Shai Zaratustarah Ka

F. Nichah  (1883-1885)

Also sprach Zarathustrah

F. Nietzsche (1883-1885)

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KUKO NA ZARATUSTARAH

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ZARATHUSTRA’S VORREDE

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Eta Zaratustarah le tiro yenini lo, yu kwi nuchu falan ai boso na falan ai nubo ginyo.

Als Zarathustra dreissig Jahr alt war, verliess er seine Heimat und den See seiner Heimat und ging in das Gebirge.

Lai lo yu kwi nyeza jea ai ikwasi na yulo ai tabo tiro nini lo nong tom kuriju yanyo.

Hier genoss er seines Geistes und seiner Einsamkeit und wurde dessen zehn Jahr nicht müde.

Zebas lo bamba tonyin, - ai la ninku kwa lo yu mora la iyam na ninku, nuvu ku Nin ai ka shau yu:

Endlich aber verwandelte sich sein Herz, - und eines Morgens stand er mit der Morgenröthe auf, trat vor die Sonne hin und sprach zu ihr also:

“Hea li mangu wamwa! Haya ke weron nenis na li tonto nong le ukwa be li dindi yunyo!

"Du grosses Gestirn! Was wäre dein Glück, wenn du nicht Die hättest, welchen du leuchtest!

Tabo tiro nini lo li kwi de lau vucha na wa: li kwi tom kuriju tos adin ai anunai, leleng wa, tirau, ai nanai na wa.

Zehn Jahre kamst du hier herauf zu meiner Höhle: du würdest deines Lichtes und dieses Weges satt geworden sein, ohne mich, meinen Adler und meine Schlange.

Esto wanyo kwi tara ana li ninku kwa yo, za chu itiwi na li ai nampau li tos aye.

Aber wir warteten deiner an jedem Morgen, nahmen dir deinen Überfluss ab und segneten dich dafür.

Yun lo! Wa kuriju tos iwanjo na walo, shi zundi yu kwi kwara azun vivi, wa tinza lele yanyo lenai.

Siehe! Ich bin meiner Weisheit überdrüssig, wie die Biene, die des Honigs zu viel gesammelt hat, ich bedarf der Hände, die sich ausstrecken.

Wa soi mule ai paucho, deche uwanjo bambosko yunga ke nyeka wai tos ijejeng ai usile tos ipale na yulonyo.

Ich möchte verschenken und austheilen, bis die Weisen unter den Menschen wieder einmal ihrer Thorheit und die Armen einmal ihres Reichthums froh geworden sind.

Chumunye ya tim wa vunu inaibo: shi li jam aye shai la zekita, eta li vunu ze boso ai deza adin Yula na Vu, hea li mangu tiwi!

Dazu muss ich in die Tiefe steigen: wie du des Abends thust, wenn du hinter das Meer gehst und noch der Unterwelt Licht bringst, du überreiches Gestirn!

Tim wa, kwashi li, vunu, shi al kaka ya, de ukwa wa keju vunu lai. Echu nampau lo wa, heali ayun vera, ya leleng iyeke tengi weyun mau nenis wamwa!

Ich muss, gleich dir, untergehen, wie die Menschen es nennen, zu denen ich hinab will.

So segne mich denn, du ruhiges Auge, das ohne Neid auch ein allzugrosses Glück sehen kann!

Nampau lo soseo ya denu wende, eno aso chu vungu sonu nuchi ya ai jauza layo awaino na inyevi na li!

Segne den Becher, welcher überfliessen will, dass das Wasser golden aus ihm fliesse und überallhin den Abglanz deiner Wonne trage!

Yun lo! Soseo wau denu naibo wai, ai Zaratustarah denu tom yunga wai.”

-Shai avunu na Zaratustarah tonuku.

Siehe! Dieser Becher will wieder leer werden, und Zarathustra will wieder Mensch werden."

- Also begann Zarathustra's Untergang.

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Zaratustarah vunu kwasi nuchu ginyo, ai yuyung chede yu. Eta esto yu nubo penyo lo, unaita vuti cheta ku yu, yu kwi nuchi sindo nampu eno kele nyuvu la penyo.

Zarathustra stieg allein das Gebirge abwärts und Niemand begegnete ihm. Als er aber in die Wälder kam, stand auf einmal ein Greis vor ihm, der seine heilige Hütte verlassen hatte, um Wurzeln im Walde zu suchen.

Ai shai unaita ka Zaratustarah:

“Nong wojong unuvu wau tos wa: tauku tiro wi lo yu lutum lau.

Und also sprach der Greis zu Zarathustra:

Nicht fremd ist mir dieser Wanderer: vor manchem Jahre gieng er hier vorbei.

Zaratustarah senka, esto yu kwi yinsa. Tai lo li jauza pishum na lo de gin: keju jauza nintau api de wenseo ha? Nong yika afon na ajampi ha?

Zarathustra hiess er; aber er hat sich verwandelt. Damals trugst du deine Asche zu Berge: willst du heute dein Feuer in die Thäler tragen? Fürchtest du nicht des Brandstifters Strafen?

Eo, waijo Zaratustarah. Kwavo ayun, ai aheka nong vanjo la bo kiki. Nong nunu lai shi usenji ha?

Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer?

Oyinsa Zaratustarah, ben yu tom, ukwa yu monzon Zaratustarah: haya li keju tau lu uzon?

Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafenden?

Shi bo finso li kwi hai la ikwaju, ai finso kwi jauza li. Yoi, keju tinu vuan ha? Yoi, keju kunku senyo na lilo nunu ha?”

Wie im Meere lebtest du in der Einsamkeit, und das Meer trug dich. Wehe, du willst an's Land steigen? Wehe, du willst deinen Leib wieder selber schleppen?

Zaratustarah waika: “Wa nenju yunganyo.”

“Hamun,” unampu ka “wa kwi nubo penyo ai suskula ha?

Zarathustra antwortete: "Ich liebe die Menschen."

Warum, sagte der Heilige, gieng ich doch in den Wald und die Einöde?

Ya nong chumun wa nenju vivi yunganyo ha?

Tau wa nenju Nam: yunganyo be nong nenju. Yunganyo aya yoneneng tos wa. Anenju tos yunganyo ke jamia walo.”

War es nicht, weil ich die Menschen allzu sehr liebte?

Jetzt liebe ich Gott: die Menschen liebe ich nicht. Der Mensch ist mir eine zu unvollkommene Sache. Liebe zum Menschen würde mich umbringen.

Zaratustarah waika: “Haya wa ka tos anenju? Wa deza yunganyo aupau.”

Zarathustra antwortete: "Was sprach ich von Liebe! Ich bringe den Menschen ein Geschenk."

“Pau yayang yunyo lo,” unampu ka. “Nenti zachu akwa chu yunyo ai jauza ya lu li - aye ke janenku wi tio yunyo: tonto janenku lilo sisi!

Gieb ihnen Nichts, sagte der Heilige. Nimm ihnen lieber Etwas ab und trage es mit ihnen - das wird ihnen am wohlsten thun: wenn er dir nur wohlthut!

Ai tonto keju pau yunyo lo, tontoye nong pau akwa wi tunti paumbe, ai mau mun yunyo soika tos aye!”

Und willst du ihnen geben, so gieb nicht mehr, als ein Almosen, und lass sie noch darum betteln!

“Nong,” Zaratustarah kwi waika, “paumbe nong pau. Nong sile yosa wa.”

Unampu hauka tos Zaratustarah ai ka mau:

"Nein, antwortete Zarathustra, ich gebe kein Almosen. Dazu bin ich nicht arm genug."

Der Heilige lachte über Zarathustra und sprach also:

“Echu mun en yunyo joza wampa na lo! Yunyo rejung usisira ai nong jeho en wanyo de, eno pau.

So sieh zu, dass sie deine Schätze annehmen! Sie sind misstrauisch gegen die Einsiedler und glauben nicht, dass wir kommen, um zu schenken.

Numbe na wanyo yanyo tunu bano lo hinka kwaju vivi tos yunyo. Ai shi eta la manya lo yunyo la zonya wehim ubu la nunu shai, ku nainu ata Nin monzon tai, shai yunyo eo haka yulonyo: “Hano uminza denu de?”

Unse Schritte klingen ihnen zu einsam durch die Gassen. Und wie wenn sie Nachts in ihren Betten einen Mann gehen hören, lange bevor die Sonne aufsteht, so fragen sie sich wohl: wohin will der Dieb?

Nong de yunga lo ai lara penyo! Tentunke de unga lo! Hamun li nong keju tom shi wa - moa kwa bambosko moa, une bambosko une?”

Gehe nicht zu den Menschen und bleibe im Walde! Gehe lieber noch zu den Thieren! Warum willst du nicht sein, wie ich, - ein Bär unter Bären, ein Vogel unter Vögeln?

“Ai haya unampu jam la penyo?” Zaratustarah haka.

Unampa waika: “Wa jam ajika ai jika yanyo, ai eta jam ajika lo, wa hauka, yoyoi ai bobal: shai wa wenka Nam.

"Und was macht der Heilige im Walde?" fragte Zarathustra.

Der Heilige antwortete: Ich mache Lieder und singe sie, und wenn ich Lieder mache, lache, weine und brumme ich: also lobe ich Gott.

Wa za ana jika, yoyoi ai bobal eno wenka  Nam kwa, yu Nam na wa. Esto haya li deza wanyo shi aupau?

Mit Singen, Weinen, Lachen und Brummen lobe ich den Gott, der mein Gott ist. Doch was bringst du uns zum Geschenke?

Eta Zarathustarah kwi wehim kaya wau lo, yu maika unampu ai ka: “Haya wa ke le pau linyo? Lo, soi tuska wa nuchu aye, eno nong zachu akwa chu linyo!”

Als Zarathustra diese Worte gehört hatte, grüsste er den Heiligen und sprach: "Was hätte ich euch zu geben! Aber lasst mich schnell davon, dass ich euch Nichts nehme!"

-Ai shai yunyo mokwanu noyom, unaita ai ubu, la hauka, kwashi simbu sun hauka.

- Und so trennten sie sich von einander, der Greis und der Mann, lachend, gleichwie zwei Knaben lachen.

Eta kwasi Zaratustrah, esto, yu mau ku bamba: “Ya eo ke ten ha! Unampu naita wau la penyo na yulo nong kwi wehim akakwa tos en mia Nam!”

Als Zarathustra aber allein war, sprach er also zu seinem Herzen: "Sollte es denn möglich sein! Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch Nichts davon gehört, dass Gott todt ist!"

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Eta Zaratustarah de dola fafau tio, ya lu penyo lo, yu chele lai yunga wi okwara la chipola: chumun al yoka en yunyo denu weyun nayamas. Ai Zaratustarah kwi ka yunga:

Als Zarathustra in die Nächste Stadt kam, die an den Wäldern liegt, fand er daselbst viel Volk versammelt auf dem Markte: denn es war verheissen worden, das man einen Seiltänzer sehen solle. Und Zarathustra sprach also zum Volke:

“Wa mukwan linyo utumangi. Yunganyo akwa be ya tim al yunyi ya. Haya linyo kwi jam eno tunti yunganyo?

Ich lehre euch den Übermenschen. Der Mensch ist Etwas, das überwunden werden soll. Was habt ihr gethan, ihn zu überwinden?

“Ula deche tau kwi mula akwa ya tunti yulonyo: ai linyo keju weron huta na wendeto wan wau ai tunke wainu tom unga tunti ana tunti yunganyo ha?”

"Alle Wesen bisher schufen etwas über sich hinaus: und ihr wollt die Ebbe dieser großen Flut sein und lieber noch zum Tiere zurückgehen, als den Menschen zu überwinden?"

Haya nyai tos yunganyo? Ukwa be al hauvu yu eom atempuchu temwerang. Ai kwashi aye lo yunganyo denu weron tos utumangi: wohauvu eom atempuchu temwerang.

Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham. Und ebendas soll der Mensch für den Übermenschen sein: ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham.

Linyo kwi jam nuno chu lia deche yunganyo, ai awi bo linyo rata lia.

Kwikuta lo nyai linyo, ai tau mau yunga shi nyai tunti nyai kakwa.

Ihr habt den Weg vom Wurme zum Menschen gemacht, und Vieles ist in euch noch Wurm. Einst wart ihr Affen, und auch jetzt ist der Mensch mehr Affe, als irgend ein Affe.

Ukakwa yu uwanjo tio chu linyo lo, yu mau aru ai sunusko chu pea ai fayu. Esto wa kaka linyo fayu eom pea lo?

Wer aber der Weiseste von euch ist, der ist auch nur ein Zwiespalt und Zwitter von Pflanze und von Gespenst. Aber heisse ich euch zu Gespenstern oder Pflanzen werden?

Yun lo, wa mukwan linyo utumangi! Utumangi akano na Yula. Om akeju na linyo ka: utumangi weron lo akano na Yula!

Seht, ich lehre euch den Übermenschen!

Der Übermensch ist der Sinn der Erde. Euer Wille sage: der Übermensch sei der Sinn der Erde!

Wa reka linyo, bua na wa, lara lo rejura tos Yula ai nong jeho lo ukwa, yu ka linyo tos akeho yunyo tumangi Yula!

Ich beschwöre euch, meine Brüder, bleibt der Erde treu und glaubt Denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden!

Ujaminki yunyo, eom en yunyo jo eom en nong.

Uhepi na ihai yunyo, utomia ai wominki yulonyo, tos yunyo Yula kuriju: echu om yunyo nuchu!

Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht.

Verächter des Lebens sind es, Absterbende und selber Vergiftete, deren die Erde müde ist: so mögen sie dahinfahren!

Kwikuta lo, anamaru fe Nam anamaru wan tio, esto Nam kwi tomia, ai lu yu lo mau unamaru tomia.

Einst war der Frevel an Gott der grösste Frevel, aber Gott starb, und damit auch diese Frevelhaften.

Ana namaru Yula tau ananyau temwanyi tio ai ana wenju utenjebong wen tunti akano na Yula!

An der Erde zu freveln ist jetzt das Furchtbarste und die Eingeweide des Unerforschlichen höher zu achten, als der Sinn der Erde!

Kwikuta lo fayu kwi yun heka senyo: ai tai lo ahepu wau akwa wen tio: -ya keju en ya pesa, teheka, tinki.

Einst blickte die Seele verächtlich auf den Leib: und damals war diese Verachtung das Höchste: - sie wollte ihn mager, grässlich, verhungert.

Echu ya je churu ya ai Yula.

Ho, fayu ye yalo pesa, teheka ai tinki: ai imweng inyeka na fayu ye!

So dachte sie ihm und der Erde zu entschlüpfen.

Oh diese Seele war selbst noch mager, grässlich und verhungert: und Grausamkeit war die Wollust dieser Seele!

Esto linyo mau rata, hea bua, ka lo wa: haya yoka senyo na linyo tos fayu? Fayu nong isile ai boi ai inyeka minyaizale ha?

Aber auch ihr noch, meine Brüder, sprecht mir: was kündet euer Leib von eurer Seele? Ist eure Seele nicht Armuth und Schmutz und ein erbärmliches Behagen?

Ho lo, vonu boboi yunganyo. Tim ukwa weron finso, eno tengi pauza vonu boboi, leleng tom shimpung.

Wahrlich, ein schmutziger Strom ist der Mensch. Man muss schon ein Meer sein, um einen schmutzigen Strom aufnehmen zu können, ohne unrein zu werden.

Yun lo, wa mukwan linyo utumangi: yu finso ye, bo yu lo ahepu wan na linyo tengi vubon.

Seht, ich lehre euch den Übermenschen: der ist diess Meer, in ihm kann eure grosse Verachtung untergehn.

Haya awan tio linyo tengi toju ya?  Ya rio na ahepu wan. Rio nenis na linyo tom aheka tai ai mau kwashi inenje ai nempulu na linyo.

Was ist das Grösste, das ihr erleben könnt? Das ist die Stunde der grossen Verachtung. Die Stunde, in der euch auch euer Glück zum Ekel wird und ebenso eure Vernunft und eure Tugend.

Rio linyo ka tai en: “Haya faulu nenis na wa! Isile ai boi, ai inyeka minyaizale. Esto ya tinti nenis na wa yalo puyun ilaila!”

Die Stunde, wo ihr sagt: "Was liegt an meinem Glücke! Es ist Armuth und Schmutz, und ein erbärmliches Behagen. Aber mein Glück sollte das Dasein selber rechtfertigen!"

Rio linyo ka tai en: “Haya faulu inenje na wa! Ya  tinju aujo shi kimeo aki na yulo ha? Ya isile ai boi ai inyeka minyaizale!”

Die Stunde, wo ihr sagt: "Was liegt an meiner Vernunft! Begehrt sie nach Wissen wie der Löwe nach seiner Nahrung? Sie ist Armuth und Schmutz und ein erbärmliches Behagen!"

Rio linyo ka tai en: “Haya faulu nempulu na wa! Mau lo ya nong kwi mun wa donu. Wu kuriju inen ai iming na wa! Ayo isile ai boi ai inyeka minyaizale!”

Die Stunde, wo ihr sagt: "Was liegt an meiner Tugend! Noch hat sie mich nicht rasen gemacht. Wie müde bin ich meines Guten und meines Bösen! Alles das ist Armuth und Schmutz und ein erbärmliches Behagen!"

Rio linyo ka tai en: “Haya faulu inempu na wa! Nong weyun, en wa idonju ai pisol. Esto inempu idonju ai pisol!”

Die Stunde, wo ihr sagt: "Was liegt an meiner Gerechtigkeit! Ich sehe nicht, dass ich Gluth und Kohle wäre. Aber der Gerechte ist Gluth und Kohle!"

Rio linyo ka tai en: “Haya faulu ayoiza na wa! Ayoiza nong pano, tila ya al za fantu valu ukwa yu nenju yunganyo?  Esto ayoiza na wa nong apanoti.”

Die Stunde, wo ihr sagt: "Was liegt an meinem Mitleiden! Ist nicht Mitleid das Kreuz, an das Der genagelt wird, der die Menschen liebt? Aber mein Mitleiden ist keine Kreuzigung."

Kwi ka shai ha? Kwi donka shai ha? Ho, om wa kwi wehim adonka shai chu linyo! Nong ananyau na linyo, esto iyosaka donka de Nenan, iwizakeng yalo bo ananyau na linyo donka de Nenan!

Spracht ihr schon so? Schriet ihr schon so? Ach, dass ich euch schon so schreien gehört hatte! Nicht eure Sünde - eure Genügsamkeit schreit gen Himmel, euer Geiz selbst in eurer Sünde schreit gen Himmel!

Hala tipingu ya za loilo na ya loloiza linyo? Hala isemi be ya ke tim al za ya pyusa linyo?

Wo ist doch der Blitz, der euch mit seiner Zunge lecke? Wo ist der Wahnsinn, mit dem ihr geimpft werden müsstet?

Yun lo, wa mukwan linyo utumangi: uye tipingu wau, uye ijemi wau! -

Eta Zaratustarah kwi ka shai lo, ukwa chu yunga donka:

Seht, ich lehre euch den Übermenschen: der ist dieser Blitz, der ist dieser Wahnsinn! -

Als Zarathustra so gesprochen hatte, schrie Einer aus dem Volke:

“Wanyo tau kwi wehim ayosa tos nayamas, tau om munyun yu wanyo!” Ai yunga yo hauvu Zaratustarah.

"Wir hörten nun genug von dem Seiltänzer; nun lasst uns ihn auch sehen!" Und alles Volk lachte über Zarathustra.

Esto nayamas lo, yu jeho en kaya tos yulo, kwi nuku kan.

Der Seiltänzer aber, welcher glaubte, dass das Wort ihm gälte, machte sich an sein Werk.

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Esto Zaratustarah lo, yun yunga ai jeha. Tai lo yu ka shai:

Zarathustra aber sahe das Volk an und wunderte sich. Dann sprach er also:

“Yunganyo naya be al jasku ya bambo unga ai utumangi, -naya ti wanaibo kwa.

Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Thier und Übermensch, - ein Seil über einem Abgrunde.

Vano zen kwa, arinu zen, yunto zen na ze, apepye ai abas zen.

Ein gefährliches Hinüber, ein gefährliches Auf-dem-Wege, ein gefährliches Zurückblicken, ein gefährliches Schaudern und Stehenbleiben.

Akwa ya wamwa bo yunganyo, aye en yu vano ai nong auno: akwa be al tengi nenju tos yunga, aye akwa ya atinu ai avunu kwa

Was gross ist am Menschen, das ist, dass er eine Brücke und kein Zweck ist: was geliebt werden kann am Menschen, das ist, dass er ein Übergang und ein Untergang ist.

Wa nenju kwa yunyo nong jo hai, chito uvunu, chumun yunyo ukwa yunyo titum.

Ich liebe Die, welche nicht zu leben wissen, es sei denn als Untergehende, denn es sind die Hinübergehenden.

Wa nenju uheka wan, chumun yunyo utiju wamwa, ai netu na idoke tos soku yin.

Ich liebe die grossen Verachtenden, weil sie die grossen Verehrenden sind und Pfeile der Sehnsucht nach dem andern Ufer.

Wa nenju ukwa, yunyo nong kele amun ze mangu, en vunu ai tom utovu: esto ukwa yunyo jampauto yulonyo Yula lo, eno Yuka denu la ata kwa tos utumangi.

Ich liebe Die, welche nicht erst hinter den Sternen einen Grund suchen, unterzugehen und Opfer zu sein: sondern die sich der Erde opfern, dass die Erde einst der Übermenschen werde.

Wa nenju ukwa, yu hai, eno jebonu, ai yu keju jebonu, eno la ata kwa lo utumangi hai. Ai shai yu keju avunu na yulo.

Ich liebe Den, welcher lebt, damit er erkenne, und welcher erkennen will, damit einst der Übermensch lebe. Und so will er seinen Untergang.

Wa nenu ukwa, yu kan ai henje, eno yu jando yudo tos utumangi ai jankuri tos yu Yula, unga ai pea: chumun shai yu keju avunu na yulo.

Ich liebe Den, welcher arbeitet und erfindet, dass er dem Übermenschen das Haus baue und zu ihm Erde, Thier und Pflanze vorbereite: denn so will er seinen Untergang.

Wa nenju ukwa, yu nenju nempulu na yulo: nempulu akeju tos avunu ai netu na adonke.

Ich liebe Den, welcher seine Tugend liebt: denn Tugend ist Wille zum Untergang und ein Pfeil der Sehnsucht.

Wa nenju ukwa, yu nong kubora sinso chu jea, esto za jea kwambe keju laila: shai yu nuvu shi fai titum vano.

Ich liebe Den, welcher nicht einen Tropfen Geist für sich zurückbehält, sondern ganz der Geist seiner Tugend sein will: so schreitet er als Geist über die Brücke.

Wa nenju ukwa, yu jam chu nempulu ijumoi ai nonis: shai yu keju tos nempulu lo rata hai ai nong rata hai.

Ich liebe Den, welcher aus seiner Tugend seinen Hang und sein Verhängniss macht: so will er um seiner Tugend willen noch leben und nicht mehr leben.

Wa nenju ukwa, yu nong keju le nempulu vivi. Nempulu kwa nempulu wi tunti asun, chumun ya asku wi tunti, chu lai nonis pimpi.

Ich liebe Den, welcher nicht zu viele Tugenden haben will. Eine Tugend ist mehr Tugend, als zwei, weil sie mehr Knoten ist, an den sich das Verhängniss hängt.

Wa nenju ukwa, fayu na yulo lenza yalo, yu nong keju pauza ipai ai nong waipau ya: chumun yu pau tayo ai nong keju kaira yulo.

Ich liebe Den, dessen Seele sich verschwendet, der nicht Dank haben will und nicht zurückgiebt: denn er schenkt immer und will sich nicht bewahren.

Wa nenju ukwa, yu puchu, eta daudu bon nole nenis na yulo ai yu haka tai: “Echu wa ufi hopung ha?” - chumun yu weke bon vunu.

Ich liebe Den, welcher sich schämt, wenn der Würfel zu seinem Glücke fällt und der dann fragt: bin ich denn ein falscher Spieler? - denn er will zu Grunde gehen.

Wa nenju ukwa, kaya chu vungu na yu mune aku ajam na yulo ai yu tayo leza wi tunti akwa yu reka ya: chumun yu keju avunu na yulo.

Ich liebe Den, welcher goldne Worte seinen Thaten voraus wirft und immer noch mehr hält, als er verspricht: denn er will seinen Untergang.

Wa nenju ukwa, yu puyun udeta ai yu janamil ukwita: chumun yu keju vunu tos utaula.

Ich liebe Den, welcher die Zukünftigen rechtfertigt und die Vergangenen erlöst: denn er will an den Gegenwärtigen zu Grunde gehen.

Wa nenju ukwa, yu fon Nam, chumun yu nenju Nam: chumun ya tinti yu vunu chumun iwonka na Nam na yulo.

Ich liebe Den, welcher seinen Gott züchtigt, weil er seinen Gott liebt: denn er muss am Zorne seines Gottes zu Grunde gehen.

Wa nenju ukwa, fayu na yu naibo la amitu mawi, ai yu tengi vunu chumun aya sin: shai yu tunu weke vano.

Ich liebe Den, dessen Seele tief ist auch in der Verwundung, und der an einem kleinen Erlebnisse zu Grunde gehen kann: so geht er gerne über die Brücke.

Wa nenju ukwa, fayu na yu yobo vivi kwambe, en yu monjo yulo, ai aya yo bo yu: shai aya yo denu tom avunu na yu.

Ich liebe Den, dessen Seele übervoll ist, so dass er sich selber vergisst, und alle Dinge in ihm sind: so werden alle Dinge sein Untergang.

Wa nenju ukwa, yu le jea namil ai bamba namil: shai titi na yu bibonyo na bamba sisi; esto bamba pono yu de avunu.

Ich liebe Den, der freien Geistes und freien Herzes ist: so ist sein Kopf nur das Eingeweide seines Herzens, sein Herz aber treibt ihn zum Untergang.

Wa nenju uyo, yunyo sinso jum, la bon kwazekwa nuchu shina sol ya nengi ti yunga: yunyo yoka, en tipingu de, ai bon vunu shi unuka.

Ich liebe alle Die, welche schwere Tropfen sind, einzeln fallend aus der dunklen Wolke, die über den Menschen hängt: sie verkündigen, dass der Blitz kommt, und gehn als Verkündiger zu Grunde.

Yun lo, wa unuka na tipingu ai sinso jum kwa ya nuchu shina: esto tipingu wau le senka Utumangi.

Seht, ich bin ein Verkündiger des Blitzes und ein schwerer Tropfen aus der Wolke: dieser Blitz aber heisst Übermensch. -

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Eta Zaratustarah kwi ka kaya wau lo, yun wai yunha ai sus.

Als Zarathustra diese Worte gesprochen hatte, sahe er wieder das Volk an und schwieg.

“Lai yunyo vuti,” yu ka bamba na yulo, “lai yunyo hauka: yunyo nong jebo wanyo, wa nong kiki tos ahim wau.

"Da stehen sie", sprach er zu seinem Herzen, "da lachen sie: sie verstehen mich nicht, ich bin nicht der Mund für diese Ohren.

Ya tim ukwa cheche ahim kuye ha, eno yunyo kwan, za ayun wehim? Ya tim ukwa kacheche shi daya ai upucho ha? Eom yunyo jeho ututuka sisi ha?

Muss man ihnen erst die Ohren zerschlagen, dass sie lernen, mit den Augen hören. Muss man rasseln gleich Pauken und Busspredigern? Oder glauben sie nur dem Stammelnden?

Yunyo le akwa be yunyo wenyun ya. Hashi yunyo ka ya ha, akwa ya mun yunyo wenyun? Ipu, yunyo kaka ya, ya sain yunyo fera ungano na menga.

Sie haben etwas, worauf sie stolz sind. Wie nennen sie es doch, was sie stolz macht? Bildung nennen sie's, es zeichnet sie aus vor den Ziegenhirten.

Chumunye lo yunyo nong nyepai wehim kaya “ahepu”. Echu wa denu ka la kapau iwenyun na yunyo.

Eshu wa denu ka yunyo tos akwa tehepu tio: aye eo yunga ze tio.”

Drum hören sie ungern von sich das Wort `Verachtung`. So will ich denn zu ihrem Stolze reden.

So will ich ihnen vom Verächtlichsten sprechen: das aber ist der letzte Mensch."

Ai shai Zaratustarah ka yunga: “Ata lau, en yunga munku auno na yulo. Ata lau, en yunga vura benzoi na akeho wen tio na yulo.

Und also sprach Zarathustra zum Volke:

Es ist an der Zeit, dass der Mensch sich sein Ziel stecke. Es ist an der Zeit, dass der Mensch den Keim seiner höchsten Hoffnung pflanze.

Vushum rata lon tos aye. Esto vushum wau denu lonong ai sile la anin kwa, ai ape wen nong ke tengi tomwan chu ya.

Noch ist sein Boden dazu reich genug. Aber dieser Boden wird einst arm und zahm sein, und kein hoher Baum wird mehr aus ihm wachsen können.

Yoi! Ata denu de, yunga nong rata denu munu netu na adonka ti yunganyo tai, ai naya na chempil denu kwi mokwan huzim!

Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch nicht mehr den Pfeil seiner Sehnsucht über den Menschen hinaus wirft, und die Sehne seines Bogens verlernt hat, zu schwirren!

Wa ka linyo: tim ukwa lebo feren, eno sencho mangu ya senji. Wa ka linyo: linyo rata lebo feren.

Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.

Yoi! Ata denu de, yunga nong rata denu senchi mangu tai. Yoi! Ata denu de en yunga tehepu tio nong rata tengi hepu yulo tai.

Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch keinen Stern mehr gebären wird. Wehe! Es kommt die Zeit des verächtlichsten Menschen, der sich selber nicht mehr verachten kann.

Yun lo! Wa munyun linyo yunga ze tio.

“Haya anenju? Haya amula? Haya adonka? Haya mangu?” - shai yunga ze tio haka ai kakayun.

Seht! Ich zeige euch der letzte Mensch.

"Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern" - so fragt der letzte Mensch und blinzelt.

Yula tai kwi tom sin, ai tila lai lo yunga ze tio papya, yu jansin ayo. Temohaing shila na yu, shi pyadi na vuku; yunga ze tio hai nai tio.

Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar, wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.

“Wanyo kwi henyun inyeka,” yunga yunyo ze tio ka ai kakayun.

Yunyo kwi nuchu lanyo ihai reza lai: chumun yunyo tinza isham.

"Wir haben das Glück erfunden" - sagen die letzten Menschen und blinzeln.

Sie haben den Gegenden verlassen, wo es hart war zu leben: denn man braucht Wärme.

Ukwa rata nenju udolu ai nyom tila yu: chumun al tinza isham.

Ana tonsemi ai rejung lo - yunyo jesa tempuchu: yunyo nuvu boboyun.

Man liebt noch den Nachbar und reibt sich an ihm: denn man braucht Wärme.

Krankwerden und Misstrauen-haben gilt ihnen sündhaft: man geht achtsam einher.

Ujejeng, ukwa yu rata woivu tila adu eom yunga!

Minki si tai-tau: aye mun amanje shu.

Ein Thor, der noch über Steine oder Menschen stolpert!

Ein wenig Gift ab und zu: das macht angenehme Träume.

Ai minki wi zebas tos amia shu.

Yunga rata kan, chumun akan akwa ya tunku.

Und viel Gift zuletzt, zu einem angenehmen Sterben.

Man arbeitet noch, denn Arbeit ist eine Unterhaltung.

Esto yunga mun en atunku nong mitu.

Yunga nong rata tom sile ai pale: reza vivi akwa yo.

Aber man sorgt dass die Unterhaltung nicht angreife.

Man wird nicht mehr arm und reich: Beides ist zu beschwerlich.

Hayu rata keju pun? Hayu rata keju hinkeza? Reza vivi akwa yo.

Unganyo meng, ungano meng! Uyo keju akwashi; uyo kwashi: ukwa yu ju yinshi lo, nubo weke jemido.

Wer will noch regieren? Wer noch gehorchen? Beides ist zu beschwerlich.

Kein Hirt und Eine Heerde! Jeder will das Gleiche, Jeder ist gleich: wer anders fühlt, geht freiwillig in's Irrenhaus.

“Kwikuta lo Yula kwambe jemi,” uchauyun tio ka ai kakayun.

Nenje yunga ai jo ayo, ya kwi to: echu al nong le abas tos akahau.

"Ehemals war alle Welt irre" - sagen die Feinsten und blinzeln.

Man ist klug und weiss Alles, was geschehn ist: so hat man kein Ende zu spotten.

Yunga rata ruka, esto yunyo janja wailu gela - eke ya jamwa biki.

Yunga le ashushi sun yanyo tos anin ai ashushi sin yanyo tos manta: esto yunyo vetus inensa.

Man zankt sich noch, aber man versöhnt sich bald - sonst verdirbt es den Magen.

Man hat sein Lüstchen für den Tag und sein Lüstchen für die Nacht: aber man ehrt die Gesundheit.

“Wanyo kwi henyun inyeka,” yunga ze tio ka ai kakayun.

"Wir haben das Glück erfunden" - sagen die letzten Menschen und blinzeln -

Ai lau li ayoka na kwa na Zaratustarah tombas, akwa be al mau kaka “Kuko”: chumun la ala wau adonka ai iwanke na lonyo nubai yu.

Und hier endete die erste Rede Zarathustra's, welche man auch "die Vorrede" heisst: denn an dieser Stelle unterbrach ihn das Geschrei und die Lust der Menge.

“Pau wanyo yunga wau yunyo ze tio , hea Zaratustarah,” shai yunyo donka. “Jam wanyo yunga wau ze tio! Shai wanyo pau li utumangi!”

"Gieb uns diesen letzten Menschen, oh Zarathustra, - so riefen sie - mache uns zu diesen letzten Menschen! So schenken wir dir den Übermenschen!"

Ai lonyo kwambe wamai ai chunka loilo. Esto Zaratustarah tom yoyun ai ka bamba na yulo:

Und alles Volk jubelte und schnalzte mit der Zunge. Zarathustra aber wurde traurig und sagte zu seinem Herzen:

“Yunyo nong jebo wa: wa nong kiki tos ahim wau.

Nai vivi tente en wa hai la ginyo, vivi wa him sinsonai ai ape: tau wa ka yunyo shi ungano na menga.

Sie verstehen mich nicht: ich bin nicht den Mund für diese Ohren.

Zu lange wohl lebte ich im Gebirge, zu viel horchte ich auf Bäche und Bäume: nun rede ich ihnen gleich den Ziegenhirten.

Oponjung fayu na wa ai tunyun shi ginyo la ninku. Esto yunyo jesa, en wa ven ai ukahau za ahau waming.

Unbewegt ist meine Seele und hell wie das Gebirge am Vormittag. Aber sie meinen, ich sei kalt und ein Spötter in furchtbaren Spässen.

Ai tau yunyo yun wa ai hauka: ai tabo yunyo hauka lo, yunyo rata heka wa. Revo bo ahauka na yunyo.”

Und nun blicken sie mich an und lachen: und indem sie lachen, hassen sie mich noch. Es ist Eis in ihrem Lachen.

-6-

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Esto tai akwa to, ya mun kiki kwa yo sus ai ayun kwa yo nunung. Tabola lo nayamas kwi nuku akan:

Da aber geschah Etwas, das jeden Mund stumm und jedes Auge starr machte. Inzwischen nämlich hatte der Seiltänzer sein Werk begonnen:

yu kwi nuvu nuchi doki sin ai nunu titum naya, ya be al hikum bambo wendo sun, eno, ya pimpi ti chipola ai yunga.

er war aus einer kleiner Thür hinausgetreten und gieng über das Seil, welches zwischen zwei Thürmen gespannt war, also, dass es über dem Markte und dem Volke hieng.

Eta yu la ban chau na nuno lo, doki sin tonuku tato kwa wai, ai buyu sansa kwa, shi umuhau, pya nuchi au za numbe ge zenu una kwa. “Kunu, hea usenteneng!,” kika tenyi donka. “Kunu lo, hea ukera, unusis, kuku lanshi! Eno wa nong za vuze yoyol li!

Als er eben in der Mitte seines Weges war, öffnete sich die kleine Thür noch einmal, und ein bunter Gesell, einem Possenreisser gleich, sprang heraus und gieng mit schnellen Schritten dem Ersten nach. "Vorwärts, Lahmfuss, rief seine fürchterliche Stimme, vorwärts Faulthier, Schleichhändler, Bleichgesicht! Dass ich dich nicht mit meiner Ferse kitzle!

Haya pono li lai bambo wendo? Bo wendo lo li dochu, ya tim al kayoza li, ukwa yu nen tunti li be li janyau nuno mil!”

Was treibst du hier zwischen Thürmen? In den Thurm gehörst du, einsperren sollte man dich, einem Bessern, als du bist, sperrst du die freie Bahn!" -

Ai za kaya kwa yo lo yu faunu yu wi tomwi: eta yu numbe kwa sisi ze yu lo, akwa temwanyi ye to ya mun kiki kwa yo sus ai ayun kwa yo nunung:

Und mit jedem Worte kam er ihm näher und näher: als er aber nur noch einen Schritt hinter ihm war, da geschah das Erschreckliche, das jeden Mund stumm und jedes Auge starr machte:

- yu kwi chuka adonka shu umiming kwa ai pya titum nuchu ukwa yu noku yu.

- er stiess ein Geschrei aus wie ein Teufel und sprang über Den hinweg, der ihm im Wege war.

Esto uwau, eta yu weyun shai ufe na yulo fiti lo, monkoi titi ai naya tos awau; yu mune wempe nuchu yulo ai hichu vunu ge tunti aye, shi nudaro chu lele ai vuvu, nubo inaibo.

Dieser aber, als er so seinen Nebenbuhler siegen sah, verlor dabei den Kopf und das Seil; er warf seine Stange weg und schoss schneller als diese, wie ein Wirbel von Armen und Beinen, in die Tiefe.

Chipola ai yunga yunkule finso eta funto nubo: ayo sonu chu noyom, ai la ala tiku, senyo denu bon che lai.

Der Markt und das Volk glich dem Meere, wenn der Sturm hineinfährt: Alles floh aus einander und übereinander, und am meisten dort, wo der Körper niederschlagen musste.

Zaratustarah esto lo, lara vuti, ai lu chau yu senyo bon, omonsa wamwa ai obai, esto nong rata mia.

Zarathustra aber blieb stehen, und gerade neben ihn fiel der Körper hin, übel zugerichtet und zerbrochen, aber noch nicht todt.

Ze sinta lo ijele wainu womitu, ai yu weyun Zaratustarah nupil lu yu.

Nach einer Weile kam dem Zerschmetterten das Bewusstsein zurück, und er sah Zarathustra neben sich knieen.

“Haya li la jam?” yu ka zebas. “Wa kwi jo nai, en Umiming denu muwoivu wa. Tau yu kunku wa nubo Mingan: li denu janchu yu ha?”

"Was machst du da? sagte er endlich, ich wusste es lange, dass mir der Teufel ein Bein stellen werde. Nun schleppt er mich zur Hölle: willst du's ihm wehren?"

“Tos pungi na wa, ustu,” Zaratustarah waika. “Yayang chu ayo laila, tos aye li ka: Umiming ai Mingan nong laila.

"Bei meiner Ehre, Freund, antwortete Zarathustra, das giebt es Alles

nicht, wovon du sprichst: es giebt keinen Teufel und keine Hölle.

Fayu mawi de nu mia ge tunti senyo: nong yika lo tau akwa!”

Ubu kwi kuti rejung.

Deine Seele wird noch schneller todt sein als dein Leib: fürchte nun Nichts mehr!"

Der Mann blickte misstrauisch auf.

“Tonto li ka iho lo,” yu ka tai. “Echu wa nong mole akwa, tonto wa mole ihai.

"Wenn du die Wahrheit sprichst, sagte er dann, so verliere ich Nichts, wenn ich das Leben verliere.

Wa nong wen wi tunti unga be al mukwan yu senji, za ache ai sinki lesi.”

Ich bin nicht viel mehr als ein Thier, das man tanzen gelehrt hat, durch Schläge und schmale Bissen."

“Yoyong lo,” Zaratustarah ka. “Li kwi za izen jam kansam yayang tos awau tehepu.

"Nicht doch, sprach Zarathustra; du hast aus der Gefahr deinen Beruf gemacht, daran ist Nichts zu verachten.

Tau li la tolailang chumun kansa: chumunye wa denu za lele na walo mol li.”

Nun gehst du an deinem Beruf zu Grunde: dafür will ich dich mit meinen Händen begraben."

Eta Zaratustarah kai ka awau lo, utomia nong waika maushi; esto yu nunu lele, tontoshi yu la kele lele na Zaratustarah eno paika.

Als Zarathustra diess gesagt hatte, antwortete der Sterbende nicht mehr; aber er bewegte die Hand, wie als ob er die Hand Zarathustra's zum Danke suche. -

-7-

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Tabola lo, zekita de, ai chipola vanjo yalo bo isol: yunga nuvu nuchu, chumun ikeyun ai iwanyi mawi tontinzon.

Inzwischen kam der Abend, und der Markt barg sich in Dunkelheit: da verlief sich das Volk, denn selbst Neugierde und Schrecken werden müde.

Zaratustarah, esto, wera lu umia tila vuku ai la jelon: echu yu monjo ata.

Zarathustra aber sass neben dem Todten auf der Erde und war in Gedanken versunken: so vergass er die Zeit.

Esto zebas lo, manta de, ai tihum ven fum tila ukwaju. Tai Zaratustah mora ai ka bamba:

Endlich aber wurde es Nacht, und ein kalter Wind blies über den Einsamen. Da erhob sich Zarathustra und sagte zu seinem Herzen:

Ho lo, wu aganza wanen Zaratustarah janten nintau! Yunga meng yu hiza, esto eo hiza womia.

Wahrlich, einen schönen Fischfang that heute Zarathustra! Keinen Menschen fieng er, wohl aber einen Leichnam.

Temwanyi ilaila na yunga ai ya rata leleng akano: umuhau kwa tengi tom minis na yu.

Unheimlich ist das menschliche Dasein und immer noch ohne Sinn: ein Possenreisser kann ihm zum Verhängniss werden.

Wa keju mukwan yunganyo akano na ilaila na yunyo: ukwa yu utumangi, tipingu ya chu shina sol ya yunganyo.

Ich will die Menschen den Sinn ihres Seins lehren: welcher ist der Übermensch, der Blitz aus der dunklen Wolke Mensch.

Esto wa rata nainu chu yunyo, ai ijeno na wa nong yonka ijeno na yunyo. Ban wa tos yunganyo bambo umuhau ai womia.

Aber noch bin ich ihnen ferne, und mein Sinn redet nicht zu ihren Sinnen. Eine Mitte bin ich noch den Menschen zwischen einem Narren und einem Leichnam.

Sol manta, sol nuno yo na Zaratustarah. De lo, hea ulalu ven ai renu! Wa jauza li ala wa za lele na walo mol li lai.

Dunkel ist die Nacht, dunkel sind die Wege Zarathustra's. Komm, du kalter und steifer Gefährte! Ich trage dich dorthin, wo ich dich mit meinen Händen begrabe.

-8-

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Eta Zaratustarah lwi ka awau bamba na yulo lo, jaura womia tila zeze ai nubo nuno.

Als Zarathustra diess zu seinem Herzen gesagt hatte, lud er den Leichnam auf seinem Rücken und machte sich auf den Weg.

Ai nong numbe mel mawi yu wiza lo, ubu nusis de yu ai shiska nubo ahim, ai yun lo!

Und noch nicht war er hundert Schritte gegangen, da schlich ein Mensch an ihn heran und flüsterte ihm in's Ohr - und siehe!

Ukwa yu ka, umuhau chu wendo. “Nuchu lo dola wau, hea Zaratustarah,” yu ka. “Uvivi lau heka li.

Der, welcher redete, war der Possenreisser vom Thurme. "Geh weg von dieser Stadt, oh Zarathustra, sprach er; es hassen dich hier zu Viele.

Unen ai unempu heka li ai yunyo kaka li uferu ai uheka; ujeho na ajeho nenshi heka li, ai yunyo kaka li izen na winyo.

Es hassen dich die Guten und Gerechten und sie nennen dich ihren Feind und Verächter; es hassen dich die Gläubigen des rechten Glaubens, und sie nennen dich die Gefahr der Menge.

Nenis na li ya, en al hauvu li: ai ho, li kwi ka shi umuhau.

Dein Glück war es, dass man über dich lachte: und wahrlich, du redetest gleich einem Possenreisser.

Nenis na li ya, en kwi lalu bau mia; chumun li huvi lilo lo, li kwi muvan lilo tos nintau.

Dein Glück war es, dass du dich dem todten Hunde geselltest; als du dich so erniedrigtest, hast du dich selber für heute errettet.

Eye nuchu lo dola wau - eom zemanta lo wa pya titum li, uhai kwa yu titum umia kwa.”

Geh aber fort aus dieser Stadt - oder morgen springe ich über dich hinweg, ein Lebendiger über einen Todten."

Ai eta yu kwi ka awau lo, yunga monyun; esto Zaratustarah lo nuchu la tunu bano sol.

Und als er diess gesagt hatte, verschwand der Mensch; Zarathustra aber gieng weiter durch die dunklen Gassen.

La tunum na dola lo umiamol yo chede yu; yunyo za pipe din kuku, waijo Zaratustarah ai kahau wi yu.

Am Thore der Stadt begegneten ihm die Todtengräber: sie leuchteten ihm mit der Fackel in's Gesicht, erkannten Zarathustra und spotteten sehr über ihn.

“Zaratustarah la jauza bau mia nuchu: hau nenja, en Zaratustarah kwi tom umiamol! Chumun lele na wanyo shim vivi tos pizuto wau.

"Zarathustra trägt den todten Hund davon: brav, dass Zarathustra zum Todtengräber wurde! Denn unsere Hände sind zu reinlich für diesen Braten.

Zaratustarah denu minza sinki nuchu Umiming ha? Echu lo! Ai nenis lo tos kito!

Will Zarathustra wohl dem Teufel seinen Bissen stehlen? Nun wohlan! Und gut Glück zur Mahlzeit!

Tonto sisi Umiming nong uminza nen tunti Zaratustarah! - yu ke minza usun yo, yu ke kiza usun yo linyo!”

Ai yunyo hauvu lu yulonyo ai za titi kwaranu.

Wenn nur nicht der Teufel ein besserer Dieb ist, als Zarathustra! - er stiehlt die Beide, er frisst sie Beide!"

Und sie lachten mit einander und steckten die Köpfe zusammen.

Zaratustarah ka ameng waika aye ai nubo nuno na yulo.

Zarathustra sagte dazu kein Wort und gieng seines Weges.

Ai eta yu kwi kura tabo rio sun, la lutum penyo ai chuman lo, yu wehim avivi chu awua na mambau kike, ai yulo tom kike.

Als er zwei Stunden gegangen war, an Wäldern und Sümpfen vorbei, da hatte er zu viel das hungrige Geheul der Wölfe gehört, und ihm selber kam der Hunger.

Echu yu lara vuti la yudo kwaju, bo lai dinya dindi.

“Ikike la hiza wa,” Zaratustarah ka, shi upompau.

So blieb er an einem einsamen Hause stehn, in dem ein Licht brannte.

Der Hunger überfällt mich, sagte Zarathustra, wie ein Räuber.

La penyo ai chuman lo ikike na wa deru walo ai la manta zevi.

Ikike na wa le hauju janjang.

In Wäldern und Sümpfen überfällt mich mein Hunger und in tiefer Nacht.

Wunderliche Launen hat mein Hunger.

Wito lo ya de wa ze kito sisi, ai nintau ya nong de tabo anin kwambe: hala lo kwi zevira?

Oft kommt er mir erst nach der Mahlzeit, und heute kam er den ganzen Tag nicht: wo weilte er doch?

Ai lu ye lo Zaratustarah checheka doki na yudo. Ubu naita tonyun; yu jauza dinya ai haka: “Hayu de wa ai izon ming na wa?”

Und damit schlug Zarathustra an das Thor des Hauses. Ein alter Mann erschien; er trug das Licht und fragte: "Wer kommt zu mir und zu meinem schlimmen Schlafe?"

“Uhai ai umia,” Zaratustarah ka. “Soi pau wa aki ai aso, wa kwi monjo tabo ninta.

"Ein Lebendiger und ein Todter, sagte Zarathustra. Gebt mir zu essen und zu trinken, ich vergass es am Tage.

Ukwa yu munki ukike, jahailon fayu na yulo: shai iwanjo ka.”

Unaita nuchu, esto wainu cheze ai pauku Zaratustarah binki ai suso.

Der, welcher den Hungrigen speiset, erquickt seine eigene Seele: so spricht die Weisheit."

Der Alte gieng fort, kam aber gleich zurück und bot Zarathustra Brod und Wein.

“Lanyo ming lau tos ukike,” yu ka, chumunye wa dora lau. Unga ai yunga de wa, usisira.

"Eine böse Gegend ist's für Hungernde, sagte er; darum wohne ich hier. Thier und Mensch kommen zu mir, dem Einsiedler.

Esto toka ulalu mau kiza ai soza, yu zonju tunti li.”

Zaratustarah waika: “Imia ulalu na wa, wa ke tengi fawang ponka yu jam aye.”

Aber heisse auch deinen Gefährten essen und trinken, er ist müder als du."

Zarathustra antwortete: "Todt ist mein Gefährte, ich werde ihn schwerlich dazu überreden."

“Aye yoyong tos wa,” Unaita ka juroa; ya tim ukwa yu checheka vado na wa lo, mau pauza akwa wa pauku yu. Kiza lo ai nen lo!”

"Das geht mich Nichts an, sagte der Alte mürrisch; wer an meinem Hause anklopft, muss auch nehmen, was ich ihm biete. Esst und gehabt euch wohl!" -

Zeye lo Zaratustarah wai kura tabo rio sun ai reju nuno ai adin na mangu: chumun yu ukwa janja nainu tabo manta ai nenju yun kuku na uyo yu zon.

Darauf gieng Zarathustra wieder zwei Stunden und vertraute dem Wege und dem Lichte der Sterne: denn er war ein gewohnter Nachtgänger und liebte es, allem Schlafenden in's Gesicht zu sehn.

Eta nintita la tomwan lo, Zaratustarah chewe yulo la penyo lon, ai nuno meng rata tenyun tos yu.

Als aber der Morgen graute, fand sich Zarathustra in einem tiefen Walde, und kein Weg zeigte sich ihm mehr.

Yu tai jambo ubu mia ape membo la titi - chumun yu keju javan yu tos mambau - ai yulo nuhura tila vuku ai zipea.

Da legte er den Todten in einen hohlen Baum sich zu Häupten - denn er wollte ihn vor den Wölfen schützen - und sich selber auf den Boden und das Moos.

Ai cheta lo yu tonzon, le senyo tinzon, esto le fayu vera.

Und alsbald schlief er ein, müden Leibes, aber mit einer unbewegten Seele.

-9-

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Nai Zaratustarah zon, ai nong sisi iyam na ninku titum kuku na yu, esto mau ninku kwambe.

Lange schlief Zarathustra, und nicht nur die Morgenröthe gieng über sein Antlitz, sondern auch der Vormittag.

Zebas lo ayun na yu tomil: hoiza Zaratustarah yun nubo penyo ai isus, hoiza yun nubo yulo.

Endlich aber that sein Auge sich auf: verwundert sah Zarathustra in den Wald und die Stille, verwundert sah er in sich hinein.

Tai yu mora ge, shi usoni yu weyun cheta vuan, ai wamai: chumun yu weyun iho hen. Ai mai yu ka tai bamba na yulo:

Dann erhob er sich schnell, wie ein Seefahrer, der mit Einem Male Land sieht, und jauchzte: denn er sah eine neue Wahrheit. Und also redete er dann zu seinem Herzen:

“Adin kwa vunu tila wa: ulalu wa tinza, ai uhai, - nong ulalu mia ai womia be wa jauza lu walo, de ala wa keju de lai.

Ein Licht gieng mir auf: Gefährten brauche ich und lebendige, - nicht todte Gefährten und Leichname, die ich mit mir trage, wohin ich will.

Esto ulalu hai wa tinza, yunyo zenu wa, chumun yunyo keju zenu yulonyo - ai de ala wa keju de lai.

Sondern lebendige Gefährten brauche ich, die mir folgen, weil sie sich selber folgen wollen - und dorthin, wo ich will.

Adin kwa vunu tila wa: en nong ku yunganyo Zaratustarah ka, esto ku ulalu! Zaratustarah nong denu tom ungano ai bau na unganyo!

Ein Licht gieng mir auf: nicht zum Volke rede Zarathustra, sondern zu Gefährten! Nicht soll Zarathustra einer Heerde Hirt und Hund werden!

Ana nyankum uwi nuchu unganyo - tos aye wa kwi de. Yunganyo ai unganyo denu tomwonka wa: upompau Zaratustarah be ungano denu kaka.

Viele wegzulocken von der Heerde - dazu kam ich. Zürnen soll mir Volk und Heerde: Räuber will Zarathustra den Hirten heissen.

Unganyo be wa ka, esto yunyo kaka yulonyo unen ai unempu. Ungano be wa ka: esto yunyo kaka yulonyo ujeho na ajeho nenshi.

Hirten sage ich, aber sie nennen sich die Guten und Gerechten. Hirten sage ich: aber sie nennen sich die Gläubigen des rechten Glaubens.

Yun lo unen ai unempu yo! Hayu be yunyo heka tio? Ukwa, yu jambai dusho le ipu, ujambai, ujambai na renya - uye lo umula.

Siehe die Guten und Gerechten! Wen hassen sie am meisten? Den, der zerbricht ihre Tafeln der Werthe, den Brecher, den Verbrecher: - das aber ist der Schaffende.

Yun lo ujeho na ajeho yo! Hayu be yunyo heka tio? Ukwa, yu jambai dusho le ipu, ujambai, ujambai na renya: - uye lo umula.

Siehe die Gläubigen aller Glauben! Wen hassen sie am meisten? Den, der zerbricht ihre Tafeln der Werthe, den Brecher, den Verbrecher: - das aber ist der Schaffende.

Ulalu be umula kele ai nong womia, ai mau nong unganyo ai ujeho.

Gefährten sucht der Schaffende und nicht Leichname, und auch nicht Heerden und Gläubige.

Umula lalu be umula kele, ukwa yunyo janko ipu hen tila dusho hen.

Die Mitschaffenden sucht der Schaffende, Die, welche neue Werthe auf neue Tafeln schreiben.

Ulalu be umula kele, ai usaitu lalu: chumun ayo vuti rim lu yu tos asaitu. Esto yu sivi tupil mel ye: echu yu baichu binti chu buna ai ozau yu.

Gefährten sucht der Schaffende, und Miterntende: denn Alles steht bei ihm reif zur Ernte. Aber ihm fehlen die hundert Sicheln: so rauft er Ähren aus und ist ärgerlich.

Ulalu be umula kele, ai ushai yunyo jo ashi na japyusa tupil. Ujambayo be al denu kaka yunyo ai uheka na unen ai uming. Esto usaitu yunyo ai unentoza.

Gefährten sucht der Schaffende, und solche, die ihre Sicheln zu wetzen wissen. Vernichter wird man sie heissen und Verächter des Guten und Bösen. Aber die Erntenden sind es und die Feiernden.

Umula lalu be Zaratustarah kele. Usaitu lalu ai unentoza lalu be Zaratustarah kele: hashi yu vayun unganyo ai ungano ai womia!

Mitschaffende sucht Zarathustra, Miterntende und Mitfeiernde sucht Zarathustra: was hat er mit Heerden und Hirten und Leichnamen zu schaffen!

Ai li, hea ulalu na kwa, eo nen lo! Nen lo wa mol li bo ape membo na li, nen lo wa vanjo li tos mambau.

Und du, mein erster Gefährte, gehab dich wohl! Gut begrub ich dich in deinem hohlen Baume, gut barg ich dich vor den Wölfen.

Esto wa chumai li, oyo ata. Bambo iyam na ninku ai iyam na ninku lo iho hen de wa.

Aber ich scheide von dir, die Zeit ist um. Zwischen Morgenröthe und Morgenröthe kam mir eine neue Wahrheit.

Nong ungano wa denu tom, nong umiamol. Nong denu ka tato kwa maushi yunganyo; tos tato ze tio wa ka umia kwa.

Nicht Hirt soll ich sein, nicht Todtengräber. Nicht reden einmal will ich wieder mit dem Volke; zum letzten Male sprach ich zu einem Todten.

Umula, usaitu, unentoza be wa denu lalu: sansapil wa denu munyun yunyo ai vangi yo na utumangi.

Den Schaffenden, den Erntenden, den Feiernden will ich mich zugesellen: den Regenbogen will ich ihnen zeigen und alle die Treppen des Übermenschen.

Udora kwasi wa denu muhim ajika na wa; ai ukwa yu rata le ahim tos auhiming, uye wa denu janjum bamba za inyeka na wa.

Den Einsiedlern werde ich mein Lied singen und den Zweisiedlern; und wer noch Ohren hat für Unerhörtes, dem will ich sein Herz schwer machen mit meinem Glücke.

Wa sekan tos fayu na wa, wa zeno nuno na walo; titum uchongola ai uzezera wa denu pya. Echu om akura na wa avunu na linyo.

Zu meinem Ziele will ich, ich gehe meinen Gang; über die Zögernden und Saumseligen werde ich hinwegspringen. Also sei mein Gang ihr Untergang!

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-10-

Awau be Zaratustarah kwi ka bamba, eta Nin la banin: tai yu kuti la haka iwen - tai yun wehim ti yulo adeka pyusa na une kwa.

Diess hatte Zarathustra zu seinem Herzen gesprochen, als die Sonne im Mittag stand: da blickte er fragend in die Höhe - denn er hörte über sich den scharfen Ruf eines Vogels.

Ai yun lo! Tirau kwa genu la jam aro wilu tunu tiska, ai tila yu lo nanai pimpi, nong shi wonumia, esto shi wanastu: chumun yu lera yulo ototol rora kenke.

Und siehe! Ein Adler zog in weiten Kreisen durch die Luft, und an ihm hieng eine Schlange, nicht einer Beute gleich, sondern einer Freundin: denn sie hielt sich um seinen

Hals geringelt.

“Uye unga na wa!” Zaratustarah ka, ai nyeka la bamba.

“Unga wenyun tio vu Nin ai unga tunyi tio vu Nin - yunyo kwi nuchu eno sayun.

"Es sind meine Thiere!" sagte Zarathustra und freute sich von Herzen.

"Das stolzeste Thier unter der Sonne und das klügste Thier unter der Sonne - sie sind ausgezogen auf Kundschaft.

Yunyo keju sayun, en Zaratustarah rata hai. Ho, wa rata hai ha?

Erkunden wollen sie, ob Zarathustra noch lebe. Wahrlich, lebe ich noch?

Wa jesa aya bambosko yunga zen tunti aya bambosko unga, nuno zen be Zaratustarah zeno. Om unga na wa heno wa!

Gefährlicher fand ich's unter Menschen als unter Thieren, gefährlicher Wege geht Zarathustra. Mögen mich meine Thiere führen!"

Eta Zaratustarah kwi ka awau lo, yu jewai kaya na unampu la penyo, huncho ai ka mau bo bamba:

Als Zarathustra diess gesagt hatte, gedachte er der Worte des Heiligen im Walde, seufzte und sprach also zu seinem Herzen:

“Wu soi wanjo maushi wa! Wu soi wanjo chu aban, shi nanai na wa!

Möchte ich klüger sein! Möchte ich klug von Grund aus sein, gleich meiner Schlange!

Esto wa soi ateneng tai: echu wa soi en itunti na wa, en ya tayo denu lu iwanjo!

Aber Unmögliches bitte ich da: so bitte ich denn meinen Stolz, dass er immer mit meiner Klugheit gehe!

Ai tonto iwanjo ke nuchu wa la anin kwa lo: yoi, ya nenju nenu nuchu wa! - om iwenyun tontoye nenu lu iminkoi!

Und wenn mich einst meine Klugheit verlässt: - ach, sie liebt es, davonzufliegen! - möge mein Stolz dann noch mit meiner Thorheit fliegen!

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