoniae nachgewiesen wird - anscheinend ist die Patientin also doch nicht lege artis geimpft? Dazu: Zu dem Zeitpunkt der Frage lag die Mibi noch nicht vor, sodass bis dahin schon davon ausgegangen werden konnte dass regelrecht geimpft wurde und es kann auch sein sie hatte einfach Pech, Pneumokokken-Meningitis nach Impfung nach Splenektomie ist möglich, aber nicht häufig, wie häufig habe ich leider nicht gefunden, sonst könnte man das mit der Inzidenz von Listerienmeningitis vergleichen. Finde auch man kann die Frage nicht eindeutig beantworten. In die Entscheidungsfindung müssten u.a. das Risikoverhalten der Patienten bezüglich kontaminierten Lebensmitteln, die Rate an Impfversagern, der Serotyp der angegebenen Pneumokokken und die Art des Impfstoffs sowie der Zeitpunkt der Impfung (welcher Impfstoff, gegen welche Serotypen schützt er) mit einbezogen werden. | “Die häufigsten Erreger einer im Erwachsenenalter sind Streptococcus pneumoniae und Neisseria meningitidis, gefolgt von Listeria monocytogenes” (S.5) | +1 unabhängig von den eindeutig gekreuzten Ergebnissen hätte diese Frage als Formfehler eine gute Chance |
78 | 53 | Untersuchungsmethode bei V.a. bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms Laut Dozentenlösung Stuhluntersuchung auf pathogene keime → wurde geändert zu A “H2-Atemtest” Da die Frage aber nach der geeignetsten Methode fragt den verdacht weiter abzuklären, würde man wahrscheinlich zuerst einen Atemtest machen Laut Amboss H2-Atemtest mit Glucose Atemtest ist besser, eine Stuhlprobe hilft da nicht, wenn dann eine Dünndarmaspiration (siehe Quelle) Diagnostischer Goldstandard ist die Anlage bakterieller Kulturen aus endoskopisch gewonnenem Dünndarmaspirat. Beweisend für eine bakterielle Fehlbesiedelung ist der Nachweis von 105 und mehr Keimen pro Milliliter Darminhalt. In der Regel werden dabei Laktobazillen, verschiedene Enterobacteriaceae, Enterokokken und anaerobe Bacteroides-Spezies nachgewiesen. Unter Umständen ist die bakterielle Fehlbesiedelung nur auf einzelne Dünndarmkompartimente beschränkt, sodass eine entsprechend selektive endoskopische Ausbeute zu berücksichtigen ist. Einfachere Funktionstests wie der H2-Atemtest mit einem definierten Testtrunk von 50–100 g Glukose sind sehr viel unkomplizierter durchzuführen, weisen jedoch eine geringere Spezifität auf. Der Test beruht auf der Messung der Konzentration von Wasserstoff (H2) in der Ausatemluft vor und nach dem Testtrunk. Wasserstoff entsteht bei jedem Menschen nur durch bakterielle Zersetzung von Zuckern und anderen Kohlenhydraten. Sofern keine Fehlbesiedlung des Dünndarms vorliegt, findet eine solche bakterielle Fermentation fast ausschließlich im Dickdarm statt. Der dabei entstandene Wasserstoff wird in Form von Flatus rektal ausgeschieden, aber auch in das Blut aufgenommen und über die Lunge abgeatmet. Der Wasserstoffanteil an der Ausatemluft kann mit speziellen Analysatoren (üblicherweise einem Gaschromatographen) gemessen werden. Der über die Lunge abgeatmete Gasanteil steigt bei einer bakteriellen Fehlbesiedelung des Dünndarms über einen kritischen Grenzwert hinaus (meist 20 ppm) messbar an. Geeigneteste vllt im Sinne von diagnosesichernd? Dozent Antwort wurde nochmal geändert, sagen nun doch Atemtest Laut der Leitlinie ist wohl die endoskopische Biopsie der Goldstandard→ Also am besten Argumente für Endoskopie und H2 Atemtest finden | belegt den H2 Atemtest, hat noch wer eine Quelle zu Biopsie gefunden? | ja |
60 | 35 | die Dozenten sagen Mitralklappe, da es sich hier aber um ein Device handelt, das über das Recht Herz zugeführt wird, ist die Lokalisation an der Trikuspidalklappe Wahrscheinlicher. Hier könnte man vielleicht argumentieren dass nicht ganz klar war was gemeint war? Anscheinend gibt es ja Unstimmigkeiten? Im Sinne von, eigentlich sind Endokarditiden an der Mitralklappe am häufigsten, aber durch das Einschwemmen über das rechte Herz könnte es auch Trikus sein? Möglich. | https://www.der-arzneimittelbrief.de/de/Artikel.aspx?SN=7366 “Am häufigsten war die Trikuspidalklappe betroffen (n = 43; 24%). “ | ja |
59 | 34 | Bakterielle Endokarditis: Welcher der folgenden Befunde begründet die Diagnose einer Infektion der Herzklappen am ehesten (HAUPT- oder MAJOR Kriterium) Kritik: Die Diagnose einer bakteriellen Endokarditis kann mittels DUKE Kriterien gestellt werden: Als Hauptkriterien werden aufgeführt:
Antwort A: eine neu aufgetretene Mitralinsuffizienz passt zwar hier in diesem Fall am ehesten als richtige Antwort, aber eine Klappeninsuffizienz ist kein Major-Kriterium. Theoretisch würde auch Antwort D passen: Nachweis eines Keims in der Blutkultur. Insgesamt ist hier die Fragestellung aber Eine neu aufgetretene Mitralklappeninsuffizienz gehört definitiv nicht zu den Major-Kriterien, solange sie nicht mittels Bildgebung nachgewiesen wurde! Keines der gegebenen Antwortmöglichkeiten trifft zu. In der ESC Leitlinie (2015) gehört zu den Major-Kriterien der Duke Kriterien: “1. Blutkulturen positiv für eine IEa. Endokarditis-typische Mikroorganismen in 2 unabhängigen Blutkulturen:›Viridans-Streptokokken, Streptococcus gallolyticus (S. bovis), HACEK-Gruppe, Staphylococcus aureus; oder ›ambulant erworbene Enterokokken, ohne Nachweis eines primären Fokus; oderb. Mikroorganismen vereinbar mit einer IE in anhaltend positiven Blutkulturen:›Mindestens zwei positive Kulturen aus Blutentnahmen mit mindestens 12 Stunden Abstand; oder›Jede von drei oder eine Mehrzahl von ≥ 4 unabhängigen Blutkulturen (erste und letzte Probe in mindestens einer Stunde Abstand entnommen); oderc. Eine einzelne positive Blutkultur mit Coxiella burnetii oder Phase-I-IgG-Antikörper-Titer > 1:800 2. Bildgebung positiv für eine IEa. Echokardiogramm positiv für IE:›Vegetation›Abszess, Pseudoaneurysma, intrakardiale Fistel›Klappenperforation oder Aneurysma›neue partielle Dehiszenz einer Klappenprotheseb. Abnorme Aktivität in der Umgebung der implantierten Klappenprothese nachgewiesen im 18F -FDG-PET/CT (nur wenn die Prothese vor mehr als 3 Monaten implantiert wurde) oder im SPECT/CT mit radioaktiv markierten Leukozytenc. Im Herz-CT definitiv nachgewiesene paravalvuläre Läsionen” | https://leitlinien.dgk.org/files/10_2015_pocket_leitlinien_infektioese_endokarditis.pdf (Seite 19) Dasselbe nochmal in der englischen original Langfassung: European Heart Journal (2015)36, 3075–3123doi:10.1093/eurheartj/ehv319 Link zum nachlesen: https://academic.oup.com/eurheartj/article-pdf/36/44/3075/23492315/ehv319.pdf (Seite 3090) | 1 mal eingereicht (ich hoffe es werden noch einige mehr) +1 |
A65 | B40 | Die Frage zielt auf die Differentialdiagnostik bei NICHTarteriitischer AION ab, welche laut Quellen nicht durch spezifische Nachweise belegt wird, sondern bei nicht vorhandenen Nachweisen einer arteriitischen AION als Ausschlussdiagnose gestellt wird. Gleichzeitig gelten plötzlich aufgetretene Sehstörung (laut Experten richtig) differentialdiagnostisch als Zeichen für die AION allgemein und nicht als differentialdiagnostisches Mittel um eine nAION von einer arteriitischen AION abzugrenzen. | Cestari DM, Gaier ED, Bouzika P, Blachley TS, De Lott LB, et al.: Demographic, systemic, and ocular factors associated with nonarteritic anterior ischemic optic neuropathy. Ophthalmology 2016; 123: 2446–55 Obuchowska I, Mariak Z. Neuropatia niedokrwienna nerwu wzrokowego. Patogeneza, obraz kliniczny, diagnostyka i leczenie [Ischemic optic neuropathy. Pathogenesis, clinical features, diagnostics and treatment]. Klin Oczna. 2006;108(4-6):238-42. Polish. PMID: 17020004. . Hayreh SS. Anterior ischaemic optic neuropathy. Differentiation of arteritic from non-arteritic type and its management. Eye (Lond). 1990;4 ( Pt 1):25-41. doi: 10.1038/eye.1990.4. PMID: 2323477. | ja, 1x eingereicht Top! +1 +1 Bitte mehr!!! |
31 | 6 | hier wird nach Medikament mit atemdepressiver Wirkung bei anticholinergem Syndrom gefragt. Meiner Meinung nach stimmen hier sowohl Opioide (B) als auch H1-Antihistaminika (C) . Zum einen ist bei u-Opioid-Rezeptor-Agonisten (Antwortmöglichkeit B) von einer dosisabhängigen atemdepressiven Wirkung auszugehen (1). Weiterhin ist bei einer Patientin mit anticholinergem Syndrom auch durch H1-Rezeptor-Antagonisten der 1. Generation (Antwortmöglichkeit C) von einer Atemdepression auszugehen. Da einige H1-Rezeptorantagonisten wie Promethazin und Diphenhydramin anerkanntermaßen eine anticholinerge Wirkung zeigen (2), wäre bei dieser Patienten eine Verstärkung des anticholinergen Syndroms durch H1-Antihistaminika zu erwarten. Da zu den zentralen Symptomen eines anticholinergen Syndroms eine Atemdepression gehören, wäre bei Verstärkung der anticholinergen Effekte durch eine H1-Antihistaminikum auch eindeutig eine Zunahme der Atemdepression zu erwarten (3). | (1) Boom M, Niesters M, Sarton E, Aarts L, Smith TW, Dahan A. Non-analgesic effects of opioids: opioid-induced respiratory depression. Curr Pharm Des. 2012;18(37):5994-6004. doi: 10.2174/138161212803582469. PMID: 22747535. (2) Ellen Reifferschied: H1-Antihistaminika. https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffgruppen/h1-antihistaminika (3) Dr. Cornelius Heß. "Klinische Toxikologie - Symptomatik und Therapie von Intoxikationen" (https://www.rechtsmedizin.uni-bonn.de/studium/archiv/lebensmittelchemie_chemie_pharmazie/dateien_ws/Klinische_Toxikologie.pdf) (4) Fachinformation Promezhazin-neuraxpharm forte (https://s3.eu-central-1.amazonaws.com/prod-cerebro-ifap/media_all/64267.pdf) | ja +1 +1 |
34 | eine Umstellung auf ein Glykopeptid bei offensichtlicher MSSA Resistenz würde doch sinn machen. welchen sinn erhofft man sich durch eine neue Blutkultur, da der Erreger doch bereits identifiziert wurde Der bereits gesicherte MSSA wurde antibiotisch vorbehandelt und das schmale Antibiotikum zeigt keine Wirkung. Somit würde am ehesten eine Umstellung der antibiotischen Therapie erfolgen. Ein Glykopeptid stellt dabei das Mittel der Wahl bei MSSA dar. Im klinischen Alltag würde man aber vermutlich ebenfalls nochmal Blutkulturen abnehmen, weshalb hier 2 Antwortmöglichkeiten denkbar wären. Warum sollte es resistent sein wenn es offensichtlich als sensitiv schon getestet wurde. Denke die Frage zählt eher darauf ab ggf. einen anderen Keim zu finden. | s.o. | ||
19 | 82 | Sowohl A als auch B könnten die richtige Antwort sein, Was am ehesten zutrifft kann man nicht sagen.
Beide machen schmerzlose Ulcera. Was eher für A spricht: Die Anamnese (Diabetes seit mindestens 10 Jahren), die fehlenden Ödeme /Varizen/sonstige Anzeichen der CVI im Bild, die fehle oh nde Anamnese zur CVI, die “ab und zu brennende Haut” die man als burning feet interpretieren könnte.
Was eher für B spricht: Die absolut typische Lage für ein Ulcus cruris venosum ( während Diabetes eher Ulcera an der Fußsohle macht); Hiermit wird gefordert, dass die Frage aus der Wertung genommen wird, da mehrere Antwortmöglichkeiten als richtig zu werten sind. | https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/ulcus-cru1ris#Definition
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/065-003.html
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A 94 | 89 | Meiner meinung nach ist das Nierenzellkarzinom T3 da es über die Niere hinausragt aber innerhalb der Gerotakapsel ist→ radikale tumornephrektomie Auf der anderen Seite spricht die Größe < 7 cm für T1 und Nierentumorexzision Es ist nicht klar, was mit der Kapsel gemeint ist. Ist es die Capsule fibrosa renis, die der Niere eng anliegt oder die Capsule adiposa, die Niere und Nebenniere umgibt oder die Gerotafaszie? Eine Größe des Tumors von 3 cm spricht für ein T1 Stadium und somit für eine Nierenumorexzision. Die Aussage, dass 2/3 der Tumormasse außerhalb des Nierenparenchyms liegen, signalisiert, dass er außerhalb der Capsula fibrosa liegen muss, da diese dem Nierenparenchym eng anliegt und wenig dehnbar ist. Sobald aber der Tumor innerhalb der Capsula adiposa liegt und zB das Fettgewebe infiltriert, was er, wenn 2/3 der Masse außerhalb des Nierenparenchyms liegen, sicher tut, sprechen wir von einem T3 Stadium , in dem eine radikale Tumornephrektomie notwendig wird. => aber dann wäre ja nur A richtig?! aber es ist schon verwirrend: außerhalb des Nierenparenchym und noch intrakapsulär…. ich werds mal anfechten - habt ihr noch quellen habe es folgendermaßen mal formuliert und abgeschickt.. falls das jemand bissle umformulieren will, sehr gerne :-) Diese Aufgabe ist insgesamt sehr unklar gestellt und es kann keine richtige Antwort mit den gegebenen Informationen getroffen werden bzw. Antwort A und B kommen bei theoretischen Überlegungen beide in Betracht.
Zunächst ist nicht klar, ob der beschriebene Tumor maligne oder benigne ist. Dies muss spezifisch klassifiziert werden, bevor über eine entsprechende Therapie entschieden werden kann. Das ist v.a. wichtig da benigne Tumor differenzialdiagnostisch in Erwägung gezogen werden müssen („80 - 85 % aller soliden Nierentumoren sind maligne [10] [11], in ca. 90 % handelt es sich dabei um Nierenzellkarzinome [5]. Unter den benignen Tumoren rangiert das Onkozytom als spezifische Entität des Nierenadenoms mit ca. 5 % an erster Stelle [12], gefolgt vom Angiomyolipom mit bis zu 3 % [3]. Seltene benigne solide Nierentumore sind Leiomyome, Fibrome oder Lymphome [10].“) Maligne und benigne Tumor werden nicht identisch behandelt. Bei einem Nierenadenom wäre beispielsweise folgendes Vorgehen indiziert: „Bei sehr kleinem Befund (1–2 cm) strikte bildgebende Verlaufsbeobachtung (Sonographie alle 6 Monate) erlaubt, bei größeren Befunden operative Entfernung (Tumorenukleation) bzw. Nierenteilresektion.“ Bei malignen Tumoren der Niere ist eine Verlaufsbeobachtung i.d.R. nicht indiziert.
Die Frage kann daher ohne Angabe der Tumorentität nicht beantwortet werden.
Falls man davon ausgeht, dass der Tumor maligne ist, ergibt sich zusätzlich das Problem, dass auch hier nicht klar ist, um welchen Tumor es sich handelt. V.a. in Betracht kommen ein Nierenzellkarzinom oder Urothelkarzinom.
Geht man von einem Urothelkarzinom aus, ist in jedem Stadium „Die radikale Nephroureterektomie mit Blasenmanschette (RNU) ist der Goldstandard in der Therapie des UTUC.“ Dementsprechend wäre Antwort A die am ehesten richtige Antwort.
Geht man von einem Nierenzellkarzinom aus, kann man kein Tumorstadium (entsprechend TNM) festlegen, da die Angaben nicht ausführlich genug sind. Die Niere ist von einer dreischichtigen Hülle umgeben (von innen nach außen): Capsula fibrosa renis, Capsula adiposa renis, Fascia renalis / Gerota-Faszie. Der Tumor wird als intrakapsulär beschrieben, dementsprechend kann dieser innerhalb der Capsula fibrosa renis oder innerhalb der Capsula adiposa renis liegen.
Innerhalb der Capsula fibrosa renis könnte man von einem T1-Stadium ausgehen, da der Tumor < 7cm ist und kein perirenales Fettgewebe infiltrieren würde. Wäre der Tumor innerhalb der Capsula adiposa renis müsste man von einem T3-Stadium ausgehen, weil der Tumor in diesem Fall auch perirenales Fettgewebe infiltrieren würde. Im Falle eines T1-Stadium wäre eine parenchymsparende Nierenteilresektion indiziert und somit Antwort B die am ehesten richtige Antwort. Im Falle eines T3-Stadium wäre eine radikale Nephrektomie indiziert und daher Antwort A die am ehesten richtige Antwort.
Insgesamt ist die Auswahl einer „vorranigen Therapie“ anhand der mangelnden Informationen nicht möglich und daher kann diese Aufgabe nicht beantwortet werden.
Quellen:
Springer Medizin: Mesut Remzi, Christian Schwentner, Shahrokh Shariat und Bernhard Grubmüller: Urothelkarzinom der Nieren und Harnleiter: Therapie (https://www.springermedizin.de/emedpedia/die-urologie/urothelkarzinom-der-nieren-und-harnleiter-therapie?epediaDoi=10.1007%2F978-3-642-41168-7_70)S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms (https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Nierenzellkarzinom/Version_2/LL_Nierenzellkarzinom_Langversion_2.0.pdf) Kalinka, A; Gerlach, A; Arlart, I P; Günes, N; Hauser, T.-K; Würstlin, S; Bosse, A: Charakterisierung und Staging von Nierentumoren: Bedeutung der MRT-Diagnostik Prometheus Lernatlas der Anatomie, Innere Organe, S. 292 von Schünke Michael, Schulte Erik, Schumacher Udo, Voll Markus, Wesker Karl
Jäger P. Nierenadenom. In: Hauri D, Jäger P, Hrsg. Checkliste Urologie. 4., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Thieme; 2000. (https://eref.thieme.de/ebooks/830871?fromSearch=true&context=search#/ebook_830871_SL28969515) | Doehn et al.: S3-Leitlinie Nierenzellkarzinom, Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU), Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO). Herold et al.: Innere Medizin, Eigenverlag 2019, ISBN: 978-3-9814660 | UNBEDINGT NOCH MEHR EINREICHEN!! - DANKE Sollten wir auf jeden Fall einreichen, da die Beschreibung recht uneindeutig ist und eine Einordnung in Stadium T1 und auch T3 zulässt. Je nach Interpretation der Beschreibung. +1 +1 +1 +1 |
103 | Macht ein Harnblasenkarzinom nicht eine Makrohämaturie eine Nephrolithiasis würde eine Mikrohämaturie machen, aber auch Beschwerden ein kleinzelliges Br. Ca würde eher in Leber Knochen Nn metastasiere also keine Lösung?? Hast du es eingereicht? Nichtinfektiöse Glomerulonephritis bei paraneoplastischen Syndrom bei Kleinzeller = Mikrohämaturie meiner Meinung nach die richtige Antwort | |||
91 | 104 | Dozenten-Antwort: Clozapin Ist Haloperidol nicht ebenso möglich? Definitiv anfechtbar, da wir nicht wissen was der schon bekommen hat und die Frage zu ungenau formuliert ist. Aus den gegebenen Informationen geht nicht hervor, ob unter den in den Antwortmöglichkeiten aufgeführten Neuroleptika welche dabei sind, die bereits ausprobiert wurden, oder ob es sich durchweg um noch nicht verschriebene Neuroleptika handelt. Hast du eine Quelle angegeben? | 1 mal eingereicht
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98 | 93 | Geburt aus Beckenendlage-Frage. Missverhältnis “zugunsten” des Abdomens ist ein wertender Begriff und keine objektive Größenangabe, kann also in beide Richtungen ausgelegt werden. Somit stimmen C & E. (Ich weiß keine großen Chancen, aber ich wollte nichts unversucht lassen :D) | Feige A, Halle H. Beckenendlage, Querlage, Nabelschnurvorfall. In: Feige A, Rath W, Schmidt S, Hrsg. KreißsaalKompendium. 2. Auflage. Stuttgart: Thieme; 2018: 43–51. https://www.dggg.de/fileadmin/documents/leitlinien/archiviert/federfuehrend/015051_Geburt_bei_Beckenendlage/015051_ | ja |
66 | 106 41 | Hier ist laut Experten die Antwort “biphasisches abdominelles ” richtig. Meiner Meinung nach ist bei der eindeutigen klinischen Situation eine CT verzichtbar und eine sofortige chirurgische Exploration indiziert. Der Patient hat seit 4 Stunden Symptome und weitere Diagnostik würde eine Zeitverzögerung bedeuten. Laut beigefügter Quelle verschlechtert sich das Outcome nach 6 Stunden drastisch, sodass in dieser Situation keine Zeit für zusätzliche Diagnostik bleibt. Laut Quelle ist bereits bei einer Peritonitis die chirurgische Exploration Methode der Wahl. sehe ich auch so.. So steht es bei Thieme: Bei begründetem Verdacht auf eine mesenteriale Ischämie ist die unverzügliche Notfalloperation indiziert. werde es so einreichen: Antwort A und C sind richtig.
Antwort A: „Die akute mesenteriale Ischämie ist durch das charakteristische symptomfreie Intervall schwierig zu diagnostizieren. Aufgrund des kurzen Zeitfensters und der hohen Mortalität ist bei klinischem Verdacht immer die Notfalloperation indiziert.“ „Bei begründetem Verdacht auf eine mesenteriale Ischämie ist die unverzügliche Notfalloperation indiziert.“
Antwort C: Eine CT kann durchaus zur schnellen Diagnosesicherung indiziert sein, da „Ein Angio-CT kann die mesenteriale Ischämie zwar mit hoher Sicherheit ausschließen (negativer Vorhersagewert 95 %)“. „Bei Verdacht auf akute okklusive Mesenterialischämie ist das biphasische Kontrastmittel-CT mit multi- planarer (MPR)-Rekonstruktion in drei Ebenen das Diagnostikum der ersten Wahl. Das CT sollte sowohl in der arteriellen als auch in der venösen Phase das gesamte Abdomen abdecken.“ Top, ich habe auch Antwort A genommen! Typische Symptome und Befunde einer Riesenzellarteriitis sind neben neu aufgetretenen temporalen Kopfschmerzen auch Sehstörungen wie ein akuter Visusverlust (z.B. plötzlich über Nacht). Der Visusverlust mit potenzieller Erblindung stellt eine der schwerwiegendsten Komplikationen der RZA dar und sollte daher schnellstmöglich adäquat behandelt werden. Hier sind sowohl Antwort B als auch Antwort E korrekt, damit ist die Aufgabe nicht eindeutig lösbar. | https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/060-007l_S2k_Management_Großgefäßvaskulitiden_20 https://www.aerzteblatt.de/archiv/138880/Diagnose-und-Therapie-der-Riesenzellarteriitis | 1x 1x |
WEITER SO...GEBT ALLES!!!