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Ich liebe das Rezept für Gänsekeulen meiner Mutter. Sie macht die besten Keulen dieser Erde, und das finde leider nicht nur ich. Wir haben ausreichend Möglichkeiten zu feiern, wenn September um die Ecke kommt, und ich wünsche mir seit September zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit Gänsekeulen.

Weil meine Mama schließlich meine Mama ist, und ich immer noch ihre Lieblingstochter - nicht minder, weil ich wohl die einzige Tochter bin, die sie hat - wurde mir zu jedem Fest mein Wunsch erfüllt.

Zu meinem Leidwesen muss ich nun gestehen, dass mein hohes Geschmacksurteil leider auch meine gesamte restliche Familie teilt, und ich wenig bis gar nichts von meinem Wunschgericht abbekommen habe.

Aber ich wäre nicht die Tochter meiner Mutter, wenn ich mir dadurch die Laune vermiesen lassen würde, auch wenn ich zugeben muss, dass ich ganz oft kurz davor war, mich vor versammelter Mannschaft auf den Boden zu werfen und einem Wutanfall vom Allerfeinsten hinzugeben.

Zum guten Schluss habe ich dann doch die elegantere Variante gewählt und Mama einfach gefragt, wie sie ihre Gänsekeulen denn nun macht.

Es begab sich also vor nicht allzu langer Zeit, dass ich die ersten Keulen ins Ofenrohr befördert hatte, und mir Gedanken machen musste, was ich denn nun dazu essen wollte.

Versteh mich keiner falsch, ich hätte die Keulen auch ohne alles gegessen. Und ich muss zugeben, dass ich von den sechs Stück, die ich nach Mamas Rezept zubereitet habe, zwei kalt zum Frühstück sonntagmorgens verdrückt hatte.

Aber zurück zu den Beilagen.

Es gibt da so ein nettes Lokal in Familienbesitz in Montenach, in dem ich wirklich hervorragende Bratkartoffeln gegessen habe. Mit schönen Kürstchen - für alle Nicht-Saarländer sind das die Kartoffeln, die beim Braten am Pfannenboden angebacken sind -, butterzart und schmackhaft in Gänsefett gebraten.
Dazu passt hervorragend ein feinst geschnittener Endiviensalat mit Dressing aus grobem Dijon Senf, Sahne, kräftigem Essig, Petersilie, Pfeffer und Salz.

Viel Spaß beim Nachkochen wünscht euch Eure Marie.jpg