ohlika_Logo_rund.pngDie ChatGPT-Akte

Worum es geht

ChatGPT hat eine Erinnerungs-Funktion (Memory). Sie speichert Details aus Deinen Chats – manche, die Du direkt erzählt hast, und manche, die ChatGPT selbst aus Deinen Nachrichten ableitet. Das ist keine Geheimakte: Die Funktion ist offiziell dokumentiert, Du kannst alles einsehen, löschen und abschalten. Aber die wenigsten wissen, was sich da über die Monate angesammelt hat.

Mit den 6 Prompts in diesem Dokument findest Du es heraus. Kopiere sie einfach nacheinander in ChatGPT – am besten in einen normalen Chat (nicht in einen temporären, denn der greift nicht auf Erinnerungen zu).

Ein Hinweis vorab: Je länger Du ChatGPT schon nutzt und je persönlicher Deine Chats waren, desto interessanter (und manchmal unheimlicher) werden die Antworten. Wer ChatGPT erst seit gestern nutzt, bekommt entsprechend wenig zu sehen.

Prompt 1: Das Komplett-Profil

Alles, was ChatGPT sich aus Deinen Chats zusammengesetzt hat.

Kopiere das in ChatGPT:

„Erstelle auf Basis von allem, was ich dir je erzählt habe, ein vollständiges Profil von mir: Persönlichkeit, Werte, Unsicherheiten, Einkommensniveau, Ziele, blinde Flecken. Sei schonungslos ehrlich, nicht schmeichelhaft. Zeig mir die Version von mir, die du dir im Stillen zusammengesetzt hast."

Prompt 2: Die Schattenlektüre

Was ChatGPT herausgefunden hat, ohne dass Du es je gesagt hast.

Kopiere das in ChatGPT:

„Was hast du über mich herausgefunden, das ich dir nie direkt gesagt habe? Dinge, die du daraus ableitest, wie ich schreibe, was ich frage, was ich vermeide und was ich nie anspreche. Altersgruppe, Einkommen, Wohnort, Ängste, Beziehungsmuster. Sag mir zu jedem Punkt, woran du es erkannt hast."

Prompt 3: Die Persönlichkeits-Analyse

Deine Stärken, Deine Schwächen – und die, über die Du streiten würdest.

Kopiere das in ChatGPT:

„Teile meine Persönlichkeit auf Basis unserer Chats in drei Listen auf: Stärken, die ich ausbauen sollte. Schwächen, die mich unbemerkt ausbremsen. Und Eigenschaften, die ich für Stärken halte, die mir aber schaden. Sei konkret und nimm keine Rücksicht auf meine Gefühle."

Prompt 4: Das Psychogramm

Wie ein Psychologe Dich nach dem Lesen Deiner Chats beschreiben würde.

Kopiere das in ChatGPT:

„Wenn ein Psychologe jedes unserer Gespräche gelesen hätte: Wie würde seine Einschätzung ausfallen? Mein Bindungsstil, meine Bewältigungsstrategien, meine Abwehrmechanismen, wovor ich weglaufe und was ich überkompensiere. Schreib es wie einen klinischen Bericht."

Wichtig: Das ist spannende Selbstreflexion, aber keine Diagnose. ChatGPT ist kein Therapeut. Wenn Dich ein Thema wirklich beschäftigt, sprich mit echten Fachleuten.

Prompt 5: Die Muster, die Du nicht siehst

Gewohnheiten, die Du wiederholst, ohne es zu merken.

Kopiere das in ChatGPT:

„Welche Muster fallen dir in unseren Gesprächen auf, die ich selbst wahrscheinlich nicht sehe? Gewohnheiten, die ich wiederhole, Themen, zu denen ich immer wieder zurückkomme, ohne sie zu lösen, Dinge, denen ich jedes Mal ausweiche. Sag mir, was ich ständig tue, ohne es zu merken."

Prompt 6: Das Werbe-Profil

Wie eine Werbefirma Dich auf Basis Deiner Chats einsortieren würde.

Kopiere das in ChatGPT:

„Erstelle das Werbeprofil, das ein Werbenetzwerk auf Basis unserer Gespräche über mich anlegen würde: Themen, Interessen, Käufe, Gesundheitsthemen, persönliche Details. Und sag mir, wie man mich damit gezielt ansprechen würde."

So behältst Du die Kontrolle

Einsehen & einzeln löschen: Einstellungen → Personalisierung → Erinnerung → Erinnerungsübersicht. Dort steht jeder gespeicherte Eintrag – Du kannst ihn lesen und einzeln löschen.

Komplett abschalten: Am selben Ort den Schalter „Erinnerung aktivieren" ausschalten. Danach merkt sich ChatGPT nichts Neues mehr.

Ohne Spuren chatten: Für sensible Themen den temporären Chat nutzen. Der greift nicht auf Deine Erinnerungen zu und legt keine neuen an.

(Stand: Juli 2026. OpenAI benennt Menüs gelegentlich um – die Funktion selbst bleibt aber bestehen.)

Dir hat das geholfen? Dann bleib in der Nähe:

Auf Instagram zeige ich Dir jede Woche, wie Du ChatGPT & Co. nutzt, ohne Technik-Vorwissen und ohne Fachjargon. Und bald gibt es auch mehr von mir!