Auszüge aus der Veröffentlichung „Gladenbach und Schloß Blankenstein“ von Dieter Blume und Jürgen Runzheimer (s. 311 ff) :  *)

*) „Am 13. Dezember 1271 schenkte die Begine (Betschwester) Hille, die Witwe des Marburger Bürgers Rudolf Rinka, dem Deutschen Orden zu Marburg Einkünfte in Höhe von 16 Schillingen Pfenniggeld aus ihren in „Synkershusin“ gelegenen Gütern...“

 

Dies stellt die erstmalige Erwähnung von Sinkershausen dar. Deshalb steht auf unseren Ortseingangstafeln „1271“. Und deshalb soll im Jahre 2021 das 750jährige Jubiläum gefeiert werden.

 

*) „...und acht Jahre später verzichtete Albert gen. Rinka gegenüber dem Deutschen Orden auf alle Güter, die Rudolf Rinka in „Synkershusin“ hinterlassen hatte……. Der Deutsche Orden hatte durch zwei wichtige Schenkungen schon früh im Gericht Gladenbach Fuß gefasst und schrittweise auch Besitz in anderen Dörfern erworben. Sinkershausen dürfte dabei eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben,….“

 

Die Situation der Höfe in Sinkershausen vor der Bauernbefreiung ab 1811:

 

*) „Alle Höfe in Sinkershausen waren Landsiedelhöfe, d. h. sie waren Lehen der Universität Gießen oder des Deutschen Ordens in Marburg. Mit einer Ausnahme – dem Graubenhof (heute...im Besitz der Familie Burk)! Das war ein Freihof.

 

Der Hof gehörte seit Mitte des 17. Jahrhunderts der Familie Malcomesius aus Giessen und wurde von Pächtern geführt bis Ludwig Daniel Malcomesius 1770 die Bewirtschaftung des Hofes selbst übernahm. Durch Heirat von zwei Töchtern mit zwei Brüdern kam der Name Burk in den Hof. Ludwig Daniel war Obristleutnant. Deshalb lautet der Hausname dieser Familie Burk „Leutnants“.

 

 *) „Ableitung des Wappens von Sinkershausen:

 

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*) „Die historische Chorturmkirche im alten Ortskern Sinkershausens gehört zu den bemerkenswertesten Denkmälern des Hinterlandes. Erbaut wurde sie vermutlich im 13. Jahrhundert.“

 

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Die wechselvolle Geschichte von Sinkershausen, das im Jahre 1974 seine kommunale Selbstständigkeit verlor und zum Stadtteil von Gladenbach wurde, soll im Hinblick auf das 750jährige Jubiläum in einer Chronik dargestellt werden.