So isses wirklich

Theatererfahrung nicht erforderlich, aber auch nicht schädlich...

Auch bei uns ist es nicht anders. Unser Jungvolk plant kurz vor dem Semesterbeginn die nächste Tat und verfällt dann von Donnerstag zu Donnerstag, ab 19:30 Uhr, sowie an sogenannten Probenwochenenden, in jene revolutionären Zuckungen, die sich gegen ein konservatives Freizeitverhalten wenden, gegen versteinerte Autoritätsbegriffe und dergleichen mehr. Die jungen Menschen sind mit ihren Protesten gegen die ihnen zugefügte Freiheitsberaubung so intensiv beschäftigt, dass sie keine Zeit finden, ihr Universitätsstudium zu beenden, Kinder groß zu ziehen, oder einem einträglichen Berufe nachzugehen. Sie müssen sich darauf beschränken, dann und wann die Einrichtung ihrer Bühne in der ESG zu zertrümmern, oder moralisch zuwiderhandelnde Figuren verbal zu verprügeln. Deshalb sind die letzten Semesterwochen jedesmal mit nervenaufreibenden Anstrengungen verbunden, was einem genussvoll zelebrierten Schlussauftritt aber nicht entgegenstehen sollte.

Proben: jeden Donnerstag, ab 19:30 Uhr im Saal der ESG Bonn