Umiming le Azi Yem chu Vungu

Bua sun Girim (1850)

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

Brüder Grimm (1850)

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Tauku kwikuta wi wana sile laila, yu sencho bembu sin, ai chumun yu wengo chiti na nenis eta uma sencho yu lo, al kuka yu en yu la tiro na pan lo denu dova bemwana na bukim shi vawana.

Es war einmal eine arme Frau, die gebar ein Söhnlein, und weil es eine Glückshaut um hatte, als es zur Welt kam, so ward ihm geweissagt es werde im vierzehnten Jahr die Tochter des Königs zur Frau haben.

Ya to en bukim nubo gela sindola, ai yuyung jo en yu bukim, ai eta yu haka yunga hento hana la, yunyo waika en “la anin wau al sencho ben yu wengo chiti na nenis: akwa be yu munku ya denu tonis.

Es trug sich zu, daß der König bald darauf ins Dorf kam, und niemand wußte daß es der König war, und als er die Leute fragte was es Neues gäbe, so antworteten sie 'es ist in diesen Tagen ein Kind mit einer Glückshaut geboren: was so einer unternimmt, das schlägt ihm zum Glück aus.

Al kuka yu mau, en la tiro na pan na yu lo yu denu dova bemwana na bukim shi vawana.”

Es ist ihm auch voraus gesagt, in seinem vierzehnten Jahre solle er die Tochter des Königs zur Frau haben.'

Bukim, yu le bamba ming ai tomwonka tos akuka lo, denu fanyo, jam mweju kwambe ai ka: “Hea linyo usile, mulara ben na linyo wa, wa denu zia.”

Der König, der ein böses Herz hatte und über die Weissagung sich ärgerte, ging zu den Eltern, that ganz freundlich und sagte 'ihr armen Leute, überlaßt mir euer Kind, ich will es versorgen.'

La kuta lo yunyo nonke, esto eta ubu ojong jepau vungu lon tos yu lo, ai yunyo je “yu ben na nenis, tim ya janenku wi tio yu,” echu yunyo waipau ai pau yu ben.

Anfangs weigerten sie sich, da aber der fremde Mann schweres Gold dafür bot, und sie dachten 'es ist ein Glückskind, es muß doch zu seinem Besten ausschlagen,' so willigten sie endlich ein und gaben ihm das Kind.

Bukim jara yu bo beo ai kura zeti deche yu de boso naibo: tai yu mune beo nubo lai ai je: “Tos shuzai ojekung ye wa leo bemwana.”

Der König legte es in eine Schachtel und ritt damit weiter bis er zu einem tiefen Wasser kam: da warf er die Schachtel hinein und dachte 'von dem unerwarteten Freier habe ich meine Tochter geholfen.'

Beo, esto, nong vubon, esto ya soti shi soni sin, ai sinso shu aso mau nong

Die Schachtel aber gieng nicht unter, sondern schwamm wie ein Schiffchen, und es drang auch kein Tröpfchen Wasser hinein.

Shai ya soti deche mail sun chu tidola na bukim, ala shundado lai, tila sonum na lai ya tonyau pimpi.

So schwamm sie bis zwei Meilen von des Königs Hauptstadt, wo eine Mühle war, an dessen Wehr sie hängen blieb.

Simbu na shundado, yu vuti nenishi lai ai boyun ya, za apil kunku ya tinu ai yunkuza henyun wampa wan, esto eta yu jamil yalo, simbu nenyun hura bo lai, yu henchu ai hailon kwambe.

Ein Mahlbursche, der glücklicherweise da stand und sie bemerkte, zog sie mit einem Haken heran und meinte große Schätze zu finden, als er sie aber aufmachte, lag ein schöner Knabe darin, der ganz frisch und munter war.

Yu deza yu ushundado sun yo, ai chumun yunyo nong le ben, nyeka yunyo ai ka: “Nam deza yu wanyo.”

Er brachte ihn zu den Müllersleuten, und weil diese keine Kinder hatten, freuten sie sich und sprachen 'Gott hat es uns beschert.'

Yunyo zia nen wobaichu, ai yu tomwan le nempulu yo.

Sie pflegten den Fündling wohl, und er wuchs in allen Tugenden heran.

Ya to en kimbu tata kwa la tibunto nubo shundado ai haka ushundado sun en simbu wan bembu na yunyo.

Es trug sich zu, daß der König einmal bei einem Gewitter in die Mühle trat und die Müllersleute fragte ob der große Junge ihr Sohn wäre.

“Nong,” yunyo waika. “Wobaichu yu, tauku tiro nini pan yu bo beo soti che sonum, ai simbu na shundado kwi kum yu nuchi aso.”

'Nein,' antworteten sie, ' es ist ein Fündling, er ist vor vierzehn Jahren in einer Schachtel ans Wehr geschwommen, und der Mahlbursche hat ihn aus dem Wasser gezogen.'

Tai bukim boyun en yu yuyung chito ben na nenis, yu be yulo mune nubo aso, ai ka: “Hea linyo yunga nen, simbu nong tengi deza nuko Ma Wanakim ha, wa denu pau yu pakos sun chu vungu shi kampa?”

Da merkte der König daß es niemand anders, als das Glückskind war, das er ins Wasser geworfen hatte, und sprach 'ihr guten Leute, könnte der Junge nicht einen Brief an die Frau Königin bringen, ich will ihm zwei Goldstücke zum Lohn geben?'

“Shi Ba Bukim kamun,” yunga waika, ai mun simbu jankuri yulo.

'Wie der Herr König gebietet,' antworteten die Leute, und hießen den Jungen sich bereit halten.

Tai bukim janko wanakim nuko ya bole ka: “Eche ge simbu le auko wau deche lo, tim al jamia ai mol yu, ai tim aye yo kwi to cheku wa wainu.”

Da schrieb der König einen Brief an die Königin, worin stand 'sobald der Knabe mit diesem Schreiben angelangt ist, soll er getödtet und begraben werden, und das alles soll geschehen sein ehe ich zurückkomme.'

Simbu nubo nuno le nuko wau, esto nochu ai la manta lo yu nubo penyo wan.

Der Knabe machte sich mit diesem Briefe auf den Weg, verirrte sich aber und kam Abends in einen großen Wald.

La isol lo yu kwi weyun adin sin, denu lai ai deche yudo sin kwa. Eta yu nuvu nubo lai, wana naita wera kwasi kwambe lu api.

In der Dunkelheit sah er ein kleines Licht, gieng darauf zu und gelangte zu einem Häuschen. Als er hinein trat, saß eine alte Frau beim Feuer ganz allein.

Yu kwi tonyi eta yun seimbu ai ka: “Hala wechu ai hala keju denu?”

Sie erschrack als sie den Knaben erblickte und sprach 'wo kommst du her und wo willst du hin?'

“Wechu shundado,” yu waika, “ai keju denu Ma Wanakim, yu be tim wa deza nuko yu: esto chumun wa yonjo penyo lo, wa soi razon lau.”

'Ich komme von der Mühle,' antwortete er, 'und will zur Frau Königin, der ich einen Brief bringen soll: weil ich mich aber in dem Walde verirrt habe, so wollte ich hier gerne übernachten.'

“Simbu tenyoi li,” wana ka. “Li kwi tobo yudo na upompau, ai eta yunyo wainu lo, tai denu mimia li.”

'Du armer Junge,' sprach die Frau, ' du bist in ein Räuberhaus gerathen, und wenn sie heim kommen, so bringen sie dich um.'

“Ten ya to en ukakwa de,” simbu ka. “wa nong yika: tinzon shai wa, en nong tengi kura,” yu janai senyo tila naira, ai tonzon.

'Mag kommen wer will,' sagte der Junge, 'ich fürchte mich nicht: ich bin aber so müde, daß ich nicht weiter kann,' streckte sich auf eine Bank, und schlief ein.

Ze gela awau upompau de ai haka wonka uhashi simbu yu hura lai. “Yoi,” unaita ka, “yu ben pushim sisi, yu yonjo penyo, ai wa pauza yu dobo lau chumun imwechule: tim yu deza nuko Ma Wanakim.”

Bald hernach kamen die Räuber und fragten zornig was da für ein fremder Knabe läge. 'Ach,' sagte die Alte, 'es ist ein unschuldiges Kind, es hat sich im Walde verirrt, und ich habe ihn aus Barmherzigkeit aufgenommen: er soll einen Brief an die Frau Königin bringen.'

Upompau jamil nuko ai koyun ya, ai ya bole en tim al mimia geta simbu, eche ge yu de.”

Die Räuber erbrachen den Brief und lasen ihn, und es stand darin daß der Knabe sogleich, wie er ankäme, sollte ums Leben gebracht werden.

Tai upompau yunyo le bamba re yoiza, ai noti kukumbai nuko ai nuko ayin, ai ya bole en eche ge simbu de lo, tim yu geta dova bemwana na bukim.

Da empfanden die hartherzigen Räuber Mitleid, und der Anführer zerriß den Brief und schrieb einen andern, und es stand darin so wie der Knabe ankäme, sollte er sogleich mit der Königstochter vermählt werden.

Yunyo tuska tai yu hura vera deche ninku yin tila naira, ai eta yu kwi monzon lo, yunyo pau yu nuko ai munyun yu nuno nenshi.

Sie ließen ihn dann ruhig bis zum andern Morgen auf der Bank liegen, und als er aufgewacht war, gaben sie ihm den Brief und zeigten ihm den rechten Weg.

Wanakim esto, eta yu kwi pauza ai koyun nuko lo, akwa ya bo lai, mun al rento dovato wanen, ai bemwana na bukim be ben na nenis dova; ai chumun simba nenyun ai mweju lo, yu hai nyeka ai yosaka lu yu.

Die Königin aber, als sie den Brief empfangen und gelesen hatte, that wie darin stand, hieß ein prächtiges Hochzeitsfest anstellen, und die Königstochter ward mit dem Glückskind vermählt; und da der Jüngling schön und freundlich war, so lebte sie vergnügt und zufrieden mit ihm.

Ze ata si lo bukim wainu bo rewendo ai weyun oyo akuka ai en ben na nenis kwi dova bemwana na yu.

Nach einiger Zeit kam der König wieder in sein Schloß und sah daß die Weissagung erfüllt und das Glückskind mit seiner Tochter vermählt war.

“Hashi aye to?” yu ka, “wa kwi munjo bo nuko na wa akamun yin kwambe.”

'Wie ist das zugegangen?' sprach er, 'ich habe in meinem Brief einen ganz andern Befehl ertheilt.'

Tai wanakim pau yu nuko ai ka en tus yulo weyun akwa ya bo lai. Bukim koyun nuko ai boyun nen en al yom ya ayin.

Da reichte ihm die Königin den Brief und sagte er möchte selbst sehen was darin stände. Der König las den Brief und merkte wohl daß er mit einem andern war vertauscht worden.

Yu haka simba ashi yu zazia nuko orezia shai, hamun yu deza ayin yompo aye. “Yayang wa jo,” yu waika. “Tentom al yom ya chu wa la manta, chumun wa zon la penyo.”

Er fragte den Jüngling wie es mit dem anvertrauten Briefe zugegangen wäre, warum er einen andern dafür gebracht hätte. 'Ich weiß von nichts,' antwortete er, ' er muß mir in der Nacht vertauscht sein, als ich im Walde geschlafen habe.'

Yobo tos awonka bukim ka: “Geza shai ya nong denu tom tos li, ukwa yu keju le bemwana na wa lo, tim yu deza wa chu Mingan azi yem chu vungu chu titi na Umiming; deza wa akwa wa soi ya, echu li denu lera bemwana.”

Voll Zorn sprach der König 'so leicht soll es dir nicht werden, wer meine Tochter haben will, der muß mir aus der Hölle drei goldene Haare von dem Haupte des Teufels holen; bringst du mir was ich verlange, so sollst du meine Tochter behalten.'

Za awau bukom keho lencho tayora yu. Ben na nenis esto waika “Azi chu vungu eo keju deza, wa nong yika Umiming.” Zeye yu chumai ai nuku anunai.

Damit hoffte der König ihn auf immer los zu werden. Das Glückskind aber antwortete 'die goldenen Haare will ich wohl holen, ich fürchte mich vor dem Teufel nicht.' Darauf nahm er Abschied und begann seine Wanderschaft.

Nuno deza yu deche dola wan, ala ujavan tila wendo haka yu lai kansa yu wejo ya ai akwa yu jo ya. “Ayo wa jo,” ben na nenis waila.

Der Weg führte ihn zu einer großen Stadt, wo ihn der Wächter an dem Thore ausfragte was für ein Gewerb er verstände und was er wüßte. 'Ich weiß alles' antwortete das Glückskind.

“Echu li tengi topau wanyo,” ujavan ka, “eta li ka wanyo amun sochu na chipola, chu ya eye suso hicho, tonsong chumunye, ai pau nong eye aso.”

'So kannst du uns einen Gefallen thun,' sagte der Wächter, 'wenn du uns sagst warum unser Marktbrunnen, aus dem sonst Wein quoll, trocken geworden ist, und nicht einmal mehr Wasser gibt.'

“Aye linyo denu toju,” yu waika, “tara sisi deche wa wainu.” Tai yu kura ai de ku dola yin, tai yu mau ujavan na wendo wai haka kansa yu wejo ya ai akwa yu jo ya.

'Das sollt ihr erfahren,' antwortete er, 'wartet nur bis ich wieder komme.' Da gieng er weiter und kam vor eine andere Stadt, da fragte der Thorwächter wiederum was für ein Gewerb er verstünde und was er wüßte.

“Ayo wa jo,” yu waika. “Echu li tengi topau wanyo, ai ka wanyo amun ape la dola na wanyo, ya kwiku janja leza bol chu vungu, tau nong eye hichu pesho chumunye.”

'Ich weiß alles' antwortete er. 'So kannst du uns einen Gefallen thun, und uns sagen warum ein Baum in unserer Stadt, der sonst goldene Äpfel trug, jetzt nicht einmal Blätter hervor treibt.'

Aye de denu toju,” yu waika, “tara sisi deche wa wainu,” Tai yu kura de boso wan, titum ya tim yu denu lai. Utunsoni haka yu kansa yu wejo ya ai akwa yu jo ya.

Das sollt ihr erfahren,' antwortete er, 'wartet nur bis ich wiederkomme.' Da gieng er weiter, und kam an ein großes Wasser, über das er hinüber mußte. Der Fährmann fragte ihn was er für ein Gewerb verstände und was er wüßte.

“Ayo wa jo,” yu waika. “Echu li tengi topau wa,” utunsoni ka, “ai ka wa amun en tim wa tayo soti nonoi ai yuyung layom wa chumunye?” “Aye denu toju,” yu waika. “Tara sisi deche wa wainu.”

'Ich weiß alles' antwortete er. ' So kannst du mir einen Gefallen thun,' sprach der Fährmann, 'und mir sagen warum ich immer hin und her fahren muß und niemals abgelöst werde?' 'Das sollst du erfahren,' antwortete er, 'warte nur bis ich wiederkomme.'

Eta yu kwi titum aso lo, yu henyun nubocha na Nenan. Sol ai opicham abo, ai Umiming nong la vado, esto umati wera lai tila adu wilu.

Als er über das Wasser hinüber war, so fand er den Eingang zur Hölle. Es war schwarz und rußig darin, und der Teufel war nicht zu Haus, aber seine Ellermutter saß da in einem breiten Sorgenstuhl.

“Haya be soi?” yu ka yu, esto yoyong yunkule ming. “Yau, wa soi azi yem chu vungu chu titi na Umiming,” yu waika, “eke wa nong tengi lera vawana.”

'Was willst du?' sprach sie zu ihm, sah aber gar nicht so böse aus. 'Ich wollte gerne drei goldene Haare von des Teufels Kopf,' antwortete er, 'sonst kann ich meine Frau nicht behalten.'

“Aye avivi li soi ya,” yu ka, “eta Umiming wainu ai henyun li lo, li denu mole akwa lu kenos; esto wa yoiza li, wa keju yun en tengi leo li.”

'Das ist viel verlangt,' sagte sie, 'wenn der Teufel heim kommt und findet dich, so geht dirs an den Kragen; aber du dauerst mich, ich will sehen ob ich dir helfen kann.'

Yu sayom yu tom sindi ai ka: “nusis nubo sheno na sengo, lai li denu van.”

Sie verwandelte ihn in eine Ameise und sprach 'kriech in meine Rockfalten, da bist du sicher.'

“Eo,” yu waika, “aye kwi nen, esto aya yem be wa rata soi jo, amun sochu kwa, ya janja hicho suso, tonsong, eye nong pau aso chumunye:

'Ja' antwortete er, 'das ist schon gut, aber drei Dinge möcht ich gerne noch wissen, warum ein Brunnen, aus dem sonst Wein quoll, trocken geworden ist, jetzt nicht einmal mehr Wasser gibt:

amun ape kwa, yu janja leza bol chu vungu, eye nong hichu pesho chumunye,

warum ein Baum, der sonst goldene Äpfel trug, nicht einmal mehr Laub treibt,.'

ai amun ya tim utunsoni kwa tayo soti nonoi ai al nong layom yu chumunye.

und warum ein Fährmann immer herüber und hinüber fahren muß und nicht abgelöst wird.

“Aye ahaka reza,” yu waika, “esto lera lilo sus ai vera, ai jehea akwa Umiming ka ya, eta wa kum chu yu azi yem chu vungu.”

'Das sind schwere Fragen,' antwortete sie, ' aber halte dich nur still und ruhig, und hab acht was der Teufel spricht, wann ich ihm die drei goldenen Haare ausziehe.'

Eta manta nuku lo, Umiming de vado. Yu nubo fawang en yu boyun hunyo nong shim. “Wa fufu fufu seki chu yunga,” yu ka. “Lau nong nenshi.”

Als der Abend einbrach, kam der Teufel nach Haus. Kaum war er eingetreten, so merkte er daß die Luft nicht rein war. 'Ich rieche rieche Menschenfleisch,' sagte er, 'es ist hier nicht richtig.'

Tai yu kekele la numpil yu, ai kele, esto nong tengi chele akwa.

Dann guckte er in alle Ecken, und suchte, konnte aber nichts finden.

Umati vuka yu, “chauka wa kukunzi lau,” yu ka, “ai jaren ayo, tau li mune ayo sosko wai wa; tayo seki chu yunga bo fuku! Nura lo ai kiza binki na zekita.”

Die Ellermutter schalt ihn aus, 'eben ist erst gekehrt' sprach sie, 'und alles in Ordnung gebracht, nun wirfst du mirs wieder untereinander; immer hast du Menschenfleisch in der Nase! Setze dich nieder und iß dein Abendbrot.'

Eta yu kwi kiza ai soza lo, tinzon yu, umati jara titi na yu tila sera ai ka: “Tim al didichu si li,”

Als er gegessen und getrunken hatte, war er müde, legte der Ellermutter seinen Kopf in den Schoß und sagte sie sollte ihn ein wenig lausen.

Ata nong kura nai, ai yu tonzon shai, fum ai zonzim.

Es dauerte nicht lange, so schlummerte er ein, blies und schnarchte.

Tai unaita hiza azi kwa chu vungu, kum yu nuchu ai jara ya lu yulo. “Yai!” Umiming donka, “haya la jam?”

Da faßte die Alte ein goldenes Haar, riß es aus und legte es neben sich. 'Autsch!' schrie der Teufel, 'was hast du vor?'

“Kwi toju amanje ming,” umati waika, “chumunye wa hiza zizi na li.”

'Ich habe einen schweren Traum gehabt,' antwortete die Ellermutter, 'da hab ich dir in die Haare gefaßt.'

“Haya be manje?” Umiming haka. “Wa kwi manje sochu la chipola, chu ya sosu janja hicho, ai eye nong aso denu hicho, haya be mun aye?”

'Was hat dir denn geträumt?' fragte der Teufel. 'Mir hat geträumt ein Marktbrunnen, aus dem sonst Wein quoll, sei versiegt, und es habe nicht einmal Wasser daraus quellen wollen, was ist wohl Schuld daran?'

“Nye, tonto li ke jo!” Umiming waika. “Rogoi wera vu adu bo sochu, tonto yunyo jamia yu lo, shau sochu denu sonu wai.”

'He, wenn sies wüßten!' antwortete der Teufel, 'es sitzt eine Kröte unter einem Stein im Brunnen, wenn sie die tödten, so wird der Wein schon wieder fließen.'

Umati didichu wai yu, deche yu tonzon ai zonzim en shenum pepye. Tai yu kum azi na sun nuchu, “Hoi! Haya la jam?” Umiming swika wonka.

Die Ellermutter lauste ihn wieder, bis er einschlief und schnarchte daß die Fenster zitterten. Da riß sie ihm das zweite Haar aus. 'Hu! was machst du?'

schrie der Teufel zornig.

“Nong waija ming ya,” yu waika, “wa jam ya la manje.” “Haya li manje wai?” yu haka.

'Nimms nicht übel,' antwortete sie, 'ich habe es im Traum gethan.' 'Was hat dir wieder geträumt?' fragte er.

“Wa kwi manje la kiman gumpe la, ya kwiku leza bol chu vungu ai tau nong eye pesho ya denu hichu. Haya amun na aye?”

'Mir hat geträumt in einem Königreiche stand ein Obstbaum, der hätte sonst goldene Äpfel getragen und wollte jetzt nicht einmal Laub treiben. Was war wohl die Ursache davon?'

“Nye, tonto li ke jo!” Umiming waika, “la pevu kil la kikil, tonto yunyo jamia yu lo, shau ya denu leza wai bol chu vungu, esto tonto yu ke kikil ata nai tunti tau lo, echu ape ke yoira kwambe.

'He, wenn sies wüßten!' antwortete der Teufel, 'an der Wurzel nagt eine Maus, wenn sie die tödten, so wird er schon wieder goldene Äpfel tragen, nagt sie aber noch länger, so verdorrt der Baum gänzlich.

Esto tustu wa tos amanje na li, tonto li nubai wa tato kwa maushi la zon lo, echu li ke pauza aseche.”

Aber laß mich mit deinen Träumen in Ruhe, wenn du mich noch einmal im Schlafe störst, so kriegst du eine Ohrfeige.'

Umati ka mweju yu, ai didichu wai yu deche yu kwi tonzon ai zonzim. Tai yu hiza azi chu vungu na yem ai kum ya nuchu.

Die Ellermutter sprach ihn zu gut, und lauste ihn wieder bis er eingeschlafen war und schnarchte. Da faßte sie das dritte goldene Haar und riß es ihm aus.

Umiming pya wen, swika ai keju minzia yu, esto yu javera yu wai ai ka: “Hayu tengi kubas amanje ming?”

Der Teufel fuhr in die Höhe, schrie und wollte übel mit ihr wirthschaften, aber sie besänftigte ihn nochmals und sprach, 'wer kann für böse Träume!'

“Haya be manje, lo?” yu haka, ai eye keyun yu. “Wa manje tos utunsoni, yu woika en tim yu tayo soti nonoi, ai en al nong layom yu. Haya eo amun?”

'Was hat dir denn geträumt?' fragte er, und war doch neugierig. 'Mir hat von einem Fährmann geträumt, der sich beklagte daß er immer hin und her fahren müßte, und nicht abgelöst würde. Was' ist wohl Schuld?'

“Hoi, wu ujejeng yu!” Umiming waika, “eta ukwa de ai soi tunu lo, tai tim yu pau yu hupe bo lele, tai tim uyin soti tunu ai yu ke namil.”

'He, der Dummbart!' antwortete der Teufel, 'wenn einer kommt und will überfahren, so muß er ihm die Stange in die Hand geben, dann muß der andere überfahren und er ist frei.'

Chumun umati kum azi yem chu vungu ai yu kwi waika ahaka yem lo, yu echu tus yinga naita vera, ai yu zon deche anin nuku.

Da die Ellermutter ihm die drei goldenen Haare ausgerissen hatte und die drei Fragen beantwortet waren, so ließ sie den alten Drachen in Ruhe, und er schlief bis der Tag anbrach.

Eta Umiming nuchi wai lo, unaita zachu sindi chu sheno na sengo, ai pai ben na nenis asa na yunga wai. “Lau azi yem chu vungu,” yu ka. “Akwa be Umiming waika ya tos ahaka be li eo kwi wehim.”

Als der Teufel wieder fortgezogen war, holte die Alte die Ameise aus der Rockfalte, und gab dem Glückskind die menschliche Gestalt zurück. 'Da hast du die drei goldenen Haare,' sprach sie, 'was der Teufel zu deinen drei Fragen gesagt hat, wirst du wohl gehört haben.'

“Eo,” yu waika, “wa kwi wehim ai denu lera nen ya,”  “Shai al leo li,” umati ka, “ai tai tengi nuku nunyo na li,” Yu paika unaita tos aleo la itinza, nuchi Mingan, ai yosaka en ayo tonis tos yulo.

'Ja,' antwortete er, 'ich habe es gehört und wills wohl behalten.' '.So ist dir geholfen,' sagte sie, 'und nun kannst du deiner Wege ziehen.' Er bedankte sich bei der Alten für die Hilfe in der Noth, verließ die Hölle, und war vergnügt daß ihm alles so wohl geglückt war.

Eta yu deche utunsoni lo, tim yu pau yu amondoi oreka. “Kuye lo, soti wa tunu,” ka ben na nenis, “tontoye wa denu ka li ashi al layom li shai,” ai eta yu deche alu yin lo, yu ka yu anoka na Umiming: “Tonto ukwa de wai, ai soi al soti yu tunu lo, tontoye pau yu hupe bo lele.”

 Als er zu dem Fährmann kam, sollte er ihm die versprochene Antwort geben. 'Fahr mich erst hinüber,' sprach das Glückskind, 'so will ich dir sagen wie du erlöst wirst,' und als er auf dem jenseitigen Ufer angelangt war, gab er ihm des Teufels Rath, 'wenn wieder einer kommt, und will übergefahren sein, so gib ihm nur die Stange in die Hand.'

Yu kura ai deche dola, bo ya ape gunuleng lai, ai ala ujavan soi pauza awaika lai. Tai yu ka yu, akwa be yu wehim ya chu Umiming shai, “jamia kil, yu la kikil pevu na ya, eno denu leza wai bol chu vungu.”

Er gieng weiter und kam zu der Stadt, worin der unfruchtbare Baum stand, und wo der Wächter auch Antwort haben wollte. Da sagte er ihm, wie er vom Teufel gehört hatte, 'tödtet die Maus, die an seiner Wurzel nagt, so wird er wieder goldene Äpfel tragen.'

Tai ujavan paika yu ai pau yu shi topa gau sun yunyo jauza vungu, tim yunyo zenu yu.

Da dankte ihm der Wächter und gab ihm zur Belohnung zwei mit Gold beladene Esel, die mußten ihm nachfolgen.

La abas lo yu deche dola, sochu na ya tonsong. Tai yu ka ujavan, akwa be Umiming ka ya shai, “rogoi bo sochu vu adu, tim linyo chele ai jamia yu, eno ya denu pau suso tiwi wai.”

Zuletzt kam er zu der Stadt, deren Brunnen versiegt war. Da sprach er zu dem Wächter, wie der Teufel gesprochen hatte, ' es sitzt eine Kröte im Brunnen unter einem Stein, die müßt ihr aufsuchen und tödten, so wird er wieder reichlich Wein geben.'

Ujavan paika, ai pau yu mau gau sun yunyo jauza vungu.

Der Wächter dankte, und gab ihm ebenfalls zwei mit Gold beladene Esel.

Zebas lo ben na nenis deche vawana, yu nyeka lon eta wayun yu ai wehim wu nen yu janten ayo.

Endlich langte das Glückskind daheim bei seiner Frau an, die sich herzlich freute als sie ihn wiedersah und hörte wie wohl ihm alles gelungen war.

Bukim be yu deza akwa yu soi ya, azi yem chu vungu na Umiming, ai eta yu weyun gau pan le vungu lo, yu nyeka kwambe ai ka: “Tau li jamoyo atonto yo ai tengi lera bemwana na wa.”

Dem König brachte er was er verlangt hatte, die drei goldenen Haare des Teufels, und als dieser die vier Esel mit dem Golde sah, ward er ganz vergnügt und sprach 'nun sind alle Bedingungen erfüllt und du kannst meine Tochter behalten.

Esto, vabembu zai, soi ka wa ala vungu wi wechu lai? Aye wampa wamwa!” “Wa kwi soti tunu sonai,” yu waika. “ai chu lai wa deza ya, ya lai tila soku yumpo dushum.”

Aber, lieber Schwiegersohn, sage mir doch woher ist das viele Gold? das sind ja gewaltige Schätze!' 'Ich bin über einen Fluß gefahren,' antwortete er, 'und da habe ich es mitgenommen, es liegt dort statt des Sandes am Ufer.'

“Wa mau tengi deza chu lai ha?” bukim ka ai leju kwambe yu. “Awi shi soi ya shai,” yu waika. “Utunsoni la sonai, mun yu soti li tunu, eno tumula lai li tengi janyobo bobos.”

'Kann ich mir auch davon holen?' sprach der König und war ganz begierig. 'So viel ihr nur wollt,' antwortete er, 'es ist ein Fährmann auf dem Fluß, von dem laßt euch überfahren, so könnt ihr drüben eure Säcke füllen.'

Bukim leju nuku nunai geku wamwa, ai eta yu deche sonai lo, tai yu ledeka utunsoni, tim yu soti yu tunu.

Der habsüchtige König machte sich in aller Eile auf den Weg, und als er zu dem Fluß kam, so winkte er dem Fährmann, der sollte ihn übersetzen.

Utunsoni de ai deka yu nuti, ai eta yunyo deche soku ya tumula lo, yu pau yu hupe bo lele, ai pya nuchi, Bukim esto tim yu soti chu tai shi afon tos nanyau yo.

Der Fährmann kam und hieß ihn einsteigen, und als sie an das jenseitige Ufer kamen, gab er ihm die Ruderstange in die Hand, und sprang davon. Der König aber mußte von nun an fahren zur Strafe für seine Sünden.

“Eo rata la soti ha?” “Haya lo? Chu yu yuyung kwi zachu hupe.”

'Fährt er wohl noch?' 'Was denn? es wird ihm niemand die Stange abgenommen haben.'