N. A. E I C H L E R
P o s t S c r i p t 1 - 1 0
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PostScript 1
B – S – E
WIE INNEN, SO AUSSEN. In der esoterischen Philosophie, basierend auf der traditionellen jüdischen Qabbalah, wird „Kether“ (die „Krone“), das höchste dem Menschen noch nachvollziehbare Gotteslicht, symbolisiert durch „Aleph“, zu deutsch: „Ochse“. Ketzertum, schwarze Magie, Satanismus, wie sie von dem britischen Maurer und Okkultisten Aleister Crowley, selbsternanntem „Beast 666“ der Apokalypse und „Äon des (für ihn schwarzmagischen) Neuen Zeitalters“ propagiert und zu (s)einer theoretisch-praktischen Lehre ausgearbeitet wurden und gegenwärtig weltweit, insbesondere in der westlichen Welt, immer mehr Anhänger und Nachläufer in allen Bereichen des Lebens finden, die, getarnt hinter bravbieder- bürgerlich-honorigen Charaktermasken, bereits weite Teile von Gesellschaft und Industrie beherrschen, führen traditionell zu Wahnsinn (negativer Wille, hebräisch: negatives „Chokmah“) und Schwachsinn (negative Konzepte, hebräisch: negatives „Binah“), und letzlich zum Verlust des segnenden Kotakts zum Gotteslicht („Kether“, dem „Ochsen“) - und damit zur Auflösung jeglichen Bewußtseins und jeder bewußten Seinsmöglickeit selbst. Die physische Ebene der Wirklichkeit ist in der esoterischen Philosophie als Spiegel der außerphysischen Welt verstanden, an ihr sind, richtig intepretiert, alle metaphysischen Abläufe und Tatsachen der höheren, geistigen Wirklichkeitsebenen in symbolischer Weise ablesbar. Der “britische Okkultismus-Export“, der bereits weite Teile der westlichen Esoterik mit hirnrissigen, primitiven, vor-aristotelischen und undialektischen, barbarisch-bipolaren Pseudo-Philosophien und Wahrheiten über das „geistige Universum“ verseucht hat und dessen „artige“ Society-Adepten sich mit beschönigenden Etiketten wie „kosmische Hierarchie“ und „sanfte Verschwörung“ viele nützliche Indioten und Handlanger in allen Lebensbereichen zurechtverblendet und -verblödet haben, findet seinen materiell-symbolischen Spiegel, seinen physischen Ausdruck und seine sichtbare Entsprechung im britischen Rinderwahnsinn und seinem Export in weite Teile der westlichen Zivilisationen. Mit allen daraus resultierenden Konsequenzen – für das körperliche und das seelisch-geistige Schicksal seiner Verursacher wie auch seiner Opfer, in der Gegenwart und vor allem auch in der ganz, ganz nahen Zukunft, die bereits begonnen hat. „Wie oben, so unten“ (Hermes Trismegistos). „Wie im Himmel, so auf Erden“ (Jesus Cristus). Wie im Geistigen, so im
Materiellen. Wie im Unsichtbaren, so auch im Sichtbaren. Wie außerhalb des Körpers, so auch im Körperlichen. Wie jenseits, so diesseits – wie innen, so außen.
Wohl bekomm's! Bon appetit!
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„Das wahre Geheimnis der Welt ist das Sichtbare,
nicht das Unsichtbare.“
(Oscar Wilde)
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PostScript 2 / H Y M N E
UNSER FREUND, DER GROSSE ADEPT
(zu singen nach der Hymne von Nic Niobe/Arr. Herbert Ziegler – Deffu-Ton-Verlag)
Wir sind die kosmische Hierarchie,
und ficken alle nur in das Knie!
Wir sind auserwählt, wir sind abgezählt,
denn wir haben die Zeichen der Zeit erkannt.
Schon geht der himmlische Segen los,
„Ich-auch-Übermensch“ freue mich groß.
Es dient unsrem Wohl! Ach, fühlt man sich toll!
Wenn man so hohl adabei sein kann!
Unser Adept, weise und gut,
weiß genau was er tut!
Wir glauben, folgen, dienen ihm,
treugläubig für sein Ziel!
Es ist so gummizellenschön,
die Welt als Faschingsjux zu seh’n.
Wir laufen für ihn, hampeln, pöbeln ’rum,
für uns sind nur die andren dumm.
So merken wir nicht, was da keimt,
wie man uns zu Idioten schleimt.
Wir sind so informiert, und nützlich, in!
Wir blicken durch, ganz voll durch!
Denn unser Hausfreund, der Adept und seine Frau,
die blicken noch viel dürcher!
Und so stehlen sie uns mit Erfolg
die Lebenszeit!
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„Pseudoereignisse (pseudo-events) erzeugen in geometrischer Progression weitere Pseudoereignisse. Das ist zum Teil deshalb so, weil jedes Pseudoereignis (also etwas Geplantes) leicht zum Ritual gerät, mit eigenem Protokoll und einer ihm eigenen Rigidität. Wenn nun jedes Pseudoereignis in diese Rigidität verfällt, entsteht der Zwang, andere, abgeleitete Formen von Pseudoereignissen zu erzeugen, die fließender, unwiderstehlicher und auf interessante Weise doppelsinnig sind.
Sobald wir einmal Geschmack an Pseudoereignissen gefunden haben, neigen wir leicht zu der Annahme, es handle sich um die einzigen interessanten Ereignisse überhaupt. Unser Fortschritt vergiftet die Quellen unserer Erfahrung. Und das Gift schmeckt derart süß, dass unser Hunger auf harte Tatsachen zunichte gemacht wird.“
(Daniel J. Boorstin:
The Image.
A Guide to Pseudo-Events in America (1961),
New York 1977)
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PostScript 3
L – O – V – E
M O R D I S T L E B E N , F O L T E R I S T S E G E N , G E W A L T I S T G L Ü C K .
Sie morden, stehlen, rauben, plündern, erpressen, vergewaltigen – vor allem aber verblöden, täuschen, lügen, verblenden sie. „Es gibt keine Wahrheit(en) – nur Geschichten“ - nach diesem zynischen Prinzip machen sie jedem alles vor, was in seinen mentalen Kram passt, seinem Gemüt entspricht, seiner Vorstellung von Moral, Ethik, Sinn, Vernunft ein passendes Gerüst und Alibi liefert, um sich „guten Gewissens“ als Handlanger, Bote, Helfer und Helfershelfer, Mit-Mobber, Mit-Pöbler, Mit-Erpresser, Mit-Vergewaltiger zu betätigen: dienst es doch (s)einem „guten Zweck“, hat es doch (s)eine/n „gute/n Sinn/Bedeutung/Ziel/Absicht“ (Nichtzutreffendes bitte streichen). Sie terrorisieren, foltern, richten zugrunde und hin – und verkleistern die Augen ihrer nützlichen Idioten und Handlanger mit hübschen Prospekten, Plakaten, Filmchen und Abziehbildern, die von „kosmischer Liebe“, „Toleranz“, „Weisheit“, „Güte“, „Erleuchtung“, „spiritueller Einsicht“ und „höherer Erkenntnis“ handeln: Repräsentationen, denen jedes schlichte Gemüt zu folgen, in ihrem Namen jeden Schwachsinn, jede Greueltat, jedes Verbrechen zu legitimieren vermag, jede Vernunft, Einsicht, Ethik, wirklich höhere Erkenntnis und charakterliche Integrität über Bord zu werfen bereit ist – falls sie in ihm überhaupt mehr als rudimentär vorhanden und angelegt sind (der amerikanische Psychologe Stanley Milgram hat bereits Ende der 60er Jahre diese Abgründe und Tiefen des menschlichen Gemüts und dessen, wozu es fähig ist, ausgelotet und dokumentiert). Und alles mit dem Ziel der Unterwerfung jeden Denkens, jeder Intelligenz, jeder Vernunft, die dem Schwachsinn ihrer „kosmischen Weltherrschaft“ eine bessere Einsicht, ein integreres Weltbild, eine wirklich kritische Prüfung, der sie niemals standhalten würde, entgegensetzen könnte. Barbaren herrschen über Zivilisierte, Primitivität über Intelligenz, Wahnsinn über Vernunft – und da ihre Gewalt und Brutalität jedes gekannte und dem durchschnittlich verantwortungsvoll denkenden Menschen vorstellbare Maß übersteigt und sprengt, da sie alle weltlichen und okkulten Mittel und Möglichkeiten sich verfügbar gemacht und zur Verfügung haben – nicht zuletzt durch ihre verblendeten und verblödeten, debil „wohlmeinenden“ Handlanger und nützlichen Idioten in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen – scheint ihrer als „Macht“ missverstandenen Gewalt kein Widerstand gewachsen, keine Gegenwehr möglich zu sein.
Es ist hier weder die Rede von den alten/neuen Nazis noch der Mafia – beide sind Knabengesangsvereine verglichen mit ihnen. Es ist auch nicht die Rede von Terroristengruppen, wie man sie aus den Nachrichten kennt, von chilenischen Despoten oder russischen Gulag-Betreibern – sie alle sind Laubenpieper verglichen mit ihnen. Es ist auch nicht die Rede von irgendwelchen Schulkindern, die mit Oui-Ja-Board und Mutters Küchenmesser spiritistische Experimente und schwarze Messen im Wäldchen hinter’m Schullandheim abhalten, so wie wir früher heimlich eine Zigarette geraucht haben (obwohl ein gelegentlicher Mitschülermord zeigt, dass auch diese „Einstiegsdrogen“ sehr schnell sehr weit führen können). Und es ist auch nicht die Rede von der Scientology- oder einer der anderen Sekten, die irgendwo öffentlich in Erscheinung treten, obwohl die genannte bereits eine Spitze des hier skizzierten Eisbergs bildet und in ihrem „okkulten“ Teil peripher mit betroffen ist.
Es ist die Rede von I h n e n. Von I h r e m Freund, Vorgesetzten, Nachbarn, Bekannten, von I h r e m „weisen, gütigen“ Adepten, der immer so freundlich lächelt und so glatt rasiert ist, der nach Douglas duftet und Sie „vor den Schwarzen“ (Okkultisten)“ warnt – die ihm nur Druckmittel für Ihre Unterwerfung sind; denn er ist selbst einer/dieser „Schwarze“, er tritt nur als „Weißer“ auf. Seine „Ethik, Moral, Weisheit“ (die ihm selbst nicht das geringste bedeuten) sind die wohlfeilen Gemeinplätze und Lügen, die es ihm leicht machen, Sie zu beherrschen, die es Ihnen leicht machen, sich ihm zu unterwerfen, es sind die Wursthäppchen, für die der Hund („DOG“, also Sie) Männchen macht und mit dem Schwanz wedelt, während sein Herrchen („GOD“, also er) ihm sagt, wo’s lang geht – umwölkt von seiner ach so positiven rosa Aura und einem Kein-Wässerchen-trüben-können-Blick, die er täglich mit qabbalistischen Atem- und Singübungen erneuert (und die nichts anderes dokumentieren als die Tatsache, dass er weiß, wie’s geht). Gewalttätig unterworfen und erpresst, auf den inneren Ebenen umgebracht und gefoltert wird nur, wer sich dieser „sanften“ Versklavung nicht gutgläubig unterwirft, diesem Psycho-Illusionismus nicht anheimfällt, weil er zu gebildet, intelligent, kritisch, selbständig und selbstbewusst und aufgeklärt ist, um sich und seine selbstbestimmte und urteilsfähige Persönlichkeit noch von einem schicken Business-Manager als adeptisch „initiiertem und auf den inneren Ebenen aktiven“ Ersatz-Überich wieder zum/zur unkritischen „Sohn/Tochter“ und Laufburschen versklaven zu lassen, nachdem er seinen Vater und die weißbärtige Vaterfigur im Himmel dank persönlicher Reife und höherer intellektueller und charakterlicher Entwicklung hinter sich gelassen hat.
Und was Folter, Gewalt, Terror, Angst, Bedrohung („durch die Schwarzen“) und Illusionsverblödung („für das Weiße/die Guten“) nicht schaffen, das erledigt das menschlich-allzumenschlich-naive Bestreben, immer „in“ und „adabei“ sein zu wollen – die lockere Nestwärme des Kollektivs, der selbstschmeichlerische Schaum, zu den „Besseren“, „Informierten“, „Wichtigen“, zu den „Durchblickern“ zu gehören, und in allen anderen den „Dummen“, „Unreifen“, „Nicht-Informierten“, den „Materieblinden“ – also den „Untermenschen“ zu sehen. Wie bei allen despotischen Systemen ist auch bei der „kosmischen Hierarchie“ der okkulten „sanften Verschwörung“, von der hier die Rede ist, bei dieser bürgerlichen Weltmachtphantasie und Klein- und Großkriminellen in „ehrbar-ehrenwerten“ Gesellschaftsrollen und –positionen, überhaupt nichts „sanft“ - und das (noch so dumm und irrational gestrickte) „Feindbild der anderen“ eines der wirksamsten Mittel, sich Menschen hörig und gefügig zu machen, von kritischem Bewusstsein sich selbst gegenüber abzuhalten: Die Geheimhaltung, die Symbolsprache, die Anonymität sind „nur nötig“, um „uns“ vor den „ahnungslosen, primitiven, weniger entwickelten Materiemenschen“ zu schützen, uns, die adeptischen „Demiurgen und Halbgötter in Menschengestalt“ und „Übermenschen“. Darauf fällt jeder materieblinde Materiemensch rein – und sein Haus-Adept „sieht“ ja für ihn, „blickt“ ja für ihn „voll durch“. In der Tat: Er weiß, was er tut und wie er Idioten als Idioten nutzt: indem er sie zu „überlegenen“ und „besserwissenden“ Mittätern macht.
Das Gangstertum der Eingeweihten, das bereits alle Bereiche des Lebens in den westlichen Industriegesellschaften beherrscht und seinen Zweck in sich selbst hat, nämlich den größenwahnsinnigen Ambitionen und den lockeren, spätpubertär inflationierten Omnipotenzphantasien von okkulten Geisteskäfern die Welt als Abenteuerspielplatz verfügbar zu machen und zu halten, trägt nur noch als Alibifähnchen die „esoterische Tradition“ eines „Dienstes am Menschen“ und der „Förderung der geistig-seelischen Evolution“ vor sich her, und keine „höhere Existenz- (Meister-) Ebene des geistigen Universums“ hat sie legitimiert. Hinter diesen potemkinschen Fassaden verbergen sich längst nur noch mittelmäßige, intellektuell unbedarft ausgestattete, charakter- und verantwortungslose Schwachhirne, die ihre deformierten und keiner ethischen Rationalisierung und Vernunft mehr standhaltenden Größe-, Macht- und Herrlichkeits-Phantasien ausleben. Das „weiße Eingeweihtentum“ ist längst zur schwarzmagischen Variante, zum alibispendenden Zwillingsgefährten des „schwarzen“ geworden. Die „Weißen“ sind die Schwarzen, die „Guten“ sind die Bösen (und die „Schwarzen“ und „Bösen“ waren und sind es ohnehin schon immer)! Und es sind die Kränksten der Kranken, die als Ärzte auftreten, um sich mehr oder weniger Gesunde unter ihr Joch „zu kurieren“ (wovon und wozu auch immer). Der Bock spielt den Gärtner - und lastet gelegentlich auffallendes Chaos im Garten immer irgendwelchen anonymen „anderen“ (Böcken) an.
Und ich - ich befinde mich in der undankbarsten und unangenehmsten Rolle der Welt, dessen, der Narren die Wahrheit zu sagen versucht. Der I h n e n mitteilt, dass S i e die Opfer sind, die ausgebeuteten Deppen und nützlichen Idioten von skrupellosen okkulten Gangstern und ihrem schwarz-weißen Verblödungstheater - und Mit-Täter an anderen zugleich. Daß Sie das göttliche Kapital I h r e s Lebens, Ihre Zeit und Ihr Vermögen, Ihre Sympathie und Ihr Vertrauen an die schäbigsten, charakter- und skrupellosesten Gangster verschwenden, die die menschliche Evolution je hervorgebracht hat - an primitive, ego- und megalomanische, stromlinienförmig gestylte Neandertaler, die, adrett mit weißen Hemden, Schlips und Anzug drapiert und unter dem Mäntelchen des selbstlosen Dienstes „an der Menschheit“ (unter der sie vor allem sich selbst, als „Elite“, verstehen) nur ein Ziel verfolgen: sich hofieren, (be-) dienen und zu noch mehr „Glanz und Größe“, sprich: Geld und Einfluß, stilisieren zu lassen. Vor wie hinter den Kulissen der Materie, in und außerhalb des Körpers - und gleich mit welchen Mitteln.
Mittel und Praktiken der Gewalt, Folter, Qual, Verleumdung, Erpressung, der „Innere-Ebenen-Morde“ und weltlicher Existenz-, Ruf- und Lebensdeformation und –vernichtung, deren diese okkulten Berserker auf Chefsesseln und Amtspöstchen in hemmungslos brutaler Intensität und Weise fähig und mächtig sind, und zu deren Opfern auch ich nun schon über Jahrzehnte hinweg (wenn auch, wie diese Schrift belegt, mit äußerst bescheidenem „Erfolg“) gehöre. Und nicht zuletzt ermöglicht dank I h r e r „freundlichen“ Mitwirkung und Unterstützung, dank I h r e s Gehampels, Gestikulierens, Pöbelns, Mobbens, Alltagsverunstaltens mit Pseudoereignissen und tausend geplanten kleinen Hirnrissigkeiten und bedeutungslosen Doppeldeutigkeiten, die in ihrer Massierung zum Terror werden - und die nur für S i e einen (irgendeinen, plausibel scheinenden Alibi-) „Sinn“ haben, in Wirklichkeit nur Ihrer eigenen Verblendung, des Betrugs an I h n e n s e l b s t , ein „nützlicher Helfer“ zu sein, und der gleich wie legitimierten gewaltsamen Unterwerfung anderer dienen. Wer sagt da noch, Lenin habe ganz umsonst gelebt und gedacht ?
„An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ Denn zaubern, schöne Augen machen und freundlich reden kann der Teufel auch.
Doch manchmal, wie hier, jetzt und heute, stinkt er auch zum Himmel, und seine Jauche, den Schwefel- und den Blutgeruch an seinen Händen übertüncht kein Tanklastzug voll Duftwässerchen mehr.
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„Jean Baudrillard hat Simulation in vierfacher Gestalt kenntlich gemacht: Erstens sei sie eine täuschend echte Nachahmung des Echten. Zweitens sei sie die „echtere“ Ersetzung des Echten. Drittens sei sie die Behauptung, dass es nie etwas Echtes gegeben hat. Viertens sei sie ein in sich selbst ruhendes, wohliges Innesein, das sich gegen alle Beeinträchtigungen von außen deshalb so erfolgreich zur Wehr setzt, weil es auf dem Gipfel seiner Ausdehnung keine Alternative kennt. Damit sei dann die Simulation in ihrer indifferenten, referenzlosen Form erreicht, ein Omnipotenzwahn, der alle Kraft in die Anstrengung investiert, reibungs- und störungslos zu funktionieren.
Bei der vierfachen Kennzeichnung handelt es sich um eine Eskalation: Vortäuschung, Ersetzung, Auflösung, Löschung von Realität. Bisher hat sie nur in der ersten Gestalt die Gemüter bewegt. Doch absichtliche Täuschungen aufzudecken, war und ist eine Kleinigkeit für intelligente Zeitgenossen. Nicht dass ein Politiker lügt, ist das Problem im Zeitalter der Simulation, sondern dass er glaubt, was er sagt, wenn er lügt, und dass das Gesagte das einzige ist, was für ihn - gegen alle Vernunft - zählt, und dass er weiß, dass es schließlich außerhalb der machtgestützten Sage überhaupt nichts anderes gibt.“
(Dietmar Kamper
Mimesis und Simulation)
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PostScript 4 / M O D E L
LINDA’S PRAYER
O Lord, won’t you buy me
A prophet of mine!
My friend Cindy’s got a Buddhist
With whom she can dine.
And even this Claudia,
Blonde German Cinderella,
Got a magician to stand
Under his sparkling umbrella.
Rod, Yannick, and Kyle,
And all yesterday’s boys,
Have just been a pas-time,
Some blue hour toys.
I oath to serve him,
This heavenly giant,
Against slander end evil
I will be defiant.
O Lord, won’t you fill me
With bliss and delight!
None better deserves it,
And it’s in your might.
If I look at the world,
What it needs most today,
Is a radiant idol,
That is destined to stay.
If I show the world,
What beauty can be,
They all have an idea,
And will follow me.
O Lord, won’t you pay me
A divine connexion!
As far as I know,
It will shine with complexion.
Aerobics, and water,
And biological carrots,
Just make me attractive
To wealthy old parrots.
I oath to care for
My precious new gift,
So it carries me safely
Through my life’s every shift.
O Lord, won’t you endow me
With an aura saint and sane!
My friends just smell perfumed,
And look made-up profane.
If I’m to be the diva,
The real superstar,
I’m to sparkle celestial,
And for this I’ll go far.
I’ll do galish rituals,
Spill magical milk,
I’ll dance naked at midnight
For a skin made of silk.
And if my heavenly connexion
Makes me even more admired,
I’ll wear a golden leaf,
And never get tired.
O Lord, won’t you grant me
My innermost wish!
A portion of glory
As my daily dish.
For more of this mannah
I propose you a pact:
You serve my glamour,
And I’ll stay intact.
Thus we can show off
Your creative ability,
For the fame of my name,
And your enlightened debility.
O Lord, just don’t think
That I’m idle and lonely!
I just want to be important,
The star, one and only.
I’m not after clothes,
I’ve got higher intentions,
I’m striving for radiance
In higher dimensions.
All those magazine titles
Are to me just a curse:
I want to be astral,
The star of the universe.
And to this end I could use
Some nice prophet so well.
So Lord, buy me one,
And I’ll ring you a bell!
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„Völlig unbekannt ist uns dieses invertierte, um nicht zu sagen pervertierte, Verhältnis von Modell und Reproduktion freilich nicht: neben ihren tausend Projektionen gelten die Modelle, die wirklichen Filmstars, nichts; und wie sie, die „wirklichen“, in Hollywood als Fleisch und Blut herumlaufen, sind sie eigentlich auch nur noch die erbärmlichen Gespenster ihrer Reproduktionen; Gespenster, die vergeblich versuchen, ihren Großaufnahmen gewachsen zu bleiben.“
(Günter Anders,
Die Antiquiertheit des Menschen (1956),
München 1968)
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PostScript 5
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PostScript 6
S - A - C - R – A
S A C R A , S A C R A , S A C R A , S O G I , S A C K E L Z E M E N T , U N D : L L E L U I J A H ! ! !
Wer einen Crash-Kurs in adeptischem Denken, in esoterischem Weltbild und okkulter Philosophie sucht, dem sei das Schlüsselwerk der filmischen Selbstdarstellung der „Illuminaten“ der „kosmischen Hierarchie“ empfohlen: „MONTANA SACRA / Der heilige Berg“ von Jodorowski. Anfang der siebziger Jahre ein Kult-Film, in den Achtzigern nur noch gelegentlich in Programm-Kinos gezeigt und heute so gut wie nicht mehr zu sehen, aber die Mühe, sich ihn zu beschaffen, lohnt sich auf jeden Fall und für’s Leben, denn mit einer Besichtigung allein ist der Film ohnehin nicht zu bewältigen, bei zweien gewinnt man einen Überblick, und beim dritten Ansehen fängt man an, in ein substantielles Verständnis einzutreten. Denn der Film, von unbedarften Zuschauern nur als absurd und surrealistisch erlebt (und von Freaks als „Trip“) offenbart nicht nur das okkulte Weltbild der adeptischen Eingeweihten, deren Gangstertum heute Gesellschaft und Wirtschaft der westlichen Industrienationen beherrscht (und, bedingt und mehr oder weniger im Untergrund, auch die der anderen), sondern stellt es auch in esoterisch-qabbalistischer Symbolik dar. Der Film erläutert nichts, sondern nimmt den Betrachter mit auf die initiatorische Reise vom Neophyten zum Adepten, wie sie heute überall im Westen mit Angehörigen aller Gesellschaftsschichten, sofern sie „geeignet“, also für die „sanfte Verschwörung“ nützlich und (miß-)brauchbar erscheinen, veranstaltet und durchgeführt wird: „Mitten im Leben selbst“ und „unter aller Augen“. Im Film werden die ahnungslosen Neophyten durch eine Gruppe von unterschiedlichen Geschäftsleuten und durch Jesus (!) repräsentiert, die vom „Ipsissimus“, dem Kopf und obersten Adepten der okkulten „Hierarchie“, in das wahre Verständnis des weltlichen und vermeintlich spirituellen Universums eingeführt und zu persönlicher „Befreiung“ geführt werden.
So weit, so vermessen und dumm wie (be-)trügerisch. Denn der ganze Film, sein Wert und seine Bedeutung steht und fällt mit dieser Prämisse: Daß Jesus nur ein verblendeter Knallkopf und ahnungsloser Idealist war, den nur ein wirklich Wissender, ein zeitgenössischer Adept mal richtig einweihen und initiieren hätte müssen. In dieser Prämisse - und vor allem nur in dieser, die allerdings den Handlungsverlauf des ganzen Films begleitet (in dem sich Jesus, im Unterschied zu den anderen, den Geschäftsleuten der Neophytengruppe, bei der Initiation als besonders dumm und schwer von Begriff darstellt) - verrät sich die ganze ideologische Krankheit, der herätisch-antichristliche Charakter, die irrwitzige These des Films (und damit des Adeptentums selbst), der im übrigen in jeder Szene, in jeder Einstellung, in jeder symbolischen und inszenierten Aussage und Darstellung richtig ist, einer verlässlichen spiritualpsychologischen Weltsicht entspricht und ein klares Bild der weltlichen wie esoterischen Dimensionen eines niederen metapsychologischen Wirklichkeitsverständnisses vermittelt. Der Film dokumentiert in einzigartiger Klarheit also zwei völlig verschiedene Dinge, die in ihm aber intentionell ineinander verwoben werden, um das eine durch das andere zu insinuieren und zu legitimieren, und offenbart dadurch die unerleuchtete, vermessene, orientierungslos gewordene okkulte Adeptenphilosophie, die heute alles Geschehen bestimmt und beherrscht: 1. Er präzisiert das klassisch-esoterische Welt- und Wirklichkeitsbild, wie es rudimentär schon seit Jahrtausenden in allen Mysterienschulen der Welt hinter verschlossenen Türen und außerhalb des Körpers von Mund zu Ohr weitergegeben wurde und wird („Qabbalah“, hebr., von „qebal“ = „flüstern“), auf moderne, zeitgenössische Weise und in der Praxis, wie ein okkultes Weltbild und eine Initiation in der heutigen industriellen Zivilisation weitergegeben und vermittelt wird. 2. Und er behauptet im selben Atemzug die souveräne und erleuchtete Überlegenheit der Adepten gegenüber einer kleinkariert-egozentrisch verblendeten Haltung eines Jesus, der nur einer persönlichen Illusion von Messiastum aufgesessen sei und von „erleuchteten Adepten“ und „Halbgöttern in Menschengestalt“, wie sie heute in jeder Firma, in jedem Amt und in jedem Pissoir zu finden seien, nur mal richtig eingeweiht und initiiert hätte werden müssen. Und die Plausibilität und Wahrheit des einen Aspekts des Films, des Wahrheitsgehalts seiner esoterisch-psychologischen Weltsicht, nötigt illegitimerweise zu dem Trugschluß, die Diffamierung von Jesus habe dieselbe solide Erkenntnisgrundlage und Berechtigung - was aber weder im Film belegt noch tatsächlich der Fall ist.
Im Gegenteil - da wird, im ersten, dem „weltlichen“ Teil des Films, unlogisch wie von allen und den dümmsten Anti-Christen schon seit je, die pervertierte kirchliche Praxis eines falschen Personenkults als bildlicher „Nachweis“ für die Irrelevanz seiner Lehre in Anspruch genommen und missbraucht (und der nun „klarer“ sehende Jesus zerstört daraufhin alle seine körperlichen Repliken). Und damit hat sich auch schon die Argumentation und Beweislast für die erwünschte Selbstglorifizierung und Überlegenheitsphilosophie der Adepten. Der Rest ist dümmliche Clownifizierung der Person Jesu. Und das ist ebenso geistlos wie schade.
Denn um diese ideologische Ketzerei bereinigt, böte der Film alles, was als Muster einer esoterischen Einweihung nach westlicher Tradition anzusehen und zu verstehen wäre: Von einer klaren Sicht auf die verschiedenen Aspekte des „Jahrmarkts weltlich-vergänglichen Lebens“ über die (nun außerhalb des Körpers, am „anderen Ufer des Wassers“) Pseudo-Geistigkeit falscher Poesie und niederer magischer Praktiken (Okkultisten mit Rucksack, also dem Ballast ihrer weltlichen Identität und persönlichen Historie, die „durch Wände gehen“ und zaubern, aber nicht höher steigen können) bis hin zu psychischen Reinigungsprozessen und der Überwindung und Beherrschung der Triebstruktur („Walking the Tiger“) als Weg zum „Gipfel“ des „heiligen Bergs“, wo - man hat es fast erwartet - kein weißbärtiger Überichgott mit Sonnenscheibe als Hut seine Menschenkinder empfängt, sondern die Mitgötter der Mitadepten, die einen dorthin geführt haben, und der Film (im Film) ist zu Ende, alle Mysterien sind gelüftet, alle Rätsel gelöst, die Grundlagen aller Religionen geklärt.
Wirklich ?
Abgesehen von der Tatsache, dass diese Darstellung lediglich die Idealisierung einer viel weniger idealen Realität und Praxis repräsentiert, dass die Adepten heute und im richtigen Leben keineswegs die sauberen, sicheren, selbstlosen und unfehlbaren Initiationsführer sind, als die sie sich da ein Denkmal haben setzen lassen, sondern längst zu verblendeten Epigonen und Egomanen degenerierte Halbwissende, die ihre okkulten und weltlichen Mittel und Möglichkeiten vor allem zur Vermehrung ihrer okkulten und weltlichen Mittel und Möglichkeiten, als Selbstzweck und zur Selbstverherrlichung und zur Vergrößerung ihres Aktienportfolios einsetzen, und kaum mehr für den Dienst eines wie auch immer gearteten Fortschritts von Menschen oder gar einer „Menschheit“ (es sei denn, auch diese Fortschritte anderer dienen, nach dem Kettenbriefschneeballprinzip von Betrugsunternehmen, dem eigenen Nutzen), abgesehen davon, dass die proklamierte ideal-idealistische Haltung längst nur noch eine aufrecht erhaltene Alibi-Sage von unzulänglichen Menschheitsschmarotzern ist, die ihre okkulte und weltliche Macht rücksichts-, skrupel-, verantwortungs- und erbarmungslos für ihre egomanischen Zwecke einsetzen, und abgesehen von dieser selbstverblendeten, den eigenen Glanz und die eigene Glorie erhöhen sollende Diffamierung des Propheten Jesus, die nur zeigt, dass sie außer psychotechnischen Läuterungsprinzipien überhaupt nichts begriffen haben von den Mysterien ihrer eigenen reklamierten Esoterik und Initiation, da sie zu einer Mentaltechnik von kosmisch-spiritueller Welt- und Einsicht noch gar nicht vorgedrungen, sondern lediglich auf ihrem astral-psychologischen Maulwurfshügel sitzengeblieben sind, wo man sich so schön und leicht als „Gott auf heiligem Berg“ feiern und feiern lassen kann. Abgesehen von diesen prinzipiellen und hanebüchenen Fehleinschätzungen und Defiziten sowohl des Films als auch der aktuellen Personen, die in der heutigen Welt und Wirklichkeit unseres Planeten diesen Film „leben“ und praktizieren, ihrer unzulänglichen spirituellen Einsicht und verkommenen charakterlichen Integrität, wäre noch die Tatsache zu erwähnen, dass es diesen Schmarotzern in Adeptengestalt am Wesentlichen fehlt, was einen Menschheitslehrer und Propheten auszeichnet und über andere „weise“ und weise Menschen erhebt: nämlich eine Botschaft, eine Vision - und ein Verständnis sowohl der philosophischen Grundlagen wie auch der kosmisch-evolutionären Dynamik der Welt, ihrer Zukunft und Zielrichtung, über ihre bloß okkult-esoterisch-hellsichtige Psycho“himmels“beschreibung und –bestandsaufnahme hinaus. Die „erleuchteten“ Hohlschwätzer der „kosmischen Adeptenhierarchie“ haben weder eine Ontologie zu bieten noch eine Kosmogonie, weder eine Seins- noch eine Sinnerklärung des Menschen und des Universums, weder eine Herkunfts- noch eine Zielvorstellung - geschweige denn eine Einsicht in die spirituell-evolutionären Prozesse, die die menschliche Aufbringung zu unsterblichen Geistwesen auf diesem Planeten tatsächlich leiten und fördern. Alles, was sie haben, sind psychisch-ätherische Wanderkarten durch das kollektive wie individuelle Unbewußte - und mit diesen pfuschen sie in der kollektiven wie individuellen Seele, im ätherischen und niederastralen „Himmel“ ebenso wie in der materiellenWelt nach ihrem beschränkten Gut- und häufig genug Schlechtdünken herum, lassen sich für ihr unerbetenes, ganovengleiches und ohnehin meist nur destruktives Einmischen in anderer Leute Leben und Angelegenheiten auch noch teuer bezahlen und gar als „Demiurgen“ und „Halbgötter“ feiern und aushalten, und vertrauen im Übrigen darauf, dass ein sinnvolles, göttliches Universum ihrem Wahn schon den Sinn, ihrem Tun schon eine Legitimation nachliefern, in ihrem Chaos schon wieder eine Ordnung schaffen und erkennbar werden lasse, die sie sich dann als Ergebnis und „Frucht“ ihrer „erleuchteten adeptischen Bemühungen und Dienste“ auf die selbstglorifizierende Sagenfahne schreiben können.
Der inspirierte „Spitzhut“ des Ipsissimus im Film ist in Wirklichkeit die schlaffe Zipfelmütze eines geistigen Vorgartenzwergs, der sie nur als Zuckertüte zum Einsammeln von Sponsorengaben nutzt, der (Tsade-) „Fischhaken“ im Film, der zur Vervollkommnung der höheren Persönlichkeit des Menschen führen soll, ist zum Köder eines Schutzgeld-Erpressertums deformiert, mit dem man Menschen ihr eigenes, angeborenes Eigentum auf Himmel, Fortschritt und Erleuchtung buchstäblich verkauft (und wer nicht zahlen, den Herrn Adepten nicht am fremden Besitzstand beteiligen will, dem wird er geraubt und abgefoltert und abgepreßt, bis er dankbar ist, von Adeptens Gnaden wieder leben und atmen zu dürfen und seinen Namen erfahren zu haben und den ihm von anderer, göttlicher Seite mit in die Wiege gelegten Himmel wieder sehen zu dürfen), und die Jesus-Schaufensterpuppen im Film sind in der heutigen Praxis längst adeptischen Abziehbildern von weisen, hellen, jovialen, guten Übervaterfiguren gewichen, die man jedem ins Hirn pflanzt, der sich fragt, wer ihn da ungefragt und gewaltsam und unlegitimiert für unklare Ziele und Zwecke in Anspruch nimmt und beherrscht und zwingt und vergewaltigt und über ihn und sein Leben zu verfügen und hauszuhalten und teilzuhaben sich anmaßt - Abziehbilder der übelsten, verlogensten phantasmagorischen Sorte, hinter denen sich kleinkarierte Bankprokuristen, primitive Industriemanager, schäbige Amtsschimmel und charakterlose Börsenmakler auf Jahrmarktspsychologen-Niveau verbergen, die sich alle im astralen Illusionstheater auf XXL-Größe trimmen, um teilweise potentiell sogar überlegenen, nur noch nicht zu außerkörperlicher Funktion gelangten „Materiemenschen“ die „Halbgötter“ und „Führer“ vorzugaukeln, die sie nicht sind, nie waren und oft genug von ihrer persönlichen Unterentwicklung her auch in diesem wie vielen künftigen Leben gar nicht sein können und werden. Ihre weis/ße Haartracht ist von der Beschaffenheit des Schneider’schen Toupets, ihre heiligen Schwüre haben den Wert und die Qualität von Barschel’schen Ehrenwörtern, und ihre kosmisch-klangvollen, tiefen „Götterstimmen“ den verräterischen Klang von qabbalistisch-magischen Megaphonen, die ihre wirklichen, quäkenden Preß-Stimmchen aufmotzen wie Fuchsschwanz, Spoiler und Rallyestreifen einen Manta.
In diesem Illusionstheater ist jeder ein „Gott“, der sich nur irgendwie aus seiner sterblichen Jauchehülle geschält und gewunden hat, ist jeder ein „vollkommener Herrscher im Mikro- und Makrokosmos“, der es verlernt hat, sich mit seinem Spiegelbild zu identifizieren, und jeder ein „perfekter Mensch und Demiurg“, der im Kindergarten der Welt das Spielzeug als Spielzeug identifiziert und als solches zu gebrauchen gelernt hat - und kann die Welt als Spielzeugland für sich beanspruchen und in Besitz nehmen, ob „im Guten“ oder mit okkulter Gewalt. Welcher „Adept“ hätte schließlich nicht schon als Kind davon geträumt, einmal eine Nacht im Kaufhaus eingeschlossen zu sein und nach Belieben die Bedürfnissau rauslassen zu können ? So, jetzt, als „Adept“ geht das endlich - und entschädigt für die vielen Frustrationen und Unzulänglichkeiten des Lebens, die man als kleiner Häusermakler und Buchhalter und Werbekaufmann täglich hinzunehmen hat. Schließlich kann man Banker und Großindustrielle und Politiker nach der eigenen Zwergenpfeife tanzen, sich von ihnen ein üppig-luxuriös-unbeschränkt mächtiges Zweitleben als „Menschheitsdiener“ (und den getönten Tagescreme-Appeal) finanzieren und auf Society-Parties in Kampen und St. Moritz mit allweiser, selbstloser Bescheidenheitsglorie beehrfürchten und der Würstchenrealität der eigenen Person eine imaginäre „Schattengröße“ andichten lassen.
Oder war da noch etwas, irgendwas, was einen Menschen unsterblich und einen Gott zum Gott macht ? Rosa Aura ? Kein Problem - einmal tief Luft holen und ins innere Universum singen. Artiger, gütiger, klarer Blick ? Kein Problem - solange man so gehätschelt wird. Ruhe und Besonnenheit ? Worüber sollte man sich aufregen. Weisheit ? Solange niemand etwas wirklich Wichtiges und Schwieriges fragt, solange alle nur wissen wollen, was ein halbes Pfund Butter kostet und ob außerhalb des Körpers Liebespaare auch Händchen halten - kein Problem. Unsterblichkeit ? Mein Gott, da gibt’s so gewisse Tricks - also zum Highlander reicht’s allemal.
Und dabei war, hier und heute, nur von den „Guten“, den „weißen Adepten“ die Rede, und nicht von den „Bösen“, den „schwarzen“, von „Panther, Kater und Co.“. Aber so groß sind die Unterschiede ohnehin längst nicht mehr: „Ich schwöre, die Wahrheit zu sagen, der zu sein, für den Sie mich halten, ein treuer und selbstloser Menschheitsdiener und Adept, von der „kosmischen Hierarchie“ des „geistigen Universums“, also von uns selbst, mit Legitimation und „höheren“ Weihen und Auftrag ausgestattet, so wahr ich mir helfe und der 31. Februar immer ein Sonntag ist.“
Amen!
* * * * *
„Damit etwas Bedeutung bekommt, braucht man eine Szene, aber eine Szene gibt es nur, wenn es eine Illusion gibt, ein Minimum an Illusion, an imaginärer Bewegung und Herausforderung des Realen, das einen mitreißt, verführt und in Aufruhr versetzt. Ohne diese im eigentlichen Sinne ästhetische, mythische und spielerische Dimension gibt es nicht einmal mehr eine politische Szene, in der irgendetwas zum Ereignis werden könnte.“
(Jean Baudrillard
Die fatalen Strategien
München 1985)
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PostScript 7
G – L – Ü – C – K
EHE IST HEILIG, FICKEN GÖTTLICH, ZUHÄLTEREI KOSMISCH. Die Zuhälterei der Gangster der adeptischen „ko(s)mischen Hierarchie“ gibt sich als gönnerhafte und joviale „Glücksstiftung“ aus: Jedem Männchen sein Weibchen, jedem Weibchen sein Männchen - und der adeptische Kuppler kassiert die Gebühren aus der Parkuhr am Ehebett. Das spirituelle Ideal einer „Seelenehe“, also der Verbundenheit zweier individueller Seelen über eine oder mehrere Inkarnationen hinaus, gerinnt in ihren Händen zur Sauermilch erfolterter, erzwungener, konstruierter (oder einfach luderhafter) Partnerschaften, die nichts bindet und zusammenhält als der magische Kitt fremder Initiatoren und „Stifter“ - von kein Bisschen hellsichtigeren Hohlköpfen inszeniert und zusammengeführt als die Verkuppelten selbst, für den Kuppler aber mit dem Bonus eines lebenslänglichen Dankbarkeits-Sympathie-Abhängigkeits-Schmarotzertums ausgestattet (falls diese Verbindungen überhaupt über den ersten Tag und zwei Tage und einen halben hinaus bestehen bleiben). Da werden Männer gebrochen und Frauen unterworfen, und die Frauen so gleichzeitig in Abhängigkeiten fremder Männer gestellt, als ehelebenslängliche Agenten fremder Autorität über ihren eigenen „beglückten“ Würstchen-Gatten „von Adeptenfreunds Gönnung und Gnaden“. Da werden Frauen Männer zugeführt, denen sie sich nie im Leben anvertraut hätten, nur weil ein „höherer Ratschluß“ sie zu seinen Huren und verfügbaren Objekten sachfremder Interessen machen will. Da werden wirklich sinnvolle Partnerschaften verhindert, weil es irgendwie andersgearteten Interessen der „ko(s)mischen Schicksalslenker“ und magischen Berserker nicht in ihren kriminellen Kram, nicht zu ihren verbrecherischen, ausbeuterischen Schmarotzer-Plänchen passt.
Wenn Sie selbst nicht das Unglück haben, zu den so unselig um ihre wahre Partnerschaft betrogenen und „beglückten“ Paaren „von Adeptens Gutdünken“ zu gehören, von denen ich hier spreche, und damit bereits und nur zu gut im Bilde sind, dann will ich Ihnen an meinem eigenen Beispiel sagen, wie so etwas ablaufen kann und von den irren „Schicksalslenkern“ der adeptischen Mafia in der Praxis abgelaufen wird.
Von früher Jugend an mit dem Ideal einer über begrenzte körperliche Lebenszeit hinausreichenden und über mehrere Inkarnationen dauerhaften und sinnvollen Partnerschaft, einer „Seelenehe“* vertraut und auf sie abonniert, wurde mir von meinem spirituellen Führer (einem Meister der wirklich „höheren Wirklichkeit“ des geistigen Universums, auf einer Existenzstufe, die den hirnrissigen Möchtegern-Adepten der selbstverfertigten Adepten“hierarchie“ nicht einmal für gelegentliche Anfragen erreichbar und zugänglich ist) im Jahr 1985, fotografisch und präzise, das Bild der Frau übermittelt, nach der ich zu suchen hätte. Der Frau, die in meiner letzten Inkarnation (als Rudolf Steiner) meine zweite und in mehreren Leben davor schon meine Partnerin war.
Anfang 1987, nach meinem erneuten Umzug nach Frankfurt, begegnete sie mir hier. Bis 1990 versuchte ich, in denselben Lokalen wie sie verkehrend, immer wieder, sie anzusprechen, mit ihr in Kontakt zu kommen, mit ihr zu reden - was von den geisteskranken Adepten und ihrem dauerpöbelnden Fußvolk in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen, da ihren hirnrissigen und kriminellen Plänchen für mich und mein Leben nicht opportun, immer wieder vereitelt, unmöglich gemacht, deformiert und verhindert wurde; und nicht zuletzt auch durch ihre eigene („innengeleitete“) Beteiligung an dem kollektiven Terror und den allgegenwärtigen Inszenierungen von primitiven, destruktiven Pseudo-Ereignissen, mit denen man mich nun seit vielen Jahren schon und unausgesetzt terrorisierte, zu asozialisieren und kriminalisieren versuchte.
Um mich von ihr abzubringen, hängte man beliebig-bedeutungslose Frauen an mich, die - allzeit bereit - nur zu gern „mal einspringen“ (und viel öfter, zu ihrem Leidwesen, nur zu gern mal eingesprungen wären), vertrödelte die Jahre meines Lebens weiterhin mit sinnleerem und ziellosem Terror „um des Terrors willen“, in der Hoffnung, ich würde aus Verzweiflung „aus dem Elend schon irgendwas (erwünscht Idiotisches) machen“ und so ihrem Terror, ihrer Folter, Lebens- und Arbeitsvernichtung ein Alibi, eine Erklärung nachreichen - und ging sogar so weit, diese Frau mit einem anderen Mann zusammen- und beide, an irgendeiner Bartheke kopulierend, mir vorzuführen. Mit dem Ergebnis, dass sie, weil doch nicht so von ihm überzeugt, von ihm vergewaltigt wurde und nun, um eine „schlimme Erfahrung“ reicher und immer noch einsam, wie zuvor durch ihre bedeutungslose Welt läuft, während ihre wie meine Lebensuhr nach wie vor und Jahr für Jahr belanglos und sinnleer, aber laut weitertickt.
Erst als ich 1990, kurz zuvor von ihr ein letztes Mal, absichtsvoll so „inszeniert“ und mit giftiger Deutlichkeit und Endgültigkeit, zurückgewiesen, erneut (und zum x-ten Mal) beruflich und existentiell am Ende, physisch und psychisch zum Wrack zugrundegefoltert und –terrorisiert und mein Leben wieder einmal ohne Perspektive oder auch nur die rudimentärste Grundlage war, und ich den „hellsichtigen“ Möchtegern-Schicksalslenkern offenbarte, was diese Frau und mich nun schon seit mehreren Inkarnationen verband und verbindet, „änderten“ sie schlagartig (und vor den Kopf geschlagen) ihre „Absichten“: Terror, Folter, Lebensverhinderung und –vernichtung wurden unvermindert fortgesetzt, sollten mich nun und von da an plötzlich nicht mehr von ihr abbringen, sondern „in ihre Arme treiben“ - als „gestrandeter Asozialer“ in die Zuflucht, das „Glück“ und die „Sonne“ einer - „natürlich!“ - von ihnen „adeptisch gestifteten“ und erkuppelten Zuhälter-Seelenehe.
Die beliebig-bedeutungslosen Willigweiber, die man (und sich) mir vorher angedient und aufgedrängt hatte(n), um mich von der von mir angestrebten Verbindung ab- und wegzubringen, änderten schlagartig ihre Qualität: Nur noch absurde, für mich inadäquate und insikutable Frauentypen näherten sich mir nun, als psycho-terroristische „Antithese“ ausgegeben, die mich zu der mir nun aufzuzwingenden Seelenehe treiben sollten. Und der debile und bornierte Trampel von „Seelenehe-Partnerin“ fand sich - nach allem, was vorangegangen war und wie verbrecherisch-hirnrissig alles Vorherige sich nun auch darstellte - auch dazu wieder ein und bereit, stellte sich nun als „Lockvogel“ für meine Unterwerfung unter den adeptischen Zuhälterwahn und meine Bevormundung und Einvernahme durch sie zur Verfügung und versuchte, unter Umkehr aller Vorzeichen, mir (wie allen ahnungslosen Zeugen, Handlangern und Mittätern) gegenüber so die Verschleierung der wirklichen Vorgänge und Verhältnisse, eine bloße und diesmal „erfolgreiche Fortsetzung“ und Rechtfertigung der vorangegangenen Verbrechen aufzuzwingen und vorzugaukeln. Mit dem Resultat, dass nach wie vor (und nun schon seit neun Jahren und meinetwegen bis ans Ende aller Tage und einen Tag länger) zwei Menschen allein, einer davon in kaum mehr zu unterbietendem Elend, mit unbeschreiblicher Gewalt und hemmungsloser Skrupellosigkeit, um ihr Leben gebracht, betrogen und „lebendig begraben“ werden und sind. Und nur, um mich dem kranken Willen einer selbsternannten okkulten „Weltherrschafts-Elite“ zu unterwerfen, die sich seit nunmehr zwei Jahrzehnten meine Biografie als ihr Produkt auf die Visitenkarte foltern wollte und will und dabei nur grenzenlose Lebensvernichtung produziert, keinen einzigen Beitrag geleistet hat. Mit diesem Ergebnis.
Die Blinden wollen sich als Seher, die Ahnungslosen als wissend und die Ignoranten als Weise, die Wahnsinnigen als „mit höherer Einsicht ausgestattete Vernunft“ darstellen und sponsorn lassen - und zu diesem Zweck ist ihnen jedes Mittel, jede Machenschaft recht, und keine Brutalität und Lüge, kein Verbrechen, keine Gewalt und keine Grausamkeit ist ihnen zu brutal, zu verlogen, zu verbrecherisch, zu gewalttätig und zu grausam. Sie kennen weder Hemmungen noch Erbarmen - von Verantwortung, ethischer Orientierung oder gar „höherer“, „spiritueller Einsicht“ gar nicht zu reden.
Im Alltag aber lassen sie - die Schmarotzer, die Ausgehaltenen, die Hofierten, die zu unrecht Geachteten und Geehrten, die Bedienten und Befolgten - sich als „gütige“, „selbstlose“ „Diener am Nächsten“ polieren,maniküren sich das Blut und den Dreck ihrer adeptischen Mord-, Folter, Totschlags- und Vergewaltigungsverbrechen aus ihren astralen Krallen, fassen sich vor Rührung ans „Herz“, wenn sie auf der Straße ihr um Leben und Glück berserktes Opfer treffen und machen jedem vor, sie seien die Erzeuger und Gönner und Spender und Organisatoren des Glücks, das sie anderen Menschen erst abpressen und abfoltern, um ihnen dann portionsweise das, was sie selbst davon übrig- und zulassen, als „großzügig-selbstlose Wohltat - und selbstverständlich lebenslänglich zinspflichtig - „zu überlassen“.
Selbst einem virtuoser Sprache und souveränem Denken mächtigen Menschen wie mir versagen angesichts der Tatsachen dieses okkulten Gangstertums von Geistes- und Psycho-Krüppeln „der parfümierten Sorte“, dieses „Innere Ebenen“-Gangstertums in Armani- und Mey-und-Edlich-Anzügen die Worte, gehen die Begriffe aus, die faktische Realität hinter den artigen Society-Fressen und –Schalmeien angemessen zu kennzeichnen. Geschminkter Abschaum, subhumane Monster als adeptische Bieder-Dressmen, oder auch Begriffe wie „Irre“, „Gangster“, „Berserker“, usw. sind nur unzureichend geeignet, da sie immer noch mit herkömmlichen Vorstellungs- und verständnisdimensionen besetzt sind, die diese zweibeinigen Produkte einer degenerierten und fehlentwickelten niederokkulten Intelligenz längst und weit hinter sich gelassen, überschritten und gesprengt haben: In die referenzlose Grenzen- und Formlosigkeit ihres astral-okkulten Allmachts- und Selbstherrlichkeitswahns.
Ein Wahnsinn, der im Begriff ist, sich aller Aspekte des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens in den westlichen Industrienationen zu bemächtigen, der sich, nur notdürftig und oberflächlich mit ethischen Schutzbegriffen, Alibis und verlogenen Etiketten verbrämt, dazu versteigt, das Leben aller Menschen und ihrer Geschicke zu beherrschen, über Glück und Unglück anderer „schicksalhaft“ und „göttergleich“ zu verfügen, und das jedem Menschen angeborene Leben samt dessen Ausstattung und Perspektiven im Namen missbrauchter und entwerteter Alibi-Ideale von „höherer Entwicklung“ sich zu unterwerfen, verfügbar und „hörig“, benutzbar zu machen und nach ihrem verbrecherisch-vermessen angemaßten Gutdünken und Belieben auszubeuten, auszuschmarotzen und dem Beraubten „zuzuteilen“ oder auch nicht - und das alles „zu seinem eigenen Wohle“.
Also: Zu I h r e m Wohle! Und: Auf I h r Wohl!
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* siehe hierzu das einzige vernünftige Buch zum Thema: Dion Fortune, „Esoterical Philosophie of Love and Marriage“ (Aquarian Press, GB)
* * * * *
„Alles ist wieder eingefangen in der Simulation. Die Landschaften in der Fotografie, die Frauen im sexuellen Szenarium, die Gedanken in der Schrift, der Terrorismus in der Mode und den Medien, die Ereignisse im Fernsehen. Die Dinge scheinen nur für diese seltsame Bestimmung zu existieren. Man fragt sich, ob die Welt nicht nur für die Werbung da ist, die eine andere Welt für sie macht.“
(Jean Baudrillard.
Amerika,
München 1987)
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PostScript 8 / W – A – R
MANIFESTO
I declare war to war,
And peace to peace,
Love to love,
And hate to hate,
Lie to lie,
And truth to truth.
I declare power to power,
And mildness to mildness,
Cruelty to cruelty,
And mercy to mercy,
Compassion to compassion,
And punishment to punishment.
I declare evil to evil,
And good to good.
I declare sorrow to sorrow,
And hope to hope,
Darkenss to darkness,
And light to light,
Damnation to damnation,
And salvation to salvation.
I declare perishment to perishment,
And growth to growth,
Torture to torture,
And comfort to comfort,
Care to care,
And destruction to destruction,
I declare pain to pain,
And soothing to soothing.
I declare debasement to debasement,
And rsi´´ise to rise,
Delusion to delusion,
And enlightenment to enlightenment,
Degeneration to degeneration,
And completion to completion.
I declare fall to fall,
And height to height,
Torment to torment,
And joy to joy,
Fulfilment to fulfillment,
And dissolution to dissolution.
I declare slavery to slavery,
And freedom to freedom.
I declare captivity to captivity,
And release to release,
Bitterness to bitterness,
And sweet to sweet,
Separation to separation,
And communion to communion.
I declare decay to decay,
And fruition to fruition,
Ugliness to ugliness,
And beauty to beauty,
Bliss to bliss,
And despair to despair.
I declare war
To all war.
* * * * *
"The next generation needs to be told, that the real fight is not the political fight, but to put an end to politics. From politics to metapolitics. From politics to poetry."
(Jasper Johns)
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PostScript 9
M - A - C - H - T
MEINE TEKEL. Die Kehrseite aller Macht ist Verantwortung. Wer die Münze nur einseitig nutzt und gebraucht, also buchstäblich verantwortungslos ist, ist früher oder später tatsächlich alle Verantwortung los - nämlich alle Macht. Macht, die sich um ihrer selbst willen und ohne Verantwortung erhalten will, mündet zwangsläufig in Gewalt - dem Gegenteil jeder Macht. Gewalt ist Schwäche, nicht Stärke - das Mittel der Ohnmächtigen, sich gegen wahre Macht durch- und über ihre Gesetze hinwegzusetzen.
Macht, wie sie von den spirituellen Meistern der wirklichen kosmischen Hierarchie definiert und Dion Fortune* diktiert wurde, resultiert aus „Strength, Foresight, and Wisdom“, also Stärke, Voraussicht und Weisheit. Alle drei Faktoren zusammen ergeben die Macht, die auf Gewalt verzichten kann zur Erreichung ihrer Ziele. Und alle drei fehlen bei der Gewalt (es sei denn der einer Notwehr gegen Gewalt). Die Macht des Stärkeren ist nicht die des Gewalttätigen. Die Macht des Stärkeren ist die des Weisen, der weiß, dass die Zeit für ihn arbeitet, dass die Gezeiten alles Unrecht und jede Behinderung des Rechts hinwegfegen werden, und dass keine noch so unberechtigte, gewaltsame Anstrengung sich auf Dauer behaupten kann. Die Macht des Stärkeren ist die seiner Stärke, sein besseres Wissen so lange zu bewahren und zu behaupten. Die Macht des Stärkeren ist seine Voraussicht, die Wirkungen des Richtigen wie des Falschen klar zu sehen, und deshalb keine falschen Ursachen zu legen. Wenn der Weise handelt, handelt er stark, gemäß der Voraussicht, die ihm vorher schon zeigte, was sein Handeln für Folgen haben wird, und mit der Weisheit, klar zu sehen und zu erkennen, was er durch sein Handeln erreichen kann und was nicht. Wahre Macht wird nie ent-täuscht, weil sie nicht getäuscht wurde, schon gar nicht von sich selbst.
Das okkulte Herrschaftsimperium der adeptischen „kosmischen Hierarchie“ basiert auf nackter Gewalt, behauptet sich durch nackte Gewalt, herrscht mit nackter Gewalt. Recht, Vernunft, Einsicht, Weisheit, höhere Interessen und Orientierung, wahre, verantwortliche Macht, die auf der Stärke voraussichtiger Weisheit basiert, sofern sie überhaupt jemals anerkannt waren und berücksichtigt wurden, sind längst keine relevanten Größen, keine bedeutenden Faktoren mehr, die in irgendeiner Hinsicht Einfluß hätten - über die bloße Nützlichkeit ihrer Blendungs- und Beruhigungskraft auf nützliche Idioten, also ihre universell wirksame und beliebig einsetzbare Alibifunktion hinaus. Korrupt, verantwortungslos und egomanisch bis in die Knochen, hat sich das zeitgenössische Adeptentum aller ethischen Werte, die die Grundlagen jeder höheren Einweihung und Entwicklung zu sein hätten, entledigt und sie in ihr profanes Gegenteil verkehrt: Gut ist, was nützlich ist, und nützlich ist, was einem selbst nützt. Aus Selbstbewahrung wurde Selbstbedienung - und selbst der Dienst am Nächsten, der als entwicklungsfördernd für das eigene spirituelle Wachstum erkannt war, ist zum egomanischen Rabattmarkenkleben des „Verdienste-Erwerbens“ um des eigenen „Wachstums“ willen verkommen. So korrumpieren sich Prinzipien - so lassen sich potentiell korrupte, unreife Charaktere durch Deformation ethischer Werte korrumpieren.Und am Ende steht die bloße Erinnerung, der blanke Etikettenschwindel, der eine höhere Ethik nur noch verbalisiert - in ihrem Namen aber genau das Gegenteil betreibt. Und wer nicht durchblickt durch Etiketten, Fassaden, Begriffsverfälschungen, der fällt auf sie herein und ihnen zum Opfer: Mordet im Namen des Lebens, foltert im Namen der Entwicklung, zerstört im Namen des Wachstums, bereichert sich im Namen der Selbstlosigkeit - und haßt im Namen der Liebe.
Die Korruption des zeitgenössischen Adeptentums hat ihren Ursprung in den hirnrissigen Dogmen, die der Dämon Aiwass, Aleister Crowley’s alter ego, durch ihn als „Gesetze“ und Basis des „Neuen Zeitalters“ verkünden ließ: in seinem Schwachsinnswerk „Liber al vel legis“, das ein vollendet unintelligibles verbales Delirium darstellt, in das sechs oder sieben intelligente und intelligible Sätze eingestreut sind. An diesen immergleichen sechs oder sieben Sätzen wird von seinen Anhängern der Wert des Buches festgemacht, sie werden immer wieder präsentiert und zitiert - über den Rest schweigt man sich ausnahmslos gschamig aus, wahrscheinlich weil selbst ein Schwachkopf mit ihm nichts anfangen kann, und es bleibt so, seit es das Buch gibt, jedem überlassen, zu vermuten, ein anderer könne mit dem Rest vielleicht doch etwas anfangen, man selbst sei nur nicht in der Lage dazu.
Von diesen Sätzen am häufigsten zitiert wird das „oberste Gebot“ der okkulten Lehre des neuen Zeitalters, das aller Korruption jeder adeptischen Integrität und sauberen, gesunden spirituellen Orientierung zugrunde liegt: „Love ist he Law, Love under Will.“ Man muß es übersetzen, auch wenn das überflüssig erscheint: „Liebe ist das Gesetz, Liebe unter (der Herrschaft/Kontrolle/was auch immer) dem (des) Willen(s).
Nun muß man wissen, daß Crowley alles andere als ein Dummkopf war. Seine „Autohagiografie“ untertitelte Biografie (eine Kostprobe seines ironischen Humors schon im Titel), die einzig aufschlussreiche und lesenswerte, ist ein Meisterwerk anspruchsvoller Prosa, zumindest in der englischen Originalfassung, und ein Lesegenuß für jeden intelligenten und unvoreingenommenen Leser - und belhrt zudem über die tiefe Tragik, die den Jungen Aleister zu dem werden ließ, was aus ihm (von eben diesem Dämon und gegen seinen erbitterten und verzweifelten, aber letztlich erfolglosen Widerstand) gemacht wurde. Crowley ist somit der einzige legitime Crowleyaner, und der einzige, der wirklich Verständnis und Nachsicht verdient - ganz im Gegensatz zu seinen Anhängern und Nachfolgern, die alle eine bessere Wahl hatten/haben/hätten.
Crowley war also intelligent genug, zu wissen, dass ein Lehrsatz, der das universelle Gesetz, den universellen ethischen Wert der „Liebe“, der sämtlichen ernstzunehmenden Religionen und Philosophien der Welt zugrunde liegt und als Quintessenz aus ihnen hervorgeht, negiert oder in Abrede stellt, sich von vornherein jeder Glaubwürdigkeit, jeder Wirkungschance, jeder Akzeptanzmöglichkeit beraubt und entledigt sähe, dass außer einer Handvoll Kranker nie jemand einen solchen Lehrsatz auch nur eines zweiten Gedankens oder Interesses würdigen würde. Der (im Osten buddhistischen, im Westen) christlichen Lehre eine erklärtermaßen „satanische“ Lehre gegenüberzustellen, die auch nur den Hauch einer Chance auf Verbreitung haben sollte, musste also diesen zentralen ethischen Wert vordergründig nicht leugnen - sondern benutzen, von innen her aushöhlen und in sich selbst ad absurdum führen. Auf dieser Grundlage und mit dieser Intention ist das okkulte Schlüsselgesetz „Love ist the Law, Love under Will“ eine rhetorische Glanzleistung - und seine Wirkung entsprechend groß. Eine Wirkung, die bis heute und in zunehmendem Maße verheerende Folgen für die Ethik der westlichen Esoterik hatte und hat, wie an der Korruption nahezu des gesamten westlichen Adeptentums der Gegenwart nur zu deutlich erkennbar und ablesbar ist - sei es, weil seine Vertreter nicht genug oder intelligent genug denken können, oder sei es, weil sie der Faszination eines „neuen“ Gesetzes, einer „neuen“ (Pseudo-) Weisheit so viel persönliche Annehmlichkeiten abzugewinnen wissen.
Die geniale Leistung dieses „neuen“ Gesetzes für ein „neues (schwarzmagisches) Zeitalter“ besteht darin, die Liebe als höchsten Wert und oberstes Prinzip abzuschaffen - also den zentralen Wert des Erzfeindes Christus -, indem er scheinbar affirmativ bestätigt und lediglich „erweitert“ wird. Diese „Erweiterung“ aber annihiliert ihn als obersten Wert - weil sie ihn konditioniert. Das heißt, einer kausalen Bedingung unterwirft, einer Kontrolle und Einschränkung durch einen anderen Wert - und diesen anderen Wert damit de facto zum höchsten erhebt. Und dieser andere Wert heißt Wille - und nicht mehr Liebe. Das „Gesetz“ hätte also genauso gut lauten können, und lautet, um seine betrügerische Rhetorik bereinigt: „Nicht Liebe, sondern Wille ist das Gesetz.“, oder kurz: „Wille ist das Gesetz.“ Und nichts anderes. Die Liebe ist nur noch das alibi- und verblendungsspendende Beiwort, das der Irrlehre die Gefolgschaft sichern soll, ohne selbst für das „Gesetz“ die geringste Bedeutung zu haben. Das Gesetz könnte ebenso gut lauten: „Bonbonlutschen ist das Gesetz, Bonbonlutschen…“, oder: „Beischlaf ist das Gesetz, Beischlaf…“, oder auch: „Alkohol ist das Gesetz, Alkohol unter (der Herrschaft) dem(des) Willen(s).“ Das „neue“ Gesetz, der höchste ethische Wert lautet „Wille“ - und nicht mehr „Liebe“.
Mit diesem neuen Gesetz lässt es sich nun viel leichter leben und umgehen als mit dem „alten“, der unkonditionierten Liebe. Liebe, schön und gut - aber nur dann, wenn ich will. Für den Willen braucht es (im Unterschied zur unkonditionierten Liebe, die ihre Motivation in sich selbst trägt und darum als ethischer Wert so hoch bewertet und angesiedelt ist) schon eine externe Motivation, die im Willen ad hoc nicht angelegt ist. Und schon sind wir bei der stärksten, umfassendsten und zeitlosesten Motivation angelangt, die der Mensch kennt, die seine gesamte Entwicklungsgeschichte im Positiven wie im Negativen begleitet und geprägt hat und die durch das Gesetz der unkonditionierten Liebe gerade transzendiert werden sollte: nämlich dem Egoismus. Wenn Wille das Gesetz ist, ist Egoismus als oberstes Handlungsprinzip und höchster Orientierungswert programmiert, dem Altruismus als Orientierungsbasis gekündigt. Mit allen zu besichtigenden Folgen für die Ethik der westlichen Esoterik.
Wenn Wille das Gesetz ist, ist Macht seine Exekutive, und Gewalt seine Ethik. Macht ohne Ethik, an der sie sich orientiert und vor der sie sich verantworten muß - und die stattdessen als Handlungsprinzip, im Gefolge eines ethisch undefinierten, als „Satz“ gesetzten Willens fungiert und funktioniert - definiert sich als bloße Willkür und äußert sich nicht anders als Willkür. Und damit ist der, jeder Gesetzlosigkeit, der Anarchie im schlechtesten Sinn, dem Faustrecht, jeder Gewalt freie Bahn gegeben - der Wille jedes einzelnen regiert sein Handeln, ein sozialerKonsens ist abgeschafft, der Starke besiegt den Schwächeren und zwingt ihm seinen Willen auf, und die Wahl der Mittel ist frei: diktiert allein vom Willen dessen, der sich durchzusetzen sucht.
Genau das ist die Anarchie, die die heutige Esoterik und ihr Adeptentum im Kielwasser Crowleys beherrscht - die als „Macht“ missverstandene hemmungs- und orientierungslose Gewalt, der okkulte Sozialdarwinismus, der die Ethik der Liebe, der unkonditionierten überpersönlichen Teilhabe und –nahme am Nächsten und Anderen annihiliert, der den Menschen seiner ganzheitlichen Spiritualität, die alle funktionalen und konkreten Aspekte seiner persönlichkeit einem höheren ethischen Ideal unterordnet und an ihm orientiert, entfremdet und ihn zum mechanischen Gewalt- („Willens“-) Spezialisten im technisch-modernen Neandertal macht. Und im Gefolge dieser gesetzlosen „neuen Gesetzlichkeit“ sind deshalb folgerichtig, bei Crowley in seinen weiteren „Gesetzen“ und in der heute überall erlebbaren Praxis, auch „Mord“ sowie alle weiteren Verbrechen nicht nur möglich, sondern ausdrücklich legitimiert. Wo der „Wille“ über die „Liebe“ regiert, ist diese eine bloße Option unter vielen anderen, deren man sich immer seltener erinnert, bis sie schließlich nur noch taktisch (also charakterfremd), als Mittel und Technik eines ganz anderen Interesses, des „Willens“ nämlich, „zum Einsatz“, in ihrer selbstlosen Version als Liebe aber überhaupt nicht mehr vorkommt - de facto also eliminiert ist.
Herrschaft ohne Ethik, Macht ohne Verantwortung, also eine Technokratie der Gewalt ist aber zum Scheitern verurteilt, da sie die wesentlichen energetischen Grundsätze aller universellen Existenz missachtet - Grundsätze, die auf das Leben des Menschen bezogen nur ethisch formuliert werden können, da sie die (jede) Mechanik der Gewalt, wie die Evolutionslehre sie als Teilansicht der Wirklichkeit ausgewiesen hat, übersteigen und durch höhere Prinzipien steuern. Liebe als Erweiterung des Ich auf den Mit-Menschen, das Mit-Geschöpf, ist die Quintessenz dieser Ethik, die uns über die animalische Gewaltmechanik erhebt und zu kultivierten Geistwesen und geistigen Kulturwesen macht. „Wille“ ist die Ideologisierung der Gewalt der Natur und kehrt die Evolution zu einem Devolutionsprozeß um: Nicht mehr Materie wird dem Bewusstsein untergeordnet, sondern das Bewusstsein zum Instrument der Materie und ihrer Gesetze versklavt,. Das Bewusstsein, das allein uns davon emanzipieren und darüber erheben kann und soll. Crowley predigt das Gesetz des Primaten, dessen Bewusstsein sich willentlich dem Tier, der vergänglichen Körperlichkeit und dessen transzendentem Prinzip, dem „Teufel“, zu unterwerfen und zu dienen hat. Er setzt dem göttlichen Willen den eigenen entgegen - dem objektiven und unbegrenzten, der in Alliebe sich manifestiert und das Individuum zu einer größeren und allein unsterblichen Identität transzendiert, einen/jeglichen subjektiven, begrenzten, auf die sterbliche Kreatur in ihrem temporären, unzulänglichen und vergänglichen Status bezogenen. Entsprechend barbarisch und willkürlich, egomanisch und verantwortungslos sieht die Praxis und Realität der heutigen adeptischen Szenerie auf der äußeren und mehr noch den inneren Ebenen der Wirklichkeit daher auch aus. Entsprechend irrelevant und unbrauchbar - MENE. Und, wie man noch sehen wird, nur allzu kurzlebig - TEKEL.
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„Das ganze Leben der Gesellschaften, in welchen die modernen Produktionsbedingungen herrschen, erscheint als eine ungeheure Sammlung von Spektakeln. Alles was unmittelbar erlebt wurde, ist in eine Vorstellung entwichen.
Die älteste gesellschaftliche Spezialisierung ist es, die Spezialisierung der Gewalt, die an der Wurzel des Spektakels liegt. Das Spektakel ist somit eine spezialisierte Tätigkeit, die für die Gesamtheit der anderen Tätigkeiten spricht. Es ist die diplomatische Repräsentation der hierarchischen Gesellschaft vor sich selbst, wo jedes Wort verbannt ist. Hier ist das Modernste auch das Archaischste.“
(Guy Debord
Die Gesellschaft des Spektakels (1967)
Hamburg 1978)
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PostScript 10
P – S – S – S – S – S – T !
E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G E H E I M + G
Jedes Verbrechen lebt von seiner Geheimhaltung, jeder Verbrecher von der Hoffnung, sein Verbrechen geheim begehen und zumindest die eigene Urheberschaft geheim halten zu können. Steht die Geheimhaltung in Frage oder ist sie nicht gewährleistet, sieht der Verbrecher gewöhnlich von seinen Plänen, der Basis seiner Absichten und Handlungen beraubt, ab. Geheimhaltung ist also die zentrale conditio qua si non jedes Verbrechens. Dies ist beim Gangstertum der Eingeweihten ganz genauso, auch wenn die adeptische Geheimhaltung ursprünglich ganz andere Gründe und Ursachen hatte.
Als evolutionäre Avantgarde eines sonst durchschnittlichen, also für höhere Mysterien noch nicht ansprechbaren Entwicklungsstandes der sie umgebenden Mit-Menschheit war Geheimhaltung in früherer Zeit geboten, um Wahrheit nicht als Ketzerei und Erleuchtung nicht als Verblendung geächtet und verfolgt, die Mysterien nicht durch Unverständnis profanisiert und entwertet zu sehen.
So weit, so sauber und gut. Auf der anderen Seite deckte die Geheimhaltung natürlich auch alle herätischen, negativen, destruktiven Ambitionen und Strömungen, die einer zunächst kirchlichen, später aufklärerischen Ethik und Legislative zuwiderliefen und -handelten, war also verbrechensnotwenige Bedingung für weniger saubere, rot- und schwarzmagische Intentionen und Haltungen, deren Ziele nicht altruistisch und aspirativ, sondern vielmehr egoistisch und konspirativ waren. Die Befreiung von der Gebundenheit an den physischen Körper mit ihren Möglichkeiten der Erforschung der „inneren Ebenen“ der Wirklichkeit befreite zugleich von der Legislative, Judikative und Exekutive gesellschaftlicher Verfassungen, was unreifen Seelen und ethisch ungeformten Charakteren schnell zum Verhängnis, zur „Freiheit“ von Verantwortung und zur Allmöglichkeit nicht verfolgbarer, also vermeintlich konsequenzloser Verbrechen wurde - und so ist es bis heute. Wohin die gesellschaftliche Ethik per Exekutive nicht reicht, wo der Arm des Gesetzes sich als zu kurz erweist, da hat jedes Recht sein Recht verloren - und wessen Bewußtsein den bekannten Weisheiten der großen Menschheitslehrer, der großen Religionsstifter und Philosophen noch nicht entgegengewachsen war und ist, der orientiert sich schnell an irrelevanten, subjektiven Interessen und Faktoren: Der macht auf den „inneren Ebenen“, nun aber hemmungslos, weil unkontrolliert, den Affen, den er unter dem kontrollierenden Überich einer gesellschaftlichen Ordnung nur bedingt zur Darstellung bringen kann, mit dem geht schnell der „innere Schweinehund“, endlich auf seiner Ebene angelangt und hndlungsfrei, durch und wächst sich, sofern nicht unmittelbar „Strafe“ durch Negativerlebnisse folgt, so, falsch ernährt, schnell zu inneren Pottsau aus.
Und da selbst die unsensibelste und verantwortungsloseste Pottsau eine Rationalisierung ihres Status und ihrer Haltung vor sich und anderen braucht, sei diese auch noch so rudimentär und widervernünftig, landet sie schließlich im Schlamm des Gatters irgendeiner ketzerischen, satanischen oder sonstwie irrtümlich für bequem und befreiend gehaltenen Lehre, die als Ersatzethik und -orientierung den Horizont begrenzt und überschaubar macht und jede Schweinerei, sei`s auch noch so vordergründig, „legitimiert“. (Von gebildeteren und „kultivierteren“ Wildschwinen wird heute vor allem Nietzsche für einseitig-intentionelle Rechtfertigungsanleihen herangezogen.)
Erste unzulängliche Versuche einer materiell und weltlich konstituierten Kirche, die immaterielle und „außerweltliche“ Sau durch`s Dorf zu treiben und einem vorzeitigen Purgatorium zu unterziehen, endeten kläglich im inquisitorischen Wahn, dem mehr Unschuldige als Schuldige zum Opfer fielen, degenerierten letztlich also bloß zum ideologischen Gewaltinstrument der Durchsetzung paranoider Vorstellungen einer Kirchenlehre, die ihre eigenen Inhalte pervertierten. Die Inquisitoren machten Jagd auf ihre eigenen Schatten - und zertraten dabei real existierende Menschen jeglicher, beliebiger Provenienz. Die größten Säue aber blieben unentdeckt - und würden sie sich heute nicht einigermaßen sicher fühlen und hier und dort von selbst das Licht der Öffentlichkeit suchen, wären sie auch heute noch unauffindbar und unidentifiziert.
Die potentiell anarchischen Bedingungen und Möglichkeiten auf den „inneren Ebenen“ erforderten für Eingeweihte, deren kategorischer Imperativ nicht mit der sterblichen Körperhülle auf den Sofa zurückgelassen und abgestreift war, eine eigene Legislative, eine „innere“ Gesellschaftsform mit organisatorischen Strukturen, mit eigener Judikative und Exekutive, die bis heute lediglich ansatzweise in den bekannten und etablierten Strukturen der (ursprünglich britischen) Freimaurerei sichtbar geworden sind, aber längst die gesamte esoterisch-okkulte Entwicklung mit allen ihren Richtungen, Zweigen und Facetten überspannen.
Die aus dieser Entwicklung hervorgegangene „Brain Police“ (Frank Zappa), also adeptische „Tugendwächter“ auf den inneren Ebenen, die von einer nicht reglementierten Existenzebene aus mit esoterischem Know-How und weltlichem Einfluß notdürftig eine ethische Kontrolle herzustellen versuchen, ist und war aber nie die integre Instanz einer noblen „Innere-Ebenen-Ethik“, die das Etikett insinuieren will, ist und war nie etwas anderes als die okkulte Version einer „ehrenwerten Gesellschaft“, die wir auch auf der materiellen Ebene unter dieser Bezeichnung kennen. Da sind die Säue bloß zu den Böcken mutiert, vor denen sie angeblich schützen und warnen, und ihr „Ehrenkodex“ schützt und bewahrt nur sie selbst - gegen Recht und Gesetz. Wer aber sollte Recht und Gesetz sowie die Mitlieder einer Gesllschaftsordnung vor Verbrechen von „Rechtsbewahrern“ und „Gesetzeshütern“, vor korrupt gewordener und korrupt mißbrauchbarer institutionalisierter Macht bewahren und schützen ? Verbrecherische Adepten der „inneren Ebenen“, hinter artig-jovialen Masken wohlmeinender Menschheits-Diener und -Wohltäter kaschiert, mit potemkinsch-aufgesetzten Vorstandsprecher-Allüren und -Attitüden, als Überich-Model ihrer selbstentworfenen, künstlich aufgeblasenen Identität und Schein-Existenz
posierend, die mit Hilfe von Vertretern, Handlangern und Mittätern jedweder charakterlichen
Couleur und geistigen Ausstattung in sämtlichen Ämtern, Behörden, Firmen und Institutionen, in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens, in Wirtschaft, Politik und Verwaltung, und im Namen „höherer Prinzipien“ alle noch herrschenden und vernünftigen Gesetze, alle Grund- und sonstigen Rechte jedes Menschen nach Belieben deformieren, mißbrauchen und de facto außer Kraft setzen können - das sind die Realitäten, die eine nur sich selbst verantwortungspflichtige „kosmische Hierarchie“ von verantwortungslosen und korrupten und nur allzu weötlichen „Innere-Ebenen-Menschheitsdienern“ sich geschaffen und verfügbar gemacht hat, im administrativen wie in jedem anderen gesellschaftlichen Bereich auch.
Diese etablierte „umgekehrte Inquisition“ adeptisch-esoterischer Herrschaftsmacht, bei weitem gefährlicher und verbrecherischer als ihre mittelalterliche, weltliche Vorläuferin, basiert, wie alle okkulten Fehlentwicklungen der Menschheitsgeschichte zuvor auch, auf dem Prinzip strikter weltlicher Geheimhaltung, und findet auch diesmal wieder nur in einer, wenn auch noch so fadenscheinigen, Nicht-Nachweisbarkeit ihren verbrecherischen Spielraum und Nährboden, ihren Schutz und ihre Dauer. Ihre Opfer aber fänden heute nicht einmal mehr in Kirchen oder staatlichen Institutionen, da selbst weitgehend durchsucht mit mehr oder minder „unsanften (Mit-)Verschwörern“, auch nur unzulänglich-weltliche Hilfe oder Gehör - sollten sie sie überhaupt zu suchen wagen.
Eine „esoterische“ Legislative/Judikative/Exekutive war und ist weder weltlich (siehe Inquisition) noch auf den „inneren Ebenen“ (siehe das zeitgenössische Gangstertum der Adepten) praktikabel und denkbar, so wünschenswert und notwendig sie auch erscheinen. Die Lösung dieser Problematik ist allein durch Aufklärung und Herstellung von Öffentlichkeit denkbar - und durch ethische Volksbildung auf allen Ebenen und mit jedem Anspruchsniveau. Es ist allerhöchste Zeit, dem Verbrechen die Basis und den Verbrechern den Schutz ihrer Masken zu entziehen: durch die Öffentlichkeit, deren Licht sie nicht standhalten und sich ihm nicht widersetzen könn(t)en. Solange okkult verfolgte, terrorisierte, erpreßte und durch (von denselben Gangstern gesteuerte) administrative Mißhandlung und Bedrohung eingeschüchterte Menschen mit unangenehmen Folgen ausschließlich für sich selbst - von Existenzvernichtung bis Klapsmühle - rechnen müssen, wenn sie sich einer Öffentlichkeit anvertrauen, solange also jedes Opfer isoliert, für und mit sich allein und von einer allgegenwärtigen und allbeeinflussenden Schattenmacht zum Schweigen „verurteilt“ bleibt, solange sind okkulten Verbrechern jeder Größenordnung unter der Zellophanhülle oberflächlicher Geheimhaltung (sicht-, aber nicht angreifbar) alle Möglichkeiten offen und alle Dinge machbar, solange herrschen Verbrechen und Willkür offen und doch nicht einzugrenzen in einer äußerlich noch intakten, nach noblen Sitten
und Gesetzen konstituierten und an ihnen orientierten Gesellschaft, solange ist jedes Opfer ohnmächtig und schutzlos der Willkür einer selbsternannten „kosmischen“ Verbrecherhierarchie ausgeliefert
„Hierarchie“ und ihrer institutionellen Handlanger ausgeliefert, die jede weltlich fixierte Ordnung mühelos außer Kraft setzen und schlicht bedeutungslos machen können.
Eine Lösung ist also nur durch Öffentlichkeit denkbar, durch Aufklärung und in ihrem Gefolge durch Verweigerung: Aufklärung über, Öffentlichkeit für das, was zunächst unaus- und unansprechbar erscheint und doch so einfach, weil allgegenwärtig, allgemein bekannt und letztlich banal ist, nämlich die Realität „parallel“ zur materiellen, kulturell etablierten und gesellschaftlich anerkannten Realität - und die konsequente Verweigerung aller Beteiligten, „Informierten“, aller Handlanger und nützlichen Idioten, sich von irgendwelchen „kosmischen Adepten“ und „Hierarchien“ noch als Handlanger, Mittäter und nützliche Idioten in Anspruch nehmen zu lassen, gleich für welche (erklärt „höhere“) Ziel, gleich unter welchen (angeblich „positiven“) Vorzeichen, gleich mit welchen (vorgeblich „harmlosen“) Absichten und Rechtfertigungen. In keinem einzigen Fall, bei keiner einzigen Gelegenheit, und zu keinem einzigen Vergehen, Verbrechen, zu keiner einzigen Unlauterkeit „mit höherer Legitimation“ - denn dies sind Widersprüche in sich.
Die Grund- und Menschenrechte, auf der christlichen Ethik basierend und als Grundlage jeder vernünftigen staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung bis heute unübertroffen, sind ein viel zu kostbares Gut, eine viel zu zerbrechliche, bis heute nicht einmal weltweit durchgesetzte Errungenschaft der Entwicklung des menschlichen Geistes, ihre Gesetze, Maximen und Werte durch eine ausreichende Zahl von Weisen und Wissenden der vergangenen Jahrtausende „höher“ und „überweltlich“ genug legitimiert, um sie naiv, blauäugig und verblendet im Namen schwachsinnig-verlogener „Innere-Ebenen“-Interessen auf den Scheiterhaufen herrschsüchtiger okkulter Despoten und esoterischer Barbaren im Artiggewand und mit Harmlosmasken schlicht aushebeln, entwerten, außer Kraft setzen und in Flammen aufgehen zu lassen, um sie gedankenlos, „wohlmeinend“ und blind oder gar als amüsantes Society-“Spiel“ mit dem Leben und Schicksal anderer Menschen irgendwelchen vorgeblich „noch höheren“ Intentionen irgendwelcher verkappter Möchtegern-Weltherrscher-Narren zu opfern oder auch nur „pragmatisch zu relativieren“.
Die Uhren höherer Orientierung und sauberer Spiritualität kauft man nach wie vor, langweilig, aber einzig solide, mit Beleg und Garantie, öffentlich und kontrolliert, im Geschäft, und nicht - „Pssst! Sie da! PSSST!“ - hinter verschlossenen Türen vom Innenfutter undurchschauter und undurchschaubarer adeptischer Eingeweihtenkutten.
Man kommt (und bringt andere) sonst bloß in Teufels Küche.
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„Gegen ein hyperrealistisches System ist die einzige denkbare Strategie gewissermaßen paraphysisch: die Strategie einer „Wissenschaft imaginärer Lösungen“, d.h. eine Science Fiction der Kehrtwendung des Systems gegen sich selbst, am äußersten Punkt der Simulation, die sich in einer Hyperlogik der Zerstörung und des Todes umkehrt.“
(Jean Baudrillard,
Der symbolische Tausch und der Tod,
München 1982)
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