Unsere Sternwarte

Unsere Sternwarte ist ein wesentlicher Bestandteil unseres mathematisch, naturwissenschaftlichen Fachprofils. In ihr forschen der Nawi-Club Astronomie, die Astronomie AG und der Projektkurs Astronomie.

Sie wird betreut von Dr. Valentin Sgibnev.


Unsere Sternwarte befindet sich hinter unseren Sporthallen.

→ Geschichte unserer Sternwarte

Astronomisches Ereignis des Jahres:

Der Merkurtransit
am Montag, 9. Mai 2016

Merkurtransit.gif

Verlauf des Merkurtransits, wie es ein Beobachter von Mitteleuropa aus durch ein azimutal montiertes Sonnenteleskop mit aufrechtem und seitenrichtigem Bild beobachten könnte. Der kleine Punkt, der um 13:12 Uhr links vor die Sonnenscheibe tritt ist Merkur. Er zieht im Laufe des Nachmittags durch den unten links befindlichen Quadranten um die Sonne um 20:40 Uhr wieder zu verlassen. Die anderen kleinen Punkte sind Sonnenflecken. Diese werden am 9. Mai 2016 anders aussehen.

Obwohl Merkur alle 116 Tage zwischen Erde und Sonne hindurch läuft - der Astronom spricht von unterer Konjunktion des Merkurs mit der Sonne, steht der innerste Planet des Sonnensystems nur alle paar Jahre dabei so nahe an der Verbindungslinie Erde-Sonne, dass er als kleine schwarze Scheibe vor der Sonne steht. Man spricht dann von einem Transit oder Durchgang.

Der Transit vom 9. Mai 2016 wird global gesehen von 13:10 Uhr bis 20:44 Uhr MESZ und somit über siebeneinhalb Stunden dauern. Lokal (und auch geozentrisch) dauert das Ereignis einige Minuten weniger lang.

Es ist praktisch unmöglich den kleinen Merkur-"Punkt" vor der Sonne mit einer Sonnenfinsternisbrille zu erhaschen - der Durchmesser von Merkur erscheint nur rund einen Fünftel so gross wie derjenige der Venus bei ihrem Transit und für die Venus gilt, dass man sie gerade erkennen kann.

Deshalb gilt, dass man zur Verfolgung eines Merkurtransits ein für die Sonnenbeobachtung ausgerüstetes Amateurteleskop braucht (Objektivfilter oder Projektion des Sonnenbildes - aus Sicherheitsgründen keine Okularfilter!). Nur wer mit seinem Teleskop gut Sonnenflecken beobachten kann, ist ausreichend für den Merkurtransit gerüstet. Ein solches Teleskopp bietet unsere Sternwarte an diesem Tag.  Außerdem wird der Transit in der Aula live übertragen.

März 2015:

Ein wenig Sonnenfinsternis konnten die Schülerinnen und Schüler des Schloß-Gymnasiums erleben. Dank ihrer Sternwarte. Die meisten Schüler in Düsseldorf sind leider leer ausgegangen.”  


→ Lokalzeit und Presse

→ YouTube

Sonnenfinsternis am 20. März 2015

Wie man der Tabelle unten entnehmen kann, sind Sonnenfinsternisse in Düsseldorf nicht selten, aber - beachten Sie dazu die 3. und 5. Spalte - sind die Dauer von 139 Minuten und eine Bedeckung von 82% ungewöhnlich. Zudem weiß man nicht, welche Sonnenfinsternis bei unserem Wetter nicht ohnedies ins Wasser fällt. Die Bedeckung der Sonne beginnt um ca. 9.30 Uhr, erreicht 10.38 Uhr das Maximum und endet um 11.49 Uhr.

Da Düsseldorf zwischen Hamburg und Stuttgart liegt, kann man sich gut ausmalen,
was - gutes Wetter vorausgesetzt - zu sehen sein wird.

Wir wollen versuchen, die Sonnenfinsternis in den Klassenräumen auf der Südseite allen Schüler/innen gut beobachtbar und sicher zu präsentieren. In der Zeit, also während des 2. und 3. Blocks und der Pause, sollen die Schüler aber das Schulgebäude nicht verlassen, denn ein ungeschützter Blick in die Sonne führt zu Schädigungen des Augenlichtes, die man zunächst nicht bemerkt. Sie werden vor allem auch durch unsichtbare Strahlen im UV- und IF-Bereich der intensiven Sonnenstrahlung verursacht, die auch scheinbar dunkle Folien durchdringen kann. Daher kann man sich auf den Augenschein bei der Beurteilung des gesundheitlichen Risikos nicht verlassen.

Keiner schaut ungeschützt in die Sonne (keine Mutproben!) – auch nicht probeweises Blinzeln!!!

Geometrie der Sonnenfinsternis

Nur ein kleiner Streifen (Pfad der Totalität) gerät in den Kernschatten des Mondes,

in dem die Sonnenfinsternis total ist.

Weil der Mond nicht in einem perfekten Kreis um die Erde wandert, sondern in einer Ellipse, schwankt der Abstand zwischen Erde und Mond zwischen 221.000 und 252.000 Meilen. Dadurch scheint auch die Größe des Mondes um bis zu 13 Prozent zu- oder abzunehmen. Ist der Mond bei einer Finsternis gerade an einem erdfernen Punkt seiner Bahn, reicht sein innerer Schattenkegel nicht ganz bis zur Erde. Ein Beobachter in diesem so genannten Pfad der Annularität sieht daher noch immer den äußeren Sonnenbereich als leuchtenden Ring.

Weniger als 70 Mal in einem Jahrhundert passen alle Faktoren zusammen, dann steht der Mond an der richtigen Stelle und im richtigen Abstand und sein Kernschatten erreicht uns - eine totale Sonnenfinsternis beginnt. Aber nur an ausgewählten Orten im “Pfad der Totalität”.

Januar-Februar 2015  

How to see Comet Lovejoy, plus best photos!

Comet Lovejoy, on January 9, 2015. Credit: Tom Wolf

Der Komet C/2014 Q2 (Lovejoy) steigt ab Neujahr steil den Himmel empor und kann am Abend beobachtet werden: mit möglicherweise 4½ Grössenklasse ist er von dunklen Standorten aus problemlos von bloßen Augen auszumachen. Er durchläuft die Sternbilder Eridanus, Stier, Widder und Dreieck.  

  himmel1.JPG

Quelle: http://news.astronomie.info/sky201501/kometen.html 

Was noch über Benrath zu beobachten ist, findet man z.B. hier  http://www.astronomie.de/der-himmel-aktuell/  oder hier http://news.astronomie.info/ai.php/bulletin/90000 

 Sternwarte Benzberg am Schlossgymnasium  ist am 30.01 und am 6.02.2015 ab 21:00 Uhr geöffnet.  

 Das Wetter der letzten Wochen spielt leider nicht mit. Nur in der Nacht vom 18. zum 19. Januar war über Benrath ein besonders klarer Himmel.

Seit vielen Jahren kooperieren wir mit dem

Observatorium Calar Alto (Andalusien)


Schloß-Schüler in Vorbereitung auf eine Sternennacht auf dem Calar Alto

Und seit 2012 sind wir auch wiederholt Gäste beim

 Radioastronomischen Observatorien auf dem Pico del Veleta bei Granada        

 
Schloß-Schüler auf dem Pico del Veleta in 2920m Höhe.

Über diese Zusammenarbeit bereichtet auch die

Zeitschrift Spektrum der Wissenschaft:

Geschichte der Sternwarte

Im Jahr 1843 errichtete Johann Friedrich enzenberg, Professor für Physik und Astronomie am Düsseldorfer Lyzeum, eine private Sternwarte, die er „Charlottenruhe“ nannte. Benzenberg führte hier selbst Himmelsbeobachtungen durch. Hauptinstrument war ein Refraktor mit 1,8 m Brennweite, der zur Vermessung von Sternpositionen mit einem Kreismikrometer ausgestattet war.

1851 übernahm die Leitung der Sternwarte Karl Theodor Robert Luther. Luther führte insbesondere Positionsbestimmungen von Planeten und Asteroiden durch. Die Daten stellte er anderen Sternwarten zur Bahnbestimmung der Himmelsköper zur Verfügung.

Am 17. April 1852 entdeckte er den Asteroiden (17) Thetis. In den folgenden drei Jahren entdeckte Luther die Asteroiden (26) Proserpina, (28) Bellona und (35) Leukothea. Nach der vierten Entdeckung erhöhte ihm der Düsseldorfer Gemeinderat sein Gehalt, das bis dahin 200 Taler jährlich betragen hatte. Von 1854 bis 1857 überarbeitete Luther einen Sternkatalog für die Berliner Königliche Akademie der Wissenschaften.

1943 wurde die Sternwarte während eines Bombenangriffs zerstört. Der ausgeglühte Rest des Fernrohres steht heute als Erinnerung vor dem Westturm von Alt St. Martin. Wenn man durch das Rohr sieht, erblickt man den Wetterhahn auf dem Kirchturm.

Zur Erinnerung an die ehemalige Sternwarte und zu Ehren der dort tätig gewesenen Astronomen finden sich heute in der Nähe der historischen Stätte die Straßenbezeichnungen Benzenbergstraße, Robert-Luther-Straße, Merkurstaße, Neptunstraße, Planetenstraße und Sternwartstraße.

Ostern 1907 wurde das Schloß-Gymnasium Benrath als „Höhere Knabenschule“ im Gebäude des 1933 abgerissenen alten Benrather Bürgermeisteramts an der Hildener Straße, Ecke Paulistraße eröffnet. Es war und blieb für Jahrzehnte eine reine Jungenschule.

Ab 1911 wurden die Schüler nach und nach im rechten Schlossflügel des Benrather Schlosses untergebracht, das die Benrather unmittelbar zuvor dem preußischen Staat abgekauft hatten.

1957 – 2002

1957 begann Dr. Wolfgang Alt, Mathematik und Physiklehrer mit dem Bau einer neuen Sternwarte im Schlosspark.

Teleskop im Eigenbau

Sternwarte am Schloß - Modell

Diese Sternwarte, die man im Volksmund als „Neue Benzenberg-Sternwarte“ schnell nannte, wurde im September 1959 eingeweiht.

Ab 2002

Als die Schule restaurierungsbedürftig wurde, bekam sie 1980 einen Neubau auf der

Hospitalstraße, den sie sich mit der Realschule Benrath teilt. Das neue Gebäude befindet sich in ca. 1km Entfernung zum Schloss. Diese Tausend Meter trennten jetzt die „neue“ Schule und die „alte“ Sternwarte.

Das war der Anfang einer neuer Zeitrechnung für die Benzenberg-Sternwarte, da die neue Eigentümern des Schlosses fanden die Sternwarte als eine Landschaftsstörung und die Sternwarte musste dem Renovierungsplan des Parks weichen.

Neue Sternwarte - Modell


Seitenende